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Virtuelles töten und Karmische Resultate.

  • Avalokiteshvara
  • 15. März 2019 um 21:09
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    • 16. März 2019 um 23:16
    • #26

    Ich frag mich eher wieso Ballerspiele so verdammt viel Spaß zu machen scheinen und sich weitaus besser verkaufen als Simulationen o.Ä.

    Ich vermute mal das ist eine Art Ventil, weil wir doch sehr behütet aufwachsen und Menschen eigentlich die Gefahr zwar fürchten aber auch gerne von ihr gekitzelt werden.

    Das Wichtigste ist wohl, mit welcher Herangehensweise man spielt. Ist es, um sich abzureagieren in dem Wissen, dass es nicht real ist/wird, oder wünscht man sich, es in der Realität zu tun und nimmt das Spiel als "Übung".

    Im ersten Fall kann das Baller-Spielen vielleicht sogar positiv sein und im Zweiten ist es gefährlich. Wenn man das aber macht, um sich zu radikalisieren, dann gäbe es auch ohne Computerspiele genug Möglichkeiten das zu tun. Von einem Verbot halte ich deshalb nichts.

    Mich persönlich langweilen Ballerspiele mittlerweile, obwohl ich sie früher auch gern gezockt habe. Es gibt da ja auch Unterschiede bei den Spielen, ob sie wirklich auf den Splatter-Effekt setzen, oder ob es mehr um Taktik und Geschicklichkeit geht. Wenn im e-sport Bereich Counter Strike gezockt wird ist das vom Brutalitätsfaktor eigentlich nicht groß anders als Tetris. Da gehts nur ums Gewinnen und niemand denkt drüber nach, dass er gerade virtuell tötet. Es ist nur ein anschauliches Spielziel mit massig Action und Möglichkeiten, seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

  • Noreply
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    • 17. März 2019 um 00:36
    • #27

    Mir macht es ganz einfach Spaß und das schon seit 25 Jahren. Lass ich mir auch von keinem Verbreben, die werden eben erschossen!

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    xiaojinlong
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    • 17. März 2019 um 01:01
    • #28

    ich Spiele jetzt Seit 12 jahren regelmäßig Ego-Shooter und das erste Mal war vor ca 17 jahren. Wieso machen mir diese Spiele so viel Spaß? Weil sie aus weit mehr als das "töten" besteht. Ich habe eine Gruppe von Freunden mit welchen ich mich absprechen muss. Wir planen unser Vorgehen, setzen es um. Mal geht was schief, mal geht alles gut. Mal regt man sich über seine Gegner auf, mal nicht. Es ist einfach ein Spiel.

    Setze ich mich an CounterStrike ran, mit der Intention damit den Umgang mit echten Waffen zu lernen und Kampfstrategien einzuüben, dann kann ich das sicher erreichen - oder zumindest zu einem Teil. Solange ich das aber als Spiel ansehe und ich eben das Ganze nicht tue um Leuten zu schaden, so ist meine Geisteshaltung da eindeutig.

    Ich persönlich setze mich mit den Unterschiedlichsten Waffen auseinander. Speer, Schwert, Kettenpeitsche, Meteor-Hammer. An all diesen Waffen habe ich gelernt wie man damit umgeht, wie man damit Formen läuft und wie man damit kämpft. Geh ich deswegen jetzt mit einem Schwert durch die Stadt und metzel alle Leute nieder? Hier habe ich es sogar physisch gelernt und könnte es höchstwahrscheinlich wenn ich wollte. Aber(!) ich will es nicht und es spiegelt nicht meine geistige Haltung wider. Pistolen und Gewehre finde ich aus physikalischer und mechanischer Sicht unheimlich interessant. Aber ich bin mir bewusst, dass es einfach zu gefährlich wäre eine zu besitzen und ich könnte hier eh nirgends damit auf Zielscheiben schießen. Also besitze ich keine Schusswaffe.

