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  1. Buddhaland Forum
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Zum Beispiel Erleuchtung

  • xxx
  • 26. November 2013 um 19:58
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  • xxx
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    • 26. November 2013 um 19:58
    • #1

    Erleuchtung ist eines dieser Worte, die etwas nicht wirklich existierendes beschreiben. Als Imaginationskeim erzeugt dieses Wort beim Betrachter eine bestimmte (Wunsch-)Vorstellung. Erleuchtung, Gott, Hasenhorn, Alien oder Gespenster. Aus Unwissenheit werden aus diesen leeren Worten Vorstellungen und später fälschlich als realexistierende Wirklichkeit gehalten. ( s.a. bedingte Entstehung)

    Menschen unterhalten sich selten über wirkliche Dinge - wie etwa über ein Pferd, dass jeder sehen und beschreiben kann- sondern über ihre Vorstellungen und Hirngespinste. - selbst wenn sie sich über Pferde unterhalten würden dichten sie ihnen an wie das Pferd mag dieses oder jenes nicht. Daraus entstehen dann falsche Ansichten. Falsche Ansichten wie: Alles ist Leere oder es gibt kein Ich oder Dinge/Materie sind nicht real - nichteinmal Pferde.

    Ich rate euch allen zu versuchen sich immer darüber im klaren zu sein welche 'Geistesformationen' denn wirklich leer sind, d.h. keine Entsprechung in der Wirklichkeit haben und welche 'Geisteformationen' nicht wirklich leer sind, d.h. eine Korrelation zur Wirklichkeit behalten - z.B. das Pferd dort auf der Wiese ist braun.


    Bakram

  • mukti
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    • 26. November 2013 um 22:26
    • #2
    Bakram:

    Erleuchtung ist eines dieser Worte, die etwas nicht wirklich existierendes beschreiben.

    Im Buddhismus bedeutet Erleuchtung das Ende von Gier, Hass und Verblendung. Gründet deine Aussage, dass die nicht völlig zu Ende gehen können, auf Erkenntnis?

    Gruß, mukti

    Mit Metta, mukti.


  • MonikaMarie1
    Gast
    • 27. November 2013 um 08:58
    • #3

    Hi Bakram,
    1985 haben mich die Aussagen von Jiddu Krishnamurti in "Einbruch in die Freiheit" fasziniert, wenn ich auch das meiste davon nur erahnen konnte. Geholfen haben mir aber spontan die Erkenntnisse darüber, dass wir üblicherweise nur über Bilder kommunizieren. Deswegen wurde dieser Lehrer ja auch "Bilderstürmer" genannt. Immer mal wieder habe ich in dieses Buch geschaut. Aber vor 4 Wochen habe ich es mal wieder von vorne bis hinten durchgelesen und festgestellt, dass ich es jetzt, nachdem ich auch mit den Lehren des Buddha vertraut bin, sogar in seiner Ganzheit verstehe. Aber: immer noch in Bildern kommuniziere. ;)


    Erleuchtung, das ist für mich das Ende dieser Bilder, das nüchterne jetzt und hier wach und aufmerksam wirklich DA ZU SEIN, ohne Vergangenheit und ohne Zukunft. Natürlich ist das auch ein Bild.
    Solange ich immer wieder einschlafe und mich in Themen verstricke, deren "Bilder" mich positiv oder negativ fesseln, bin ich verblendet, von Gier oder Hass motiviert.

    Ich glaube, ohne ein Bild von dem, was ich will, sei es loslassen oder erreichen, ist es nicht möglich, diesen Pfad zu beschreiten, jedenfalls nicht, wenn ich von ihm weiß. Der Buddha zeigte viele Beispiele, also Bilder, um das zu verdeutlichen.

    _()_ Monika

  • Jikjisa
    Gast
    • 27. November 2013 um 13:33
    • #4

    Mil. 2.1.13. Weisheit - 2.1.15. Paññālakkhaṇapañho


    Der König sprach: "Welche charakteristische Eigenschaft, o Herr, besitzt die Weisheit (paññā)?"

    "Ich habe dir ja, o König, bereits erklärt, daß die Weisheit die charakteristische Eigenschaft des Abtrennens besitzt. Sie besitzt auch außerdem die Eigenschaft des Aufhellens."

    "Inwiefern aber, o Herr, besitzt die Weisheit die Eigenschaft des Aufhellens?"

