1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhismus
  3. Allgemeines zum Buddhismus

Buddhas Lehre

  • accinca
  • 29. Juni 2018 um 13:51
  • Zum letzten Beitrag
  • Alephant
    Reaktionen
    1.215
    Punkte
    21.110
    Beiträge
    3.927
    Mitglied seit
    26. April 2011
    Geburtstag
    1. April 1980 (46)
    • 30. Juni 2018 um 01:05
    • #26
    kilaya:

    Viele spirituelle Traditionen erzählen die Geschichte von blinden Männern und dem Elefanten. Ist es nicht verräterisch, dass wir uns selten selbst als einer der Blinden ansehen? Wir ziehen es vor, uns als diejenigen zu sehen, die sich das armselige Gezänk der Sehbehinderten anschauen. Es hat jedoch etwas Demütigendes, anzuerkennen, wie leicht wir in diese Art der verblendeten Gewissheit und des Standpunkte Einnehmens hineingezogen werden können, und zwar auf der Grundlage unserer Anhaftung an Ansichten und Meinungen. Wir sind uns so gewiss: „Dies ist keine Meinung – es ist eine Tatsache!“

    Ajahn Amaro - Die Ausgewogenheit zwischen Arahat und Bodhisattva ~Artikel

  • kilaya
    Gast
    • 30. Juni 2018 um 02:38
    • #27

    Ich finde Du verrennst Dich da... Jemand kann sowohl einen Haufen wertvolle Dinge vermitteln und trotzdem hochmütig sein und andere abwerten. Gerade das Ausmaß an Wissen, das andere nicht haben, kann hochmütig machen.

    accinca hat in seiner ganzen Aktivität hier im Forum niemals Respekt anderen Meinungen gegenüber gezeigt, und dem Mahayana gegenüber schon gar nicht. Aus seiner Sicht ist Mahayana kein Buddhismus, und das tut er abwertend bei jeder Gelegenheit kund. Und genau die Verständigung zwischen Mahayana und Theravada, die in dem Text von Ajahn vermittelt wird, ist der Grund warum ich seinen Artikel verlinkt habe.

    Diese Verständigung zwischen Mahayana und Nicht-Mahayana ist zwischen accinca und jeglicher Sichtweise als seiner eigenen schlicht nicht möglich. Das ist ohne grosse Interpretation einzuschätzen, dafür hat er sich in den Jahren und in der Masse seiner Beiträge hier klar und deutlich unveränderlich gezeigt.

    Ich bezeichne ihn als hochmütig, weil er seine eigene Interpretation über jede andere Sichtweise stellt. Im Unterschied dazu respektiere ich jede Sichtweise an und für sich, das Einzige was ich nicht respektiere ist Abwertung und Intoleranz.

    Ich weiss nicht, ob ich blind bin oder sehend. Ich weiss aber, dass ich den ganzen Elefanten sehen WILL und nicht nur seinen Rüssel. accinca - um im Bild zu bleiben - ist perfekter Wissender über den Rüssel, aber lehnt ab, dass es einen ganzen Elefanten hinter dem Rüssel geben könnte. Vielleicht weiss ich so gut wie nichts über den Rüssel, ausser dass es die Nase des Elefanten ist und ihm in ganz besonderer Weise zueigen ist.

    Würden die, die das ganze Bild sehen aber nicht die Details kennen, und die, die die Details über einzelne Teile kennen aber das ganze Bild nicht sehen, zusammenwirken, statt sich in armseligem Gezänz zu erschöpfen, hätten alle mehr davon.

  • Alephant
    Reaktionen
    1.215
    Punkte
    21.110
    Beiträge
    3.927
    Mitglied seit
    26. April 2011
    Geburtstag
    1. April 1980 (46)
    • 30. Juni 2018 um 03:32
    • #28
    kilaya:

    Das Einzige was ich nicht respektiere ist Abwertung und Intoleranz.

    Aber es ist doch so, dass man eine Abwertung auch nur bedingt so wahrnehmen kann. Und gerade bei solchen Themen ist die Sensibilität halt besonders groß. Da kann man doch nicht von sich erwarten, dass man sicher eine so gemeinte Abwertung erkennt.

    Da muss man sich doch auch mal hinterfragen. Oder man kann es äussern, dass es verletzend ist. Denn das ist es ja was gemeint wird. Man fühlt sich verletzt. Und man will Bestimmtes nicht mehr oder nicht. Wieso fällt es so schwer es so zu sagen? Man kann auch darum bitten. "Lasse mich bitte in meinem Kosmos allein." Man kann jemanden auf ignorieren stellen.

    Es hilft halt nicht, so grosse ultimative Sachen draus zubasteln: Da ist jemand so oder so und darum sagt der das. Genau das ist ja eben auch nicht buddhistisch. Es ginge darum, zu verstehen. Einerseits die eigenen Verletzungen. Andererseits die Sicherheit mit der anscheinend immer wieder Dinge ausgesprochen werden, die einen selbst offensichtlich verletzen, zumindest im dem Sinne, dass man da schon wieder eine Abwertung spürt.

    Ich hab extra nochmal unter "hochmütig" nachgeschlagen - also ich möchte so nicht bezeichnet werden, und ich finde es auch generell nicht gut, persönlich zu werden. Nicht im Sachlichen zu bleiben.

    Mit persönlich werden meine ich: einen Menschen zu konstruieren. Hier sehe ich zB eine Grenze. Nicht: Haltungen benennen, die man wahrnimmt, oder einen Menschen, wie er sich einem zeigt, sondern zu sagen wie jemand ist und was jemand will. Ohne den Zusatz: meiner Meinung nach. Und weil ich das hier selber in den letzten Tagen erlebt habe, möchte ich mich hierzu auch so fest dazu äussern.

    Vielleicht ist es so, dass du dich einmal verrannt hast. Das passiert uns aber allen die ganze Zeit. Das ist ja das Dilemma.

    Ich habe in dem Fall keine Abwertung gesehen. Wohl aber, dass dies so empfunden werden kann.


    :sunny:

  • accinca
    Themenautor
    Reaktionen
    706
    Punkte
    57.021
    Beiträge
    11.216
    Mitglied seit
    31. Dezember 2007
    • 30. Juni 2018 um 05:23
    • #29
    kilaya:

    Dabei wäre dieser Text geeignet, eine Basis zu finden, auf der dieser Dauerstreit zumindest auf Basis eines grundlegenden Respekts für die Überzeugung anderer beendet werden könnte.