    Nimmt man nun alle Klischees her, so wäre ich eine hochgefährliche Person: Spielt Ego-Shooter seit langer Zeit, Ist ausgebildeter Kämpfer mit und ohne Waffen. Bin ich das aber wirklich? Nein, würde ich absolut nicht sagen. Ich bring es nicht einmal über das Herz eine Spinne zu zerquetschen. Geschweige denn einfach so einem Menschen weh zu tun.

    Ich genieße die mentale, körperliche und soziale Herausforderungen und entwickel mich damit gerne weiter.

    Meine Meinung:

    Nein, Karma ist etwas das stark durch Intentionen getrieben wird und meine Intentionen sind keine schädlichen.

    _()_

    小金龍

  • kilaya
    Gast
    • 17. März 2019 um 01:09
    • #29
    Lilli:

    Ich kann mich an ein Gespräch mit meinem Neffen erinnern, als er ein Kind war. Ich glaube, so 7 oder 8 Jahre alt war er damals.

    Wir unterhielten uns über das Fernsehen. Dabei stellte ich völlig erstaunt fest, dass er das im Fernsehen alles für "echt" hielt.

    Das hat mir damals sehr zu denken gegeben.

    Die Schlussfolgerung daraus ist für mich nicht, sowas zu verbieten, sondern mehr darüber zu reden und was es mit einem macht. Auf der einen Seite haben wie heute immer mehr Helikopter-Eltern, die ihre Kinder nicht selbständig werden lassen, auf der anderen Seite Eltern, die meinen Kinder würden von selbst erwachsen werden, wenn man sie lange genug vor irgendeinem Bildschirm parkt. Weder Verbote noch totale Ignoranz helfen weiter. Aufklärung und Kontext helfen weiter. Aber dafür müssten Eltern bereit sein, sich mit den Sachen wirklich so weit zu befassen, dass sie sie verstehen, und dann die Sachen praktisch in seine sinnvolle Mitte bringen.

    Was passiert, wenn man die Sachen verbietet? Dann finden Jugendliche immer Wege, es doch und erst recht zu machen, aber dafür in einem höchstmöglich zwielichtigen Umfeld. Mit genug Freiraum, aber auch genug Einschränkung lernen sie vielleicht - mit einigen Umwegen über schlechte Erfahrungen und Grenzen austesten - einen maßvollen Umgang.

  • kilaya
    Gast
    • 17. März 2019 um 01:24
    • #30

    Wenn volles Karma sich zusammensetzt aus:

    1. Motivation, jemand zu schaden

    2. Bewusst planen, jemand zu schaden

    3. Jemand Schaden zufügen (oder es veranlassen)

    4. mit dem Ergebnis im Sinne der Planung zufrieden sein

    dann kann man in Bezug auf ein Computerspiel erstmal alle 4 Punkte verneinen.

    Also kann hier von Karma eigentlich nicht die Rede sein.

    Bei VR würde es dann einen Unterschied machen, wenn diese so realistisch ist, dass man vergisst, dass es nur eine Illusion ist und dann davon eingesaugt wird und im Glauben handelt, man würde einen tatsächlichen Schaden zufügen. Dann würde aber immer noch der sehr gewichtige Aspekt 3. rausfallen. Und wenn jemand nicht einschlägig prädisponiert ist, dann würde vermutlich eher Reue folgen und noch ein Aspekt wegfallen.

    Mit gleicher Argumentation könnte man im Übrigen auch in Bezug auf Träume ankommen. Und die hatten Menschen schon immer. Wenn man im Traum vergisst, dass man träumt, und tötet jemand, ist das dann Karma? An der Stelle würden die meisten sagen: es ist eher eine Katharsis. Sobald man aufwacht, ist man erschreckt, oder erleichtert, weil es nur ein Traum ist. Aber die Energie ist aus dem System, ohne dass ein Schaden entstanden ist.

    Weiterhin: Karma hat meistens die gleiche Qualität, wie die Ebene auf der man handelt. Eine Tat bei einem Computerspiel würde womöglich eher auch in einem Computerspiel (oder Traum) zu Reaktionen führen.

