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Nicht-Ich und Wiedergeburt

  • Sungi
  • 7. Oktober 2018 um 21:50
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  • Alephant
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    • 20. November 2018 um 15:57
    • #151
    Phoenix:

    Hi SPK,

    Ole sagt immer wieder, das man mit dem Ego aus diesem Leben eigentlich schon genug beschäftigt ist, da brauch man nicht auch noch

    die Erinnerungen an frühere Leben.

    Für mich ist es aber schon ziemlich plausibel, das sich Erleuchtung nicht in einem Leben verwirklichen läßt, sondern das da schon mehr Ausdauer erforderlich ist. Und sicherlich sind Begriffe wie Wiedergeburt und Befreiung immer etwas ungenau,im Vergleich zu den Prozessen die wirklich durchlebt werden müssen, aber diese Begriffe deuten zumindest schon einmal in die richtige Richtung , und deshalb verwende ich sie auch ganz gerne.

    _()_

    Diesen Allerweltssatz höre ich auch immer wieder einmal von Leuten: dass man genug mit sich selber beschäftigt wäre. Mit der Herangehensweise des Buddha hat eine solche Formulierung natürlich weniger oder nichts zu tun.

    Der Buddha sagte auch nicht, dass sich Erleuchtung nicht in einem Leben vewirklichen ließe, insofern findet du hier womöglich etwas plausibel, was nicht oder nur bedingt plausibel ist.

    Ich vermute, ich erhalte auch hier keine Antwort, trotzdem meine letzte Frage in diesem Thread nicht unwichtig war. Aber ich will einfach trotzdem nocheinmal fragen. Was muss man denn für Prozesse durchleben, damit Vernichtung von Leid erreicht wird?


    :earth:


    Da du den Ole nennst. Nenne ich mal den Madin. Der meint auch dies und das. Ist halt die Frage, ob das in einem buddhistischen Forum recht am Platz ist, was der Madin oder der Ole oder die Susi so meint. Oder auch der Chris.

  • Blinky
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    • 20. November 2018 um 16:10
    • #152
    Doris:

    ist dir denn nach ein paar sätzen nicht aufgefallen, dass er einen schlag hat?

    dass das krude ist, was er von sich gibt?

    und wie er spricht, mimik, tonfall? allein da muss man aufmerken.

    man kann auch ein wenig googeln, um wen es sich handelt, wenn man jemanden auf youtube findet. so bequem an informationen zu gelangen wie heute, hatte es die menschheit noch nie.

    aber eigentlich müssten bei so einer person schon ein paar sätze genügen …

    Jeder hat eben so seine Art sich zu geben. Manche sind auch einfach extrovertierter. Ich wusste ja schon, dass er Schlagersänger ist, aber das ist für das Thema Religion usw. doch irrelevant. Jeder muss schließlich von irgendwas leben. Menschen aufgrund fremder Meinungen vorzuverurteilen, ist nicht mein Ding. Ich muss auch nicht mit allem was er sagt einverstanden sein, aber ich erkenne durchaus, wenn etwas für mich nützlich ist. Dann ist es doch egal, von wem es kommt. Glaube, Buddha oder der Dalai Lama hat auch mal sowas in der Richtung gesagt.

  • Doris
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    • 20. November 2018 um 16:16
    • #153

    dass er verschwörungtheoretiker ist, antisemitische verschwörungen verbreitet, affen als kreuzung von mensch und tier betrachtet, einstein als lügner sieht, anhänger rechter finanzideologien ist, impfgegener und noch so mehr dinge auf lager hat, ist dir egal?

    und dass er von seiner "religion" leben möchte, ist dir auch egal?

    um sein dasein als schlagersänger geht es dabei gar nicht.

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Blinky
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    • 20. November 2018 um 16:44
    • #154
    Doris:

    dass er verschwörungtheoretiker ist, antisemitische verschwörungen verbreitet, affen als kreuzung von mensch und tier betrachtet, einstein als lügner sieht, anhänger rechter finanzideologien ist, impfgegener und noch so mehr dinge auf lager hat, ist dir egal?

    und dass er von seiner "religion" leben möchte, ist dir auch egal?

    um sein dasein als schlagersänger geht es dabei gar nicht.

