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DBU beschließt Ausschlussverfahren gegenüber Diamantweg

    • Tibetisch
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  • Ichbinderichbin
  • 29. April 2019 um 11:36
  • Geschlossen
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  • Turmalin 1
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    • 4. Mai 2019 um 15:46
    • #26
    Phoenix:

    Für mich ist es jedenfalls kein Rassimus darauf aufmerksam zu machen, das ungebremstes Bevölkerungswachstum ein sehr ernstes Problem ist.

    Seh ich auch so. Auch bin ich nicht dafür, Kritik an einer Religion Rassismus zu nennen. Wenn diese Religion Teile enthält die zum Mord aufrufen, finde ich sollte man das kritisieren dürfen.

    Aber der von Kilaya genannte Punkt 21.: Da verstehe ich seine Aussage so, dass es einen Unterschied macht, ob ein deutsches Akademikerpaar ein Kind mit deutschen oder afrikanischen Wurzeln adoptiert- dass das Kind mit deutschen Wurzeln bessere Schulleistungen hätte. Dass also was "in den Genen" steckt was intelligent macht je nach Abstammung. Das ist übelst rassistisch.:sick: Man weiß auch dass das nicht stimmt. In meiner Schule waren zwei Kinder, kamen ziemlich versnobbt rüber hatten bestimmt sehr gute Schulleistungen, weil entsprechende Eltern. Waren in indischen Slums geboren. Wirkten wie der leibliche Nachwuchs sehr gebildeter sehr betuchter deutscher Eltern. Da weiß man dass die Schulleistungen dann entsprechend der Förderung sind.

  • kilaya
    Gast
    • 4. Mai 2019 um 16:00
    • #27
    Turmalin:

    Auch bin ich nicht dafür, Kritik an einer Religion Rassismus zu nennen. Wenn diese Religion Teile enthält die zum Mord aufrufen, finde ich sollte man das kritisieren dürfen.

    Es geht ja um die Differenzierung. Als Rassismus wird modern bezeichnet, wenn man z.B. davon ausgeht, dass jemand nur weil er einer bestimmten Religion angehört, deswegen potentiell gewalttätiger sein müsse, als ein Angehöriger einer anderen Religion. Die Gewalt im Islam geht v.a. vom Islamismus aus und nicht vom Islam. ON differenziert hier nicht mal ansatzweise. Natürlich gibt es auch andere Dinge, die man kritisieren kann und muss. Und mag sein, die passieren weil in islamischen Ländern eine bestimmte Kultur vorherrscht. Aber die undifferenzierte Pauschalisierung erfüllt den Charakter von rassistischem Denken. Nur dass eben hier nicht die Gene, sondern die Religion herhalten müssen. Man kann im Übrigen ja auch das Verhalten eines einzelnen Menschen einer bestimmten Hautfarbe kritisieren, ohne deswegen ein Rassist zu sein. Solange da eben nicht diese zwei Faktoren erfüllt sind: "Pauschalisierung" und "Unveränderlichkeit".

  • Ichbinderichbin
    Gast
    • 4. Mai 2019 um 16:49
    • #28

    Zum Thema Nydahl und Rassimus möchte ich noch einen letzten Beitrag an dieser Stelle leisten.

    Wenn ich sage "Wir mögen die Juden gar nicht", dann wird mir niemand abnehmen, dass ich das als diffenzierte Kritik an der umstrittenen Siedlungspolitik des Staates Israel meine. Jeder wird wissen, dass dies schlicht Antisemitismus ist. Aber wenn Nydahls sagt "Wir mögen die Muslims gar nicht", ist das nach Lesart des Nydahlisten selbstverständlich lediglich eine Kritik am politischen Islam und kein Rassismus.

    Auch das bereits von "kilya" weiter oben aufgeführte Nydahlzitat über die genetische Disposition von Menschen, ist nicht etwa nur "etwas krude", sondern Rassismus. Oder die Aussage „Die Frauen in Rußland haben durchschnittlich sechs Abtreibungen, und es müßte möglich sein, diese Kinder an westliche Familien zu vermitteln. (...) Da die Kinder genetisch gesehen eigentlich europäisch sind, würden sie in westlichen Leistungsgesellschaften mithalten koönnen.“ ist unbestreitbar rasistisch.

    Hinzu kommen solche Dinge wie der Besuch einer Veranstaltung zum Gedenken an einen Antisemiten bei der Nydahl einen neo-rechtsextremen Politiker trifft (Fotobeweis!), der bereits wegen Volksverhetzung verurteilt ist. Der Organisator dieser Veranstaltung ist ein ebenfalls bereits wegen Volksverhetzung aufgefallener Journalist (muslimische Mädchen würden regelmässig in ihren Familien von Vätern, Brüdern und Onkeln vergewaltigt), der laut Auskunft des BDD seit langem mit Nydahl befreundet ist (habt Ihr solche Freude?). Und mit dabei ist der Anführer der dänischen Pegida: Ein Schuler Nydahls.

    Man muss lediglich die Puzzelteile zusammenführen, dann ergibt sich ein sehr abstoßendes Bild, das jede Verharmlosung seitens der Nydahlisten oder Buddhisten, die es irgendwie gut meinen, in sich zusammen fallen lässt. Eines buddhistischen Lehrers unwürdig.

