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Absichtliches Verletzen

  • Doris
  • 8. Februar 2014 um 10:53
  • Zum letzten Beitrag
  • Jikjisa
    Gast
    • 10. Februar 2014 um 00:20
    • #76

    koste es halt aus, bis du satt bist. die sättigung kommt auf jeden fall- und der durst.

  • bel
    Gast
    • 10. Februar 2014 um 00:25
    • #77
    Jikjisa:

    koste es halt aus, bis du satt bist. die sättigung kommt auf jeden fall- und der durst.


    Ne, Sattheit - das ist das genau das Unvermögen, Veränderlichkeit aushalten zu können - und das erfüllt perfekt die Definition von dukkha. Und damit kommt der Dust, es möge alles bleiben wie es ist, oder gewünscht wird, anders.

  • Jikjisa
    Gast
    • 10. Februar 2014 um 00:34
    • #78

    bel:

    Zitat

    Veränderlichkeit aushalten zu können -

    kannst du nicht unter disen illusionären bedingungen. frag sie, die mit denen du unterwegs bist. frag sie nach ihren wünschen.
    du bist nicht gewohnt zu fragen.

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (10. Februar 2014 um 00:37)

  • bel
    Gast
    • 10. Februar 2014 um 00:37
    • #79
    Jikjisa:

    bel:

    Zitat

    Veränderlichkeit aushalten zu können -


    kannst du nicht unter disen illusionären bedingungen. frag sie, die mit denen du unterwegs bist. frag sie nach ihren wünschen.


    Ich find am Wünschen nix schlimm, soweit es sich auf Mögliches bezieht - da sich allerdings nicht jede Möglichkeit realisiert, muß man eben das aushalten können. Wieso sollte man das nicht können?

  • Jikjisa
    Gast
    • 10. Februar 2014 um 00:40
    • #80

    frag sie, die mit denen du unterwegs bist. frag sie nach ihren wünschen.
    du bist nicht gewohnt zu fragen.

    gute nacht !

  • bel
    Gast
    • 10. Februar 2014 um 00:43
    • #81
    Jikjisa:

    frag sie, die mit denen du unterwegs bist. frag sie nach ihren wünschen.
    du bist nicht gewohnt zu fragen.


    Stimmt, ich mach das anders - ich guck hin.

  • Jikjisa
    Gast
    • 10. Februar 2014 um 07:06
    • #82

    bel:

    Zitat

    Aufgrund dessen, daß wir sowohl selbst bedingt, als auch selbst Bedingung sind, ist es überhaupt möglich Entscheidungen zu treffen. Aber weder können wir dabei sehen, durch welches Bedingungsgefüge es zu diesem Punkt kam, noch können wir feststellen, wozu die Entscheidung, abgesehen vom Naheliegendsten, in aller Konsequenz führt.

    stimmt, aber trotzdem:


    »Eigner der Taten sind die Wesen, Erben der Taten,
    die Taten sind der Schoß, der sie gebiert, sind ihre Freunde, ihre Zuflucht.
    Was immer für Taten sie tun, gute oder böse, deren Erben werden sie sein." (M. 135).


    Zitat

    Stimmt, ich mach das anders - ich guck hin.

    nur zu.


    ps: irgendwie trennst du immer noch zw. "dhamma" und "alltag" ( "Was die Bewegung im Dharma betrifft..." ) * kopfschüttel * :)


    ( immer dat letzte wort ... ) cü

  • bel
    Gast
    • 10. Februar 2014 um 07:22
    • #83
    Jikjisa:

    »Eigner der Taten sind die Wesen, Erben der Taten" (M. 135).


    So ungefähr wie: die Suppe, die Du dir einbrockst, mußt Du auch auslöffeln - ja, ja wat für ne Neuigkeit.
    Nur ist es außerhalb von Kalendersprüchen doch so, daß an deinen Brocken immer noch andere mitzukauen gezwungen sind, wie du eben auch die Suppe anderer auslöffelst.