    Da ist jetzt wieder ein ganzer Haufen Etiketten dabei. Aber wie schon gesagt, ich bin kein Fan davon. Man kann ja immer über einzelne Aussagen diskutieren, was nicht notwendigerweise bedeutet, dass man ihnen zustimmt, aber dann bitte konkret und nicht irgendwas in den Raum werfen. Was genau macht ihn denn deiner Meinung nach zum Verschwörungstheoretiker? Was genau sagt er über Einstein? Was verstehst du unter "rechter Finanzideologie"?

    Ich hab mich übrigens das letzte Mal vor 13 Jahren impfen lassen und bin seitdem nie mehr krank geworden, nicht mal eine leichte Erkältung. Cool, oder? Macht mich das jetzt auch zum Impfgegner?

    Menschen geben viel von sich, wenn der Tag lang ist und mir ist tatsächlich vieles davon schnuppe, was ich so mitbekomme. Wenn ich jedes Mal getriggert wäre, weil irgendwer irgendwas gesagt hat, dann käme ich wohl kaum noch zu was anderem außer permanent getriggert zu sein.

    Für weitere Ausführungen bezüglich C. Anders Aussagen dann bitte aber ein eigenes Thema. Das wird sonst zu OT hier.

  • Doris
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    • 20. November 2018 um 17:09
    • #155

    ich habe nichts in den raum geworfen. das ist alles und für jeden nachprüfbar.

    es dauert keine 20 sekunden googlen, und deine fragen könntest du dir selbst beantworten.

    mehr muss dazu nicht mehr gesagt werden.

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Phoenix
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    • 20. November 2018 um 17:23
    • #156

    HI Alephant,

    um das Ende von Leid zu erfahren muß man vorher jedenfalls wenigstens ein bischen Abstand zu seinen Störgefühlen bekommen.

    Von Ole kann man sich da eine Menge abschauen, von Madin und Chris vielleicht auch, aber da hab ich keine konkrete Erfahrung damit.

    :zen:.

  • Blinky
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    • 20. November 2018 um 17:27
    • #157

    Doris

    Ich glaube, du willst trollen. Wie in dem anderen Thema zu Nydahl. Trolle soll man ja bekanntlich nicht füttern. Daher schreib ich ab jetzt nur noch, wenn es zum Thema passt und begnüge mich ansonsten damit, still mitzulesen.

    Alles Gute dir.

  • Doris
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    • 20. November 2018 um 17:33
    • #158

    :rofl:

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Alephant
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    • 20. November 2018 um 17:52
    • #159
    Phoenix:

    HI Alephant,

    um das Ende von Leid zu erfahren muß man vorher jedenfalls wenigstens ein bischen Abstand zu seinen Störgefühlen bekommen.

    Von Ole kann man sich da eine Menge abschauen, von Madin und Chris vielleicht auch, aber da hab ich keine konkrete Erfahrung damit.

    :zen:.

    Das finde ich nett. Dass du antwortest. Es war mit dem Leid so eine dehnbare Formulierung von dir, da wollte ich mich erkundigen, ob du da eine Antwort geben kannst, die etwas mit Buddhismus zu tun hat.

    Abstand gewinnen von unangenehmen Gefühlen, da kann man doch was mit anfangen. Kann man aber auch Abstand gewinnen zu Gefühlen die man angenehm findet, weil die bei Nichtabstand zu Gewöhnungen werden.


    :earth:

  • Noreply
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    • 20. November 2018 um 18:04
    • #160
    pops:

    Das Bewuststsein wandert aber nicht von einer Existenz zur nächsten. Es entsteht und vergeht wieder. Zum Beispiel das Bewusstsein um den Geschmack einer Speise.

    Wenn man mit Bewusstsein den Daseinsdurst oder einen "Bewusstseinsstrom" meint, welchen Begriff benutzt man dann für ein gegenwärtiges Bewusstsein?


    :earth:

    Gibt es ein gegenwärtiges Bewusstsein? Ist es nicht eher so das Bewusstsein erst erscheint wenn mir was bewusst wird? Ohne Sinne der Bewusst-werdung gibt es auch kein Bewusstsein, nur ein Wahrnehmen. Da es nur ein bewusst werden gibt gibt es nur durch bewusst werden Bewusstsein das auch immer an den Kontext der wahrgenommenen Dhamma gekoppelt ist. Wahrnehmen der Dhamma reicht nicht aus es muss einen Prozess der Bewusst-werdung geben.