  • kilaya
    Gast
    • 4. Mai 2019 um 17:08
    • #29
    Ichbinderichbin:

    Auch das bereits von "kilya" weiter oben aufgeführte Nydahlzitat über die genetische Disposition von Menschen, ist nicht etwa nur "etwas krude", sondern Rassismus.

    Was ich wenn Du genau hinschaust über dem besagten Zitate bereits geschrieben und daher darunter nicht wiederholt habe. Nicht dass hier ein falscher Eindruck erweckt wird... Ich schrieb auch nicht "etwas krude" sondern "eine krude These":


    [lz]

    Kilaya: "Hier in der Sammlung ist eigentlich nur #21 (s.u.) klar rassistisch. Alles andere muss einem trotzdem nicht gefallen..."

    ZITAT Nydahl

    Kilaya: "Dass man wegen der genetischen Disposition bestimmte Dinge nicht kann, pauschal nur weil jemand aus einem bestimmten Land kommt oder einer Religion angehört, ist schon eine krude These. Die man auch durch die Mehrheit der Menschen, die sich hier gut integriert haben, leicht wiederlegen kann."[/lz]

    Siehe: DBU beschließt Ausschlussverfahren gegenüber Diamantweg

    Ichbinderichbin:

    Oder die Aussage „Die Frauen in Rußland haben durchschnittlich sechs Abtreibungen, und es müßte möglich sein, diese Kinder an westliche Familien zu vermitteln. (...) Da die Kinder genetisch gesehen eigentlich europäisch sind, würden sie in westlichen Leistungsgesellschaften mithalten koönnen.“ ist unbestreitbar rasistisch.

    Auch das ist für mich eindeutig biologisch-rassistisch. Mal ganz abgesehen, dass wir "genetisch" allesamt - egal aus welchem Land wir kommen - Mischformen späterer Genetik sind und ansonsten ALLE aber auch wirklich ALLE genetisch aus Afrika kommen.

    Ichbinderichbin:

    Man muss lediglich die Puzzelteile zusammenführen, dann ergibt sich ein sehr abstoßendes Bild, das jede Verharmlosung seitens der Nydahlisten oder Buddhisten, die es irgendwie gut meinen, in sich zusammen fallen lässt. Eines buddhistischen Lehrers unwürdig.

    Die Beurteilung des Verhaltens und seiner Aussagen ist eine Sache, deswegen aber alle Schüler des Diamantwegs über einen Kamm zu scheren eine andere. Ein Großteil der Schüler nimmt solche Aussagen gefiltert wahr oder ignoriert sie einfach. Sie führen bei ihnen auch nicht zu Veränderungen der politischen Meinung oder des Verhaltens. Deswegen wird der Diamantweg an sich in seiner Ganzheit als "kompelxes Gebilde, das weder schwarz noch weiss ist" bezeichnet. Es war früher so, als ich noch dabei war, dass meine Freunde aus dem Zentrum und ich eher links oder grün waren und auch so gewählt haben. Mitglieder im Zentrum, die ONs politischen Aussagen 1:1 geteilt haben, waren eher in der Minderheit. Und auch heute scheint sich das an der Stelle nicht massiv verändert zu haben, wenn auch teilweise schon. Das bemerke ich bei ein paar Leuten, mit denen ich bei Facebook verbunden bin. Da gibt es eher rechtspopulistische Typen, aber auch innerhalb der gleichen Sangha Leute die deutlich dagegen halten und politisch ganz woanders stehen. Das läßt auch darauf schliessen, dass egal was ON da betreibt, es zumindest keine sektenartige Indoktrinierung gibt. Dass es einen Einfluss hat, ist natürlich unbestreitbar.

  • Aravind
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    • 4. Mai 2019 um 17:19
    • #30
    Ichbinderichbin:

    Zum Thema Nydahl und Rassimus möchte ich noch einen letzten Beitrag an dieser Stelle leisten.

    Wenn ich sage "Wir mögen die Juden gar nicht", dann wird mir niemand abnehmen, dass ich das als diffenzierte Kritik an der umstrittenen Siedlungspolitik des Staates Israel meine. Jeder wird wissen, dass dies schlicht Antisemitismus ist. Aber wenn Nydahls sagt "Wir mögen die Muslims gar nicht", ist das nach Lesart des Nydahlisten selbstverständlich lediglich eine Kritik am politischen Islam und kein Rassismus.

    Auch das bereits von "kilya" weiter oben aufgeführte Nydahlzitat über die genetische Disposition von Menschen, ist nicht etwa nur "etwas krude", sondern Rassismus. Oder die Aussage „Die Frauen in Rußland haben durchschnittlich sechs Abtreibungen, und es müßte möglich sein, diese Kinder an westliche Familien zu vermitteln. (...) Da die Kinder genetisch gesehen eigentlich europäisch sind, würden sie in westlichen Leistungsgesellschaften mithalten koönnen.“ ist unbestreitbar rasistisch.

    Hinzu kommen solche Dinge wie der Besuch einer Veranstaltung zum Gedenken an einen Antisemiten bei der Nydahl einen neo-rechtsextremen Politiker trifft (Fotobeweis!), der bereits wegen Volksverhetzung verurteilt ist. Der Organisator dieser Veranstaltung ist ein ebenfalls bereits wegen Volksverhetzung aufgefallener Journalist (muslimische Mädchen würden regelmässig in ihren Familien von Vätern, Brüdern und Onkeln vergewaltigt), der laut Auskunft des BDD seit langem mit Nydahl befreundet ist (habt Ihr solche Freude?). Und mit dabei ist der Anführer der dänischen Pegida: Ein Schuler Nydahls.

