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  1. Buddhaland Forum
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  3. Allgemeines zum Buddhismus

Das macht mich so sauer...!

  • Couchkissenbikkhu
  • 8. Januar 2014 um 12:13
  • Zum letzten Beitrag
1. offizieller Beitrag
  • Couchkissenbikkhu
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    • 8. Januar 2014 um 12:13
    • #1

    Frage: Darf ich als Buddhist auch mal wütend werden?

    Ich meine jetzt nicht wütend werden über Lapalien, einfach seine Umgebung verstören und tyrannisieren.

    Ich meine die Art von Wut, die einen zB dazu bringt, etwas gegen Mißstände zu Unternehmen, die Wut die mich packt wenn 3 auf 1 eindreschen.
    Die Art, die es mir unmöglich macht, es mir in meiner Selbstzufriedenheit gemütlich zu machen und mich nach einer ECHTEN dauerhaften Lösung suchen lässt. Die Art von Wut die Bruce Wayne zu Batman machte. Die Art von Wut die, wenn mehr Leute sie gepackt hätte, Hitler den Holocaust wenigstens erschwert hätte.
    Wut, die dem Mitgefühl entspringt.

    Oder drehe ich damit auch nur an dem Rad von Samsara und ich werde Teil des Problems, egal wie edel die Motive sind...?

    wenn du es nicht verstanden hast
    habe ich es nicht richtig erklärt
    Verzeihung _()_

  • Geronimo
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    • 8. Januar 2014 um 13:33
    • #2

    Ist letztlich auch nur das Ego das sich da meldet. Musst du beurteilen ob dich ein solches Engagement je zur Ruhe kommen lassen wird. Ob es dir
    je wirklich Frieden spenden kann, so das du dich eines Tages hinsetzen und zu dir selbst sagen kannst: "Es ist alles geschafft, jetzt kann ich mich
    endlich der Geistesruhe widmen.".

    Äußerer Frieden ist wandelbar, denn er kann letztlich auch nur auf wandelbaren Objekten und Subjekten beruhen. Egal welches weltliche Problem du auch löst,
    es hält immer nur so und so lang. Dann taucht ein neues auf. Das geht endlos so weiter. Schau' dir doch die Geschichte an. So viele gelöste Probleme.
    Und dann geht alles wieder von vorne los. Natürlich immer ein bisschen anders, aber im Grunde ist es doch immer das gleiche.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

    3 Mal editiert, zuletzt von Geronimo (8. Januar 2014 um 13:40)

  • accinca
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    • 8. Januar 2014 um 13:33
    • #3
    Couchkissenbikkhu:

    Frage: Darf ich als Buddhist auch mal wütend werden?


    Aber Revolutionär, Freiheitskämpfer oder Kreuzritter kannst du damit werden. Vielleicht
    sogar Soldat, Politiker oder Rechtsanwalt. Wut und die Lehre des Buddha paßt weniger -
    im Gegenteil eigentlich. Aber Mitleid kannst du einwickeln.

  • Doris
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    • 8. Januar 2014 um 13:51
    • #4

    Natürlich darfst Du diese Wut haben!
    Wut ist ja nicht an und für sich was Schlechtes. Sie ist auch wichtiger Indikator für Missstände und kann viel Energie freisetzen.
    Ich merke nur, dass es für mich wichtig ist, nicht die Wut als meinen Meister zu betrachten. Die Meisterin bin und muss ich sein. Dann kann ich weitsichtiger und umsichtiger die Missstände, die Anlass für diese Wut sind, verändern. Wut alleine verengt mein Blickfeld, das kann verheerende Folgen haben. Coolness und Mitgefühl erlebe ich auf Dauer hilfreicher. Wenn also Wut hochkommt, versuche ich erst mal Abstand zu bekommen.

    Liebe Grüße
    Doris

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • accinca
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    • 8. Januar 2014 um 14:11
    • #5
    Doris Rasevic-Benz:

    Natürlich darfst Du diese Wut haben!


