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Früherer Lebensabschnitt = frühere Inkarnation?

  • Fragender
  • 16. Juli 2015 um 16:14
  • Zum letzten Beitrag
  • Fragender
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    • 16. Juli 2015 um 16:14
    • #1

    Ausgangspunkt meiner Frage ist die Einsicht, daß alles Bedingte und damit auch die menschliche Persönlichkeit flüchtig und unbeständig ist. Der Fragende, der sich vor über vier Jahren in diesem Forum angemeldet hat, war noch ein ganz anderer Mensch als ich es heute bin. Und vor zehn Jahren war ich wieder vollkommen anders.

    Könnte also jemand, der in seinem Leben eine besonders gravierende, grundlegende Veränderung erfahren hat, von einem früheren Lebensabschnitt, von dem er sich fundamental getrennt hat, als von einer früheren Inkarnation sprechen?

    Stellen wir uns beispielsweise vor, jemand war jahrelang überzeugtes Mitglied in einer Sekte, z.B. bei den Zeugen Jehovas oder den Scientologen. Irgendwann verläßt er die Sekte. Dann braucht er mit Sicherheit noch einige Jahre, um diese Zeit aufzuarbeiten. Irgendwann ist aber auch diese Aufarbeitung abgeschlossen, und im Rückblick mag ihm der frühere Sektenanhänger wie ein vollkommen anderer, fremder Mensch erscheinen.

    Nun könnte er von dieser Zeit als einer früheren Inkarnation sprechen. Beispielsweise könnte er sagen: „In meiner früheren Inkarnation als Scientologe…“

    Wäre eine solche Terminologie im Sinne des dharma?

  • RolfGe
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    • 16. Juli 2015 um 17:09
    • #2

    Hallo Fragender,
    ich glaube ich weiß was du mit der Fragestellung fragen willst, finde aber den Begriff der "Inkarnation" nicht passend.
    Heißt ja übersetzt soviel wie "Fleischwerdung", "körperlich-werden". Das würde es nicht treffen, da es ja nichts gibt,
    das beständig ist und sich von Körper zu Körper fortsetzt. Und zu deinem Beispiel passt es dementsprechend auch nicht.

    Wenn die Frage so formuliert wäre, ob der Mensch von früher, vor der Sektenmitgliedschaft, ein früherer Abschnitt des
    Geisteskontinuums war, würde ich mit ja antworten.

    Gruß Rolf

  • EinGedanke
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    • 16. Juli 2015 um 17:11
    • #3

    Klar, so kann man es auch sehen und bezeichnen. Im relativen Sinne, so wie dich andere Menschen sehen, so würden sie schon sagen, dass dieser Mensch praktisch ein anderer geworden ist.

    Jedoch ist es noch extremer:
    Es bezieht sich ja nicht einmal nur auf lange Zeitabschnitte, sondern vor 10 Minuten oder sogar vor einer Sekunde war die Sammlung "deiner" Aggregate eine andere. Ein Gedanke der vorher da war ist nicht mehr präsent, genauso Empfindungen, Wahrnehmungen, Gefühle, Bewusstseinsmomente, usw. Immer noch fünf Aggregate insgesamt, aber nicht mehr dieselben. Darunter befindet sich weder eine Erscheinung die du sein könntest, noch bist du der Besitzer eben dieser. Ich schreibe zwar von einem "Du", jedoch ist ein solches Du in diesem Zusammenhang nicht vorhanden.
    Wenn es keine solche Identität gibt, kann man auch nicht im absoluten Sinne von einer echten Veränderung sprechen, weil da eben niemand wirklich ist der sich verändern könnte.

  • Tara4U
    Gast
    • 16. Juli 2015 um 17:36
    • #4

    Hi,

    den Ausdruck Inkarnation finde ich ein wenig unpassend.
    Ich denke, ich kann gut nachvollziehen, was Du meinst. Auch ich habe so einige "Vorleben" gehabt, die vollkommen unterschiedlich von einander waren. Ich bin nun in der Lage Dinge zu tun und zu erkennen, deren Existenz ich in meinen "Vorleben" negiert habe. Das hat wohl so ziemlich jeder, denke ich...jemand, der in der Grundschule war, wird sich an der Uni als ein anderer sehen und empfinden.
    Und wieder zitiere ich Heraklith, um die Veränderung als einen natürlichen Prozess dazustellen:
    "Niemand springt zweimal in den selben Fluss".In jeder Sekunde ändert sich das Wasser und auch die Person.