    Man muss lediglich die Puzzelteile zusammenführen, dann ergibt sich ein sehr abstoßendes Bild, das jede Verharmlosung seitens der Nydahlisten oder Buddhisten, die es irgendwie gut meinen, in sich zusammen fallen lässt. Eines buddhistischen Lehrers unwürdig.

    Vielen Dank für diesen sachlichen Beitrag!

    Mich interessiert ON nicht die Bohne, aber dieses "wir sind die von den Gutmenschen verfolgten, und eigentlich gar nicht gegen den Islam/Menschen aus wärmeren Ländern, aber..." geht mir echt auf die Nerven.

    Die Höhe ist dann die Behauptung, egal was der Lama politisches von sich gibt, das ist seine Privatmeinung und hat mit dem Dhamma nichts zu tun.

    Jedenfalls ein gutes, aber schwieriges Thema für mich, Gleichmut zu üben, deshalb keine weiteren Beiträge von mir.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • void
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    Zen
    • 4. Mai 2019 um 17:24
    • Offizieller Beitrag
    • #31

    Ich finde es wichtig, dass man das klar einordnet. Man kann feststellen, dass Nydahl sehr ähnliche Positionen hat wie in Pegida oder AfD. Aber eben nicht wie NPD oder bekennende Nationalsozialisten. Wenn in der Bevölkerung 10% der Leute eher so AfD Positionen haben, wäre es doch eher verwunderlich, wenn die Zahl unter Buddhisten 0 wäre.

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  • Sudhana
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    • 4. Mai 2019 um 17:55
    • #32
    kilaya:

    Die Stupas wurden nicht von ihm alleine ersonnen. Da waren hohe tibetische Lamas dabei, die sie auch haben bauen lassen und sie eingeweiht haben. Meines Wissens handelt es sich um Stupas, die generell den Buddhismus in Europa schützen sollen.

    Ich weiss ja nicht, was die "hohen tibetischen Lamas" so über diese Stupas denken. Was Ole Nydahl darüber denkt, hat er jedenfalls hinreichend deutlich gemacht:[lz]

    „Im Südwesten bei Malaga in Spanien bauten wir als Schutz gegen den Islam und die Einflüsse Afrikas die Zurückziehungsstelle ‚Karma Gön‘. Hier verließen die letzten Araber Europa. Im Südosten bei Korinth in Griechenland, wo die Spartaner Europa vor Iranern retteten, soll die Zurückziehungsstelle ‚Karma Berchen Ling‘ gleichfalls die Einflüsse der Frauenunterdrückung und der heiligen Kriege von unserer Welt fernhalten.“

    „Über alle Grenzen – Lama Ole Nydahl“, S. 92, 2011[/lz]

    und:[lz]

    „Die Stupa in Benalmadena ist ein Ausdruck von Lopön Tseschu Rinpoches Genie. So wie die Stupa in Karma Gön dient sie dem Schutz Europas vor dem Islam und Afrika.“

    „Fragen an Ole“ aus „Zentrentreffen 2005, Protokoll, Amden/Schweiz, 29.–30.10.2005, S. 14[/lz]

    Das hört sich für mich nicht nach einem "generellen" Schutz des Dharma an, sondern im Gegenteil nach einem sehr speziellen Feindbild. Die Gleichsetzung (wörtlich "gleichfalls"; beide Stupas sollen diesem Anliegen dienen) von "Islam und die Einflüsse Afrikas" mit "Frauenunterdrückung und "heiligen Kriegen" ist ein Schmankerl für sich. Bezeichnend auch, wie hier die Kombination "Islam und die Einflüsse Afrikas" den islamophoben und den rassistischen Aspekt von Ole Nydahls Weltsicht ohne Umwege zusammenbringt. Zum Rassismus noch ein anderer 'schöner' Beleg:[lz]

    „Was den früher so kulturreichen holländischen Innenstädten zugestoßen war, war verheerend. Zuwanderer aus früheren afrikanisch bevölkerten und asiatischen Kolonien hatten sie weitgehend zu Ghettos gemacht, zu schweren Belastungen der Gesellschaft. Geburtenzahlen und Ausbildungsstand machen künftige Auseinandersetzungen unvermeidbar, die einem humanistisch eingestellten Europa sehr teuer kommen werden.“

    „Über alle Grenzen – Lama Ole Nydahl“, S. 378, 2011[/lz]

    Klar - wenn Zuwanderer kommen, ist es aus mit der Kultur - die haben ja keine. Und Humanismus sollte man über Bord werfen, weil er einem in den künftigen unvermeidbaren Auseinandersetzungen teuer zu stehen kommen wird. Besser schießen lernen - diese Alternativstrategie hat Ole Nydahl nicht erst letztes Jahr in Immenstadt empfohlen:[lz]

    "Several of my students have joined the National Guard. That’s a good place for young people if they feel that our country is in danger."[/lz]

    "Buddhisten" trainieren für den Bügerkrieg. Fast könnte man versucht sein, den BDD in "Wehrsportgruppe Nydahl" umzutaufen.

