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Die Grenze des Erklärbaren

  • nibbuti
  • 12. Oktober 2013 um 03:47
  • Zum letzten Beitrag
1. offizieller Beitrag
  • nibbuti
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    • 12. Oktober 2013 um 03:47
    • #1
    Zitat

    A.IV.174a Die Grenze des Erklärbaren I - 3. Mahākoṭṭhika Sutta

    Einst begab sich der ehrwürdige Mahā-Kotthita dorthin, wo der ehrwürdige Sāriputta weilte. Dort angelangt, wechselte er mit dem ehrwürdigen Sāriputta freundlichen Gruß, und nach Austausch höflicher, zuvorkommender Worte setzte er sich zur Seite nieder. Seitwärts sitzend sprach nun der ehrwürdige Mahā-Kotthita zum ehrwürdigen Sāriputta also:

    »Bleibt, o Bruder, nach der restlosen Aufhebung und Erlöschung der sechs Grundlagen des Sinneneindrucks noch irgend etwas übrig?« -

    »Sprich nicht so, Bruder!« -

    »Bleibt, o Bruder, nach der restlosen Aufhebung und Erlöschung der sechs Grundlagen des Sinneneindrucks nichts mehr übrig?« -

    »Sprich nicht so, Bruder!« -

    »Bleibt, o Bruder, nach der restlosen Aufhebung und Erlöschung der sechs Grundlagen des Sinneneindrucks etwas übrig und etwas nicht übrig?« -

    »Sprich nicht so, Bruder!«

    »Bleibt, o Bruder, nach der restlosen Aufhebung und Erlöschung der sechs Grundlagen des Sinneneindrucks weder etwas übrig noch nicht übrig?« -

    »Sprich nicht so, Bruder!«

    »Auf die Fragen: 'Bleibt, o Bruder, nach der restlosen Aufhebung und Erlöschung der sechs Grundlagen des Sinneneindrucks noch etwas übrig - bleibt nichts mehr übrig - bleibt etwas übrig und etwas nicht übrig - bleibt weder etwas übrig noch nicht übrig?' - auf alle diese Fragen erwiderst du: 'Sprich nicht so, Bruder!' Wie aber, o Bruder, soll man den Sinn dieser Worte verstehen?« -

    »Zu sagen: 'Nach der restlosen Aufhebung und Erlöschung der sechs Grundlagen des Sinneneindrucks bleibt noch etwas übrig - bleibt nichts mehr übrig - bleibt etwas übrig und etwas nicht übrig - bleibt weder etwas übrig noch nicht übrig' - all dies hieße ein Unerklärbares erklären. Wie weit, Bruder, die sechs Grundlagen des Sinneneindrucks reichen, so weit eben reicht die [erklärbare] Welt der Vielfalt; und wie weit die [erklärbare] Welt der Vielfalt reicht, so weit eben reichen die sechs Grundlagen des Sinneneindrucks. Mit der restlosen Aufhebung und Erlöschung der sechs Grundlagen des Sinneneindrucks, o Bruder, erlischt die Welt der Vielfalt, gelangt die Welt der Vielfalt zur Ruhe.«

    http://www.palikanon.com/angutt/a04_171-180.html#a_iv174a

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    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • mukti
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    • 12. Oktober 2013 um 14:49
    • #2

    Das ist einer der genialen Züge des Buddhismus - kein Konzept über das, was nicht mit Sinnen und Geist erfasst werden kann. Nirgends sonst habe ich das gefunden, alle haben irgendwelche Vorstellungen über das Unvorstellbare.

    Mit Metta, mukti.


  • accinca
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    • 13. Oktober 2013 um 00:05
    • #3

    Wenn man nicht auf die Idee verfällt es gäbe da aber ein
    "Unerklärbares - Unerkennbares" das man nur eben nicht
    erklären und erkennen könnte.

  • Jikjisa
    Gast
    • 13. Oktober 2013 um 01:43
    • #4

    Das gibt es.
    Und kein Mensch wäre imstande zur völligen Selbstentsagung - gäbe es dies nicht - und: wüsste er es nicht.
    Er weiß es, weil er sucht. Nicht allein der Mensch, alle fühlenden Wesen.


