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Fragen zu Shine

  • weissnicht
  • 26. November 2017 um 00:23
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  • weissnicht
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    25. November 2017
    • 26. November 2017 um 00:23
    • #1

    Hi,

    ich praktiziere nunmehr seit 8 Jahren und habe mich nach einem Retreat vor 3 Jahren auf Shine- und Metta Meditationen festgelegt (davor mit unzähligen Anderen herumexperimentiert). Ich habe grad dieses Forum hier gefunden und dachte mir ich nutze mal die Gelegenheit ein paar Fragen loszuwerden, vlt findet sich ja jemand der weiterhelfen kann.

    1. Bei der Shine-Meditation im Retreat haben wir uns beim Sitzen nur auf die Auf und Abbewegung der Bauchdecke konzentriert. Nach ein paar Tagen war mein Geist nur noch auf diese Bewegung fixiert. Die Bewegung hat sich nicht mehr so angefühlt, als würde ich sie selbst durchführen, sondern als würde sie einfach geschehen und von mir beobachtet werden. Meine Atemfrequenz war dabei extremen Schwankungen unterworfen, ohne das ich das gesteuert hätte. Ich habe teilweise minutenlang hyperventiliert und dann wieder gefühlte Minuten gar nicht geatmet. Ich sollte vlt dazu sagen, dass ich früher mit holotrophen Atmen experimentiert hatte. Nunja zuhause ist mir das eigentlich nicht mehr passiert. Seit einem Monat praktiziere ich wieder etwas intensiver und die extrem schnellen Atemfrequenzen fangen wieder an. Weiß jemand wie das kommt? Ob das normal ist? Es fühlt sich auf jeden Fall nicht unangenehm an bzw macht es mir keine Angst, aber es verwundert mich, da ich davon bislang nichts gehört habe...

    2. An normalen Tagen bleibt mein Fokus überwiegend bei der Bewegung der Bauchdecke (denke so 80-90% der Zeit). Allerdings treibt mich immer wieder die Frage um ob ich versuchen sollte die Bewegung noch intensiver und detailierter wahrzunehmen (was ja ein Wollen/ Druck reinbringen würde) oder ob es genügt, wenn mein Fokus bei der Bewegung bleibt, egal wie intensiv.

    3. Im Retreat wurden wir angewiesen die Bewegungen der Bauchdecke bzw die einzelnen Schritte bei der Gehmeditation zu benennen. Mit dem Benennen hadere ich ein bisschen, weil ich nicht sicher bin ob es mir nützt oder mich eher hindert. Zumal sich dann immer wieder Unklarheiten für mich ergeben. Zum Beispiel sollten wir neben den gewollten Bewegungen auch ablenkende Wahrnehmungen bzw. Gedanken benennen. Das Problem war dann häufig, dass ich mehr hinterher war die Ablenkungen zu benennen, als meinen Fokus auf die Bauchdecke bzw. Fußsohle zu halten. Auch bin ich unsicher ob das Benennen nicht dem Denken Energie bzw. Aufmerksamkeit zuführt, die ich ja eigentlich beim Meditationsobjekt haben will. Wie sind Eure Erfahrungen mit dem Benennen?

    So, jetzt wo ich mal angefangen habe, merke ich da kommen ganz viele Fragen/ Unklarheiten. Ich belass es jetzt erstmal hierbei und guck mal was sich draus ergibt.

    Ich bedanke mich für Eure Antworten und wünsche schnelle Erleuchtung...

  • Frieden-und-Freude
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    27. Dezember 2016
    • 26. November 2017 um 09:23
    • #2
    weissnicht:

    Hi,

    ich praktiziere nunmehr seit 8 Jahren und habe mich nach einem Retreat vor 3 Jahren auf Shine- und Metta Meditationen festgelegt (davor mit unzähligen Anderen herumexperimentiert). Ich habe grad dieses Forum hier gefunden und dachte mir ich nutze mal die Gelegenheit ein paar Fragen loszuwerden, vlt findet sich ja jemand der weiterhelfen kann.

    1. Bei der Shine-Meditation im Retreat haben wir uns beim Sitzen nur auf die Auf und Abbewegung der Bauchdecke konzentriert. Nach ein paar Tagen war mein Geist nur noch auf diese Bewegung fixiert. Die Bewegung hat sich nicht mehr so angefühlt, als würde ich sie selbst durchführen, sondern als würde sie einfach geschehen und von mir beobachtet werden. Meine Atemfrequenz war dabei extremen Schwankungen unterworfen, ohne das ich das gesteuert hätte. Ich habe teilweise minutenlang hyperventiliert und dann wieder gefühlte Minuten gar nicht geatmet. Ich sollte vlt dazu sagen, dass ich früher mit holotrophen Atmen experimentiert hatte. Nunja zuhause ist mir das eigentlich nicht mehr passiert. Seit einem Monat praktiziere ich wieder etwas intensiver und die extrem schnellen Atemfrequenzen fangen wieder an. Weiß jemand wie das kommt? Ob das normal ist? Es fühlt sich auf jeden Fall nicht unangenehm an bzw macht es mir keine Angst, aber es verwundert mich, da ich davon bislang nichts gehört habe...

    2. An normalen Tagen bleibt mein Fokus überwiegend bei der Bewegung der Bauchdecke (denke so 80-90% der Zeit). Allerdings treibt mich immer wieder die Frage um ob ich versuchen sollte die Bewegung noch intensiver und detailierter wahrzunehmen (was ja ein Wollen/ Druck reinbringen würde) oder ob es genügt, wenn mein Fokus bei der Bewegung bleibt, egal wie intensiv.

    3. Im Retreat wurden wir angewiesen die Bewegungen der Bauchdecke bzw die einzelnen Schritte bei der Gehmeditation zu benennen. Mit dem Benennen hadere ich ein bisschen, weil ich nicht sicher bin ob es mir nützt oder mich eher hindert. Zumal sich dann immer wieder Unklarheiten für mich ergeben. Zum Beispiel sollten wir neben den gewollten Bewegungen auch ablenkende Wahrnehmungen bzw. Gedanken benennen. Das Problem war dann häufig, dass ich mehr hinterher war die Ablenkungen zu benennen, als meinen Fokus auf die Bauchdecke bzw. Fußsohle zu halten. Auch bin ich unsicher ob das Benennen nicht dem Denken Energie bzw. Aufmerksamkeit zuführt, die ich ja eigentlich beim Meditationsobjekt haben will. Wie sind Eure Erfahrungen mit dem Benennen?

    So, jetzt wo ich mal angefangen habe, merke ich da kommen ganz viele Fragen/ Unklarheiten. Ich belass es jetzt erstmal hierbei und guck mal was sich draus ergibt.

    Ich bedanke mich für Eure Antworten und wünsche schnelle Erleuchtung...

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    Wenn du die Konzentration auf das Meditationsobjekt bereits ohne "Benennen" und sonstige Verbalisierung bewahren kannst, sind diese Hilfsmittel für dich überflüssig.
    Falls du mal wieder unkonzentriert sein solltest, kannst du wieder "benennen".

    Ansonsten: Wie du schon selbst erkennst: Bewusste Anstrengungen loslassen, nicht zu sehr "wollen". Ungeduld loslassen. Bei dem bleiben was gerade funktioniert für dich, statt wieder Neues einzuführen.
    :)

    Sila, Samadhi, Panna. Der Weg ist die Praxis.

  • weissnicht
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    25. November 2017
    • 30. November 2017 um 15:32
    • #3

    Ich glaube dieses Forum gibt mir die Gelegenheit zu lernen, nicht so sehr an meinem Bedürfnis nach hilfreichen Antworten zu haften... :grinsen:

  • Online
    Aravind
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    • 30. November 2017 um 16:19
    • #4
    weissnicht:

    Ich glaube dieses Forum gibt mir die Gelegenheit zu lernen, nicht so sehr an meinem Bedürfnis nach hilfreichen Antworten zu haften... :grinsen:


    Dann hat sich das ja schon gelohnt! ;)

    Ansonsten hat Frieden und Freude klar und vollständig gesagt, was es zu sagen gibt.

    Liebe Grüße,
    Aravind.

  • jianwang
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    • 1. Dezember 2017 um 09:12
    • #5

    Ritzt Du der Jade Muster ein [um sie schöner zu machen] zerstörst Du ihre himmelsgleiche Reinheit.

    Dies sagten die Chan - Meister in China.

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.

    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

  • Max Schenzle
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    • 2. Dezember 2017 um 12:24
    • #6

    Hi,
    ich finde,dass mit dem Atem übertrieben wird.
    Die Anweisung im Pali-Kanon lautet: Ein- und Ausatmung beobachten.
    Wie du das beobachtest, ist prinzipiell deine Sache.
    Theoretisch sollte diese Beobachtung die ganze Zeit der Vertiefung in den Achtfachn Weg,gemacht werden..
    Anfangs mache ich die Atembeobachtung, wie die Luft ind die Nase hinein- und herausgeht.
    Sobald ich merke, dass ich irgendwie abschweife, setzte ich die Beobachtung der Atmung wieder ein-

  • Noreply
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    • 2. Dezember 2017 um 12:54
    • #7

    Ich lerne durch die Atembeobachtung das es überhaupt nicht um die Luft geht. Es geht um die Beobachtung des Zwerchfells (bitte die Lage anhand von Anatomiebilder überprüfen). Wenn ich das Zwerchfell beobachte merke ich schnell das ich damit in die Bewegung eingreife und muss in das Gewahrsein der Bewegungen wechseln und dann werde ich geatmet. Auch atme ich nicht in den Bauch sondern in die Lunge. Auch ist das Gewahrsein nicht im Hara, viel zu tief.

