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Mara

  • antelatis
  • 4. August 2019 um 18:48
  • Zum letzten Beitrag
  • antelatis
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    • 4. August 2019 um 18:48
    • #1

    In einer Doku über Siddhartha Gautama habe ich gesehen, dass Mara alles mögliche versucht haben soll, um seine Erleuchtung zu verhindern. Gibt es demnach so etwas wie das personifizierte Böse im Buddhismus, oder was hat es mit Mara auf sich?

  • kilaya
    Gast
    • 4. August 2019 um 19:05
    • #2

    Ich denke, Mara steht symbolisch für die Macht der Gewohnheit.

  • Monikamarie
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    • 4. August 2019 um 19:10
    • #3

    Hallo Antelatis,

    aus meiner Sicht steht Mara dem Buddha gegenüber wie der Teufel dem Jesus.

    Es ist symbolisch gemeint - denke ich, aber es ist eben dasjenige "Böse", dass die Befreiung verhindern will, dass den Menschen in dieser Welt gefangen halten will.

    _()_

  • antelatis
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    • 4. August 2019 um 21:00
    • #4

    Wenn ich das richtig sehe, gibt es da verschiedene Meinungen, was wohl auch mit den Ansichten der unterschiedlichen Schulen zusammenhängt?

    Während die einen in Mara einfach nur den inneren Schweinehund sehen, bzw. die Schwächen der menschlichen Existenz, ist es für andere ein wahrhaftiger böser Widersacher, der den Menschen negativ beeinflussen will, ähnlich dem biblischen Teufel, ist das richtig?

  • Max Schenzle
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    • 4. August 2019 um 21:20
    • #5

    Hi buddhi!

    Ja, es gibt den Teufel, der dort Maro Dusi genannt wird.

    Ab einer bestimmten Entwicklungsstufe, trifft man automatisch Maro Dusi. Wie diese Begegnung ausgeht,

    muss jeder mit sich selbst ausmachen. Er ließ mich in Ruhe und beantwortete meine Frage ohne Lüge.

  • Online
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    • 4. August 2019 um 22:12
    • #6

    Hi kesi!

    Maro Dusi gibt es aber anscheinend gar nicht mehr, er soll zur Zeit des ersten Buddha (Kakusandha) im gegenwärtigen kosmischen Zyklus existiert haben.


    [lz]

    Es geschah einmal, Böser, dass ich ein Māra namens Dūsī war, und ich hatte eine Schwester namens Kālī. Du warst ihr Sohn, also warst du mein Neffe. M.5[/lz]

    Oder sag bloss, du bist auch noch Zeitreisender...

    Mit Metta, mukti.


    Einmal editiert, zuletzt von mukti (4. August 2019 um 22:21)

  • antelatis
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    • 4. August 2019 um 22:52
    • #7

    SPK

    Der von dir zitierte Beitrag ist eine ziemlich befriedigende Erklärung. Besonders das gefällt mir: 'Mara' steht also nicht für eine Entität, ein beständiges Wesen, sondern eher für eine Funktion in Samsara. Diese Funktion besteht darin, andere Wesen an Samsara zu binden. Das Mittel dazu ist 'Versuchung' - und hier haben wir tatsächlich eine Parallele zum Satan der christlich-jüdischen Mythologie.

    Ich habe jetzt aber den Eindruck, dass die eigentliche Darstellung da sehr "modernisiert" interpretiert worden ist, so ähnlich steht es ja auch in dem Beitrag. Das ist in meinen Augen eine gute Sache, führt aber dazu, dass sich andere Dinge im Laufe der Zeit auch ändern können und neu interpretiert werden müssen. Kann man deshalb sagen, dass das, was der Buddhismus uns im Moment mitzuteilen versucht, vielleicht noch nicht ganz der Weisheit letzter Schluss ist?