    Erstens verstehe ich nicht wieso Menschen mit unterschiedlicher Überzeugung

    in einer Sache gleich einen "Streit" daraus machen müßten und zweitens ist das

    ja gerade das Manko dieses Textes das er keinerlei Lösung in der Sache bringt.

    Das Ziel der vom Buddha dargelegten Lehre zu ändern, welchen Sinn sollte das machen?

    Und dieses Ziel liegt nicht darin in ferner Zukunft selber ein Buddha zu werden sondern

    darin Befreiung vom Leiden zu erlangen so schnell es eben geht. Wenn das darin betont

    worden wäre hätte der Text einen Sinn gemacht der eines Mönches im Orden des

    Buddha würdig gewesen wäre.

  • Monikamarie
    Reaktionen
    7.192
    Punkte
    47.236
    Beiträge
    7.960
    Mitglied seit
    2. Oktober 2025
    Wohnort
    Hamburg
    Buddh. Richtung
    Theravada
    Geburtstag
    21. November 1948 (77)
    • 30. Juni 2018 um 09:21
    • #30
    pops:
    kilaya:

    Hochmut...

    Es muss keiner gleich hochmütig sein, nur weil er einen Autoren nicht kennen möchte.

    Genau darum geht es doch in deinem Text kilaya! Emotionen! Anhaftungen! Du schätzt diesen Text, du hälst ihn für wertvoll.

    Es muss nicht sein, jemanden HochMut zu unterstellen, wenn jemand einen bestimmten Text eines bestimmten Autors nicht braucht und das äussert.

    Genau das steht in deinem Text.

    Nun muss ich doch mal einsteigen. Was und wie Accinca schreibt empfinde ich auch als hochmütig. Zumindest kommt es so rüber:

    accinca:

    Ich glaube nicht das ich das wissen muß.

    Wenn man ernsthaft diskutieren will, sollte man sich schon intensiver damit befassen. Alles andere ist nur eine Bestätigung für andere, dass Theravadins - außer offenbar Ajahn Amaro u.a. - stur sind. Also ohne Hintergrundwissen immer auf sein vermeintliches Wissen zu pochen halte ich für unseriös.

    _()_

  • SPK
    Reaktionen
    223
    Punkte
    2.763
    Beiträge
    495
    Einträge
    4
    Mitglied seit
    1. Juli 2016
    • 30. Juni 2018 um 09:43
    • #31

    Accinca hat halt accincatypischen Charakter und den kann man lesen wie man möchte. Aber wenns so weitergeht, dann sind hier eh bald nur noch die übrig, die sich gegenseitig bestätigen. Ist auch eine Art von Frieden.

    Einmal editiert, zuletzt von SPK (30. Juni 2018 um 09:51)

  • accinca
    Themenautor
    Reaktionen
    706
    Punkte
    57.021
    Beiträge
    11.216
    Mitglied seit
    31. Dezember 2007
    • 30. Juni 2018 um 09:51
    • #32
    Zitat

    Nun muss ich doch mal einsteigen.

    Was und wie Accinca schreibt empfinde ich auch als hochmütig.

    Zumindest kommt es so rüber:

    accinca: Ich glaube nicht das ich das wissen muß.

    Ohne es hinein zu interpretieren kommt da auch kein Hochmut rüber.

    Warum sollte ich auch Dinge wissen von denen ich nicht viel halte

    und die mich darüber hinaus auch nicht tangieren noch zu einer

    Lösung der hier besprochenen Auffassungen taugen?

  • Turmalin 1
    Reaktionen
    722
    Punkte
    16.647
    Beiträge
    3.135
    Mitglied seit
    22. Dezember 2012
    • 30. Juni 2018 um 10:03
    • #33
    Spock:

    Aber wenns so weitergeht, dann sind hier eh bald nur noch die übrig, die sich gegenseitig bestätigen. Ist auch eine Art von Frieden.

    Das finde ich ist der entscheidende Punkt. Die besagte Art von Frieden ist auch Frieden. Also ab in die jeweiligen Untergruppen. Oder die Sangha der eigenen Richtung im echt-Leben.

    Das ganze Theater zeigt hier nur, dass es gut ist wenn ein Lehrer anwesend ist. Traurig aber wahr scheinbar kann ich einen Kindergärtner doch ganz gut gebrauchen. :lol:

    sorry @kilaya für meine fehlenden Likes auf deinen letzten Beiträgen. Hab ich nicht gemacht weil das kanns einfach nicht sein: Gegeneinander-Debatte Theravadins-Mahayanis. Alle Posts von Theravadins werden von anderen Theravadins geliket, alle Posts von Mahayanis werden von anderen Mahayanis geliked.

    Automatisches Verhalten aufgrund eines Streits, der, wie ich grade gelernt habe, seit zweitausend Jahren besteht.....

    Einmal editiert, zuletzt von Turmalin 1 (30. Juni 2018 um 10:11)

  • SPK
    Reaktionen
    223
    Punkte
    2.763
    Beiträge
    495
    Einträge
    4
    Mitglied seit
    1. Juli 2016
    • 30. Juni 2018 um 10:10
    • #34

    Ja, is n Kindergarten. Entspannung hilft. :)

  • Turmalin 1
    Reaktionen
    722
    Punkte
    16.647
    Beiträge
    3.135
    Mitglied seit
    22. Dezember 2012
    • 30. Juni 2018 um 10:16
    • #35
    Spock:

    Ja, is n Kindergarten. Entspannung hilft. :)

    uund auf einmal ist gar nichts mehr leer.:lol: Das sind alles Erfahrungen von denen man glaubt, dass sie sehr real sein. Krasse Subjekt-Objekt Dualität wird erlebt.

    Man muss sich mal klar machen, um WAS wir uns hier streiten. Fühle mich an einen facebook Post von Homer Simson erininnert, der ein Buch verkehrt rum las mit dem Titel: "Am I disabled?" ... Will hier keinem zu nah treten, beziehe das hauptsächlich auf mich.

  • SPK
    Reaktionen
    223
    Punkte
    2.763
    Beiträge
    495
    Einträge
    4
    Mitglied seit
    1. Juli 2016
    • 30. Juni 2018 um 10:19
    • #36

    Man muss schon etwas disabled sein um im BL "rumzuhängen". Ich beziehe das auch nicht auf andere.:rose:

  • Turmalin 1
    Reaktionen
    722
    Punkte
    16.647
    Beiträge
    3.135
    Mitglied seit
    22. Dezember 2012
    • 30. Juni 2018 um 10:25
    • #37
    Spock:

    Man muss schon etwas disabled sein um im BL "rumzuhängen".