  • bel
    Gast
    • 10. Februar 2014 um 07:27
    • #84
    Jikjisa:

    ps: irgendwie trennst du immer noch zw. "dhamma" und "alltag" ( "Was die Bewegung im Dharma betrifft..." ) * kopfschüttel.


    Nö, nix davon hab ich geschrieben, schon überhaupt nicht "immer noch".
    Mit "Was die Bewegung im Dharma betrifft..." meint die "allgemeine Bewegungsgesetze des Geistes", mit "weltlich" mein ich die gerade vorherrschenden gesellschaftlichen Konventionen.

  • Jikjisa
    Gast
    • 10. Februar 2014 um 07:41
    • #85

    bel:

    Zitat

    Nur ist es außerhalb von Kalendersprüchen doch so, daß an deinen Brocken immer noch andere mitzukauen gezwungen sind, wie du eben auch die Suppe anderer auslöffelst.

    stimmt schon. aber was sagt uns das hinsichtlich der " allgemeinen Bewegungen des Geistes " ?
    verantwortung - jein ?

    hmmmm.... für schuld gilt ja auch ein glasklares jein (?)
    --- muss ma wohl aufpasse wohin so der geist sich neigt bei dieser frage ( scheint aber auch von myzell-bedingungen abhängig zu sein... )

    Zitat

    »Den Willen (cetanā), ihr Mönche, bezeichne ich als die Tat (cetanāham bhikkhave kammam vadāmi), denn mit dem Willen wirkt man die Tat in Werken, Worten und Gedanken . . .

    nuja...

    gestern nacht konnte ich beobachten, daß die gegenseitigen beeinflussungen so ungeheuer fein sind, so subtil, daß es kein fortkommen aus dem anatta-geflecht geben kann, außer das verlöschen. man stirbt und gebiert sonst automatisch in samsara mit. in echt jetzt.

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (10. Februar 2014 um 07:50)

  • bel
    Gast
    • 10. Februar 2014 um 07:46
    • #86
    Jikjisa:

    bel:

    Zitat

    Nur ist es außerhalb von Kalendersprüchen doch so, daß an deinen Brocken immer noch andere mitzukauen gezwungen sind, wie du eben auch die Suppe anderer auslöffelst.


    stimmt schon. aber was sagt uns das hinsichtlich der " allgemeinen Bewegungen des Geistes " ?
    verantwortung - jein ?


    Daß "Verantwortung" oft ne falsche Kategorie ist, schlicht nicht anwendbar - weil der Täter einfach nicht auszumachen ist - nicht etwa im "höchsten (verschwurbbelten) Sinn", sondern rein praktisch. Es gibt nur die Tat (aus vielfacher Bedingung) und deren vielfältige Folgen.

  • Jikjisa
    Gast
    • 10. Februar 2014 um 07:52
    • #87

    bel:

    Zitat

    "höchsten (verschwurbbelten) Sinn"

    ( im unaussprechlich-verschwurbelten sinn ? ) :lol:

    Zitat

    Daß "Verantwortung" oft ne falsche Kategorie ist, schlicht nicht anwendbar - weil der Täter einfach nicht auszumachen ist - nicht etwa im "höchsten (verschwurbbelten) Sinn", sondern rein praktisch. Es gibt nur die Tat (aus vielfacher Bedingung) und deren vielfältige Folgen.

    dünkt mir seltsam. denn "rein praktisch" ist ein täter auszumachen , eben nur nicht im höchsten verschwurbelten sinn. wenn ich dir jetzt eine reinaue, sagst du dir und mir doch nicht: he anatta, machs noch mal. umgekehrt, streicht dir eine susi übers haar, sagst du doch nicht: he anatta, hör auf. ne, ne. ;)

    also : verantwortung ? ja.
    sonst zäumt "man" den ( zen-) esel von hinten auf. und die esel sind eh immer schon so bockig :D