  • Monikamarie
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    • 5. August 2019 um 08:31
    • #8
    mkha':

    (Etwas weniger steif erklärt: es ist u.a. die personifizierte Versuchung, mich vom Umsetzen des Dharma abzuhalten. So ist es nahezu ein boshaft-schelmisches Etwas, das während ich versuche, ernsthaft zu arbeiten, quietschvergnügt auf meiner linken Schulter sitzt, und mich auf das herrliche Wetter aufmerksam macht, alternativ daran erinnert, dass ich jetzt eigentlich einen Eistee trinken möchte, dass es viel zu heiß ist, und mir eine kühle Dusche guttun würde, usw. ;) Gegenmaßnahme: erkennen, nicht weiter beachten, loszulassen)

    Ja, mkha' uns von der Umsetzung des Dharma abzuhalten. Aber Mara, so wie ich ihn sehe, ist vergleichbar - wie oben beschrieben - mit dem Teufel. Als eine Symbolfigur für das Böse.

    Dass "er" Dir boshaft-schelmisch vorkommt, liegt m.E. daran, dass Du Deine eigene Schattenseite nach außen projiziert hast. Denn diese ist eigentlich für unser Verhalten verantwortlich. Wenn Du ihr also widerstehen kannst, ist das genau das, was ich unter Geistesschulung verstehe.

    Wir bekämpfen keinen äußeren Feind, sondern nur den inneren. Das wurde für mich das erste Mal in dem Film "Little Buddha" deutlich, da ging mir ein Licht auf, als Buddha erkannte, dass er nur stille halten musste, um Maras Versuchungen nicht zu erliegen.

    _()_

  • Xyz
    Gast
    • 5. August 2019 um 08:44
    • #9

    Ja diese Erkenntnis beruhigte mich auch ein wenig in Verbindung mit einem Dhamma Redner.

    So quatschen zu diesem Themen Detail schon ziemlich düstere Personen aus Ihrem tiefsten Inerem in der Gegend.🙄❤️🙏

  • Niemand
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    • 5. August 2019 um 10:15
    • #10
    mukti:

    Hi kesi!

    Maro Dusi gibt es aber anscheinend gar nicht mehr, er soll zur Zeit des ersten Buddha (Kakusandha) im gegenwärtigen kosmischen Zyklus existiert haben.

    [lz]

    Es geschah einmal, Böser, dass ich ein Māra namens Dūsī war, und ich hatte eine Schwester namens Kālī. Du warst ihr Sohn, also warst du mein Neffe. M.5

    [/lz]

    Oder sag bloss, du bist auch noch Zeitreisender...

    er hat mal im Chat geschrieben, dass er weiß, wie er als Steinzeitmensch geheißen hat, also ist das mit den Zeitreisen gar nicht so weit her geholt :)

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    • 5. August 2019 um 12:00
    • #11
    antelatis:

    In einer Doku über Siddhartha Gautama habe ich gesehen, dass Mara alles mögliche versucht haben soll, um seine Erleuchtung zu verhindern. Gibt es demnach so etwas wie das personifizierte Böse im Buddhismus, oder was hat es mit Mara auf sich?

    Aus meiner Perspektive: Mara ist eine Person wie du oder ich. Du oder ich, wir sind nicht real. Keine einzige Person ist real. Mara unterscheidet sich also nur für weltliche Realisten von dem, was in der Welt als 'Person' bekannt ist.


    _()_

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    • 5. August 2019 um 12:27
    • #12
    Spock:

    Und "edle Personen" (arya puggala) sind dann was?

    Zu sagen, etwas, was in der Welt 'X' genannt wird, sei kein reales 'X', ist das eine. Zu sagen, dass es kein 'X' sondern ein 'Y' sei ist etwas anderes.


    _()_

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    • 5. August 2019 um 12:46
    • #13
    Spock:
    stevie12:

    Zu sagen, etwas, was in der Welt 'X' genannt wird, sei kein reales 'X', ist das eine. Zu sagen, dass es kein 'X' sondern ein 'Y' sei ist etwas anderes.

    Wir sind im Anfängerbereich und die Lesart eines Anfängers ist i.d.R. "es gibt keine Person". Was durchaus unheilsam sein kann. Auch in den PK-Sutten wird meistens im Anschluss an die Negierung (a la "lass los", usw.) das bedingte Entstehen erklärt, damit man die Chance zum Erkennen hat.

