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Bardo des klaren Lichts

  • raterZ
  • 15. Juni 2013 um 13:50
  • Geschlossen
  • Zum letzten Beitrag
  • raterZ
    Gast
    • 15. Juni 2013 um 13:50
    • #1

    Hallo, hier mal ein Erlebnisbericht von heute Nacht:

    ich hatte einen krassen "traum". es war nämlich gar keiner, glaube ich. weiß nicht genau, was ich vor dem einschlafen gemacht habe,
    allerdings bin ich irgendwann zu mir gekommen, als ich gemerkt habe, dass ich gerade einschlafe, bzw. in der einschlafphase war.
    ich hab wahrgenommen, wie sich mein körper auflöst. relativ kurz danach war ich in einem großen weiten leeren raum, wo nur ein horizont die große weite dieses raums erahnen ließ. er war hellblau und weißlich, so als ob ich in großer höhe über der erden sein würde. ich hatte auch das gefühl, dass es eben keinen boden gibt und ich deshalb fallen würde. ich bin aber richtung horizont gefallen und nicht nach unten, diesem aber nicht wirklich näher gekommen. das ganze war teilweise von unangenehmen körperempfindungen begleitet, weil ich diesen hin und wieder doch wahrnahm. der grund ist wohl, dass ich teilweise versuchte zurück zu kommen, da mir die körperlosigkeit in diesem riesigen raum nicht wirklich gefiehl. das ganze war irgendwie faszinierend, hatte aber auch etwas sehr beunruhigendes, und ich glaube es lag wirklich an der ganz real empfundenen körperlosigkeit. es hat eben jeder bezugspunkt gefehlt. es gab nur den raum und ein bewusstsein, dass diesen wahrnahm, mit dem ich mich halt identifizieren konnte.
    mir ist dann auch aufgefallen, dass ich nicht wirklich falle, sondern dass die vergänglichkeit jedes bewusstseinsmomentes nur diese illusion erzeugt. wenn es eine bewegung gab, dann nur die durch die zeit. es gibt nämlich eine lücke zwischen jeden einzelnen bewusstseinszuständen, die ich auch schon in meditationen erkennen konnte.
    durch einen kurzen moment der meditativen zentrierung konnte ich einen tunnel sehen, bzw. mein drittes auge fokussieren (so deute ich diesen tunnel). dann sah ich kurz blaue und rote lichter und den tunnel plötzlich größer werden. man kennt diesen tunnel vielleicht von lsd und ähnlichen erfahrungen. ich hab diesen tunnel nicht nur gesehen, sondern war unmittelbar da drinnen. alles wurde irgendwie aktiver und es haben sich alle mögliche dinge materialisiert.
    ich habe mir dann einen tierischen körper visualisiert, mit dem ich fliegen konnte. darauf hin hat sich ein ganzes traumgeschehen materialisiert und ich hatte ein falsches erwachen.
    ich habe dann jmd. aus dem traum von dieser erfahrung berichtet und bin kurz danach wieder in diese leerheit "abgestürzt".
    die nächste erfahrung war auch interessant, weil ich sie in einem buch von tenzin wangyal rinpoche gelesen hatte.
    ich war zwar noch irgendwie in diesem leeren raum, aber mein primäres bewusstsein war im körper. ich hab gespürt, wie ich selbst die wirbelsäule entlang wandere und habe dabei die verschiedenen chakras wahrgenommen. interessanterweise veränderte sich der inhalt des leeren raums mit jedem chakra. das chakra hat sozusagen dem ganzen geschehen den inhalt gegeben.
    ich hab dann versucht ein tibetisches "A" zu visualisieren und auf das kehlkopfchakra zu projizieren. das letzte was ich dann noch wahrnahm, war dass ich ein energetisches problem am rechten unterbauch habe.. vielleicht eine entität, die ich entfernen lassen sollte.
    dann wurde mir das ganze zu bunt und ich habe mit aller kraft probiert aufzuwachen, was mir auch gelang. ich wollte nämlich unbedingt ein paar notizen machen, damit ich das ganze nicht vergesse.

    im nachhinein würde ich diesen leeren raum warscheinlich als "bardo des klaren lichts" identifizieren.
    vielleicht kann mir das jmd. bestätigen, der das kennt?

    gruß

  • VOOM108
    Gast
    • 15. Juni 2013 um 16:18
    • #2

    Es klingt jedenfalls alles sehr stimmig. Meine Erfahrung des "Klaren Lichts" war schwarz, wobei "Weiss" ja in gleicher Weise eine Nicht-Farbe ist, wie Schwarz. Ist das Klare Licht aber vielleicht noch einen Schritt jenseits davon? Denn sowohl Deine als auch meine Erfahrung hat ja noch sehr viel visuellen Anteil. Formlose Welten gibt es reichlich, aber wenn da noch ein Fühlen, ein Sehen usw. ist, sei es auch noch so subtil, dann ist es vielleicht noch nicht das Klare Licht.

