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  1. Buddhaland Forum
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  3. Allgemeines zum Buddhismus

Wille vs. Bewusstsein und Gefühle/Denken

  • gbg
  • 30. März 2016 um 21:21
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1. offizieller Beitrag
  • gbg
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    • 30. März 2016 um 21:21
    • #1

    Sind wir eher Wille mit Intentionalität also Gerichtetheit auf Objekte. Oder sind wir eher Bewusstsein mit Offenheit für Objekte.
    Hat sich das in der Evolutionsgeschichte verändert?
    Und was ist mit den Gefühlen. Wir sind doch auch Träumer und Geschichtenerzähler? Und Denker?

    Wie hängen Wille, Bewusstsein, Gefühle und Denken für den Buddhisten zusammen im Ich oder Nichtich? Welche bedeutung haben sie?

    Sind Gefühle heute wichtiger als Denken oder umgekehrt oder gleichwichtig?

    Was ist allgemein oder konkret wichtig für das Hier und Jetzt?

    Herzlich
    gbg

  • accinca
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    • 31. März 2016 um 10:15
    • #2
    gbg:

    Wie hängen Wille, Bewusstsein, Gefühle und Denken für den
    Buddhisten zusammen im Ich oder Nichtich? Welche bedeutung haben sie?


    Und wie ist es denn bei nicht Buddhisten? Gibt es da bei wie vielen Unterscheide
    und bei wie vielen gibt es sie vielleicht nicht? Was sagt Googel denn dazu?

  • Online
    void
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    Zen
    • 31. März 2016 um 10:48
    • Offizieller Beitrag
    • #3
    gbg:

    Sind wir eher Wille mit Intentionalität also Gerichtetheit auf Objekte. Oder sind wir eher Bewusstsein mit Offenheit für Objekte.
    Hat sich das in der Evolutionsgeschichte verändert?
    Und was ist mit den Gefühlen. Wir sind doch auch Träumer und Geschichtenerzähler? Und Denker?

    Wie hängen Wille, Bewusstsein, Gefühle und Denken für den Buddhisten zusammen im Ich oder Nichtich? Welche bedeutung haben sie?

    Sind Gefühle heute wichtiger als Denken oder umgekehrt oder gleichwichtig?

    Was ist allgemein oder konkret wichtig für das Hier und Jetzt?

    Dein Frage klingt ja so, als willst du eine Differenzierung und eine Erklärung.
    Aber von dem, was du bisher so geschreiben hast, ist Differenzierung und Erklärung ja genau das, was du nicht wilst.

    Sondern bei dir soll eher alles auf das unidfferenzierte Eine zurückgeführt werden, dass du mit Gott/Brachma/Krisha identifizierst .
    Die Worte und Konzepte und die Unterschiede der Religionen sollen sich in der grossen Wolkigkeit auflösen.

    Wenn dir Leute ernsthaft antworten, und das von dir Genannte auseinander dividieren, dann wisrt du dazu neigen, ihnen in den Rücken zu Fallen.

    Du wirst das Gesagte fröhlich durcheinanderwerfen und in Frage stellen, so dass am Ende mehr Verwirrung da ist als vorher.

    Und diese Verwirrung wirst du dann als was positives sehen, weil du wieder feste Konzepte durchbrochen und die grosse Wolkigkeit dahinter hast aufscheinen lassen.

    Aber ist das nicht, auch wenn deine Motivation gut ist, eine Täuschung und eine Manipulation?

  • gbg
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    • 31. März 2016 um 17:54
    • #4
    void:


    Aber ist das nicht, auch wenn deine Motivation gut ist, eine Täuschung und eine Manipulation?

    Ist der Mond auf Deinem Avatar ein Manipulationsversuch?

    Und sag mir jetzt nicht es sei eine Sonne! ;):)

    Lieben Gruß

  • Elliot
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    • 31. März 2016 um 18:52
    • #5
    gbg:

    Wie hängen Wille, Bewusstsein, Gefühle und Denken für den Buddhisten zusammen im Ich oder Nichtich? Welche bedeutung haben sie?

