1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhistische Schulen/Strömungen
  3. Theravada-Buddhismus

Ein Tropfen Alkohol im Pali-Kanon etc.

  • Fragender
  • 18. Juli 2019 um 23:03
  • Zum letzten Beitrag
  • ARYA DHARMA
    Reaktionen
    1.115
    Punkte
    15.415
    Beiträge
    2.803
    Mitglied seit
    25. Dezember 2019
    • 2. August 2019 um 19:27
    • #26
    Rudolf:

    Wie machst du das denn, Metta bei gesellschaftlichen Anlässen u.ä. praktizieren? Was machst du da?

    Na wie gesagt, ich gehe bewusst raus mit dem "Hintergedanken", dass alle Wesen, denen ich heute begegne unter Leid leiden und sie wie alle Wesen auch nur Glück erfahren möchten - dies suchen sie aber meist auf Abwegen. Unter dem Einfluss der abhängigen Entstehung verhalten sich Menschen meist rüde, unbedacht, aggressiv, lästerlich usw. Dies versuche ich als das zu sehen, was es eben ist - abhängig entstanden und versuche ein Gefühl der liebenden Güte auszustrahlen.

    Das hört sich vielleicht ein wenig pathetisch und übertrieben an, aber du kannst dir sicher sein, dass ich nicht missioniere, tadele oder auch den Leuten in ihr Leben reinrede - alle diese Prozesse, "meine" Metta Praxis findet im Geist statt.

  • Aravind
    Reaktionen
    5.333
    Punkte
    31.485
    Beiträge
    5.208
    Mitglied seit
    15. September 2017
    • 2. August 2019 um 20:56
    • #27
    IkkyuSan:

    Na wie gesagt, ich gehe bewusst raus mit dem "Hintergedanken", dass alle Wesen, denen ich heute begegne unter Leid leiden und sie wie alle Wesen auch nur Glück erfahren möchten - dies suchen sie aber meist auf Abwegen.

    Ich sehe da gar keinen Widerspruch. Metta ist eine Einstellung, und Deine Worte fasst das IMHO sehr schön zusammen.

    Metta-Meditation ist die Kultivierung (bhavana) von Metta. Und mit der Zeit breitet sich dieses auch im Alltag aus.

    Wobei Metta-Meditation (hier: die Bewusstmachung von Leiden und Nicht-Leiden) natürlich auch im Alltag praktiziert werden kann und sollte.

    Analog zu Achtsamkeit und deren Kultivierung.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • ARYA DHARMA
    Reaktionen
    1.115
    Punkte
    15.415
    Beiträge
    2.803
    Mitglied seit
    25. Dezember 2019
    • 4. August 2019 um 22:01
    • #28
    Aravind:

    Metta-Meditation ist die Kultivierung (bhavana) von Metta. Und mit der Zeit breitet sich dieses auch im Alltag aus.

    So ist es. Darum kann ich das gar nicht nachvollziehen, wenn jemand nur meditiert, aber den Link zum Alltag gar nicht bemerkt bzw. bewusst ausblendet, weil es nach Eigenaussagen "nicht im Palikanon stehen würde" Rudolf

    Die Belehrungen die ich persönlich über Metta kennen, versuchen allesamt in den Alltag zu führen. Ein "Buddhismus in der Blase" ist für mich ein Absurdum. Wir sind ja zu 99% hier alle "Haushälter" und keine Mönche in abgeschlossenen Zirkeln oder auf asiatischen Bergen. In diesem Falle müsste man Metta Praxis vielleicht anders betrachten. Aber genaugenommen wiederum auch nicht, da ich ja selbst in abgeschiedenen Klöstern mit anderen Menschen zu tun habe - nämlich mit meinen Mitmönchen und Lehrern. Auch sie sind Objekte von Metta, bzw. können als diese angesehen werden. Und der absolute Extremfall - der buddh. Eremit - hat hier und da bestimmt auch mit Tieren zu tun und kann Metta Praxis auf sie anwenden, auf die streunende Katze, das Rehkitz, den Raben, etwa so wie der hl. Franz von Assisi.

  • Aravind
    Reaktionen
    5.333
    Punkte
    31.485
    Beiträge
    5.208
    Mitglied seit
    15. September 2017
    • 4. August 2019 um 22:23
    • #29
    IkkyuSan:

    Die Belehrungen die ich persönlich über Metta kennen, versuchen allesamt in den Alltag zu führen.

    Ich denke, zum Glück wirkt ernsthafte Metta-Meditation auch in den Alltag, wenn man das gar nicht will! ;)

    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Rudolf
    Reaktionen
    635
    Punkte
    8.775
    Beiträge
    1.626
    Mitglied seit
    1. Dezember 2018
    • 5. August 2019 um 09:58
    • #30
    IkkyuSan:

    Darum kann ich das gar nicht nachvollziehen, wenn jemand nur meditiert, aber den Link zum Alltag gar nicht bemerkt bzw. bewusst ausblendet,

    Der Buddha hat so sieben Jahre lang meditiert.

    Und wenn man nur zeitweise in Stille und Abgeschiedenheit über Metta meditiert (und über andere Lehren des Buddha) und als Laie dann danach zeitweise (abwechselnd) auch in der Gesellschaft lebt und handelt, dann bin ich mit Aravind:

    Aravind:

    Ich denke, zum Glück wirkt ernsthafte Metta-Meditation auch in den Alltag, wenn man das gar nicht will! ;)

    :rainbow:

  • ReMindEr
    Reaktionen
    7
    Punkte
    102
    Beiträge
    16
    Mitglied seit
    13. Februar 2019
    • 2. August 2020 um 15:18
    • #31
    IkkyuSan:
    Fragender:

    Das mit dem Rauchen verwundert mich extrem. Ich muss gestehen, dass ich Schwierigkeiten habe, einen rauchenden Mönch ernstzunehmen... :?

