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Wiedergeburt ist? Umfrage und Diskussion

  • Buddhaghosa
  • 24. Januar 2015 um 15:11
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    • 2. März 2015 um 23:49
    • #851
    blue_apricot:
    Zitat

    Hauptsache jeder hat seine Ansicht weiter gefestigt

    Ich weiß gar nicht, ob man Ansichten wirklich festigen kann. Kann sich ja von jetzt auf jetzt ändern :)

    War auch nicht ganz ernst gemeint.

    blue_apricot:


    Meine Ansichten dazu kommen nicht von Ansichten. Leider hatte ich früh blitzartige Einblicke in Daseinsebenen und ich habe auch einmal eine Erinnerung an ein früheres Dasein gehabt, mit Ortsname, vor ein paar Jahren erst. Bisher habe ich das aber erst zweimal privat erwähnt, aber nur ganz nebensächlich, jetzt ein drittes mal. Ich weiß sehr genau, dass es nutzlos ist so was zu erzählen und bisweilen könnte es auch ein Schrecken sein. Und es genügt, dass es mich selber derart tief erschüttert hat, dass ich es immer nur verdrängen wollte. Ich kann nur sagen, dass in dem Moment keinerlei Zweifel besteht. Es ist klar und so echt als ob man seine Hand ansieht.

    Na Bestens, solche Schilderungen hört man ja immer wieder. Bei mir gab es ungewöhnliche Eindrücke aus einem vergangenen Dasein, kann aber nicht mit vollkommener Sicherheit sagen dass sie real waren. Eine Erschütterung wäre mir sowas aber schon wert, wenn dann kein Zweifel besteht.

    Mit Metta, mukti.


  • bel
    Gast
    • 2. März 2015 um 23:51
    • #852

    :lol:

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    • 3. März 2015 um 00:03
    • #853

    Was gibt's denn da wieder zu kichern?

    Mit Metta, mukti.


  • bel
    Gast
    • 3. März 2015 um 00:06
    • #854

    war schon eher ein LOL - aber ich bin wirklich schlecht beim Erklären von Witzen.

  • blue_apricot
    Gast
    • 3. März 2015 um 07:44
    • #855

    @ Mukti:

    Zitat

    Na Bestens, solche Schilderungen hört man ja immer wieder. Bei mir gab es ungewöhnliche Eindrücke aus einem vergangenen Dasein, kann aber nicht mit vollkommener Sicherheit sagen dass sie real waren. Eine Erschütterung wäre mir sowas aber schon wert, wenn dann kein Zweifel besteht.


    Die `Erinnerung`war nicht ganz klar und ich kann sie nicht einfach authentisch nennen. Anders als das andere.
    Jedenfalls ist es UnZen zu sagen der Wiedergeburtsgläubige nimmt Atta an und hofft doch nur auf ein Wiederauferstehen, noch merkwürdiger ist diese Hundegeschichte in dem Zusammenhang. Wie auch immer. Hauptsache der Jeck hat was zu kichern ;)

  • mukti
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    • 3. März 2015 um 15:33
    • #856
    blue_apricot:


    Jedenfalls ist es UnZen zu sagen der Wiedergeburtsgläubige nimmt Atta an und hofft doch nur auf ein Wiederauferstehen,...

    Ist dann also nicht die allgemeine Meinung im Zen, hätte mich auch gewundert. Ich kenne zur Zeit keine buddhistische Richtung die Wiedergeburt ausdrücklich verneint, nur da und dort so Einzelerscheinungen, vorwiegend aus dem modernen Westen. Ansonsten steht sogar in jedem Lexikon dass Buddhismus Anatta, Wiedergeburt und Kamma lehrt.

    Mit Metta, mukti.


  • bel
    Gast
    • 3. März 2015 um 17:00
    • #857
    mukti:
    blue_apricot:


    Jedenfalls ist es UnZen zu sagen der Wiedergeburtsgläubige nimmt Atta an und hofft doch nur auf ein Wiederauferstehen,...