  • indolariawest
    Gast
    • 15. Juni 2013 um 17:28
    • #3

    Meine Güte, macht doch erst mal Thögal bevor ihr von sowas auch nur ansatzweise sprecht . Dazu muss man Trekchö "praktizieren". Dazu muss wiederum eine korrekte Einführung in die Sicht geschehen. Warum ist Thögal relevant? Weil Trekchö nur eine Trockenübung ist. Wissen ist in Trekchö zwar da, wird aber noch nicht "direkt gesehen". Zu glauben, diverse Träumereien hätten irgendwas mit diesem "Sehen" zu tun ist pure Fantasy.

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (15. Juni 2013 um 18:06)

  • VOOM108
    Gast
    • 15. Juni 2013 um 18:05
    • #4

    Tja, diese Dzogchenpas wissen halt immer genau, was man NICHT tun sollte ;)


    Was würde ich auf einen einsamen Planeten mitnehmen, wenn ich mich entscheiden müsste: eine Praxisanleitung "Thögal für Fortgebeamte" - oder das Wissen: Alles, was ich brauche, ist jederzeit auf natürliche Weise in meinem Bewusstsein vorhanden und kann dort entdeckt werden?

    Was mich angeht, da würde ich keine Sekunde drüber nachdenken müssen ;)

    Einmal editiert, zuletzt von VOOM108 (15. Juni 2013 um 18:13)

  • indolariawest
    Gast
    • 15. Juni 2013 um 18:13
    • #5

    Es mag schon sein daß manche Vorstellungen hier wohl eher aus esoterisch angehauchten Fantasyromanen stammen denn aus der Lehre und somit aus der konkreten Praxis selbst. Der unsichtbare Leser sollte wissen, daß solche Beschreibungen bzw. Erfahrungen nichts mit dem tibetischen Buddhismus und insbesondere dem "Bardo des klaren Lichts" zu tun haben.

  • VOOM108
    Gast
    • 15. Juni 2013 um 18:18
    • #6

    Ja, der unsichtbare Leser sitzt dem geneigten Dharmaschützer stets im Nacken, das kenne ich gut...

    Aber man kann hier doch sagen, dass es gerade deswegen vielleicht gut ist, sich darüber auszutauschen, um vielleicht gemeinsam zu dem Ergebnis zu kommen, dass es das eben gerade nicht ist.

    These: Wenn es eine Erfahrung des Klaren Lichts war, dann hat man keinen Zweifel und braucht niemanden zu fragen ;)
    Wenn man Zweifel hat, dann kann man daraus sicher schliessen, dass es das nicht gewesen sein kann - und braucht auch niemanden zu fragen.

    Eine Sichtweise, die auf jenem fernen Planeten ganz nützlich sein kann, wo man auch niemanden fragen KANN

    :grinsen:

  • indolariawest
    Gast
    • 15. Juni 2013 um 18:49
    • #7
    VOOM108:


    These: Wenn es eine Erfahrung des Klaren Lichts war, dann hat man keinen Zweifel und braucht niemanden zu fragen ;)

    Es gibt auch im Tantra eine "Erfahrung des klaren Lichts". Und es gibt einige Tantriker die darüber keinen Zweifel hegen und niemanden fragen. Es gibt auch im Kaschmir-Shivaismus eine "Erfahrung des klaren Lichts". Und es gibt einige dieser Shivaisten die darüber keinen Zweifel hegen und niemanden fragen. All das hat aber nichts mit einer "Erfahrung des klaren Lichts" zu tun. Es sind nur konstuierte Phantasien aus ma rigpa heraus. Thögal ist unerlässlich. Aber dazu muss man kein Dzogchenpa sein.

  • Doris
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    • 15. Juni 2013 um 19:06
    • #8
    Zitat

    war dass ich ein energetisches problem am rechten unterbauch habe.. vielleicht eine entität, die ich entfernen lassen sollte.