    Zitat

    "'Bewußtsein, Bewußtsein', so sagt man, Freund. Worauf bezieht es sich, wenn man von 'Bewußtsein' spricht?"

    "'Es erfährt, es erfährt', Freund, deshalb [2] spricht man von 'Bewußtsein'. Was erfährt es? Es erfährt: 'Angenehm'; es erfährt: 'Schmerzhaft'; es erfährt: 'Weder-schmerzhaft-noch-angenehm'. 'Es erfährt, es erfährt', Freund, deshalb spricht man von 'Bewußtsein'."

    "Weisheit und Bewußtsein, Freund - sind diese Geisteszustände miteinander verbunden oder getrennt? Und ist es möglich, einen dieser Zustände vom anderen zu trennen, um den Unterschied zwischen ihnen beschreiben zu können?"

    "Weisheit und Bewußtsein, Freund - diese Geisteszustände sind miteinander verbunden, nicht getrennt, und es ist unmöglich, einen dieser Zustände vom anderen zu trennen, um den Unterschied zwischen ihnen beschreiben zu können. Denn, was man versteht, das erfährt man, und was man erfährt, das versteht man. Deshalb sind diese Geisteszustände miteinander verbunden, nicht getrennt, und es ist unmöglich, einen dieser Zustände vom anderen zu trennen, um den Unterschied zwischen ihnen beschreiben zu können."

    "Was ist der Unterschied, Freund, zwischen Weisheit und Bewußtsein, diesen Zuständen, die mit einander verbunden, nicht getrennt sind?"

    "Der Unterschied, Freund, zwischen Weisheit und Bewußtsein, diesen Zuständen, die miteinander verbunden, nicht getrennt sind, ist dieser: Weisheit gilt es zu entfalten, Bewußtsein gilt es vollständig zu durchschauen."

    "'Gefühl, Gefühl', so sagt man, Freund. Worauf bezieht es sich, wenn man von 'Gefühl' spricht?"

    "Es fühlt, es fühlt', Freund, deshalb spricht man von 'Gefühl'. Was fühlt es? Es fühlt Angenehmes, es fühlt Schmerz und es fühlt Weder-Schmerzhaftes-noch-Angenehmes. 'Es fühlt, es fühlt', Freund, deshalb spricht man von 'Gefühl'."

    "'Wahrnehmung, Wahrnehmung', so sagt man, Freund. Worauf bezieht es sich, wenn man von 'Wahrnehmung' spricht?"

    "'Es nimmt wahr, es nimmt wahr', Freund, deshalb spricht man von 'Wahrnehmung'. Was nimmt es wahr? Es nimmt blau wahr, es nimmt gelb wahr, es nimmt rot wahr und es nimmt weiß wahr. 'Es nimmt wahr, es nimmt wahr', Freund, deshalb spricht man von 'Wahrnehmung'."

    "Gefühl, Wahrnehmung und Bewußtsein, Freund - sind diese Geisteszustände miteinander verbunden oder getrennt? Und ist es möglich, einen dieser Zustände vom anderen zu trennen, um den Unterschied zwischen ihnen beschreiben zu können?"

    "Gefühl, Wahrnehmung und Bewußtsein, Freund - diese Geisteszustände sind miteinander verbunden, nicht getrennt, und es ist unmöglich, einen dieser Zustände von den anderen zu trennen, um den Unterschied zwischen ihnen beschreiben zu können. Denn, was man fühlt, das nimmt man wahr, und was man wahrnimmt, das erfährt man. Deshalb sind diese Geisteszustände miteinander verbunden, nicht getrennt, und es ist unmöglich, einen dieser Zustände von den anderen zu trennen, um den Unterschied zwischen ihnen beschreiben zu können [3]."

    (Majjhima Nikāya 43: Die längere Reihe von Fragen und Antworten - Mahāvedalla Sutta)

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    gbg:

    Sind Gefühle heute wichtiger als Denken oder umgekehrt oder gleichwichtig?


