1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
    1. Letzte Änderungen
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhismus
  3. Allgemeines zum Buddhismus

Was wird eigentlich wiedergeboren?

  • Irmin82
  • 30. Oktober 2016 um 11:14
  • Zum letzten Beitrag
  • Irmin82
    Gast
    • 31. Oktober 2016 um 17:41
    • #26

    Die vier edlen Wahrheiten?

    War das ein Christ in der Disko in Amerika (meinst du das?), ich dachte es war ein Moslem. Wo bei es natürlich auch Muslime gibt, die eine sehr menschenfreundliche Auslegung des Islam leben.

    ◾Der Todesschütze Omar Mateen, 29, soll einen Treueschwur auf den "Islamischen Staat" geleistet haben. Er ist US-Amerikaner mit afghanischen Wurzeln.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan…-a-1097248.html

  • fotost
    Reaktionen
    377
    Punkte
    20.817
    Beiträge
    3.852
    Einträge
    126
    Mitglied seit
    10. Januar 2010
    • 31. Oktober 2016 um 18:06
    • #27
    Irmin82:


    War das ein Christ in der Disko in Amerika (meinst du das?), ich dachte es war ein Moslem. Wo bei es natürlich auch Muslime gibt, die eine sehr menschenfreundliche Auslegung des Islam leben.

    ◾Der Todesschütze Omar Mateen, 29, soll einen Treueschwur auf den "Islamischen Staat" geleistet haben. Er ist US-Amerikaner mit afghanischen Wurzeln.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan…-a-1097248.html

    Du machst da einen Gedankenüberschlag. Meine Anspielung ging natürlich in diese Richtung; die ganz konkrete Anweisung (männliche) Homosexuelle zu töten ist allerdings Bestandteil sowohl der islamischen wie der christlichen Lehre. Natürlich gibt es in muslimischen Gesellschaften gleich viel Schwule wie in christlich geprägten Gesellschaften.

    Der Auftrag Schwule zu töten gilt innerhalb ihres Denksystems auch für Christen.

    Zum Glück sind die auf dem Weg der Rosinenpickerei schon weiter getrieben worden und setzen ihren Unfug noch weniger um als die meisten anderen...

  • GyatsoJigme
    Reaktionen
    1
    Punkte
    261
    Beiträge
    52
    Mitglied seit
    29. Oktober 2016
    • 31. Oktober 2016 um 18:48
    • #28
    Zitat

    Zu unserem Glück :grinsen: Die Millionen Muslime in Deutschland bringen nicht wahllos den nächsten Atheisten um und die Christen richten keine Blutbäder in Schwulendiskos an oder unterstützen Sklaverei....

    Stimmt natürlich. Es geht mir aber weniger darum alles wörtlich zu nehmen (was im Islam solch ein Verhalten aufbringen würde) als vielmehr um die Grundaussagen bzw. Grundinhalte der jeweiligen Lehre. Und wenn man etwas Wissen über den Koran besitzt, weiß man, dass viele Gewaltverherrlichende Aussagen erst während der damaligen Kriege aufgeschrieben wurden.

    Zitat

    Im Buddhismus ist es einfacher, weil es kaum gewaltaufreizende Stellen gibt. auf der anderen Seite wegen der Komplexität und des Umfangs der Kerntexte erheblich problematischer.

    Auch hier hast du Recht. Dennoch denke ich, das die Grundlegenden Aussagen und Inhalte, ohne den ganzen Schnick Schnack durchaus schnell zu begreifen sind, was selbstverständlich aber wiederum nicht direkt eine Akzeptanz dessen mit sich zieht.

    Zitat

    Was wären für Dich etwa die Grundlagen, die Grundaussagen des Buddha?

    Er lehrt woher Leiden kommt, wie es verschwindet. Er hat, als er erwachte, frühere Leben gesehen und erfahren, dass wir alle ein Teil des Karmischen Flusses sind, der sich durch etliche Äonen zieht. Gleichzeitig gibt es keinen klar definierten Anfang und kein Ende.

    Bedeutet, alles was in unserer Macht liegt, ist, im heutigen Leben alles dafür zu tun, entweder durch Erwachen aus Samsara auszutreten, oder aber durch einhalten der Silas und beständiger Praxis die nächste Wiedergeburt dahingehend zu beeinflussen, dass diese es schaffen kann.

    Außerdem sagte er, das jedes Wesen dazu in der Lage sei, zu Erwachen (Nicht nur Mönche, liebe Theravada Buddhisten ;) )

    In meinen Augen sind das alles grundlegende Aussagen von Buddha.

    Man kann viel darüber sprechen, ob Buddha selbst an Wiedergeburt glaubte, dass nur Hinduistische Einflüsse sind, oder aber Schnick Schnack den er sich bedienen musste damit die Leute ihn verstehen. Im Endeffekt jedoch ist es egal, weil er es lehrte.

    Und hier spreche ich besonders von Karma und Wiedergeburt. Das sind die zwei Hauptpunkte denen viele Menschen, besonders Hobby Buddhisten aus dem Westen, gerne aus dem Weg gehen, weil sie es für Nonsense halten.

    Ich selbst war früher so jemand. Jedoch kann man das nicht einfach wegschweigen.

    Ich meine klar, wenn jemand die Praxis verfolgt, Silas einhält, ist es auch egal ob derjenige nun an Wiedergeburt glaubt oder nicht.

    Selbst der Dalai Lama erwähnte das einmal und stellte klar, dass es nicht schlimm ist, wenn man nicht dran glauben will, vorausgesetzt man verhält sich ethisch korrekt.