    Mach ich auch nur weil ich mein echtes Leben grad mal wieder beim besten Willen nicht auf Reihe kriege.

    ok, blue fluffy unicorn, schade mit dir wär ich klar gekommen aber ich glaub ich häng wieder in der geschlossenen Gruppe ab.

  • accinca
    Themenautor
    Reaktionen
    706
    Punkte
    57.021
    Beiträge
    11.216
    Mitglied seit
    31. Dezember 2007
    • 30. Juni 2018 um 10:32
    • #38
    Turmalin:

    Automatisches Verhalten aufgrund eines Streits, der, wie ich grade gelernt habe, seit zweitausend Jahren besteht.....

    Wenn das mal stimmt und nicht doch viel jünger ist.

    Man muß ja auch berücksichtigen das die Kontakte

    und Informationen zwischen den Gebieten sicher viel

    spärlicher waren als es heute möglich ist.

  • SPK
    Reaktionen
    223
    Punkte
    2.763
    Beiträge
    495
    Einträge
    4
    Mitglied seit
    1. Juli 2016
    • 30. Juni 2018 um 10:36
    • #39
    Turmalin:

    Mach ich auch nur weil ich mein echtes Leben grad mal wieder beim besten Willen nicht auf Reihe kriege.

    ok, blue fluffy unicorn, schade mit dir wär ich klar gekommen aber ich glaub ich häng wieder in der geschlossenen Gruppe ab.

    Ich wünsch dir viel Kraft und vergiss nicht dir ab und zu was gutes zu tun (oder praktizier mit Nils und mir mit). Gelingen! :)

  • Turmalin 1
    Reaktionen
    722
    Punkte
    16.647
    Beiträge
    3.135
    Mitglied seit
    22. Dezember 2012
    • 30. Juni 2018 um 10:43
    • #40
    Spock:

    oder praktizier mit Nils und mir mit). Gelingen! :)

    Shamatha :rad:

  • Alephant
    Reaktionen
    1.215
    Punkte
    21.110
    Beiträge
    3.927
    Mitglied seit
    26. April 2011
    Geburtstag
    1. April 1980 (46)
    • 30. Juni 2018 um 10:49
    • #41
    Monikadie4.:
    accinca:

    Ich glaube nicht das ich das wissen muß.

    Wenn man ernsthaft diskutieren will, sollte man sich schon intensiver damit befassen. Alles andere ist nur eine Bestätigung für andere, dass Theravadins - außer offenbar Ajahn Amaro u.a. - stur sind. Also ohne Hintergrundwissen immer auf sein vermeintliches Wissen zu pochen halte ich für unseriös.

    _()_

    Bei den vielfältig geäusserten Meinungen hier ist es für mich gut, klar zu erkennen, dass es das immer wieder einen gibt, den das alles gar nicht schert. Oder besser: dass sich da eher nur um eine Sache geschert wird.

    Hier sagt doch einer nur, dass er das nicht wissen muss. Das heisst doch nicht, dass es schlecht ist. Und das wird auch nicht behauptet. Im Gegenteil: hier wird nicht formuliert: du bist so und darum hast du die "dumme" Meinung, dass du diesen Text nicht lesen musst. Oder: Lese diesen Text nicht, er ist schlecht. Oder oder oder oder. Ich finde so eine Sprach sehr hilfreich. Und ich weiß genau, wenn da Verletzungen sind, dann suche ich lieber mal bei mir. Als dort woanders was zu vermuten. Das kann ich ja im nächsten Schritt immernoch tun, wenn ich bei mir nicht fündig geworden bin. Aber gerade hier ... bin ich und nur durch so eine authentische Haltung immer wieder "fündig" geworden.

    Und bei Nachfrage gibt es da immer gute Erläuterungen!

    Heisst jetzt aber nicht, dass ich mit dir streiten will, liebe Monika ;)


    :sunny:

  • Raphy
    Reaktionen
    438
    Punkte
    7.668
    Beiträge
    1.430
    Mitglied seit
    1. April 2010
    • 30. Juni 2018 um 11:13
    • #42

    Hallo ihr Lieben.

    Vielleicht ein paar Zitate aus der überlieferten Lehre, die mir in den letzten Tagen durch den Kopf gingen:

    S.56.9.-10. Streit und Gespräch - Viggāhikakathā, Tiracchānakathā Sutta:

    S.56.9.-10. Streit und Gespräch - Viggāhikakathā, Tiracchānakathā Sutta

    "Führt keine streitsüchtigen Reden, ihr Mönche, wie:

    'Nicht du kennst diese Lehre und Ordnung ich kenne diese Lehre und Ordnung! Was wirst du wohl diese Lehre und Ordnung verstehn? Falsch vorgegangen bist du: ich bin recht Vorgegangen. Was vorher zu sagen ist, hast du nachher gesagt: was nachher zu sagen ist, hast du vorher gesagt. Bei mir stimmt's, bei dir nicht. Deine Praxis ist widerlegt, dein Wort dir entwunden. Gib deine Rede verloren: Du bist widerlegt, oder widersteh, wenn du kannst'.

    Führt nicht die verschiedenen tierischen Gespräche, ihr Mönche, wie Gespräche über: Könige und Räuber, über Fürsten und Soldaten, über Krieg und Kampf, über Speis und Trank, Kleid und Bett, Blumen und Düfte, über Verwandte und Wagen, Dörfer und Burgen, Stadt und Land, Frauen und Helden, Straßen und Märkte, über Verstorbene und Veränderungen, über Weltgeschichte und Naturgeschichte, über dies und das und dergleichen mehr.

    Solche Gespräche sind nicht mit dem Heil verbunden, nicht urasketentümlich, führen nicht zum Nichts-daran-finden, nicht zur Entreizung, Auflösung, Beruhigung, nicht zum Überblick, nicht zur vollen Erwachung, nicht zum Nirvāna.

    Vielmehr mögt, ihr Mönche, wenn ihr redet, reden über: 'Das ist das Leiden, das die Leidensentwicklung, das die Leidensauflösung, das ist das zur Leidensauflösung führende Vorgehen'.

