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Beiträge von Blinky

  • Die meisten Menschen werden als Tier, Hungergeist oder Höllenwesen wiedergeboren!

    • Blinky
    • 6. Dezember 2018 um 17:27
    Monikadie4.:

    Aber das ist etwas ganz anderes als die Frage nach der "schlechten Gesellschaft". Da hat der Buddha ganz klar gesagt, dass - wenn keinen guten Freund man findet - man lieber dem Nashorn gleich alleine wandern sollte.

    _()_

    Eben. Ich suche prinzipiell nur die Nähe zu guten Menschen. Ich vertraue auf mein Gefühl bzw. Instinkt. Der hat mich noch nie getäuscht.

  • Die meisten Menschen werden als Tier, Hungergeist oder Höllenwesen wiedergeboren!

    • Blinky
    • 6. Dezember 2018 um 13:28

    Ich halte es mit der Reinkarnation wie ich es mit der Frage nach Gott halte. Ich stelle die Frage gar nicht erst. Ins Gras beiße ich noch früh genug. Bis es soweit ist, vertraue ich einfach dem Buddha. Der war nämlich in meinen Augen ein ziemlich cooler Zeitgenosse. Denn er hat den Drang andere zu be- und zu verurteilen überwunden.

    So konnte er sogar mit einem Massenmörder vorbehaltlos sprechen und ihm Unterweisung zuteil werden lassen, als der sie erbat. Für mich eine Fähigkeit, die sich definitiv lohnt auszubilden. :)

  • Spiegel Online lügt über den Buddhismus: er sei keine sanfte Lehre!

    • Blinky
    • 5. Dezember 2018 um 20:21

    Wo genau wird denn im Palikanon zu Gewalt gegen andere aufgerufen? Gibt's konkrete Stellen, die man so auslegen könnte?

    Dass es z. B. die sogenannte braune Esoterik gibt, die das Karma-Prinzip ziemlich krass auslegt, weiß ich bereits.

    Dass man irgendwie alle spirituellen Lehren zum Schaden anderer nutzen kann und der Buddhismus da keine Ausnahme ist, ist mir natürlich vollkommen klar und wohl kaum diskussionswürdig.

  • Spiegel Online lügt über den Buddhismus: er sei keine sanfte Lehre!

    • Blinky
    • 5. Dezember 2018 um 19:31

    void

    Den kompletten Artikel konnte ich wegen der Bezahlschranke nicht lesen. Also muss ich mich mit dem begnügen, was einsehbar ist. Kann ja sein, dass der Autor im weiteren Verlauf relativiert, bringt mir aber nichts, wenn ich es nicht lesen kann.

    Kaufen tue ich mir den Spiegel nicht. Die Überschrift allein genügt mir persönlich, um zu erkennen, dass hier Hass und Spaltung das Ziel ist. Sowas möchte ich nicht unterstützen und auch nicht mit Geld honorieren.

    Irgendwie bin ich jetzt doch inspiriert. Und was so einer vom Spiegel kann, kann ich schon lange. Mein bald erscheinender Blog wartet eh noch darauf, mit Content gefüllt zu werden. Zwei durchaus positive Artikel über Buddha sollten doch ein guter Anfang sein, um einem negativen entgegenzuwirken. Tja, Pech gehabt, Spiegel. :grinsen:

  • Spiegel Online lügt über den Buddhismus: er sei keine sanfte Lehre!

    • Blinky
    • 5. Dezember 2018 um 18:24

    Ohne alles gelesen zu haben, mich wundert so ein Aufhänger überhaupt nicht. Im Gegenteil. Er passt perfekt in unsere Zeit und unser gegenwärtiges Gesellschaftsklima. Der tägliche Informationsoverkill lässt keine Zeit, Dinge aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Objektive Berichterstattung ist out, Meinungsmache und betreutes Denken sind in. Alles und jeder wird in kürzester Zeit bewertet und in eine passende Schublade gesteckt, um sich bloß nicht groß mit etwas tiefer befassen zu müssen. Alles was nicht so richtig in eine Schublade passt, macht Angst.

    Ein bekannter meines Partners findet z. B. alle Religionen gleichermaßen doof. Ob die drei großen Monotheistischen, Buddhismus, Shinto ... alles für ihn das Gleiche. Wenn man ihn fragt, ob er denn schon mal was von Buddha gehört hat, sagt er "Nö, aber ist sowieso alles Opium fürs Volk." Dieser Mensch studiert auf Lehramt und wird bald die Möglichkeit haben, die nächste Generation nachhaltig zu prägen. Und so wird die Ignoranz und Verblendung von Generation zu Generation weitergetragen. Ich verstehe, dass man nicht wütend sein soll, weil man sich damit nur selbst schadet, ich wäre lieber immer gleichgültig gegenüber all dem. Meistens gelingt mir das auch. Aber eigentlich ist die von Zeit zu Zeit aufkeimende Wut in mir ein gutes Zeichen, finde ich. Es zeigt mir, dass mir noch nicht alles egal ist.

    Nur was soll man tun? Was kann man denn tun, wenn so etwas offensichtlich falsches verbreitet wird? Ich komme immer wieder zu dem Schluss, dass man rein gar nichts tun kann, außer sich angeekelt abzuwenden, sich zurückzuziehen und nur noch sein hoffentlich kurzes Restleben zu Ende zu führen. Weil man eh niemand mehr erreicht. Sorry, für den langen Beitrag, aber musste ich mal loswerden. Bin irgendwie von allem nur noch angekotzt. :grinsen:

  • Die meisten Menschen werden als Tier, Hungergeist oder Höllenwesen wiedergeboren!

    • Blinky
    • 5. Dezember 2018 um 10:39

    Aus Majjhimaa Nikaya, Mittlere Sammlung: (von palikanon.de)

    Zitat

    DAS HAB' ICH GEHÖRT. Zu einer Zeit weilte der Erhabene bei Sāvatthī, im Siegerwalde, im Garten Anāthapindikos.

    Da begab sich denn Subho, ein junger Brahmane, der Sohn Todeyyos, dorthin wo der Erhabene weilte, wechselte mit dem Erhabenen höflichen Gruß und freundliche, denkwürdige Worte und setzte sich seitwärts nieder. Seitwärts sitzend sprach nun Subho der junge Brahmane, der Sohn Todeyyos, zum Erhabenen also:

    "Was ist wohl, o Gotamo, der Anlaß, was ist der Grund, daß man auch unter menschlichen Wesen, die als Menschen geboren sind, Verkommenheit und Vorzüglichkeit findet? Man sieht, o Gotamo,

    • kurzlebige Menschen und man sieht langlebige,
    • man sieht bresthafte und man sieht rüstige,
    • man sieht unschöne und man sieht schöne,
    • man sieht wenig vermögende und man sieht viel vermögende,
    • man sieht wenig besitzende und man sieht viel besitzende,
    • man sieht niedrig gestellte und man sieht hoch gestellte,
    • man sieht stumpfsinnige und man sieht scharfsinnige:

    was ist da, o Gotamo, der Anlaß, was ist der Grund, daß man auch unter menschlichen Wesen, die als Menschen geboren sind, Verkommenheit und Vorzüglichkeit findet?"

    "Eigner der Werke, Brahmane, sind die Wesen, Erben der Werke, Kinder der Werke, Geschöpfe der Werke, Knechte der Werke: das Werk scheidet die Wesen ab, nach Verkommenheit und Vorzüglichkeit."

    "Nicht kann ich was da Herr Gotamo in Kürze gesagt, nicht ausführlich dargestellt hat, dem ganzen Sinne nach verstehn; gut wär' es, wenn mir Herr Gotamo die Satzung dergestalt zeigen wollte, daß ich den ganzen Sinn dieser kurzgefaßten Worte verstehn könnte."

    "Wohlan denn, Brahmane, so höre und achte wohl auf meine Rede."

    "Ja, Herr!" sagte da Subho, der junge Brahmane, der Sohn Todeyyos, aufmerksam zum Erhabenen. Der Erhabene sprach also:

    "Da bringt, Brahmane, irgendein Weib oder ein Mann Lebendiges um, ist grausam und blutgierig, an Mord und Totschlag gewohnt, ohne Mitleid gegen Mensch und Tier. Da läßt ihn solches Wirken, also vollzogen, also vollbracht, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, abwärts geraten, auf schlechte Fährte, zur Tiefe hinab, in höllische Welt; oder wenn er nicht dahin gelangt und Menschentum erreicht, wird er, wo er da neugeboren wird, kurzlebig sein. Das ist der Übergang, Brahmane, der zu kurzem Leben führt, daß man da Lebendiges umbringt, grausam und blutgierig ist, an Mord und Totschlag gewohnt, ohne Mitleid gegen Mensch und Tier.

    "Da hat wieder, Brahmane, irgendein Weib oder ein Mann das Töten verworfen, vom Töten hält er sich fern: ohne Stock, ohne Schwert, fühlsam, voll Teilnahme, hegt er zu allen lebenden Wesen Liebe und Mitleid. Da läßt ihn solches Wirken, also vollzogen, also vollbracht, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, auf gute Fährte geraten, in himmlische Welt; oder wenn er nicht dahin gelangt und Menschentum erreicht, wird er, wo er da neugeboren wird, langlebig sein. Das ist der Übergang, Brahmane, der zu langem Leben führt, daß man da das Töten verworfen hat, vom Töten sich fernhält, ohne Stock, ohne Schwert, fühlsam, voll Teilnahme zu allen leben den Wesen Liebe und Mitleid hegt.

    "Da behandelt, Brahmane, irgendein Weib oder ein Mann die Wesen heftig und qualvoll, geht mit Fäusten, mit Steinen, mit Stöcken, mit Waffen gegen sie vor. Da läßt ihn solches Wirken, also vollzogen, also vollbracht, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, abwärts geraten, auf schlechte Fährte, zur Tiefe hinab, in höllische Welt; oder wenn er nicht dahin gelangt und Menschentum erreicht, wird er, wo er da neugeboren wird, bresthaft sein. Das ist der Übergang, Brahmane, der zu Gebresten führt, daß man da die Wesen heftig und qualvoll behandelt, mit Fäusten, mit Steinen, mit Stökken, mit Waffen gegen sie vorgeht.

    "Da behandelt wieder, Brahmane, irgendein Weib oder ein Mann die Wesen nicht heftig und qualvoll, geht nicht mit Fäusten, mit Steinen, mit Stöcken, mit Waffen gegen sie vor. Da läßt ihn solches Wirken, also vollzogen, also vollbracht, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, auf gute Fährte geraten, in himmlische Welt; oder wenn er nicht dahin gelangt und Menschentum erreicht, wird er, wo er da neugeboren wird, rüstig sein. Das ist der Übergang, Brahmane, der zu Rüstigkeit führt, daß man da die Wesen nicht heftig und qualvoll behandelt, nicht mit Fäusten, mit Steinen, mit Stöcken, mit Waffen gegen sie vorgeht.

    "Da ist, Brahmane, irgendein Weib oder ein Mann zornig gesinnt, macht viel Geschrei; wenn ihm auch wenig gesagt wird fährt er auf, erregt sich, ärgert sich, widersetzt sich, legt Verdrossenheit, Haß und Mißtrauen an den Tag. Da läßt ihn solches Wirken, also vollzogen, also vollbracht, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, abwärts geraten, auf schlechte Fährte, zur Tiefe hinab, in höllische Welt; oder wenn er nicht dahin gelangt und Menschentum erreicht, wird er, wo er da neugeboren wird, unschön sein. Das ist der Übergang, Brahmane, der zur Unschönheit führt, daß man da zornig gesinnt ist, viel Geschrei macht, wenn einem auch wenig gesagt wird auffährt, sich erregt, sich ärgert, sich widersetzt, Verdrossenheit, Haß und Mißtrauen an den Tag legt.

    "Da ist wieder, Brahmane, irgendein Weib oder ein Mann nicht zornig gesinnt, macht nicht viel Geschrei; wenn ihm auch viel gesagt wird fährt er nicht auf, erregt sich nicht, ärgert sich nicht, widersetzt sich nicht, legt nicht Verdrossenheit, Haß und Mißtrauen an den Tag. Da läßt ihn solches Wirken, also vollzogen, also vollbracht, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, auf gute Fährte geraten, in himmlische Welt; oder wenn er nicht dahin gelangt und Menschentum erreicht, wird er, wo er da neugeboren wird, anmutig sein. Das ist der Übergang, Brahmane, der zur Anmut führt, daß man da nicht zornig gesinnt ist, nicht viel Geschrei macht, wenn einem auch viel gesagt wird nicht auffährt, sich nicht erregt, sich nicht ärgert, sich nicht widersetzt, nicht Verdrossenheit, Haß und Mißtrauen an den Tag legt.

    "Da ist, Brahmane, irgendein Weib oder ein Mann eifersüchtig: wenn andere Verdienste haben, wertgehalten, hochgeschätzt, geachtet, geehrt, gefeiert werden, ist er neidig, mißgünstig, frönt der Eifersucht. Da läßt ihn solches Wirken, also vollzogen, also vollbracht, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, abwärts geraten, auf schlechte Fährte, zur Tiefe hinab, in höllische Welt; oder wenn er nicht dahin gelangt und Menschentum erreicht, wird er, wo er da neugeboren wird, wenig vermögen. Das ist der Übergang, Brahmane, der zu wenig vermögen führt, daß man da eifersüchtig ist, wenn andere Verdienste haben, wertgehalten, hochgeschätzt, geachtet, geehrt, gefeiert werden, neidig, mißgünstig ist, der Eifersucht frönt.

    "Da ist wieder, Brahmane, irgendein Weib oder ein Mann nicht eifersüchtig: wenn andere Verdienste haben, wertgehalten, hochgeschätzt, geachtet, geehrt, gefeiert werden, ist er nicht neidig, nicht mißgünstig, frönt keiner Eifersucht. Da läßt ihn solches Wirken, also vollzogen, also vollbracht, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, auf gute Fährte geraten, in himmlische Welt; oder wenn er nicht dahin gelangt und Menschentum erreicht, wird er, wo er da neugeboren wird, viel vermögen. Das ist der Übergang, Brahmane, der zu viel vermögen führt, daß man da nicht eifersüchtig ist, wenn andere Verdienste haben, wertgehalten, hochgeschätzt, geachtet, geehrt, gefeiert werden, nicht neidig, nicht mißgünstig ist, keiner Eifersucht frönt.

    "Da wendet, Brahmane, irgendein Weib oder ein Mann Asketen oder Priestern keine Gabe zu, Speise und Trank und Kleidung, Wagen und Schmuck und duftende Salben, Lager und Obdach und Licht. Da läßt ihn solches Wirken, also vollzogen, also vollbracht, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, abwärts geraten, auf schlechte Fährte, zur Tiefe hinab, in höllische Welt; oder wenn er nicht dahin gelangt und Menschentum erreicht, wird er, wo er da neugeboren wird, wenig besitzen. Das ist der Übergang, Brahmane, der zu wenig Besitz führt, daß man da Asketen oder Priestern keine Gabe zuwendet, Speise und Trank und Kleidung, Wagen und Schmuck und duftende Salben, Lager und Obdach und Licht.

    "Da wendet wieder, Brahmane, irgendein Weib oder ein Mann Asketen oder Priestern Gaben zu, Speise und Trank und Kleidung, Wagen und Schmuck und duftende Salben, Lager und Obdach und Licht. Da läßt ihn solches Wirken, also vollzogen, also vollbracht, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, auf gute Fährte geraten, in himmlische Welt; oder wenn er nicht dahin gelangt und Menschentum erreicht, wird er, wo er da neugeboren wird, viel besitzen. Das ist der übergang, Brahmane, der zu viel Besitz führt, daß man da Asketen oder Priestern Gaben zuwendet, Speise und Trank und Kleidung, Wagen und Schmuck und duftende Salben, Lager und Obdach und Licht.