    Jedoch ist es Teil vom Buddhismus. Und zwar ein Grundlegender Teil. Wozu meditiert man, wenn man nicht aus Samsara austreten möchte ? Fürs Wohlbefinden ? Dann braucht man keinen Buddhismus.

    Wozu meditieren, wenn man nicht das Ziel verfolgt dem Leid ein Ende zu setzten und wenn man es nicht schafft, durch dementsprechendem Verhalten seinen karmischen Impuls zu beeinflussen, damit dieser dafür sorgt , dass die nächste Geburt eine bessere Chance dazu bekommt ?

    Wenn man Karma und Wiedergeburt einfach verwirft, dann braucht man auch kein Buddhist werden.

    Man kann sich auch ohne diese Religion auf seinen Boden setzten und meditieren. Viele machen das, und verbreiten dann irgendwelche, esoterischen, angeblichen Buddha Zitate um sich währendessen dann dabei besser zu fühlen.. Hat in meinen Augen aber nichts mit ernsthafter buddhistischer Meditationspraxis zu tun.

    Der Buddhismus ist offen, ist vielfältig, besitzt ein sehr großes Spektrum. Aber selbst Zen hat seinen Wurzeln nicht vergessen und integriert Karma und Wiedergeburt in seine Lehre, obwohl diese Punkte dort von sehr geringer Bedeutung sind.

    Muss man an Wiedergeburt glauben ? Nein, muss man nicht.

    Sollte man Wiedergeburt als essenziell wichtigen Teil der buddhistischen Lehre erkennen und akzeptieren ? Ja sollte man.

    Was von mir erklärt ist, lasst erklärt sein. Was von mir nicht erklärt ist, lasst nicht erklärt sein - Buddha Shakyamuni

    Einmal editiert, zuletzt von GyatsoJigme (31. Oktober 2016 um 18:52)

  • Sunu
    Reaktionen
    588
    Punkte
    15.038
    Beiträge
    2.887
    Mitglied seit
    7. Oktober 2015
    • 31. Oktober 2016 um 18:51
    • #29
    Irmin82:
    Zitat

    Und keine Aussich auf irgendeine eine "Belohnung".

    Sowas gibt es gar nicht ... :D

    Das ist das Gleiche, wie wenn du zu einem Menschen (Subjekt) sagst, sei doch mal objektiv. :P

    Sei doch mal objektiv

  • Spacy
    Punkte
    6.670
    Beiträge
    1.326
    Mitglied seit
    29. Oktober 2014
    • 31. Oktober 2016 um 20:02
    • #30

    Frag doch einfach: Was würde Nietzsche dazu sagen :clown: ?

  • Sunu
    Reaktionen
    588
    Punkte
    15.038
    Beiträge
    2.887
    Mitglied seit
    7. Oktober 2015
    • 31. Oktober 2016 um 20:17
    • #31
    GyatsoJigme:
    Zitat

    Zu unserem Glück :grinsen: Die Millionen Muslime in Deutschland bringen nicht wahllos den nächsten Atheisten um und die Christen richten keine Blutbäder in Schwulendiskos an oder unterstützen Sklaverei....

    Stimmt natürlich. Es geht mir aber weniger darum alles wörtlich zu nehmen (was im Islam solch ein Verhalten aufbringen würde) als vielmehr um die Grundaussagen bzw. Grundinhalte der jeweiligen Lehre. Und wenn man etwas Wissen über den Koran besitzt, weiß man, dass viele Gewaltverherrlichende Aussagen erst während der damaligen Kriege aufgeschrieben wurden.

    Zitat

    Im Buddhismus ist es einfacher, weil es kaum gewaltaufreizende Stellen gibt. auf der anderen Seite wegen der Komplexität und des Umfangs der Kerntexte erheblich problematischer.

    Auch hier hast du Recht. Dennoch denke ich, das die Grundlegenden Aussagen und Inhalte, ohne den ganzen Schnick Schnack durchaus schnell zu begreifen sind, was selbstverständlich aber wiederum nicht direkt eine Akzeptanz dessen mit sich zieht.

    Zitat

    Was wären für Dich etwa die Grundlagen, die Grundaussagen des Buddha?

    Er lehrt woher Leiden kommt, wie es verschwindet. Er hat, als er erwachte, frühere Leben gesehen und erfahren, dass wir alle ein Teil des Karmischen Flusses sind, der sich durch etliche Äonen zieht. Gleichzeitig gibt es keinen klar definierten Anfang und kein Ende.

    Bedeutet, alles was in unserer Macht liegt, ist, im heutigen Leben alles dafür zu tun, entweder durch Erwachen aus Samsara auszutreten, oder aber durch einhalten der Silas und beständiger Praxis die nächste Wiedergeburt dahingehend zu beeinflussen, dass diese es schaffen kann.

    Außerdem sagte er, das jedes Wesen dazu in der Lage sei, zu Erwachen (Nicht nur Mönche, liebe Theravada Buddhisten ;) )

    In meinen Augen sind das alles grundlegende Aussagen von Buddha.

    Man kann viel darüber sprechen, ob Buddha selbst an Wiedergeburt glaubte, dass nur Hinduistische Einflüsse sind, oder aber Schnick Schnack den er sich bedienen musste damit die Leute ihn verstehen. Im Endeffekt jedoch ist es egal, weil er es lehrte.

    Und hier spreche ich besonders von Karma und Wiedergeburt. Das sind die zwei Hauptpunkte denen viele Menschen, besonders Hobby Buddhisten aus dem Westen, gerne aus dem Weg gehen, weil sie es für Nonsense halten.

    Ich selbst war früher so jemand. Jedoch kann man das nicht einfach wegschweigen.

    Ich meine klar, wenn jemand die Praxis verfolgt, Silas einhält, ist es auch egal ob derjenige nun an Wiedergeburt glaubt oder nicht.