    Und warum? Weil solche Rede mit dem Heil verbunden ist, urasketentümlich, weil sie zum Nichts-daran-finden führt, zur Entreizung, Auflösung, Eleruhigung, zum Überblick, zur vollen Erwachung, zum Nirvāna. Daher habt ihr euch, meine Mönche, also anzustrengen, um zu erkennen: 'Das ist das Leiden, das ist die Leidensentwicklung, das die Leidensauflösung, das das zur Leidensauflösung führende Vorgehen'".

    Alles anzeigen
    S.47.19. Sedakam - 9. Sedaka Sutta:


    ...

    Und wie, ihr Mönche, achtet man, auf den anderen achtend, auf sich selber?

    • Durch Geduld (khanti),
    • durch Gewaltlosigkeit (avihiṃsā),
    • durch Liebe (mettacitta),
    • durch [An-]Teilnahme (anudaya).

    So, ihr Mönche, achtet man, auf den anderen achtend, auf sich selber.

    'Ich werde auf mich achten', so sind, ihr Mönche, die Pfeiler der Achtsamkeit zu pflegen. 'Ich werde auf die andern achten', so sind die Pfeiler der Achtsamkeit zu pflegen.

    • Auf sich selber achtend, achtet man auf die anderen, ihr Mönche,
    • auf die anderen achtend, achtet man auf sich selber".
    Majjhima Nikāya 29 - Die längere Lehrrede vom Gleichnis vom Kernholz - Mahāsāropama Sutta:

    ...

    6. ...

    Genauso, ihr Bhikkhus, zieht da ein Mann aus guter Familie aus Vertrauen vom Leben zu Hause fort in die Hauslosigkeit, wobei er erwägt: 'Ich bin ein Opfer von Geburt, Altern und Tod, von Kummer, Klagen, Schmerz, Trauer und Verzweiflung; ich bin ein Opfer von Dukkha, eine Beute von Dukkha. Gewiß kann ein Ende dieser ganzen Masse von Dukkha erfahren werden.'

    Nachdem er so in die Hauslosigkeit gezogen ist, erwirbt er Zugewinn, Ehre und Ruhm. Er ist über jenen Zugewinn, jene Ehre und jenen Ruhm nicht erfreut, und seine Absicht hat sich nicht erfüllt. Aufgrund dessen lobt er sich nicht selbst und würdigt andere nicht herab. Er berauscht sich nicht an jenem Zugewinn, jener Ehre und jenem Ruhm; er wird nicht nachlässig und gleitet nicht in Nachlässigkeit ab. Aufgrund seiner Umsicht erlangt er Sittlichkeit. Er ist über jenes Erlangen von Sittlichkeit erfreut, aber seine Absicht hat sich nicht erfüllt. Aufgrund dessen lobt er sich nicht selbst und würdigt andere nicht herab. Er berauscht sich nicht an jenem Erlangen von Sittlichkeit; er wird nicht nachlässig und gleitet nicht in Nachlässigkeit ab. Aufgrund seiner Umsicht erlangt er Konzentration. Er ist über jenes Erlangen von Konzentration erfreut, aber seine Absicht hat sich nicht erfüllt. Aufgrund dessen lobt er sich nicht selbst und würdigt andere nicht herab. Er berauscht sich nicht an jenem Erlangen von Konzentration; er wird nicht nachlässig und gleitet nicht in Nachlässigkeit ab. Aufgrund seiner Umsicht erlangt er Wissen und Schauung. Er ist über jenes Wissen und jene Schauung erfreut, aber seine Absicht hat sich nicht erfüllt. Aufgrund dessen lobt er sich nicht selbst und würdigt andere nicht herab. Er berauscht sich nicht an jenem Wissen und jener Schauung; er wird nicht nachlässig und gleitet nicht in Nachlässigkeit ab. Aufgrund seiner Umsicht erlangt er anhaltende Erlösung. Und es ist unmöglich für jenen Bhikkhu, von jener anhaltenden Befreiung abzufallen."

    7. "Also, ihr Bhikkhus, liegt der Nutzen dieses heiligen Lebens nicht in Zugewinn, Ehre und Ruhm, oder im Erlangen von Sittlichkeit, oder im Erlangen von Konzentration, oder in Wissen und Schauung. Sondern es ist diese unerschütterliche Herzensbefreiung , die das Ziel dieses heiligen Lebens ist, sein Kernholz und sein Ende."

    Das ist es, was der Erhabene sagte. Die Bhikkhus waren zufrieden und entzückt über die Worte des Erhabenen.

    Alles anzeigen
    A.X.176 Dreifache Lauterkeit - 10. Cunda Sutta:

    ...

    Wie aber, Cunda, ist Lauterkeit vierfach in Worten?

    ...

    2. Er meidet die Zwischenträgerei, enthält sich der Zwischenträgerei. Was er hier gehört hat, erzählt er dort nicht wieder, um diese zu entzweien; und was er dort gehört hat, erzählt er hier nicht wieder, um jene zu entzweien. So einigt er die Entzweiten, festigt die Verbundenen, Eintracht liebt er, an Eintracht findet er Freude und Gefallen; und Eintracht fördernde Worte spricht er.

    3. Er meidet rohe Rede, von rohen Worten steht er ab; milde Worte, die dem Ohre angenehm sind, liebreich, zu Herzen gehend, höflich, viele beglückend und erfreuend, solche Worte spricht er.

    4. Er meidet törichtes Geschwätz, von törichtem Geschwätz steht er ab; er redet zur rechten Zeit, sachlich, zweckdienlich, im Sinne der Lehre und Zucht; führt Reden, die wertvoll sind, angebracht, gebildet, angemessen und sinnreich.

    So, Cunda, ist Lauterkeit vierfach in Worten.

    ...

    Alles anzeigen
    Majjhima Nikāya 31 - Die kürzere Lehrrede bei Gosiṅga - Cūḷagosiṅga Sutta:

    ...

    6. "Ich hoffe, Anuruddha, daß ihr alle in Eintracht lebt, mit gegenseitigem Verständnis, ohne Streit, wobei ihr euch wie Milch und Wasser mischt, euch gegenseitig mit gütigen Augen betrachtet."

    "Gewiß, ehrwürdiger Herr, wir alle leben in Eintracht, mit gegenseitigem Verständnis, ohne Streit, wobei wir uns wie Milch und Wasser mischen, uns gegenseitig mit gütigen Augen betrachten."

    "Aber, Anuruddha, auf welche Weise lebt ihr so?"

