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Weltliche Pflicht versus Dhamma

  • insitukim
  • 13. November 2016 um 10:51
  • Zum letzten Beitrag
1. offizieller Beitrag
  • insitukim
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    13. November 2016
    • 13. November 2016 um 10:51
    • #1

    Liebe Verehrungswürdige Forumsmitglieder, möge auch Ihnen mein Problem zum Wohle gedeihen,
    Meine Frage betrifft eine Episode aus der Endphase der Sakkyer. Wo ich das gelesen oder gehört habe ist mir entfallen, aber sicher ist ich habe es gehört. Selbst wenn es nicht passiert sein sollte, ist das Problem trotzdem relevant.
    Folgendes ist passiert:
    Das Sakkyer Königreich wird von einem feindlichem Herrscher bedroht. Es kommt zum Kampf. Die Sakkyer Krieger als gute Buddhisten (ich gehe davon aus mindestens Stromeintritt) schießen in die Luft und werden alle getötet.

    Meine Frage: Ein Krieger zu jener Zeit war Berufssoldat. Das Volk verlässt sich auf ihn in Verteidigungsfragen.
    Ich nehme nicht an, dass alle gleichzeitig im Angesicht des Feindes den Stromeintritt erlangten, sich deshalb gelassen töten ließen und damit großes Leid an Vermögen und Leben über die zu Schützenden zuließen, die, davon gehen wir einmal aus, noch nicht so fortgeschritten waren, möglicherweise Laienanhänger, oder ganz anderen Glaubens.

    In der Bagghavadgita ist dieses Problem klar gelöst.

    Es geht mir nicht um die individuelle Entscheidung, die ich meinen nächsten Angehörigen gegenüber zu verantworten habe.
    Es geht mir um die Pflicht eines Amtsträgers.
    Was ist so Ihre Meinung dazu?
    Vielen Dank

  • Freeman reloaded
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    • 13. November 2016 um 14:30
    • #2

    Lieber insitukim,

    " Wo ich das gelesen oder gehört habe ist mir entfallen..."

    Das ist schade^^

    Kann es evt sein, dass Du Sakya mit Kshatrya verwechselst?

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Sakya

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kshatriya

    " Die Vertreter der Substanz sind wie Kühe, die Vertreter der Leere noch schlimmer."

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  • Freeman reloaded
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    • 13. November 2016 um 15:48
    • #3

    ... den Terminus "Sakkyer" oder "Sakkyer Königreich" habe ich jedenfalls noch nie gehört- magst Du diesen Terminus etwas näher erläutern?

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    • 13. November 2016 um 16:22
    • Offizieller Beitrag
    • #4
    Freeman reloaded:

    ... den Terminus "Sakkyer" oder "Sakkyer Königreich" habe ich jedenfalls noch nie gehört- magst Du diesen Terminus etwas näher erläutern?

    Gemeint ist wohl Shakya also die Adelsrepublik aus der Shkyamuni Buddha stammte. Und das Ereignis ist die Annexion durch viel grössere Kosala das dann selber wieder von Magadha geschluckt wurde.

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  • Freeman reloaded
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    • 13. November 2016 um 16:37
    • #5

    Ok. Allerdings, waren die Shakyas Buddhisten?

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    • 13. November 2016 um 16:54
    • Offizieller Beitrag
    • #6
    Freeman reloaded:

    Ok. Allerdings, waren die Shakyas Buddhisten?

    Es war so dass Buddha Shkyamuni ja von zu Hause wegging. Als er zum Lehrer wurde folgten ihm wichtige Leute aus seinem Klan und wurden auch Mönche. So war Amanda Buddhas Cousin und auch Deavdatta war ein Shakya. Auch seine Mutter soll sich dem Orden angeschlossen haben. Aber das die Shakyas Buddhisten waren kann man nicht sagen.

    Gegenüber Soldaten sagte Buddha das Soldatenjob und Buddhismus unvereinbar sind weswegen es auch keine in die Luft schießenden Soldaten gab.Übrigens war ein späterer Herrscher von Kosala ein Anhänger Buddhas und auch mit dem Herrschern von Maghadas verstand er sich gut.

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  • Freeman reloaded
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    • 13. November 2016 um 17:03
    • #7

    Herzlichen Dank für Deinen informativen Kommentar!

    " Gegenüber Soldaten sagte Buddha das Soldatenjob und Buddhismus unvereinbar sind weswegen es auch keine in die Luft schießenden Soldaten gab."

