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  1. Buddhaland Forum
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  3. Allgemeines zum Buddhismus

Was war nochmal Dukkha?

  • Verrückter
  • 27. Februar 2014 um 23:58
  • Zum letzten Beitrag
  • Verrückter
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    • 1. März 2014 um 18:03
    • #26
    Jikjisa:

    [...] bedürfnisse sollten gestillt werden ( mittlerer pfad ) [...]

    Zitat

    Almose von Kleidung, Speise, Obdach und Arznei

    das wars.

    Das sehe ich etwas anders. Man muss dabei natürlich auch regionale Ungleichheiten berücksichtigen. Lebt man in einem reichen oder in einem armen Land? Als Stadtmensch, der nie in großer Armut lebte, verstehe ich unter einem mittleren Pfad etwas anderes als Almosen. Das würde in der modernen Gesellschaft auch u.a. die Handlungsfähigkeit (Rechtes Handeln?) einschränken. Heutzutage fällt man beispielsweise bereits auf, wenn ein Bewerbungsschreiben per Hand geschrieben wurde. Die m.E. äußerst bescheidene Sicht des mittleren Pfades erscheint mir daher eher wie ein Extrem.

    Ich befürchte, dass sich hier eine Einigung in der Praxis nicht finden lässt. Was ist die Gier für den Gierigen und die Gewalt für den Hassenden anderes, als die Befriedigung eines Bedürfnisses? Es bleibt einem wohl nichts anderes, als sich an den Merkmalen und Normen der Gesellschaft zu orientieren, die eigenen Gelüste zu erkennen und hier eben den "mittleren Pfad" zu finden...

    mukti:

    Z.B. ist es natürlich dass Nahrung zur Erhaltung des Körpers begehrt wird, wenn es aber besonders schmackhaft und übermäßig sein soll, dann ist es Gier.

    Bzgl. des "schmackhaft": Sind alle Gourmets zum Leiden verdammt, bis sie sich von ihrer Leidenschaft absagen? Können Gourmets nichts erleuchtet werden bzw. sein?

    Tso Wang:

    "Der Hauptgrund, warum viele Menschen leiden, liegt darin, daß sie eine Befriedigung aus ihrem Leiden ziehen"


    Als Ersatz bzw. Kompensation eines anderen Bedürfnisses, welches sie nicht zu befriedigen in der Lage sind, scheint so...

    Zitat

    Nebenbei angemerkt: Du kannst auch im jüdisch-christlichen dazu etwas "Im Ansatz Ähnliches" (!) finden

    Ich vermute, dass es bei allen Religionen im Kern um die Suche nach mehr Glück im Leben geht, da verwundert es mich nicht, dass unterschiedliche Religionen ähnliche Aussagen machen. Ich glaube das Interessante am Buddhismus ist (zumindest für mich), dass es bis jetzt noch nicht so stark als politische Ideologie missbraucht wurde wie andere und deshalb leichter zu durchschauen ist... aber das geht vielleicht jetzt am eigentlichen Thema vorbei.

  • Jikjisa
    Gast
    • 1. März 2014 um 18:12
    • #27

    verrückter:

    Zitat

    Das sehe ich etwas anders.

    naja, das das ja nun nix neues.

    "ich glaube, die lehre wird da falsch interpretiert..."
    "Was war nochmal Dukkha?"
    "und deshalb leichter zu durchschauen ist..."

    du bist da auch nicht der einzige und auch nicht der erste, der das etwas anders sehen möchte.

  • Verrückter
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    • 1. März 2014 um 18:20
    • #28

    Schade, dass du nicht den darauf folgenden Gedankengang kommentierst. Wer entscheidet letztendlich, ob man erleuchtet ist? Die Person selbst? Die Gesellschaft? Irgend ein zertifizierter Lehrer? Buddha aus dem Jenseits? Was sind die Extreme im Alltag eines heutigen Großstadt-Menschen? Diese Fragen leiten sich ab aus deinem Zitat, dass der mittlere Pfad aus Almosen bestünde.