    Selbst der Dalai Lama erwähnte das einmal und stellte klar, dass es nicht schlimm ist, wenn man nicht dran glauben will, vorausgesetzt man verhält sich ethisch korrekt.

    Jedoch ist es Teil vom Buddhismus. Und zwar ein Grundlegender Teil. Wozu meditiert man, wenn man nicht aus Samsara austreten möchte ? Fürs Wohlbefinden ? Dann braucht man keinen Buddhismus.

    Wozu meditieren, wenn man nicht das Ziel verfolgt dem Leid ein Ende zu setzten und wenn man es nicht schafft, durch dementsprechendem Verhalten seinen karmischen Impuls zu beeinflussen, damit dieser dafür sorgt , dass die nächste Geburt eine bessere Chance dazu bekommt ?

    Wenn man Karma und Wiedergeburt einfach verwirft, dann braucht man auch kein Buddhist werden.

    Man kann sich auch ohne diese Religion auf seinen Boden setzten und meditieren. Viele machen das, und verbreiten dann irgendwelche, esoterischen, angeblichen Buddha Zitate um sich währendessen dann dabei besser zu fühlen.. Hat in meinen Augen aber nichts mit ernsthafter buddhistischer Meditationspraxis zu tun.

    Der Buddhismus ist offen, ist vielfältig, besitzt ein sehr großes Spektrum. Aber selbst Zen hat seinen Wurzeln nicht vergessen und integriert Karma und Wiedergeburt in seine Lehre, obwohl diese Punkte dort von sehr geringer Bedeutung sind.

    Muss man an Wiedergeburt glauben ? Nein, muss man nicht.

    Sollte man Wiedergeburt als essenziell wichtigen Teil der buddhistischen Lehre erkennen und akzeptieren ? Ja sollte man.

    Alles anzeigen
    Vajrachchedika Prajnaparamita Sutra:

    9.
    "Subhuti, was denkst Du? Sagt ein Schüler, der in den Strom des heiligen Lebens eingetreten
    ist, in sich selbst : 'Ich erlange die Frucht eines `in den Strom Eingetretenen`'?"
    Subhuti sagte : "Nein, Erhabener. Warum? Weil `ein in den Strom Eingetretener` nur ein Name
    ist. Es gibt keinen Strom-Eintritt. Der Schüler, der nicht Form, Klang, Geruch, Geschmack,
    Berührung oder anderen Eigenschaften Beachtung schenkt, der wird `ein in den Strom
    Eingetretener` genannt."
    "Subhuti, was denkst Du? Sagt ein Adept, dem nur eine einzige Wiedergeburt bevorsteht, in
    sich selbst : 'Ich erlange die Frucht eines `nur noch einmal Wiederkommenden`'?"
    Subhuti sagte : "Nein, Erhabener. Warum? Weil `nur noch einmal wiederkommen` nur ein
    Name ist. Es gibt kein Verscheiden, noch gibt es einen Eintritt ins Dasein. Das wird `nur noch
    einmal wiederkommen` genannt."
    "Subhuti, was denkst Du? Sagt ein Ehrenwerter, der nie mehr als Sterblicher wiedergeboren
    wird, in sich selbst : 'Ich erlange die Frucht eines `Nicht-Wiederkommenden`'?"
    Subhuti sagte : "Nein, Erhabener. Warum? Weil `Nicht-Wiederkommender` nur ein Name ist. Es
    gibt kein Nicht-Wiederkommen; deshalb die Benennung `Nicht-Wiederkommender`."
    Subhuti, was denkst Du? Sagt ein Heiliger in sich selbst : 'Ich habe `vollkommene Erleuchtung`
    erlangt'?"
    Subhuti sagte : "Nein, Erhabener. Warum? Weil es keinen solchen Zustand gibt, wie den, der
    `Vollkommene Erleuchtung` genannt wird. Erhabener, wenn ein Heiliger der Vollkommenen
    Erleuchtung in sich sagte : 'So bin ich', so würde er zwangsläufig die Vorstellung einer Ichheit,
    einer Persönlichkeit, eines Wesens oder einer abgesonderten Individualität hegen.
    Erhabener, wenn der Buddha erklärt, daß ich inmitten der Menschen im Yoga der
    vollkommenen Stille, im Verweilen in Zurückgezogenheit und im Freisein von Leidenschaften
    herausrage, so sage ich nicht in mir selbst : 'Ich bin ein Heiliger der Vollkommenen Erleuchtung,
    frei von Leidenschaften'.
    Erhabener, wenn ich in mir sagte : 'So bin ich', so würdest Du nicht erklären : 'Subhuti
    empfindet Glückseeligkeit beim Verweilen in Frieden, in Zurückgezogenheit inmitten des
    Waldes. Das ist so, weil Subhuti nirgendwo verweilt : Daher wird er `Subhuti, Freudevoll-
    Verweilender-in-Friede, Verweiler-in-der-Waldzurückgezogenheit` genannt'."

    Alles anzeigen
  • fotost
    Reaktionen
    377
    Punkte
    20.817
    Beiträge
    3.852
    Einträge
    126
    Mitglied seit
    10. Januar 2010
    • 31. Oktober 2016 um 20:41
    • #32
    GyatsoJigme:
    Zitat

    Zu unserem Glück :grinsen: Die Millionen Muslime in Deutschland bringen nicht wahllos den nächsten Atheisten um und die Christen richten keine Blutbäder in Schwulendiskos an oder unterstützen Sklaverei....