    "Da ist, Brahmane, irgendein Weib oder ein Mann trotzig und hochmütig, grüßt keinen, der Gruß verdient, erhebt sich vor keinem, vor dem man sich erheben soll, bietet keinen Sitz an wem ein Sitz gebührt, weicht auf dem Wege nicht aus wem auszuweichen ist, hält einen Wertzuhaltenden nicht wert, schätzt einen Hochzuschätzenden nicht hoch, achtet keinen Achtbaren, ehrt keinen Ehrwürdigen. Da läßt ihn solches Wirken, also vollzogen, also vollbracht, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, abwärts geraten, auf schlechte Fährte, zur Tiefe hinab, in höllische Welt; oder wenn er nicht dahin gelangt und Menschentum erreicht, wird er, wo er da neugeboren wird, niedrig gestellt sein. Das ist der Übergang, Brahmane, der zu niedriger Stellung führt, daß man da trotzig und hochmütig ist, keinen grüßt, der Gruß verdient, sich vor keinem erhebt, vor dem man sich erheben soll, keinen Sitz anbietet wem ein Sitz gebührt, auf dem Wege nicht ausweicht wem auszuweichen ist, einen Wertzuhaltenden nicht werthält, einen Hochzuschätzenden nicht hochschätzt, keinen Achtbaren achtet, keinen Ehrwürdigen ehrt.

    "Da ist wieder, Brahmane, irgendein Weib oder ein Mann nicht trotzig, nicht hochmütig, grüßt, wenn einer Gruß verdient, erhebt sich, wenn man sich vor einem erheben soll, bietet Sitz an wem ein Sitz gebührt, weicht auf dem Wege aus wem auszuweichen ist, hält einen Wertzuhaltenden wert, schätzt einen Hochzuschätzenden hoch, achtet einen Achtbaren, ehrt einen Ehrwürdigen. Da läßt ihn solches Wirken, also vollzogen, also vollbracht, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, auf gute Fährte geraten, in himmlische Welt; oder wenn er nicht dahin gelangt und Menschentum erreicht, wird er, wo er da neugeboren wird, hoch gestellt sein. Das ist der Übergang, Brahmane, der zu hoher Stellung führt, daß man da nicht trotzig, nicht hochmütig ist, grüßt, wenn einer Gruß verdient, sich erhebt, wenn man sich vor einem erheben soll, Sitz anbietet wem ein Sitz gebührt, auf dem Wege ausweicht wem auszuweichen ist, einen Wertzuhaltenden werthält, einen Hochzuschätzenden hochschätzt, einen Achtbaren achtet, einen Ehrwürdigen ehrt.

    "Da ist, Brahmane, irgendein Weib oder ein Mann einem Asketen oder einem Priester begegnet und erkundigt sich nicht: 'Was ist heilsam, o Herr, was ist unheilsam, was ist unrecht und was ist recht, was ist zu betreiben und was ist nicht zu betreiben? Was kann mir indem ich es tue lange zum Unheil und Leiden gereichen, und was kann mir wieder indem ich es tue lange zum Wohle, zum Heile gereichen?' Da läßt ihn solches Wirken, also vollzogen, also vollbracht, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, abwärts geraten, auf schlechte Fährte, zur Tiefe hinab, in höllische Welt; oder wenn er nicht dahin gelangt und Menschentum erreicht, wird er, wo er da neugeboren wird, unverständig sein. Das ist der Übergang, Brahmane, der zur Unverständigkeit führt, daß man da einem Asketen oder einem Priester begegnet und sich nicht erkundigt: 'Was ist heilsam, o Herr, was ist unheilsam, was ist unrecht und was ist recht, was ist zu betreiben und was ist nicht zu betreiben; was kann mir indem ich es tue lange zum Unheil und Leiden gereichen, und was kann mir wieder indem ich es tue lange zum Wohle, zum Heile gereichen.'

    "Da ist wieder, Brahmane, irgendein Weib oder ein Mann einem Asketen oder einem Priester begegnet und erkundigt sich: "Was ist heilsam, o Herr, was ist unheilsam, was ist unrecht und was ist recht, was ist zu betreiben und was ist nicht zu betreiben? Was kann mir indem ich es tue lange zum Unheil und Leiden gereichen, und was kann mir wieder indem ich es tue lange zum Wohle, zum Heile gereichen?' Da läßt ihn solches Wirken, also vollzogen, also vollbracht, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, auf gute Fährte geraten, in himmlische Welt; oder wenn er nicht dahin gelangt und Menschentum erreicht, wird er, wo er da neugeboren wird, wissensmächtig sein. Das ist der Übergang, Brahmane, der zur Wissensmacht führt, daß man da einem Asketen oder einem Priester begegnet und sich erkundigt: "Was ist heilsam, o Herr, was ist unheilsam, was ist unrecht und was ist recht, was ist zu betreiben und was ist nicht zu betreiben; was kann mir indem ich es tue lange zum Unheil und Leiden gereichen, und was kann mir wieder indem ich es tue lange zum Wohle, zum Heile gereichen.'

    "So läßt denn, Brahmane, der Übergang, der zu kurzem Leben führt, kurzlebig werden; der Übergang, der zu langem Leben führt, langlebig werden; der Übergang, der zu Gebresten führt, bresthaft werden; der Übergang, der zu Rüstigkeit führt, rüstig werden; der Übergang, der zur Unschönheit führt, unschön werden; der Übergang, der zur Anmut führt, anmutig werden; der Übergang, der zu wenig vermögen führt, wenig vermögend werden; der Übergang, der zu viel Vermögen führt, viel vermögend werden; der Übergang, der zu wenig Besitz führt, wenig besitzend werden; der Übergang, der zu viel Besitz führt, viel besitzend werden; der Übergang, der zu niedriger Stellung führt, niedrig gestellt werden; der Übergang, der zu hoher Stellung führt, hoch gestellt werden; der Übergang, der zur Unverständigkeit führt, unverständig werden; der Übergang, der zur Wissensmacht führt, wissensmächtig werden. Eigner der Werke, Brahmane, sind die Wesen, Erben der Werke, Kinder der Werke, Geschöpfe der Werke, Knechte der Werke: das Werk scheidet die Wesen ab, nach Verkommenheit und Vorzüglichkeit."

    Nach dieser Rede sprach Subho der junge Brahmane, der Sohn Todeyyos, zum Erhabenen also:

    "Vortrefflich, o Gotamo, vortrefflich, o Gotamo! Gleichwie etwa, o Gotamo, als ob einer Umgekehrtes aufkehrte, oder Verborgenes enthüllte, oder Verirrten den Weg wiese, oder Licht in die Finsternis brächte: 'Wer Augen hat wird die Dinge sehn': ebenso auch ist von Herrn Gotamo die Lehre gar mannigfach dargelegt worden. Und so nehm' ich bei Herrn Gotamo Zuflucht, bei der Lehre und bei der Jüngerschaft: als Anhänger möge mich Herr Gotamo betrachten, von heute an zeitlebens getreu.

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    Macht auf mich den Eindruck, als ginge es um Wiedergeburt.

  • Die meisten Menschen werden als Tier, Hungergeist oder Höllenwesen wiedergeboren!

    • Blinky
    • 5. Dezember 2018 um 09:26
    Doris:
    [lz]

    Was jene umtreibt, die anderes behaupten? Ist mir egal. Ich halte mich von denen fern.

    [/lz]

    wenn es dir egal ist, warum hältst du dich dann von ihnen fern?

    Weil mich deren Motive genausowenig interessieren, wie deren Gesellschaft.

  • Die meisten Menschen werden als Tier, Hungergeist oder Höllenwesen wiedergeboren!

    • Blinky
    • 5. Dezember 2018 um 06:11
    Sungi:

    Der Pali Kanon und auch Mahayana-Sutren sind voll mit Lehren über Wiedergeburt, warum sagen so viele trotzdem, dass der Buddha das nicht gelehrt hat?

    Zwei Dinge hat Buddha gelehrt: Wiedergeburt und Befreiung von der Wiedergeburt. Denn was ist Befreiung von Leid schon anderes als Befreiung von Wiedergeburt?

    Was jene umtreibt, die anderes behaupten? Ist mir egal. Ich halte mich von denen fern.

  • Wut

    • Blinky
    • 22. November 2018 um 19:08
    Sherab:

    Natürlich gibt es noch andere Beispiele. Manchmal beobachte ich die Wut auch nur im Geiste, merke wie sie sich im Laufe der Zeit verändert und schließlich verschwindet 8)

    Das hab ich auch schon getan. Man kann beobachten, wie die Wut einem das geistige Gesichtsfeld verengt, die Kehle immer enger wird usw.

    Eine gute Übung, um Emotionen zu analysieren, sich ihrer destruktiven Kraft bewusst zu werden und einen heilsamen Umgang damit zu entwickeln.

  • Wiedergeburt, aber von was?

    • Blinky
    • 22. November 2018 um 09:43

    Versteht ihr hier denn Wiedergeburt im wörtlichen Sinn? Mit allem, was da so an esoterischem Ballast dran hängt, wie Karma und dass es negative Auswirkungen aufs nächste Leben hat und so?

  • Minimalismus im Buddhismus

    • Blinky
    • 20. November 2018 um 19:50

    Jepp, mach ich auch selber, so spar ich mir den Weg zum Frisör. :grinsen:

  • Minimalismus im Buddhismus

    • Blinky
    • 20. November 2018 um 17:32
    Schneelöwin:

    Unabhängig von einem CEO ist die Idee für jeden Tag ein neues Outfit zu haben grundsätzlich gut; dumm nur, falls mal die Waschmaschine streikt:grinsen:

    Ich brauche meine Frisur, Blinky; damit man meine Segelohren nicht sieht.8)

    Außerdem können Haare im Winter auch wärmen. Z.B. könnte man sich auch nur einen Zopf binden, dann spart man sich das schneiden.


    Stimmt, im Winter ist's bisschen kalt am Kopf. Habe ich vorhin, als ich draußen war, gemerkt. Muss mal die Mützen suchen. :)

  • Nicht-Ich und Wiedergeburt

    • Blinky
    • 20. November 2018 um 17:27

    Doris

    Ich glaube, du willst trollen. Wie in dem anderen Thema zu Nydahl. Trolle soll man ja bekanntlich nicht füttern. Daher schreib ich ab jetzt nur noch, wenn es zum Thema passt und begnüge mich ansonsten damit, still mitzulesen.