  • Simo
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    • 1. März 2014 um 18:40
    • #29
    Verrückter:

    Schade, dass du nicht den darauf folgenden Gedankengang kommentierst. Wer entscheidet letztendlich, ob man erleuchtet ist? Die Person selbst? Die Gesellschaft? Irgend ein zertifizierter Lehrer? Buddha aus dem Jenseits? Was sind die Extreme im Alltag eines heutigen Großstadt-Menschen? Diese Fragen leiten sich ab aus deinem Zitat, dass der mittlere Pfad aus Almosen bestünde.

    Fragen über Fragen....

    Die Buddhalehre beginnt m.M.n. mit einer Frage: "Was ist mein Problem?" Und damit kommen wir zum Thema dieses Threads zurück (bzw. seiner Überschrift).


    Liebe Grüße.

    Kein "Ich" - keine Probleme.

  • accinca
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    • 1. März 2014 um 20:08
    • #30

    Für die meisten Menschen ist die Lehre der Befreiung die
    der Buddha lehrte nichts.

  • Tso Wang
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    • 1. März 2014 um 20:43
    • #31
    accinca:

    Für die meisten Menschen ist die Lehre der Befreiung die
    der Buddha lehrte nichts.


    .
    ()

    坐忘

  • mukti
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    • 1. März 2014 um 20:46
    • #32
    Verrückter:
    mukti:

    Z.B. ist es natürlich dass Nahrung zur Erhaltung des Körpers begehrt wird, wenn es aber besonders schmackhaft und übermäßig sein soll, dann ist es Gier.

    Bzgl. des "schmackhaft": Sind alle Gourmets zum Leiden verdammt, bis sie sich von ihrer Leidenschaft absagen? Können Gourmets nichts erleuchtet werden bzw. sein?

    Nicht volkommene Befreiung erfahren, darum heißt es ja auch Leidenschaft - ob die nun das Essen oder sonst irgendein sinnliches Vergnügen/Begehren betrifft. Daher ist es z.B. eine Mönchsregel das Essen nicht auszuwählen und alles zusammen in eine Schüssel zu tun, nur einmal am Tag zu essen, nach Mittag nichts mehr, und dergleichen.

    Mit Metta, mukti.


  • Verrückter
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    • 2. März 2014 um 03:17
    • #33
    Simo:

    Die Buddhalehre beginnt m.M.n. mit einer Frage: "Was ist mein Problem?" Und damit kommen wir zum Thema dieses Threads zurück (bzw. seiner Überschrift).

    Du hast völlig Recht und in diesem Sinne hat sich das Thema erledigt, ich verstehe die Sache schon viel besser. Für die nächste(n) Frage(n) öffne ich dann ordnungshalber einen neuen Thread. Vielen Dank für den geistreichen und sachlichen Informationsaustausch,

    Gruß
    Verrückter

  • nibbuti
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    • 2. März 2014 um 03:31
    • #34
    Verrückter:

    Was war nochmal Dukkha?

    Das Wort hat zwei verschiedene Bedeutungen in den Suttas, die in die deutsche Sprache nicht 1:1 übersetzbar sind.

    1. Dukkha (Leid) ist kein Grundmerkmal, sondern eine bedingt entstandener subjektiver Zustand.

    z.B. ein Buddha hat Dukkha vollständig überwunden.

    2. Dukkha (unzulänglich, unbefriedigend) ist ein Grundmerkmal aller bedingt entstandenen Dinge im Sinne der drei universellen Merkmale anicca-dukkha-anatta.

    z.B. ein Auto ist auf Dauer unbefriedigend, weil es voraussichtlich eine Panne haben wird & wir zu spät kommen.

    Am einfachsten ist es, wenn man 1. als ein Ding betrachtet, 2. als ein ein Adjektiv oder eine Beschreibung für etwas.

    Verrückter:

    Warum ist Geburt dukkha? Wenn dukkha im Grunde Leiden ist und es im Buddhismus um die Aufhebung des dukkha geht, ist der Buddhismus dann im Endeffekt lebensfeindlich?


    Geburt (Identifikation mit etwas) ist dukkha, weil es Anhaftung an etwas & Tod (Leid) beinhaltet.

    (Empfängnis ist dukkha weil es einfach weh tut.)