    Stimmt natürlich. Es geht mir aber weniger darum alles wörtlich zu nehmen (was im Islam solch ein Verhalten aufbringen würde) als vielmehr um die Grundaussagen bzw. Grundinhalte der jeweiligen Lehre. Und wenn man etwas Wissen über den Koran besitzt, weiß man, dass viele Gewaltverherrlichende Aussagen erst während der damaligen Kriege aufgeschrieben wurden.
    ...

    Wurden die danach genauso vehement widerrufen.. ? :doubt:

  • Irmin82
    Gast
    • 31. Oktober 2016 um 20:54
    • #33

    Ich find es lustig, dass man hier immer das Judentum ausspart. Sind sie doch die Gründer der abrahamitischen Religionen. Ich mag zwar die abrahamitischen Religionen nicht, wegen ihrem gut-böse Dualismus, aber ich respektiere sie natürlich und habe kein Problem mit Juden, Christen oder Moslems.
    Der gut-böse-Wahnsinn geht übrigens auf den Zoroastrismus - also die Perser - zurück.

  • GyatsoJigme
    Reaktionen
    1
    Punkte
    261
    Beiträge
    52
    Mitglied seit
    29. Oktober 2016
    • 31. Oktober 2016 um 21:12
    • #34
    Irmin82:

    Ich find es lustig, dass man hier immer das Judentum ausspart. Sind sie doch die Gründer der abrahamitischen Religionen. Ich mag zwar die abrahamitischen Religionen nicht, wegen ihrem gut-böse Dualismus, aber ich respektiere sie natürlich und habe kein Problem mit Juden, Christen oder Moslems.
    Der gut-böse-Wahnsinn geht übrigens auf den Zoroastrismus - also die Perser - zurück.

    Das Problem sehe ich woanders. Es liegt viel weniger am Gut-Böse Dualismus, als am verzweifelten Versuch alles erklären zu wollen.

    Denn dadurch hat jede der drei Religionen für die gleichen Themen, andere Erklärungen.

    Es gibt noch zu viele Muslime und Christen, besonders hier in Deutschland, die sich auch weiterhin darüber streiten ob Jesus nun Gott, oder Mensch war.

    Ist zwar für die Kern Aussage seiner Lehre vollkommen egal, aber naja..

    PS: Hier könnte man immer wieder die Richtigkeit der Lehre Buddhas bestätigt sehen. Denn wenn Menschen auf der Straße stehen und sich darüber streiten wer nun Recht hat, obwohl beide keinerlei Ahnung haben, dann ist das nur, weil sie sich mit den jeweiligen Lehren indentifzieren (Ich- Illusion) und sich dementsprechend angegriffen fühlen, wenn jemand kommt und diese als Falsch bezeichnen.

    Zitat

    Die eigenen irregeleiteten Gedanken sind gefährlicher und richten mehr Schaden an als ein Feind. (Dhammapada 42. Vers)

    Was von mir erklärt ist, lasst erklärt sein. Was von mir nicht erklärt ist, lasst nicht erklärt sein - Buddha Shakyamuni

  • Irmin82
    Gast
    • 31. Oktober 2016 um 21:22
    • #35

    Also dieser gut-böse Dualismus zeigt ja, dass davon ausgegangen wird, dass etwas aus sich selbst heraus existieren kann. Ich halt es schon für wertlos das Handeln eines Menschen als gut oder böse zu bewerten, aber zu sagen (oder glauben) ein Mensch ist böse, ist echt gemeingefährlich, weil was mach ich mit einem bösen Menschen? Den häng ich auf, nicht? Es gibt überhaupt kein gut oder böse, in diesen Kategorien zu denken, halte ich eigentlich echt für menschenverachtend und es zeugt auch von einem unglaublichen Ego und einem nicht verstehen von kausalen Zusammenhängen.
    Darum empfinde ich es auch als extrem ärgerlich, wenn man Aussagen des Buddha mit gut und böse übersetzt, anstatt mit heilsam oder unheilsam. Das ist was ganz anderes ...

  • xxx
    Reaktionen
    160
    Punkte
    10.240
    Beiträge
    1.956
    Mitglied seit
    11. Mai 2011
    • 31. Oktober 2016 um 21:47
    • #36
    Zitat

    Ich bitte um Meinungen, Antworten, Berichtigungen ... Danke :)i

    Wer sich damit beschäftig und so seinen Geist mit dieser Phantasie trübt hat den achtfachen Pfad verlassen.

  • Irmin82
    Gast
    • 31. Oktober 2016 um 21:55
    • #37

    Das heißt, man soll sich mit dem Thema gar nicht beschäftigen? :?

  • GyatsoJigme
    Reaktionen
    1
    Punkte
    261
    Beiträge
    52
    Mitglied seit
    29. Oktober 2016
    • 31. Oktober 2016 um 22:08
    • #38
    Irmin82:

    Das heißt, man soll sich mit dem Thema gar nicht beschäftigen? :?

    Wirst nicht viel erreichen. Wissen kannst du es sowieso nicht. Deshalb konzentriere dich auf das Hier und Jetzt. Was nach deinem Tod geschieht, wirst du noch früh genug sehen ^^

    Was von mir erklärt ist, lasst erklärt sein. Was von mir nicht erklärt ist, lasst nicht erklärt sein - Buddha Shakyamuni

  • xxx
    Reaktionen
    160
    Punkte
    10.240
    Beiträge
    1.956
    Mitglied seit
    11. Mai 2011
    • 31. Oktober 2016 um 22:09
    • #39
    Irmin82:

    Das heißt, man soll sich mit dem Thema gar nicht beschäftigen? :?

    Genau!