    Alles Gute dir.

  • Minimalismus im Buddhismus

    • Blinky
    • 20. November 2018 um 17:12

    Apropos Minimalismus: schneiden sich welche von euch auch die Haare kurz? Ich mach das schon ziemlich lange, eigentlich seitdem ich angefangen habe, mich mit Buddhismus zu befassen. Ich brauche dann keine Zeit mehr für die Frisur aufwenden, was ziemlich praktisch ist. :grinsen:

  • Nicht-Ich und Wiedergeburt

    • Blinky
    • 20. November 2018 um 16:44
    Doris:

    dass er verschwörungtheoretiker ist, antisemitische verschwörungen verbreitet, affen als kreuzung von mensch und tier betrachtet, einstein als lügner sieht, anhänger rechter finanzideologien ist, impfgegener und noch so mehr dinge auf lager hat, ist dir egal?

    und dass er von seiner "religion" leben möchte, ist dir auch egal?

    um sein dasein als schlagersänger geht es dabei gar nicht.

    Da ist jetzt wieder ein ganzer Haufen Etiketten dabei. Aber wie schon gesagt, ich bin kein Fan davon. Man kann ja immer über einzelne Aussagen diskutieren, was nicht notwendigerweise bedeutet, dass man ihnen zustimmt, aber dann bitte konkret und nicht irgendwas in den Raum werfen. Was genau macht ihn denn deiner Meinung nach zum Verschwörungstheoretiker? Was genau sagt er über Einstein? Was verstehst du unter "rechter Finanzideologie"?

    Ich hab mich übrigens das letzte Mal vor 13 Jahren impfen lassen und bin seitdem nie mehr krank geworden, nicht mal eine leichte Erkältung. Cool, oder? Macht mich das jetzt auch zum Impfgegner?

    Menschen geben viel von sich, wenn der Tag lang ist und mir ist tatsächlich vieles davon schnuppe, was ich so mitbekomme. Wenn ich jedes Mal getriggert wäre, weil irgendwer irgendwas gesagt hat, dann käme ich wohl kaum noch zu was anderem außer permanent getriggert zu sein.

    Für weitere Ausführungen bezüglich C. Anders Aussagen dann bitte aber ein eigenes Thema. Das wird sonst zu OT hier.

  • Nicht-Ich und Wiedergeburt

    • Blinky
    • 20. November 2018 um 16:10
    Doris:

    ist dir denn nach ein paar sätzen nicht aufgefallen, dass er einen schlag hat?

    dass das krude ist, was er von sich gibt?

    und wie er spricht, mimik, tonfall? allein da muss man aufmerken.

    man kann auch ein wenig googeln, um wen es sich handelt, wenn man jemanden auf youtube findet. so bequem an informationen zu gelangen wie heute, hatte es die menschheit noch nie.

    aber eigentlich müssten bei so einer person schon ein paar sätze genügen …

    Jeder hat eben so seine Art sich zu geben. Manche sind auch einfach extrovertierter. Ich wusste ja schon, dass er Schlagersänger ist, aber das ist für das Thema Religion usw. doch irrelevant. Jeder muss schließlich von irgendwas leben. Menschen aufgrund fremder Meinungen vorzuverurteilen, ist nicht mein Ding. Ich muss auch nicht mit allem was er sagt einverstanden sein, aber ich erkenne durchaus, wenn etwas für mich nützlich ist. Dann ist es doch egal, von wem es kommt. Glaube, Buddha oder der Dalai Lama hat auch mal sowas in der Richtung gesagt.

  • Nicht-Ich und Wiedergeburt

    • Blinky
    • 20. November 2018 um 15:38

    Doris

    Ich habe "Buddhismus + Keuschheit" bei YouTube eingegeben, weil ich wissen wollte, wie Buddhisten über Enthaltsamkeit denken und da war dann sein Kanal. Sogar relativ weit oben. Habe dann ein wenig in seinen Videos gestöbert und mir ein paar Vorträge angehört.

    Zu seiner Lehre will ich nichts sagen, ich hab schlicht keine Lust immer allem ein Etikett aufzudrücken.

  • Minimalismus im Buddhismus

    • Blinky
    • 20. November 2018 um 11:44
    Schneelöwin:

    was sind denn erfolgreiche CEOs genau?

    Leute wie Zuckerberg oder Elon Musk. :grinsen:

  • Minimalismus im Buddhismus

    • Blinky
    • 20. November 2018 um 10:39
    Schneelöwin:

    Ich sehe den Minimalismus mehr und mehr auch bei mir.

    Nur bei Kleidung scheint dieses Gespür sich taub zu stellen:nohear:

    Bei Kleidung lebe ich mittlerweile auch den minimalistischen Ansatz. :grinsen:

    Ich bin durch Mark Zuckerberg drauf gekommen. Der trägt nämlich immer dasselbe Outfit, aber hat für jeden Tag eines davon im Kleiderschrank. Das machen wohl viele erfolgreiche CEOs so, weil sie keine Energie auf unwichtige Entscheidungen der Art "Was zieh ich heute an?" verschwenden wollen.