    "Zeigen will ich euch, ihr Mönche:

    (14) das Trieblose, (anāsava)

    (15) die Wahrheit, (sacca)

    (16) das Transzendente, (pāra)

    (17) das Feine, (nipuṇa)

    (18) das gar schwer zu Sehende, (sududdasa)

    (19) das Unverwelkliche, (ajajjara)

    (20) das Bleibende, (dhuva)

    (21) das Unauflösliche, (apalokita)

    (22) das Unsichtbare, (anidassana)

    (23) das nicht Abgesonderte, (nippapañca)

    (24) das Stille, (santa)

    (25) das Todlose, (amata)

    (26) das Erlesene, (paṇīta)

    (27) das Glück, (siva)

    (28) den Frieden, (khema)

    (29) die Durstversiegung, (taṇhākkhaya)

    (30) das Erstaunliche, (acchariya)

    (31) das Außerordentliche, (abbhuta)

    (32) das Notlose, [sichere, gesunde, heile] (anītika)

    (33) das notlose Ding, (anītikadhamma)

    (34) die Wunschlosigkeit, (nibbāna)

    (35) das Unbedrängte, (abyāpajjha)

    (36) die Entreizung, (virāga)

    (37) das Lautere, (suddhi)

    (38) die Erlösung, (mutti)

    (39) das Haftlose, (anālaya)

    (40) das Eiland (dīpa)

    (41) die Geborgenheit, (leṇa)

    (42) den Schutz, (tāṇa)

    (43) die Zuflucht, (saraṇa)

    (44) das andere Ufer, das Ziel, das Ende (parāyana)

    S.43.14-44 Das Trieblose usw. - 3-32. Anāsavādi Sutta, 33. Parāyana Sutta

  • accinca
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    • 13. Oktober 2013 um 06:27
    • #5
    Jikjisa:

    Das gibt es.


    Falsche Ansicht sind sicher sehr verbreitet.

    »Auf die Fragen: 'Bleibt, o Bruder, nach der restlosen Aufhebung und Erlöschung der sechs Grundlagen des Sinneneindrucks noch etwas übrig - bleibt nichts mehr übrig - bleibt etwas übrig und etwas nicht übrig - bleibt weder etwas übrig noch nicht übrig?' - auf alle diese Fragen erwiderst du: 'Sprich nicht so, Bruder!' Wie aber, o Bruder, soll man den Sinn dieser Worte verstehen?« -

    Und entgegen dem bleibt für manche dann das "Nibbana" als ein "Unerklärliches" übrig.
    Man kann also alles falsch verstehen wenn man nur will.

  • Jikjisa
    Gast
    • 13. Oktober 2013 um 10:41
    • #6

    Ich sagte nichts zum Parinibbana.

  • mukti
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    • 13. Oktober 2013 um 11:37
    • #7
    accinca:

    Wenn man nicht auf die Idee verfällt es gäbe da aber ein
    "Unerklärbares - Unerkennbares" das man nur eben nicht
    erklären und erkennen könnte.

    Zitat

    Zu sagen: 'Nach der restlosen Aufhebung und Erlöschung der sechs Grundlagen des Sinneneindrucks bleibt noch etwas übrig - bleibt nichts mehr übrig - bleibt etwas übrig und etwas nicht übrig - bleibt weder etwas übrig noch nicht übrig' - all dies hieße ein Unerklärbares erklären.


    Aus diesem Sutta

    Mit Metta, mukti.


  • accinca
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    • 16. Oktober 2013 um 00:21
    • #8
    mukti:
    accinca:

    Wenn man nicht auf die Idee verfällt es gäbe da aber ein
    "Unerklärbares - Unerkennbares" das man nur eben nicht erklären und erkennen könnte.

    Zitat

    Zu sagen: 'Nach der restlosen Aufhebung und Erlöschung der sechs Grundlagen des Sinneneindrucks bleibt noch etwas übrig - bleibt nichts mehr übrig - bleibt etwas übrig und etwas nicht übrig - bleibt weder etwas übrig noch nicht übrig' - all dies hieße ein Unerklärbares erklären.

    Aus diesem Sutta


    Aber genau genommen handelt es sich dabei um eine schlechte deutsche
    Interpretation und von "Unerklärbarem" steht dort eigentlich kein Wort.

    Was dort wirklich steht heißt:....'.als würde behauptet: appapañcaṃ papañce'.
    Das ist eine paradoxe Aussage welche nur die Unmöglichkeit einer solchen
    Aussage verdeutlichen soll. Genauer Übersetzt haßt das soviel wie:
    '....als würde gesagt: Nicht-Vielfalt wäre Vielfalt.'

  • Jikjisa
    Gast
    • 16. Oktober 2013 um 09:12
    • #9

    Oha. Die Grenze des Erklärbaren scheint erreicht, wenn nicht gar überschritten *schmunzel *

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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 16. Oktober 2013 um 10:41
    • Offizieller Beitrag
    • #10

    Das " Es gibt ein Unerklärbares" ist ja selber schon der vage Versuch einer Benamung. Und damit der Einstieg zu Konzeptionaliserung und Erklärung.

    Um das zu vermeiden, verwendet ja Buddha die von die aufgezählte Fülle von Begriffen und deswegen rät er auch davon zu schweigen.

  • Peeter
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    • 16. Oktober 2013 um 10:44
    • #11
    mukti:

    Das ist einer der genialen Züge des Buddhismus - kein Konzept über das, was nicht mit Sinnen und Geist erfasst werden kann.

    :)
    Fein.
    Dann ist das ja tollerweise auch hier im Forum so .. :!:

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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