    Ist dann also nicht die allgemeine Meinung im Zen, hätte mich auch gewundert. Ich kenne zur Zeit keine buddhistische Richtung die Wiedergeburt ausdrücklich verneint, nur da und dort so Einzelerscheinungen, vorwiegend aus dem modernen Westen. Ansonsten steht sogar in jedem Lexikon dass Buddhismus Anatta, Wiedergeburt und Kamma lehrt.

    Manche glauben das (wörtlich) und andere verstehen es nicht wörtlich, es spielt in der (Soto-)Praxis aber eh keine Rolle, wörtlich schon überhaupt nicht. Und es bleibt auch dabei: wörtliches Verständnis von Wiedergeburt ist mit Anatta einfach nicht vereinbar, da wird sich nur rausgenuschelt oder es werden iwelche Andeutungen von persönlichen Erlebnissen gemacht, ohne sie tatsächlich "zenich" zu hinterfragen.

  • mukti
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    • 3. März 2015 um 17:38
    • #858
    bel:

    Und es bleibt auch dabei: wörtliches Verständnis von Wiedergeburt ist mit Anatta einfach nicht vereinbar, da wird sich nur rausgenuschelt oder es werden iwelche Andeutungen von persönlichen Erlebnissen gemacht, ohne sie tatsächlich "zenich" zu hinterfragen.

    Dabei bleibst du, ich werde aber keinesfalls etwas ausschließen nur weil ich es vielleicht nicht vollkommen verstehen kann. Ich nehme an dass Wiedergeburt mit restloser Anatta-Verwirklichung aufhört, in diesem Sinn also unvereinbar ist.

    Und rausnuscheln: Zu meinen konkreten Fragen nach dem Ende von Dukkha und dem Geschehen nach dem Tod hattest du nur einen Hinweis auf einen unauffindbaren Forumsbeitrag, vage Andeutungen von wegen anderer Bezugsrahmen, die Empfehlung selber draufzukommen und die Weigerung es zu erklären.

    Mit Metta, mukti.


  • blue_apricot
    Gast
    • 3. März 2015 um 18:17
    • #859

    Bel:

    Zitat

    ohne sie tatsächlich "zenich" zu hinterfragen.


    Was solln ditte sein ?

    Zitat

    Ist dann also nicht die allgemeine Meinung im Zen, hätte mich auch gewundert.


    Natürlich nicht. Ist doch lächerlich das philosophische Rumgeeier dieser Fraktion hier. Schließlich sitzt man der Befreiung wegen und das war auch schon immer so:

    Zitat

    Du musst dich hineinwerfen in Zazen, dein Geist brennend vom Feuer des Gedankens: "Wenn ich nicht in diesem Leben die Befreiung finde, wann dann!?"

    Sawaki Kôdô

    Ich hab nur keine Lust immerzu was rauszusuchen; das fällt wie Samen auf Holzköppe, wenn sie nicht mal Respekt haben vor den eigenen Patriarchen.

    Zitat

    Wenn dein Glas voll mit Wasser ist, wird es überfließen wenn noch etwas dazu gegossen wird. Leere erstmal dein Glas! Das bedeutet eine Haltung, in der du die eigenen Ansichten und Meinungen loslässt und erstmal die Worte eines wahren Lehrers hörst und akzeptierst.

    und das ist von der Antaiji Website-also sein/ihr Favorit Zendo! und nicht iwo, sondern auf der Hauptseite, Link Zazen, Link Geisteshaltung

  • bel
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    • 3. März 2015 um 19:30
    • #860
    mukti:

    Zu meinen konkreten Fragen nach dem Ende von Dukkha und dem Geschehen nach dem Tod hattest du nur einen Hinweis auf einen unauffindbaren Forumsbeitrag, vage Andeutungen von wegen anderer Bezugsrahmen, die Empfehlung selber draufzukommen und die Weigerung es zu erklären.