    "Die Weisheit, o König, zerstreut bei ihrem Aufsteigen das Dunkel des Nichtwissens und gebiert die Helligkeit des Wissens. Sie sendet der Erkenntnis Strahlen aus und offenbart die Edlen Wahrheiten, so daß der in der Sammlung sich Übende mit vollkommener Weisheit die Vergänglichkeit (Anicca), das Leiden (Dukkha) und die Ichlosigkeit (Anattā) zu schauen vermag."

    "Gib mir ein Gleichnis hiefür!"

    "Gleichwie, o König, wenn ein Mann eine Lampe in ein dunkles Gemach bringt, die Lampe das Dunkel zerstört, Helle erzeugt und Licht verbreitet, so daß die Gegenstände sichtbar werden: in derselben Weise, o König, besitzt die Weisheit die Eigenschaft der Erleuchtung."

    "Klug bist du, ehrwürdiger Nāgasena!

  • Sumedhâ
    Gast
    • 27. November 2013 um 17:19
    • #5

    Schon mal überlegt das Erleuchtung kein Zustand ist?

    Ich werde nicht erleuchtet, ich bin Erleuchtung.
    Erleuchtung ist kein Zustand weswegen man sie auch nicht erreichen kann, ich kann nicht noch mal werden was ich schon bin.
    Die ganze Manifestation zu der ich und du und der Berg und das Pferd, meine geliebten Mohnblüten gehören ist sichtbar gewordene „Erleuchtung“ und dass ist das was ich unter „Einheit“ zu verstehe. Die ganze Manifestation ist aus derselben „Substanz“, bedingt entstanden und wenn diese Bedingungen nicht mehr gegeben sind verschwindet das Manifeste. Ich kann es auf Anhieb nur nicht sehen weil ich in der Regel nicht die „Dinge“(Dharmas) betrachte sondern das was sie mir bedeuten.
    Ich finde den Begriff Erwachen viel passender, weil es in der Tat ein Erwachen ist zu dem was ich im Einzelnen und die Manifestation insgesamt ist.
    Als sich Gautama unter den Bodhibaum gesetzt hat, tat er das mit dem Entschluss nicht eher aufzustehen bis er das „Mysterium“ des Sein durchdrungen hat. Er saß sicher nicht da und hat sich durch Meditation in irgendwelche Zustände versetzt, dass hatte er ja hinter sich und erkannt das es seine Fragen nicht Beantwortet. Es war ein Sitzen ohne Eingreifen, er machte nichts außer Betrachten, "nur Sitzen“.
    Wenn es heißt das Bodhidharma mit Unbewegtem Geist vor der Mauer saß, heißt es genau das gleiche was Gautama machte, bertachten, nicht eingreifen, nicht machen.
    Ich weiß jetzt auch genau warum ich beim Chan gelandet bin, Chan macht nichts! :)

    _()_
    .

  • SpringMode5708
    Gast
    • 28. November 2013 um 09:40
    • #6
    Bakram:

    Ich rate euch allen zu versuchen sich immer darüber im klaren zu sein welche 'Geistesformationen' denn wirklich leer sind, d.h. keine Entsprechung in der Wirklichkeit haben und welche 'Geisteformationen' nicht wirklich leer sind, d.h. eine Korrelation zur Wirklichkeit behalten - z.B. das Pferd dort auf der Wiese ist braun.


    Ja, und das reicht auch schon. Mehr ist da nicht. Alles, was dann bzgl. des Pferdes kommt, ist aus Begehren entstandene Anhaftung.

    (Es sei denn, man ist der Pferdepfleger ;) )

  • accinca
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    • 28. November 2013 um 12:36
    • #7
    Sumedhâ:

    Schon mal überlegt das Erleuchtung kein Zustand ist?
    Ich werde nicht erleuchtet, ich bin Erleuchtung.
    Erleuchtung ist kein Zustand weswegen man sie auch nicht erreichen kann, ich kann nicht noch mal werden was ich schon bin..


    Was es nicht alles für Vorstellungen gibt..........
    Aber richtig ist, das die Befreiung vom Leiden kein Zustand im
    Samsaro ist, sondern die Befreiung vom Samsaro durch Erlöschung
    vom daran anhaften.

  • Sumedhâ
    Gast
    • 28. November 2013 um 12:56
    • #8
    accinca:
    Sumedhâ:

    Schon mal überlegt das Erleuchtung kein Zustand ist?
    Ich werde nicht erleuchtet, ich bin Erleuchtung.
    Erleuchtung ist kein Zustand weswegen man sie auch nicht erreichen kann, ich kann nicht noch mal werden was ich schon bin..