  • Minimalismus im Buddhismus

    • Blinky
    • 19. November 2018 um 12:52

    Ich besitze nur noch, was ich auch benutze. Bin mit den Jahren genügsam geworden. Wenn ich etwas nicht mehr benutze, gebe ich es weg. So komme ich nicht in die Situation, Dinge zu horten. Ob das jetzt daran liegt, dass ich mich für Buddhismus interessiere, keine Ahnung.

  • Nicht-Ich und Wiedergeburt

    • Blinky
    • 18. November 2018 um 19:07
    pops:

    Gewissermassen greift das Begehren nach den Dingen. Das greifen und anhängen wird in der Lehre des Buddha prozesshaft dargestellt. Das Greifen selbst ist eine (Fehl-) Identifikation.

    Vielen Dank. Jetzt ergibt es nämlich Sinn für mich. Wenn das Greifen selbst Ursache für neues Entstehen ist. Es bleibt ja auch nichts anderes übrig, denn wo nichts ist, was greifen kann, kann auch nichts ergriffen werden.

  • Nicht-Ich und Wiedergeburt

    • Blinky
    • 18. November 2018 um 17:25
    jianwang:

    siehst Du, wieso ich sagte, du solltest es ERKENNEN …. nicht intellektuelles Zeugs schreiben. Denn das "Mein" und "Ich" des Buddhismus hat nichts mit dem körperlichen zu tun.

    Unter "Mein" verstehe ich das Ergreifen nach etwas und unter "Ich" die Identifikation mit dem wonach gegriffen wird.

    Was aber wiederum die Frage aufwirft, "was" greift denn da nun genau nach dem "Mein" und "was" identifiziert sich mit "Ich"? Ist es das Ego und wird im Buddhismus zwischen Ego und Ich unterschieden?

  • Nicht-Ich und Wiedergeburt

    • Blinky
    • 18. November 2018 um 15:16
    pops:
    Blinky:

    Wenn ich von Metaphysik rede, meine ich jene Theorien, welche ein Erfahrungsspektrum zum Gegenstand haben, das Jenseits des menschlich erfahrbaren Spektrums liegt.

    Theorien sind ja für Menschen. Wo Menschen sind, kann nur menschliche Erfahrung sein. Eine Theorie, die sich nicht auf die Erfahrung stützt, ist gewissermassen nicht möglich.

    Es ist aber möglich, dass man sich auf Erfahrungen stützend inkonsequent weiter denkt. Auch ist es möglich, dass man Erfahrungen falsch deutet.

    Immanuel Kant sagt (in meinen Augen passenderweise), dass jeder gvewissermassen eine eigene Metaphysik baut. Es läge sozusagen in der Natur des eitlen Verstandes, über sich selbst hinausschiessen zu wollen, in der Begründung seiner selbst.

    Inkonsequent denken heisst zB doppelte Bedeutungen der Begriffe nicht sehen, und unbesehen dieser zweifachen Benutzung zu Folgerungen aufzustellen. Diese Folgerungen sind dann aber nicht sicher.

    Wenn man Verlangen als eine absolute Konstante des Daseins auffasst, also das Verlangen als etwas auffasst, was den Körper erst möglich macht, und dann schreibt, dass es möglich ist dieses absolute Verlangen zu überwinden, dann ist es inkonsequent, zu sagen: wenn dieses Verlangen überwunden wurde, könnte es erneut erscheinen. So habe ich deine Erklärung der Erklärungen Christian Anders aufgefasst. Ich fand mein einfaches Beispiel, um hier die Inkonsequenz aufzuzeigen passend: Wenn man sagt, da ist kein Geld in der Hostentasche, dann macht diese Aussage keinen Sinn mehr, wenn man weiterhin behauptet, es wäre doch Geld in der Hosentasche.

    Denken ist Denken. Konsequenz. Es gibt einfachere Gegenstände des Denkens, sowie auch kompliziertere. Aber es ist da kein Unterschied in dem Ding "konsequent Denken". Nur über eine solche Konsequenz sind DenkErkenntnisse möglich.

    Wenn man (auch als Wissenschaftler) sagt: Alles (über die Sinne) erfahrbare hat eine Ursache, und dann eine letzte Ursache behauptet, die selber keine Ursache haben soll, dann ist das nicht konsequent, sondern willkürlich.

    Wenn Abwesenheit von allem ist, ist da keine Möglichkeit einer Ursache. Das ist konsequentes Denken.

    Wenn man sich dieser Erfahrung (wie Denken nur funktionieren kann) entzieht, die Natur des Denkens sozusagen ignoriert bei der Vorstellungsbildung über die Ursachen der Welt und des Daseins (auch bei der "metaphysischen" Spekulation) kommt man zu Aussagen, die gut und sicher in Frage gestellt werden können von einer Position aus, die diesen Fakt der DenkErfahrung (ein Fakt der Empirie!) nicht ignorieren.


    :earth:

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    Klingt logisch für mich. Ich denke, dass solche Theorien, wie die von C. Anders, die sich irgendwo noch ein Hintertürchen offen halten, vielleicht Ausdruck von Vernichtungsangst sind. Da ist vielleicht doch noch Anhaftung an ein Selbst, weshalb der Verstand dann solche Konstrukte kreiert, die die Möglichkeit einer ewigen unzerstörbaren Wesenheit dann doch wieder beinhalten. Ich will das aber nicht beurteilen, ob jetzt Buddha recht hat oder er, oder gar keiner von beiden. Buddha war auch nur ein Mensch, ihm stand das gleiche Spektrum an Erfahrungen zur Verfügung wie uns anderen auch und er konnte nur aus diesem Spektrum heraus zu Schlussfolgerungen gelangen. Wer weiß, vielleicht sterben die Menschen, ihr relatives Bewusstsein löst sich auf und sie erkennen dann, dass sie doch so eine Wesenheit sind, wie sie C. Anders beschreibt.

