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Frage zu Gedanken

  • Irmin82
  • 30. August 2016 um 11:42
  • Zum letzten Beitrag
  • Irmin82
    Gast
    • 30. August 2016 um 11:42
    • #1

    Ich bin nicht meine Gedanken, kann diese auch nicht erzeugen, kann sie aber beobachten. Einerseits nehme ich Dinge wahr, kann mich dabei aber beobachten. Wer ist dieser Beobachter? Könnt ihr dazu ein Buch empfehlen oder mir Tipps geben? Finde die Frage sehr spannend.

  • gbg
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    • 30. August 2016 um 12:04
    • #2
    Irmin82:

    Ich bin nicht meine Gedanken, kann diese auch nicht erzeugen, kann sie aber beobachten. Einerseits nehme ich Dinge wahr, kann mich dabei aber beobachten. Wer ist dieser Beobachter? Könnt ihr dazu ein Buch empfehlen oder mir Tipps geben? Finde die Frage sehr spannend.

    Der Beobachter, der (der Beobachter) für sich aus dem Augenblick sich in das Nun das Wir-Bewusstsein zurückgezogen habend nur offensichtlich ist ist das Gegenstück zu einer Rose ist eine Rose ist eine Rose, die (die Rose) nur sich in den Augenblick aus dem Nun in die absolute Liebe hineinbegeben habend offensichtlich ist.

    Liebe zur Rose ist nur im Augenblick offensichtlich, denn auch die Rose ist im Augenblick in der absoluten Liebe und Bewusstsein seiner selbst ist nur im Nun offensichtlich, denn auch die anderen Beobachter sind im Nun im Wir-Bewusstsein.

    Im Augenblick ist eine Stimmung (Dauer). Im Nun ist ein Ton (Moment).
    Deshalb gibt es auch Meditation und Gongschlag.

  • Irmin82
    Gast
    • 30. August 2016 um 12:12
    • #3

    Okay, das versuch ich dann irgendwann zu dekodieren. Nur wollte ich von dir wissen, ob es stimmt, dass wir keine Gedanken erzeugen können, deren entstehen aber beobachten. Wer beobachtet da.

  • Noreply
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    • 30. August 2016 um 12:39
    • #4
    Irmin82:

    Ich bin nicht meine Gedanken, kann diese auch nicht erzeugen, kann sie aber beobachten. Einerseits nehme ich Dinge wahr, kann mich dabei aber beobachten. Wer ist dieser Beobachter? Könnt ihr dazu ein Buch empfehlen oder mir Tipps geben? Finde die Frage sehr spannend.

    Das Ich beobachtet die Gedanken. Das bewusst werden der Gedanken ist ohne Ich aber wenn Du die Gedanken beobachtest ist des das Ich das diese beobachtet. Wenn die Gedanken vorbei sind ist mit ihnen auch dieses Ich vorbei und es erscheinen wieder Gedanken die bewusst werden durch das Ich das durch die erscheinenden Gedanken und dem bewusst werden erscheint und es erscheint wieder Gedankenleere, wieder Gedanke usw.
    Wenn ich jetzt schreibe: Wer hat die Gedanken beobachtet? Und Glaube ich, das es das eine Ich ist das sie beobachtet, komme ich in die Falle das ich dieses Ich ja nirgends fest machen kann. Es ist einfach so das ein Ich erscheint, dann ein Ich erscheint usw. Das Ich kann nicht vergehen es zerfällt in Erinnerungen, Tatsachen, Glaubenssätze und daraus erscheint ein Ich, zerfällt und es, erscheint ein Ich und Zerfällt usw. Es gibt nicht ein Ich sondern unzählbar viele von denen immer nur eines erscheint das nie erschienen ist.
    Jeder einzelne denkende Augenblick hat sein Ich.

  • kilaya
    Gast
    • 30. August 2016 um 12:55
    • #5

    Interessant ist, dass "man" ja den Beobachter beim Beobachten beobachten kann. Und man kann den Beobachter des Beobachters beim Beobachten des Beobachtens beobachten. usw. (Im Konstruktivismus nennt man das Beobachter erster, zweiter, dritter Ordnung usw.) D.h. wenn der Beobachter ein "wer" wäre, hätte man unendlich viele davon, oder sie würden sich ständig aufspalten, sobald "man" einen Blick darauf wirft. Das gibt wie ich finde einen guten Fingerzeig in die richtige Richtung, um was es sich bei diesem Beobachter handeln könnte. :moon:

