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  1. Buddhaland Forum
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  3. Allgemeines zum Buddhismus

Buddhismus und Umgang mit Boshaftigkeit

  • keks
  • 17. Oktober 2015 um 16:08
  • Zum letzten Beitrag
1. offizieller Beitrag
  • keks
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    • 17. Oktober 2015 um 16:08
    • #1

    Im ersten Abschnitt steht, dass derjenige oder diejenige weiss, dass du irgendwas buddhistisches machst :)
    Warum erzählst du jemand in welcher Richtung du pinkelst ?
    Unter Freunden bei einem Glas Wein kann man meinetwegen drüber reden, aber sonst geht das doch keinen was an.
    Oder anders: mich nervt es wenn mir jemand täglich seine religiösen Weisheiten auf den Tisch legt.
    SOllte ich da was falsch verstanden haben dann überlies es, kommt vor :)

    Geh von der Person weg, dann dürfte das erledigt sein. Person im selben Büro ? Nicht mehr beachten oder redet mal miteinander aber ordentlich.

    Bubu :clown::oops:

  • Lucky Luke
    Gast
    • 17. Oktober 2015 um 18:09
    • #2
    Licht:

    Wie gehe ich als Buddhist mit boshaftem Verhalten um?

    Ein Schüler hat beim Dalai Lama mal eine ähnliche Frage gestellt:
    "Wie gehe ich mit Mitschülern um, die mich auf dem Schulhof immer verprügeln wollen ?" Seine Antwort: "Entweder wegrennen oder besser: Karate lernen zur Selbstverteidigung!"

  • blue_aprico
    Gast
    • 17. Oktober 2015 um 18:22
    • #3

    ja, selbstvertrauen ist ganz wesentlich für den weg --

  • crazy-dragon
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    • 17. Oktober 2015 um 19:43
    • #4
    Licht:


    1. Wie gehe ich als Buddhist mit boshaftem Verhalten um?
    2. Ich meine damit zB wenn sich mir ein Mensch angreifend gegenüber verhält.
    3. Menschen die zB aus Neid und Frust ein Feindbild in mir sehen und gegen mich intrigieren und mir schlechtes wollen?

    1. Wie es der Situation angemessen ist. :P Bzw. wie ich es angemessen finde ... :D
    2. Kommt auf den Grad der Aggression an und das Potential des Angreifers. 8)
    3. Siehe 2.
    Und im realen Fall dürfte man anders reagieren als man es sich theoretisch vorstellt.
    _()_c.d.

    Tag für Tag ein guter Tag

  • Lucky Luke
    Gast
    • 17. Oktober 2015 um 20:37
    • #5
    Licht:

    Also mit anderen Worten ich vergesse in dieser Fragestellung den Buddhismus und bediene mich banaler Konfliktlösungsstrategien wie zB Gegenangriff?

    "Konfliktslösungsstrategien", die den gesunden Menschenverstand nutzen, sind aber alles andere als banal.
    Denn manchmal ist es nicht so einfach zu entscheiden, was "angemessen" ist und was nicht, wie der "Verrückte Drache" es ausgedrückt hat.

    Licht:

    Man solle nicht laut sein, nicht streiten, sondern leise und Zurückhaltung üben

    Wenn ein Feuer brennt flüsterst Du dann "es brennt !" oder schreist Du es laut in die Welt hinaus: "ES BRENNT!"

  • SpringMode5708
    Gast
    • 17. Oktober 2015 um 21:24
    • #6

    Hallo Licht,

    Licht:

    eine wichtige Frage die sich mir stellt: Wie gehe ich als Buddhist mit boshaftem Verhalten um?
    Ich meine damit z.B., wenn sich mir ein Mensch angreifend gegenüber verhält.


    der Buddha empfahl², seinen eigenen Geist immer wieder auf's Wohlwollen zurück zu lenken, egal, wie sich andere verhalten.