    Ja, der Wurmfortsatz kann schon mal komische Sachen mit einem machen … :grinsen:
    War vielleicht einfach eine Blähung, die ein wenig gedrückt hat. Im Traum wird ja oftmals die kleinste körperliche Empfindung aufgenommen und verwoben.

    Im übrigen sind luzide Träume nicht ungewöhnlich. Ich träume bisweilen beispeilsweise, dass ich träume und dass ich dann diese Träume im Traum wieder und wieder erzähle und weiß währenddessen ganz genau, dass es eine Schachtel in der Schachtel in der Schachtel ist … und dass ich nur träume. Das ist alles nix Besonderes und ich würde mir keinen Kopf darum machen. Ist doch nur lustig.

    Aber ehrlich, was fragst Du hier? Ein erfahrener Mediationsmeister kann Dir eher was darüber sagen.

    Liebe Grüße
    Doris

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • VOOM108
    Gast
    • 15. Juni 2013 um 19:10
    • #9
    Zitat

    die darüber keinen Zweifel hegen und niemanden fragen


    Ich verstehe, was Du meinst... Ich vermute aber mal, dass dann da doch noch subtile Zweifel sind, vor allem wenn man wahrhaftig nach DEM "Klaren Licht" sucht....
    Da muss man also schon ehrlich zu sich selbst sein, sonst funktioniert das nicht, was ich meine...

    Evtl. tritt das von Dir beschriebene Problem auf dem fernen Planeten jedoch nicht auf, weil man da niemandem beweisen muss (kann) ob und was man "erreicht" hat.

    Ansonsten ist das Mantra des Buddha Shakyamuni auch noch ein guter Ratgeber: "noch weiter darüber hinaus" usw. "über ALLES hinaus gegangen" (sehr trekchö'isch finde ich...)

    Also, was mich eigentlich interessiert, ist: wie kann ich blos durch das, was mir auf natürliche Weise zur Verfügung steht, zum Eigentlichen durchdringen. Oder ist letztlich das, was dafür zwangsläufig nötig ist, etwas für sich selbst Wahres, das man blos im Dzogchen "Trekchö" nennt?

    Muss nicht der Urgrund, wenn ich mich ihm konsequent und radikal ausliefere, mir irgendwann auf meine Weise alle Schleier beseitigen?

    Ich spring ins kalte Wasser und stelle fest, dass es nicht darum ging, den Schmutz abzuwaschen, sondern darum, Lotusblüten zu düngen...

    Einmal editiert, zuletzt von VOOM108 (15. Juni 2013 um 19:17)

  • VOOM108
    Gast
    • 15. Juni 2013 um 19:15
    • #10
    Zitat

    war dass ich ein energetisches problem am rechten unterbauch habe.. vielleicht eine entität, die ich entfernen lassen sollte.


    Ich finde solche Hinweise immer sehr wertvoll, egal ob sie aus "Träumen" oder sonstigen entfilterten Zuständen kommen.
    Vielleicht geht es ja wirklich um was physisches, oder einen hervortretenden karmischen Eindruck? Das "Unterbewusstsein" ist da so viel schlauer als unser wacher Verstand.

  • VOOM108
    Gast
    • 15. Juni 2013 um 20:37
    • #11
    Zitat

    Ansonsten ist das Mantra des Buddha Shakyamuni auch noch ein guter Ratgeber: "noch weiter darüber hinaus" usw. "über ALLES hinaus gegangen" (sehr trekchö'isch finde ich...)


    Ich meinte natürlich nicht OM MUNI MUNI MAHAMUNI SHAKYAMUNI SOHA sondern höchst sutra-herzlich:

    GATE GATE PARAGATE PARASAMGATE BODHI SOHA

  • VOOM108
    Gast
    • 15. Juni 2013 um 20:40
    • #12
    Zitat

    dass ich träume und dass ich dann diese Träume im Traum wieder und wieder erzähle und weiß währenddessen ganz genau, dass es eine Schachtel in der Schachtel in der Schachtel ist


    http://www.youtube.com/watch?v=JEn1YqfADuw

  • Turmalin 1
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    • 15. Juni 2013 um 21:09
    • #13

    ich halte das tendenziell für echt, weil:
    Wenn man irgendwie falsch praktiziert, dann bleibt man ein normaler Mensch und kann die Gefühle, die so aufkommen wegen Geldproblemen, