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Vipassana und Theravada

  • Arthur1788
  • 27. Oktober 2017 um 15:26
  • Zum letzten Beitrag
1. offizieller Beitrag
  • Arthur1788
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    • 27. Oktober 2017 um 15:26
    • #1

    Meines Wissens nach hat die Vipassana-Meditation ihren Ursprung im Theravada-Buddhismus, das genaue Verhältnis ist mir aber noch nicht so ganz klar. Wird überall dort, wo Vipassana gelehrt wird, zumindest implizit auf die Theravada-Tradition Bezug genommen? Oder gibt es auch völlig "säkulare" Vipassana-Schulen? Und umgekehrt: Wird in jeder Theravada-Schule grundsätzlich Vipassana-Meditiation gelehrt?

  • Frieden-und-Freude
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    • 27. Oktober 2017 um 15:45
    • #2
    Arthur1788:

    Meines Wissens nach hat die Vipassana-Meditation ihren Ursprung im Theravada-Buddhismus, das genaue Verhältnis ist mir aber noch nicht so ganz klar. Wird überall dort, wo Vipassana gelehrt wird, zumindest implizit auf die Theravada-Tradition Bezug genommen? Oder gibt es auch völlig "säkulare" Vipassana-Schulen? Und umgekehrt: Wird in jeder Theravada-Schule grundsätzlich Vipassana-Meditiation gelehrt?

    "Vipassana" bedeutet ja Einsicht, und selbstverständlich hat jede buddhistische Meditation den Anspruch, zur rechten Einsicht beizutragen.
    Also auch jemand, der "Ruhemeditation" praktiziert, geht in der Regel davon aus, dass durch die Ruhe die Achtsamkeit und Einsichtsfähigkeit gestärkt werden.
    Dass es da einen Gegensatz gebe zwischen Samatha und Vipassana, behaupten nur diejenigen, die glauben, eine ganz bestimmte Meditationstechnik (z.B. Body Scan) sei besonders einsichtsfördend. :)

    Wenn du die Goenka Vipassana Richtung meinst: ja, das ist eine Theravada-Schule. Es gibt aber viele Theravada-Schulen, die ganz andere Formen von Meditation lehren.
    Und natürlich gibt es den Body Scan aus der Goenka-Vipassana Richtung auch in säkularer Form: Nennt sich MBSR. :)

    Sila, Samadhi, Panna. Der Weg ist die Praxis.

  • mukti
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    • 27. Oktober 2017 um 18:06
    • #3
    Arthur1788:

    Meines Wissens nach hat die Vipassana-Meditation ihren Ursprung im Theravada-Buddhismus, das genaue Verhältnis ist mir aber noch nicht so ganz klar. Wird überall dort, wo Vipassana gelehrt wird, zumindest implizit auf die Theravada-Tradition Bezug genommen? Oder gibt es auch völlig "säkulare" Vipassana-Schulen? Und umgekehrt: Wird in jeder Theravada-Schule grundsätzlich Vipassana-Meditiation gelehrt?


    Vielleicht kann der Wikipedia Artikel, besonders die Darstellung unter "Historische Entwicklung" was zu deinen Fragen beitragen. https://de.wikipedia.org/wiki/Vipassana

    Mit Metta, mukti.


  • accinca
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    • 27. Oktober 2017 um 18:25
    • #4
    mukti:

    Vielleicht kann der Wikipedia Artikel, besonders die Darstellung unter "Historische Entwicklung" was zu deinen Fragen beitragen. https://de.wikipedia.org/wiki/Vipassana


    Vipassana ist ein Begriff aus den Lehrreden des Buddha.
    Er bezieht sich auf die Übungen die zur Durchschauung führen
    im Gegensatz zu solchen Übungen deren Ziel die Sammlung auf Ruhe ist.

  • SPK
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    • 27. Oktober 2017 um 19:10
    • #5

    Ich glaube, dass Vipassana ursprünglich "Klarblick" (Einsicht) bedeutet und keine Technik ist, aber später dann so benannt wurde ("Vipassanameditation"), wobei ich das irretierend finde, weil nach 2Wochen eines Kurses für mich nicht zwangsläufig Einsicht entstehen muss, es klingt aber so, als ob das der Fall sei, dh. als ob man "Vipassana macht" und nicht bestimmte Praktiken.

  • accinca
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    • 27. Oktober 2017 um 19:24
    • #6
    Spock:
    accinca:


    Vipassana ist ein Begriff aus den Lehrreden des Buddha.
    Er bezieht sich auf die Übungen die zur Durchschauung führen
    im Gegensatz zu solchen Übungen deren Ziel die Sammlung auf Ruhe ist.