    Wie Du auf das Verhalten anderer mit deinen Gedanken, Worten und Taten Antworten kannst, hängt natürlich von Dir ab. Damit meine ich, was Du nicht kannst, geht nicht. Da hilft nur weiterhin Gutes wünschen aber aus dem Weg gehen. Täte ich so machen.


    Licht:

    Ein Mensch der den "edlen Achtfachen Pfad" und das Bedürfnis gutes Karma anhäufen zu wollen als Zeichen von Wehrlosigkeit, Feigheit.. interpretiert und mich angreift um vielleicht meine aggressive Natur herauszufordern? Menschen die zB aus Neid und Frust ein Feindbild in mir sehen und gegen mich intrigieren und mir schlechtes wollen?


    Die Absicht des anderen ist für meine Absicht und mein Handeln unerheblich. darüber habe ich weder Kenntnis noch Kontrolle.

    Zitat

    Wie handelt da ein Buddhist wenn ein Festhalten an Güte, Mitgefühl, Selbstlosigkeit.. nichts ausrichten kann gegen den Angriff einer anderen Person mitunter auch körperlich? Wenn eine andere Person Lügen über mich verbreitet um mich schlecht zu machen, mich fertig zu machen?


    Zur Rede stellen oder meideniden oder zur Rede stellen. Wenn das möglich ist.


    Alles Gute

    ² siehe Das Gleichnis von der Säge

  • hanujo
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    • 17. Oktober 2015 um 21:36
    • #7
    Licht:

    Wie es der Zufall so will bin ich beim Studieren gerade auf die Grundpfeiler des Buddhismus gestoßen:
    Mitgefühl, Gleichmut, Großzügigkeit, ..
    Speziell Gleichmut bedeutet ja alle Wesen - auch die die mir momentan noch unsympathisch sind - gleichermaßen zu lieben.
    Gerade in dieser Hinsicht musste ich an meine Frage punkto "Boshaftigkeit" denken.
    Also Beispiel: Jemand kann mich nicht ab, lästert über mich, provoziert mich, mobbt mich, sagt mir ins Gesicht "Du Ar+++++ch, komm wir gehn raus"..
    Muss ich nicht gleichmütig sein und diese Person genauso lieben wie alle anderen?
    Ist es nicht mein falsches Ego und der Stolz sowie negatives Karma wenn ich das nicht einfach ertrage und die Person weiterhin liebe wie alle anderen?
    Sollte ich nicht liebevoll, friedlich und versöhnlich darauf reagieren? ;)

    Alles anzeigen

    gute frage
    falsches ego stolz - ist ja das es dich trifft wenn jemand über dich lästert provoziert mobbt und dir ins gesicht sagt du a.........ch

    was heißt liebe ?
    ist liebe nur das gutmenschentum?
    ist liebe nur Versöhnung ?
    ist liebe nur friedlich ?

  • RolfGe
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    • 17. Oktober 2015 um 21:59
    • #8

    Hallo Licht
    Auf Bosheit mit Liebe und Güte zu antworten ist eine sehr reife Reaktion.
    Sie entsteht aus einer Position der Überzeugung und der Stärke heraus.
    Wenn du aus dieser Position heraus reagierst, ist dies dein Übungsweg.
    Wenn du aber aus einer Position der Angst/Schwäche heraus reagierst, indem du
    die "Güte und Liebe" nur vorschützt, um dich nicht dem Problem stellen zu müssen
    (also mit deutlicher Abgrenzung und zur Not auch Gegenwehr), dann ist es nicht "echt"
    sondern nur ein fauler Kompromiss.

    Es geht hier um zwei Stufen der Entwicklung, des Weges. Erst mal muß ein Ego
    vorhanden und gefestigt sein, bevor man es für hehre Ziele wieder aufgibt.
    Wo du gerade "stehst" kannst nur du mit großer Ehrlichkeit Dir selbst gegenüber wissen.

    LG Rolf

  • Noreply
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    • 17. Oktober 2015 um 23:38
    • #9
    Sherab Yönten:
    Licht:

    Wie gehe ich als Buddhist mit boshaftem Verhalten um?