    Was es nicht alles für Vorstellungen gibt..........
    Aber richtig ist, das die Befreiung vom Leiden kein Zustand im
    Samsaro ist, sondern die Befreiung vom Samsaro durch Erlöschung
    vom daran anhaften.

    Alles anzeigen


    ich sprche von meiner einsicht, wenn du das auch tust ist es ok, von hören sagen und für theorien ist da aber kein platz.
    und deinen herablassenden ton kannst dir langsam auch mal abgewönen :D

    _()_
    .

  • accinca
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    • 28. November 2013 um 13:07
    • #9
    Sumedhâ:


    ich sprche von meiner einsicht, wenn du das auch tust ist es ok, von hören sagen und für theorien ist da aber kein platz. und deinen herablassenden ton kannst dir langsam auch mal abgewönen :D _()_.


    Äh, damit konnte ich jetzt leider nicht so richtig viel anfangen.

  • Sumedhâ
    Gast
    • 28. November 2013 um 13:34
    • #10
    accinca:
    Sumedhâ:


    ich sprche von meiner einsicht, wenn du das auch tust ist es ok, von hören sagen und für theorien ist da aber kein platz. und deinen herablassenden ton kannst dir langsam auch mal abgewönen :D _()_.


    Äh, damit konnte ich jetzt leider nicht so richtig viel anfangen.


    das dachte ich mir, aber keine sorge, solange du nicht mitmischt ist alles ok :D

    _()_
    .

  • accinca
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    • 28. November 2013 um 14:59
    • #11
    Sumedhâ:


    das dachte ich mir, aber keine sorge, solange du nicht mitmischt ist alles ok :D _()_


    Wobei nicht mitmischt?
    Zu lange Antworten ermüden vielleicht aber zu kurze Antworten sind eben auch schwer verständlich.
    Vielleicht lohnt es sich aber auch nicht darüber nachzudenken und wir schließen das hier lieber.

  • Sumedhâ
    Gast
    • 28. November 2013 um 15:02
    • #12
    accinca:
    Sumedhâ:


    das dachte ich mir, aber keine sorge, solange du nicht mitmischt ist alles ok :D _()_


    Wobei nicht mitmischt?
    Zu lange Antworten ermüden vielleicht aber zu kurze Antworten sind eben auch schwer verständlich.
    Vielleicht lohnt es sich aber auch nicht darüber nachzudenken und wir schließen das hier lieber.


    im gegenseitigen einverständniss schliessen wir hier, denn mit nachdenken kommt man eh nicht dran.
    LG

    _()_
    .

  • accinca
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    • 28. November 2013 um 15:04
    • #13
    Sumedhâ:

    im gegenseitigen einverständniss schliessen wir hier, denn mit nachdenken kommt man eh nicht dran.LG_()_.


    Das weiß ich nicht aber wahrscheinlich hast du recht. OK.

  • xxx
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    • 28. November 2013 um 16:28
    • #14

    Hallo zusammen

    Ich habe mir vorgenommen mich in Zukunft nicht mehr mit Vorstellungen (Erleuchtung, Götter, Aliens und Gedanken wie "was denkt jetzt wohl mein Nachbar" ) auseinanderzusetzen und damit oft auch zu belasten. Deshalb spreche/schreibe ich auch nicht von Vorstellungen. Aber danke das ihr eure Ansichten hier teilt.

    Ich nehme Buddha -oder zumindest den Palikanon- beim Wort :

    Zitat

    Der Weltling:
    ...nimmt Wesen (Brahma etc.) als Wesen wahr. Nachdem er Wesen als Wesen wahrgenommen hat, stellt er sich Wesen vor, er macht sich Vorstellungen in Wesen, er macht sich Vorstellungen von Wesen ausgehend, er stellt sich vor 'Wesen sind mein', er ergötzt sich an Wesen. Warum ist das so? Weil er es nicht vollständig durchschaut hat, sage ich."

    Der Bikkhu in höherer Schulung:
    .... erkennt Wesen (Brahma etc) unmittelbar als Wesen. Nachdem er Wesen unmittelbar als Wesen erkannt hat, sollte er sich nicht Wesen vorstellen, er sollte sich nicht Vorstellungen in Wesen machen, er sollte sich nicht Vorstellungen von Wesen ausgehend machen, er sollte sich nicht vorstellen 'Wesen sind mein', er sollte sich nicht an Wesen ergötzen. Warum ist das so? Damit er es vollständig durchschauen möge, sage ich."