    Die Existenz ist ein einziger Prozess. Gerne würden wir uns das alles verständlich machen, linear sehen oder vielleicht doch als Parallele? Alles, was abweicht von unserem Verständnis, scheint nicht normal.
    Veränderungen geschehen...in jeder und erdenklichen und nicht erdenklichen Form... eine Gerade, eine Parallele, eine Schleife, eine Zickzack-Kurve....oder auch ohne jeden uns begreifbaren Sinn.
    Ich sehe es eben nicht als Inkarnation...eher als eine Weiterentwicklung.

  • fotost
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    • 16. Juli 2015 um 19:23
    • #5
    Fragender:

    ...
    Wäre eine solche Terminologie im Sinne des dharma?

    Keine Ahnung und ich würde es mir auch nicht so schwer machen, die Frage zu einem schwer zu verstehenden Teil der Lehre mit einem anderen schwer zu verstehenden Teil der Lehre zu verknüpfen.

    Auf jeden Fall wäre so eine Interpretation sicher nicht mit der Auffassung einiger Textgetreuer zu vereinen, aber andererseits hervorragend mit jeder naturwissenschaftlichen Erkenntnis und humanistisch säkularem Gedankengut.

    Da Buddha selbst Spekulation über Unerkennbares konsequent ablehnt

    Zitat

    Auf solche Weise erwägt er unweise:
    'Gab es mich in der Vergangenheit?
    Gab es mich nicht in der Vergangenheit?
    Was war ich in der Vergangenheit?
    Wie war ich in der Vergangenheit?
    Was war ich, und was bin ich daraufhin in der Vergangenheit geworden?
    Wird es mich in der Zukunft geben?
    Wird es mich in der Zukunft nicht geben?
    Was werde ich in der Zukunft sein?
    Wie werde ich in der Zukunft sein?
    Was werde ich sein, und
    was werde ich daraufhin in der Zukunft werden?

    Alles anzeigen


    Majjhima Nikāya 2 http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m002z.html

    wäre Deine Sichtweise sicher im Rahmen der Lehre.

    Allerdings ist das alles jetzt ziemlich voreingenommen, da Du genau meinen Standpunkt beschrieben hast :lol::lol:

  • netty
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    • 16. Juli 2015 um 20:03
    • #6

    Hallo Fragender

    Habe früher diese Dinge auch immer durcheinander gebracht,habe mir deshalb mal ein Liste gemacht.
    Was gehört wohin ?
    Sie ist nicht vollständig und bei Fehlern einfach korrigieren

    Inkarnation : Fleischwerdung. Christentum ,tibetischer Buddhismus (Dalai Lama)
    Reinkarnation: Seelenwanderung. Hinduismus Jesidentum
    Wiedergeburt: von Augenblick zu Augenblick. Buddhismus
    Auferstehung: dauerte nicht lange. Christen ,da auch erst Einer,der Rest muß warten
    Rolle auf der Bühne des Lebens wechseln: abwechslungsreich. Atheisten
    Nichts geschieht: wie langweilig. Nihelismus
    Embodiment: Psychologie. Alle?
    Eingang ins Paradies: Nur für Teroristen und Jungfrauen. Islam

    Quelle: Wiki. Und ich
    Namaste Netty
    Quelle: Wkki. Und ich

  • keks
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    • 17. Juli 2015 um 06:44
    • #7
    fotost:

    [
    Auf jeden Fall wäre so eine Interpretation sicher nicht mit der Auffassung einiger Textgetreuer zu vereinen


    Es verursacht Kopfschmerzen...wer die mag :D

    "Die Menschen wollen die nackte und einfache Wahrheit nicht begreifen, die Wahrheit ihres alltäglichen, stets gegenwärtigen und ewigen Gewahrseins. Das ist die Wahrheit des Selbst. Ist da auch nur einer ohne Gewahrsein des Selbst? Aber sie wollen das nicht einmal hören, sind vielmehr ganz begierig zu wissen, was jenseits liegt – Himmel und Hölle und Reinkarnation. Weil sie das geheimnisvoll Verborgene und nicht die offen daliegende Wahrheit lieben, gibt die Religion ihnen nach – um sie am Ende doch zum Selbst zu führen. Soviel du auch wandern magst, du musst schließlich doch zum Selbst zurückkehren, warum also nicht hier und jetzt im Selbst verweilen?"