    Alles andere ist dann doch eher Psychologie. Da macht es sicherlich Sinn, sich zu überlegen, wie man Kindern beibringen kann, verantwortlich mit jeglicher Art Medien umzugehen, dazu gehören auch die Spiele. Wenn sie lernen, das Spiel gezielt als Katharsis zu benutzen, kann es vielleicht sogar helfen, Spannungen und Aggressionen abzubauen, ohne dass sie sich auf die reale Welt auswirken.

  • Alaya
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    • 17. März 2019 um 04:27
    • #31

    @kilaya nimmt mir die Worte aus dem Mund

    ergänzend/fokussierend möchte ich noch folgendes schreiben:

    aus der Perspektive des Traumyoga wird im "Schlaf-Traum" selbst lediglich eine karmische Spur geändert. Diese Spur wirkt sich natürlich auf das Wachbewusstein aus und führt damit zu Karma, jedoch tut sie das nicht so direkt wie es eine Handlung im Wachzustand führen würde. Eine Traumdeutung zum Beispiel kann eine negative karmische Spur auch ändern

    Auch macht es aus meiner Sicht immernoch einen kleinen Unterschied wenn jemand bewusst in einem luziden Traum jemanden hilft oder jemanden sehr schadet.

    hier hat man dann lediglich die karmische Spur geändert. Das ist ja auch eines der Ziele des Traumyoga. Aber das ist ja kein vollständiges Karma

    Ich könnte in einem luziden Traum allen alten Menschen der Welt über die Straße helfen und ein Heilmittel für alle Krankheiten finden . Ich könnte alle Wesen ins Dewachen befördern. Habe ich dann besseres Karma als jemand der in der gleichen Zeit im Obdachlosenheim hilft? Glaub ich nicht. Auch wenn ich das buddhistisch nicht recht begründen kann.

    Liebe Grüße

    Tobias

  • jianwang
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    • 17. März 2019 um 04:43
    • #32
    Sungi:
    jianwang:

    Oder war Buddha einPsychologe?

    Der Vergleich mit einem Arzt wird gerne gemacht.

    Aber Du hast wohl bisher noch nicht erkannt, wieso. Und um welche Art von "Krankheit" es sich handelt. Eine geistige, Ja, doch keine, die von heutigen Ärzten erkannt würde oder behandelt werden kann.

    Sry an den TE, war Offtopic

    _()_

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.

    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

  • CCC
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    • 17. März 2019 um 06:51
    • #33
    kilaya:
    Lilli:

    Ich kann mich an ein Gespräch mit meinem Neffen erinnern, als er ein Kind war. Ich glaube, so 7 oder 8 Jahre alt war er damals.

    Wir unterhielten uns über das Fernsehen. Dabei stellte ich völlig erstaunt fest, dass er das im Fernsehen alles für "echt" hielt.

    Das hat mir damals sehr zu denken gegeben.

    Die Schlussfolgerung daraus ist für mich nicht, sowas zu verbieten, sondern mehr darüber zu reden und was es mit einem macht. Auf der einen Seite haben wie heute immer mehr Helikopter-Eltern, die ihre Kinder nicht selbständig werden lassen, auf der anderen Seite Eltern, die meinen Kinder würden von selbst erwachsen werden, wenn man sie lange genug vor irgendeinem Bildschirm parkt. Weder Verbote noch totale Ignoranz helfen weiter. Aufklärung und Kontext helfen weiter. Aber dafür müssten Eltern bereit sein, sich mit den Sachen wirklich so weit zu befassen, dass sie sie verstehen, und dann die Sachen praktisch in seine sinnvolle Mitte bringen.

    Was passiert, wenn man die Sachen verbietet? Dann finden Jugendliche immer Wege, es doch und erst recht zu machen, aber dafür in einem höchstmöglich zwielichtigen Umfeld. Mit genug Freiraum, aber auch genug Einschränkung lernen sie vielleicht - mit einigen Umwegen über schlechte Erfahrungen und Grenzen austesten - einen maßvollen Umgang.

    aber da sieht die Realität wahrscheinlich oft anders aus.

    Ich wäre damals nie auf die Idee gekommen, dass mein Neffe die Filme für echt halten könnte.

    Ansonsten bin ich bei dem Thema raus, ich kenne diese Spiele nicht, hab noch nie eins gespielt.