    Der Arahant:
    ...erkennt Wesen(Brahma etc) unmittelbar als Wesen. Nachdem er Wesen unmittelbar als Wesen erkannt hat, stellt er sich nicht Wesen vor, er macht sich nicht Vorstellungen in Wesen, er macht sich nicht Vorstellungen von Wesen ausgehend, er stellt sich nicht vor 'Wesen sind mein', er ergötzt sich nicht an Wesen. Warum ist das so? Weil er es vollständig durchschaut hat, sage ich."


    Mit anderen Worten keine Konzepte schaffen: nicht philosophieren sondern erkennen, kontemplieren (s. vipassana):

    Zitat


    "Aber, ehrwürdiger Herr, was ist die Lehre, die der Erhabene verkündet, nach der man mit niemandem in der Welt streitet, der Welt mit ihren Māras und Brahmās, ihren Mönchen und Brahmanen, ihren Prinzen und dem Volk? Und, ehrwürdiger Herr, wie geschieht es, daß Wahrnehmungen jenem Brahmanen nicht mehr zugrunde liegen, der ohne Bindung an Sinnesvergnügen verweilt, ohne Verwirrung, des Kummers entledigt, frei von Begehren nach jeglicher Art von Dasein ?"

    "Bedingt durch Geist und Geistesobjekten entsteht Geistbewußtsein; das Zusammentreffen der drei ist Kontakt; durch den Kontakt bedingt ist Gefühl. Was man fühlt, das nimmt man wahr. Was man wahrnimmt, darüber denkt man nach. Worüber man nachdenkt, darüber ufert man begrifflich aus. Mit dem als Quelle, worüber man begrifflich ausgeufert ist, bedrängen einen Mann die Konzepte, die von begrifflicher Ausuferung geprägt sind, und sich auf vergangene, zukünftige und gegenwärtige Geistesobjekte, die mit dem Geist erfahrbar sind, beziehen."

    "Bhikkhu, was die Quelle anbelangt, durch welche die Konzepte, die von begrifflichem Ausufern geprägt sind, einen Mann bedrängen: wenn dort nichts gefunden wird, woran man sich ergötzen könnte, was man willkommen heißen könnte und woran man sich festhalten könnte, dann ist dies das Ende der Neigung zur Begierde, der Neigung zur Abneigung, der Neigung zu Ansichten, der Neigung zum Zweifel, der Neigung zum Dünkel, der Neigung zur Begierde nach Werden, der Neigung zur Unwissenheit; dies ist das Ende des Gebrauchs von Knüppel und Waffe, von Streit, Zank, Streitgesprächen, Anschuldigung, Gehässigkeit und falscher Rede; hier hören diese üblen unheilsamen Zustände ohne Überbleibsel auf"

    Ich versuche mich also strikt auf die buddh. Heilslehre zu beschränken:

    Zitat

    "Zweifaches steht euch an: Gespräch über die Lehre oder edles Schweigen."
    Der Buddha weist in seinen Reden nur auf die Wirklichkeit hin: das Entstehen-Vergehen-Leiden und auf die sich daraus ergebende Konsequenz der Loslösung:
    Wer darum in der Heilslehre des Buddha die Lösung der Welträtsel sucht, die noch nie gelöst worden sind und auch nie gelöst werden können—denn
    "Ohne Anfang und Ende ist dieser Samsara"— wird nur enttäuscht werden:

    "Das Gewirr der Ansichten und das Knäuel der Meinungen zu vermehren, dafür erscheinen Buddhas nicht."

    Wem es um Ansichten und Meinungen geht, der hat das Leiden noch nicht erkannt, ist von ihm noch nicht getroffen worden:
    "Es ist, Malunkyaputta, wie wenn ein Mann von einem Pfeil getroffen wäre, einem vergifteten, stark mit Gift bestrichenen, und seine Freunde und Genossen, seine Angehörigen und Blutsverwandten einen Arzt riefen. Wenn jener nun sagte: Ich werde mir den Pfeil solange nicht herausziehen lassen, als ich den Mann nicht kenne, der mich geschossen hat, welches sein Name und sein Geschlecht ist . . . ob er lang oder kurz oder mittelgroß ist. . . Ob er schwarz oder braun ist oder gelbe Hautfarbe hat. . .in welchem Dorf oder Flecken oder in welcher Stadt er wohnt... als ich den Bogen nicht kenne, mit dem ich geschossen bin... als ich die Sehne nicht kenne, mit der ich geschossen bin... als ich den Schaft nicht kenne, mit dem ich geschossen bin...—Ehe der Mann das in Erfahrung gebracht hätte, Malunkyaputta, würde er sterben."

