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  1. Buddhaland Forum
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  3. Allgemeines zum Buddhismus

Gibt es "böse Buddhas"?

  • ARYA DHARMA
  • 9. Januar 2018 um 17:12
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    10. Januar 2010
    • 15. Januar 2018 um 13:01
    • #51
    Cfant:

    ...
    Das lässt sich auch nicht auflösen. Der Buddha sagte: Karma, das sind die Absichten. Und er gab Ratschläge, wie nicht zu töten,also nicht drauftreten. Buddha war Pragmatiker.

    Sagt Buddha wirklich: Karma, das sind Absichten?
    Oder nicht eher - Karma, das sind Folgen (von Handlungen)?

    Wobei dann die Folgen äußerst komplex sein können, was uns zu Nachdenken und Achtsamkeit auffordert?
    Daß Absichten zu Handlungen führen können ist klar, nur der direkte Schritt von Absicht zu Karma, und dann am liebsten auch noch ein bestimmtes, greift mir zu kurz.

  • Kaffeebohne
    Gast
    • 15. Januar 2018 um 13:07
    • #52
    fotost:
    Cfant:

    ...
    Das lässt sich auch nicht auflösen. Der Buddha sagte: Karma, das sind die Absichten. Und er gab Ratschläge, wie nicht zu töten,also nicht drauftreten. Buddha war Pragmatiker.

    Sagt Buddha wirklich: Karma, das sind Absichten?
    Oder nicht eher - Karma, das sind Folgen (von Handlungen)?

    Wobei dann die Folgen äußerst komplex sein können, was uns zu Nachdenken und Achtsamkeit auffordert?
    Daß Absichten zu Handlungen führen können ist klar, nur der direkte Schritt von Absicht zu Karma, und dann am liebsten auch noch ein bestimmtes, greift mir zu kurz.

    Nach meinem Verständnis sind Karma NUR die Absichten, nie die Auswirkungen. Letztere sind die Folgen des Karma, manchmal erwünscht, manchmal unerwünscht.

    Blödes Beispiel: Wenn ich Dich töten will und vom Berg schubse, Du aber weich landest und einen Goldschatz findest, habe ich ja kaum gutes Karma angehäuft, obwohl die Folgen meiner Tat ausschließlich positiv sind.
    Wenn ich Dich aus dem Wasser retten will und Du erschrickst noch mehr und säufst jetzt erst recht ab, habe ich wohl kein negatives Karma verursacht.

    Außerdem sagt es der Buddha ausdrücklich, nur merke ich mir Sutrenstellen nie :D

  • Raphy
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    • 15. Januar 2018 um 13:22
    • #53
    Zitat


    Karma

    Pāli: kamma, wörtl. 'Wirken, Tat',

    bezeichnet, genau genommen, den die Wiedergeburt erzeugenden oder Charakter und Geschick der Wesen beeinflussenden heilsamen oder unheilsamen Willen (kusala- oder akusala-cetanā) sowie die damit verbundenen Geistesfaktoren. Dieser karmische Wille (kamma-cetanā) äußert sich

    in körperlichen Taten (kāya-kamma),
    in Worten (vacī-kamma) oder
    in Gedanken (mano-kamma).

    Karma bedeutet also keineswegs das Ergebnis des Wirkens, oder gar das Schicksal von Menschen oder ganzen Völkern, wie unter dem Einflusse der Theosophie die beinahe allgemeine Auffassung im Westen ist.

    »Den Willen (cetanā), ihr Mönche, bezeichne ich als die Tat (cetanāham bhikkhave kammam vadāmi), denn mit dem Willen wirkt man die Tat in Werken, Worten und Gedanken . . .

    Es gibt Taten, ihr Mönche,

    die in der Hölle reifen . . .
    im Tierschoße reifen . . .
    im Gespensterreiche reifen . . .
    in der Menschenwelt reifen . . .
    in der Himmelswelt reifen . . .

    Dreierlei aber ist das Ergebnis der Taten: entweder bei Lebzeiten reifend oder in der nächsten Geburt, oder bei einer späteren Gelegenheit . . .« (A.VI.63).

