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Drei Daseinsmerkmale - Weltlich / Spirituell

  • Andi
  • 19. Januar 2015 um 20:57
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  • Monikamarie
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    • 7. Februar 2015 um 09:33
    • #51
    Andi:

    ...
    Als Werner Heisenberg den Durchbruch zu seiner Atomtheorie fand ist er "zutiefst erschrocken".
    Er schreibt in seinem Tagebuch: "Ich hatte das Gefühl, durch die Oberfläche der atomaren Erscheinungen hindurch auf einen tief darunter liegenden Grund von merkwürdiger innerer Schönheit zu schauen".
    Heisenberg fühlt sich schwindelig und kann vor Erregung nicht schlafen, er kommt sich vor wie der glücklichste Mensch auf Erden.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg

    Quasi wie eine Erleuchtungsbeschreibung :D

    Hi Andi,
    für mich klingt das wie "Flow". Es ist mit der Zeit ziemlich ernüchternd, wenn sich solche Momente wiederholen und ich feststellen kann, dass sie nur ein chemischer Prozess samt Ausschüttung von Hormonen ist wie bei der "Liebe auf den ersten Blick". Mit Erleuchtung hat das für mich nur insofern zu tun, als sich bestimmte Bereiche "erhellen" können, aber nicht dauerhaft erhellt bleiben müssen. Die durch Siddharta erlangte Befreiung und Erleuchtung hat m.E. ein ganz anderes "Kaliber", ist bis in die kleinste Zelle durchdringend und dauerhaft. So mein Verständnis davon.
    _()_ Monika

  • Elliot
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    • 7. Februar 2015 um 16:48
    • #52
    Andi:

    ...Der meiste Trost entsteht für einen Christen ja aus der Vorstellung, dass das "Ich" im Himmel weiter exisitiert, man mit geliebten Personen wieder zusammen ist, etc. Durch die Beschäftigung mit dem Buddhismus ist mir die Vorstellung jetzt natürlich ein wenig abhanden gekommen. Der Trost, dass der Tod nicht das Ende ist, bleibt. Trotzdem etwas ernüchternd :roll: ... Die ganze Frage bewegt sich natürlich sehr im Glaubensbereich...aber was Ihr glaubt würde mich interessieren :)


    Auch ein Bhikkhu kann den Weg einschlagen, nach dem Tod in der Gegenwart eines gütigen Schöpfergottes wiederzuerscheinen:

    Zitat

    "Wiederum, ihr Bhikkhus, besitzt da ein Bhikkhu Vertrauen, Sittlichkeit, Gelehrsamkeit, Großzügigkeit und Weisheit. Er hört, daß der Brahmā der Hunderttausend langlebig und schön ist und große Freuden genießt.

    Der Brahmā der Hunderttausend hat ein Weltensystem von hunderttausend Welten zugeneigt durchdrungen und er hat die Wesen, die dort wiedererschienen sind, zugeneigt durchdrungen. So wie ein Ornament aus feinstem Gold, von einem klugen Goldschmied besonders geschickt im Brennofen gewirkt, auf rotem Brokat liegend, glüht, leuchtet und funkelt, so ist der Brahmā der Hunderttausend darauf aus, ein Weltsystem von hunderttausend Welten zugeneigt durchdrungen und er hat die Wesen, die dort wiedererschienen sind, zugeneigt durchdrungen.

    Der Bhikkhu denkt: 'Ach, möge ich doch bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode im Gefolge des Brahmā der hunderttausend wiedererscheinen!' Er richtet seinen Geist darauf aus, lenkt ihn dort hin, entfaltet ihn. Diese Gestaltungen und dieses sein Verweilen, die so entfaltet und geübt wurden, führen dazu, daß er dort wiedererscheint. Dies, ihr Bhikkhus, ist der Pfad, der Weg, der dazu führt, daß er dort wiedererscheint."

    (Majjhima Nikāya 120: Wiedererscheinen durch Gestaltungen - Saṅkhārupapatti Sutta = Madhyamāgama 168, 意行經)


    Jedenfalls wäre das nicht auszuschließen:

    Zitat

    "Was meinst du, Anuruddha? Welchen Sinn sieht der Tathāgata darin, daß er, wenn ein Schüler gestorben ist, er sein Wiedererscheinen so erklärt: 'Soundso ist an diesem und jenem Ort wiedererschienen; Soundso ist an diesem und jenem Ort wiedererschienen'?"

    "Ehrwürdiger Herr, unsere Lehren sind im Erhabenen verwurzelt, vom Erhabenen geführt, beruhen auf dem Erhabenen. Es wäre gut, wenn der Erhabene die Bedeutung dieser Worte erläutern würde. Wenn die Bhikkhus dies vom Erhabenen gehört haben, werden sie es sich merken."