    Hab mal auf youtube ein Video von einem thailändischen Waldmönch gesehen, er hat gelehrt in engem Kreis, ca. 8 Leute oder so. Da hat jeder gepafft, selbst der Mönch, der gerade den Vortrag gemacht hatte :grinsen:

    Also meiner Meinung nach sollte man nicht vorschnell urteilen...im Buddhismus erwartet man immer "Saubermänner", aber viele dieser Saubermänner sind gar nicht so sauber, wie man meint. Mir ist jemand lieber, der eine pafft und mir ehrlich sagt was er denkt und fühlt, als jemand, der den Asket mimt und doch nur eine Show abzieht. Das Thema ist übrigens ein beliebtes Thema von Jesus Christus gewesen.

    Was als "heilsam" angesehen werden kann, kann sich durchaus von Individuum zu Individuum unterscheiden. Wer viel meditiert, dem hilft das Rauchen, sich zu Erden, auf dem Boden zu bleiben. Das muss man jetzt nicht als Handlungsanweisung verstehen, aber Schamanen sagen das Gleiche.

    Oder nimm mal die Ernährung: Vegan ist sicherlich super und sehr gesund. Das würde (bei Veganern immer) zu dem Schluss führen, dass Fleischkonsum schädlich sei. Nun gibt es aber zum Beispiel einen Typen, der sich seit mehreren Jahrzehnten NUR mit Fleisch ernährt...und der ist ziemlich fit. Wen es interessiert, das Buch heißt: "The Bears Words of Wisdom".

    Ein vollkommen abgestürzter Alkoholiker kann dir oft bessere Lebenslektionen erteilen, als ein ordinierter Bettelmönch. Die Lehrer, die das Leben einem zur Verfügung stellt, tragen oft schäbige Masken. Man muss lernen, da hindurch zu seh

    Alles anzeigen
    IkkyuSan:
    Fragender:

    Das mit dem Rauchen verwundert mich extrem. Ich muss gestehen, dass ich Schwierigkeiten habe, einen rauchenden Mönch ernstzunehmen... :?

    Hab mal auf youtube ein Video von einem thailändischen Waldmönch gesehen, er hat gelehrt in engem Kreis, ca. 8 Leute oder so. Da hat jeder gepafft, selbst der Mönch, der gerade den Vortrag gemacht hatte :grinsen:

    Also meiner Meinung nach sollte man nicht vorschnell urteilen...im Buddhismus erwartet man immer "Saubermänner", aber viele dieser Saubermänner sind gar nicht so sauber, wie man meint. Mir ist jemand lieber, der eine pafft und mir ehrlich sagt was er denkt und fühlt, als jemand, der den Asket mimt und doch nur eine Show abzieht. Das Thema ist übrigens ein beliebtes Thema von Jesus Christus gewesen.

    Was als "heilsam" angesehen werden kann, kann sich durchaus von Individuum zu Individuum unterscheiden. Wer viel meditiert, dem hilft das Rauchen, sich zu Erden, auf dem Boden zu bleiben. Das muss man jetzt nicht als Handlungsanweisung verstehen, aber Schamanen sagen das Gleiche.

    Oder nimm mal die Ernährung: Vegan ist sicherlich super und sehr gesund. Das würde (bei Veganern immer) zu dem Schluss führen, dass Fleischkonsum schädlich sei. Nun gibt es aber zum Beispiel einen Typen, der sich seit mehreren Jahrzehnten NUR mit Fleisch ernährt...und der ist ziemlich fit. Wen es interessiert, das Buch heißt: "The Bears Words of Wisdom".

    Ein vollkommen abgestürzter Alkoholiker kann dir oft bessere Lebenslektionen erteilen, als ein ordinierter Bettelmönch. Die Lehrer, die das Leben einem zur Verfügung stellt, tragen oft schäbige Masken. Man muss lernen, da hindurch zu sehen.

    Alles anzeigen

    Nun, das sehe ich kritisch.
    Zum einen kann es an ihrem Karma liegen. Vergiss nicht, das welches Karma du im aktuellen Leben erzeugst sich an beliebigen Lebenszyklen spiegeln kann. Da das mit dem Karma und vielen leben schwer nachzuvollziehen ist ein anderes Beispiel.
    Wer wirkt mehr anziehender und wer ist mehr Authentischer auf seine Schüler?
    Ein Meister das Fleisch ist und raucht oder jener Meister das Fleisch vermeidet und abstinent von Rauschmitteln lebt. Beide wissen es sicherlich zu begründen.

    Höre auf zu suchen, Fang an zu finden.

  • Mirco
    Reaktionen
    44
    Punkte
    19.357
    Beiträge
    3.799
    Mitglied seit
    5. September 2011
    • 8. Februar 2021 um 23:21
    • #32

    Hallo zusammen,

    hier am Rande erwähnt sei der Bericht über den Anlass, nach welchem der Buddha den Alkohol für Ordinierte aus dem Programm genommen hat

    6. Kapitel: Berauschendes - 51. Der Rauschtrank

    Wohlsein! :)

Ausgabe №. 134: „Keine Angst vor der Angst"

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.1.16
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download