    ...

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    Quelle: http://www.palikanon.com/wtb/karma.html

    Liebe Grüße

  • Noreply
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    • 15. Januar 2018 um 13:24
    • #54
    Cfant:
    fotost:

    Sagt Buddha wirklich: Karma, das sind Absichten?
    Oder nicht eher - Karma, das sind Folgen (von Handlungen)?

    Wobei dann die Folgen äußerst komplex sein können, was uns zu Nachdenken und Achtsamkeit auffordert?
    Daß Absichten zu Handlungen führen können ist klar, nur der direkte Schritt von Absicht zu Karma, und dann am liebsten auch noch ein bestimmtes, greift mir zu kurz.

    Nach meinem Verständnis sind Karma NUR die Absichten, nie die Auswirkungen. Letztere sind die Folgen des Karma, manchmal erwünscht, manchmal unerwünscht.

    Blödes Beispiel: Wenn ich Dich töten will und vom Berg schubse, Du aber weich landest und einen Goldschatz findest, habe ich ja kaum gutes Karma angehäuft, obwohl die Folgen meiner Tat ausschließlich positiv sind.
    Wenn ich Dich aus dem Wasser retten will und Du erschrickst noch mehr und säufst jetzt erst recht ab, habe ich wohl kein negatives Karma verursacht.

    Außerdem sagt es der Buddha ausdrücklich, nur merke ich mir Sutrenstellen nie :D

    Geht mir wie Dir. Ich erkenne was Buddha sagt und vergesse wo das steht. Deine Beispiele sind mir sehr verständlich.

  • Aravind
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    • 15. Januar 2018 um 13:26
    • #55
    fotost:

    Sagt Buddha wirklich: Karma, das sind Absichten?
    Oder nicht eher - Karma, das sind Folgen (von Handlungen)?


    Das sehe ich auch so. Und die Art des Karmas hängt von der Absicht der ursprüngliche Tat ab.

    Evt. ist da gar kein Widerspruch. Du redest von den karmischen Folgen in der Zukunft, Cfant von den unmittelbaren Folgen, dem Ergebnis der Tat.

    Liebe Grüße, Aravind.

  • Spacy
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    • 15. Januar 2018 um 19:45
    • #56
    Aravind:
    fotost:

    Sagt Buddha wirklich: Karma, das sind Absichten?
    Oder nicht eher - Karma, das sind Folgen (von Handlungen)?


    Das sehe ich auch so. Und die Art des Karmas hängt von der Absicht der ursprüngliche Tat ab.

    Evt. ist da gar kein Widerspruch. Du redest von den karmischen Folgen in der Zukunft, Cfant von den unmittelbaren Folgen, dem Ergebnis der Tat.

    Liebe Grüße, Aravind.


    Lauf doch, nackenden Füßen, über eine Anemonenwiese.
    In Wissendarum, dass es nichts anderes als diese Wiesie gibt.
    Lauf...

  • accinca
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    • 15. Januar 2018 um 23:31
    • #57
    fotost:

    Sagt Buddha wirklich: Karma, das sind Absichten?
    Oder nicht eher - Karma, das sind Folgen (von Handlungen)?


    Die Folgen bzw. Früchte des Kamma sind vipāka.

  • Aravind
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    • 15. Januar 2018 um 23:35
    • #58
    accinca:
    fotost:

    Sagt Buddha wirklich: Karma, das sind Absichten?
    Oder nicht eher - Karma, das sind Folgen (von Handlungen)?


    Die Folgen bzw. Früchte des Kamma sind vipāka.


    Sag ich doch. 8) Oder hab ich den Begriff vipaka falsch verstanden?

    Liebe Grüße, Aravind.

  • Aravind
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    • 15. Januar 2018 um 23:40
    • #59
    Spacy:


    Lauf doch, nackenden Füßen, über eine Anemonenwiese.
    In Wissendarum, dass es nichts anderes als diese Wiesie gibt.
    Lauf...


