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Buddhismus und Jugend

  • Lucky Luke
  • 16. Mai 2017 um 08:12
  • Zum letzten Beitrag
  • Lucky Luke
    Gast
    • 16. Mai 2017 um 08:12
    • #1

    Zwar gibt es im Westen zur Zeit recht viel Angebote in buddhistischen Zentren, das Alter der Teilnehmer ist nach meinen Beobachtungen jedoch eher Ü50.

    Warum ist das so? Warum interessieren sich viele "jüngere" Menschen (also Menschen unter 50) seltener für spirituelle Themen. Wie könnte man sie erreichen? Müssen Dharma Zentren "jugendlicher" werden, was immer das heißt?

  • Monika
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    • 16. Mai 2017 um 08:47
    • #2

    Moin SY,
    war es zur Zeit Buddha anders? Ich glaube nicht. Meistens fängt jemand an, sich dafür zu interessieren, wenn das Leben nicht so verläuft wie erträumt.
    Abgesehen davon geht es nicht darum, welche Altersklasse sich dafür interessiert - finde ich, denn der Buddhismus missioniert ja nicht.
    Wozu sich also sorgen? Ist nicht alles auch karmisch bedingt?
    _()_ Monika

  • Moosgarten
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    • 16. Mai 2017 um 09:28
    • #3

    Das war vor 15 Jahren noch anders. :)
    Es liegt also ganz bestimmt nicht an den Jungen und auch nicht am Thema - jedenfalls nicht, wenn man es nicht ins "Spirituelle" zwingt.
    Die Jungen haben ja auch ihre - durchaus existenziellen Probleme, aber wohl ebenso überwiegend das Gefühl, dass man da von den Alten - besonders den "Mittelalten" kaum was erwarten kann.
    Ich selbst, deutlich Ü50, habe auch das Gefühl.
    Es macht keinen Sinn, das hier diskutieren zu wollen, wer da was wissen will, muß sich einfach mal öfter in der Gesellschaft der Generation seiner Söhne und Töchter bewegen.

  • Samten
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    • 16. Mai 2017 um 09:39
    • #4
    Sherab Yönten:

    Zwar gibt es im Westen zur Zeit recht viel Angebote in buddhistischen Zentren, das Alter der Teilnehmer ist nach meinen Beobachtungen jedoch eher Ü50.

    Warum ist das so? Warum interessieren sich viele "jüngere" Menschen (also Menschen unter 50) seltener für spirituelle Themen. Wie könnte man sie erreichen? Müssen Dharma Zentren "jugendlicher" werden, was immer das heißt?


    so sieht das beim "Mukpo-Clan" aus:

    Ziji Gemeinschaft - U-30 Meditation

    Meditation für Anfänger und Fort­geschrittene, auf Wunsch mit Meditationsanleitung. Von jungen Leuten für junge Leute. Wir treffen uns jeden Mittwoch im Monat zum Meditieren und sitzen oft danach noch zusammen und klönen.

    also keine "Nachwuchssorgen"...

  • jianwang
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    • 16. Mai 2017 um 10:02
    • #5

    Den Buddhismus al "spirituell" zu bezeichnenost imho schon falsch ...
    Denn auch das Spirituelle gehört zum Sein ... und gerade dessen Überwindung ist der erste Schritt ...

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.

    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

  • Lucky Luke
    Gast
    • 16. Mai 2017 um 10:09
    • #6
    jianwang:

    Den Buddhismus al "spirituell" zu bezeichnenost imho schon falsch ...
    Denn auch das Spirituelle gehört zum Sein ... und gerade dessen Überwindung ist der erste Schritt ...

    OT:....ich würde eher sagen, dass die "Überwindung des Spirituellen" der letzte Schritt ist.

    Aber mal unabhängig davon: Ich hätte das Wort "spirituell" auch weglassen können.
    Darum ging es mir hier nicht.

  • fotost
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    • 16. Mai 2017 um 10:34
    • #7
    Sherab Yönten:

    Zwar gibt es im Westen zur Zeit recht viel Angebote in buddhistischen Zentren, das Alter der Teilnehmer ist nach meinen Beobachtungen jedoch eher Ü50.

    Warum ist das so? Warum interessieren sich viele "jüngere" Menschen (also Menschen unter 50) seltener für spirituelle Themen. Wie könnte man sie erreichen? Müssen Dharma Zentren "jugendlicher" werden, was immer das heißt?

    Hmmm. Also meine Probleme mit dem Begriff spirituell stelle ich mal zurück, ich denke, ich verstehe was Du meinst.

    Das scheint durchaus etwas zu sein, daß auch andere religiöse/weltanschauliche Gruppierungen betrifft.
    Die christlichen Kirchen haben ein extremes Überalterungsproblem, aber auch Organisationen wie politische Parteien oder Gewerkschaften. Das Durchschnittsalter der Mitglieder politischer Parteien liegt inzwischen über 60 Jahre.

    Das ist zum Teil sicher Ausdruck einer alternden Gesellschaft überhaupt, zum guten Teil dürfte es auch dem riesigen Angebot alternativer Beschäftigungsmöglichkeiten (ohne Wertung. einfach nur eine Feststellung) im rein weltlichen Bereich geschuldet sein.

    Wäre es für die Sangha gut, wenn sich mehr jüngere Leute aktiv beteiligen würden? Wahrscheinlich ja.
    Kann man was dafür tun? Eher nein.