    Bitte was? Ich habe diese Frage hier (allein in diesem Faden 3x) mit alle Klarheit beantwortet, aber du akzeptierst sie nur einfach nicht.
    Hingegen kommt auf die Frage, was denn nun dazu führt, daß eine bestimmte Individualität sich an ihre Individualität in einem früheren "erinnern" kann ("das war ich"), nicht der Hauch einer nachvollziehbaren Vorstellung, die mit Anatta vereinbar wäre - es wird nur munter fabuliert, Mal "Energie", mal "Bewußtsein", mal "Tendenzen" mal "Flamme" .... im schlechtesten Fall nun auch noch iwelche "Erfahrungen" ... allet nur Platzhalter für ne vollkommene Ratlosigkeit, die sich an eine wörtliche Lesart von Texten klammert.

  • snoopy2001
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    • 3. März 2015 um 21:57
    • #861
    Zitat

    bel: Mitnichten, weil die richtige Alternative C (meiner Notation) heißt. Was "wiedergeboren" wird, sind Taten und Dukkha und zwar im Ergreifen durch Wesen mit identischen Daseinsmerkmalen, jedoch spezifischer Zusammensetzung, für die genau deshalb gilt: "weder dieselbe noch eine andere Person".

    Zitat

    A: Herr X existiert als ein eigenständiges Wesen (atthitañceva), woraus zweierlei folgen kann:
    A1: X wird nach seinem Tod als X (oder einem Äquivalent m. anderem Namen) wiedergeboren, sassata-ditthi.
    A2: X und alle seine Taten sind mit seinem Tod vorbei, als wären sie nie dagewesen, uccheda-ditthi.
    B: Herr X existiert überhaupt nicht, folglich auch keine Taten von X (natthitañca)
    C. Herr X existiert nicht als ein eigenständiges Wesen, sondern bedingt .

    Wenn C richtig, dann deshalb, weil X durch alle Taten aller anderen X (weder dieselbe noch eine andere Person) bedingt ist, wie X durch seine Taten Bedingung für alle anderen X

    Zitat

    Klar sind sie ihm zuzurechnen, sofern sie von ihm ergriffen werden, sie sind aber auch allen Wesen (weder dieselbe noch eine andere Person) zuzurechnen, sofern sie diese auch ergreifen. Was ja zweifelsfrei passiert.


    Damit kann ich was anfangen denn das kann ich nachprüfen und ist für mich nachvollziehbar nicht zuletzt durch Praxis.
    Mir ist sehr wohl bewusst das es vergangene Existenten, ich sags mal so für mich gegeben hat. Nur hab ICH(heute,jetzt) nix damit zu tun . Ich weiß sehr wohl welche Taten, Tendenzen, Gewohnheiten oder was auch immer sich da fortsetzten und je nach ergreifen sich da manifestieren oder Wiedergeboren werden. Ich wundere mich nicht mehr, bei einigen zumindest, über Tendenzen die nicht meiner Sozialisierung entsprechen.
    Ich weiß sehr wohl von vergangenen Existenzen doch diese Vergangenen Leben interessieren mich nicht. Sind für mich nicht grad von Relevanz. Praxisnah sollten sie auch nicht weiter verfolgt werden sonst droht eine weitere Verstrickung. Ich brauche mich auch damit nicht Idendifizieren.
    Es ist ja auch nicht Relevant. Es ist immer das Gleiche, Taten, Tendenzen, Begierden, Anhaftung, Verstrickung.
    Das alles kann ich hier und jetzt auch bei mir entdecken nur in anderen Kleidern. Ich kann nur eins, loslassen. Nein, es lassen. Zum versiegen bringen. Die Dinge durchdringen. Sie durchschauen.

    Ja, manchmal weiss ich nicht was ich über die Dinge denken soll und dann lass ich es. Und dann sind die Dinge so wie sie sind.

