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  1. Buddhaland Forum
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Zazen mit körperlichen Einschränkungen

  • ti_sta
  • 16. September 2019 um 09:08
  • Zum letzten Beitrag
1. offizieller Beitrag
  • ti_sta
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    • 16. September 2019 um 09:08
    • #1

    Hallöchen,

    ich lese hier schon eine ganze Weile mit, habe bis jetzt aber noch keinen Beitrag verfasst. Erst einmal vielen Dank für diese tolle Plattform und die vielen nützlichen und interessanten Beiträge:)

    Ich bin noch recht frisch in der Materie, Meditiere täglich seit 1 1/2 Jahren. Ich setze mich nicht explizit auf eine Richtung fest, lese aber aktuell am meisten Literatur zum Thema Zen (habe leider kein Zendo oder buddhistisches Zentrum in der nähe) und praktiziere auch in diesem Sinne meine Meditationsübungen.

    Jetzt ist es so, dass ich aufgrund von kleinen körperlichen "Einschränkungen" (Ein schlechtes Knie und ein leichter Unfallschaden an der rechten Hand) etwas Schwierigkeiten mit der Handhaltung beim Zazen habe. Mein rechter Daumen fängt stark an zu zittern und zu schmerzen, wenn ich Ihn ungestützt ausgestreckt in der "Schalenhaltung" an den anderen Daumen halte.

    Gibt es da Alternativen, die in einem Zendo bei z.B. einem Retreat trotzdem formell korrekt wären? Ja, ich weiß. Zen ist formlos blabliblub und eigentlich ist es schwachsinnig, sich darüber zu starke Gedanken zu machen. Aber ich bin noch Anfänger, also habt bitte etwas Rücksicht. Es gibt mir hier auch um eine Haltung, die meine Meditationspraxis unterstützt.

    Vielen Dank schon einmal im Voraus _()_

  • void 16. September 2019 um 09:19

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • jianwang
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    • 16. September 2019 um 09:35
    • #2

    Mach das, was Du kannst.

    Ich selbst kann nicht mehr auf dem Boden sitzen, also : her mit dem Hocker.

    Jetzt nach der Herz-OP shikantaza (😎😁🤣) im Liegen und wieso nicht?( ich lachte, weil es "nichts als richtig sitzen" bedeutet - also shikantaza)

    Vor einem musst Du Dich hüten: Erfinde keinen Grund, nicht die Geistesübung zu praktizieren.

    Nicht Du hast den Schmerz, sondern deine Hand. Übe Zazen und lass die Hand oder die Knie ihre Art von Zazen üben. So sprach der Meister eines meiner Lehrer.

    Natürlich ist es gerade am Anfang wichtig. einen "guten Freund" oder Meister zu haben, der vieles sieht, was man selbst nicht gleich erkennt.

    _()_

    PS: Vergessen - erkenne, was von der Technik des shikantaza oder Zazen wichtig für die Geistesschulung ist und was nur "nettes Beiwerk"

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.

    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

  • void
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    • 16. September 2019 um 09:46
    • Offizieller Beitrag
    • #3
    ti_sta:

    Jetzt ist es so, dass ich aufgrund von kleinen körperlichen "Einschränkungen" (Ein schlechtes Knie und ein leichter Unfallschaden an der rechten Hand) etwas Schwierigkeiten mit der Handhaltung beim Zazen habe. Mein rechter Daumen fängt stark an zu zittern und zu schmerzen, wenn ich Ihn ungestützt ausgestreckt in der "Schalenhaltung" an den anderen Daumen halte.

    Gibt es da Alternativen, die in einem Zendo bei z.B. einem Retreat trotzdem formell korrekt wären

    Das was bei den Händen das wichtige ist, ist das man da keine Verkrampfung schafft, die sich dann nach oben in die Schultern fortsetzt. Wenn man was robenartiges anhatt oder einfach eine Decke über den Beinen hat, dann kann der Stoff die Hände stützten.

    Ich finde es wichtig, dass Zazen etwas ist, dass man man auch mit köperlichen Einschränkungen praktizieren kann. Gerade wenn man alt oder krank ist, kann ja Zen ein wichtiger Anker sein, und da säre es ja Schade, wenn da Idee von "Formell korrekt" im Wege stehen.

    • Nächster offizieller Beitrag
  • void
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    • 16. September 2019 um 15:46
    • Offizieller Beitrag
    • #4

    Weil viele Leute älter und gebrechlicher werden, gab es mal die Idee von "Silver Sesshins" für ältere und köperlich eingeschränkte Menschen. So dass man eben nicht das Gefühl haben muss, anderen unnötige Unanehmlichkeiten zu bereiten oder eben "formell nicht korrekt" zu sein.

    silver-sesshin / visits:

    We know from experience the great value of sesshin-retreats. Growing older and/or becoming seriously ill, however, intensive retreats may no longer be possible. What can we do then? Consulting with several other regular retreat participants, including professionals in fields such as medicine, nursing, psychology, and physical therapy, we have come up with this summary to serve us as we move forward:

    Sliver sesshins

    As long as possible and to the best of the individual’s ability, all are welcome and encouraged to continue attending intensive retreats. (For

    example, participants who cannot keep up with the fast-paced kinhinwalking meditations can walk at a slower pace around the meditation

    hall.) When this is no longer possible, let us know and we will do what we can, with your help and input, to have a “silver sesshin.” Naturally, the retreat schedule needs to be substantially reworked, including shorter sits, easy exercises, and rest periods. The guiding principle is to offer an environment and necessary support so that the elderly and ill can practice to the best of their abilities. As younger and healthier

    participants provide necessary assistance, they can learn from the senior participants, and can do extra sitting outside the silver retreat schedule. Such a retreat would surely be a valuable experience for all.