    Aufmerksamkeit für Gefühle ist tendentiell wichtiger als Denken:

    Zitat

    "Und wie, ihr Bhikkhus, verweilt ein Bhikkhu, indem er Gefühle als Gefühle betrachtet [13]? Wenn ein Bhikkhu ein angenehmes Gefühl fühlt, versteht er: 'Ich fühle ein angenehmes Gefühl;' wenn er ein schmerzhaftes Gefühl fühlt, versteht er: 'Ich fühle ein schmerzhaftes Gefühl;' wenn er ein weder-schmerzhaftes-noch-angenehmes Gefühl fühlt, versteht er: 'Ich fühle ein weder-schmerzhaftes-noch-angenehmes Gefühl.' Wenn er ein weltliches angenehmes Gefühl fühlt, versteht er: 'Ich fühle ein weltliches angenehmes Gefühl;' wenn er ein überweltliches angenehmes Gefühl fühlt, versteht er: 'Ich fühle ein überweltliches angenehmes Gefühl [14];' wenn er ein weltliches schmerzhaftes Gefühl fühlt, versteht er: 'Ich fühle ein weltliches schmerzhaftes Gefühl;' wenn er ein überweltliches schmerzhaftes Gefühl fühlt, versteht er: 'Ich fühle ein überweltliches schmerzhaftes Gefühl;' wenn er ein weltliches weder-schmerzhaftes-noch-angenehmes Gefühl fühlt, versteht er: 'Ich fühle ein weltliches weder-schmerzhaftes-noch-angenehmes Gefühl;' wenn er ein überweltliches weder-schmerzhaftes-noch-angenehmes Gefühl fühlt, versteht er: 'Ich fühle ein überweltliches weder-schmerzhaftes-noch-angenehmes Gefühl.'"

    "Auf diese Weise verweilt er, indem er Gefühle innerlich als Gefühle betrachtet, oder er verweilt, indem er Gefühle äußerlich als Gefühle betrachtet, oder er verweilt, indem er Gefühle sowohl innerlich als auch äußerlich als Gefühle betrachtet. Oder er verweilt, indem er die Ursprungsfaktoren in Gefühlen betrachtet, oder er verweilt, indem er die Auflösungsfaktoren in Gefühlen betrachtet, oder er verweilt, indem er die Ursprungs- und Auflösungsfaktoren in Gefühlen betrachtet. Oder die Achtsamkeit, daß da Gefühle vorhanden sind, ist einfach in dem Ausmaß in ihm verankert, das für bloße Vergegenwärtigung und Achtsamkeit nötig ist. Und er verweilt unabhängig, haftet an nichts in der Welt an. Auf jene Weise verweilt ein Bhikkhu, indem er Gefühle als Gefühle betrachtet."

    ( Majjhima Nikāya 10: Die Grundlagen der Achtsamkeit - Satipaṭṭhāna Sutta)

    gbg:

    Was ist allgemein oder konkret wichtig für das Hier und Jetzt?

    Zitat

    "Aggivessana, es gibt drei Arten von Gefühl: angenehmes Gefühl, schmerzhaftes Gefühl und weder-schmerzhaftes-noch-angenehmes Gefühl. Wenn man angenehmes Gefühl empfindet, empfindet man bei jener Gelegenheit kein schmerzhaftes Gefühl oder weder-schmerzhaftes-noch-angenehmes Gefühl; bei jener Gelegenheit empfindet man nur angenehmes Gefühl. Wenn man schmerzhaftes Gefühl empfindet, empfindet man bei jener Gelegenheit kein angenehmes Gefühl oder weder-schmerzhaftes-noch-angenehmes Gefühl; bei jener Gelegenheit empfindet man nur schmerzhaftes Gefühl. Wenn man weder-schmerzhaftes-noch-angenehmes Gefühl empfindet, empfindet man bei jener Gelegenheit kein angenehmes Gefühl oder schmerzhaftes Gefühl; bei jener Gelegenheit empfindet man nur weder-schmerzhaftes-noch-angenehmes Gefühl."