    Ein Schüler hat beim Dalai Lama mal eine ähnliche Frage gestellt:
    "Wie gehe ich mit Mitschülern um, die mich auf dem Schulhof immer verprügeln wollen ?" Seine Antwort: "Entweder wegrennen oder besser: Karate lernen zur Selbstverteidigung!"


    Da hab ich auch noch eine: Das wollte machte auch mal ein Gruppen Boss mit mir. Ich ging zum Rektor und der sagte: da kann ich nichts machen, am besten du gehst mal hin und langst ihm eine. Da ging ich los, mitten auf dem Schulhof stand die Bande. Ich gehe zu dem "Führer" und gebe ihm so eine richtige Ohrfeige und geh weg zu meinen Freuden. Ab da hatte ich ruhe und unbemerkt von mir Respekt erlangt. Das interessierte mich aber nicht ich wollte nur ruhe vor diesem Typen. Ich muss dazu sagen das ich da schon einiges gelernt habe wie eine Mutter auftritt und das habe ich gemacht, wie seine Mutter hat er eine gescheuert bekommen, einfach so denn ich wusste das er wusste wofür das war. 1968 das letzte Mal das ich einen anderen Menschen so angefasst habe, hab dann bessere Techniken gelernt bei denen es keinen Körperkontakt mehr brauchte. Buddhismus oder Religionen liefern nur die andere Wange hinhalten, warum sollte ich das tun?

  • blue_aprico
    Gast
    • 18. Oktober 2015 um 04:24
    • #10

    ein einziger gedanke von "positives karma erwirken" macht alle "gute absicht" zunichte-und bewirkt gemeinhin das gegenteil.

  • keks
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    • 18. Oktober 2015 um 09:06
    • #11
    Licht:


    Meine Frage rührt auch nicht aus persönlichen Problemen, sondern ist allgemeiner Natur.
    Meiner Erfahrung nach gibt es Menschen, die einfach mal Bock haben auf Stunk um Frust rauszulassen.

    In der Schule ärgerte mich ein Mädchen, damals war ich 13 ? irgendwas so rum, sie hörte nicht auf. Irgendwann flog ihre Zahnspange dann durchs Klassenzimmer, ab da war Ruhe. Sie wollte mir zwar ihre "Brüder" auf den Hals hetzen, aber die trauten sich dann auch nicht mehr. Bis sowas mal passiert dauert seeeehr lange bei mir, wirklich sehr lange, man muss schon einiges anstellen damit ich mal was mache. War es im nachhinein richtig ? Weiss ich nicht, aber in dem Moment war es die einzigst vernünftige Reaktion.
    Liebe ist bedingungslos, in dem Fall war sie eben etwas lauter :>

    Bubu :clown::oops:

  • Noreply
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    • 18. Oktober 2015 um 10:40
    • #12
    Licht:

    Danke mkah´, das war sehr aufschlussreich!

    Noreply: Der Knackpunkt für mich bei der Sache ist das ich als überzeugter Buddhist 100% den Weg Buddhas verinnerlichen und gehen möchte, und das ist ein Weg des bedingungsloses Mitgefühls, des Gleichmuts, der Selbstlosigkeit und das Ziel - so hab ich es bislang jedenfalls verstanden - 100% positives Karma!
    Wenn ich nun Wut aufbaue und verbal und evtl. sogar körperlich aggressiv handele - auch wenn nur zur Verteidigung - dann bin ich von diesem Weg abgekommen und sammle negatives Karma an!

    Ich gehe den Weg des Buddha zu einem befreien von Dukkha, ein Buddhist zu werden liegt weit außerhalb meiner Ziele. 100% Buddhist kann man nur als Robinson sein.