    Visits

    We will continue to visit those who cannot attend retreats at all due to advanced age or serious illness. When possible, two or three Dharma

    friends will go and spend a few hours together. Please share your experience of these visits with us so that we all can continue to learn from each other. If you feel the need for such a visit, contact us and we will try our best to arrange it.

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    Ist das eine isolierte Initiative? Wie wird wo anders mit alten oder kranken Praktizierenden umgegangen?

    • Vorheriger offizieller Beitrag
  • User19823
    Gast
    • 17. September 2019 um 04:33
    • #5

    Hallo ti_sta

    Erstmal ein herzliches Willkommen bei uns!

    ti_sta:

    Mein rechter Daumen fängt stark an zu zittern und zu schmerzen, wenn ich Ihn ungestützt ausgestreckt in der "Schalenhaltung" an den anderen Daumen halte.

    Hast du schon versucht, zwecks Abstützung ein Kissen drunter zu legen? Gibt es irgendeine andere Position, in der der Daumen nicht mehr schmerzt?

    Es könnte ja auch von Nachteil sein, wenn der vielleicht verletzte Nerv durch deine Meditationshaltung ständig gereizt wird und sich das Ganze dann möglicherweise zur chronischen Entzündung ausweitet. Also sorge gut für dich!

    ti_sta:

    Es gibt mir hier auch um eine Haltung, die meine Meditationspraxis unterstützt.

    Eine gute Meditationshaltung ist die, in der du weder schlaff durch die Gegend schaukelst, noch angespannt dich hochhalten musst. Ich erreiche das, indem ich mit dem Becken immer etwas höher bin als mit den Knien. Es gibt da verschiedene (auch in Retreats akzeptierte) Positionen, hier im Anfängerbereich gibt es ja ein gutes Video dazu. Vielleicht probierst du die verschiedenen Positionen auch mal dahingegend aus, was deine Arme und Hände und auch Kniee dazu sagen.

    In vielen Gruppen gibt es Einführungen für Neue, da könntest du einfach den/die Leiter/in ansprechen und fragen, was du machen kannst. Du wirst nicht die Einzige sein, die körperliche Einschränkungen hat, also keine Sorge, dass du aus dem Rahmen fallen könntest ;).

  • User19823
    Gast
    • 17. September 2019 um 04:36
    • #6

    Hallo void

    void:

    Ist das eine isolierte Initiative? Wie wird wo anders mit alten oder kranken Praktizierenden umgegangen?

    Vielleicht ist das hier was:

    In der Zeitschrift "Buddhismus Aktuell" gab es in der Ausgabe 3/2019 das Thema "jung&alt". Dort wurde den Mitgliedsgemeinschaften der DBU die Frage gestellt, welche Angebote sie speziell für Jüngere oder Ältere anbieten und deren Antworten von Susanne Billig in Kurzform abgedruckt. Es soll auch im Internet eine Langfassung mit Fotos und Links unter dem Titel "Eine Praxis - mehrere Generationen" geben, aber leider finde ich die online nicht...

    Hier ist die Inhaltsangabe vom Heft:

    2019/3 jung & alt

  • Sili
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    10. September 2019
    • 19. September 2019 um 12:26
    • #7

    _()_

    Tut mur leid wen ich störe aber mir fällt da ne pasende alte geschichte ein die dir fileicht weiter helfen kann.

    Ich weis es ist im zen nicht üblich sowas zu erzählen da es sehr sehr übertrieben ist aber die kernausage dürfte helfen.

    Ein junger man entschied sich mönch zu werden da er allerhand grandkoses über dehren fähikeiten gehört hatte, so sollen sie gar übers wasser laufen können wen sie ein sutra richtig rezitierten.

    Der junge mann lernte und lernte fiele jahre lang bis ihm der abt des klosters sagte er sei jetzt bereit ins nächste dorf zu wandern und dort selbst zu unterrichten.

    Der Mann ging los und als er unterwegs an einem see vorbei kamm, hörte er auf einer insel in mitten des sees wie jemand ein sutra rezitierte. Leider sprach dieser jemand es so falsch aus das der mönch dies nicht ignorieren konnte. Er bestig ein boot und führ zur insel, wo er einen alten mann fand der rege am rezitieren war. "Alter man hattest du nie dinen lehrer? Warte ich bri ge dir die kprrekte aussprache bei" sagte der mönch zum alten. Und als der alte das sutra richtig sprechen konnte führ der mönch mit seinem bot wieder richtung ufer. Er dachte dabei an seine kindheit und wie er hörte das wen man dieses sutra richtig aufsagte man über wasser gehen könne. Er musste lachen bei dem gedanken an seine gutgläubikeit. Auf einmal hörte er fon der insel her jemanden rufen, und als er sich umdrehte sah er den alten mann in grossen schritten übers wasser zu ihm gelaufen kommen, und er rief :" wehrter mönch, wehrter mönch bitte warte ich hab die richtige aussprache des suttras wieder vergesen. kannst du sie mir nochmal erklähren? Verzeih ich bin alt und vergäslich"

    _()_

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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