    Ich kann dich zwar verstehen, aber vom Buddha habe ich jetzt solche Lehrsätze
    noch nicht gelesen. 8)

  • Geronimo
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    • 8. Januar 2014 um 14:13
    • #6
    accinca:
    Doris Rasevic-Benz:

    Natürlich darfst Du diese Wut haben!


    Ich kann dich zwar verstehen, aber vom Buddha habe ich jetzt solche Lehrsätze
    noch nicht gelesen. 8)

    Dürfen tut man prinzipiell alles. Aber ob es sinnvoll ist, ist eine andere Frage.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
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  • Doris
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    • 8. Januar 2014 um 14:16
    • #7

    Ich bin ja auch nicht der Buddha, sondern Doris. Und ich schreibe immer nur aus dem, was ich durch eigene Anschauung belegen kann.
    Toll, wenn jemand nicht mehr wütend wird. Aber da ich niemanden kenne und selbst nicht frei davon bin, kann ich halt nur schreiben, wie es ist mit Wut zu leben und wie ich damit am besten für alle Beteiligten fahre.

    Liebe Grüße
    Doris

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • gbg
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    • 8. Januar 2014 um 14:28
    • #8

    Wer wütend ist tut dieses vielleicht auch aus Furcht etwas durch einen anderen oder etwas das einen bedroht zu verlieren. Das Gegenteil wäre die Hoffnung etwas das man schon hat festhalten zu können.
    Furcht und Hoffnug verweisen darauf, dass man die Vergänglichkeit aller Erscheinung noch nicht erkannt hat oder nicht bereit ist zu akzeptieren. Außerdem sät man einen (kann man ganz säkular verstehen. s. Beitrag Ellviral im anderen thread) Samen in sich, aus denen in einem ein Baum wächst, der eine Frucht trägt, eien sauren Apfel in die man dann zu Beisen hat bis er nicht mehr kultiviert - faul geworden- abgefallen sind.

    Grüße gbg

    Wenn ein Dritter bedroht ist, ist Wut aber mE nicht verkehrt.

  • Couchkissenbikkhu
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    • 8. Januar 2014 um 14:33
    • #9
    Zitat

    Und dann geht alles wieder von vorne los. Natürlich immer ein bisschen anders, aber im Grunde ist es doch immer das gleiche.

    ja, das denk ich mir dann auch immer. Allerdings, wer zuschaut macht sich ebenso schuldig wie die Täter selbst...

    wenn du es nicht verstanden hast
    habe ich es nicht richtig erklärt
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  • fotost
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    • 8. Januar 2014 um 14:38
    • #10
    Couchkissenbikkhu:

    Frage: Darf ich als Buddhist auch mal wütend werden?

    Kannst Du es auf deiner Stufe der Entwicklung (kann ich es auf meiner Stufe der Entwicklung) verhindern?

    Vielleicht ist es im Zusammenhang Buddhist-sein viel wichtiger zu sehen, was diese Wut mit Dir macht und wie Du mit Situationen, die Wut in Dir auslösen umgehst...

  • Sumedhâ
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    • 8. Januar 2014 um 14:39
    • #11

    Von einem hier im Forum nicht so beliebter Meister :D gibt’s ein Buch mit dem Titel „Umarme deine Wut“.

    Wenn sie mich mal wieder packt kommt mir als erstes die Frage:

    Woher kommt diese Wut? Darauf einen Antwort zu finden gleich manchmal der Arbeit eines Archäologen, aber es lohnt, denn während dessen wird das was ich als Wut empfinde schon relativiert, das bedeutet nicht das die Wut weg ist, aber ich schaffe einen Raum zwischen ihr und mir und habe so die Gelegenheit sie mit Abstand zu betrachten.
    Ich bin erprobt in dieser Übung und liebe diesen Präzedenzfall:

    Zitat

    Eines Tages wurde Su Dong Po inspiriert und schrieb folgendes Gedicht:

    Ich neige mein Haupt vor dem Himmel der Himmel,
    haarfeine Strahlen erleuchten das Universum
    die acht Winde können mich nicht bewegen,
    wenn ich still auf dem purpurgoldenen Lotos sitze.