    Nur auf eines kommt es an: das Leiden zu erkennen und den Weg zu gehen, der aus diesem Leiden führt.

    Zitat

    Leiden = Leidunterworfensein, Unzulänglichkeit, Elend, Übel, Schmerz, Verletzung, Unbefriedigtheit: Wörtlich "schwer zu ertragen"; die spannungsreiche Qualität aller Erfahrungen, die von Verlangen, Anhaften und Ego begleitet werden

    Dieses Ziel ist schwierig zu erreichen aber auch nicht so hoch. Ich suche keine Offenbarung einer spirituellen Weltformel ;).

    Gruss Bakram


    P.s. Die Motivation zu diesem Statement fusst im Nachbarthread - Dogmen im Buddhismus - wo munter über Erleuchtung, Gott etc. philosophiert wird. Sich ausschweifend mit solchen Fragen zu klären scheint vielen ein Bedürfnis, sich damit zu beschäftigen ist wohl Teil eines jeden Weges. Ich verstehe das. Ich habe diesen Thread quasi als OT zur Erleuchtungs-Dogma-Gott und die Welt-Diskussion eröffnet.

    Nehmt meine Posts nicht zu ernst, ich schreibe nur für mich. Beim 'veröffentlichen' kann ich meine Gedanken besser ordnen/wahrnehmen. Hab hier auch schon viel Unsinn geschrieben :lol: Brachte mich aber auch immer etwas weiter.

  • Sumedhâ
    Gast
    • 28. November 2013 um 16:43
    • #15
    Bakram:

    Ich nehme Buddha -oder zumindest den Palikanon- beim Wort


    wenn es dein herzenswunsch ist, tu das lieber Bakram :)

    _()_
    .

  • MonikaMarie1
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    • 28. November 2013 um 17:02
    • #16

    Danke, Bakram, für Deine erhellenden Zitate. Über diese zu reflektieren, habe ich zur Zeit sehr nötig.
    _()_ Monika

  • xxx
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    • 28. November 2013 um 17:11
    • #17

    Hallo sumedha

    Danke für dein Mitgefühl :)

    Du hast s ja auch erblickt. Was Du hier schreibst

    Zitat

    Ich kann es auf Anhieb nur nicht sehen weil ich in der Regel nicht die „Dinge“(Dharmas) betrachte sondern das was sie mir bedeuten.


    wird hier nur anders ausgedrückt. Es wird versucht die geistigen Vorgänge zu beschreiben die das Betrachtete mit "Bedeutung" verknüpfen, denn begriffliches Ausufern geschieht oft sehr schnell und unbewusst:

    Zitat

    Bedingt durch [..] entsteht [..]-bewußtsein; das Zusammentreffen der drei ist Kontakt; durch den Kontakt bedingt ist Gefühl. Was man fühlt, das nimmt man wahr [als Sache/Ding/Gedanken]. Was man wahrnimmt, darüber denkt man nach. Worüber man nachdenkt, darüber ufert man begrifflich aus. Mit dem als Quelle, worüber man begrifflich ausgeufert ist, bedrängen einem [..] die Konzepte, die von begrifflicher Ausuferung geprägt sind, und sich auf vergangene, zukünftige und gegenwärtige Formen, die [...] erfahrbar sind, beziehen [= Bedeutung in Bezug auf vergangene Erinnerungen, zukünftige Hoffnungen, Ängste etc]."

    Bakram

  • mukti
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    • 28. November 2013 um 18:37
    • #18
    Bakram:


    Ich habe mir vorgenommen mich in Zukunft nicht mehr mit Vorstellungen (Erleuchtung, Götter, Aliens und Gedanken wie "was denkt jetzt wohl mein Nachbar" ) auseinanderzusetzen und damit oft auch zu belasten. Deshalb spreche/schreibe ich auch nicht von Vorstellungen. Aber danke das ihr eure Ansichten hier teilt.
    .......

    Nur auf eines kommt es an: das Leiden zu erkennen und den Weg zu gehen, der aus diesem Leiden führt.