    "Angenehmes Gefühl, Aggivessana, ist vergänglich, gestaltet, bedingt entstanden, der Vernichtung unterworfen, dem Verschwinden, Verblassen und Aufhören unterworfen. Schmerzhaftes Gefühl ist auch vergänglich, gestaltet, bedingt entstanden, der Vernichtung unterworfen, dem Verschwinden, Verblassen und Aufhören unterworfen. Weder-schmerzhaftes-noch-angenehmes Gefühl ist auch vergänglich, gestaltet, bedingt entstanden, der Vernichtung unterworfen, dem Verschwinden, Verblassen und Aufhören unterworfen."

    "Indem ein wohlunterrichteter edler Schüler so sieht, wird er ernüchtert gegenüber angenehmem Gefühl, ernüchtert gegenüber schmerzhaftem Gefühl, ernüchtert gegenüber weder-schmerzhaftem-noch-angenehmem Gefühl. Wenn er ernüchtert wird, wird er begierdelos. Durch Begierdelosigkeit ist sein Geist befreit. Wenn er befreit ist, kommt das Wissen: 'Er ist befreit.' Er versteht: 'Geburt ist zu Ende gebracht, das heilige Leben ist gelebt, es ist getan, was getan werden mußte, darüber hinaus gibt es nichts mehr.'"

    "Ein Bhikkhu, dessen Geist so befreit ist, Aggivessana verbündet sich mit niemandem und streitet sich mit niemandem; er bedient sich des gegenwärtig in der Welt üblichen Sprachgebrauchs, ohne daran zu haften [6]."

    Bei jener Gelegenheit stand der ehrwürdige Sāriputta hinter dem Erhabenen und fächelte ihm Luft zu. Da dachte er: "Der Erhabene spricht in der Tat aus höherer Geisteskraft vom Überwinden dieser Dinge; der Vollendete spricht in der Tat aus höherer Geisteskraft vom Aufgeben dieser Dinge." Während der ehrwürdige Sāriputta dies erwog, war sein Geist durch Nicht-Anhaften von den Trieben befreit."

    Aber in dem Wanderasketen Dīghanakha erschien die fleckenlose, reine Schau des Dhamma: "Alles, was dem Ursprung unterworfen ist, ist dem Aufhören unterworfen." Der Wanderasket Dīghanakha sah das Dhamma, erlangte das Dhamma, erkannte das Dhamma, drang in das Dhamma ein; er ließ den Zweifel hinter sich, er wurde frei von Verwirrung, er erlangte Selbstvertrauen und wurde in der Lehre des Lehrers von anderen unabhängig."

    (Majjhima Nikāya 74: An Dīghanakha - Dīghanakha Sutta)

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    Viele Grüße
    Elliot

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    Elliot

  • Stero
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    • 1. April 2016 um 15:52
    • #6
    gbg:

    Sind wir eher Wille mit Intentionalität also Gerichtetheit auf Objekte. Oder sind wir eher Bewusstsein mit Offenheit für Objekte.
    Hat sich das in der Evolutionsgeschichte verändert?
    Und was ist mit den Gefühlen. Wir sind doch auch Träumer und Geschichtenerzähler? Und Denker?

    Wie hängen Wille, Bewusstsein, Gefühle und Denken für den Buddhisten zusammen im Ich oder Nichtich? Welche bedeutung haben sie?

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    Herzlich
    gbg


    10 Fragen, bei drei davon Fragezeichen vergessen.

  • Max Schenzle
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    • 6. Mai 2016 um 18:09
    • #7

    Hallo,
    natürlich hänge sie alle zusammen, weil sie aus der Illusionsmaschine, Gehirn genannt, enstehen.
    Durch die Meditation des 8fachen Weges kann man Gefühle und Bewußtsein auflösen.
    Das sind die 8 Jhanas(Freiungen]. Vor allem sind dafür das 7. und 8. Jhana zuständig. Grenzscheide möglicher Wahrnehmung und Auflösung der Wahrnehmbarkeit.

    sakko

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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