1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhismus
  3. Buddhistische Praxis

Angst vor der Erleuchtung

  • Aha
  • 13. Juni 2016 um 09:17
  • Zum letzten Beitrag
  • Noreply
    Reaktionen
    5.400
    Punkte
    81.758
    Beiträge
    15.201
    Mitglied seit
    24. Juni 2011
    • 21. Juni 2016 um 18:47
    • #76
    sakko:

    Hi,
    davor brauchst du gar keine Angst zu haben. Ich würde den Begriff Erleuchtung durch den korrekten Begriff: Erwachen, ersetzen, da er viel mehr über den Sinn aussagt. Im eigentlichen Sinn ist das Erwachen eine der höchsten Stufen der Meditation, bei der ein Bewußtsein ensteht,
    das alles Sinnen und Denken von einem abfällt und die Welt, ach welche Wellt denn, irgendwie nicht mehr da oder nicht mehr wichtig ist.
    Das ist gut so aber nicht alles. Die höchste Stufe ist das 8. Jhana ( Freiungen) bei der Auflösung der Wahrnehmbarkeit. Erwachen, Erleuchtung, ist da nicht mehr relevant. Im übrigen bin ich verheiratet und Vater von drei Kindern und habe doch das Ziel erreich!


    sakko

    Erleuchtung, Erkennen von Gedankengebäuden. Erwachen, Zerfallen von Gedankengebäuden in Meditation. Befreiung, von Meditation und Gedankengebäuden befreit.

  • keks
    Reaktionen
    100
    Punkte
    10.260
    Beiträge
    2.015
    Mitglied seit
    18. Januar 2014
    • 21. Juni 2016 um 20:19
    • #77
    cinnamon:
    Aha:

    ,... ist es schwer für mich, da noch die Angst zu ersetzen ...

    Bevor ich im Urlaub fliege, mache ich mir über alles Sorgen, in der Hoffnung, dass es dann nicht passiert.

    Total bekloppt .... und anstrengend ....

    Ich glaub das ist sowas wie ne Angststörung ...

    Vielleicht hilft die Butter-Methode von Hakuin. Ist zwar auch wieder Vorstellung, aber dadurch, dass man sich auf was konzentriert, kann man sich nicht auch gleichzeitig auf die Angst fixieren.

    Hier der link. https://buddhismnow.com/2015/09/12/zen…-master-hakuin/ Leider alles auf Englisch. Unter "The Soft-Butter Method" steht die Anleitung.

    Alles anzeigen

    Von ihm stammt auch der Tipp im liegen die Fuesse gerade aus zustrecken und nach unten zu druecken. Dabei ist es dann nicht mehr moeglich sich auf etwas anderes zu konzentrieren.

    Bubu :clown::oops:

  • Noreply
    Reaktionen
    5.400
    Punkte
    81.758
    Beiträge
    15.201
    Mitglied seit
    24. Juni 2011
    • 21. Juni 2016 um 23:39
    • #78
    keks:
    cinnamon:

    Vielleicht hilft die Butter-Methode von Hakuin. Ist zwar auch wieder Vorstellung, aber dadurch, dass man sich auf was konzentriert, kann man sich nicht auch gleichzeitig auf die Angst fixieren.

    Hier der link. https://buddhismnow.com/2015/09/12/zen…-master-hakuin/ Leider alles auf Englisch. Unter "The Soft-Butter Method" steht die Anleitung.

    Von ihm stammt auch der Tipp im liegen die Fuesse gerade aus zustrecken und nach unten zu druecken. Dabei ist es dann nicht mehr moeglich sich auf etwas anderes zu konzentrieren.

    und dann erst der Atem der da erscheint einfach so vollkommen neu und unbeobachtet. Die Übung hilft auch gegen Schmerzen und Schlaflosigkeit.