    Zitat

    Leiden = Leidunterworfensein, Unzulänglichkeit, Elend, Übel, Schmerz, Verletzung, Unbefriedigtheit: Wörtlich "schwer zu ertragen"; die spannungsreiche Qualität aller Erfahrungen, die von Verlangen, Anhaften und Ego begleitet werden

    Dieses Ziel ist schwierig zu erreichen aber auch nicht so hoch. Ich suche keine Offenbarung einer spirituellen Weltformel ;).

    Ja, Leid und den Weg daraus zu erkennen ist alles, sehe ich auch so. Kann man sich dabei auf das beschränken was man unmittelbar wahrnimmt?

    Z.B. Gott: Gibt es einen Gott der einen erlösen kann? Das ist schon eine relevante Frage, ob es Sinn macht an so einen Gott zu glauben.
    Angenommen man entscheidet sich nicht daran zu glauben und versucht das Leid selber zu beenden. Dann ist die nächste Frage was dabei herauskommt. Wahrnehmbar sind die 5 khandhas und die eigene Identität - keine khandhas, keine Identität. Was ist wenn die Anhaftung an die khandhas zu Ende ist? Ewigkeit? Einssein mit allem? Ein spiritueller Urgrund? Nichts? Man kann sagen es ist spekulatives Ausufern sich mit diesen Fragen zu beschäftigen, man durchschaut einfach das Begehren und seine Auflösung, das genügt ja um das Leid zu beenden, egal ob das Erleuchtung bedeutet oder sonstwas.
    Gut, aber das ist überaus schwierig. Wenn mit dem Tod alles zu Ende ist, dann kann man sich die Mühe sparen und auf den Tod warten. Oder man bringt sich um wenn es zu schlimm wird. Oder man löst sich ein wenig vom Begehren um ein einigermaßen schönes Leben zu haben. Das ist also die nächste relevante Frage: Geht es nach dem Tod weiter? Denn daraus folgt ob es überhaupt nötig ist, das Leid mittels eines Weges zu beenden und auf alle Genüsse zu verzichten.

    Es scheint also die Praxis der Leidauflösung richtet sich nach Ansichten, die nicht unmittelbar verifizierbar sind, oder?

    Gruß,
    mukti

    Mit Metta, mukti.


  • Sumedhâ
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    • 28. November 2013 um 19:28
    • #19
    Bakram:

    Hallo sumedha

    Danke für dein Mitgefühl :)

    Bakram

    Sumedhâ:
    Bakram:

    Ich nehme Buddha -oder zumindest den Palikanon- beim Wort


    wenn es dein herzenswunsch ist, tu das lieber Bakram :)

    _()_
    .

    lieber Bakram,

    der "herzenswunsch" ist für mich wesentlicher "motor" in dem was ich tue. dieser herzenswunsch hat mit sympathie oder antpathie nichts zutun.
    möglichwese und sicher nicht zu unrecht hast du eine leise ironie aus meinen zeilen gelesen, da ich ja in der vergangenheit keine gelegenheit ausgelassen habe mich zu dem Pali Kanon zu äußern. nun es gibt auch objektive gründe warum ich mich damit nicht beschäftigt habe, mir ist die sprache zu schwerfällig und zu offt musste ich (am anfang) unverstandene passagen hinter mir lassen. irgemdwann wurde es mir zu mühesam, also verzichtete ich drauf.

    ich habe sicher die schriften die ich gelesen habe, die autoren, auch beim wort genommen, aber wiederum nur die bei denen augenblicklich eine art resonanz stattfand, hat mit zu oder abneigung nichts zutun. nach dem sich die inhalte der schriften meinem verstand erschlossen hatten waren sie für mich nicht mehr von bedeutung.
    was danach geschah/geschiet entzieht sich dem bewussten Denken, blitzartig, wie ein geysier kommt etwas hoch das unmöglich in worte gefasst werden kann. es gibt selten einen direkten außlöser für dieses "phänomehn" aber es verändert grundlegend, aus sich heraus.
    tschuldige das ich mich so zum plaudern hab hinreissen lassen :D

    _()_
    .

  • Geronimo
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    • 28. November 2013 um 21:43
    • #20

    Ich muss sagen, vor noch nicht allzu langer Zeit war ich ziemlich auf Erleuchtung aus, mit allem was man sich so darunter vorstellt.
    Aber mittlerweile stehe ich dem ganzen ziemlich gleichmütig gegenüber. Ich habe auch aufgehört mir irgendwelche Vorstellungen darüber
    zu machen. Wenn es meinem Frieden zuträglich ist, schön. Wenn nicht, brauche ich es nicht unbedingt :D Und wenn´s passiert kann
    ich sowieso nix dagegen machen...