    Su Dong Po wollte mit seinem Gedicht ausdrücken, dass er eine höhere Bewusstseinsebene erreicht hatte, wo ihn diese Kräfte nicht mehr berühren konnten.

    Von sich selbst beeindruckt schickte er einen Diener aus, um das Gedicht zu Fo Yin zu tragen. Er war sicher, dass sein Freund genauso beeindruckt sein würde, wie er selbst. Als Fo Yin das Gedicht las, schrieb dieser auf das Manuskript »Furz« und schickte es an Dong Po zurück. Dieser war entsetzt, als er las, was der Meister geschrieben hatte. Er fuhr aus der Haut: »Wie kann er mich derartig beleidigen? Dieser lausige alte Mönch! Er muss mir eine Erklärung geben! « Voller Empörung befahl er ein Fährboot heran, um sich so schnell wie möglich ans andere Ufer bringen zu lassen. Kaum angekommen sprang er herab und stürmte zum Tempel. Er wollte Fo Yin finden und eine Entschuldigung von ihm haben. Foyin‘s Tür war jedoch verschlossen. An der Tür befand sich ein Stück Papier mit den folgenden zwei Zeilen:
     
    »Acht Winde unbewegt, ein Furz überquert den großen Fluss im Osten.
    Die acht Winde können mich nicht bewegen. Ein Furz blies mich quer über den Fluss. «

    Alles anzeigen

    Am Schluss ist sie weg und ich kann nach einer Lösung suchen für das was angeblich der Grund der Wut war, dabei war er nur ein Auslöser.

    _()_
    .

  • Sumedhâ
    Gast
    • 8. Januar 2014 um 14:43
    • #12
    Couchkissenbikkhu:
    Zitat

    Und dann geht alles wieder von vorne los. Natürlich immer ein bisschen anders, aber im Grunde ist es doch immer das gleiche.

    ja, das denk ich mir dann auch immer. Allerdings, wer zuschaut macht sich ebenso schuldig wie die Täter selbst...


    es ist aber sicher nicht die wut die das problem löst
    so meine erfahrung :D
    .

  • gbg
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    • 8. Januar 2014 um 14:43
    • #13
    Couchkissenbikkhu:
    Zitat

    Und dann geht alles wieder von vorne los. Natürlich immer ein bisschen anders, aber im Grunde ist es doch immer das gleiche.

    ja, das denk ich mir dann auch immer. Allerdings, wer zuschaut macht sich ebenso schuldig wie die Täter selbst...


    Was würdest Du machen wenn im Büro eine schlechte Atmosphäre herrschen würde, und Du wärst in den Streit zwischen zwei Kollegen innvolviert, also mittendrinn statt nur dabei.
    Würde ein Buddhist, der sich auf Buddha beruft den Raum verlassen um an der Vergiftung der Atmosphäre nicht teilzuhaben oder würde er Partei ergreifen für das Opfer oder kommt es auf die Situation an oder oder oder... :?:

    Wie würdet ihr euch in dieser Situation verhalten?

    Einmal editiert, zuletzt von gbg (8. Januar 2014 um 14:44)

  • void
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 8. Januar 2014 um 14:44
    • Offizieller Beitrag
    • #14

    Der Buddha war gegenüber der Wut nicht tolerant, wie es im "Gleichnis von der Säge" drastisch rüberkommt.

      "Wenn auch, ihr Mönche, Räuber und Mörder mit einer Baumsäge Gelenke und Glieder abtrennten, so würde wer da in Wut geriete nicht meine Weisung erfüllen. Da habt ihr euch nun, meine Mönche, wohl zu üben: 'Nicht soll unser Gemüt verstört werden, kein böser Laut unserem Munde entfahren, freundlich und mitleidig wollen wir bleiben, liebevollen Gemütes, ohne heimliche Tücke; und jene Person werden wir mit liebevollem Gemüte durchstrahlen: von ihr ausgehend werden wir dann die ganze Welt mit liebevollem Gemüte, mit weitem, tiefem, unbeschränktem, von Grimm und Groll geklärtem, durchstrahlen': also habt ihr euch, meine Mönche, wohl zu üben.
      Kakacūpama Sutta

    Natürlich wäre der Buddha, wenn Räube und Mörder Menschen verstümmlen, bestimmt nicht untätig danebengestanden.