    _()_

    OM MONEY PAYME HUNG

  • kilaya
    Gast
    • 4. Mai 2019 um 18:08
    • #33

    Die US-amerikanische Nationalgarde ist dem Militär unterstellt und trainiert somit nicht für "den Bürgerkrieg". Deine Vergleiche sind völlig unpassend und Deine Interpretation daher sehr polemisch.

    https://de.wikipedia.org/wiki/nationalgarde_der_vereinigten_staaten

    https://de.wikipedia.org/wiki/army_national_guard

    In Deutschland hat er früher immer gesagt, man könne den Wehrdienst nicht verweigern, weil man Buddhist sein, wohl aber, weil man Pazifist sei. Man könne als Buddhist durchaus zum Militär gehen und lernen, sein Land zu verteidigen.

    Sowohl die Nationalgarde als auch das Militär eines demokratischen Landes sind demokratisch legitimierte Staatsgewalt.

    Daraus kann man das also erstmal nicht ableiten. Was allerdings einzelne Leute daraus machen, unter einem Szenario, das von ihm parallel heraufbeschworen wird, ist eine ganz andere Frage.

  • kilaya
    Gast
    • 4. Mai 2019 um 18:19
    • #34

    Es ist vielleicht auch noch zu erwähnen, dass die Jahreszahl bei den Texten aus dem Buch "Über alle Grenzen" die Auflage ist, nicht das Jahr, in dem es geschrieben wurde. Ich vermute, die englische Erstausgabe "Riding the Tiger" wird in den 1980ern erschienen sein. Aber da solche Stellen in Neuauflagen nicht überarbeitet wurden, kann man annehmen, dass der Autor noch zu den Aussagen steht, wie sie gemacht wurden.

  • Fragender
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    • 4. Mai 2019 um 19:01
    • #35
    void:

    Ich finde es wichtig, dass man das klar einordnet. Man kann feststellen, dass Nydahl sehr ähnliche Positionen hat wie in Pegida oder AfD. Aber eben nicht wie NPD oder bekennende Nationalsozialisten. Wenn in der Bevölkerung 10% der Leute eher so AfD Positionen haben, wäre es doch eher verwunderlich, wenn die Zahl unter Buddhisten 0 wäre.

    Eben! Und auch diese 10% der Bevölkerung (ich denke sogar, daß es deutlich mehr sind) haben, insofern sie Buddhisten sind, einen Anspruch darauf, in der DBU repräsentiert zu werden.

    Daher sollte man den Diamantweg geduldig ertragen, gleichwohl einige Aussagen Nydahls tatsächlich recht unschön sind.

  • Phoenix
    Gast
    • 4. Mai 2019 um 19:15
    • #36
    void:

    Ich finde es wichtig, dass man das klar einordnet. Man kann feststellen, dass Nydahl sehr ähnliche Positionen hat wie in Pegida oder AfD. Aber eben nicht wie NPD oder bekennende Nationalsozialisten. Wenn in der Bevölkerung 10% der Leute eher so AfD Positionen haben, wäre es doch eher verwunderlich, wenn die Zahl unter Buddhisten 0 wäre.

    Vielen dank für diese Klarstellung.

    Für mich war es auf dem diesjährigen Osterkurs auffällig, das Ole sehr ausführlich darübr erzählt hat, wie sein Vater Juden aus dem besetzten Dänemark nach Schweden geschmuggelt hat.

    Und er hat ganz Explizit gesagt , das er mit Nazis nichts zu tun haben will.

    Das sich Ole in den letzten Jahren auch sehr stark in Israel engagiert hat ,ist politisch natürlich angreifbar.

    Ich persönlich trete politisch aber auch für ein unabhängies und jüdisch dominiertes Israel ein, denn erstes sehe ich da zur Zeit wenig Alternativen dazu, und zweitens hält man sich so sowohl Rechtsextreme wie auch Linksextreme auf Distanz.

    :zen: Phönix

  • Phoenix
    Gast
    • 4. Mai 2019 um 19:33
    • #37
    Turmalin:
    Phoenix:

    Für mich ist es jedenfalls kein Rassimus darauf aufmerksam zu machen, das ungebremstes Bevölkerungswachstum ein sehr ernstes Problem ist.

    Seh ich auch so. Auch bin ich nicht dafür, Kritik an einer Religion Rassismus zu nennen. Wenn diese Religion Teile enthält die zum Mord aufrufen, finde ich sollte man das kritisieren dürfen.

    Aber der von Kilaya genannte Punkt 21.: Da verstehe ich seine Aussage so, dass es einen Unterschied macht, ob ein deutsches Akademikerpaar ein Kind mit deutschen oder afrikanischen Wurzeln adoptiert- dass das Kind mit deutschen Wurzeln bessere Schulleistungen hätte. Dass also was "in den Genen" steckt was intelligent macht je nach Abstammung. Das ist übelst rassistisch.:sick: Man weiß auch dass das nicht stimmt. In meiner Schule waren zwei Kinder, kamen ziemlich versnobbt rüber hatten bestimmt sehr gute Schulleistungen, weil entsprechende Eltern. Waren in indischen Slums geboren. Wirkten wie der leibliche Nachwuchs sehr gebildeter sehr betuchter deutscher Eltern. Da weiß man dass die Schulleistungen dann entsprechend der Förderung sind.