    Das ist nicht etwa meine persönliche Ansicht sondern eine der Kernaussagen Buddhas:

    Zitat

    7. "Auf solche Weise erwägt er unweise:

    'Gab es mich in der Vergangenheit?
    Gab es mich nicht in der Vergangenheit?
    Was war ich in der Vergangenheit?
    Wie war ich in der Vergangenheit?
    Was war ich, und was bin ich daraufhin in der Vergangenheit geworden?
    Wird es mich in der Zukunft geben?
    Wird es mich in der Zukunft nicht geben?
    Was werde ich in der Zukunft sein?
    Wie werde ich in der Zukunft sein?
    Was werde ich sein, und
    was werde ich daraufhin in der Zukunft werden?

    Oder ansonsten ist er über die Gegenwart verwirrt:
    'Bin ich?
    Bin ich nicht?
    Was bin ich?
    Wie bin ich?
    Wo kam dieses Wesen her?
    Wo wird es hingehen?'"


    8. "Wenn er auf solche Weise unweise erwägt, entsteht eine von sechs Ansichten in ihm.

    Die Ansicht 'für mich gibt es ein Selbst' entsteht in ihm als wahr und erwiesen; oder
    die Ansicht 'für mich gibt es kein Selbst' entsteht in ihm als wahr und erwiesen; oder
    die Ansicht 'ich nehme Selbst mit Selbst wahr' entsteht in ihm als wahr und erwiesen; oder
    die Ansicht 'ich nehme Nicht-Selbst mit Selbst wahr' entsteht in ihm als wahr und erwiesen;
    oder die Ansicht 'ich nehme Selbst mit Nicht-Selbst wahr' entsteht in ihm als wahr und erwiesen; oder
    ansonsten hat er eine Ansicht wie diese: 'Es ist dieses mein Selbst, das da spricht und fühlt und hier und da die Ergebnisse guter und schlechter Taten erfährt; aber dieses mein Selbst ist unvergänglich, dauerhaft, ewig, nicht der Vergänglichkeit unterworfen, und es wird so lange wie die Ewigkeit überdauern' [4].


    Diese spekulative Ansicht, ihr Bhikkhus, wird das Dickicht der Ansichten genannt, die Wildnis der Ansichten, die Verdrehtheit der Ansichten, der Wankelmut der Ansichten, die Fessel der Ansichten. Durch die Fessel der Ansichten gebunden, ist der nicht unterrichtete Weltling nicht befreit von Geburt, Alter und Tod, von Kummer, Klagen, Schmerz, Trauer und Verzweiflung; er ist nicht befreit von Dukkha, sage ich."

    Alles anzeigen

    Quelle: http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m002z.html

  • Spacy
    Punkte
    6.670
    Beiträge
    1.326
    Mitglied seit
    29. Oktober 2014
    • 31. Oktober 2016 um 23:37
    • #40

    Du verstehst diese, von dir hervorgehobene Worte nicht?!?

  • xxx
    Reaktionen
    160
    Punkte
    10.240
    Beiträge
    1.956
    Mitglied seit
    11. Mai 2011
    • 1. November 2016 um 08:02
    • #41
    Spacy:

    Du verstehst diese, von dir hervorgehobene Worte nicht?!?

    Das bezieht sich auf eine andere Sutte: http://www.palikanon.com/digha/d01.htm

    Zitat

    Wohlan denn, Anando, so bewahre diese Darstellung unter dem Namen Netz der Dinge, oder bewahre sie als das Netz der Lehre, oder bewahre sie als das Priesternetz, oder bewahre sie als das Netz der Ansichten oder bewahre sie als den Unvergleichlichen Siegeskampf

    Darin werden alle möglichen metaphysischen Theorien aufgelistet. Es wird aufgezeigt, dass auch dieser Durst nach "Erklärung" unserer Existenz ein Aspekt von Dukkha ist.

    JEDE spekulative Ansicht führt zu Dukkha: Wiedergeburt, Paradies, Vernichtung...
    Der Drang solche Ansichten "Erklärungen" zu suchen und finden zu wollen ist tannha.

    Zitat


    „Haben da, ihr Mönche, jene Asketen und Priester Ewigkeit behauptet, Seele und Welt als ewig ausgelegt, nach vier Urständen; haben da jene Asketen und Priester dies und das und dergleichen mehr behauptet, mancherlei Glaubenslehren ausgebracht, nach zweiundsechzig Urständen: so haben alle diese auf die sechs Sinnesgebiete (Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Ertasten, Denken) gestützt und gegründet wahrgenommen.

    Aus ihrem Wahrnehmen entsteht Dürsten, aus Dürsten entsteht Anhangen, aus Anhangen entsteht Werden, aus Werden entsteht Gebären, aus Gebären geht Altern und Sterben, Schmerz und Jammer, Leiden, Gram und Verzweiflung hervor.

    „Denn wer da irgend, ihr Mönche, als ein Asket oder Priester der Vergangenheit anhängt und der Zukunft anhängt, der Vergangenheit und der Zukunft anhängt, der Vergangenheit und der Zukunft nachsinnt, über Vergangenheit und Zukunft mancherlei Glaubenslehren ausbringt, ein jeder solche ist eben durch einen dieser zweiundsechzig Urstände in ein Netz geraten; darin verfangen aber tauchen sie, um emporzutauchen, empor: darin verstrickt, eben in das Netz geraten, tauchen sie, um emporzutauchen, empor.

    Es ist erstaunlich, dass "Buddhismus" im Allgemeinen mit Wiedergeburtsglaube assoziiert wird. Dabei will er den Menschen eigentlich davon (und von jeder Art Glauben) befreien.

  • GyatsoJigme
    Reaktionen
    1
    Punkte
    261
    Beiträge
    52
    Mitglied seit
    29. Oktober 2016
    • 1. November 2016 um 12:22
    • #42
    Zitat

    JEDE spekulative Ansicht führt zu Dukkha: Wiedergeburt, Paradies, Vernichtung...
    Der Drang solche Ansichten "Erklärungen" zu suchen und finden zu wollen ist tannha.