  • xxx
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    • 3. März 2015 um 22:32
    • #862

    Diese Sutte weist in eine ähnliche Richtung

    Zitat


    Mil. 3.2.5. Wiedergeburt ohne Seelenwanderung - 2.5.5. Asaṅkamanapaṭisandahanapañho

    Der König sprach: "Vollzieht sich wohl, ehrwürdiger Nāgasena, die Wiedergeburt ohne eine Seelenwanderung?" (Wörtl.: "geht man nicht hinüber und wird (doch) wiedergeboren")

    "Gewiß, o König."
    "Wieso aber, o Herr, kann es Wiedergeburt geben ohne eine Seelenwanderung? Erkläre mir dies."
    [...]
    "Erinnerst du dich vielleicht, o König, daß du als Knabe von deinem Lehrer irgend ein Gedicht gelernt hast?"
    "Gewiß, o Herr."
    "Wie nun aber, o König: ist etwa jenes Gedicht von deinem Lehrer (während er es rezitierte) zu dir hinübergewandert?"
    "Nicht doch, o Herr."
    "Ebenso auch, o König, wird man wiedergeboren, ohne daß dabei irgend etwas hinüberwandert."
    "Klug bist du, ehrwürdiger Nāgasena!"
    http://www.palikanon.com/diverses/milin…3.html#mil3_2_7

    Alles anzeigen

    3 Mal editiert, zuletzt von xxx (3. März 2015 um 22:34)

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    • 3. März 2015 um 22:33
    • #863
    bel:
    mukti:

    Zu meinen konkreten Fragen nach dem Ende von Dukkha und dem Geschehen nach dem Tod hattest du nur einen Hinweis auf einen unauffindbaren Forumsbeitrag, vage Andeutungen von wegen anderer Bezugsrahmen, die Empfehlung selber draufzukommen und die Weigerung es zu erklären.


    Bitte was? Ich habe diese Frage hier (allein in diesem Faden 3x) mit alle Klarheit beantwortet, aber du akzeptierst sie nur einfach nicht.
    Hingegen kommt auf die Frage, was denn nun dazu führt, daß eine bestimmte Individualität sich an ihre Individualität in einem früheren "erinnern" kann ("das war ich"), nicht der Hauch einer nachvollziehbaren Vorstellung, die mit Anatta vereinbar wäre - es wird nur munter fabuliert, Mal "Energie", mal "Bewußtsein", mal "Tendenzen" mal "Flamme" .... im schlechtesten Fall nun auch noch iwelche "Erfahrungen" ... allet nur Platzhalter für ne vollkommene Ratlosigkeit, die sich an eine wörtliche Lesart von Texten klammert.

    Meinetwegen, ich suche jetzt nicht die entsprechenden Stellen raus, das gibt nur unnötiges Geplänkel. Es geht mir auch nicht darum recht zu behalten, sondern die Wahrheit herauszufinden, was in dieser Sache mit dem Verstand alleine gar nicht möglich sein dürfte.

    Wenn dir das alles klar ist, dann sind die Buddhisten die diese Textstellen wörtlich nehmen - viele Millionen im Lauf der Geschichte, unter ihnen hervorragende Praktizierende und Gelehrte - nicht zu solcher Klarheit gelangt wie du. Wenn es so ist, wie soll dann meine Wenigkeit deine Darstellung verstehen. So bleibt mir nur die wörtliche Lesart, die ich zwar auch nicht gänzlich, aber erheblich besser verstehe als deine Version.

    Mit Metta, mukti.


  • bel
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    • 3. März 2015 um 23:13
    • #864
    mukti:

    Wenn dir das alles klar ist, dann sind die Buddhisten die diese Textstellen wörtlich nehmen - viele Millionen im Lauf der Geschichte, unter ihnen hervorragende Praktizierende und Gelehrte - nicht zu solcher Klarheit gelangt wie du.