    Grüße

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

    2 Mal editiert, zuletzt von nibbuti (2. März 2014 um 03:38)

  • accinca
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    • 2. März 2014 um 03:37
    • #35
    nibbuti:
    Verrückter:

    Was war nochmal Dukkha?

    Das Wort hat zwei verschiedene Bedeutungen in den ursprünglichen Suttas, die in die deutsche Sprache nicht 1:1 übersetzbar sind.


    Das ist in anderen Sprachen auch nicht anders nicht einmal in Pali.
    Kann es ja auch gar nicht sein. Deswegen hat der Buddha ja auch immer
    wieder erklärt was er unter Leiden (dukkha) alles verstanden wissen wollte.

    Die völlige Erkenntnis des Leidens wird daher als einer der letzten Erkenntnisse
    die unmittelbar zur Befreiung führen extra genannt.

    Zitat

    'Dies ist das Leiden'; erkennt der Wirklichkeit gemäß '
    'Dies ist die Entstehung des Leidens' erkennt der Wirklichkeit gemäß'
    'Dies ist die Erlöschung des Leidens' erkennt der Wirklichkeit gemäß'
    'Dies ist der zur Erlöschung des Leidens führende Pfad.'


    Dabei kommt es dann zur Aufhebung der letzten Fessel,
    dem Nichtwissens (avijjā-kkhandhaṃ). Wobei nebenbei bemerkt
    Nichtwissen (avijjā) dann ebenso ein Wort wäre, dessen Bedeutung
    im deutschen angeblich nicht zu übersetzen wäre.
    "Wie aber durchdringt der Mönch gar mächtige Gegenstände? (kāyas)
    Da durchdringt der Mönch die große Macht des Nichtwissens.
    So durchdringt der Mönch gar mächtige Gegenstände. (kāyas)"

    Was ich damit sagen wollte war, das man die völlige Bedeutung
    des Leidens sowieso erst am Ende des Weges erfassen kann.

  • Geronimo
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    • 2. März 2014 um 06:25
    • #36

    Dukkha umfasst aber noch weit mehr, als "nur" das offensichtliche Leiden. Es beschreibt auch die Tatsache das es nichts auf der Welt gibt, das uns dauerhaft Befriedigung verschaffen kann. Wir befinden uns, mehr oder weniger, in einem konstanten Zustand des Hungers. Wir haben gerade einen schönen Abend mit Freunden gehabt, dann sehnen wir uns nach etwas Ruhe. Wir waren gerade bei unseren Eltern, dann sehnen wir uns nach unserer Freundin oder unserem Freund. Wir waren gerade im Kino, dann ist es doch nett wenn wir nach Hause gehen und uns etwas gutes kochen. Oder: Wir haben ein Auto, aber da gibt es noch ein viel tolleres Auto. Oder: Das Buch das wir gerade lesen ist sehr interessant, aber da gibt es auch noch so viele andere sehr interessante Bücher. Oder: Ich muss diesen Pullover, diese Hose, diese Schuhe, diese Handtasche, diesen Rucksack, diese Uhr, diese Kette, dieses was auch immer unbedingt haben. Oder wir haben gerade tolle Musik im Radio gehört, aber jetzt möchten wir doch lieber etwas anderes hören. Oder: Unsere Tastatur ist kaputt, wir brauchen eine neue. Oder: Wir haben gerade sehr toll gegessen, was esse ich nur nachher? Oder: Hoffentlich geht es X und Y gut, würde gerne mal wieder Schach mit ihnen spielen. Oder, oder, oder.

    Alles das sind Wünsche, ist Begehren, ist Zuneigung, ist Hunger. Und wenn es normal läuft, würden wir nie auf die Idee kommen irgendetwas davon als Dukkha zu bezeichnen. Denn wir empfinden bei der Erfüllung dieser Wünsche Genuss, kein Leiden. Wie kann da Befriedigung Dukkha sein?