    Es ist erstaunlich, dass "Buddhismus" im Allgemeinen mit Wiedergeburtsglaube assoziiert wird. Dabei will er den Menschen eigentlich davon (und von jeder Art Glauben) befreien.

    Diese Punkte sind mir auch schon sehr oft aufgefallen, weshalb ich den Artikel von NTV, (wird jeder kennen) darüber, dass Buddha selbst gar nicht an Wiedergeburt glaubte, gar nicht mal so schlecht.

    In den Buddhistischen Schriften wurde sehr viel von Leuten aufgeschrieben, die ein hinduistisch geprägtes Weltbild haben. Und Buddha musste man generell aus Führungsposition legitimieren. Denn hätte man ihn als schlichten Philosophen beschrieben, wäre Buddhismus keine Weltreligion geworden.

    Also konnte Buddha dann eben durch Wände gehen. Tja, passiert.

    Was man nun glaubt, ist irrelevant. Es ist bekannt, dass Buddha Shakyamuni die Wiedergeburt des Hinduismus nur aufgriff, weil ihm das Kastensystem nicht gefiel. Sieht man sich aber entsprechende Stellen im PK an (von dir bereits zitiert) merkt man schnell, und vor allem sehr oft, dass die Wiedergeburt nicht wirklich in Einklang damit stehen kann..

    Drehen es wir jedoch um, welchen Sinn hat dann Karma ? Welchen sind hat Samsara ?

    Selbst wenn spekulative Ansichten zu dhukka führen, wo ist das Fundament der Lehre, wenn die Wiedergeburt rausgenommen wird ?

    Was von mir erklärt ist, lasst erklärt sein. Was von mir nicht erklärt ist, lasst nicht erklärt sein - Buddha Shakyamuni

  • Doris
    Reaktionen
    418
    Punkte
    27.523
    Beiträge
    5.360
    Mitglied seit
    25. März 2012
    • 1. November 2016 um 13:03
    • #43

    Was auf alle Fälle wiedergeboren wird, ist die Ich-Illusion.
    Das kann jeder bei sich überprüfen. Diese Wiedergeburten finden ständig statt, sind also unzählig.
    Und bei diesen Wiedergeburten werden unzählige Gestalten angenommen, in jeder Situation eine andere.
    Wer das bei sich erfasst hat, merkt, dass sich das mit den alten Texten deckt.

    Alles andere gehört in der Bereich Spekulation.
    Wer der Spekulation entsagt, dem ist es außerdem völlig gleichgültig, ob da irgendwas weitergeht. Das ist nämlich der Kern all dieser Spekulationen, die Angst vor dem Tod und die Hoffnung auf ein Weiterleben, wie auch immer, also der Glaube an ein unveränderliches Ich, einen festen Kern, Ich-Illusion. Die Ich-Illusion bedingt demnach Wiedergeburt. Das heißt, solange wir in unserer Ich-Illusion Gestalten annehmen, und zwar Gestalten als Vorstellung von dieser Gestalt und uns damit identifizieren und nicht einfach sind und tun, werden neue Gestalten wiedergeboren. Ich vermute, dass es nicht möglich ist im Leben komplett diese Ich-Illusion aufzugeben. Sie hat sicherlich einen biologischen Sinn. Wir können aber lernen, dass dies eine Illusion ist und damit einen viel größeren Handlungsspielraum erhalten, unser Leben viel mehr selbst bestimmen, statt getrieben zu sein. Macht einfach mehr Spaß.

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • GyatsoJigme
    Reaktionen
    1
    Punkte
    261
    Beiträge
    52
    Mitglied seit
    29. Oktober 2016
    • 1. November 2016 um 13:14
    • #44
    Doris Rasevic-Benz:

    Was auf alle Fälle wiedergeboren wird, ist die Ich-Illusion.
    Das kann jeder bei sich überprüfen. Diese Wiedergeburten finden ständig statt, sind also unzählig.
    Und bei diesen Wiedergeburten werden unzählige Gestalten angenommen, in jeder Situation eine andere.

    Du meinst das psychologische Modell von von Zen-Lehrer Shohaku Okumura ? - dass Wiedergeburt in den "sechs Daseinsbereichen" nichts mit dem Leben nach dem Tod zu tun hat, sondern symbolisch für eine grundlegende geistige Verfassung steht, die uns gerade dominiert.

    Zitat

    Höllenwesen: fügen einander Schmerzen zu und sehen keinen anderen Sinn in ihrer Existenz. Wegen dieser Haltung leiden sie.

    Hungrige Geister: sind voller Gier, wollen immer mehr als sie haben, sind dennoch nie zufrieden und deshalb leiden sie.

    Tiere: sind ihr ganzes Leben lang am Arbeiten - Jagen, Essen, Nachkommen zeugen...ihr ganzes Leben besteht nur aus Arbeit und deshalb leiden sie.

    Kämpfende Dämonen: (Asuras) gehen auf einen altindischen Gott der Gerechtigkeit zurück und wollen immer Recht haben, ihre Meinung durchsetzen. Sie liegen ständig mit anderen im Streit und haben nie Ruhe. Deshalb leiden sie

    Menschen: sind nicht wie Tiere mit Arbeit zufrieden, sondern wollen Resultate - Erfolg, Macht, Einfluss., Vor allem aber wollen sie Sicherheit - einen sicheren Job, Versicherung, Rente. Da es diese absolute Sicherheit nicht gibt, haben sie Zukunftsängste (die Tieren unbekannt sind) und daher leiden sie.