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • xxx
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    • 28. November 2013 um 23:45
    • #21

    Hallo Sumedha

    Du hast keinen Grund für eine Entschuldigung. Ich glaub Dich schon recht verstanden zu haben. Mein Dank war wirklich ernst gemeint, ich bin tatsächlich der Meinung Mitgefühl wahrgenommen zu haben:

    Obwohl du den Palikanon selber nicht als absolute Autorität anerkennen kannst, erkennst Du meine Motivation ihn zu Rate zuziehen. Du zeigst Empathie indem du mein Handeln respektierst, mein Herzenswunsch nachvollziehst auch wenn es nicht Deiner ist und du dich womöglich anders verhalten würdest.

    Mitgefühl im Sinne von Karuna ist neutral. Karuna steht über Sympathie oder Antipathie ist aber dennoch verbindend. Es zu entwickeln ist somit zwischenmenschlich wertvoller als lediglich in Toleranz und Gleichgültigkeit zusammen zu leben. Mitgefühl als Fähigkeit sich in andere einzufühlen, sie und ihr Innerstes wertfrei zu verstehen ohne dabei ihre Gedanken/Handlungen zu billigen noch misszubilligen.

    sumedha:

    was danach geschah/geschiet entzieht sich dem bewussten Denken, blitzartig, wie ein geysier kommt etwas hoch das unmöglich in worte gefasst werden kann. es gibt selten einen direkten außlöser für dieses "phänomehn" aber es verändert grundlegend, aus sich heraus.

    So was ähnliches passiert mir zuweilen auch. Manchmal ziehe ich gerade in diesem Fall gerne den Palikanon zu rate und versuche in den Sutten eine Entsprechung dieses "Geistesblitzes" zu finden. So kann ich sicher sein, dass diese Eruption nicht lediglich eine Phantasie aus Schall und Rauch ist. Ich mach es lieber so als einen Lehrer zu fragen. Bin Autodidakt.

    Bakram

  • demian
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    • 2. Dezember 2013 um 18:28
    • #22
    Zitat

    ich war als kind gerne krank, weil ich dann schulfrei hatte und machen konnte, was ich wollte. war ja keiner da. ich bin mit nem riesigen bademantel rumgelaufen, hab trickfilme geguckt, gemalt, die süßigkeiten aufgegessen, heimllich alle technischen geräte auseinander gebaut und wieder zusammengesetzt, usw. kranksein is doch toll oder?

    das find ich gut. Sieh es mal so: Krank ist samsara. Nibbana ist schulfrei

  • kianishi.satori
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    25. September 2013
    • 3. Dezember 2013 um 02:23
    • #23

    Tja.
    So kann man sich äußern wenn man über ein pferd redet, und keines betrachtet. So oder ganz anders.

    Nehme ich mir einmal die vage vermutung heraus und behaupte dieser Thread befindet sich in den latentesten bezirken des themas erleuchtung und keiner von euch hat jemals meditiert.

    kurzer zwischenruf: Autodidakt? Eher einsam und vaterlos. auch wenn diese aussage dir schmeckt wie tausendjährige eier!

    Im zwanzigsten jahrhundert ist die größte angst die vor dem tod, zu zeiten "des damaligen lichts" die furcht nicht als menschliches geschöpf akzeptiert zu werden. also mal weg mit der harmlosigkeit, und mitgefühl mal anders:

    Ihr seid alle am erleuchten, ihr wisst das ihr es tut, ihr merkt nur garnichts dennoch eurer meditation (?):(meine peripherie ist durchaus leer, dennoch schattig unter kalten anflügen).

    Pseudo kontemplation, voreilige schlüsse ziehend und zwischenmenschlichkeit in einen topf zu werfen um euch daran zu zörnen und urteile über persönlichkeiten zu brechen, das sind psychosen, keine spuren der erleuchtung!

    Darf ich euch Mojud empfehlen wenn der historiehunger heiß ist?
    ist genauso buddhistisch wie alles andere auch, wird euch zumindest 10min beschäftigen, dann vlt ein leben lang:
    http://www.youtube.com/watch?v=uGWPQ5RqWNY

  • Sumedhâ
    Gast
    • 3. Dezember 2013 um 10:12
    • #24
    kianishi.satori:

    Tja.
    So kann man sich äußern wenn man über ein pferd redet, und keines betrachtet. So oder ganz anders.