  • Lucky Luke
    Gast
    • 18. Oktober 2015 um 11:03
    • #13
    Licht:

    Der Knackpunkt für mich bei der Sache ist das ich als überzeugter Buddhist 100% den Weg Buddhas verinnerlichen und gehen möchte,

    Du kannst erst dann 100 % den Weg Buddhas gehen wenn Du ein Buddha bist :)
    Vorher besteht Buddhas Weg aus Übungen, die mal gelingen und mal nicht.
    Solange Du noch kein Buddha bist wirst Du negatives oder positives Karma anhäufen.

    Licht:

    Wenn ich nun Wut aufbaue und verbal und evtl. sogar körperlich aggressiv handele - auch wenn nur zur Verteidigung - dann bin ich von diesem Weg abgekommen und sammle negatives Karma an!

    Man muss nicht aus Wut oder Ärger heraus handeln, um sich zu verteidigen.

  • Samten
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    • 18. Oktober 2015 um 12:26
    • #14

    Sherab:
    "Man muss nicht aus Wut oder Ärger heraus handeln, um sich zu verteidigen."

    https://www.youtube.com/watch?v=APx2yFA0-B4

    viel Spass und: Gleichmut bedeutet nich Gleichgültigkeit.....

  • accinca
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    • 18. Oktober 2015 um 12:33
    • #15
    Licht:

    Wenn ich nun Wut aufbaue und verbal und evtl. sogar körperlich aggressiv handele - auch wenn nur zur Verteidigung - dann bin ich von diesem Weg abgekommen und sammle negatives Karma an!


    Nach der Lehre des Buddha ist es genau so.
    Ziel ist es Wut und Haß abzubauen und zwar noch vor sinnlichen Begehren.
    '

    Zitat

    Gier, ihr Brüder, ist ein kleines Übel, aber schwer zu überwinden.
    Haß ist ein großes Übel, aber leicht zu überwinden.
    Verblendung ist ein großes Übel und schwer zu überwinden. A. 3. 60

  • accinca
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    • 18. Oktober 2015 um 12:42
    • #16
    Licht:
    blue_aprico:

    ein einziger gedanke von "positives karma erwirken" macht alle "gute absicht" zunichte-und bewirkt gemeinhin das gegenteil.


    Wer sagt(e) das? Ist das Teil der buddhistischen Lehre?


    Natürlich nicht!

    Licht:

    Tatsächlich habe ich unabhängig vom Buddhismus für mich die "Weisheit" gefunden das dem so ist. Es sollte nicht planvoll geschehen sondern natürlich und von selbst ohne daran zu denken.. nur so funktioniert es! Wenn ich irgendwo hingehe mit dem Gedanken "Jetzt tue ich Gutes", dann klappt es nicht bzw wird nicht angenommen als authentisch.


    Kommt darauf an wie das aussehen soll. Wenn du mir was gutes tun willst ist es mir
    egal ob du es geplant hast oder nicht - ob es authentisch erscheint oder nicht.
    Wenn du aber bei dir selber etwas gutes tun willst das die unheilsamen Dinge mindert
    und die heilsamen Dinge mehrt, dann ist es auch egal ob du das geplant hast oder nicht.
    Die positiven Veränderungen werden dir zugute kommen.

  • accinca
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    • 18. Oktober 2015 um 12:45
    • #17
    Licht:

    Ich meine den Willen die Lehren möglichst 100%ig zu verinnerlichen und umzusetzen.


    War ja von Anfang an klar das du das meinst.
    Und jeder der wollte hätte es auch so verstanden.

  • blue_aprico
    Gast
    • 18. Oktober 2015 um 14:11
    • #18
    Zitat

    blue_aprico hat geschrieben:
    ein einziger gedanke von "positives karma erwirken" macht alle "gute absicht" zunichte-und bewirkt gemeinhin das gegenteil.

    Zitat

    Licht hat geschrieben:
    Wer sagt(e) das? Ist das Teil der buddhistischen Lehre?

    Zitat

    accinca hat geschrieben:
    Natürlich nicht!