    kilaya

  • Irmin82
    Gast
    • 30. August 2016 um 13:39
    • #6

    Herzlichstn Dank für eure Antworten. Ich merke aber, dass der Buddha hier wohl recht hat und einen zu viel Grübeln auch krank machen kann bzw. sollte man versuchen den Pfeil rauszuziehen und nicht darüber nachdenken, wer ihn abgeschoßen hat und wie der Pfeil hergestellt wurde usw.. Ich glaub auch, hier ist es wirklich besser auf sein Gefühl zu hören und auf einen Lehrer, als so lange nachzudenken, bis man vielleicht eine Psychose aufreißt.
    Edit: Und um was handelt es sich bei diesem Beobachter?

  • kilaya
    Gast
    • 30. August 2016 um 13:57
    • #7
    Irmin82:

    Edit: Und um was handelt es sich bei diesem Beobachter?


    Was kann den Blick auf sich selbst richten, ohne sich zu spalten?

    kilaya

  • Stero
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    • 30. August 2016 um 15:04
    • #8
    Irmin82:

    Ich bin nicht meine Gedanken,


    Das kann man so nicht sagen. Du bist eine Wahrnehmung und deine Gedanken sind ne andere Wahrnehmung. Deine Gedanken sind aber nur deine Gedanken, weil du "meine Gedanken" zuschreibst. Und du bist nur du, weil du "ich" zuschreibst

    Irmin82:


    kann diese auch nicht erzeugen, kann sie aber beobachten.


    Das täuscht. Du kannst eigentlich gar nichts. Nicht man Zuschreiben ist deine Aktivität. Aber konventionell sprachlich ist "du schreibst zu" korrekt.

    Irmin82:


    Einerseits nehme ich Dinge wahr, kann mich dabei aber beobachten.


    Stimmt nicht. Du nimmst Dinge wahr und eines dieser Dinge ist "ich nehme wahr". Du nimmst aber nur wahr, was du zuschreibst.

    Irmin82:


    Wer ist dieser Beobachter?


    Das ist "dieser Beobachter", den du zuschreibst.

    Irmin82:


    Könnt ihr dazu ein Buch empfehlen oder mir Tipps geben? Finde die Frage sehr spannend.


    Besser nicht.

  • gbg
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    • 30. August 2016 um 18:04
    • #9
    Irmin82:

    Nur wollte ich von dir wissen, ob es stimmt, dass wir keine Gedanken erzeugen können, deren entstehen aber beobachten. Wer beobachtet da.

    Gedanken werden zunächst gespeichert in der faktischen Gehirnhälfte durch ausgesprochene Worte die andere oder wir selbst uns sagen.
    Diese Worte landen also im Unbewussten in der Gehirnhälfte für das Faktische, das ist die Gehirnhälfte für die unbewusste Registrierung vor allem auch der Gedanken. Dort sitzt das EGO. Ein Teil davon wird ins Bewusstein durchgelassen. Dort sitzt der Wille. Hier können wir ein Veto einlegen im Handeln und in den Gefühlen, Gedanken und Emotionen. Die Stimmung geht dann zurück in diese Gehirnhälfte, ist ein Bericht vom Willen für das EGO. Das zieht die Konsequenzen zum Beispiel den Willen nicht mehr zu belästigen mit Gedanken, die er, weil es ja dieses Veto gegenüber dem EGO hat - losgelassen hat. Wir können auch Gedanken wiederkäuen in bewussten Gedankenschleifen, dann werden die entsprechenden Neuronen in dieser Gehirnhälfte dicker. Die andere Gehirnhälfte die autobiographische ist übrigens u.a. auch für Bilder.

    ME sind EGO und Wille Teile des Wir-Bewusstseins.
    Wir können Gedanken also mindestens aus gespeicherten Wörtern, Buchstaben oder Geräuschen erzeugen.

  • Carneol
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    30. August 2016
    • 30. August 2016 um 19:17
    • #10
    gbg:

    Dort sitzt das EGO. Ein Teil davon wird ins Bewusstein durchgelassen. Dort sitzt der Wille. Hier können wir ein Veto einlegen im Handeln und in den Gefühlen, Gedanken und Emotionen. Die Stimmung geht dann zurück in diese Gehirnhälfte, ist ein Bericht vom Willen für das EGO. Das zieht die Konsequenzen zum Beispiel den Willen nicht mehr zu belästigen mit Gedanken, die er, weil es ja dieses Veto gegenüber dem EGO hat - losgelassen hat. Wir können auch Gedanken wiederkäuen in bewussten Gedankenschleifen, dann werden die entsprechenden Neuronen in dieser Gehirnhälfte dicker. Die andere Gehirnhälfte die autobiographische ist übrigens u.a. auch für Bilder.