    Himmelswesen oder Devas: haben alles was sie sich wünschen. Allerdings fürchten sie sich vor Neidern und davor, dass freundliche Menschen sie nur wegen ihrer Macht mögen und sie in Wirklichkeit nur ausnutzen wollen. Außerdem haben sie praktisch keine echten Freunde Deshalb leiden sie.

    Alles anzeigen

    Man sieht, anstatt diese Darstellung vom "Rad der Wiedergeburt" wörtlich zu nehmen, kann sich jeder von uns in einer dieser psychologischen Modelle wiederfinden.

    Viele Menschen leben nur für ihre Arbeit (Tiere) bis sie anfangen Ziele zu stecken (Menschen) und dabei Ellenbogen einsetzen (Asuras). Wenn sie schließlich erfolgreiche Manager (Devas) sind, merken sie, dass es auch nicht das wahre ist - und werden wieder gierig (Hungergeister) oder sind wütend über ihre Unzufriedenheit und beginnen andere zu quälen (Höllenbewohner).

    Wie hier deutlich wird, heißt es "Kreislauf" der Wiedergeburt, weil man eben nicht nur aufsteigen, sondern auch absteigen kann - und im Laufe unseres Lebens werden wir eben dutzendfach "wiedergeboren".

    Zitat

    Das Modell der Wiedergeburt ist eine Art Kompromiss zwischen der "besseren Welt nach dem Tod" und dem "reinen Land" im "Jetzt".

    Aber irgendwann muss der Mensch auch dieses Modell loslassen und erkennen, was das "wahre Wesen" wirklich ist.

    - Dai Shin Zen Kloster

    Was von mir erklärt ist, lasst erklärt sein. Was von mir nicht erklärt ist, lasst nicht erklärt sein - Buddha Shakyamuni

  • Morpho
    Gast
    • 1. November 2016 um 13:59
    • #45
    GyatsoJigme:

    Du meinst das psychologische Modell von von Zen-Lehrer Shohaku Okumura ? - dass Wiedergeburt in den "sechs Daseinsbereichen" nichts mit dem Leben nach dem Tod zu tun hat, sondern symbolisch für eine grundlegende geistige Verfassung steht, die uns gerade dominiert.


    wörtlich samsarische 'wiedergeburt'
    und bewusstseins-zustände(wie hier)
    schließén sich bei den traditionalisten (wie okumura) nicht aus.

  • fotost
    Reaktionen
    377
    Punkte
    20.817
    Beiträge
    3.852
    Einträge
    126
    Mitglied seit
    10. Januar 2010
    • 1. November 2016 um 15:13
    • #46
    GyatsoJigme:

    ...
    In den Buddhistischen Schriften wurde sehr viel von Leuten aufgeschrieben, die ein hinduistisch geprägtes Weltbild haben. Und Buddha musste man generell aus Führungsposition legitimieren. Denn hätte man ihn als schlichten Philosophen beschrieben, wäre Buddhismus keine Weltreligion geworden.

    Also konnte Buddha dann eben durch Wände gehen. Tja, passiert.

    Beim ersten Punkt würde ich mehr darauf abheben, daß die Texte weitgehend für Menschen geschrieben wurden, die aus einer hinduistisch geprägten Kultur stammten und bestimmte Denkmuster und Begriffe verinnerlicht hatten.

    Bei zweiten. Tja :grinsen: Ich hab' kein Problem damit, wenn ich dafür eine symbolische Deutung ansetzen darf. Natürlich konnte Buddha durch Wände gehen. Da wo andere unüberwindbare Hindernisse (Wände) sehen wird jemand, der Gier und Hass und Dummheit überwunden hat oft Wege finden, die für andere vollkommen unerwartet und verblüffend sind. Genau so, als ob jemand durch eine Wand geht.

    So eine Deutung mag Traditionalisten nicht gefallen, sie hätte aber den Vorteil, daß die ehrwürdigen Texte nicht umgeschrieben werden müssen und gleichzeitig eine positive Interpretation angeboten wird, die nicht in Widerspruch zum heutigen Stand der Naturwissenschaft steht.

  • GyatsoJigme
    Reaktionen
    1
    Punkte
    261
    Beiträge
    52
    Mitglied seit
    29. Oktober 2016
    • 1. November 2016 um 15:24
    • #47
    Zitat

    Bei zweiten. Tja :grinsen: Ich hab' kein Problem damit, wenn ich dafür eine symbolische Deutung ansetzen darf.

    Die darf man immer ansetzten. Das Problem ist jedoch, das durch Wände gehen einer der Zehn Kräfte war, die Buddha angeblich beherrschte. Solche Kräfte sind aber nunmal nichts anderes, als Mittel um sich Übermenschen zu kreieren.
    Mit einem wenig Hintergrundwissen sollte man aber wissen, dass Buddha ganz sicher nicht, tatsächlich durch Wände ging.

    Zitat

    So eine Deutung mag Traditionalisten nicht gefallen, sie hätte aber den Vorteil, daß die ehrwürdigen Texte nicht umgeschrieben werden müssen und gleichzeitig eine positive Interpretation angeboten wird, die nicht in Widerspruch zum heutigen Stand der Naturwissenschaft steht.

    Das erinnert mich an ein Interview vom Dalai Lama. Ich finde es nicht mehr, jedoch sagte er in diesem, dass es für Buddhisten absolut kein Problem darstellt, wenn die Wissenschaftlichen Erkenntnisse anderes hervorbringen. Wir sollen deshalb nicht verstimmt sein/werden, sondern daraus lernen und es dankend entgegennehmen.

    Man sieht, der Buddhismus unterscheidet sich fundamental von den monotheistischen Religionen.