    Immer wenn es Misstände in seinem Orden gab, hat er diese Misstände angprangert und die Verantwortlichen zu Rechenschaft gezogen. Zum Beispiel, als als sein Cousin Devadatta eine Ordenspaltung anzettelt und versucht hatte, Buddha zu ermorden.

    Das hat Leute, die meinten, ein Tathagata müsste immer sanfte, den anderen nicht verletzende ,Worte wählen, sehr gewundert. Einmal wurde der Prinz Abhaya zu Buddha geschickt, um ihn des Widerspruchs zu überführen:

      Bei dieser Gelegenheit lag ein junges, zartes Kleinkind unbeholfen auf dem Schoß des Prinzen Abhaya. Da sagte der Erhabene zum Prinzen Abhaya: "Was meinst du, Prinz? Wenn dieses Kind ein Stöckchen oder einen Kieselstein in den Mund stecken würde, während du oder dein Kindermädchen nicht darauf aufpaßt, was würdest du dann mit ihm anfangen?"

      "Ehrwürdiger Herr, ich würde es herausnehmen. Wenn ich es nicht sofort herausnehmen könnte, würde ich seinen Kopf in die linke Hand nehmen, und indem ich einen Finger der rechten Hand krümme, würde ich es herausnehmen, auch wenn dabei Blut flösse. Warum ist das so? Weil ich Mitgefühl für das Kind habe."

      "Ebenso, Prinz, Worte, die der Tathāgata als unwahr, falsch und nicht nützlich erkennt, und die auch anderen unwillkommen und unangenehm sind: solche Worte äußert der Tathāgata nicht. Worte, die der Tathāgata als wahr und richtig, aber nicht nützlich erkennt, und die auch anderen unwillkommen und unangenehm sind: solche Worte äußert der Tathāgata nicht. Worte, die der Tathāgata als wahr, richtig und nützlich erkennt, aber die anderen unwillkommen und unangenehm sind: für den Gebrauch solcher Worte kennt der Tathāgata den richtigen Zeitpunkt. Majjhima Nikāya 58

    D.h auch Buddha trat Misständen und Schurke in Worten und taten entschieden und mit der notwenigen Schärfe entgegen. Das aber nicht aus einer Motivation der Wut heraus, also weil er Devadatta schaden wollte, sondern rein aus Mitgefühl heraus. Von Außen muss das nicht erkennenbar sein. So wie ja auch Anblick von jemanden der ein blutendes Kleinkind von einem Stöckchen befreit wahrscheinlich nicht sehr erhebend ist. Und wenn das Kind schreit, vielleicht sogar nach Gewalt und Misshandlung aussieht.

    Im tibetischen Buddhismus gibt es Leute, die für so ein scharfes, mitfühlend Verhalten das Wort "Zorn" wählen, um es von "Wut" abzugrenzen. Weil im normalen Sprachgebaruach Wut und Zorn synonym gebraucht werden, hat sich das aber nicht sehr durchgesetzt.
    Mann kann dieses Konzept auch gut dazu missbrauchen, alle seine Wutanfälle zu Zornanfällen zu erklären.

    Das Gegenteil von Wut ist ja Geduld. Geduld ist aber nicht, wie man oft meint etwas rein passives. ich glaube, um Misständen wirklich entgegnzutreten, braucht es eher Geduld. Also wie ein Fels aufrecht in der Brandung zu stehen und ihr zu trotzden. So wie ja auch gandhi, indem er gleichzeitig geduldig und berharrlich war viel mehr gewirkt hat, als hasserfüllte Hitzköpfe.