    Und genau hier entscheidet sich im Prinzip alles. Können wir erkennen das wir im Leben im Prinzip nichts anderes machen als ununterbrochen zu versuchen unseren Wünschen/Sehnsüchten/Bedürfnissen/Trieben gerecht zu werden? Und Triebe sind nicht einfach nur die stärksten Bedürfnisse, wie Sexualität, etc, sondern tatsächlich alles, und sei es noch so subtil, wonach uns je im Leben verlangt. Können wir erkennen das wir eigentlich nicht wirklich frei sind, wenn wir uns nach ein paar Wochen, ein paar Monaten, oder ein paar Jahren einen neuen Partner suchen möchten, weil der alte irgendwie an Reiz verloren hat? Können wir erkennen das es nicht wirklich Freiheit bedeutet, wenn wir uns das Essen, die Kleidung, die Möbel, den Kinofilm, den Radiosender, das Auto/das Fahrrad, den Partner, das Urlaubsziel, die Blumen, den Computer, usw. aussuchen können? Na klar, es ist toll über all diese Dinge verfügen zu können, und mit ein bisschen Geld und Charme liegt uns die Welt zu Füßen. Aber das ist alles Illusion, wenn man genau hinsieht.

    Können wir erkennen das man nicht frei ist, wenn man etwas tun muss um für den Moment zufrieden und glücklich zu sein?

    Hinter jeder einzelnen Wahl, die wir im Leben treffen können, steht ein Trieb, der uns die Richtung vorgibt. Ein Trieb der uns, mal sanft, mal weniger sanft, dazu veranlasst, ja wortwörtlich treibt, dieses oder jenes zu tun. Wir empfinden es dann als Freiheit uns das Objekt der Begierde, oder die entsprechenden Beschäftigung aussuchen zu können. Aber wenn wir einmal ganz genau hinschauen werden wir erkennen das nicht wir es sind, die unsere Wünsche gestalten, sondern das die Wünsche es sind, die uns und unser Leben bestimmen. Das ist ein kleiner, aber sehr weitreichender Unterschied.

    Wir tun die selben Dinge immer und immer wieder, Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr, Leben für Leben. Wir merken es nur nicht, weil sich die Form ununterbrochen verändert, weil wir uns permanent verändern. Doch die zugrundeliegenden Wirkmechanismen sind immer die gleichen. Na klar, wir sehen immer neue, andere Kinofilme, treffen immer neue, andere Leute, hören immer neue, andere Musik, usw.. Aber dahinter verbirgt sich jedes mal auf's Neue nicht mehr als ein entsprechendes Bedürfnis, das befriedigt werden möchte.

    Das ist Dukkha, das Hamsterrad...

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • accinca
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    • 2. März 2014 um 12:35
    • #37
    Geronimo:

    Dukkha umfasst aber noch weit mehr, als "nur" das offensichtliche Leiden.


    Leiden umfasst natürlich mehr, als das offensichtliche Leiden.

  • Jikjisa
    Gast
    • 2. März 2014 um 13:16
    • #38

    accinca:

    Zitat

    Leiden umfasst natürlich mehr, als das offensichtliche Leiden.

    man kann sich z.b. an den äußerst kreativen Versen des accinca erfreuen
    und merkt erst nach und nach, daß man elend beim aufnehmen dieser gekonnten
    spitzbübigkeit wird.
    wobei spitzbübigkeit noch ein netter ausdruck ist.
    so von mahayana seite her, benennt mans durchaus lieber durch die blume.
    immerhin besitzen wir ja alle buddha-natur und so übt man sich in geduld auch hinsichtlich
    dekonstruktivität.

    mittlerweile düften den spezi-pfad des accinca-kriegers für das "echte dhamma" so einige verwundete säumen.
    dasselbe gilt für jean de arc des ordens : kusala. :)

  • nibbuti
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    • 2. März 2014 um 15:06
    • #39
    accinca:

    das man die völlige Bedeutung
    des Leidens sowieso erst am Ende des Weges erfassen kann.


    Mag sein, aber die Idealisierung halte ich für unnötig.

    ***

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
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  • Geronimo
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    • 2. März 2014 um 15:14
    • #40
    accinca:
    Geronimo:

    Dukkha umfasst aber noch weit mehr, als "nur" das offensichtliche Leiden.


    Leiden umfasst natürlich mehr, als das offensichtliche Leiden.