    Mir gefallen auch nicht alle Aussagen Oles, allerdings gehe ich davon aus , das er mit vielem einfach nur provoziert,um unsere sehr weichgespülten Denkmuster ein Stück weit aufzubrechen.Ein Kind aus armen Verhältnissen ist oft viel fleisiger und zielstrebiger wie ein Kind aus absicherten Verhältnissen, aber das es schwierig ist eine starke religiöse und kulturelle Prägung zu verändern ist sicherlich nicht nur Oles Ansicht sondern ein ganz breiter Konsenz unter Soziologen.

    Ich persönlich denke aber auf alle Fälle , das es sehr schwierig ist die tieferen karmischen Zusammenhänge wirklich zu erkennen und das auch hohe Lamas gut daran täten mit Erklärungen dazu sehr vorsichtig zu sein.

    Das eine Kalachakra Stupa auch vor dem Islam schützen soll kann Ole aber ruhig klar und deutlich sagen, vor allem wenn sein Lehrer ihm das genau so vermittelt hat.

    _()_ Phönix

  • kilaya
    Gast
    • 4. Mai 2019 um 19:38
    • #38
    Phoenix:

    aber das es schwierig ist eine starke religiöse und kulturelle Prägung zu verändern ist sicherlich nicht nur Oles Ansicht sondern ein ganz breiter Konsenz unter Soziologen.

    Soziologen sagen etwas aus über soziale und psychologische Zusammenhänge, das was hier als biologisch rassistisch kritisiert wird, sind aber schon eindeutig rassistische Aussagen, ohne viel Interpretationsspielraum. Wenn man eine "unveränderbare Eigenschaft" an den "Genen" festmacht, aber eigentlich von einem Herkunftsland spricht, dann sollte man wissen, auf welchem Grund man sich da bewegt.

  • Phoenix
    Gast
    • 4. Mai 2019 um 19:45
    • #39
    Fragender:
    void:

    Ich finde es wichtig, dass man das klar einordnet. Man kann feststellen, dass Nydahl sehr ähnliche Positionen hat wie in Pegida oder AfD. Aber eben nicht wie NPD oder bekennende Nationalsozialisten. Wenn in der Bevölkerung 10% der Leute eher so AfD Positionen haben, wäre es doch eher verwunderlich, wenn die Zahl unter Buddhisten 0 wäre.

    Eben! Und auch diese 10% der Bevölkerung (ich denke sogar, daß es deutlich mehr sind) haben, insofern sie Buddhisten sind, einen Anspruch darauf, in der DBU repräsentiert zu werden.

    Daher sollte man den Diamantweg geduldig ertragen, gleichwohl einige Aussagen Nydahls tatsächlich recht unschön sind.

    Ole Aussagen sind zwar schon bisweilen unschön, aber wir sollten nicht vergessen ,das Ole ganz bestimmt nicht will das wir seine Worte auf die Goldwage legen und dann haarfein und mehr oder weniger kopflastig prüfen wieviel Gold ist da drinnen und wie viele sonstige Sachen auch noch.

    Ole will das wir mit ihm genauso umgehen wie das Buddha empfohlen hat. Höre, prüfe und verstehe.(aber verstehe mit dem Herzen)

    Die Mehrheit von Oles Schülern teilt ganz viele seiner politischen Ansichten überhaupt nicht. Trotzdem haben sie viel von ihm gelernt.

    Na ja ,und ich wäre froh ich hätte noch ein bischen mehr gelernt, aber das die Grundübungen und das Guruyoga ein guter Anfang sind, ist ja auch schon mal was.

    _()_

  • Turmalin 1
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    • 4. Mai 2019 um 19:50
    • #40
    Phoenix:

    Mir gefallen auch nicht alle Aussagen Oles,

    schön das zu lesen.

  • Phoenix
    Gast
    • 4. Mai 2019 um 19:52
    • #41
    kilaya:
    Phoenix:

    aber das es schwierig ist eine starke religiöse und kulturelle Prägung zu verändern ist sicherlich nicht nur Oles Ansicht sondern ein ganz breiter Konsenz unter Soziologen.

    Soziologen sagen etwas aus über soziale und psychologische Zusammenhänge, das was hier als biologisch rassistisch kritisiert wird, sind aber schon eindeutig rassistische Aussagen, ohne viel Interpretationsspielraum. Wenn man eine "unveränderbare Eigenschaft" an den "Genen" festmacht, aber eigentlich von einem Herkunftsland spricht, dann sollte man wissen, auf welchem Grund man sich da bewegt.

    hmm ,wenn du meinst.

    Wie schon gesagt ich halte mich da raus, denn ich kann es nicht einschätzen wie viel Information über die Gene weitergeben wird und wie viel einfach nur über das Speicherbewußtsein .

    Aber bei einem bin ich mir ziemlich sicher, nämlich das man mit den permanenten Rassismusvorwürfen bei der Wahrheitsfindung in dieser Frage nicht weiterkommen wird.

    Einmal editiert, zuletzt von Phoenix (4. Mai 2019 um 20:30)

  • Nyinje ☼
    Gast
    • 4. Mai 2019 um 20:00
    • #42
    Phoenix:

    Die Mehrheit von Oles Schülern teilt ganz viele seiner politischen Ansichten überhaupt nicht.