  • AnjaSo
    Punkte
    60
    Beiträge
    10
    Mitglied seit
    25. Juni 2015
    • 22. Juni 2016 um 18:54
    • #79
    sakko:

    Hi,
    davor brauchst du gar keine Angst zu haben. Ich würde den Begriff Erleuchtung durch den korrekten Begriff: Erwachen, ersetzen, da er viel mehr über den Sinn aussagt. Im eigentlichen Sinn ist das Erwachen eine der höchsten Stufen der Meditation, bei der ein Bewußtsein ensteht,
    das alles Sinnen und Denken von einem abfällt und die Welt, ach welche Wellt denn, irgendwie nicht mehr da oder nicht mehr wichtig ist.
    Das ist gut so aber nicht alles. Die höchste Stufe ist das 8. Jhana ( Freiungen) bei der Auflösung der Wahrnehmbarkeit. Erwachen, Erleuchtung, ist da nicht mehr relevant. Im übrigen bin ich verheiratet und Vater von drei Kindern und habe doch das Ziel erreich!


    sakko


    Wie kann ich mir denn die Auflösung der Wahrnehmbarkeit vorstellen? Ich dachte immer, Erleuchtung wäre das Erkennen der Ichlosigkeit. Ich kann mir schwer vorstellen keine Wahrnehmung mehr zu haben. Eigentlich ist doch alles "Bewußtstein", was wahrnimmt. Wenn das nicht mehr da ist... Was ist denn dann noch da?

  • cinnamon
    Reaktionen
    414
    Punkte
    4.994
    Beiträge
    903
    Mitglied seit
    11. Februar 2016
    Buddh. Richtung
    Frühbuddhismus
    • 22. Juni 2016 um 22:22
    • #80
    AnjaSo:


    Wie kann ich mir denn die Auflösung der Wahrnehmbarkeit vorstellen? Ich dachte immer, Erleuchtung wäre das Erkennen der Ichlosigkeit. Ich kann mir schwer vorstellen keine Wahrnehmung mehr zu haben. Eigentlich ist doch alles "Bewußtstein", was wahrnimmt. Wenn das nicht mehr da ist... Was ist denn dann noch da?

    Hallo Anja, dass hatte ich mich auch gefragt. Laut wiki (9.Jhana) nimmt man noch wahr aber es ist die subtilste Form des Bewusstsein.

    http://www.dhammawiki.com/index.php?titl…_non-perception

    The Eighth Jhana: Neither perception nor non-perception
    The eight and ninth jhanas are difficult to discuss because they are so hard to describe in much the same way nibbana is hard to describe. This is because they are such heightened levels of concentration and of the Path itself, that they must be experienced. There is also very little to discuss with the eighth and ninth jhanas, since the perception levels have become so fine and so subtle. You enter the eighth jhana by letting go of the sense of no-thingness and enter a very natural, calm place. In the eighth jhana there is very little recognition of what is happening, but you are also not totally unaware of what is happening. There is such a peaceful state and you have gone beyond the duality of perception nor non-perception that it is easy to be fooled that you have experienced full enlightenment. But there is still more to do.

    The Ninth Jhana: Cessation
    "When you reach the limits of perception, you realize that lesser mental activity is better for your calm and peaceful state. You enter a state of “cessation” of consciousness where there is only a very sublte form of perception. The meditator may appear to be unconscious. There have been reports of meditators having heart beats as low as 20 to 40 beats per minute at this jhanic level. The nearest way to describe this state is something like a very deep sleep. The eight and ninth jhanas are not full enlightenment, but very close stepping stones to full awakening. Only those who are very close to being fully enlightened can enter the eighth and especially, the ninth jhana."

  • Stero
    Punkte
    14.655
    Beiträge
    2.889
    Mitglied seit
    18. Oktober 2015
    • 11. Juli 2016 um 10:56
    • #81
    Aha:

    Jetzt habe ich gelesen, wenn man alles richtig macht und regelmäßig übt, man recht schnell in ein paar Monaten, die Erleuchtung finden kann. Dabei würde sich alle Bilder, die man über die weltlichen Dinge hat auflösen, z.B. das wir wissen, was ein Tisch ist.


    Ach das verstehst du unter "Erleuchtung"?
    Ich würde es als Vernunft bezeichnen, wenn man nicht mehr glaubt ("wissen" ist hier das falsche Wort), was ein Tisch ist, aber sehr wohl weiß (hier ist "wissen" das richtige Wort), was als Tisch bezeichnet wird.

    Aha:


    Dieser Zustand, kann in eine Psychose führen, wenn man damit nicht richtig umgeht, bevor man die Erleuchtung bekommt.


    Zu "Erleuchtung" kann ich nichts sagen, aber Vernunft führt sicherlich nicht in eine Psychose.

    Aha:


    Und davor habe ich Angst.


    Angst ist nicht nur ein schlechter Ratgeber, sondern auch immer unbegründet, weil sie eine Emotionalität ist, die auf Spekulaton beruht.