    Ja, aber was genau ist jetzt Sinn und Zweck dieses Kommentars? Möchtest du etwas hinzufügen das andere auf ihrem Weg unterstützen kann? Das wäre toll. Denn das du in der Lehre des Buddha bewandert bist steht außer Frage. Nur wäre es auch schön wenn du uns noch etwas mehr daran teilhaben lassen würdest.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • MonikaMarie1
    Gast
    • 2. März 2014 um 15:57
    • #41

    Aus Deinen Kommentaren, Accinca, lese ich Dukkha heraus, denn sie sind nicht frei von Manipulation und Häme. Das ist Leiden.
    _()_ Monika

  • Matthias65
    Gast
    • 2. März 2014 um 16:10
    • #42
    MonikaMarie1:

    Aus Deinen Kommentaren, Accinca, lese ich Dukkha heraus, denn sie sind nicht frei von Manipulation und Häme. Das ist Leiden.
    _()_ Monika

    Da wir vermutlich alle unerleuchtete Wesen sind, lese ich aus vielen Kommentaren "Dukha" heraus, liebe Monika,
    inklusive aus den Kommentaren, die ich selbst verfasst habe :D

    Geronimo:

    Dukkha umfasst aber noch weit mehr, als "nur" das offensichtliche Leiden

    Geronimo, Du hast es doch selbst schon geschrieben:

    Geronimo:

    Es beschreibt auch die Tatsache das es nichts auf der Welt gibt, das uns dauerhaft Befriedigung verschaffen kann.

    Daraus entsteht der Wunsch nach Entsagung vom Daseinskreislauf. Im Vajrayana spricht man vom "bedingten Leiden", wenn man dem nicht entsagen kann.

  • Kusala
    Gast
    • 2. März 2014 um 16:13
    • #43
    Geronimo:
    accinca:


    Leiden umfasst natürlich mehr, als das offensichtliche Leiden.

    MonikaMarie1:

    Aus Deinen Kommentaren, Accinca, lese ich Dukkha heraus, denn sie sind nicht frei von Manipulation und Häme. Das ist Leiden.

    Accinca hat doch nur die Aussage von Geronimo bestätigt.
    Was da schon wieder alles raus gelesen wird? 8)

    ()

  • Verrückter
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    • 2. März 2014 um 16:29
    • #44
    nibbuti:

    (Empfängnis ist dukkha weil es einfach weh tut.)

    Ist körperlicher Schmerz fester Bestandteil des dukkha oder ist dukkha die Reaktion eines Lebewesens auf körperlichen Schmerz?

    Fühlt ein Buddha keinen körperlichen Schmerz?

  • nibbuti
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    • 2. März 2014 um 16:43
    • #45
    Verrückter:


    Ist körperlicher Schmerz fester Bestandteil des dukkha oder ist dukkha die Reaktion eines Lebewesens auf körperlichen Schmerz?


    Schmerz wird oft als Dukkha (schwer zu ertragen) zusammengefasst.

    Aber die Reaktion darauf (das 'mein'-Machen) & daraus resultierender mentaler 'Schmerz' ist das Dukkha, von dem Buddha sprach und aufzeigte, wie man es überwindet.

    Verrückter:

    Fühlt ein Buddha keinen körperlichen Schmerz?


    Der Buddha hatte bekanntlich Rückenschmerzen, und konnte (im Alter) nur in ungewöhnlichen Zuständen ganz frei davon sein.

    Aber eine einfache Schmerzempfindung ist für gewöhnlich nicht halb so schlimm wie eine Geschichte, die man zusammenbraut ("mein Zahn tut weh") & die entstandene Empfindung somit verstärkt.

    Grüße

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  • fotost
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    • 2. März 2014 um 16:45
    • #46
    Verrückter:

    ...
    Fühlt ein Buddha keinen körperlichen Schmerz?

    Doch, natürlich. Ein Buddha ist erleuchtet, nicht krank. http://de.wikipedia.org/wiki/Analgesie…_Krankheitswert

    Die Unfähigkeit, Schmerzen zu fühlen ist eine ernste Erkrankung, viele Menschen die daran leiden werden nicht sehr alt.