    Wenn das so ist verstehe ich das Problem nicht sich öffentlich von Oles Aussagen zu distanzieren und das dem DBU genau so auch klar und vor allem glaubhaft zu machen. Schließlich geht es doch die ganze Zeit um eine Distanzierung Seitens des BDD. :?

  • Phoenix
    Gast
    • 4. Mai 2019 um 20:17
    • #43
    Nyinje ☼:
    Phoenix:

    Die Mehrheit von Oles Schülern teilt ganz viele seiner politischen Ansichten überhaupt nicht.

    Wenn das so ist verstehe ich das Problem nicht sich öffentlich von Oles Aussagen zu distanzieren und das dem DBU genau so auch klar und vor allem glaubhaft zu machen. Schließlich geht es doch die ganze Zeit um eine Distanzierung Seitens des BDD. :?

    Eigentlich wäre es tatsächlich kein Problem ,das sich der BDD von Oles politischen Meinungen distanziert.

    Es geht hier aber nicht um Ole als Poltiker sondern um Ole als Lehrer und Schützer. Wenn die DBU hier mit etwas mehr Fingerspitzen Gefühl vorgehen würde, müßten die Fronten bei weitem nicht so verhärtet sein ,wie das zur Zeit der Fall ist.

    Für mich ist es jedenfalls kein Problem mich von Aussagen Oles ,die mir nicht gefallen abzugrenzen ,und mich gleichzeitig voll und ganz für ihn als hervorragenden Lehrer zu engagieren.

    Würde die DBU eine solche Vorgehensweise unterstützen könnten wir uns nicht nur diesen Thread hier gründlich sparen.

    ( so spar ich mir dann halt die Mitgliedschaft bei der DBU)

    :rad:

  • Fragender
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    4. März 2011
    • 4. Mai 2019 um 20:27
    • #44
    kilaya:

    Wenn man eine "unveränderbare Eigenschaft" an den "Genen" festmacht, aber eigentlich von einem Herkunftsland spricht, dann sollte man wissen, auf welchem Grund man sich da bewegt.

    Ja - auf dem Grund der Realität! Es ist nämlich zweifelsfrei erwiesen, daß Intelligenz ganz überwiegend vererbt wird und daß sich unterschiedliche Gruppen von Menschen in ihrer durchschnittlichen Intelligenz unterscheiden.

    Hier weiterführende Links zum Thema:

    average-iq-by-country.html

    IQ nach Ländern

    Einmal editiert, zuletzt von Fragender (4. Mai 2019 um 20:33) aus folgendem Grund: Tipfehler korrigiert und Quellenangaben nachgeholt.

  • Sudhana
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    • 4. Mai 2019 um 20:28
    • #45

    @kilaya : Konkret ging es nicht um die us-amerikanische National Guard, sondern die dänische Heimwehr (Hjemmeværnet). Aber das ist natürlich nicht der Punkt. Der Punkt ist, wie eine freiwillige Waffenausbildung, die Ole Nydahl da empfiehlt, mit der ersten Śīla vereinbar sein soll. Zumindest kann man da Herrn Nydahl vorwerfen, äußerst undifferenziert mit dem Problem umzugehen - wohl, weil er da keines zu sehen vermag.

    Ansonsten wird meine "Interpretation" vielleicht verständlicher, wenn man sich den Kontext des Zitats mal genauer ansieht. Es stammt aus einem Interview mit Lars Hedegaard für dessen Blog 'Sappho' (es gibt auch einen Sappho-Preis, zu den Preisträgern gehört z.B. Thilo Sarrazin). Hedegaard ist seinerseits bekannt für Bücher wie "Im Hause des Krieges – Wie der Islam den Westen kolonialisiert" und "1400 Jahre Krieg – Die islamische Strategie". 2009 stand er wegen Volksverhetzung vor Gericht, konkret hatte er in einem Interview behauptet, islamische Mädchen würden von ihren Onkeln, Vätern und Cousins vergewaltigt. Er wurde freigesprochen, weil er geltend machte, das Interview sei nicht zur Veröffentlichung bestimmt gewesen.

    Bezeichnenderweise erschien eine englische Übersetzung des Interviews mit Ole Nydahl (aus der ich zitiert habe) auf der rechtsextremen Webseite 'Gates of Vienna', von der sich schon ein gewisser Anders Breivik hat inspirieren lassen. Vernetzung halt ... Da findet zusammen, was zusammen gehört.

    Fragender : Niemand hat einen Anspruch darauf, "in der DBU repräsentiert zu werden". Umgekehrt wird ein Schuh draus: die DBU hat einen Anspruch gegenüber ihren Mitgliedern, dass sie nicht das Ansehen der DBU oder deren gemeinsame Interessen schädigen. Steht so in der Satzung.

    _()_

    OM MONEY PAYME HUNG

  • kilaya
    Gast
    • 4. Mai 2019 um 20:34
    • #46
    Fragender:
    kilaya:

    Wenn man eine "unveränderbare Eigenschaft" an den "Genen" festmacht, aber eigentlich von einem Herkunftsland spricht, dann sollte man wissen, auf welchem Grund man sich da bewegt.