  • accinca
    Reaktionen
    706
    Punkte
    57.021
    Beiträge
    11.216
    Mitglied seit
    31. Dezember 2007
    • 11. Juli 2016 um 20:17
    • #82
    Stero:

    Angst ist nicht nur ein schlechter Ratgeber, sondern auch immer unbegründet, weil sie eine Emotionalität ist, die auf Spekulaton beruht.


    So pauschal ist das eine falsche Aussage.
    Angst kann, muß aber keinesfalls immer ein schlechter Ratgeber
    sein und unbegründet muß sie auch ganz und gar nicht sein.
    Man kann z.B. froh sein, das viele Leute Angst vor den Folgen
    schlechter Taten haben und durchaus auch nicht unbegründet.

  • Stero
    Punkte
    14.655
    Beiträge
    2.889
    Mitglied seit
    18. Oktober 2015
    • 11. Juli 2016 um 20:51
    • #83
    accinca:
    Stero:

    Angst ist nicht nur ein schlechter Ratgeber, sondern auch immer unbegründet, weil sie eine Emotionalität ist, die auf Spekulaton beruht.


    So pauschal ist das eine falsche Aussage.
    Angst kann, muß aber keinesfalls immer ein schlechter Ratgeber
    sein und unbegründet muß sie auch ganz und gar nicht sein.


    Angst kommt von innen und Furcht hat ein konkretes faktisches äußeres Objekt. Eben weil Angst nur auf einem bloß spekulativem also imaginierten Phänomen beruht, ist sie immer unbegründet.


    accinca:


    Man kann z.B. froh sein, das viele Leute Angst vor den Folgen
    schlechter Taten haben und durchaus auch nicht unbegründet.


    Wenn Leute die Gesetze einhalten können, weil sie das faktische Strafrecht befürchten, dann ist Angst auch unbegründet. Abgesehen davon schließt Rationalität sogar aus, dass man gesetzl. Strafe befürchten muss, um sich an die Gesetze zu halten. Es genügt doch ein Abwägen "Einhalten der Gesetze und Straffreiheit" vs "Verstoß gegen die Gesetze und Bestrafung lt. Gesetz".

  • accinca
    Reaktionen
    706
    Punkte
    57.021
    Beiträge
    11.216
    Mitglied seit
    31. Dezember 2007
    • 11. Juli 2016 um 21:49
    • #84

    Von deinen Vorstellungen und Denken in dieser Sache halte ich nichts.

  • Max Schenzle
    Reaktionen
    61
    Punkte
    7.281
    Beiträge
    1.427
    Mitglied seit
    4. Dezember 2020
    • 13. Juli 2016 um 11:26
    • #85

    Hi,
    vor dieser unbestimmten sog. Erleuchtung hätte ich auch Angst.
    Du sagst wohl das du meditieren würdest und auch noch des öfteren.
    Da stellt sich für mich die Frage, nach welcher Methode du meditierst.
    Ich bin auch nicht in einer buddh. Vereinigung und habe alles erreicht.
    Meiner Ansicht nach ist der Achtfache Pfad die richtige Vertiefung.
    Da gibt es die Anweisung, nach dem Mittagessen zu meditieren.
    Ich mach es nicht so, weil ich morgens körperlich und geist in bester Verfassung bin.
    Man kann schon vieles falsch machen und damit die Ziele der Lehre Gotamo Buddhos nicht oder nur
    unvollständig erreichen.
    Wie schnell das Erwachen kommt ist von mehreren Faktoren abhängig. Von deinem Karma und
    deiner lebzeitlichen Lebensführung: Tugend, Laster usw.
    Es gibt für die Bewußtseiszustände und deren Veränderung eine Skala, die 8 Freiungen oder auch Jhanas genannt. Im letzten Stadium, der Auflösung der Wahrnehmbarkeit, ist die innere und äußere
    Wahrnehmung nicht mehr vorhanden. Was das Vorhandensein der Welt angeht, nach der Vertiefung ist sie sowieso wieder da.
    Ob jemand psychische krank wird ist zuerst eine Frage der psychischen Konstution wie man sie vorher schon hat. Die Gefährlichkeit der Vertiefung des 8fachen Pfades ist, dass die Psyche so stabil sein muss, dass sie die eigene Auflösung, in der Meditation, übersteht. Falls das nicht der Fall ist, wird der Psychiater sicher sagen, dass man von der Vertiefung die Finger lassen soll.
    Literatur: Neumann, Karl-Eigem: Die Reden Gotamo Buddhos, Wien-Zürich, 1957, oder auch die Neuausgaben im Verlag Beyerlein - Steinschulte. Der Pali-Kanon besteht aus drei Bänden:
    1. Mittlere Sammlung 2. Längere Sammlung 3. Lieder der Mönche und Nonnen
    Von der Mittleren Sammlung gibt es zwein Übersetzung. Die zweite stammt von Zumwinkel.
    Es würde mich freuen, dir auf den weiteren Weg geholfen zu haben und
    ich wünsche dir viel Erfolg!