    Nehme ich mir einmal die vage vermutung heraus und behaupte dieser Thread befindet sich in den latentesten bezirken des themas erleuchtung und keiner von euch hat jemals meditiert.

    kurzer zwischenruf: Autodidakt? Eher einsam und vaterlos. auch wenn diese aussage dir schmeckt wie tausendjährige eier!

    Im zwanzigsten jahrhundert ist die größte angst die vor dem tod, zu zeiten "des damaligen lichts" die furcht nicht als menschliches geschöpf akzeptiert zu werden. also mal weg mit der harmlosigkeit, und mitgefühl mal anders:

    Ihr seid alle am erleuchten, ihr wisst das ihr es tut, ihr merkt nur garnichts dennoch eurer meditation (?):(meine peripherie ist durchaus leer, dennoch schattig unter kalten anflügen).

    Pseudo kontemplation, voreilige schlüsse ziehend und zwischenmenschlichkeit in einen topf zu werfen um euch daran zu zörnen und urteile über persönlichkeiten zu brechen, das sind psychosen, keine spuren der erleuchtung!

    Darf ich euch Mojud empfehlen wenn der historiehunger heiß ist?
    ist genauso buddhistisch wie alles andere auch, wird euch zumindest 10min beschäftigen, dann vlt ein leben lang:
    http://www.youtube.com/watch?v=uGWPQ5RqWNY

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    ich hoffe du bist schwindelfrei....bei den höhen in denen du dich bewegst :D
    .

  • Jikjisa
    Gast
    • 3. Dezember 2013 um 13:29
    • #25

    kianishi:

    Zitat

    Ihr seid alle am erleuchten, ihr wisst das ihr es tut, ihr merkt nur garnichts dennoch eurer meditation (?):(meine peripherie ist durchaus leer, dennoch schattig unter kalten anflügen).

    Ich wüsste nicht wer sich hier Erleuchtung rühmt, ob kleiner oder großer.
    Da Leute wie du plötzlich auftauchen, poltern, abtauchen, erwarte ich keine Antwort
    auf die Bitte den angeschnittenen Zustand näher zu beschreiben. Deswegen muss ich leider "in die Glaskugel schauen ":

    Mich errinnert deine Zeile nur an falsche Konzentration.
    Die Reizbarkeit ( auch leichte, aber anhaltende Verwirrung ) nach Sessions ist ein Merkmal davon.
    Ebenso ein Merkmal ist das Empfinden von Starre - ruhig auch Halsstarrigkeit -
    ein weiteres : Missmut, ein Mangel an Einfühlungsvermögen - ruhig auch Feingefühl und Intuition -,
    weiterhin: ein Gefühl der Isolation, inneren Leere und deswegen manchmal als Warnsignal : Gefahr ( gut! wenn man dies wahrnimmt )

    Kann man dieses wiederum nicht aussitzen, befindet man sich in einem geschlossenen Kreislauf, nicht gleich der Klapse, aber der unbewussten Bonno-Anhaftung - ruhig auch Klesha-pflege - insb. Aversion, Starrheit, Mattheit, evtl: Stolz, Schamlosigkeit - nicht selten bei Zen-Leuten anzutreffen, wenn diese so tun, als könnten sie den Esel von hinten aufzäumen und die freie, verrückte Wolke spielen. Oft Anhänger Sawakis :grinsen: oder auch das genaue Gegenteil: Kamikaze- Rinzai s :grinsen:

    Meiner Erfahrung nach das alles deswegen, weil man den Bogen überspannt ( durch falsche Absicht )
    und die ganze sonstige Übung vernachlässigt oder sich ausspart, insbesondere die Sila ( Kai ), Metta, Sati ( insb. auf das Bewusstsein ), Sampai, Rezitation, Gelübde, Opfer, Dana usw., so Sachen wo andere "religiösen Kram" nennen.

    Wenn dies alles auf `kianishi. satorie`ganz und gar nicht zutrifft, schätze er/sie sich glücklich, möge aber wachsam bleiben wenn beliebt.

    Mit freundlichen Grüßen !
    Jikjisa

    Ich hab noch was vergessen :grinsen: Sufismus ist ne feine Sache, allerdings ist die esoterische Variante Anzeichen eben jener anhaltenden, wenn auch leichten Bewusstseinsverwirrung die durch falsche Konzentration entsteht ( mit seinen Ursachen ); man
    kann auch den Namen Allah insofern unheilsam rezidieren, was im günstigsten Falle nur Kopfschmerz, Schwindel und Reizbarkeit auslöst...

    sorry :) sorry :) sorry :)

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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