    Klar doch :) Wie könnte ein ( mehr oder weniger ) verblendetes Wirken allein gutes Karma bewirken, und gerade auch noch an und für sich Selbst(sic!) Was meinte das überhaupt: "bewirken" ? - Erschaffen ? Das Wort ist a la Dharma allein ein `vorläufiger Begriff`, dem bildhaften Denken und (ersten ) Verständnis des "Weltlings" wegen auf der Welt, man kann ihn getrost weg lassen, das "hebt" bisserl was von Selbstansicht "auf".

    Resümee: Je doller man also für sich "positives Karma" will, desto eher könnte auch was Ungutes bei rum kommen, jetzt oder iwann mal, stützt diese Denke doch egoistische Absichten( dies bitte nicht persönlich nehmen,sondern im LehrKontext )Und wie gemeinhin bekannt ist ;) ist Dünkel eine Fessel und Fessel meint Trübung, Uneinsichtigkeit ( auch um Anatta ).

    Wat soll das dann mit Erwachen werden, wenn wir Verblendung nähren ? Das frag ich mich. Da kommt also der Kaiser von Sowieso zum Bodhidharma und erzählt ihm, Freund, ich habe soundsoviele Tempel errichtet, ich unterhalte sie alle, den Sangha gefördert ( was ja als extrem verdienstvoll gilt ), was für ein Verdienst wird mir ? Da sagt doch BD frech und schlicht: "Kein Verdienst."

    Davon abgesehen ist es Teil der buddhistischen Belehre -so wie ich das sehe- von Heilsam und Un heilsam in Bezug auf Karma, Gefühl, Wollen und sowieso zu sprechen. Man kann natürlich auch gut und schlecht sagen, oder licht und dunkel, aber positiv und negativ - nun ja... Muss jeder selber wissen.
    "Ich habe Positive Absichten, ich habe negative Absichten" Findest du nicht, diese Gedanken können Stolz ( und Anmaßung ) nähren oder Schuldgefühle und gar Aversion. Wo die Sonne am höchsten steht, ist der Schatten am tiefsten.

    Zusammengenommen dann eher `Unheilsam`- oda nich ? :)


    Viele Grüße
    Blue_

  • Lucky Luke
    Gast
    • 18. Oktober 2015 um 15:35
    • #19
    Licht:

    Ich meine den Willen die Lehren möglichst 100%ig zu verinnerlichen und umzusetzen.

    Auch das braucht Zeit und Geduld.
    Niemand kann bei 100 % anfangen.
    Zum Thema "Boshaftigkeit" fällt mir immer das Zitat von Thich Nath Hanh ein:
    "Hass kann nie durch Hass besiegt werden, Hass kann nur durch Liebe "besiegt" werden".
    In der Metta Meditation übt man sich darin. Vielleicht wäre das was für Dich ?

  • crazy-dragon
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    • 18. Oktober 2015 um 20:49
    • #20
    Licht:


    Im Daoismus wird gesagt man solle sich eher klein machen, nicht hart sein sondern weich wie das Wasser.

    Dann laß Dir mal einen Eisblock auf den Fuß fallen ... :P

    _()_c.d.

    Tag für Tag ein guter Tag

  • xxx
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    • 18. Oktober 2015 um 21:45
    • #21
    Licht:


    Wie handelt da ein Buddhist wenn ein Festhalten an Güte, Mitgefühl, Selbstlosigkeit.. nichts ausrichten kann gegen den Angriff einer anderen Person mitunter auch körperlich?
    Wenn eine andere Person Lügen über mich verbreitet um mich schlecht zu machen, mich fertig zu machen?

    Indem er solche Personen meidet !