    Als Kinder spielten wir noch Cowboy und Indianer :grinsen:

  • Avalokiteshvara
    Gast
    • 17. März 2019 um 08:31
    • #34

    Ich Stelle mir gerade die Frage in wie fern überhaupt jemand zu schaden kommt.

    Ein Computerprogramm ist ja wie ein toter Gegenstand oder noch niedriger nur weit entwickelte Nullen in einsen.

    Es handelt sich ja definitv nicht um ein fühlendes Wesen welches man dort "tötet".

    Ich glaube auch die Einstellung ist das entscheidende, wenn man sich bspw. Mal die Shaolin Mönche anschaut, die trainieren ständig und lernen dabei auch zu töten.

    Allerdings geht es dabei gar nicht um den Kampf an sich.

    Im Endeffekt trainieren sie nur Ihren Geist uns es gibt verwirklichte unter ihnen.

    2 Mal editiert, zuletzt von Avalokiteshvara (17. März 2019 um 09:29)

  • hedin02
    Gast
    • 17. März 2019 um 09:18
    • #35

    Was das gegenwärtig erzeugte Karma betrifft, so kommt es beim virtuellen töten am Computer ausschließlich auf die Motivation (Absicht, „chanda“) an; und die ist wiederum, bei entsprechenden Voraussetzungen karmisch bedingt.

  • cinnamon
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    Buddh. Richtung
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    • 17. März 2019 um 09:19
    • #36

    Mir ist nur aufgefallen, wo ich mal ego-shooter gespielt habe, dass ich die Welt anders wahrnehme in dem SInne, dass mir auf einer Straße automatisch Elemente aus dem Spiel auffallen und so Sachen. Menschen haben mich da nicht berührt, weil in dem Spiel nur schlechtgemachte Fantasiefiguren waren. Ich habe selten gespielt, weiß aber noch genau, dass ich nachts dann davon geträumt habe.

    Vermutlich sieht man die Welt eh in Schablonen, je nach dem, was einen interessiert oder was einen beschäftigt.

    Wenn man jetzt im Spiel real aussehende Gegner hat, wird man das vermutlich auch mit in den Rest des Alltags übernehmen auf irgendeine Art und Weise.

    Nebenbei etwas weniger virtuell: In Deutschland ist es verboten am Schießstand auf ein Scheibe zu schießen, die aussieht wie ein Mensch oder ihn abbildet. Das wird schon seinen Grund haben, der ja auch irgendwie in virtuellen Spielen existieren kann. Besonders wenn man bestimmte Neigungen von Natur aus bevorzugt.

  • jianwang
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    • 17. März 2019 um 09:23
    • #37

    Das Shao lin Kloster übt Meditation auch (!!!) durch ständige korperliche Bewegungen.

    Ich habe vor vielen Jahren für 4 Wochen in einem Dorf (nebenan) gewohnt. Nicht viel vom Klosterleben mitbekommen, aber mein Eindruck war NICHT, daß sie kämpfen üben.

    _()_

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  • Avalokiteshvara
    Gast
    • 17. März 2019 um 09:34
    • #38
    jianwang:

    Das Shao lin Kloster übt Meditation auch (!!!) durch ständige korperliche Bewegungen.

    Ich habe vor vielen Jahren für 4 Wochen in einem Dorf (nebenan) gewohnt. Nicht viel vom Klosterleben mitbekommen, aber mein Eindruck war NICHT, daß sie kämpfen üben.

    _()_

    Natürlich üben sie sich dadurch in Meditation. Der Kampf ist der Weg für sie, sich in Meditation zu üben, so versteh ich ihre Praxis. Allerdings kann man meiner Meinung nach nicht negieren das Sie dies über den Kampf tun und somit zwangsläufig auch kämpfen lernen.