    Das ist doch ein "Argument" nach dem Motto "Millionen Fliegen können sich nicht irren". Ja, ich hab da Klarheit für mich, und letztlich gehts nur darum. Andere müssen das in der Sache nicht so sehen, schon gar nicht beanspruche ich, daß sie nun genau dies als "Klarheit" oder "Wahrheit" zu sehen haben, aber sie können dann eben auch nicht behaupten, es gäbe keine begründete Alternative zu ihrer Sichtweise - und das ist der einzige Grund, aus dem ich meine Sicht hier ausführe, mich selbst zu überzeugen muß ich nicht mehr.
    Und es scheint ja auch nicht für alle nicht nachvollziehbar zu sein.

    mukti:

    So bleibt mir nur die wörtliche Lesart, die ich zwar auch nicht gänzlich, aber erheblich besser verstehe als deine Version.


    Klar, warum auch nicht. "Wörtliche Lesart" ist nun mal die übliche religiöse Lesart - in allen Religionen. Man versteht was nicht, man findet keine Lösung für Widersprüche, die sich sich immer zwingend bei dieser Lesart auftun, oder man sieht erst keine Widersprüche oder behauptet sie einfach weg - aber was soll man da denn auch schon groß machen, man glaubt es dann eben halt und vertagt das Ganze auf den versprochenen Moment und nennt das dann Vertrauen. In was? In seine wörtliche Lesart eines Stück Papiers, in eigene "Erfahrungen" das so Gelesene mal "klar und echt", dann aber wieder als "nicht so klar und nicht einfach authentisch" erinnert zu haben? Das sieht für mich nach infinitem Regress aus.

  • blue_apricot
    Gast
    • 3. März 2015 um 23:54
    • #865

    Die Sache ist doch dass die Wörtlichkeit, zum Beispiel `Wandern` und `Erinnern`und Wieder(ich) geburt, für die relative Verständnis-Ebene gemacht ist. Daran ist aber noch nichts falsch.
    Beinahe war ich heute versucht die Äbtissin zu fragen was es mit dem Karmaverständniss auf sich hat: mich berühren Objekte von `anderen`und die berühren Objekte von `mir`und so ist alles ein `universelles Karma`..., aber dann habe ich verstanden, dass deine Weltsicht eine stagnative, analoge ist, eine die Atta annimmt und darauf argumentiert, eine die die Schlange falsch anfässt, eine die sich sagt: Form gleich Leerheit gleich Punkt. Natürlich ist das gefährlich von `buddhistischer Seite` her gesehen, denn es geht eben auf VernichtungsGlauben hinaus, eine Sache die die Äbtissin heute kurioserweise ansprach. Wie auch immer, gibt es für so eine Ansicht Ursachen, ich möchte meinen: Wünsche. Wenn du dich lange in einer Umgebung aufhälst die nur noch behaupten kann alles ist eins und verschieden, dann mag das abfärben.

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (4. März 2015 um 00:25)

  • mukti
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    • 4. März 2015 um 00:08
    • #866
    bel:

    Ja, ich hab da Klarheit für mich, und letztlich gehts nur darum. Andere müssen das in der Sache nicht so sehen, schon gar nicht beanspruche ich, daß sie nun genau dies als "Klarheit" oder "Wahrheit" zu sehen haben, aber sie können dann eben auch nicht behaupten, es gäbe keine begründete Alternative zu ihrer Sichtweise - und das ist der einzige Grund, aus dem ich meine Sicht hier ausführe, mich selbst zu überzeugen muß ich nicht mehr.

    Es gibt mehrere begründete Alternativen, und das schon tausende Jahre. Ebenso gibt es verschiedene Erkenntnistheorien darüber was ein zureichender Grund ist. Durch logisches Denken alleine kommt man ebensowenig dahinter was nach dem Tod ist wie durch den bloßen Glauben. Die Frage ist also, welche Bedingungen erfüllt sein müssen um das zu erkennen.

    Mit Metta, mukti.


  • bel
    Gast
    • 4. März 2015 um 00:42
    • #867
    mukti:
    bel:

    Ja, ich hab da Klarheit für mich, und letztlich gehts nur darum. Andere müssen das in der Sache nicht so sehen, schon gar nicht beanspruche ich, daß sie nun genau dies als "Klarheit" oder "Wahrheit" zu sehen haben, aber sie können dann eben auch nicht behaupten, es gäbe keine begründete Alternative zu ihrer Sichtweise - und das ist der einzige Grund, aus dem ich meine Sicht hier ausführe, mich selbst zu überzeugen muß ich nicht mehr.


    Es gibt mehrere begründete Alternativen, und das schon tausende Jahre. Ebenso gibt es verschiedene Erkenntnistheorien darüber was ein zureichender Grund ist. Durch logisches Denken alleine kommt man ebensowenig dahinter was nach dem Tod ist wie durch den bloßen Glauben. Die Frage ist also, welche Bedingungen erfüllt sein müssen um das zu erkennen.

    Logisches Denken macht nur auf Widersprüche im (gegenwärtigen) Denken aufmerksam, man kann das ernst nehmen oder wegwischen - aber das ist auch schon alles. Was nach dem (eigenen) Tod kommt, ist nur dann relevant, sofern Vorstellungen darüber die (immer) gegenwärtige Übung (mithin auch das gegenwärtige Denken) tangieren.
    Nun wird aber dem Buddha nachgesagt (M2), man solle seine gegenwärtige Übung nicht durch Vorstellungen über seine Vergangenheit und Zukunft trüben, was man iwie schlecht lassen kann, wenn man sich daran als vorgeblichen Teil "der Lehre Buddhas" festhängt.
    Ich hab dieses vermeintliche "Erkenntnis-Problem" nicht, also schon mal eines weniger.

  • mukti
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    • 4. März 2015 um 01:30
    • #868
    bel:


    Logisches Denken macht nur auf Widersprüche im (gegenwärtigen) Denken aufmerksam, man kann das ernst nehmen oder wegwischen - aber das ist auch schon alles.

    Das ist alles auf der Ebene des Denkens, das nicht ausreicht für dieses Erkennen. Auch dein Modell ist wie schon gesagt logisch unzulänglich.

    bel:


    Was nach dem (eigenen) Tod kommt, ist nur dann relevant, sofern Vorstellungen darüber die (immer) gegenwärtige Übung (mithin auch das gegenwärtige Denken) tangieren.
    Nun wird aber dem Buddha nachgesagt (M2), man solle seine gegenwärtige Übung nicht durch Vorstellungen über seine Vergangenheit und Zukunft trüben, was man iwie schlecht lassen kann, wenn man sich daran als vorgeblichen Teil "der Lehre Buddhas" festhängt.
    Ich hab dieses vermeintliche "Erkenntnis-Problem" nicht, also schon mal eines weniger.

    Die gegenwärtige Übung kann zur Erkenntnis der vergangenen Leben führen, nach der Lehre im Palikanon. Der eigentliche Zweck ist aber die Befreiung von Dukkha. Daher werde ich mich besser dem wieder zuwenden, und nicht mehr so viel Zeit mit Fragen über Wiedergeburt verschwenden.

    Mit Metta, mukti.


    Einmal editiert, zuletzt von mukti (4. März 2015 um 01:42)

  • bel
    Gast
    • 4. März 2015 um 01:38
    • #869
    mukti:
    bel:


    Logisches Denken macht nur auf Widersprüche im (gegenwärtigen) Denken aufmerksam, man kann das ernst nehmen oder wegwischen - aber das ist auch schon alles.


    Das ist alles auf der Ebene des Denkens, das nicht ausreicht für dieses Erkennen.


    Ich versteh nicht, was denn für ein "Erkennen"?

    mukti:

    Auch dein Modell ist wie schon gesagt logisch unzulänglich.


    Das behauptest Du - obgleich du gleichfalls feststellst, es nicht zu verstehen. Logische Unzulänglichkeit müsste aber logisch gezeigt werden.

    mukti:

    Die gegenwärtige Übung kann zur Erkenntnis der vergangenen Leben führen, nach der Lehre im Palikanon.


    Und wozu soll das gut sein, käme da was anderes raus, als im Verstehen des gegenwärtigen Lebens, oder kann man etwa das gegenwärtige Leben nicht im gegenwärtigen Leben verstehen?

    mukti:

    Der eigentliche Zweck ist aber die Befreiung von Dukkha. Daher werde ich mich besser wieder dem zuwenden, und nicht mehr so viel Zeit mit Fragen über Wiedergeburt verschwenden.


    Jup.

  • mukti
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    • 4. März 2015 um 01:55
    • #870
    bel:
    mukti:


    Das ist alles auf der Ebene des Denkens, das nicht ausreicht für dieses Erkennen.


    Ich versteh nicht, was denn für ein "Erkennen"?

    Erkennen ob es diese sogenannte Wiedergeburt nun gibt oder nicht.

    bel:
    mukti:

    Auch dein Modell ist wie schon gesagt logisch unzulänglich.


    Das behauptest Du - obgleich du gleichfalls feststellst, es nicht zu verstehen. Logische Unzulänglichkeit müsste aber logisch gezeigt werden.

    Es ist letztlich nicht logisch für mich, warum habe ich bitte mehrmals geschrieben.

    bel:
    mukti:

    Die gegenwärtige Übung kann zur Erkenntnis der vergangenen Leben führen, nach der Lehre im Palikanon.


    Und wozu soll das gut sein, käme da was anderes raus, als im Verstehen des gegenwärtigen Lebens, oder kann man etwa das gegenwärtige Leben nicht im gegenwärtigen Leben verstehen?

    Soweit ich das sehe ist die Erkenntnis über vergangene Leben nicht nötig zur Befreiung, wer will kann sie aber haben. Ist auch schon mal im Thread besprochen worden.

    Mit Metta, mukti.


  • bel
    Gast
    • 4. März 2015 um 02:04
    • #871
    mukti:
    bel:


    Ich versteh nicht, was denn für ein "Erkennen"?


    Erkennen ob es diese sogenannte Wiedergeburt nun gibt oder nicht.


    Du meinst nach wörtlicher Lesart? Doch, genau die dazu bestehenden Theorien kann man gedanklich hinreichend prüfen, ob sie mit dem Anatta-Prinzip vereinbar sind. Dazu reicht aber nicht aus, wie hier immer versucht wird, Anatta einfach zu behaupten.

    mukti:

    Es ist letztlich nicht logisch für mich, warum habe ich bitte mehrmals geschrieben.


    Na ja, Logik ist ja keine Privat-Sache.

  • mukti
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    • 4. März 2015 um 02:40
    • #872
    bel:
    mukti:


    Erkennen ob es diese sogenannte Wiedergeburt nun gibt oder nicht.


    Du meinst nach wörtlicher Lesart? Doch, genau die dazu bestehenden Theorien kann man gedanklich hinreichend prüfen, ob sie mit dem Anatta-Prinzip vereinbar sind. Dazu reicht aber nicht aus, wie hier immer versucht wird, Anatta einfach zu behaupten.

    Ja das ist dein vermeintlicher Knackpunkt. Aber inwieweit wissen wir was Anatta tatsächlich ist? Gedanklich bedeutet der Begriff an-Atta, kein Atman in Sanskrit. Atman ist der individuelle Aspekt von Brahman, das angebliche Ewige im Menschen. Das gibt es nach der Buddhalehre nicht. Warum aber darf es deshalb auch keinen Kausalzusammenhang von einzelnen Leben geben, der bewusst werden kann.

    bel:
    mukti:

    Es ist letztlich nicht logisch für mich, warum habe ich bitte mehrmals geschrieben.