  • Phoenix
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    • 20. November 2018 um 18:17
    • #161
    pops:

    Das finde ich nett. Dass du antwortest. Es war mit dem Leid so eine dehnbare Formulierung von dir, da wollte ich mich erkundigen, ob du da eine Antwort geben kannst, die etwas mit Buddhismus zu tun hat.

    Abstand gewinnen von unangenehmen Gefühlen, da kann man doch was mit anfangen. Kann man aber auch Abstand gewinnen zu Gefühlen die man angenehm findet, weil die bei Nichtabstand zu Gewöhnungen werden.


    :earth:

    Gefühle die angenehm sind, laufen im Buddhismus ja irgendwie unter Anhaftung und sind natürlich auch ein Problem.

    Die Gefühle die uns unangenehm sind, kosten uns aber mehr Kraft, deshalb ist es gut mit denen schon mal zuerst aufzuräumen.

    Ich persönlich habe wirklich die Erfahrung gemacht ,das es leichter ist von Dinge Abschied zu nehmen ,die sich in einer gewisssen Harmonie

    befinden , als von Dinge die einem richtig unangenehm sind. Klingt im ersten Augenblick etwas unlogisch,aber wenn man zu Grunde legt, das man für die Erleuchtung erstmal ein Menge positives Karma aufbauen muß, ist es dann schon irgendwie schlüssig.

    _()_

  • Alephant
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    • 20. November 2018 um 18:56
    • #162

    @Phoenix

    Gefühle aufräumen, oder zur Auflösung bringen?

    Das Problem ist doch, dass man auch unangenehmen Gefühlen anhängt, auch diese also verblendeterweise angenehm/verfolgenswert einordnet.

    Ich dachte, in der Lehre des Buddha geht es eher darum, etwas abzubauen. Nicht darum, etwas aufzubauen. Aufbauen tut sich ja unachtsamerweise die ganze Zeit etwas.

    Inwiefern kostet die Wut Kraft? Du schriebst ja, dass unangenehme Gefühle Kraft kosten würden. Es gibt Leute, die steigern sich regelmässig in die Wut hinein und sind da sehr energiegeladen.


    :earth:

  • Phoenix
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    • 20. November 2018 um 19:02
    • #163
    pops:

    @Phoenix

    Gefühle aufräumen, oder zur Auflösung bringen?

    Das Problem ist doch, dass man auch unangenehmen Gefühlen anhängt, auch diese also verblendeterweise angenehm/verfolgenswert einordnet.

    Ich dachte, in der Lehre des Buddha geht es eher darum, etwas abzubauen. Nicht darum, etwas aufzubauen. Aufbauen tut sich ja unachtsamerweise die ganze Zeit etwas.

    Inwiefern kostet die Wut Kraft? Du schriebst ja, dass unangenehme Gefühle Kraft kosten würden. Es gibt Leute, die steigern sich regelmässig in die Wut hinein und sind da sehr energiegeladen.


    :earth:

    Alles anzeigen

    Bei Hass und Wut kenne ich das Bild das beschreibt, dieses Gefühl sei wie Geld verbrennen. Das macht zwar vielleicht etwas warm und cool ist es sicherlich auch,aber wenn man dann merkt was man gemacht hat ,fühlt es sich gar nicht mehr gut an.

    _()_

  • Alephant
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    • 20. November 2018 um 19:05
    • #164
    Ellviral:

    Gibt es ein gegenwärtiges Bewusstsein? Ist es nicht eher so das Bewusstsein erst erscheint wenn mir was bewusst wird? Ohne Sinne der Bewusst-werdung gibt es auch kein Bewusstsein, nur ein Wahrnehmen. Da es nur ein bewusst werden gibt gibt es nur durch bewusst werden Bewusstsein das auch immer an den Kontext der wahrgenommenen Dhamma gekoppelt ist. Wahrnehmen der Dhamma reicht nicht aus es muss einen Prozess der Bewusst-werdung geben.

    Nein, das ist ein Trugschluss, der vor dem Hintergrund der abendländischen Vorstellung von Bewusstsein getroffen werden kann. Bewusstsein ist gewissermassen immer da. Auch wenn man sich nicht daran erinnert. Oder wenn da nur ein subtiles Empfinden ist.

    Ein "nur wahrnehmen" (ohne Bewusstsein) - was meinst du damit?