  • void
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 17. März 2019 um 10:12
    • Offizieller Beitrag
    • #39
    kilaya:

    Wenn volles Karma sich zusammensetzt aus:

    1. Motivation, jemand zu schaden

    2. Bewusst planen, jemand zu schaden

    3. Jemand Schaden zufügen (oder es veranlassen)

    4. mit dem Ergebnis im Sinne der Planung zufrieden sein

    Die meisten Soldaten töten nicht, weil sie jemandem schaden wollen, sondern weil sie das Gefühl haben ihre Frauen und Kinder und ihre Kultur verteidigen zu müssen. Und aus Pflichtgefühl ihrem Land gegenüber. Sie würden lieber nicht töten und sehen das Töten als notwendiges Übel.

    Ich nehme an, die Mehrzahl der Soldaten der Weltkriege haben so gedacht. Aber haben dann auch sie - weil sie nicht Schaden wollten - nichts schlimmes getan. Und gerade japanischen Soldaten wurde beigebracht, dass ihr Töten keine schlechten karmischen Wirkungen hätte, weil die primäre Motivation kein Schdenwollen, sondern Mitgefühl mit Kaiser und dem japanischen Volk sei.

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  • jianwang
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    • 17. März 2019 um 10:24
    • #40

    Wer nur nicht töten will, weil es dann "schlechtes" Karma gibt, sollte nicht sagen, er wäre ein Schüler Buddhas.

    Ich werde nicht töten … auch … weil ich es lernen "durfte" und auch das zweifelhafte "Vergnügen" hatte die Erfahrung zu machen, zu töten.

    Es gibt keinen Grund zum Töten !!! keinen moralischen, keinen familiären und erst recht keinen "persönlichen"

    Und da unterscheide ich nicht zwischen realer Tötung oder Töten nur im Geist.

    _()_

    PS: mehr habe ich zu diesem thread nicht mehr zu sagen

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  • Niemand
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    • 17. März 2019 um 11:36
    • #41
    Lucy:

    Macht zocken einen klaren, ruhigen Geist - voll bewußt der Realität?

    Hindert es daran, etwas heilsames zu tun?

    Lenkt es ab vom wesentlichen?

    das kann einen schon in seinen Bann ziehen, klar und dessen sollte man sich als Spieler bewusst sein und die Zockerei dosieren. Ich spiel im Moment fast nur Rennsimulationen und setz mir da halt ein Limit. Danach hab ich schon einen erhöhten Adrenalinspiegel und muss damit klar und wieder runter kommen, aber es macht halt einen heiden Spaß und das möcht ich nicht missen:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.

    das auf dem TV ist übrigens ein 400PS Gruppe B Audi aus Dirt Rally in Monte Carlo :)

    spielen tu ich aber aus der Cockpit-Perspektive um es so realistisch wie möglich zu haben.

  • kilaya
    Gast
    • 17. März 2019 um 16:08
    • #42
    hedin02:

    Was das gegenwärtig erzeugte Karma betrifft, so kommt esbeim virtuellen töten am Computer ausschließlich auf die Motivation (Absicht, „chanda“)an; und die ist wiederum, bei entsprechenden Voraussetzungen karmisch bedingt.

    Die Motivation ist karmisch bedingt, natürlich, aber für die Handlung spielt es noch eine grosse Rolle ob tatsächlich ein Wesen zu Schaden kommt. Und was die Motivation angeht: zwar mag die Motivation sein, ein Pixelgemisch zu disintegrieren, aber ein Spieler will keinem Wesen schaden. Also ist die Motivation nicht, einem Wesen zu schaden, und deswegen ist es karmisch auch nicht vergleichbar damit, einem Wesen schaden zu wollen.

  • kilaya
    Gast
    • 17. März 2019 um 16:10
    • #43
    void:

    Ich nehme an, die Mehrzahl der Soldaten der Weltkriege haben so gedacht. Aber haben dann auch sie - weil sie nicht Schaden wollten - nichts schlimmes getan. Und gerade japanischen Soldaten wurde beigebracht, dass ihr Töten keine schlechten karmischen Wirkungen hätte, weil die primäre Motivation kein Schdenwollen, sondern Mitgefühl mit Kaiser und dem japanischen Volk sei.

    Auch wenn die Motivation gestimmt haben mag, dann fallen dennoch die anderen drei Punkte ins Gewicht. Und eben besonders, dass tatsächlich Wesen zu Schaden kamen. Ich kann den Bezug Deiner Antwort zu meinem Beitrag, den Du zitiert hast, nicht recht herstellen.