  • gbg
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    • 8. Januar 2014 um 14:45
    • #15
    Sumedhâ:
    Couchkissenbikkhu:

    ja, das denk ich mir dann auch immer. Allerdings, wer zuschaut macht sich ebenso schuldig wie die Täter selbst...


    es ist aber sicher nicht die wut die das problem löst
    so meine erfahrung :D
    .

    Aber wird man ohne Wut nicht mit der Zeit "lethargisch"???
    Muss ein Buddhist, muss ich da Angst haben?

    Zitat

    Der Begriff wird oft auch im übertragenen Sinne verwendet, um eine durch unangenehme oder tragische Ereignisse erzeugte Teilnahmslosigkeit und Unwilligkeit bzw. Unfähigkeit zu Veränderungen auszudrücken.

    Auch Situationen können von einer Lethargie beherrscht sein, wenn Untätigkeit und extreme Zurückhaltung vorherrschen. Sozial induzierte Lethargie in unterdrückerischen Verhältnissen versuchte u. a. der brasilianische Pädagoge Paulo Freire aufzubrechen.

    Medizinisch behandelt werden kann sie durch Psychostimulanzien wie zum Beispiel Pyrovaleron.

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Lethargie

  • Geronimo
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    • 8. Januar 2014 um 14:50
    • #16
    Couchkissenbikkhu:
    Zitat

    Und dann geht alles wieder von vorne los. Natürlich immer ein bisschen anders, aber im Grunde ist es doch immer das gleiche.

    ja, das denk ich mir dann auch immer. Allerdings, wer zuschaut macht sich ebenso schuldig wie die Täter selbst...

    Und wie möchtest du allen helfen? Wann hört das auf? Bedenke das du durch deine Praxis, auch wenn sie von Enthaltsamkeit geprägt ist, nicht nur für dich selbst sorgst.
    Es geht weit darüber hinaus. Wenn du beginnst deine Grenzen aufzulösen, dann wirst du erkennen das du am Rad des Lebens nicht viel ändern kannst. Du kannst ein bisschen
    Gutes schaffen, und dann hält das eine Weile, und dann vergeht es wieder. Das ist die weltliche, gewöhnliche Sicht auf die Dinge. Aber dann gibt es da noch eine andere Sicht,
    die auf Wissen beruht. Über die lohnt sich jedoch nicht zu sprechen, die muss man erfahren. Denn nur dann kann man verstehen warum Enthaltsamkeit nicht Nichts-Tun
    bedeutet.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
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  • Geronimo
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    • 8. Januar 2014 um 14:53
    • #17
    gbg:


    Aber wird man ohne Wut nicht mit der Zeit "lethargisch"???
    Muss ein Buddhist, muss ich da Angst haben?

    Hängt von deiner Praxis ab. Rechte(s) Streben/Üben/Anstrengung sollte dich davor bewahren.

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  • Sumedhâ
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    • 8. Januar 2014 um 14:55
    • #18
    gbg:

    Was würdest Du machen wenn im Büro eine schlechte Atmosphäre herrschen würde, und Du wärst in den Streit zwischen zwei Kollegen innvolviert, also mittendrinn statt nur dabei.


    wenn ich involviert bin, sollte ich ja wenigstens wissen warum...

    Zitat

    Würde ein Buddhist, der sich auf Buddha beruft den Raum verlassen um an der Vergiftung der Atmosphäre nicht teilzuhaben oder würde er Partei ergreifen für das Opfer oder kommt es auf die Situation an oder oder oder... :?:


    es wäre ein zeichen des "durchblicks" ob als buddhist oder nicht den raum zu verlassen.
    partei ergreifen wird dem vermeindlichen opfer auch nur vieleicht in dem konkreten fall helfen, wenn.... aber bei der nächst bessten gelegenheit tappt einer wieder in die selbe falle.

    da hab ich noch was was ich sehr, sehr liebe:

    Zitat

    Die Wurzel der Täuschung
    Eure Parteilichkeit für euch selbst ist die Wurzel all euerer Täuschungen. Es gibt keine Täuschungen, wenn ihr nicht diese Vorliebe für euch selbst hegt. Wenn die Menschen, die neben euch sitzen, zu streiten anfangen, mag es euch, da ihr selbst nicht beteiligt seid, leichtfallen zu entscheiden, wer von den Streitenden recht hat und wer unrecht. Ihr seid Außenstehende, könnt also kühlen Kopf bewahren. Was aber, wenn ihr selbst beteiligt seid? Dann ergreift ihr Partei für euch selbst und stellt euch dem anderen entgegen.Und indem ihr miteinander streitet, verwandelt ihr euren Buddha-Geist in einen Streitenden Geist. (das ist schon fast sowas wie ein mantra, ich muss es aber sicher noch öfter als 1.000.000........wiederholen :D
    Zum anderen, da der Buddha-Geist von wunderbarer erleuchtender Weisheit ist, müssen Dinge, die ihr in der Vergangenheit getan oder erfahren habt, sich notwendig darin spiegeln. Heftet ihr euch an diese Bilder, die zurückgespiegelt werden, so lasst ihr unwissentlich Täuschungen entstehen. Die Gedanken entstehen nicht schon an der Stelle, wo diese Bilder widergespiegelt werden; sie werden durch eure früheren Erfahrungen hervorgerufen und stellen sich dann ein, wenn Dinge, die ihr in er Vergangenheit gesehen oder gehört habt, sich im Buddha-Geist widerspiegeln. Ursprünglich jedoch haben Gedanken keine wirkliche Substanz. Wenn sie also gespiegelt werden, lasst sie einfach gespiegelt werden, und lasst sie entstehen, wenn sie entstehen. Wendet keinen Gedanken daran, sie anzuhalten. Hören sie auf, so lasst sie aufhören. Schenkt ihnen keine Beachtung. Lasst ihnen ihren Lauf. Dann stellen sich keine Täuschungen ein. Und da es keine Täuschungen gibt, wenn ihr die gespiegelten Gedanken nicht beachtet, mögen die Bilder ruhig im Geist gespiegelt werden, und es ist dennoch so, als geschähe dies nicht. Tausend Gedanken mögen sich einstellen, und es ist doch so, als geschähe es nicht. Sie werden euch keinerlei Verdruss bereiten. Ihr werdet keine Gedanken aus eurem Geist zu vertreiben haben - nicht ein einziger Gedanke muss abgeschnitten werden.

    Meister Bankei Eitaku

    _()_
    .

  • Sumedhâ
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    • 8. Januar 2014 um 15:01
    • #19
    gbg:

    Aber wird man ohne Wut nicht mit der Zeit "lethargisch"???


    nein.
    es geht um die identifikation mit der Wut, such mal nach sprichwörtern.....

    Zitat

    Muss ein Buddhist, muss ich da Angst haben?


    Angst ist eine Quelle von Wut.
    langsam glaube ich Buddhisten sind eine eigene spezies :D
    menno........
    _()_
    .

  • gbg
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    • 8. Januar 2014 um 15:02
    • #20
    Sumedhâ:
    gbg:

    Was würdest Du machen wenn im Büro eine schlechte Atmosphäre herrschen würde, und Du wärst in den Streit zwischen zwei Kollegen innvolviert, also mittendrinn statt nur dabei.


    wenn ich involviert bin, sollte ich ja wenigstens wissen warum...

    Weil Du es gewollt hast vielleicht? Der Buddha sagt ja auch, dass durch Agitation karmische Samen in einem gesät würden, die man nicht nur selbst lange mit sich herumtragen würde, sondern die sich auch unheilsam für andere auswirken können.
    Habe mal von heilsamen un unheilsamen Berufen gelesen.

    Schlage einen kurzen (im Rahmen bleibenden Exurs vor, auch um drohender?, auch wenn Geronimo und Du, Sumedha mich in dieser Hinsicht ja bereits beruhigt haben ... Lethargie vorzubeugen):
    Welche Berufe seht ihr persönlich als heilsam und welche als weniger heilsam an?