    Deine Einwürfe, lieber Spacy, lassen mich immer wieder innehalten. Vielen Dank dafür.

    Liebe Grüße, Aravind.

  • ARYA DHARMA
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    • 16. Januar 2018 um 18:53
    • #60
    void:
    IkkyuSan:


    Nein ganz und gar nicht, denn der Hippie ist ja auch nur ein Gutmensch und möchte Utopien verwirklicht sehen.

    Ich dachte nicht an Blumenkinder sondern eben an Leute wie Alan Watts also jemand der Befreiung mit Spontanität, Kreativität und schöpferischer Kraft jenseits von Konventionen in Verbindung bringt. Dazu muss man ja weder Gutmenschen sein noch friedenbewegt. Vielleicht ist "Hippie" das falsche Wort.

    Wenn man die Handlungen vor den Konzepten als der Befreiung nahe sieht, gelangt man ja leicht zu Haltungen der Lebensbejahung und des Vitalismus wie bei Nietzsche. Die rohe Lebensenergie ( jenseits von gut und Böse) bevor sich Interpretationen dazwischen schieben.

    Auch in vielen Religionen gibt es eine tiefe Bejahungen des Lebens in seiner Vielfalt. Während im Buddhismus der Gedanke der Entsagung dominiert, Befreiung also nicht im Ausschöpfen der Vielfalt liegt sondern im Verlöschen.

    Du scheinst mir da sehr den lebensbejahenden Pol nahe. Liege ich damit richtig?

    Ja gut, ob Alan Watts ein Hippie ist, weiß ich nicht, ich kann nur sagen, dass ich 2 Bücher von ihm gelesen habe und sie mir nicht zusagten.

    Nietzsche ist natürlich gut und wird von mir gerne gelesen, allerdings lässt er sich nicht nur auf einen Vitalismus runterbrechen - klar hat er das "dionysische" Prinzip betont, aber er hat auch andere, dunkele Seiten - die ich mehr mag.

    Buddhismus hat sicherlich viel mit Entsagung zu tun - aber auch wieder nicht. Ich bevorzuge ja in dieser Hinsicht eben "Zen" und "Tantra", oder auch "Dzogchen". Hier wird das Leben sicherlich bejaht, ohne jedoch überschwenglich zu werden. So einer bin ich nicht, ich bin eher ruhig, introvertiert, stoisch. Ich denke da ist es bei mir ein Mittelweg, zwischen Entsagung und Bejahung. Ich "liebe" die Phänomene nicht, aber entziehe mich ihnen auch nicht. Auch bin ich nicht weltflüchtig, aber auch nicht gesellig. Ich versuche den Umständen entsprechend zu handeln, ohne groß eine Philosophie hineinzulegen - mehr so einfaches Holzhacken.

    Magst du Alan Watts`?

  • Spacy
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    • 17. Januar 2018 um 18:24
    • #61
    Aravind:
    Spacy:


    Lauf doch, nackenden Füßen, über eine Anemonenwiese.
    In Wissendarum, dass es nichts anderes als diese Wiesie gibt.
    Lauf...


    Deine Einwürfe, lieber Spacy, lassen mich immer wieder innehalten. Vielen Dank dafür.

    Liebe Grüße, Aravind.


    Das Innehalten, das Sichumsehen, ist das nicht ein Bestandteil des Buddhismus?
    Langsam, alles langsam, um in der Schnelligkeit langsam zu sein, ist das nicht ein Bestandteil des Buddhismus?
    Leicht, immer leicht, in der Schwere des Seins, ist das nicht...
    :
    LG

  • Aravind
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    • 17. Januar 2018 um 19:23
    • #62
    Spacy:


    Das Innehalten, das Sichumsehen, ist das nicht ein Bestandteil des Buddhismus?
    Langsam, alles langsam, um in der Schnelligkeit langsam zu sein, ist das nicht ein Bestandteil des Buddhismus?
    Leicht, immer leicht, in der Schwere des Seins, ist das nicht...
    :
    LG


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