  • Obladi Oblada
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    • 17. März 2019 um 16:25
    • #44
    Lilli:

    es gibt bestimmt wissenschaftliche Untersuchungen dazu.

    Man muss ja nicht gleich selbst so werden, aber positiv wirkt sich das sicher nicht auf den Geist aus.

    Das zeigt sich dann vielleicht einfach in Ängsten, in innerer Unruhe, Depressionen, Psychosen, Neurosen, im allgemeinen Lebensgefühl...

    Sehe ich auch so. Und ja, es gibt Untersuchungen, demnach Gewaltspiele die Hemmschwellen senken, vor allem natürlich bei Kindern, die noch viel formbarer sind als Erwachsene.

    Aus eigener Anschauung kenne ich es nicht; mein erstes Computerspiel habe ich im Erwachsenenalter gespielt und das waren die Sims. :) Das waren noch die früheren Ausgaben der Sims, wo sie konstant Erwachsene oder Kinder blieben; in einer späteren Version, als ich längst nicht mehr spielte, alterten und starben die Sims.

    In einer Anleitung zu den Sims las ich damals, dass, wenn ein Sim im Spiel ums Leben kommt, er fortan in der Mitternachtsstunde als Geist in seinem Haus rumspukt. Also bekam mein Sim einen Swimmingpool ohne Ausstiegshilfe, um ihn ertrinken zu lassen - und ich stellte fest, dass ich das nicht konnte, obwohl ich genau wusste, dass ich kein wirkliches Leben beende. Und neben mir saß damals ein erwachsener Mann, der ebenfalls intervenierte, den Sim zu retten und sich das Ganze nicht mehr anschauen konnte. Ich "rettete" den Sim also durch eiligen "Kauf" einer Ausstiegshilfe.

    Allerdings verbrannte einer meiner Sims kurz drauf beim Kochen, weil ich eben auch noch nicht wusste, dass die erst mal ihre Fähigkeiten auf einem gewissen Level haben müsse, damit keine Unfälle und dergleichen passieren. Das ging zu schnell, als dass ich noch eingreifen konnte. :nosee:

    (Etwas abseits vom Thema noch: Auch jenseits von Computerspielen bemerke ich an mir, dass es mir nicht gut tut, wenn ich zu lange am PC sitze oder mich mit dem Smartphone beschäftige. Es "zerstreut" wirklich meinen Geist, macht mich irgendwie dumpf und müde. Vielleicht merke ich das, weil ich eben den Vergleich zum vordigitalen Zeitalter kenne. )

    Living is easy with Eyes closed

  • kilaya
    Gast
    • 17. März 2019 um 16:38
    • #45
    Elke:

    Sehe ich auch so. Und ja, es gibt Untersuchungen, demnach Gewaltspiele die Hemmschwellen senken, vor allem natürlich bei Kindern, die noch viel formbarer sind als Erwachsene.

    Weswegen genau geschaut werden muss, was man ab welchem Alter erlaubt, und da sind die Eltern halt auch gefragt. Und eben darüber kommunizieren. Wenn wir Glück haben, ändert sich da was, wenn die Eltern alle selbst schon früh in Kontakt mit dieser Spiele-Welt waren. Jetzt ist es einfach für viele Eltern noch so, dass sie weder im negativen Sinne noch im positiven Sinne wissen, was da eigentlich abgeht. Wie hier schon erwähnt, kann es genauso die Hemmschwelle für Gewalt senken, wie auch Qualitäten wie Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und strategisches Denken, Reflexe usw. usf. fördern. Worauf man da den Fokus lenkt, kann schon viel ausmachen.

  • kilaya
    Gast
    • 17. März 2019 um 17:41
    • #46

    Dass die Spiele die Reflexe trainieren ist ein schlichter Fakt, auch dass bei den Multiplayer-Spielen wo Teams gebildet werden, Qualitäten wie Teamfähigkeit und Kommunikation gefördert werden. Ein Teil des "Suchteffekts" besteht gerade darin, dass man sein Team nicht hängen lassen will. Grosse Gegner können oft nicht geschlagen werden, wenn nicht alle Teammitglieder ihre Erfahrungen und Skills mit einbringen. Und da muss man sich dann auch für einen bestimmten Zeitpunkt verabreden, da man zeitgleich spielen muss.