    ME sind EGO und Wille Teile des Wir-Bewusstseins.
    Wir können Gedanken also mindestens aus gespeicherten Wörtern, Buchstaben oder Geräuschen erzeugen.


    Das Ego sagt "ich will (nicht)" und "ich erwarte (nicht)". Was du mit Wille bezeichnest, ist dann wohl die bewusst getroffene Entscheidung was man wirklich möchte, in Anbetracht aller Konsequenzen, oder? :?

    Im erwachten Herzen leuchtet jede Farbe. (Jack Kornfield)

  • mukti
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    • 31. August 2016 um 09:58
    • #11
    Irmin82:

    Ich bin nicht meine Gedanken, kann diese auch nicht erzeugen, kann sie aber beobachten. Einerseits nehme ich Dinge wahr, kann mich dabei aber beobachten. Wer ist dieser Beobachter?

    Aber es lässt sich da ja nur das Bild einer Person beobachten, das wieder nur ein Objekt der Wahrnehmung, bzw. Inhalt des Bewussteins ist, in Form einer Vorstellung. Im Grunde gibt es nur Bewusstsein und dessen Inhalt, keine Person.

    Mit Metta, mukti.


  • Leon
    Gast
    • 31. August 2016 um 15:11
    • #12

    Was ist der Demurg ?
    Vielleicht auch interessant.Bin gerade zufällig darauf gestoßen.

    https://www.google.de/url?sa=t&rct=j…YuTdgNJpE9U2Fcg

    LG Hat sich schon mal jemand damit befasst ?

  • Leon
    Gast
    • 31. August 2016 um 19:55
    • #13

    Danke mkha

    Hilft :):like:

  • Zenman
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    • 31. August 2016 um 20:31
    • #14
    Irmin82:

    Ich bin nicht meine Gedanken, kann diese auch nicht erzeugen, kann sie aber beobachten. Einerseits nehme ich Dinge wahr, kann mich dabei aber beobachten. Wer ist dieser Beobachter? Könnt ihr dazu ein Buch empfehlen oder mir Tipps geben? Finde die Frage sehr spannend.

    Es ist eine unglaublich spannende Frage! Ein Buch führt dich nur in die Irre. Beobachte den Beobachter. Wenn du wirklich "sehr" daran interessiert bist zu wissen, wer du wirklich bist und bereits die Beobachtung des Beobachters "erreicht" hast, gibt es nur noch Abweichungen. Beobachte den Beobachter. Wer bist du? Der Beobachter, oder der Beobachter des Beobachters des ...? Wo ist ein "Ich"? Bücher führen nur in die Irre an dieser Stelle.

    Wir haben in unserem Körper einen Geist, der die Dinge als gut oder schlecht unterscheidet. Obgleich unser Körper stirbt, lebt der Geist weiter.

    Das ist ganz sicher nicht das Buddha-Dharma. - Dogen Zenji

  • accinca
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    • 31. August 2016 um 20:38
    • #15
    mkha':

    Erschienen in "Tibet und Buddhismus", Heft 28, 1994
    http://www.tibet.de/zeitschrift

    ....so wird sich das Bewußtsein ununterbrochen weiter fortsetzen ohne ein zeitliches Ende.

    Ja, wenn's denn schlecht läuft hat das Leiden kein Ende und
    Bewußtsein setzt sich ununterbrochen weiter fort.
    Nach der Lehre des Buddha der Normalfall.

  • Anandasa
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    • 31. August 2016 um 22:04
    • #16
    kilaya:
    Irmin82:

    Edit: Und um was handelt es sich bei diesem Beobachter?


    Was kann den Blick auf sich selbst richten, ohne sich zu spalten?

    kilaya


    Vollständig aufgehört zu haben hierüber nachzudenken ist Nirvana ;-).

    Die Dinge entstehen, existieren und vergehen. Das ist normal. Ajaan Tippakorn

  • Stero
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    • 31. August 2016 um 23:26
    • #17
    mkha':

    Verzeihung erbeten - ich habe noch viel zu lernen.