    Fals ihr aber meint, das sei OT. Dann lieber nicht.

    Einmal editiert, zuletzt von gbg (8. Januar 2014 um 15:05)

  • Geronimo
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    • 8. Januar 2014 um 15:05
    • #21
    gbg:
    Couchkissenbikkhu:

    ja, das denk ich mir dann auch immer. Allerdings, wer zuschaut macht sich ebenso schuldig wie die Täter selbst...


    Was würdest Du machen wenn im Büro eine schlechte Atmosphäre herrschen würde, und Du wärst in den Streit zwischen zwei Kollegen innvolviert, also mittendrinn statt nur dabei.
    Würde ein Buddhist, der sich auf Buddha beruft den Raum verlassen um an der Vergiftung der Atmosphäre nicht teilzuhaben oder würde er Partei ergreifen für das Opfer oder kommt es auf die Situation an oder oder oder... :?:

    Wie würdet ihr euch in dieser Situation verhalten?

    Den Buddhisten gibt es nicht, genauso wenig wie es Die Situation gibt. Wenn einer genau erkennt was Sache ist, und weiß das seine Worte für alle Beteiligten von Nutzen sein werden, dann
    wird er entsprechend handeln. Aus Unwissenheit und Unsicherheit jedoch können in so einer Situation wieder einige neue Probleme entstehen.

    Manchmal sollte man handeln, manchmal nicht :)

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
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  • accinca
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    • 8. Januar 2014 um 15:06
    • #22
    Doris Rasevic-Benz:

    Ich bin ja auch nicht der Buddha, sondern Doris. Und ich schreibe immer nur aus dem, was ich durch eigene Anschauung belegen kann.Doris


    Ja, schon und ich fand deine Antwort als "Doris" ja auch gar nicht schlecht, aber
    die Frage war doch: "Darf ich als Buddhist auch mal wütend werden?"
    und nicht: "Darf ich als "Doris" auch mal wütend werden?" :)

  • Sumedhâ
    Gast
    • 8. Januar 2014 um 15:07
    • #23
    gbg:
    Sumedhâ:


    wenn ich involviert bin, sollte ich ja wenigstens wissen warum...

    Weil Du es gewollt hast vielleicht? Der Buddha sagt ja auch, dass Durch Agitation karmische Samen in einem gesät würden, die man nicht nur selbst lange mit sich herumtragen würde, sondern die sich auch unheilsam für andere auswirken können.
    Habe mal von heilsamen un unheilsamen Berufen gelesen.

    Schlage einen kurzen (im Rahmen bleibenden Exurs vor, auch um drohender?, auch wenn Geronimo mich in dieser Hinsicht ja bereits beruhigt hatt ... Lethargie vorzubeugen):
    Welche Berufe seht ihr persönlich als heilsam und welche als weniger heilsam an?

    Fals ihr aber meint, das sei OT. Dann lieber nicht.

    folge doch dem was du weisst das buddha sagt und dann ist doch alles ok....
    ich geh alleine aufs kloo und warte auf keine anweisungen auch nicht von buddha :D

    knuddel * und liebe grüße

    _()_
    .

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    • 8. Januar 2014 um 15:09
    • #24
    Geronimo:


    Den... genauso wenig wie es Die Situation gibt... können in so einer Situation ;) wieder einige neue Probleme entstehen.

    Das musst Du mir jetzt aber genauer erklären. ;):)

    Nein lass mal, Geronimo, hab' Dich schon verstanden.

    Edit: Hab' gerade festgestellt, dass ich da mal wieder über meine eigenen Füße resp. Gedanken gestolpert bin. Sorry.

  • gbg
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    • 8. Januar 2014 um 15:18
    • #25
    Sumedhâ:


    knuddel * und liebe grüße

    Knuddel zurück.

    Aber moment mal. So gut kennen wir uns doch noch gar nicht. Aber wie heißt es so schön in der Werbung. "Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten". :D

    Liebe Grüße

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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