    Komm und sieh 8)
    Dann kommen sie eben etwas später und wir älteren müssen einfach länger jung bleiben :grinsen:

  • mukti
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    • 16. Mai 2017 um 11:24
    • #8
    Sherab Yönten:

    Zwar gibt es im Westen zur Zeit recht viel Angebote in buddhistischen Zentren, das Alter der Teilnehmer ist nach meinen Beobachtungen jedoch eher Ü50.

    In Österreich im Theravada-Dhammazentrum sind viele jüngere Leute. Es gibt vom BZÖ auch Organisationen wie Buddhistische Jugend und Schulunterricht.

    Mit Metta, mukti.


  • Mohan Gnanathilake
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    • 3. Juni 2017 um 06:08
    • #9

    In Bezug auf dieses Thema möchte ich eine Antwort erstellen.

    Für die meisten jüngeren Menschen ist ihre Religion eine Weltanschauung, die sie annehmen, um sich zu trösten und zu fühlen, wie sie zu etwas gehören. Nur eine Minderheit von ernsthaften Praktizierenden nutzt ihre Religion als Leitfaden für die Umwandlung.

    „Das Denken schweift gern ab, man hält es schwer zurück;
    Es zähmen, das ist gut; gezähmt bringt Denken Glück.“
    ( Dhammapada 35 Citta – Denken )

  • Noreply
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    • 3. Juni 2017 um 11:49
    • #10
    Mohan Gnanathilake:

    In Bezug auf dieses Thema möchte ich eine Antwort erstellen.

    Für die meisten jüngeren Menschen ist ihre Religion eine Weltanschauung, die sie annehmen, um sich zu trösten und zu fühlen, wie sie zu etwas gehören. Nur eine Minderheit von ernsthaften Praktizierenden nutzt ihre Religion als Leitfaden für die Umwandlung.

    Das liegt daran das es keum Vermittlungen gibt die zur Umwandlung anleiten. Denn eine Umwandlung zerstört nach und nach das Gefühl der Zugehörigkeit. Wenn das Gefühl verschwindet gibt es das Bestreben es zu erhalten und damit ensteht Angst vor Umwandlung. Das bewirkt entweder emotionales und Gedankliches hineingehen, unbedingter Glauben, oder hinausgehen um neu zu suchen oder die Umwandlung im stillen Kämmerlein weiter zu verfolgen. Dieses hinausgehen ist ein Hauslos werden. Das verlassen der Gemeinschaft der dem Buddha folgenden geschieht in den meisten Fällen weil auch die Leiter glauben wollen das die Umwandlung das Gemeinsam-sein zerstört. Sie haben nicht erkannt das eine Gemeinschaft erst eine Gemeinschaft ist wenn sie lehrt die Gefühle zu Betrachten, den Weg zur bedingungslosen Liebe geht. In einer Gruppe die diesen Weg geht gibt es alle Formen der Gemeinschaft.

  • fotost
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    • 3. Juni 2017 um 12:11
    • #11
    Ellviral:


    ...
    Das verlassen der Gemeinschaft der dem Buddha folgenden geschieht in den meisten Fällen weil auch die Leiter glauben wollen das die Umwandlung das Gemeinsam-sein zerstört. Sie haben nicht erkannt das eine Gemeinschaft erst eine Gemeinschaft ist wenn sie lehrt die Gefühle zu Betrachten, den Weg zur bedingungslosen Liebe geht. In einer Gruppe die diesen Weg geht gibt es alle Formen der Gemeinschaft.

    Das seh' ich nicht ganz so pessimistisch, wenigstens von Ansatz her.
    Zu den drei Zufluchtselementen gehört ja nicht ohne Grund gleichberechtigt die Gemeinde dazu. Ein Problem dürfte hier in Deutschland sein, daß die Gemeinden oft relativ klein sind und, um auf den Ausgangspunkt zurück zu kehren, meist nur wenige jüngere Mitglieder haben.

    Natürlich ist Veränderung, Entwicklung in jedem Alter möglich. Bei jüngeren Menschen ist die Suche, wie Mohan geschrieben hat aber häufig anders ausgeprägt.

  • Noreply
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    • 3. Juni 2017 um 13:23
    • #12

    Ich hab die Erfahrung gemacht das gerade junge Leute es nicht kuschelig sonder kompetent, befreiend haben wollen. Sie suchen nicht die Gemeinschaft, die haben sie schon, sie suchen Befreiung von Illusionen und dass kann dann auch schon mal kalt sein, sie spüren es genau wenn da die Wärme der unbedingten Liebe im Hintergrund ist. Auch durch das dickste Eis der Wirklichkeit der Sinnesobjekte. Auch habe ich erfahren das ich auf keinen Fall auf die Liebe zugreifen darf die mir da entgegenströmt, es ist nur die unbedingte Liebe die ihren Ausdruck nur so zeigen kann. Sehr verletzend ist es daraus eine Liebe zu mir zu machen und sie verkörperlichen. Ja auch davon weiss ich, wie Missbrauch von sich Hingebenden funktioniert. Weit vor der Aufgabe als Ausbilder. Auch sehr einfach doch schwer zu erkennen.
    Junge Menschen wollen einen Opa haben der sogar peripher an ihrem Leben teil haben kann, den Zirkus wollen sie selber leiten. Jemanden der bedingungslos lieben kann und dadurch in all ihren Sorgen ihnen Sicherheit geben kann wie sie ihre Attraktionen vielleicht besser bringen können, vielleicht, wenn sie es möchten! Das wahr und ist immer die Aufgabe der Großeltern gewesen, die Enkel zu verderben, sie befreien von den Zwängen der Eltern und genau darum die Grenzen zu erkennen, Fehler machen zu können um Berichtigung zu erhalten und keine weiteren Vorwürfe. Buddha ist ein Ururgroßvater.

Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

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