    7. "Ehrwürdiger Herr, was das betrifft, denke ich so: 'Es ist ein Gewinn für mich, es ist ein großer Gewinn für mich, daß ich mit solchen Gefährten im heiligen Leben zusammenlebe.' Ich halte körperliche Handlungen der Liebenden Güte gegenüber diesen Ehrwürdigen ein, sowohl öffentlich, wie auch im Privaten; ich halte sprachliche Handlungen der Liebenden Güte ihnen gegenüber ein, sowohl öffentlich, wie auch im Privaten; ich halte geistige Handlungen der Liebenden Güte ihnen gegenüber ein, sowohl öffentlich, wie auch im Privaten. Ich erwäge: ' Warum stelle ich nicht zurück, was ich zu tun wünsche, und tue, was diese Ehrwürdigen zu tun wünschen?' Dann stelle ich zurück, was ich zu tun wünsche, und tue, was diese Ehrwürdigen zu tun wünschen. Wir sind im Körper unterschiedlich, ehrwürdiger Herr, aber im Geiste eins."

    Der ehrwürdige Nandiya und der ehrwürdige Kimbila sprachen jeweils auf gleiche Weise und fügten hinzu: "Auf jene Weise, ehrwürdiger Herr, leben wir in Eintracht, mit gegenseitigem Verständnis, ohne Streit, wobei wir uns wie Milch und Wasser mischen, uns gegenseitig mit gütigen Augen betrachten."

    8. "Gut, gut, Anuruddha. Ich hoffe, daß ihr alle umsichtig, eifrig und entschlossen weilt."

    ...

    Alles anzeigen
    Majjhima Nikāya 74 - An Dīghanakha - Dīghanakha Sutta:

    ...

    6. "Aggivessana, ein Weiser unter jenen Mönchen und Brahmanen, die die Lehrmeinung und Ansicht vertreten 'für mich ist alles annehmbar', erwägt so: 'Wenn ich stur an meiner Ansicht >für mich ist alles annehmbar< festhalte und erkläre, >Nur dies ist wahr, alles andere ist falsch<, dann könnte ich mit den zwei anderen in eine Meinungsverschiedenheit geraten: mit einem Mönch oder Brahmanen, der die Lehrmeinung und Ansicht vertritt >für mich ist nichts annehmbar< und mit einem Mönch oder Brahmanen, der die Lehrmeinung und Ansicht vertritt >einiges ist für mich annehmbar, einiges ist für mich nicht annehmbar<. Mit diesen zwei könnte ich in eine Meinungsverschiedenheit geraten, und wenn es eine Meinungsverschiedenheit gibt, gibt es Streitgespräche; wenn es Streitgespräche gibt, gibt es Zank; wenn es Zank gibt, gibt es Verdruß.' Weil er Meinungsverschiedenheiten, Streitgespräche, Zank und Verdruß für sich vorhersieht, überwindet er jene Ansicht und nimmt keine andere Ansicht an. Auf diese Weise kommt das Überwinden dieser Ansichten zustande; auf diese Weise kommt das Aufgeben dieser Ansichten zustande."

    7. "Ein Weiser unter jenen Mönchen und Brahmanen, die die Lehrmeinung und Ansicht vertreten 'für mich ist nichts annehmbar', erwägt so: 'Wenn ich stur an meiner Ansicht >für mich ist nichts annehmbar< festhalte und erkläre, >Nur dies ist wahr, alles andere ist falsch<, dann könnte ich mit den zwei anderen in eine Meinungsverschiedenheit geraten: mit einem Mönch oder Brahmanen, der die Lehrmeinung und Ansicht vertritt >für mich ist alles annehmbar< und mit einem Mönch oder Brahmanen, der die Lehrmeinung und Ansicht vertritt >einiges ist für mich annehmbar, einiges ist für mich nicht annehmbar<. Mit diesen zwei könnte ich in eine Meinungsverschiedenheit geraten, und wenn es eine Meinungsverschiedenheit gibt, gibt es Streitgespräche; wenn es Streitgespräche gibt, gibt es Zank; wenn es Zank gibt, gibt es Verdruß.' Weil er Meinungsverschiedenheiten, Streitgespräche, Zank und Verdruß für sich vorhersieht, überwindet er jene Ansicht und nimmt keine andere Ansicht an. Auf diese Weise kommt das Überwinden dieser Ansichten zustande; auf diese Weise kommt das Aufgeben dieser Ansichten zustande."

    8. "Ein Weiser unter jenen Mönchen und Brahmanen, die die Lehrmeinung und Ansicht vertreten 'einiges ist für mich annehmbar, einiges ist für mich nicht annehmbar', erwägt so: 'Wenn ich stur an meiner Ansicht >einiges ist für mich annehmbar, einiges ist für mich nicht annehmbar< festhalte und erkläre, >Nur dies ist wahr, alles andere ist falsch<, dann könnte ich mit den zwei anderen in eine Meinungsverschiedenheit geraten: mit einem Mönch oder Brahmanen, der die Lehrmeinung und Ansicht vertritt >für mich ist alles annehmbar< und mit einem Mönch oder Brahmanen, der die Lehrmeinung und Ansicht vertritt >für mich ist nichts annehmbar<. Mit diesen zwei könnte ich in eine Meinungsverschiedenheit geraten, und wenn es eine Meinungsverschiedenheit gibt, gibt es Streitgespräche; wenn es Streitgespräche gibt, gibt es Zank; wenn es Zank gibt, gibt es Verdruß.' Weil er Meinungsverschiedenheiten, Streitgespräche, Zank und Verdruß für sich vorhersieht, überwindet er jene Ansicht und nimmt keine andere Ansicht an. Auf diese Weise kommt das Überwinden dieser Ansichten zustande; auf diese Weise kommt das Aufgeben dieser Ansichten zustande "


    ...

    A.X.44 Vorbedingungen für einen Ermahner - 4. Kusināra Sutta:

    A.X.44 Vorbedingungen für einen Ermahner - 4. Kusināra Sutta

    Einst weilte der Erhabene bei Kusināra an der Opferstätte im Waldesdickicht. Dort wandte er sich an die Mönche:

    »Der ermahnende Mönch, ihr Mönche, der andere ermahnen will, hat fünf Dinge bei sich zu überlegen und fünf Dinge in sich zu erwecken, bevor er andere ermahnt.

    Welche fünf Dinge hat er bei sich zu überlegen?