    Zur Wahrnehmung könnte ich sagen, das ist der Raum der Erscheinungen. Innere Wahrnehmungssphäre, äussere Wahrnehmungssphäre. Aber Wahrnehmung selbst ist ebenso bedingt und kann in meinen Augen auch als ein Bewusstsein verstanden werden.


    :earth:

  • SPK
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    • 20. November 2018 um 19:10
    • #165
    pops:

    Nein, das ist ein Trugschluss, der vor dem Hintergrund der abendländischen Vorstellung von Bewusstsein getroffen werden kann. Bewusstsein ist gewissermassen immer da. Auch wenn man sich nicht daran erinnert. Oder wenn da nur ein subtiles Empfinden ist.

    Hast du da ein Sutra zu wo das so steht?

  • Alephant
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    • 20. November 2018 um 19:20
    • #166

    SPK

    Nee. Aber ich hab grad zur Sicherheit nochmal kurz auf Abhidhamma.de geschaut. Kein Plan, warum eigtl. Ich erschreck vor meinen eigenen Formulierungen manchmal.

    Wenn du da was schwierig findest, sag mal bitte, was genau.


    :earth:

  • Alephant
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    • 20. November 2018 um 19:44
    • #167

    SPK

    Ich habe mal kurz in Majjhima Nikaya 38 geschaut.

    Ich denke, wir haben verschiedene Auffassungen von Bewusstsein. Bewusstsein bezieht sich auf ein Objekt. Ich verstehe das wie einen einzelnen Baustein, der in Abhängigkeit entsteht und vergeht.

    Bewusstsein ist für mich nicht gleich Geist (obwohl nicht davon zu trennen).

    Ich werde später am Abend mal genauer reinlesen.


    :earth:

  • Alephant
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    • 20. November 2018 um 19:46
    • #168

    Solange NichtWissen nicht überwunden ist, ist/entsteht Bewusstsein permanent in Abhängigkeit. Ich schrieb hier "gewissermassen immer da", weil ich annahm, dass sich diese Zeilen nur auf Nicht-Erwachte beziehen können.


    :earth:

  • Alephant
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    • 20. November 2018 um 20:40
    • #169

    Nein, Ellviral schrieb, dass Bewusstsein erst erscheint (ich lese das so, dass er meint: es würde da entstehen), wenn er feststellt, dass da Bewusstsein über eine Sache ist.

    Es stimmt schon, dass in dem Moment ein anderes Bewusstsein entsteht. Aber es war auch eines davor. Und es entsteht nicht erst/nur eines, durch Gewahrsein einer bestimmten Sache: zB eines bestimmten Geschmacks einer Speise.

    Ausserdem spricht er von einer Wahrnehmung ohne Bewusstsein. Was nicht möglich ist: eine Wahrnehmung ohne Wahrnehmung.

    Diese Auffassung von Bewusstein hält er ziemlich konsequent seit Jahren schon durch: Es gibt ein Selbst, dem etwas bewusst wird.


    :earth:

  • Alephant
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    • 20. November 2018 um 21:06
    • #170

    Ja aber das ist doch die ganz normalverblendete Auffassung der Sachlage.

    Es ist auch davor eine Art Bewusstsein. Klar erscheint das eine Bewusstsein sehr verschieden vom anderen, so dass man denken kann: hier ist Bewusstsein, und da nicht.

    Aber davor war auch ein Bewusstsein. Unbemerkt.


    :earth:

  • Alephant
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    • 20. November 2018 um 21:21
    • #171

    Das ist doch gut, dass du das genauer benennst. Die verschiedenen Arten von Bewusstsein.

    Sag mal bitte einen (Bewusstseins-) Zustand ohne Bewusstsein.


    :earth:

  • Noreply
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    • 20. November 2018 um 21:23
    • #172
    Spock:
    pops:

    Nein, das ist ein Trugschluss, der vor dem Hintergrund der abendländischen Vorstellung von Bewusstsein getroffen werden kann. Bewusstsein ist gewissermassen immer da. Auch wenn man sich nicht daran erinnert. Oder wenn da nur ein subtiles Empfinden ist.

    Hast du da ein Sutra zu wo das so steht?

    Kann er nicht haben denn da ist die Kette des bedingten Entstehens vor. Hat er wohl noch nicht gelesen.

  • PhenDe
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    • 21. November 2018 um 10:29
    • #173

    Hallo, neulich habe ich ein Buch über den Menschlichen Körper gelesen.