    sakko

  • accinca
    Reaktionen
    706
    Punkte
    57.021
    Beiträge
    11.216
    Mitglied seit
    31. Dezember 2007
    • 14. Juli 2016 um 01:26
    • #86
    sakko:

    Was das Vorhandensein der Welt angeht, nach der Vertiefung ist sie sowieso wieder da.


    Es gibt aber auch Sätze die zwar wahr sind aber manchmal
    doch Wahrheit ignorieren. Ja, klingt etwas paradox ist es aber nicht.
    Tatsächlich ist es ja auch so, daß wenn tatsächlich in heißer Buße,
    in stetem Kampfe, in ernster Übung, in unermüdlichem Eifer, in tiefer
    Bedachtsamkeit eine geistige Einigung errungen wurde, diese nach
    dieser "Einigung" tatsächlich wieder weg ist. Das schmälert diese
    Konzentration aber nicht, denn dadurch gibt es Unterschiede zwischen
    vorher und nachher auf die es ankommt.

  • shincho
    Punkte
    75
    Beiträge
    14
    Mitglied seit
    21. Juli 2016
    • 23. Juli 2016 um 16:56
    • #87

    huhu,

    du hast angst vor dem unbekannten, es hört sich so an
    als würdest du es kennen und hättest angst es wiederzufinden
    es gibt so viele ansichten was erleuchtung sein soll

    und das mit den "psychosen" ist nochmal was ganz anderes,

    du meinst wahrscheinlich das unabhängige freisein autonom und dann
    alles achen können? ;)

    es gibt viel technik die noch nicht veröffentlicht wurde
    die können insgesamt alles verändern,
    muss ich deswegen angst haben?

    angst vor dem tod ist begründet
    hast du angst das du wegfliegst?
    oder diese typischen darstellungen von "abgespacten" menschen
    das du auch so jemand wirst? :D

    lieben Gruß,
    shincho :roll:

  • Max Schenzle
    Reaktionen
    61
    Punkte
    7.281
    Beiträge
    1.427
    Mitglied seit
    4. Dezember 2020
    • 7. August 2016 um 14:00
    • #88

    Hi,
    falls man über eine normale geistige Gesundheit verfügt, hat man kein Problem, den Achtfachen Pfad zu
    begehen. In den 8 Freiungen oder Jhans kann man den Grad der Bewußtseinveränderungen erkennen.
    So hat man jederzeit Kontrolle über veränderte Bewußtseinszustände.
    Wer richtig meditieren will, soll den Achtfachen Pfad von G. Buddho machen und evtl. den Pali-Kanon lesen. Lesen bildet. Ich persönlch finde Dr. ind. Neumanns Übersetzungen besser als die von Zumwinkel aber das ist lediglich Ansichtssache.
    Es gibt vier Ziel, die man mit Vertiefung erreichen kann:
    1. Hörerschaft
    2, Einmalwiederkehr
    3. Nichtwiederkehkr
    4. Heiligkeit.

    Die Übukngen des Achtfachen Weges sind keine psychotherapeuktischen Mittel, sich zu beruhigen. Dafür ist das autogene Training da.
    Wie oben angeführt, Heiligkeit, heißt das Ziel Brahma. Das funktioniert alles, wie es beschrieben wird und ich war damit auch erfolgreich.

    sakko

  • Stero
    Punkte
    14.655
    Beiträge
    2.889
    Mitglied seit
    18. Oktober 2015
    • 7. August 2016 um 14:44
    • #89
    sakko:

    Wie oben angeführt, Heiligkeit, heißt das Ziel Brahma. Das funktioniert alles, wie es beschrieben wird und ich war damit auch erfolgreich.