    Es geht nicht darum, ob die Nerven Impulse aussenden und das Gehirn diese Impulse als Schmerz auswertet, wenn Dir jemand auf den Fuß tritt, sondern darum wie ein Buddha damit umgeht.

  • Verrückter
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    • 2. März 2014 um 16:51
    • #47

    Dann geht es bei der Lehre Buddhas nicht um das Nicht-Leiden im eigentlichen Sinne, sondern viel mehr um die Verarbeitung negativ (und positiv) empfundener Erlebnisse, wenn ich das richtig verstehe.

  • MonikaMarie1
    Gast
    • 2. März 2014 um 19:15
    • #48
    Matthias65:
    MonikaMarie1:

    Aus Deinen Kommentaren, Accinca, lese ich Dukkha heraus, denn sie sind nicht frei von Manipulation und Häme. Das ist Leiden.
    _()_ Monika

    Da wir vermutlich alle unerleuchtete Wesen sind, lese ich aus vielen Kommentaren "Dukha" heraus, liebe Monika,
    inklusive aus den Kommentaren, die ich selbst verfasst habe :D

    Ja, da hast Du Recht. Doch ist hierbei die Frage, ob es Dir und mir bewusst ist. Es geht hier ja um die Frage: "Was war nochmal Dukkha?". Und dabei sehe ich auch da Dukkha, wo rein oberflächlich betrachtet noch keines zu sehen ist. Dukkha beginnt bereits bei jeglicher Form von Verteidigung und auch bei jeglicher (versteckter) Form auf der Suche nach Anerkennung.
    Da schließe ich mich nicht aus, aber da bin ich dran. :lol: Und dieser Prozess (der Rückkehr zu einem reinen Sein) ist sehr schmerzhaft, warum? Weil es Dukkha ist. Dukkha hat mich erst dahin gebracht, die verschiedenen "Tricks" anzuwenden, um mich von dem üblichen Leiden abzulenken, und nun will ich mich von den Tricks befreien, um das Leiden wirklich wahrzunehmen und nicht mehr davor wegzulaufen. Das ist wie die Amputation eines Beines, damit die Blutvergiftung nicht den ganzen Körper erfasst. Und dann kommen noch die Phantomschmerzen. Das dauert. :grinsen:
    _()_ Monika

  • MonikaMarie1
    Gast
    • 2. März 2014 um 19:23
    • #49
    Verrückter:

    Dann geht es bei der Lehre Buddhas nicht um das Nicht-Leiden im eigentlichen Sinne, sondern viel mehr um die Verarbeitung negativ (und positiv) empfundener Erlebnisse, wenn ich das richtig verstehe.

    Nein, Verrückter, erstmal geht es darum, dieses Leiden überhaupt zu erkennen. Und dann geht es darum, die Ursache dafür herauszufinden. Ist die Ursache erkannt, sehe ich vielleicht auch den Weg aus diesem Leiden: Gier, Hass, Verblendung. Darauf läuft es letztendlich immer hinaus. Wir können jedoch nicht das, was wir zuvor alles falsch gemacht haben, einfach eliminieren. Wir tragen dieses Karma ab. Zum Beispiel, wenn jemand erkennt, dass er zuviel getrunken hat und Alkoholiker wurde. Die Sucht bleibt bestehen, auch wenn er jetzt trocken ist. Und die Schäden am Körper bleiben möglicherweise auch, obwohl er jetzt ganz gesund lebt und Sport treibt. Alles hat trotzdem seinen Preis.
    Aber wenn dieser Mensch sich dessen ganz bewusst ist, dann trägt bzw. erträgt er dies. Und so ist es kein Leiden mehr für ihn, wenn er dies aus buddhistischer Sicht betrachtet, sondern eine unumgängliche "Altlast".

    _()_ Monika

  • Geronimo
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    • 2. März 2014 um 19:47
    • #50
    Kusala:


    Accinca hat doch nur die Aussage von Geronimo bestätigt.
    Was da schon wieder alles raus gelesen wird? 8)

    ()

    Siehe Jikjisas, Monikamaries und meine Reaktion. Der Ton macht die Musik.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
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Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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