    Sarva mangalam, mkha´


    Das ist schön aus dem Benimmwörterbuch buddhistischer Redewendungen zitiert :grinsen:
    Sollte eine gute Haltungsnote bei der buddhistischen Jury ergeben. :lol:

  • Carneol
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    • 1. September 2016 um 20:27
    • #18
    gbg:

    Der Beobachter, der (der Beobachter) für sich aus dem Augenblick sich in das Nun das Wir-Bewusstsein zurückgezogen habend nur offensichtlich ist ist das Gegenstück zu einer Rose ist eine Rose ist eine Rose, die (die Rose) nur sich in den Augenblick aus dem Nun in die absolute Liebe hineinbegeben habend offensichtlich ist.

    Liebe zur Rose ist nur im Augenblick offensichtlich, denn auch die Rose ist im Augenblick in der absoluten Liebe und Bewusstsein seiner selbst ist nur im Nun offensichtlich, denn auch die anderen Beobachter sind im Nun im Wir-Bewusstsein.

    Im Augenblick ist eine Stimmung (Dauer). Im Nun ist ein Ton (Moment).
    Deshalb gibt es auch Meditation und Gongschlag.


    Schön geschrieben - selber?

    @ Irmin82: Nicht dekodieren sondern assoziieren. Nicht analysieren sondern nachempfinden. So man möchte. :rose::om:

    Im erwachten Herzen leuchtet jede Farbe. (Jack Kornfield)

  • Samten
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    • 4. September 2016 um 09:43
    • #19
    Irmin82:

    Ich bin nicht meine Gedanken, kann diese auch nicht erzeugen, kann sie aber beobachten. Einerseits nehme ich Dinge wahr, kann mich dabei aber beobachten. Wer ist dieser Beobachter? Könnt ihr dazu ein Buch empfehlen oder mir Tipps geben? Finde die Frage sehr spannend.

    du kannst keine Gedanken "erzeugen"???....was ist dann mit "sich Gedanken über etwas machen" oder gedanklich an einer Problemlösung zu arbeiten oder mit Schule,Studium,Ausbildung bis hin zum "was zieh ich denn heute blos an"......?...sprechen.....hier schreiben.....etc.pp......

  • Yofi
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    • 5. September 2016 um 00:01
    • #20
    accinca:
    mkha':

    Erschienen in "Tibet und Buddhismus", Heft 28, 1994
    http://www.tibet.de/zeitschrift

    ....so wird sich das Bewußtsein ununterbrochen weiter fortsetzen ohne ein zeitliches Ende.

    Ja, wenn's denn schlecht läuft hat das Leiden kein Ende und
    Bewußtsein setzt sich ununterbrochen weiter fort.
    Nach der Lehre des Buddha der Normalfall.


    Es sind immer mehr Menschen in der Welt. In Afrika kommen jedes Jahr 30 Millionen und in Indien 10 Millionen dazu.

  • Spacy
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    • 10. September 2016 um 04:37
    • #21
    Irmin82:

    Ich bin nicht meine Gedanken, kann diese auch nicht erzeugen, kann sie aber beobachten. Einerseits nehme ich Dinge wahr, kann mich dabei aber beobachten. Wer ist dieser Beobachter? Könnt ihr dazu ein Buch empfehlen oder mir Tipps geben? Finde die Frage sehr spannend.


    Versuche es mal damit:

    Zitat


    ...
    So wie der Mensch sich selbst als ein kohärentes Ich erfährt, beim Nachdenken über sich selbst aber immer nur einen Teil seines Ichs erfahren kann, sich also spalten muss in Beobachter und Beobachteten, um sich selbst (teilweise) zu erkennen,
    ...
    Dieser Prozess unterliegt keiner Zeit – es ist ein zeitloser, zirkulärer Akt. Die Reflexion des Einen erschafft erst den Beobachter, der die Einheit reflektiert und damit teilt, und die geteilte Einheit bedingt den Beobachter. Anders formuliert: Der Unterschied zwischen Sein und Leere IST der Beobachter, der durch die Beobachtung die Einheit in Sein und Leere spaltet. Beides geschieht simultan. Es gibt kein Vorher oder Nachher. Die Einheit bleibt immer bestehen. Sie ist nur durch den Beobachter »innerhalb« der Einheit gespalten worden , der seinerseits existiert, weil die Einheit gespalten und er zur Grenzfläche wurde – zum Unterschied selbst zwischen Sein und Leere. Als Unterschied zwischen Sein und Leere unterscheidet und scheidet er das Sein von der Leere. Er IST der Unterschied zwischen Sein und Leere und unterscheidet sich seinerseits von Sein und Leere als drittes Element.
    ...