    Gratuliere, Eure Heiligkeit. :lol:

  • Spacy
    Punkte
    6.670
    Beiträge
    1.326
    Mitglied seit
    29. Oktober 2014
    • 10. August 2016 um 23:26
    • #90
    Stero:
    sakko:

    Wie oben angeführt, Heiligkeit, heißt das Ziel Brahma. Das funktioniert alles, wie es beschrieben wird und ich war damit auch erfolgreich.


    Gratuliere, Eure Heiligkeit. :lol:


    Das kann man auch anders sagen *kopfschüttel*
    Allgemein so, wenn keine Wehrwölfe rumlungern, mir sakko lieber ist als das paranoide stero

  • Stero
    Punkte
    14.655
    Beiträge
    2.889
    Mitglied seit
    18. Oktober 2015
    • 10. August 2016 um 23:55
    • #91
    Spacy:
    Stero:


    Gratuliere, Eure Heiligkeit. :lol:


    Das kann man auch anders sagen *kopfschüttel*
    Allgemein so, wenn keine Wehrwölfe rumlungern, mir sakko lieber ist als das paranoide stero


    Kein Problem. "lieber sein" ist die Domäne von Irrationalität.

  • Unwissender
    Reaktionen
    2
    Punkte
    87
    Beiträge
    15
    Mitglied seit
    29. März 2016
    • 13. August 2016 um 23:49
    • #92

    Mir geht es genau so. Ich meine, ich habe keine Angst vor der Erleuchtung, eigentlich sollte das mein Ziel im Leben sein. Aber ich frage mich manchmal, lohnt es sich jetzt auf die Sinnesvergnügungen zu verzichten? Musik hören, Süßigkeiten essen, Filme angucken... Wenn ich ein schönes Lied höre, empfinde ich Vergnügen, oder wenn ich mit meiner Freundin wäre (falls ich eine hätte...), würde ich auch Vergnügen empfinden. Stimmt es auch, dass dieses Vergnügen zum Leid wird, wenn das Lied zu Ende ist oder wenn meine Freundin mich verlässt. Aber vielleicht ist das Vergnügen, das ich ein Mal erlebte, größer als das Leid. Aus diesem Grund befürchte ich, dass ich mich nie von den Sinnesvergnügungen befreien werde...

    Jedenfalls sagt uns Buddha, dass jeder von uns die Erleuchtung erreichen kann:

    Zitat

    "Es kommt darauf an, ob jemand Vertrauen hat, gesund genug ist, um die geistige Anstrengung auszuhalten, ob er ehrlich und aufrichtig ist und ob er genug Energie und Ausdauer hat, um unheilsame Geisteszustände zu überwinden und heilsame zu festigen. Schließlich kommt es darauf an, ob er genug Weisheit besitzt, um das Entstehen und Vergehen zu erkennen." Der Buddha schloss mit den Worten. "Wenn jemand diese Eigenschaften voll entwickelt hat, dann kann er heute belehrt werden und morgen schon erwacht sein."

    (Mittlere Sammlung 85. Übersetzung aus P. H. Köppler, So spricht Buddha, 2004: 33f.)

    Darunter verstehe ich, dass der erste Schritt für die Erleuchtung ist, sich selbst zu fragen, ob man bereit ist, auf die Sinnesvergnügungen zu verzichten, so wie Buddha machte, als er seine Familie verließ. Es ist hart, aber wahrscheinlich lohnt es sich, wenn wir an Buddha glauben...

  • Zenman
    Punkte
    480
    Beiträge
    93
    Mitglied seit
    10. August 2016
    • 15. August 2016 um 12:37
    • #93
    Unwissender:

    Aber ich frage mich manchmal, lohnt es sich jetzt auf die Sinnesvergnügungen zu verzichten?

    es lohnt ganz bestimmt nicht, denn jeder Lohn wäre nur ein weiteres, neues Vergnügen (: Deswegen wird es logischerweise entweder keinen Lohn geben, oder es war kein echtes Verzichten.


    Ich denke, man sollte sich die Erleuchtung nicht als Ziel vornehmen, wenn man doch eigentlich das Leben als grundsätzlich genussvoll erlebt (es gibt mehr Genuss als Leid). Wieso will man denn die Erleuchtung? Was soll sie einem bringen, wenn man eigentlich schon damit zufrieden ist, wie es ist? In diesem Fall kann man sich höchstens die Frage stellen, "wieso glaube ich nicht schon erleuchtet zu sein, wenn ich doch zufrieden bin, mit mir selber und mit der Welt wie sie ist?"