    Interessant fand ich zwei Dinge. Einmal, das man eingesehen hat, dass dem Gehirn zu viel Gewicht zugestanden wurde. Das heist, das man weis das der Darm, das zweite Organ mit dem Meisten Nerven im Körper, ebenso einen Einfluss hat auf das Bewusstsein des Menschen hat wie das Gehirn.

    Und zweitens geht man davon aus, das das "Ich" in der Insula entsteht. Wenn man bis jetzt im Buddhismus immer von nicht Ich redet, welches nicht aufgefunden werden kann, dann Frage ich mich wie das zusammenpasst.

    Grüße

    :buddha: Es geht immer darum, sich in die Unannehmlichkeiten des Lebens hineinzulehnen und sich diese ganz genau anzuschauen. :buddha:

  • Noreply
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    • 21. November 2018 um 10:46
    • #174
    pops:

    Nein. Bewusstseinsklarheit ist nicht Nirvana. Das ist höchstens das davor, wenn die Skandhas noch da sind.

    :earth:

     

    Dem stimm ich ganz zu. Das bedeutet nämlich das da Bewusstsein ist das nicht seiner selbst bewusst ist sondern nur ein bewusst sein der Dhamma ohne das irgendeines davon irgendwie durch irgendwas festgehalten wird wie, mein, ich, selbst.

    Wenn nur die Skandha da sind gibt es kein Bewusstsein in dem Sinn wie Menschen Bewusstsein interpretieren. Da sind "Die zehntausend Dinge", die Dhamma die erfahren werden mit dem lebend-Sein, ohne Wissen das Leben ist und nur das interagieren mit dem bedingten Entstehen.

    Da ist Nibbana, weil dieser Zustand kein Nibbana kennen kann das ist dem Menschen vorbehalten.

    Hier hat auch die Kette des bedingten Entstehens von Dukkha ihren Anfang, beginnt mit Unwissen. Dem das Menschen Bewusstsein nennen.

  • Doris
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    • 21. November 2018 um 11:58
    • #175

    die aussagen buddhas beruhen auf seinen erfahrungen und untersuchungen. er hatte keine texte, die er dann mit seinen erfahrungen verglich.

    ich mach das genauso.

    ich kenne das "normale" tagesbewusstsein im wachzustand.

    dann gibt es den schlaf. da ich jedoch sehr leicht aufwache, durch gerüche, geräusche, körperempfindungen, muss es zu einem kontakt mit der aussenwelt kommen und eine instanz in mir zu einer entscheidung kommen und sagen: "wach auf! ist wichtig." denn ich wache nicht durch lärm auf, von dem ich nicht betroffen bin, also z.b. martinshorn, das vorbeifährt. aber ich wache vom hüsteln der katzen auf oder wie kürzlich, beim stündlichen lautlosen türöffnen der pflegekräfte in der nacht. ich wache nicht vom schnarchen meines mannes auf,egal wie dick der baumstamm ist, aber bin sofort wach, wenn er einen atemaussetzer hat, der sich durch stille auszeichnet.

    das geht nur, weil bewusstsein da ist. auch wenn mir dieses bewusstsein nicht bewusst ist.

    bemerkenswert sind dann luzide träume, in denen man sich darüber bewusst ist, dass man träumt und bewusst eingreifen und steuern kann.

    unter narkose.

    man weiß, dass die patienten auch unter tiefer narkose dinge wahrnehmen und darauf reagieren. es soll für das gelingen und den heilungsprozess wichtig sein. viele erinnern sich sogar. deshalb versucht man, auch während der narkose respektvoll mit dem patienten umzugehen.

    also muss auch hier etwas sein, dass den kontakt erleben kann und entscheidet.

    wachkoma und koma.

    es ist unklar, was man dabei alles bewusst wahrnimmt. wahrnehmung und bewusstsein sind zumindest im wachkomazustand nachgewiesen. leute, die aufgewacht sind, berichten von ihrem erlebten.

    sammlung.

    ist in meinen augen nicht bewusstlosigkeit, sondern einfaches so-sein. muss aber dennoch begrenzt sein, denn sonst gäbe es keine instanz, die sagen würde "zeit ist es! du musst jetzt in den deinen schülern was erzählen." gäbe es diese instanz nicht, dann würden wir auf ewig in dem zustand sitzen und allmählich vertrocknen.

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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