    Na ja, Logik ist ja keine Privat-Sache.

    Es ist nicht logisch.

    Mit Metta, mukti.


  • Doris
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    • 4. März 2015 um 08:14
    • #873

    Für mich liegt einer der Knackpunkte in den "Erinnerungen an vorhergegangenen Leben" darin, dass das Geistesprodukte sind.
    Diese sind bedingt, nama-rupa. Wieso sollte ich alle Geistesprodukte als illusionär erkennen, aber ausgerechnet diese vermeintlichen Erinnerungen sollen davon ausgenommen sein?
    Wieso sollen alle Vorstellungen als Vorstellungen erkannt werden und von ihnen abgelassen werden, aber ausgerechnet die Vorstellung von Wiedergeburt von irgendeinem Schwurbel von irgendwas soll gepflegt werden?
    Wieso soll ich alles hinterfragen und soll alles logisch und verständlich für jeden erklärbar sein, aber die wörtliche Wiedergeburt ist halt "irgendwie schwer zu verstehen"?

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • xxx
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    Mitglied seit
    11. Mai 2011
    • 4. März 2015 um 08:35
    • #874

    Aufgrund des Diskussionsverlaufs möchte ich kurz darauf hinweisen, dass "anatta" verschieden interpretiert werden kann. Dabei verweise ich auf eine Internetseite eines burmesischen Mönchs (urspr. aus der franz. Schweiz).

    Die Seite ist auf englisch und französisch. Da ich im Moment bei der Arbeit bin, kann ich nicht auf Deutsch übersetzen:

    http://en.dhammadana.org/dhamma/3_characteristics/anatta.htm

    Zitat

    It is essential to well understand that the doctrine of anatta, as it is taught and expounded in what we call theravāda, is totally unknown in any other system of thought or exegesis whatsoever, including the modern and so called speculative Buddhism also called mahayāna Buddhism.

    Zitat

    anatta, that is the absence of "in itself", applicable to everything, every idea, every characteristic and virtually all mental or material phenomena. From this starting point, we can, naturally, give details and explanations so as to understand that in such and such cases, such and such field, in this manner, should the anatta doctrine be expressed or perceived.

    Zitat

    Anatta is specifically this ineluctable and uncontrollable character of all happenings of our lives and everything that we do. In fact, we cannot really say: "we do". It just happens, this is mechanics set in motion, that unfolds in elapsing time. But this is a cautious warning, one should abstain from claiming: "As it is an automatic machine, therefore, at last, man's life comes down to a robot piloted by an automatic pilot. Therefore nothing remains to be done whatsoever. I just have to let myself go as in all cases, everything is ruled in advance". This is false, nothing is ruled in advance! It just happens, it unfolds, admittedly, but it is not however defined, established or ruled in advance.

    We will never find any laws, in mathematics, which can predict with perfect accuracy everything that or which will occur. Is there a proof backing such claim? Let's just try to remain doing nothing... We won't be able to!

    Hier wir anatta eher Gegenständlich als als eine Art Prinzip, Lauf der Welt, Schicksal o.ä. verstanden. erinnert mich an Wuwei.

  • blue_apricot
    Gast
    • 4. März 2015 um 08:40
    • #875

    @ Mukti:

    Zitat

    Warum aber darf es deshalb auch keinen Kausalzusammenhang von einzelnen Leben geben, der bewusst werden kann.


    Exakte Frage.
    @ Bakram:

    Zitat

    Hier wir anatta eher als als eine Art Prinzip


    "Logisch" - ist ja auch ein Daseinsmerkmal
    Doris:

    Zitat

    Wieso sollte ich alle Geistesprodukte als illusionär erkennen,


    Die Vorstellung von Illusion/Leerheit ist illusionär. Wenn es z.b. heißt: Erkenne dies als illusionär, meint das gleichzeitig: erkenne die Wahrheit.
    Würde mich freuen, wenn du Antworten findest.

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (4. März 2015 um 08:51)

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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