    Ich kann solchen Spielen nichts abgewinnen und habe sie auch nie gespielt, andere Computer- oder Konsolen-Spiele auch nicht. Von daher muss ich da nichts "vor mir schönreden" ;) Mit nie gespielt meine ich wirklich "nie" - nicht nur nicht exzessiv. Ich bin mal in der einen oder anderen Spielewelt herumgelaufen und fand für eine Weile die virtuelle Umgebung spannend, aber sobald irgendwelche "Gegner" aufgetaucht sind, wurde es langweilig und ich habe aufgehört.

    Als Kind habe ich ab und zu am Gameboy meiner Schwester Jump and Run Spiele gespielt oder Tetris und Co. Das erste PC-Spiel war die allererste PC-Version von "Sim City" auf einem Schneider Euro PC mit Bernstein-Monitor. Das habe ich in kürzester Zeit ausgetrickst, war noch nicht sehr intelligent das Spielprinzip... ;) Ach ja und ab und zu bei einem Freund auf dem C64 Winter Games oder Boulder Dash. Das sind alles aus heutiger Sicht Steinzeitspiele ;) Als ich aus der Schule raus war, war es das mit der Spielerei, ich fand es spannender, zu verstehen wie der Computer funktioniert, oder, ab dem Studium, selbst Seiten für das WWW zu programmieren. Bei Boulder Dash fand ich schon den Level Builder spannender, als das fertige Spiel - wir haben uns gegenseitig fast unmögliche Level gebaut, die der andere dann lösen musste.

  • kilaya
    Gast
    • 17. März 2019 um 17:43
    • #47
    Lucy:

    Wie gesagt rede ich hier nicht über Verbote, ich bin keine Politikerin.

    Dazu noch: Verbote auf gesetzlicher Ebene sind noch ein ganz anderes Thema, mir ging es um Verbote durch die Eltern Zuhause, die ich kritisch finde und wo ich es wichtiger finde, sich damit zu befassen und darüber zu kommunizieren. Ideal ist/wäre tatsächlich, schon früh mit den Kids angemessene Sachen gemeinsam zu spielen und dabei ein Vorbild für die richtigen Grenzen zu sein.

  • kilaya
    Gast
    • 17. März 2019 um 17:50
    • #48

    Richtige Splatterspiele sind ja auch gesetzlich eingeschränkt (Jugendschutz) und teilweise auf dem Index. "Virtuelles Töten" kann ein weites Spektrum von Spielen umfassen. Da müssen halt auch wieder die Eltern lernen, zu unterscheiden und darauf achten, was genau gespielt wird. Blos nicht alles über einen Kamm scheren... Filme am TV, bei denen Menschen getötet werden sind ja auch nicht alle gleich.

  • kilaya
    Gast
    • 17. März 2019 um 18:06
    • #49

    Ich bestreite nicht, dass das was macht. Ich bestreite nur, dass das für Karma so relevant ist, was ja die zentrale Frage des Threads ist. Die Einstellung, mit der man an die Sache herangeht, setzt den Kontext, und das ist zur Einordnung für das Gehirn schon relevant. Der Inhalt ist nicht ohne Wirkung, aber das Gehirn konstruiert nicht auf direkte Weise irgendeine Realität. Wenn die Medienwirkungsforschung zwar Zusammenhänge findet, aber nur in einem kleinen Umfang, und nicht als direkte eindeutig definierbare Auswirkung, dann hat das ja auch Gründe.

  • CCC
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    • 17. März 2019 um 18:38
    • #50

    Ich hab mal als Jugendliche einen ganzen Nachmittag Tetris gespielt.

    Ich habe dann danach ständig diese Klötze vor Augen gehabt.

    Das hat mich In den Schlaf verfolgt.

    Seitdem meide ich stundenlange Spiele.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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