    "Anuruddha, es geschieht nicht, um eine Täuschung der Leute zu planen, oder um ihnen zu schmeicheln, oder um des Gewinns, der Ehre und des Ruhmes willen, oder mit dem Gedanken, 'Die Leute sollen wissen, daß ich so bin', daß der Tathāgata, wenn ein Schüler gestorben ist, er sein Wiedererscheinen so erklärt: 'Soundso ist an diesem und jenem Ort wiedererschienen; Soundso ist an diesem und jenem Ort wiedererschienen.' Stattdessen geschieht es, weil es vertrauensvolle Männer aus guter Familie gibt, die von dem, was erhaben ist, inspiriert und erfreut werden, die, wenn sie das hören, ihren Geist auf so einen Zustand ausrichten. Das gereicht lange zu ihrem Wohlergehen und Glück."

    (Majjhima Nikāya 68: Bei Naḷakapāna - Naḷakapāna Sutta = Madhyamāgama 77, 中阿含長壽王品娑雞帝三族姓子經第六)


    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • Andi
    Themenautor
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    • 31. März 2015 um 10:05
    • #53

    Ich habe gerade meine Frage von damals von Ayya Khema noch einmal gut beantwortet bekommen :)
    Mein "Denkfehler" der immer noch existiert (sonst wär ich wohl erleuchtet) liegt in meiner Anfangsfrage "mein Bewusstseinsstrom, ist er vergänglich oder nicht"...er existiert in Wirklichkeit gar nicht :roll:

    Im letzten Kapitel von "Komm und sieh selbst" analysiert sie die
    "Prajna-Paramita-Sutra" - Das Herz der vollkommenen Weisheit.

    Darin geht es nochmal ausführlich erläutert um die zwei Gleise der absoluten Wirklichkeit und der relativen Wirklichkeit.
    Hier wird versucht die Substanzlosigkeit in Worten zu beschreiben, aber auch immer wieder darauf hingewiesen, dass man es mit dem Verstand nicht erfassen kann.

    In der Leere, dem Nirvana, der absoluten Wirtklichkeit (ich vergleiche das für mich immer mit der wissensschaftlich nachgewiesenen reinen Energie die die Grundlage des Kosmos/Universums bildet) gibt es keine Vergänglichkeit und kein Dukkha, da alles halt leer/substanzlos ist. Alles ist Nichts, das Nichts ist alles. etc.

    Logisch falsch...ich versuch es verstandesgemäß für mich selbst zu erfassen... :D
    Vielleicht komme ich ja in diesem Leben oder in den nächsten über die 8te Vertiefung hinaus und kann es "erleben" :D Aber keine Eile, alles relativ ;)

  • Spacy
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    29. Oktober 2014
    • 31. März 2015 um 16:01
    • #54

    Der thread ist eh tot, denn keiner ausser den "Eingeweihten" kann aiko und andi auf dieser Abstraktionsebene folgen (gute Gedanken das gewesen sind 8) ). Da kann ich ja auch mal meinen Mist dazu absondern.

    Physik ist für mich die Grundlage des Denkens der jeweiligen Epoche. Insoweit ist Physik Philosophie. Wenn jedoch die Physik quasi "vorauseilt", wie im Sinne von: der Bauer wird niemals den Städter verstehen vs., wenn also die "Anwendung" der erkannten Physik im jeweiligen Zeitgeist kein Verständnis sondern nur Nutzung findet, dann neigt sich diese Epoche ihrem Ende entgegen. Insoweit ist die Physik der alten Zeit (deren Elite), die Basis der neuen.

    Was hat das alles mit Buddha zu tun? Die "Physik" zu seiner Zeit, kann sich schließlich nicht mit den "Erkenntnissen" heute messen.

    Philosophie ist Physik vs. (nur so zur Erinnerung) - für mich habe ich Buddha wie folgt verstanden, und alles, was ich von Physik bis jetzt verstanden habe, paßt in diese "einfache" Sicht hinein:

    Es gibt ein "Nichts"/"Alles" oder "Alles/Nichts" (je nach Vorliebe) und es gibt ein "Sein", ein "dies IST", quasi die jeweils erkannte "Wahrheit".
    Aber es gibt noch etwas anderes!
    Es gibt die Unterscheidung, den "Unterschied". Physiker nennen das heute wohl "Betrachter". Der "Betrachter" definiert durch "Betrachtung" das, was (dann) nicht mehr nicht ist (allein durch die Betrachtung).

    Es geht dabei nicht um Formeln. Es geht um die Sicht auf das, was (nicht) ist.

    Auf abstrakter Ebene kann man auch die "Dreifaltigkeit" des katholischen Katechismus so interpretieren: der "Vater" (das Sein), der Sohn (der Betrachter) und der heilige Geist (das Nichts). -> Wäre mal eine interessante Diskussion, was in diesem Denken der Vater, Sohn und Geist wäre. Wobei eine Diskussion nur zu allem führen würde, zum Nichts :roll: .

    Gruss

    P.S.: lt. BlaBlaMeter hat mein Text einen Index von 0.22 - http://www.blablameter.de/index.php - leichte Anzeichen für bullshit :D

    Folgenden Text hab ich da gerade getestet:
    "Das, was du denkst, ist nicht das, was du denkst.
    Da wo du bist, ist nicht da wo du bist.
    Das, was du denkst, was du bist, ist nicht das, was das ist, was du bist."
    Bullshit=0 8)
    Ist aber auch die Zusammenfassung von oberhalb des Grußes :grinsen:

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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