  • bel
    Gast
    • 10. Februar 2014 um 08:51
    • #88
    Jikjisa:

    also : verantwortung ? ja.
    sonst zäumt "man" den ( zen-) esel von hinten auf. und die esel sind eh immer schon so bockig :D


    Nein, nur für das was man wissen kann - aber wie heißt es doch so schön "im Zen": "Ich weiß nicht"

  • MonikaMarie1
    Gast
    • 10. Februar 2014 um 08:57
    • #89

    Euer zu nichts führendes Geschwafel kann eigentlich nur abschrecken. :grinsen:
    Ist mein Satz jetzt "absichtliches Verletzen"? Und hat das für mich karmische Folgen?
    _()_

  • bel
    Gast
    • 10. Februar 2014 um 09:02
    • #90
    MonikaMarie1:

    Euer zu nichts führendes Geschwafel kann eigentlich nur abschrecken. :grinsen:
    Ist mein Satz jetzt "absichtliches Verletzen"? Und hat das für mich karmische Folgen?


    Klar.

  • Simo
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    17. April 2011
    • 10. Februar 2014 um 11:19
    • #91

    "Verantwortung ist ein Begriff der Möglichkeit. Notwendigkeit ist unabweisbar, Unmöglichkeit nicht erfüllbar."

    Deswegen ist Handlung (kamma) immer mit Verantwortung verbunden. Der Buddha sagte, Absicht (cetana) sei die eigentliche Handlung, denn Absicht ist die Ausrichtung der Aufmerksamkeit auf das Mögliche und daher der Beginn der Verantwortung. Handlung ist immer zielgerichtet und Zielgerichtetheit beginnt mit der Absicht. Beim Unerleuchteten ist dieses Ziel immer grundlegend "für mich" (nicht im egoistischen Sinne, sondern auf einer viel grundlegenderen Ebene) und daher heilsam, umheilsam oder neutral.

    Liebe Grüße.

    Kein "Ich" - keine Probleme.

  • itssead
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    • 11. Februar 2014 um 12:58
    • #92
    Matthias65:

    Weisheit und Sittlichkeit sind für mich genauso wichtig wie Achtsamkeit.
    Aber, ich glaube, diese Diskussion hatten wir auch schon mal :lol:

    Achtsamkeit ist die Rute die mit der Vertiefung der Praxis immer sensibler und direkter ausschlaegt - noch bevor du in die Gefahr laeufst
    dich unweise oder unsittlich zu verhalten :D Der Aktive Spurhalte-Assistent der 8 fachen Pfades :]

    Um so achtsamer man wird deso weniger verletzt man absichtlich und unabsichtlich die Umwelt oder das Umfeld.

    Absichtliches Verletzen (und da kommt halt wieder klar auf die Definition an) wuerde ich erstmal schon als EGO problem sehen.
    Also oft ein ganz einfaches "wie du mir so ich dir"-denken oder "falscher stolz", "fehlender Respekt und oberfaechliche Bewertungen",
    "Neid oder nicht goennen wollen" bishin zur kompletten "Missinterpretation der Lage oder Situation".

    Auch wenn ich mich persoenlich bestimmmt nicht vollstaendig vom absichtlichen Verletzen (meiner og Definition nach) losgeloest habe -
    meine ich durch staendige Achtsamkeit - MEISTENS(!) - die seltenen kurzen Momente in denen solche Gedanken aufsteigen - direkt und schnell
    zu erkennen - "als solche zu entlarfen" - diese weder weiter zu verfolgen noch zu bewerten :) (ja ja ist gut Affehirn :]

    ps. Abweichen von rechter-Rede ist z.B. ein guter Frueher-Indikator
    pps. Das beste Mittel 'gegen das EGO' ist wohl Anderen SELBSTLOS zu helfen. Die eigenen Beduerfnisse nicht mehr staerker als die des oder der Anderen zu bewerten!

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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