    MN2:

    Und wie sind Anwandlungen durch Meiden zu vernichten?
    Da meidet ein Bhikkhu mit weiser Überlegung einen wilden Elefanten, ein wildes Roß, einen wilden Stier, einen tollen Hund, eine Schlange, Baumstümpfe, Dornengestrüpp, Pfützen, steile Abhänge, schmutzige Dorfteiche, ungeeignete Sitzplätze, ungangbare Wege, schlechte Freunde und was sonst noch von erfahrenen Ordensbrüdern als schlecht bezeichnet wird. Die schlimmen, quälenden Anwandlungen, die aufsteigen würden, wenn er solche Dinge nicht miede, steigen nicht auf, wenn er sie meidet. Dies nennt man Anwandlungen durch Meiden vernichten.
    MN 2

  • Anandasa
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    • 18. Oktober 2015 um 23:00
    • #22

    Hallo Licht,

    was ich bisher von den Lehren Buddhas verstande habe besteht sie zum einen aus der Herzensschulung. Das ist das was du mit "Festhalten an Güte, Mitgefühl, Selbstlosigkeit" ansprichst. Dann besteht sie zum anderen aus Geistesschulung. Das ist etwa diese Richtung: Buddha betrachtet die Geschehnisse auf der Welt wie am Himmel vorbeiziehende Wolken. Das heisst, das sein Geist von den Geschehnissen dieser Welt ungestört bleibt. Das ist die andere Schiene, an der du arbeiten kannst.

    Buddha lehrte, dass Leiden durch Gier, Anhaftung, Wut und Verblendung entsteht. Als ich das zum ersten Mal las dachte ich darüber nach und entdeckte immer mehr Sachen bei mir, die schlechtweg Gier und Anhaftung sind. Wenn man das bei sich erkennt, erkennt man das auch bei anderen. Und ich muss sagen, dass das Ausmaß schlichtweg für mich erschreckend ist. Wenn man bei anderen ihre Probleme mit Gier und Anhaftung erkennt (in den Firmen bei einigen Leuten oft sehr schlimm), wird einem klar, dass sie in einer Art Trance stecken. Okay, dann sind dann ehr die wirklich schweren Fälle. Aber man kann auch bei den minderschweren Fällen einfach froh sein, dass man nicht so krank ist wie die.

    Wichtig ist das Verhalten anderer nicht in Verbindung mit sich selbst zu setzen. Ich war mal an einem Vortrag vom Dalai Lama wo er berichtete, dass er mal nach einem Vortrag eine Frage beantwortete, indem er sagte, dass er das nicht wisse. Nachher hat jemand zu ihm gesagt er würde das ganz toll finden wie er zugegeben hätte, dass er das nicht wisse. Der Dalai Lama sagte darauf so ungefähr, dass ihm dadurch klar würde, dass dieser Mann ein Problem haben müsse zuzugeben etwas nicht zu wissen. Also analog: Wenn jemand in dir ein Feinbild sieht, wird dir einfach klar, dass dieser Mensch ein Problem hat. Dieser Mensch hat ein Problem. Du hast keines. Du nimmst einfach wahr, dass dieser Mensch eines hat. Erst wenn du dir selbst dafür die Schuld gibst, hast du auch ein Problem. Es besteht aber tatsächlich kein Kausalzusammenhang zwischen diesem Menschen und dir. Dieser andere Mensch kommt mit irgendwas nicht klar. Hier, denke ich, ist Mitgefühl für diesen angebracht und sinnvoll. Das hilft dir, dass sich in >>dir<< keine Wut aufbaut. Der andere ist für das Karma, das er erzeugt, selbst verantwortlich. Das ist nicht dein Problem. Sonst würde es nur ganz sinnlos statt einem leidenden Menschen (der andere) auch noch zwei geben.

    Zitat

    Wenn eine andere Person Lügen über mich verbreitet um mich schlecht zu machen, mich fertig zu machen?


    Dein Geist bleibt davon unberührt und bleibt freundlich egal was passiert: info-buddhismus.de/PDF/Gib niemals auf-VII.pdf :)

    Dieser Link ist noch sehr schön: http://www.indilaya.de/wohnaccessoire…dalai-lama.html

    Die Dinge entstehen, existieren und vergehen. Das ist normal. Ajaan Tippakorn

  • accinca
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    • 19. Oktober 2015 um 06:40
    • #23
    blue_aprico:

    Zusammengenommen dann eher `Unheilsam`- oda nich ? :)


    " oda nich" ist richtig.