    Anderes Beispiel: Versuche einem Ungeborenen im Mutterleib unsere Welt verständlich zu machen, das Ungeborene wird es nicht begreifen denn sein Erfahrungsspektrum liegt vollkommen außerhalb unseres eigenen und kann nur durch Geburt erlangt werden.

  • Nicht-Ich und Wiedergeburt

    • Blinky
    • 18. November 2018 um 12:39
    jianwang:

    Versuche zu erkennen, was es bedeutet .. dieses "ICH" und vor allen Dingen das "MEIN", welches dem "ICH" vorausgeht.

    Nur als Tip : Kontrolle

    _()_

    Ich denke, dass ich das verstanden habe.

    Wenn die Daseinsgruppen beim Sterben des Körpers auseinanderfallen, endet auch das Bewusstsein und mit ihm alle Wahrnehmungen. Wo kein Bewusstsein ist, können auch keine Vorstellungen wurzeln. Somit hat vielleicht jemand, dem es schon zu Lebzeiten gelingt, die Vorstellung von "Ich" loszulassen einen leichten Tod, während der, der noch am Ich festhält leidet und einen schweren Tod hat. Aber eigentlich ist das unerheblich, da sich auch beim Anhaftenden die Daseinsgruppen auflösen. Nirvana wird ja manchmal auch mit "verlöschen" übersetzt. Also jener Punkt, wo alle Daseinsgruppen auseinandergefallen sind und kein Bewusstsein mehr stattfindet.

  • Nicht-Ich und Wiedergeburt

    • Blinky
    • 17. November 2018 um 23:33
    pops:

    Was ist denn "metaphysisch"? Wenn nicht eine Spekuliererei über einen Anfang und eine Beschaffenheit einer vorgestellten absoluten Wirklichkeit.

    Wenn man sagt: es gibt das, dass eine Sache nicht mehr da ist. Zugleich aber sagt, dass diese Sache doch da ist, dann ist da ein Selbstwiderspruch. So kann keine Theorie funktionieren.

    Den "Urgrund" des Daseins hatte der Buddha klar benannt mit den NichtWissen.

    --

    Vielleicht kann man sagen, dass Dasein etwas mit einer Verwechslung zu tun hätte. Eine Verwechslung, die möglich ist, weil Nibbana möglich ist. Aber die Verwechslung ist dann für den gesprochen, der erwachen soll nicht in Abhängigkeit zu Nibbana, sondern in Nichtabhängigkeit zu Nibbana und Abhängigkeit zu Nichtwissen.


    :sunny:

    Alles anzeigen

    Wenn ich von Metaphysik rede, meine ich jene Theorien, welche ein Erfahrungsspektrum zum Gegenstand haben, das Jenseits des menschlich erfahrbaren Spektrums liegt.

    Die Behauptung, es gäbe einen sogenannten Urgrund ist erst einmal nur das. Eine Behauptung. Ich weiß nicht, wie Herr Anders zu dieser Einsicht gelangte. Ich habe nicht die Möglichkeit, seine Behauptung zu prüfen, weil ich nicht die Möglichkeit habe, über mein eigenes Erfahrungsspektrum hinauszugehen. Daher kann ich ihm weder zustimmen, noch die Behauptung widerlegen. Ich verspüre aber auch keinen Drang dazu, das eine oder andere zu tun. Ich höre einfach zu und sehe es als ein Erklärungsmodell unter vielen. In einem Buch habe ich gelesen, dass der Buddha gesagt haben soll, dass man sich nicht den Kopf über solche Dinge zermartern soll, denn darüber könne man verrückt werden, da man endlos diskutieren könne ohne jedoch zu einem befriedigenden Ergebnis zu kommen. Ich versuche, mich nicht in solchen Diskussionen zu verlieren und bleibe lieber im Hier und Jetzt. Die menschliche Erfahrung steht uns nur eine relativ kurze Zeit zur Verfügung. Wir werden früher oder später alle erfahren ob da was ist oder nicht. Für den Moment begnüge ich mich einfach damit, am Leben zu sein. Und ich gebe auch zu, dass mir viele buddhistische Theorien einfach noch zu hoch sind. :grinsen:

    Das ist aber für mich okay. Ich muss nicht alles verstehen. Ich folge einfach Buddhas Empfehlung und picke mir das raus, was ich gebrauchen kann.

    Alephant

    Nachtrag: Ich habe gerade gemerkt, dass wir zwar den gleichen Begriff nutzen, ihn aber anscheinend unterschiedlich interpretieren. Du verstehst unter "Urgrund" so etwas wie Ur-Ursache? Ich glaube, Herr Anders benutzt dieses Wort im Sinne von "Boden" oder eben "Grund". Dem Ur-Grund, dem alle Wesen entstammen und zu dem sie wieder zurückkehren um sich erneut in die Materie zu stürzen. Achja, die Wörter und ihre vielen Bedeutungen. :)

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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