    Wir haben in unserem Körper einen Geist, der die Dinge als gut oder schlecht unterscheidet. Obgleich unser Körper stirbt, lebt der Geist weiter.

    Das ist ganz sicher nicht das Buddha-Dharma. - Dogen Zenji

  • Stero
    Punkte
    14.655
    Beiträge
    2.889
    Mitglied seit
    18. Oktober 2015
    • 15. August 2016 um 18:57
    • #94
    Unwissender:

    ... Aber ich frage mich manchmal, lohnt es sich jetzt auf die Sinnesvergnügungen zu verzichten?


    Das finde ich eine merkwürdige Frage. Wenn du keine unmittellbaren Vorteile vom "Verzicht" hast, warum solltest du dann verzichten? Und wenn du unmittelbare Vorteile hast, dann stellt sich dir die Frage doch nicht, oder? Aber jemand anders kann dir sicher nicht beantworten, ob du unmittelbare Vorteile hast. Denn wenn du welche hast, dann muss ein anderer diese ja nicht haben. und wenn ein anderer Vorteile hat, dann musst du diese ja nicht haben.

    Unwissender:


    Darunter verstehe ich, dass der erste Schritt für die Erleuchtung ist, sich selbst zu fragen, ob man bereit ist, auf die Sinnesvergnügungen zu verzichten, ...


    Kein guter Ansatz. Wenn etwas nur als der erste Schritt gedacht wird auf einem Weg zu einem gedachten Vorteil, von dem man gar nicht weiß, ob er jemals eintritt, dann ist das eine schlechte Grundlage für den ersten Schritt. Ein unmittelbarer Vorteil dagegen ist eine gute Grundlage, egal ob es als erster Schritt oder als einziger Schritt gedacht wird.

  • Monikamarie
    Reaktionen
    7.277
    Punkte
    47.616
    Beiträge
    8.016
    Mitglied seit
    2. Oktober 2025
    Wohnort
    Hamburg
    Buddh. Richtung
    Theravada
    Geburtstag
    21. November 1948 (77)
    • 15. August 2016 um 19:04
    • #95
    Zenman:

    In diesem Fall kann man sich höchstens die Frage stellen, "wieso glaube ich nicht schon erleuchtet zu sein, wenn ich doch zufrieden bin, mit mir selber und mit der Welt wie sie ist?"

    Hi Zenman,
    gute Antwort. Meiner Ansicht nach stellt jedoch diese Frage niemand, der zufrieden mit sich und der Welt ist.
    Dieser Jemand ist nicht auf der Suche. Die Suche beginnt, wenn etwas fehlt oder nicht ins Weltbild passt.
    _()_ Monika

  • Zenman
    Punkte
    480
    Beiträge
    93
    Mitglied seit
    10. August 2016
    • 15. August 2016 um 20:34
    • #96
    Monikadie4.:
    Zenman:

    In diesem Fall kann man sich höchstens die Frage stellen, "wieso glaube ich nicht schon erleuchtet zu sein, wenn ich doch zufrieden bin, mit mir selber und mit der Welt wie sie ist?"

    Hi Zenman,
    gute Antwort. Meiner Ansicht nach stellt jedoch diese Frage niemand, der zufrieden mit sich und der Welt ist.
    Dieser Jemand ist nicht auf der Suche. Die Suche beginnt, wenn etwas fehlt oder nicht ins Weltbild passt.
    _()_ Monika

    Ich denke auch, dass man erst dann die Suche wirklich beginnt, wenn etwas fehlt.

    Unwissender
    ich hoffe es ist OK wenn wir so über dich "herziehen" :grinsen:

    Wir haben in unserem Körper einen Geist, der die Dinge als gut oder schlecht unterscheidet. Obgleich unser Körper stirbt, lebt der Geist weiter.

    Das ist ganz sicher nicht das Buddha-Dharma. - Dogen Zenji

  • Unwissender
    Reaktionen
    2
    Punkte
    87
    Beiträge
    15
    Mitglied seit
    29. März 2016
    • 15. August 2016 um 21:35
    • #97

    Keine Sorge Zenman! Dafür ist dieses Forum da. Wir sind hier um über Buddhismus zu diskutieren und ich freu mich sehr dazu beizutragen :)

    Zu unserem Thema habe ich heute dieses Gespräch von Buddha mit einem Bauer zufällig gelesen:

    Zitat

    Der Bauer: „Meine Frau ist achtsam. Sie lebt schon lange mit mir zusammen und ist freundlich. Ich höre von ihr kein böses Wort. Mir macht der Regen, der bald kommt, nichts aus."