    Der ermahnende Mönch, der andere ermahnen will, hat bei sich also zu überlegen: 'Benehme ich mich wohl lauter in Werken? Besitze ich lauteres Benehmen in Werken, das unversehrt ist, unantastbar? Besitze ich wohl diese Eigenschaft oder nicht?' Wenn nämlich der Mönch sich nicht lauter benimmt in Werken, wenn er keinen lauteren, unversehrten, unantastbaren Wandel in Werken besitzt, so wird man ihm sagen: 'Da möge sich der Ehrwürdige doch erst einmal selber in seinen Werken zu benehmen lernen!' Das wird man ihm sagen.

    Ferner soll er bei sich also überlegen: 'Benehme ich mich wohl lauter in Worten? - Hege ich wohl eine liebevolle, von Groll freie Gesinnung gegen meine Ordensbrüder? - Besitze ich wohl ein großes Wissen (auszuführen wie in A.X.18)? - Bin ich wohl mit beiden Ordenssatzungen in allen Einzelheiten gut vertraut? Besitze ich wohl diese Eigenschaft oder nicht?' Wenn nämlich, ihr Mönche, der Mönch nicht mit den beiden Ordenssatzungen in allen Einzelheiten vertraut ist, so wird er, wenn befragt: 'Wo, Ehrwürdiger, hat denn der Erhabene dies gesagt?', dies nicht beantworten können, und man wird ihm dann sagen: 'Da möge der Ehrwürdige doch erst selbst einmal die Ordensdisziplin lernen!' Das wird man ihm sagen.

    Diese fünf Dinge soll er bei sich überlegen. Und welche fünf Dinge soll er in sich erwecken?

    'Zur rechten Zeit will ich reden, nicht zur Unzeit; wahr will ich reden, nicht unwahr; sanft will ich reden, nicht grob; zweckmäßig will ich reden, nicht unzweckmäßig; mit liebevoller Gesinnung will ich reden, nicht mit innerer Gehässigkeit. Diese fünf Dinge soll er in sich erwecken.

    Der ermahnende Mönch, ihr Mönche, der andere ermahnen will, soll jene fünf Dinge bei sich überlegen und diese fünf Dinge in sich erwecken, bevor er andere ermahnt.«

    Alles anzeigen

    :)

    Liebe Grüße

    4 Mal editiert, zuletzt von Raphy (30. Juni 2018 um 11:52)

  • Aravind
    Reaktionen
    5.347
    Punkte
    31.529
    Beiträge
    5.214
    Mitglied seit
    15. September 2017
    • 30. Juni 2018 um 11:41
    • #43

    Ich glaube, jetzt muss ich doch noch mal meinen Senf dazugeben.

    Die vergangene Diskussion hat mich nicht sehr berührt, weil ich einen sehr pragmatischen Ansatz in Bezug auf den Pfad des Buddha habe, fand diese aber schon interessant.

    Mir hilft es in solchen Situationen immer, mehr darauf zu achten, was mein Gegenüber so ein Typ ist (in meiner Wahrnehmung).

    accinca beispielsweise emfinde ich als unglaublich klar. Ich habe seinem Post zu dem Artikel so gelesen, dass er ihn nicht interessiert, er ihn aber wohl interessieren würde, wenn er seine Meinung vertreten würde. Das kann man als hochmütig empfinden, ich empfinde es vor allem als ehrlich. Dann kann man sich auf dieser Basis immer noch austauschen, wenn auch wahrscheinlich nicht diskutieren. Aber wenn ich das von vorneherein weiß, so what? (So wie accinca geschrieben hat, warum soll man sich streiten, wenn man schon weiß, dass man völlig verschiedene Weltsichten hat).

    Mit Alephant versuche (;)) ich zum Beispiel, nicht mehr zu diskutieren, hatte ich auch schon mal geschreiben. Nicht, weil ich ihn nicht mag, ganz im Gegenteil, sondern weil er einen sehr intellektuellen Ansatz hat, und ich in meinem Leben schon viel zu viel nachdenke, statt zu praktizieren.

    Ich denke, die Gegensätze liegen nur zum Teil in den verschiedenen Schulen, aber auch darin, dass manche Schulen eben Katzen und manch andere Hunde anziehen. Deshalb gibt es ja auch verschiedene Schulen im Westen, sonst würde ja der Bücherschrank mit dem Palikanon ausreichen.

    Ich fände es sehr schade, wenn sich jede/r (nur) in seine Höhle zurückziehen würde. Aber als Pragmatiker profitiere ich natürlich auch von allen Richtungen... :)

    Den von @kilaya verlinkten Artikel fand ich in Bezug auf diese Diskussion teilweise schon sehr unterhaltsam:


    [lz]

    Der wirkliche Sachverhalt ist dann wie so oft nicht die Philosophie – sondern es sind die verletzten Gefühle. Was wahrscheinlich als freundschaftliche spirituelle Diskussion begann, hat sich dann irgendwie einige Jahrhunderte Posts später zu einer erbitterten Rivalität entwickelt. Kritische Kommentare wurden hin und hergeworfen, die allmählich zu abfälligen Bemerkungen degenerierten. Es ging sogar so weit, dass sich die verschiedenen Fraktionen mit verbalen Spitzen verletzten und dass jede der opponierenden Parteien ein für allemal festgelegt war[/lz]


    Liebe Grüße, und viel Metta,

    Aravind.

  • kilaya
    Gast
    • 30. Juni 2018 um 12:41
    • #44

    Turmalin 1 Ich brauche keine Likes. Genau das, was Du beschreibst, dass man nur noch ungeachtet des Inhalts irgendwelche Posts von Leuten liked, nur weil sie zu irgendeiner "Fraktion" gehören wäre aus meiner Sicht eine Form des groben Missbrauchs dieser Funktion.

    Alephant Man muss nichts interpretieren, um die Aussage "Mahayana ist kein Buddhismus" in jeglicher verbaler Variante zu verstehen. Die ist halt so klar ausgesprochen, wie das ansonsten auch klar ist, was da kommt. Die Abwertung ist implizit. Nein, sie ist sogar explizit, wenn der Buddhismus anderer als "falsche Lehre" bezeichnet wird.

    Mich verletzt da gar nichts. Mir persönlich ist das komplett egal, denn mir ist es sogar egal, ob das, was ich mache Buddhismus ist oder nicht. Ich sehe Wahrheit auch in anderen Religionen (und Schamanismen). Allerdings ist für mich die Kombination aus klarer Lehre, effektiven Methoden und Zielsetzung im Vajrayana am vollständigsten. Für mich meint hier: in der Anwendung für mich individuell, nicht aus meiner Sicht generell.