    Ramana Maharshi

    Schlafen - Tod - Aufwachen - Wiedergeburt. Keiner weiss, was er beim Schlafen ist, da ist alles weg. Morgens ist alles wieder da. Man kann sich bruchstückhaft an den ein oder anderen Traum erinnern so wie man sich auch bruchstückhaft ab und an an frühere Leben erinnern kann, aber das meiste ist weg - zum Glück. Und morgens kann man sich raussuchen was man sein möchte - Mann, Frau oder Wurst :D

    Bubu :clown::oops:

  • Monikamarie
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    • 17. Juli 2015 um 08:35
    • #8

    Hallo Fragender,
    ich kann das von mir nicht so sagen - aber auch! Ich verstehe, warum ich so oder so gedacht und gehandelt habe. Dieses Verstehen ist das Verbindungsglied zwischen meiner Kindheit und jetzt. Dass ich seit zig Jahren anders denke heißt nicht, dass ich anders geworden bin. Ja, ich handele anders, aber das ist ein natürlicher Prozess, auch wenn keine großen Veränderungen stattfinden. Es finden allein aufgrund des Älterwerdens Veränderungen statt. Für mich jedoch ist es so, dass ich immer noch dasselbe fühlen kann wie in meiner Jugend - nur mit weniger Staub auf den Augen.
    Ich glaube, es ist ein Trugschluss zu meinen, man habe sich verändert. Früher war ich mal bei den Zeugen Jehovas. Die Suche jedoch ist immer dieselbe geblieben. Ich habe sie für eine gute Alternative zum "normalen" Leben gehalten. Sie war sicher notwendig, um zu dem Schluss zu kommen, dass es die Suche ist, die mich hindert, die Wirklichkeit zu realisieren.

    Das Puzzle mit Namen Monika wird nach jeden Auf-Wachen - aber eigentlich kontinuierlich - neu zusammengesetzt :lol:
    _()_ Monika

  • Monikamarie
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    • 17. Juli 2015 um 10:07
    • #9

    Also eigentlich ändert sich nichts, denn es geht immer darum, glücklich zu werden/sein, mit welchen Mitteln auch immer. Als Kind erwachte ich erwartungsvoll der Abenteuer des Tages "Indianerspielen, Räuber und Prinzessin spielen, über die Dächer von Hamburg-Eimsbüttel laufen, durch die Kanalisation laufen ...", als Jugendliche erwachte ich erwartungsvoll der Abenteuer der romantischen Liebe, Disco, Ausbildung ..., als junge Frau erwachte ich erwartungsvoll der Abenteuer als Mutter und Ehefrau - bis das dann alles zusammenbrach. Dann ging die spirituelle Suche los, das Verstehenwollen dessen, was da geschehen war, das Vermeidenwollen neuen Un-Glücks, das Zusammenhalten dessen, was noch vorhanden war ...
    Die Suche ist immer dieselbe, sie nimmt nur andere Formen an. Und das, wovon ich früher glaubte, es würde mich glücklich machen, hat sich in Luft aufgelöst. Aber es ist immer noch ein Glaube, es ist immer noch derselbe Funktionsapparat, der versucht, das Leben irgendwie in den Griff zu bekommen.

    Erst die Hingabe an das, was von Moment zu Moment in Erscheinung tritt, verhindert diese Suche, lässt sie los, auch den Glauben an frühere Inkarnationen, Wiedergeburten etc. - all das wird bedeutungslos. Und erst dann zieht Frieden ein.
    _()_ Monika

  • Herzsutra
    Gast
    • 25. August 2015 um 20:52
    • #10
    Fragender:

    Ausgangspunkt meiner Frage ist die Einsicht, daß alles Bedingte und damit auch die menschliche Persönlichkeit flüchtig und unbeständig ist. Der Fragende, der sich vor über vier Jahren in diesem Forum angemeldet hat, war noch ein ganz anderer Mensch als ich es heute bin. Und vor zehn Jahren war ich wieder vollkommen anders.

    Stellen wir uns beispielsweise vor, jemand war jahrelang überzeugtes Mitglied in einer Sekte, z.B. bei den Zeugen Jehovas oder den Scientologen. Irgendwann verläßt er die Sekte. Dann braucht er mit Sicherheit noch einige Jahre, um diese Zeit aufzuarbeiten. Irgendwann ist aber auch diese Aufarbeitung abgeschlossen, und im Rückblick mag ihm der frühere Sektenanhänger wie ein vollkommen anderer, fremder Mensch erscheinen.