    Der Buddha: „Mein Geist ist achtsam und vollkommen frei. Lange Zeit habe ich ihn geschult. Ich höre von ihm kein böses Wort. Mir mach der Regen, der bald kommt, nichts aus.“

    Der Bauer: „Ich verdiene meinen Lebensunterhalt selbst. Meine Söhne leben bei mir und sind gesund. Sie sagen kein böses Wort. Mir macht der Regen, der bald kommt, nichts aus.“

    Der Buddha: „Ich bin niemandes Diener. Ich wandere durch die Welt, und die Welt sorgt für mich. Ich brauche keinen Lohn. Mir macht der Regen, der bald kommt, nichts aus…“

    … Der Buddha antwortete: „Wer eine Familie hat, freut sich an seiner Familie, wer Besitz hat, freut sich an seinem Besitz. Familie und Besitz sind die Stützen des Lebens, und wer sie nicht hat, der hat auch keine Freude. Aber die Familie und jeder Besitz verursachen auch Sorgen. Die Freuden des Lebens sind zugleich des Menschen Sorgen. Wer ohne Familie und Besitz lebt, der hat diese Sorgen nicht.


    Kürzere Sammlung, Sutta-Nipata 1 / 2 aus Köppler, So spricht Buddha. 2004: 39f.

    Ich nehme an, dass diese Worte die beste Antwort auf meine Frage sind ;)

  • Max Schenzle
    Reaktionen
    61
    Punkte
    7.281
    Beiträge
    1.427
    Mitglied seit
    4. Dezember 2020
    • 15. November 2016 um 21:44
    • #98

    Hallo,
    vor der Erleuchtung kann man gut und gerne Angst haben aber dieses Wort kommt in der Lehre von Gotamo Buddho nicht vor. Was vorkommt ist das Wort ERWACHEN.
    Du erwachst wie aus einem Schlaf und du bemerkst das dein Selbst (Leuchtwesen), sich von deinem
    Körper mehr oder weniger trennt. So ähnlich wie bei Nahtoderfahrungen.
    Nur du bist da in einem total ruhigen, wiederspruchsfreien Bereich und kannst das Erwachen
    in seiner Schönheit sehen.

    sakko

  • suchende2016
    Punkte
    660
    Beiträge
    129
    Mitglied seit
    26. November 2016
    • 26. November 2016 um 21:00
    • #99

    Danke für diese interessante Diskussion- bin ganz neu hier und lese erst mal ein wenig quer....

    bisher hatte ich niemanden zum Austausch- habe aber jetzt den Wunsch danach-Bücher geben zwar eine gewisse "Bestätigung"...aber Kontakt mit Menschen mit ähnlicher Wellenlänge finde ich wichtiger.

    Und ich "sorge" mich in gewisser Weise etwas, weil ich "anders" bin als die meisten (schon immer), eigentlich bei nichts mitreden kann (und will) mir nicht die Dinge wichtig sind, die für andere eine große Rolle spielen, mir Gedanken über ganz andere Dinge mache.....sehr einfach lebe...

    "Angst" habe ich vor nichts- aber ich denke schon, dass ich in den Augen der anderen irgendwie "komisch" bin....

  • Leon
    Gast
    • 27. November 2016 um 02:05
    • #100
    suchende2016:

    Danke für diese interessante Diskussion- bin ganz neu hier und lese erst mal ein wenig quer....

    bisher hatte ich niemanden zum Austausch- habe aber jetzt den Wunsch danach-Bücher geben zwar eine gewisse "Bestätigung"...aber Kontakt mit Menschen mit ähnlicher Wellenlänge finde ich wichtiger.

    Und ich "sorge" mich in gewisser Weise etwas, weil ich "anders" bin als die meisten (schon immer), eigentlich bei nichts mitreden kann (und will) mir nicht die Dinge wichtig sind, die für andere eine große Rolle spielen, mir Gedanken über ganz andere Dinge mache.....sehr einfach lebe...

    "Angst" habe ich vor nichts- aber ich denke schon, dass ich in den Augen der anderen irgendwie
    "komisch" bin....


    Herzlich willkommen
    Das klingt interessant :)

    LG :sunny:

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Netzwerk Buddhismus
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.1.20
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download