    Ok. Ich schrieb 'Aus meiner Perspektive' und 'ist nicht real', Mit der Verneinung der Realität von 'Person' wird aus meiner Perspektive die Person nicht verneint, sondern nur ihre Realität.

    Grade so wie ich die Realität meiner Hand und der heißen Kochplatte verneine, ich aber trotzdem Schmerzen empfinde, wenn ich meine Hand auf die heiße Kochplatte lege.

    Rein praktisch wirkt sich also die begriffliche Verneinung der Realität meiner Hand und der heißen Kochplatte gar nicht aus. Für einen Anfänger kann also meine Aussage zur Realität der Person grade so gesehen werden, als ob ich sie gar nicht gemacht hätte ... was im Übrigen der Realität - aus meiner Perspektive - wiederum sehr nahe kommt.

    _()_

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  • antelatis
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    • 5. August 2019 um 14:01
    • #14
    Spock:
    antelatis:

    Ich habe jetzt aber den Eindruck, dass die eigentliche Darstellung da sehr "modernisiert" interpretiert worden ist, so ähnlich steht es ja auch in dem Beitrag. Das ist in meinen Augen eine gute Sache, führt aber dazu, dass sich andere Dinge im Laufe der Zeit auch ändern können und neu interpretiert werden müssen. Kann man deshalb sagen, dass das, was der Buddhismus uns im Moment mitzuteilen versucht, vielleicht noch nicht ganz der Weisheit letzter Schluss ist?

    Was genau meinst du mit modernisiert? Kannst du das konkretisieren, bzw. was mit "der Weisheit letzter Schluss" gemeint ist?

    Mit modernisieren meine ich zum Beispiel das:

    "In unserem kulturellen Umfeld ist es hingegen eher unüblich, an die Existenz von Dämonen zu glauben bzw. sie als gegeben hinzunehmen. Da ist es eher sinnvoll, solche Mythen als Allegorien für bzw. symbolische Darstellung von psychischen (Loslösungs-)Prozessen zu verstehen. Also: es geht im Zusammenhang dieses Mythos tatsächlich um nichts anderes, als "gegen Deinen inneren Schweinehund" zu kämpfen."

    Oder das:

    "So ist Buddhas Lehre in der Form, wie sie in den Sutten dargestellt wird, zwar im Kern und in ihren wesentlichen Aussagen eine psychologische und philosophische Lehre, die jedoch stark mit mythologischen und kosmologischen Komponenten vermischt ist, eben dem oben erwähnten kulturellen Substrat. Nun wäre der Buddhismus keine Weltreligion und schon gar nicht wäre er es noch heute, 2500 Jahre nach Entstehung, wenn das spezifisch 'buddhistische' der Lehre Gautama Buddhas nicht unabhängig von diesem archaischen kulturellen Substrat Bestand haben könnte bzw. wenn der buddhistische Kern der Lehre, wie sie sich z.B. im Palikanon findet, nicht auch im Kontext einer völlig anderen kulturellen Umgebung 'funktionieren' würde."

    Beides Zitate aus dem von dir zitierten Text von Sudhana

    Es macht ja schon einen gewaltigen Unterschied, ob man davon ausgeht, dass Mara tatsächlich eine Art Dämon/Teufel ist oder bloß der innere Schweinehund. Und da gibt es im Buddhismus noch ein paar andere Dinge, die durch eine etwas andere Interpretation plötzlich alles in einem anderen Licht erscheinen lassen könnten. Da könnte man also an ein paar anderen Stellen auch noch "modernisieren" und plötzlich macht alles irgendwie mehr Sinn, als befände sich die buddhistische Lehre noch in der Entwicklung und ist noch nicht ganz am Ziel ihrer Erkenntnis.

  • kilaya
    Gast
    • 5. August 2019 um 14:14
    • #15

    Dieser Prozess der Modernisierung ist im Buddhismus im Gegensatz zu vielen anderen Religionen ein ständig ablaufender Prozess. Der Buddhismus hat sich an jede neue Kultur angepasst und sich mit den dortigen Vorstellungen verbunden. Was man aber sicherlich sagen kann, ist dass der Prozess, den Buddhismus in westliche Kulturen zu integrieren in vielen Bereichen noch ganz am Anfang steht.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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