  • void
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    Zen
    • 19. Oktober 2015 um 11:30
    • Offizieller Beitrag
    • #24

    Agressiv und konfrontativ zu sein, ist manchmal einfach ein Zeichen dafür, dass der andere in einer so schwachen Position ist, dass ihm keine anderen Mittel bleiben. Derjenige, der in einer Machtposition ist, übt ja allein daduch strukturelle Gewalt aus und erscheint womöglich nur als der Nette, Gütige.

    In der buddhitischen Mythologie gibt es ja die Devas (Götter) und die Gegengötter (Auras), die frustriert, neidisch und verzweifelt, versuchen Götter statt der Götter zu werden. Ich frage mich, ob es da ausser der Tatsache, dass der eine die Machtposition hat, die der andere will, überhaupt einen Unterschied gibt. Bei den alten Persern kam es lustigerweise genau umgekehrt:

      In Indien standen in frühester Zeit Asuras und Devas auf derselben göttlichen Stufe. Bereits im Rigveda nahm asura die Bedeutung von „bösen Geistern“ an. Während in Indien die Asuras auf die Stufe von Dämonen herabsanken, blieben im Iran nach dem Kampf der beiden gegnerischen Kräfte die Ahuras siegreich und die Daevas (den indischen Devas entsprechend) wurden als Dämonen nebengeordnet.Wiki: Ahura mazda

    Das "Dämonische" ist also womöglich nichts Festes sondern eine Frage der Machtverhältnisse. Während bei dem, der nichts hat, die Begierde offen zu Tage tritt, ist sie bei demjenigen, der die Macht hat, latent vorhanden. Ob jemand "wirklich nett" ist, kann man häufig gar nicht so leicht sagen. Weil einfach nur positive Verhätnisse da sind, unter denen es reicht zu den "netten" Mitteln zu greifen. Während wer anderes in einer Situation ist, wo er so machtlos ist, dass er jegliche Mittel einsetzt. Von daher ist es vielleicht falsch vorscjnelle zu glauben, man sei selber "grundsätzlich mal nett". Es könnte ja einfach nur Teil der Situation sein, in der man sich befindet.

    Die Hölle ist letzendlch ein Zustand, in dem du keinerlei Möglichkeit siehst, dich positiv auszudrücken. Und die Freuden die dir geblieben sind, darin bestehen negativ zu wirken. Also zu schädigen und zu vergewaltigen. Ich habe mal ein buddhitische Belehrung gehört, dass man, wenn man mit einem vollkommenen Chrakterschwein zusammentrifft, Mitgefühl mit diesem haben soll. Indem man sich vergegenwärtigt, wie schrecklich es für einen ist, auch nur für Stunden mit ihm zusammen zu sein. Und wie schrecklich das für ihr selbst sein muss, der ja 7 tage die Woche 24 Stunden ma Tag mit so einem Unmenschen verbringen muss. Ich finde, das ist ein guter Umgang damit.

    • Nächster offizieller Beitrag
  • Noreply
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    • 19. Oktober 2015 um 11:50
    • #25
    Zitat

    void hat geschrieben: Agressiv und konfrontativ zu sein, ist manchmal einfach ein Zeichen dafür, dass der andere in einer so schwachen Position ist, dass ihm keine anderen Mittel bleiben.


    Ich erkenne da meist ein ICH das sich unbedingt erhalten will damit es nicht dahin gerät vor dem es sich am meisten fürchtet, der Auflösung. Es kann ja nicht erkannt werden das wenn sich das ICH auflöst niemand mehr da ist der dieses Verschwinden erkennen könnte. Es kann statt ICH auch "Glaube" eingesetzt werden, Glaube die Wahrheit zu wissen. -( )-
    -()-

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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