    Hm- ich würde dem zustimmen. Als ich mich in diesem Forum angemeldet habe, war ich auch noch ein anderer Mensch. Auch sind Dinge in meiner Persönlichkeit flüchtig und unbeständig.
    Auf der anderen Seite, bin ich der der ich aber auch irgendwie immer war. So wie "bleibt alles anders"- ein Song von H. Grönemeyer. Der rüberbringt, dass alles bleibt- aber anders.
    So ungefähr würde ich es auch für mein Leben definieren.

  • Herzsutra
    Gast
    • 25. August 2015 um 20:57
    • #11
    netty:


    Inkarnation : Fleischwerdung. Christentum ,tibetischer Buddhismus (Dalai Lama)
    Reinkarnation: Seelenwanderung. Hinduismus Jesidentum
    Wiedergeburt: von Augenblick zu Augenblick. Buddhismus


    Ich hätte eine Frage. Warum machst du einen Unterschied zwischen Buddhismus und tibetischem Buddhismus- Dalai Lama..?
    Also warum ordnest du Inkarnation dem tib. Buddhismus zu, und Wiedergeburt dem Buddhismus..?

  • nibbuti
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    • 25. August 2015 um 21:28
    • #12
    Fragender:


    Könnte also jemand, der in seinem Leben eine besonders gravierende, grundlegende Veränderung erfahren hat, von einem früheren Lebensabschnitt, von dem er sich fundamental getrennt hat, als von einer früheren Inkarnation sprechen?

    Nun könnte er von dieser Zeit als einer früheren Inkarnation sprechen. Beispielsweise könnte er sagen: „In meiner früheren Inkarnation als Scientologe…“

    Wäre eine solche Terminologie im Sinne des dharma?


    Zitat

    S 22.79 - Wie man sich an vergangene Leben (pubbe-nivasa) erinnert

    Diejenigen Asketen und Brahmanen, Bhikkhus, die sich vielfältiger früherer Aufenthalte (pubbenivasa) erinnern, erinnern sich alle an die fünf Anhäufungen (khanda) oder an eine von ihnen.

    'Solche Form hatte ich in früherer Zeit', sich so erinnernd, erinnert man sich an die Form.
    'Solches Gefühl hatte ich in früherer Zeit', sich so erinnernd, erinnert man sich an das Gefühl.
    Solche Wahrnehmung hatte ich in früherer Zeit', sich so erinnernd, erinnert man sich an die Wahrnehmung.
    Solche Gestaltungen hatte ich in früherer Zeit', sich so erinnernd, erinnert man sich an die Gestaltungen.
    Solches Bewusstsein hatte ich in früherer Zeit', sich so erinnernd, erinnert man sich an Bewusstsein.

    Und warum, Bhikkhus, sprecht ihr von 'Form'? Weil man von ihr deformiert wird (ruppati), daher heißt es 'Form'. Und wovon wird man deformiert?
    Von Kälte wird man deformiert;
    von Hitze wird man deformiert;
    von Hunger wird man deformiert;
    von Durst wird man deformiert;
    von der Belästigung durch Fliegen, Mücken, Kriechtiere, Wind & Sonne wird man deformiert. Weil man davon deformiert wird, heißt es 'Form'.

    Und warum, Bhikkhus, sprecht ihr von 'Gefühl'? Weil es gefühlt wird, Bhikkhus, daher heißt es 'Gefühl'. Und was wird gefühlt?
    Angenehmes wird gefühlt;
    Unangenehmes wird gefühlt;
    weder-Angenehmes-noch-Unangenehmes wird gefühlt. Weil es gefühlt wird, Bhikkhus, daher heißt es 'Gefühl'.

    Und warum, Bhikkhus, sprecht ihr von 'Wahrnehmung'? Weil man wahrnimmt, Bhikkhus, daher heißt es 'Wahrnehmung'. Und was nimmt man wahr?
    Blaues nimmt man wahr;
    Gelbes nimmt man wahr;
    Rotes nimmt man wahr;
    Weißes nimmt man wahr. Weil man wahrnimmt, Bhikkhus, daher heißt es 'Wahrnehmung'.

    Und warum, Bhikkhus, sprecht ihr von 'Gestaltungen' (sankhāra)? Weil sie ein Gestaltetes gestalten, Bhikkhus, daher heißt es 'Gestaltungen'. Und was für ein Gestaltetes gestalten sie?
    Form, die ein Gestaltetes ist, gestalten sie zur Form;
    Gefühl, das ein Gestaltetes ist, gestalten sie zum Gefühl;
    Wahrnehmung, das ein Gestaltetes ist, gestalten sie zur Wahrnehmung;
    Gestaltungen, die ein Gestaltetes sind, gestalten sie zu Gestaltungen;
    Bewusstsein, das ein Gestaltetes ist, gestalten sie zu Bewusstsein. Weil sie Gestaltetes gestalten, Bhikkhus, daher heißt es 'Gestaltungen'.

    Und warum, Bhikkhus, sprecht ihr von 'Bewusstsein'? Weil man sich bewusst ist, Bhikkhus, daher heißt es 'Bewusstsein'. Und wessen ist man sich bewusst?
    Des Saueren ist man sich bewusst;
    des Bitteren ist man sich bewusst;
    des Scharfen ist man sich bewusst;
    des Süßen ist man sich bewusst;
    des Herben ist man sich bewusst;
    des Milden ist man sich bewusst;
    des Salzigen ist man sich bewusst;
    des Nichtsalzigen ist man sich bewusst. Weil man sich bewusst ist, Bhikkhus, daher heißt es 'Bewusstsein'.

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    ☸

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • Max Schenzle
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    • 20. September 2015 um 11:04
    • #13

    Ja genau,
    diese Frage läßt sich beantworten.
    In der Längeren Sammlung, sagt er öfters mal wo er schon früher war. Sogar die Auswahl seines Todesortes, fiel aufgrund
    6fcher Reinkarnationen.
    Ich bin auch auf dem Weg, immer mehr zu erfahren. Das sind keine Träume sondern sehr realistische Erfahrungen.
    Voraussetzung dazu natürlich, den Achtfachen Pfad zu gehen.

    sakko

  • Max Schenzle
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    • 28. März 2016 um 19:04
    • #14

    Hi,
    so würde ich das nicht als richtig erachten. War jemand in einem anderen, früheren Leben einmal Scientologe, so wäre das die richtige Aussage.
    Die Änderungen innerhalb eines Leben, z.B. Saulus zu Paulus, gehen auf das Karma zurück.
    Dieses positive Karma schafft so lange bis es ganz in das Leben einbrechen kann.
    Ziel ist noch mehr positives Karma zu requirieren um den Reinkanationskreislauf zu unterbrechen.

    sakko

  • Anandasa
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    • 30. März 2016 um 11:57
    • #15
    sakko:


    so würde ich das nicht als richtig erachten. War jemand in einem anderen, früheren Leben einmal Scientologe, so wäre das die richtige Aussage.
    Die Änderungen innerhalb eines Leben, z.B. Saulus zu Paulus, gehen auf das Karma zurück.
    Dieses positive Karma schafft so lange bis es ganz in das Leben einbrechen kann.
    Ziel ist noch mehr positives Karma zu requirieren um den Reinkanationskreislauf zu unterbrechen.


    Ich denke, dass sakko hier recht hat. Mich hat die Frage in diesem Thread auch schon beschäftigt. Ich hatte selbst auch schon die Idee frühere leidvolle Lebensabschnitte als frühere Wiedergeburten zu sehen und sie damit für Gegenwart und Zukunft wegzublenden. Aber es war in einem bestimmten Lebensabschnitt nicht alles leidvoll. Es gab auch schöne Erlebnisse mit netten und lieben Menschen. Diese guten Erinnerungen will ich behalten. Außerdem brauche ich die früheren Erlebnisse um rausarbeiten zu können was ich damals falsch gemacht habe um es es in Zukunft zu vermeiden. Andererseits gibt es Dinge, die wirklich abgeschlossen sind, und an die man nicht mehr zurückdenkt wie z.B. die frühe Schulzeit. Daran denkt aber wirklich niemand mehr zurück, ob nun buddhistisch interessiert oder nicht. Wichtig ist, dass man die freie Wahl hat an etwas zurückzudenken oder nicht. Wenn es nur leidvoll ist und sonst keinen Nutzen hat, muss man nicht mehr daran denken.

    Die Dinge entstehen, existieren und vergehen. Das ist normal. Ajaan Tippakorn

  • Max Schenzle
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    • 23. Oktober 2016 um 21:15
    • #16

    Hi,
    da würde ich nicht von Reinkarnation sprechen, sondern dass man in seiner jetzigen Reinkarnation
    so viel Karma hat, den sektiererischen Bösewichten zu entkommen.

    sakko

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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