    Na, damit dürfte dann insitukims Frage wohl ausreichend beantwortet sein :)

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    • 13. November 2016 um 17:10
    • Offizieller Beitrag
    • #8
    Freeman reloaded:

    Na, damit dürfte dann insitukims Frage wohl ausreichend beantwortet sein :)

    Es fehlt noch die Quelle:

      Hab' ich dir nicht ausdrücklich gesagt: 'Laß es gut sein, Hauptmann, frage mich das nicht?' Doch ich will es dir erklären: Wer da als Soldat in die Schlacht zieht und mutig kämpft, dessen Herz ist schon vorher niedrig, auf schlechter Fährte, schlecht gerichtet: 'Diese Wesen sollen geschlagen werden, umgebracht werden, zerstört und vertilgt werden, sie dürfen nicht mehr da sein'. Während er so mutig kämpft, wird er erschlagen, hingestreckt, und bei der Auflösung des Körpers nach dem Tode wird er der Siegreichen Hölle, wie sie genannt wird, anheimfallen. Wenn er aber etwa die Ansicht hat: 'Wer da als Soldat in die Schlacht zieht und mutig kämpft, und er wird erschlagen, hingestreckt, der gelangt bei der Auflösung des Körpers nach dem Tode zur Gemeinschaft der Siegreichen Götter empor', so ist das seine falsche Ansicht. Mit falscher Ansicht aber, Hauptmann, stehen ihm zwei Fährten bevor, sag ich: Hölle oder Tierreich".

      Auf diese Worte weinte der Hauptmann laut und brach in Tränen aus.

      Palikanon

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  • Freeman reloaded
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    • 13. November 2016 um 17:15
    • #9

    Aua aua, der arme Hauptmann :cry:

    Vielleicht sollte der Hauptmann bei seiner Wiedergeburt dann doch die Hölle wählen, denn da kann er dann evt nochmal in Ruhe drüber nachdenken, im Tierreich wohl eher nicht.

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  • Yofi
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    • 13. November 2016 um 17:47
    • #10

    Das Problem der Angaben über die Umstände, in denen der historische Buddha und seine Nachfolger gelebt haben besteht darin, dass weder Chronik-Eintragungen noch sonstige verwendbare geschichtliche Daten vorliegen, und deshalb die politische Situation der damaligen Zeit sowie Daten und sonstige Ereignisse aus dieser Zeit aus religiösen Texten, die mehrere Jahrhunderte nach dem Tod des Buddha entstanden sind, nur unzureichend erkennbar sind.

    Die in Sri Lanka überlieferten historiografischen Berichte, die die politische Lage und das Leben des historischen Buddha aus der Sicht der Theravadins schildern, beziehen sich auf eine Zeit, in der es weder Zeitrechnung noch eine Möglichkeit schriftliche Hinterlassenschaft zu überliefern gab. Wie Karl-Heinz Golzio in seiner geschichtlichen Abhandlung über den Buddhismus schreibt, sind auch die vermutlich aus dem 1. Jh. überlieferten Inselchroniken bereits mit widersprüchlichen Angaben versehen.

    Über das Verhältnis der Mönche zu damaligen weltlichen Pflichten und Aufgaben der Bürger, über die keine geschichtlich relevanten Angaben überliefert wurden gewesen ist, kann man also kaum zuverlässig berichten.

    Das, was wir heute in zahlreichen "geschichtlichen" Abhandlungen zu lesen bekommen, sind Berichte über Mythen, Thesen, sowie Vermutungen und Annahmen einiger späteren und auch gegenwärtigen Verfasser.

    Anders ausgedrückt - der Fantasie ist da freier Lauf gelassen.

    :) Gruß

  • Freeman reloaded
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    • 13. November 2016 um 17:53
    • #11

    Tja, letztlich verlieren sich die Spuren, ähnlich wie im Christentum, im Nebel der Geschichte.

    Nun denn, wer achtsam bleibt und unheilsames Handeln meidet, der braucht kein bedrucktes Papier, denn der Dharma ist überall und zu jeder Zeit wirksam, "instant Karma" sozusagen :)

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  • Morpho
    Gast
    • 16. November 2016 um 00:14
    • #12

    Yofi:

    Zitat

    Anders ausgedrückt - der Fantasie ist da freier Lauf gelassen.

    Der Kanon ist also frei fantasiert ? Das sehen Buddhisten aber anders. Sind dann auch die Sila überflüssig ? Das Abstehen von Töten und Lügen beispielsweise ?

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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