    Stefan Gruber, "Ein Buch für Keinen"

    (Anm.: Hier steht das "Sein" für das beobachtete, die "Leere" für das nichtbeobachtete der vorherigen Einheit. Alle drei Elemente (Sein, Leere, Beobachter) entsprechen als Trinität der vorherigen Einheit.)

    Man kann sich leicht im Gespinnst der Selbstreflexion verheddern 8)

    Nebenbei @kilaya: Ich kenne die Sache mit dem Konstruktivismus (Beobachter 1.-3. Stufe) als Intelligenzstufen:
    Erste Stufe: Ich weiß.
    Zweite Stufe: Ich weiß, dass du weißt.
    Dritte Stufe: Ich weiß, dass du weißt, dass ich weiß.
    Daraus ergibt sich, dass z.B. Raben dem Menschen gleich sind. Nur haben die nicht den Mist mit der Abgabenschuld erfunden. :D

  • Stero
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    • 10. September 2016 um 09:25
    • #22
    Spacy:


    Versuche es mal damit:

    Zitat


    ...
    So wie der Mensch sich selbst als ein kohärentes Ich erfährt, beim Nachdenken über sich selbst aber immer nur einen Teil seines Ichs erfahren kann, sich also spalten muss in Beobachter und Beobachteten, um sich selbst (teilweise) zu erkennen,
    ...
    Dieser Prozess unterliegt keiner Zeit – es ist ein zeitloser, zirkulärer Akt. Die Reflexion des Einen erschafft erst den Beobachter, der die Einheit reflektiert und damit teilt, und die geteilte Einheit bedingt den Beobachter. Anders formuliert: Der Unterschied zwischen Sein und Leere IST der Beobachter, der durch die Beobachtung die Einheit in Sein und Leere spaltet. Beides geschieht simultan. Es gibt kein Vorher oder Nachher. Die Einheit bleibt immer bestehen. Sie ist nur durch den Beobachter »innerhalb« der Einheit gespalten worden , der seinerseits existiert, weil die Einheit gespalten und er zur Grenzfläche wurde – zum Unterschied selbst zwischen Sein und Leere. Als Unterschied zwischen Sein und Leere unterscheidet und scheidet er das Sein von der Leere. Er IST der Unterschied zwischen Sein und Leere und unterscheidet sich seinerseits von Sein und Leere als drittes Element.
    ...


    Stefan Gruber, "Ein Buch für Keinen"

    Alles anzeigen


    Nicht schlecht, hat jedoch einen entscheidenden Nachteil in der Rede von "das ICH" und "der Beobachter". Sprache ist der Schlüssel ins Schloss und wenn der Schlüssel nichts taugt, wird das Schloss nicht geöffnet.

  • Spacy
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    • 10. September 2016 um 16:56
    • #23

    so ist es mit den Stöckchen...

  • Yofi
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    • 10. September 2016 um 17:25
    • #24
    Spacy:
    Zitat

    Der Unterschied zwischen Sein und Leere IST der Beobachter, der durch die Beobachtung die Einheit in Sein und Leere spaltet. Beides geschieht simultan. Es gibt kein Vorher oder Nachher. Die Einheit bleibt immer bestehen. Sie ist nur durch den Beobachter »innerhalb« der Einheit gespalten worden , der seinerseits existiert, weil die Einheit gespalten und er zur Grenzfläche wurde – zum Unterschied selbst zwischen Sein und Leere. Als Unterschied zwischen Sein und Leere unterscheidet und scheidet er das Sein von der Leere. Er IST der Unterschied zwischen Sein und Leere und unterscheidet sich seinerseits von Sein und Leere als drittes Element.
    ...
    Stefan Gruber, "Ein Buch für Keinen"


    Das ist clever geschrieben.

    Ich kenne das mit "Erscheinen": Das Erscheinen und Leere unterscheiden sich voneinander nicht.

    Zitat

    Erste Stufe: Ich weiß.
    Zweite Stufe: Ich weiß, dass du weißt.
    Dritte Stufe: Ich weiß, dass du weißt, dass ich weiß.


    Wie viele sind wir? :grinsen:

    Zitat

    Daraus ergibt sich, dass z.B. Raben dem Menschen gleich sind. Nur haben die nicht den Mist mit der Abgabenschuld erfunden. :D


    Eine interessante Schlussfolgerung!

    Grüße

  • Spacy
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    • 10. September 2016 um 17:45
    • #25

    Wir sind nicht viele - wir sind einzeln

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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