    Man kann nur sehr gut beobachten, dass accinca eigentlich an jedem dieser Streits und Spaltungen im Forum maßgeblich beteiligt ist. Nicht als beiläufiger Kommentator, sondern als Agitator, der genau diese Spaltung ausdrücklich formuliert und WILL. Das muss ich als Moderator wahrnehmen.

    Die Frage, wie man damit, und generell mit diesen Streits umgeht, ist eine andere.

    SPK Ich bin auch nicht dafür, dass sich alle nur noch gegenseitig bestätigen. Was mich nur sehr erstaunt ist, wenn eine kritisch-sachliche Auseinandersetzung in einem buddhistischen Forum nicht ohne Abwertung und Gezänk möglich wäre. Das ist aber gar nicht so: die Mehrzahl der Leute im Forum diskutieren mit sehr verschiedenen Ansichten, sind aber in der Lage zu einem respektvollen und freundlichen "agree to disagree". Nur: es gibt immer wieder auch Menschen, denen ohne Streiterei und Gezänk in einer Auseinandersetzung der "thrill" fehlt. Sie empfinden es auch als "gegenseitige Bestätigung" und "Harmoniesucht" wenn verschiedene Meinungen klar vertreten werden, ohne dem anderen ein paar verbale Seitenhiebe um die Ohren zu klatschen.

    Ich bin deswegen auch als Moderator geneigt, Gezänk und Streiterei bis zu einem gewissen Maß laufen zu lassen, auch wenn es formal gegen die Nutzungsbedingungen verstösst. Ansonsten hätte es schon lange Sanktionen gegeben. Da, wo es Sanktionen gab, und das war ja wirklich höchst selten, da wurden wirklich einige weiteren Grenzen maßlos überschritten. Andere, die für den "thrill" gesorgt haben sind dann teilweise einfach von selbst weggeblieben, übrigens etwa in gleichem Ausmaß wie uns höchst konstruktive und respektvolle Mitglieder verlassen haben.

    Alephant Wenn man Klarheit und Ehrlichkeit schätzt, dann sollte man sie wohl auch beiden "Seiten" zugestehen. Solange man eine Abwertung bei dem einen (der die eigene Meinung vertritt) als "klar und ehrlich" empfindet und bei dem anderen (der nicht die eigene Meinung vertritt) als "abwertend und verletzend" dann gehört das eindeutig zu den spaltenden Geistestendenzen. ;)

    In einer anderen Sprache und in einem anderen Umfeld sage ich auch immer gerne "Wer austeilt, muss auch einstecken können". Das muss man accinca lassen: er lässt sich niemals aus der Ruhe bringen. Das mag man als stur und borniert empfinden, das kann man aber auch als Qualität wahrnehmen.

    Mir würde es leichter fallen, es als Qualität wahrzunehmen, wenn mit der gleichen Ruhe auch mal Selbstkritik möglich wäre. Dann käme ich auch nicht so schnell auf die Idee, das Wort "Hochmut" fallen zu lassen ;) Wenn jemand frei von Fehlern wäre und die Lehre immer nur 100% korrekt wiedergäbe, frage ich mich: müsste diese Person nicht eigentlich ein Buddha sein? ;) Und wie wahrscheinlich, aus Theravada-Sicht gesehen, ist das, dass ein Buddha sich hier im Forum tummelt?

  • Monikamarie
    Reaktionen
    7.192
    Punkte
    47.236
    Beiträge
    7.960
    Mitglied seit
    2. Oktober 2025
    Wohnort
    Hamburg
    Buddh. Richtung
    Theravada
    Geburtstag
    21. November 1948 (77)
    • 30. Juni 2018 um 15:44
    • #45

    Ich bin davon überzeugt, dass ohne die vielen Interpreten im letzten Jahrhundert kaum jemand Notiz vom Buddhismus genommen hätte.

    Ich bin all denen dankbar, angefangen mit Hermann Hesses Siddharta (1976), einen Bericht in der Geo über "das Dach der Welt" (1978), Bücher über z.B. Jiddu Krishnamurti, Anfängergeist (Zen), Bücher über einen Besuch bei Ramesh in Indien, Ole Nydal in Hamburg, Besuch und Meditation im tibetischen Zentrum in Berne (HH) und unendlich viel Literatur der verschiedensten Interpreten.

    All das waren für mich Brücken, überhaupt daran zu kommen. Das mag zwar für viele befremdlich erscheinen. Ich aber glaube, dass es andererseits vielen so ging und geht. Der Palikanon wurde mir erst in den letzten Jahren zugänglich. Aber ohne die Interpreten und "Lehrer" u.a. hier im Forum, denen ich begegnet bin, wäre das für mich ein langatmiges, langweiliges Buch.

    Ich bin froh, dass es so viele verschiedene Sichtweisen gibt. Für mich sind sie alle mehr oder weniger bedeutsam, auch wenn vieles "der Buddha nicht so gesagt hat". Erst durch das bunte Spektrum - auch hier im Forum - habe ich "meinen Weg" gefunden. Und mir ist :heart:lich gleichgültig, ob jemand das für den richtigen hält. Was mich dennoch nicht davon abhält, im Gespräch mit einem Interessierten und Andersgläubigen das zu argumentieren, was ich für die Lehre Buddhas halte und was nicht.

    _()_

  • Stawrogin
    Reaktionen
    49
    Punkte
    2.104
    Beiträge
    323
    Mitglied seit
    21. März 2014
    • 30. Juni 2018 um 17:52
    • #46
    Monikadie4.:

    Ich bin davon überzeugt, dass ohne die vielen Interpreten im letzten Jahrhundert kaum jemand Notiz vom Buddhismus genommen hätte.

    Ich bin all denen dankbar, angefangen mit Hermann Hesses Siddharta (1976), einen Bericht in der Geo über "das Dach der Welt" (1978), Bücher über z.B. Jiddu Krishnamurti, Anfängergeist (Zen), Bücher über einen Besuch bei Ramesh in Indien, Ole Nydal in Hamburg, Besuch und Meditation im tibetischen Zentrum in Berne (HH) und unendlich viel Literatur der verschiedensten Interpreten.

    All das waren für mich Brücken, überhaupt daran zu kommen. Das mag zwar für viele befremdlich erscheinen. Ich aber glaube, dass es andererseits vielen so ging und geht. Der Palikanon wurde mir erst in den letzten Jahren zugänglich. Aber ohne die Interpreten und "Lehrer" u.a. hier im Forum, denen ich begegnet bin, wäre das für mich ein langatmiges, langweiliges Buch.