    Ja - auf dem Grund der Realität! Es ist nämlich zweifelsfrei erwiesen, daß Intelligenz ganz überwiegend vererbt wird und daß sich unterschiedliche Gruppen von Menschen in durchschnittlichen Intelligenz unterscheiden.

    Für solche "zweifelsfreien Beweise" hätte ich dann doch gerne stichfeste wissenschaftliche Belege. Und was bitte meinst Du mit "unterschiedliche Gruppen von Menschen" mit "durchschnittlich unterschiedlicher Intelligenz"?


    [lz]

    Das Ergebnis der Großstudie heißt ohnehin nicht, dass die Frage nach der Vererbbarkeit der Intelligenz damit abschließend geklärt ist. Dafür ist sie viel zu kompliziert. Das Erbgut allein bestimmt die Eigenschaften eines Menschen nicht. Es schafft nur Voraussetzungen. Einflüsse der Umwelt entscheiden darüber, ob Genvariationen überhaupt zum Tragen kommen. Das ist nicht nur bei den jetzt identifizierten Varianten so, sondern auch bei vielen anderen SNPs.

    [...]

    Intelligenzforschung wird seit Langem betrieben, war aber auch lange Zeit umstritten. Schon oft haben Rassisten Ergebnisse verfälscht oder missbraucht, um eine vermeintliche Überlegenheit von Menschen mit heller Hautfarbe zu belegen. Tatsächlich zeigen manche Rankings, dass die Ergebnisse von Intelligenztests in unterschiedlichen Ländern unterschiedlich ausfallen.

    Daraus könnte man schließen, dass die Bewohner einiger Länder einfach klüger sind als andere. Allerdings vergäße man dabei zweierlei: erstens den bereits beschriebenen Einfluss der Umwelt. Zweitens die Tatsache, dass IQ-Tests – selbst wenn sie so konzipiert sind, dass sie kaum Schulbildung voraussetzen – von formal gebildeten Menschen erstellt wurden.

    forscher-finden-genetische-veraenderungen-die-die-intelligenz-beeinflussen.html[/lz]


    [lz]

    IQ-Werte haben nichts mit Genetik zu tun

    Wer statt einzelnen Personen ganze Populationen betrachtet, entdeckt ein ähnliches Muster. Die größte Änderung der IQ-Werte konnte man unter kenianischen Kindern beobachten – einer Studie zufolge stiegen sie in 14 Jahren um 26,3 Punkte an –, das Ergebnis einer besseren Ernährung, Gesundheit und Bildung der Eltern (Psychological Sciences: Daley et al., 2003).

    Rassenlehre: Die Beweise gegen die Rassenlehre sind überwältigend | ZEIT ONLINE[/lz]

  • Nyinje ☼
    Gast
    • 4. Mai 2019 um 20:35
    • #47
    Phoenix:

    Eigentlich wäre es tatsächlich kein Problem ,das sich der BDD von Oles politischen Meinungen distanziert.

    Es geht hier aber nicht um Ole als Poltiker sondern um Ole als Lehrer und Schützer. Wenn die DBU hier mit etwas mehr Fingerspitzen Gefühl vorgehen würde, müßten die Fronten bei weitem nicht so verhärtet sein ,wie das zur Zeit der Fall ist.

    Woher weißt du, wie die DBU da vorgegangen ist? Glaubst du wirklich die DBU ist der buh-Mann und der BDD hat eine weiße Weste?

    Ach, wäre das schön, wenn das Leben so einfach wäre. :lol:

    Das ist ein jahrelanger Konflikt der sich jetzt dem Ende neigt. Und da ist man halt einfach angepisst, wenn es nicht nach den eigenen Vorstellungen läuft.

    Aber ich lese dich und lese die tatsächliche Mehrzahl der Ole-Schüler. Es wird zwar gesagt, dass man nicht hinter allem was er sagt steht, doch danach kommt das große aber und warum er doch irgendwie Recht haben würde. Einsicht und Selbstreflektion fehlt da nur zu oft und das macht euch zu so anstrengenden Gesprächspartnern. Großartig im relativieren der eigenen Fehler und gleichzeitig aufbauschen und mit dem Finger auf die der anderen zeigen. Ich finde das ehrlich gesagt sehr traurig und auch innerhalb der Gruppe gefährlich, denn die tatsächlich tollen Schüler von ihm, die nur praktizieren wollen, sind zu leise und trauen sich in den Zentren gar nicht den Mund aufzumachen aufgrund dieser Rhetorik. Wären sie lauter hätte der BDD noch eine Chance gehabt in der DBU zu bleiben. So ist das Thema nun wohl rum und ich denke nicht, dass da irgendjemand anderes Schuld hat als der Diamantweg selbst, der sich die eigenen maroden Strukturen im eigenen System nicht anschauen möchte.

  • Fragender
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    4. März 2011
    • 4. Mai 2019 um 20:45
    • #48
    Sudhana:

    Bezeichnenderweise erschien eine englische Übersetzung des Interviews mit Ole Nydahl (aus der ich zitiert habe) auf der rechtsextremen Webseite 'Gates of Vienna', von der sich schon ein gewisser Anders Breivik hat inspirieren lassen. Vernetzung halt ... Da findet zusammen, was zusammen gehört.

    Es sind solche "Argumente" wie deine, die mich davon überzeugen, daß der Diamantweg unbedingt in der DBU bleiben muß.