    Geatmet wird mit dem Zwergfell und das macht das fast ganz allein, Das bewegt die Lunge die sonst zu keinerlei Bewegung fähig wäre, das ist ein Hautballon ohne Muskeln. Gehört zur Leichenbetrachtung.

  • Frieden-und-Freude
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    • 2. Dezember 2017 um 13:11
    • #8
    Ellviral:

    ... merke ich schnell das ich damit in die Bewegung eingreife und muss in das Gewahrsein der Bewegungen wechseln und dann werde ich geatmet.

    Was diese passiv-akzeptierende Einstellung zum Atem unterstützen kann, ist das Mantra "Es atmet mich".
    (Aus dem autogenen Training, aber auch gut geeignet für Atem-Achtsamkeit.)

    Das Mantra am besten beim Ausatmen verwenden. Es vertieft die Entspannung, die ohnehin mit dem Ausatmen verbunden ist.

    Sila, Samadhi, Panna. Der Weg ist die Praxis.

  • Noreply
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    • 2. Dezember 2017 um 14:28
    • #9
    Frieden-und-Freude:
    Ellviral:

    ... merke ich schnell das ich damit in die Bewegung eingreife und muss in das Gewahrsein der Bewegungen wechseln und dann werde ich geatmet.

    Was diese passiv-akzeptierende Einstellung zum Atem unterstützen kann, ist das Mantra "Es atmet mich".
    (Aus dem autogenen Training, aber auch gut geeignet für Atem-Achtsamkeit.)

    Das Mantra am besten beim Ausatmen verwenden. Es vertieft die Entspannung, die ohnehin mit dem Ausatmen verbunden ist.

    Wenn ich steure dann nur das Ausatmen, aber nicht durch nicht mehr atmen. Soweit wie es ohne Druck/Stress geht und dann mit dem Punkt der Einatmens loslassen. Ich hab gelernt ohne Absätze oder Pausen zu atmen. Erkannt habe ich das das Ausatmen Mein Leben ausatmen ist und das Einatmen das Leben einatmen. So konnte ich über Jahre das Leben einfach ausatmen das ich mir wünschte und das einatmen das da ist.

  • Carneol
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    • 2. Dezember 2017 um 19:41
    • #10
    Ellviral:
    Frieden-und-Freude:

    Was diese passiv-akzeptierende Einstellung zum Atem unterstützen kann, ist das Mantra "Es atmet mich".
    (Aus dem autogenen Training, aber auch gut geeignet für Atem-Achtsamkeit.)

    Das Mantra am besten beim Ausatmen verwenden. Es vertieft die Entspannung, die ohnehin mit dem Ausatmen verbunden ist.

    Wenn ich steure dann nur das Ausatmen, aber nicht durch nicht mehr atmen. Soweit wie es ohne Druck/Stress geht und dann mit dem Punkt der Einatmens loslassen. Ich hab gelernt ohne Absätze oder Pausen zu atmen. Erkannt habe ich das das Ausatmen Mein Leben ausatmen ist und das Einatmen das Leben einatmen. So konnte ich über Jahre das Leben einfach ausatmen das ich mir wünschte und das einatmen das da ist.


    :):like:

    Fokus auf den Ausatem, so hab' ich das auch gelernt. Auch die Atempause beachten. Nichts steuern, "es atmet mich". Bei Gedanken den Ausatem zählen, nur immer bis 10, dann wieder von vorn. So merke ich, oops, da war ich schon bei 23, macht nichts, bei 1 geht's weiter...

    LG :rainbow:

    Im erwachten Herzen leuchtet jede Farbe. (Jack Kornfield)

  • jianwang
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    • 2. Dezember 2017 um 20:24
    • #11

    "Da sitzt der Mönch, beim Mönche sitzend und errichtet vor den Toren den Schutzwall seiner Achtsamkeit"

    Fokus auf Nichts, Achten auf Nichts.
    All dies sind Hilfsmittel, das Denken zu "bezwingen".

    Doch natürlich nur für shikantaza :grinsen:
    Ob "Anderes" hilft, das Denken des Ego zu beenden *schulterzuckt*

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.

    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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