    Ich bin froh, dass es so viele verschiedene Sichtweisen gibt. Für mich sind sie alle mehr oder weniger bedeutsam, auch wenn vieles "der Buddha nicht so gesagt hat". Erst durch das bunte Spektrum - auch hier im Forum - habe ich "meinen Weg" gefunden. Und mir ist :heart:lich gleichgültig, ob jemand das für den richtigen hält. Was mich dennoch nicht davon abhält, im Gespräch mit einem Interessierten und Andersgläubigen das zu argumentieren, was ich für die Lehre Buddhas halte und was nicht.

    _()_

    Bei mir ist es auch ähnlich verlaufen bis ich zum Palikanon gekommen bin. Als erstes war da Osho, dann irgendwann mal Eckhart Tolle, dann Advaita-Vedanta Lehrer wie: Ramana Maharishi und Sri Nisargadatta Maharaj, dann der Sprung zum Buddhismus, nämlich zum Zen-Buddhismus, Zen-Geist - Anfänger-Geist usw. und erst dann so langsam rüber in Theravada-Texte, einschließlich des Palikanon. Was man vielleicht noch sagen müsste, das ich im Wechsel zur "Östlichen Spiritualität" auch permanent westliche Philosophie gelesen habe und wohl unbewusst eine Brücke schlagen wollte. Bin dafür allen dankbar auf dem Weg.

  • U123N
    Reaktionen
    793
    Punkte
    3.793
    Beiträge
    585
    Mitglied seit
    1. April 2018
    • 30. Juni 2018 um 18:46
    • #47

    Sooo weit entfernt voneinander sind wir ja alle nicht. Klar hängt jeder in seiner eigenen Luftblase am PC. Ich sehe das Buddhaland schon als Gruppe, die keine äusseren Feinde oder vielleicht auch nur keine gemeinsamen Projekte hat und deswegen evtl. daran auch wieder bedingt vergehen könnte. Das wäre jedoch sehr schade. Ich profitiere sehr von diesen inhaltlichen Auseinandersetzungen. Andere Auffassungen der Lehre respektiere ich und lass mir das alles durch den Kopf gehen.

  • kilaya
    Gast
    • 30. Juni 2018 um 19:18
    • #48
    minestrone:

    oder vielleicht auch nur keine gemeinsamen Projekte

    Tja, dem wäre abzuhelfen ;) Die Grundlage dafür ist geschaffen: z.B. ein gemeinsam erstelltes Lexikon der Grundbegriffe und eine Artikelsammlung (externe und selbst verfasste) um die Ergebnisse der Diskussionen komprimiert - in allen Facetten und Sichtweisen - für Interessierte usw. darzustellen, inkl. der praktischen Funktion der Autoverlinkung von Begriffen, um fachspezifische Begriffe in den Beiträgen sofort zu erklären, ohne dass sich der Schreiber weiter darum kümmern muss, das zu erklären. Leider ist die Beteiligung bisher minimal; liegt das an einer "Konsumhaltung", oder an Forums-Gewohnheiten, oder warum nutzen so wenige diese Chance, ihr Wissen kategorisiert und fokussiert nach Aussen darzustellen, ohne dass Beiträge in den Abgründen des Forums versinken? ;) Das wäre doch wirklich eine Möglichkeit, etwas für das Forum Neues zu schaffen und neue Herausforderungen anzugehen, statt sich in bestimmten Diskussionen zumindest stetig zu wiederholen...

  • void
    Globale Moderation
    Reaktionen
    7.705
    Punkte
    61.997
    Beiträge
    10.737
    Mitglied seit
    6. August 2009
    Buddh. Richtung
    Zen
    • 30. Juni 2018 um 19:31
    • Offizieller Beitrag
    • #49
    accinca:

    Wenn man den Sinn der Buddhalehre noch nicht erkannt hat, dann

    kann man schon auf so eine Idee verfallen. Andernfalls ist es unmöglich,

    denn niemand der die Lehre richtig verstanden hat wird an der Idee

    Anhaften auch mal "ein Buddha" zu werden und keiner ist zu Lebzeiten

    des Buddha auch nur auf die Idee gekommen und wurde von Buddha natürlich

    auch nicht gelehrt.

    Andererseits gibt es viele Menschen die können die Lehre noch nicht

    genug verstehen und dadurch die dritte Fessel an Tugendwerk (sílabbataparāmāsa)

    nicht überwinden. Für diese bietet sich die Idee ein Buddha zu

    werden, wie der Gotamo, natürlich an.

    Alles anzeigen

    Im Theravada wird jemand der Befreiung erlangt hat nicht ein Buddha genannt sondern ein Arhat. Das Wort "Buddha" wird für denjenigen reserviert, der das Rad der Leere angestossen hat. Wenn in einem Mahayanatext von einem Buddha die Rede ist, ist es wohl das sinnvollste, das so zu verstehen, dass da von jemand die Rede ist, der Befreiung erlangt hat.

    • Nächster offizieller Beitrag
  • void
    Globale Moderation
    Reaktionen
    7.705
    Punkte
    61.997
    Beiträge
    10.737
    Mitglied seit
    6. August 2009
    Buddh. Richtung
    Zen
    • 30. Juni 2018 um 19:45
    • Offizieller Beitrag
    • #50
    kilaya:

    accinca hat in seiner ganzen Aktivität hier im Forum niemals Respekt anderen Meinungen gegenüber gezeigt, und dem Mahayana gegenüber schon gar nicht. Aus seiner Sicht ist Mahayana kein Buddhismus, und das tut er abwertend bei jeder Gelegenheit kund. Und genau die Verständigung zwischen Mahayana und Theravada, die in dem Text von Ajahn vermittelt wird, ist der Grund warum ich seinen Artikel verlinkt habe.

    Ein buddhistisches Forum vertritt den Buddhismus in all seinen Facetten und dazu gehören eben auch sehr puristische Positionen wie die von Accinca. Wir müssen lernen mit der Vielfalt klarzukommen und das " das steht so nicht im PK" nicht als nervig sondern auch als wertvoll zu empfinden. Auf der anderen Seite ist es natürlich wichtig, dass nicht jede Diskussion wieder auf einen Fundamentalkritik zusteuert. Das ist so das Grundproblem.

    • Vorheriger offizieller Beitrag
    • Nächster offizieller Beitrag

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Netzwerk Buddhismus
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.1.18
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download