    Ich dachte, dass Vipassana ursprünglich "Klarblick" (Einsicht) bedeutet und keine Technik ist, aber später dann so benannt wurde. Also als eine bestimmte Technik.


    Das sehe ich jetzt nicht so den Unterschied.
    Wenn jemand Klarblick übt ist es sowohl eine Technik
    als auch ein Ergebnis soweit es gelingt diese zu halten.

    samathavipassanā = Gemütsruhe und Hellblick können
    auch zusammen auftreten aber meist überwiegt das eine.

  • SPK
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    • 27. Oktober 2017 um 19:34
    • #7

    accinca: Tschuldigung, ich hab editiert.

    Ich denke, dass man mit der/den Technik/en bestimmte Bedingungen begünstigen kann (zB. Ruhe), aber es sozusagen keine Garantie ist für Einsicht und insofern verschieden. So war das von mir gemeint.

  • accinca
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    • 27. Oktober 2017 um 20:27
    • #8
    Spock:

    Ich denke, dass man mit der/den Technik/en bestimmte Bedingungen begünstigen kann (zB. Ruhe), aber es sozusagen keine Garantie ist für Einsicht und insofern verschieden. So war das von mir gemeint.


    Richtig, Ruhe alleine garantiert noch keine Einsicht aber
    Unruhe wie auch alle fünf Hemmungen (niravana) verhindern Einsicht.

  • void
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 27. Oktober 2017 um 23:08
    • Offizieller Beitrag
    • #9

    Laut dem Artikel Die „Besondere“ Vipassana-Tradition Von S. N. Goenka – Und Ihre Angeblich „Reine Technik“ Des Buddhas ist es so, daß Goenka sich auf eine Vipassana-Tradition beruft,die für sich in Anspruch nimmt eine frühbuddhistische "reine Technik" Buddhas anzuknüpfen. Die - weil Goenka ja selbst aus dem Hinduismus kam - eine Nähe zu hinduistischen Reinheits und Substanzideen gibt.

    Wird denn da dann überhaupt der Palikanon als Hautreferenz betrachtet oder ist das eher ganz an der Meditation orientierte? Ich weiß, daß da die 10 Tages Retreats wichtig sind. Aber studiert man auch den Palikanon?

    Die Idee das Vipassana konfessionslos sei, erinnert mich sehr an Tendenzen Zen aus dem buddhistischen Kontext herauslösen zu wollen.

  • Arthur1788
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    • 28. Oktober 2017 um 16:40
    • #10

    Danke für die Antworten!

    Mein erster Eindruck, dass Theravada hinsichtlich der Meditationspraxis deutlich vielfältiger - man könnte auch sagen unübersichtlicher- ist als Zen scheint sich zu bestätigen. Dem Zazen am nächsten kommt im Theravada noch die Samatha-Methode, wenn ich das richtig verstanden habe?

  • Kosmo
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    27. Oktober 2017
    • 2. November 2017 um 11:10
    • #11
    void:

    Laut dem Artikel Die „Besondere“ Vipassana-Tradition Von S. N. Goenka – Und Ihre Angeblich „Reine Technik“ Des Buddhas ist es so, daß Goenka sich auf eine Vipassana-Tradition beruft,die für sich in Anspruch nimmt eine frühbuddhistische "reine Technik" Buddhas anzuknüpfen. Die - weil Goenka ja selbst aus dem Hinduismus kam - eine Nähe zu hinduistischen Reinheits und Substanzideen gibt.

    Wird denn da dann überhaupt der Palikanon als Hautreferenz betrachtet oder ist das eher ganz an der Meditation orientierte? Ich weiß, daß da die 10 Tages Retreats wichtig sind. Aber studiert man auch den Palikanon?

    Die Idee das Vipassana konfessionslos sei, erinnert mich sehr an Tendenzen Zen aus dem buddhistischen Kontext herauslösen zu wollen.


    Vipassana ist keine Marke , auch nicht bei Goenka.
    Das praktizieren geht auf die Atemmeditation und nach U Ba Khin /Goenka dann mit dem Bodysweeping in die Einsichtsmeditation den Körperempfindungen nach. Die Methoden sind bei denen zwei, wie ich empfinde sehr wirksame und schlüssige, die sie aus der Historie übernommen haben. Es werden 1x täglich Vorträge gehalten, die sich auch mit dem Palikanon beschäftigen. Ich habe den Kurs bei einem Theravadamönch der sich an U Ba Khins Methode orientiert, aber dennoch frei rezitiert.Der Kurs hat einen strukturellen Rahmen und es wird der Theravada Buddhismus gepflegt, also auch Rituale finden statt.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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