    Aber ansonsten sollte natürlich immer folgendes gelten:

    Zitat

    »Geht Kálámer, nicht nach Hörensagen, nicht nach Überlieferungen, nicht nach Tagesmeinungen, nicht nach der Autorität heiliger Schriften, nicht nach bloßen Vernunftgründen und logischen Schlüssen, nicht nach erdachten Theorien und bevorzugten Meinungen, nicht nach dem Eindruck persönlicher Vorzüge, nicht nach der Autorität eines Meisters!

    Wenn ihr aber, Kálámer, selber erkennt: ›Diese Dinge sind unheilsam, sind verwerflich, werden von Verständigen getadelt, und, wenn ausgeführt und unternommen, führen sie zu Unheil und Leiden‹, dann o Kálámer, möget ihr sie aufgeben.«

    :D

    Was von mir erklärt ist, lasst erklärt sein. Was von mir nicht erklärt ist, lasst nicht erklärt sein - Buddha Shakyamuni

  • hedin02
    Gast
    • 1. November 2016 um 15:44
    • #48
    Doris Rasevic-Benz:

    Was auf alle Fälle wiedergeboren wird, ist die Ich-Illusion.
    Das kann jeder bei sich überprüfen. Diese Wiedergeburten finden ständig statt, sind also unzählig.
    Und bei diesen Wiedergeburten werden unzählige Gestalten angenommen, in jeder Situation eine andere.
    Wer das bei sich erfasst hat, merkt, dass sich das mit den alten Texten deckt.

    Ich verstehe das so:
    Es gibt verschiedene Ebenen, in denen jeweils Geburt – Leben – Tod stattfindet.

    Die kleinste Ebene ist das Dasein eines einzigen Bewusstseinsmomentes:

    Entstehen…..geistige Geburt
    Verharren….. geistiges Erleben
    Vergehen…..geistiger Tod

    Die nächst höhere Ebene ist der Bewusstseinsprozess, in dem unzählige Bewusstseinsmomente nacheinander ablaufen und somit den Alltag darstellen.

    Die höchste Ebene ist das Dasein des Individuums:

    Geburt…..physisches Entstehen
    Leben/Dasein…..Glück, Freude, Alter, Alter und Krankheit.
    Tod…..physischerTod.

    Und auf all diesen Ebenen spielt das „Ich“ die Hauptrolle, egal, ob man es will oder nicht.

    Doris Rasevic-Benz:


    Alles andere gehört in der Bereich Spekulation.

    Auch hierüber stimme ich mit dir grundlegend überein, allerdings mit der Einschränkung, dass mit zunehmenden Abbau der Verblendung durch eine weitergedachte Logik die Spekulation weitgehend eingedämmt werden kann.

  • accinca
    Reaktionen
    706
    Punkte
    57.021
    Beiträge
    11.216
    Mitglied seit
    31. Dezember 2007
    • 2. November 2016 um 04:36
    • #49
    GyatsoJigme:
    Zitat

    Bei zweiten. Tja :grinsen: Ich hab' kein Problem damit, wenn ich dafür eine symbolische Deutung ansetzen darf.

    Die darf man immer ansetzten. Das Problem ist jedoch, das durch Wände gehen einer der Zehn Kräfte war, die Buddha angeblich beherrschte. Solche Kräfte sind aber nunmal nichts anderes, als Mittel um sich Übermenschen zu kreieren.
    Mit einem wenig Hintergrundwissen sollte man aber wissen, dass Buddha ganz sicher nicht, tatsächlich durch Wände ging.

    Zitat

    So eine Deutung mag Traditionalisten nicht gefallen, sie hätte aber den Vorteil, daß die ehrwürdigen Texte nicht umgeschrieben werden müssen und gleichzeitig eine positive Interpretation angeboten wird, die nicht in Widerspruch zum heutigen Stand der Naturwissenschaft steht.


    Kommt natürlich auf die "Naturwissenschaft" an.
    Naturwissenschaftlich gesehen gibt es da prinzipiell keinen Widerspruch.
    Allerdings müßte man die einzelnen Ladungen beherrschen und ausrichten können.
    Naturwissenschaftlich gibt es sogar halbe Ladungen aber warum und wieso
    es sie gibt und was sie sind, darüber gibt es jede menge Theorie
    die (weit genug durchdacht) meistens bei den Quantenphänomenen enden.
    Nicht die Higgs-Bosonen machen hier die Masse sondern die Energie.

  • Sunu
    Reaktionen
    588
    Punkte
    15.038
    Beiträge
    2.887
    Mitglied seit
    7. Oktober 2015
    • 2. November 2016 um 07:52
    • #50
    GyatsoJigme:

    Man sieht, der Buddhismus unterscheidet sich fundamental von den monotheistischen Religionen.

    Aber ansonsten sollte natürlich immer folgendes gelten:

    Zitat

    »Geht Kálámer, nicht nach Hörensagen, nicht nach Überlieferungen, nicht nach Tagesmeinungen, nicht nach der Autorität heiliger Schriften, nicht nach bloßen Vernunftgründen und logischen Schlüssen, nicht nach erdachten Theorien und bevorzugten Meinungen, nicht nach dem Eindruck persönlicher Vorzüge, nicht nach der Autorität eines Meisters!

    Wenn ihr aber, Kálámer, selber erkennt: ›Diese Dinge sind unheilsam, sind verwerflich, werden von Verständigen getadelt, und, wenn ausgeführt und unternommen, führen sie zu Unheil und Leiden‹, dann o Kálámer, möget ihr sie aufgeben.«

    Mhhh.....Rosinenpicken

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Netzwerk Buddhismus
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.2.5
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download