    Zum einen arbeitest du hier nämlich mit der rhetorischen Figur der "Guilt by association", die erstens einen logischen Trugschluss darstellt und zweitens unfair und damit mit der rechten Rede nicht zu vereinbaren ist.

    Zum anderen konstruierst du durch den Spruch "Da findet zusammen, was zusammen gehört" eine Nähe Ole Nydahls zu einem verurteilten Massenmörder.

    Unabhängig davon, wie kritisch man einzelne seiner Aussagen sicherlich sehen kann, ist das einfach nur unterste Schublade. Ein solcher Stil darf unter Buddhisten niemals zum Normalfall werden und erst recht nicht zum gewünschten Erfolg führen!

    Auch und gerade deswegen muß der Diamantweg unbedingt bleiben.

  • kilaya
    Gast
    • 4. Mai 2019 um 20:50
    • #49
    Sudhana:

    Konkret ging es nicht um die us-amerikanische National Guard, sondern die dänische Heimwehr (Hjemmeværnet).

    Die zumindest auch einen legitimierten Rechtsrahmen zu haben scheint: Styringsgrundlag

    Worum es mir in erster Linie ging... Es gibt schon einen Unterschied zwischen einer illegalen "Bürgerwehr", der Unterstützung eines Unrechtsstaats durch Bürgerwehren, und eines demokratischen Rechtsstaats durch solche Organisationen. Und diesen Unterschied hast Du verwischt.

    Sudhana:

    Der Punkt ist, wie eine freiwillige Waffenausbildung, die Ole Nydahl da empfiehlt, mit der ersten Śīla vereinbar sein soll. Zumindest kann man da Herrn Nydahl vorwerfen, äußerst undifferenziert mit dem Problem umzugehen - wohl, weil er da keines zu sehen vermag.

    Ich muss gestehen, dass ich schon lange bevor ich in den frühern 1990ern mit dem Diamantweg in Kontakt kam, z.B. durch Bücher wie "Eiland" von Huxley, die Einstellung entwickelt habe, dass eine buddhistische Einstellung und die Fähigkeit, sich zu verteidigen, kein Widerspruch sein müssen. Es ist ja nicht so, dass aufgefordert wird, mit der Waffe unprovoziert rauben und morden zu gehen. Länder wie Tibet, die nicht in der Lage waren, sich gegen eine militärische Übermacht zu verteidigen, haben deswegen eine buddhistische Kultur verloren und könnten nur so gerade noch die wichtigsten Übertragungen bewahren. Im Vajrayana ist das Prinzip von Schutz genauso wichtig, wie andere Zufluchtsobjekte. Wenn es aber Schutz geben muss, dann muss es auch Schützer geben. Das gleiche gilt für die Entstehung des Kung Fu als Möglichkeit, buddhistische Klöster vor Plünderungen zu schützen. Das Wesentliche ist, dass ein Schützer die notwendigen Handlungen nicht aus Zorn oder Hass ausführen darf. Deswegen ist es auch so schwer, Schutzhandlungen richtig auszuführen.

    Sudhana:

    Bezeichnenderweise erschien eine englische Übersetzung des Interviews mit Ole Nydahl (aus der ich zitiert habe) auf der rechtsextremen Webseite 'Gates of Vienna', von der sich schon ein gewisser Anders Breivik hat inspirieren lassen. Vernetzung halt ... Da findet zusammen, was zusammen gehört.

    Nur weil Medien Texte vereinnahmen, ist das noch lange keine Vernetzung. Der Attentäter von Christchurch hat sich u.a. von einem deutschen Youtuber "inspiriert" gefühlt, der alles andere als eine rechte Einstellung hat. Solche Aussage sind reine Polemik. Dumm ist halt, dass die Grenzen zwischen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus oft verwischt sind. Wenn ein Rechtsextremer sich in seinen Handlungen von rechtspopulistischen Thesen inspiriert fühlt, dann macht das die rechtspopulistischen Thesen deswegen nicht rechtsextrem.

    Diese ganze Debatte braucht keine Polemik wie diese, sondern Sachlichkeit und Differenzierung. Immer wenn man es mit der Kritik überzieht, schwächt man die eigene Position und die berechtigte Kritik.

  • kilaya
    Gast
    • 4. Mai 2019 um 20:52
    • #50
    Fragender:

    Zum einen arbeitest du hier nämlich mit der rhetorischen Figur der "Guilt by association", die erstens einen logischen Trugschluss darstellt und zweitens unfair und damit mit der rechten Rede nicht zu vereinbaren ist.


    Zum anderen konstruierst du durch den Spruch "Da findet zusammen, was zusammen gehört" eine Nähe Ole Nydahls zu einem verurteilten Massenmörder.


    Unabhängig davon, wie kritisch man einzelne seiner Aussagen sicherlich sehen kann, ist das einfach nur unterste Schublade. Ein solcher Stil darf unter Buddhisten niemals zum Normalfall werden und erst recht nicht zum gewünschten Erfolg führen!

    Du hast das was ich auch sagen wollte, in diesen Zeilen besser und präziser ausgedrückt, als ich es getan habe. Auch wenn ich glaube ich ansonsten kaum mit Dir übereinstimme, s.o., in diesem Punkt hast Du es auf den Punkt gebracht...

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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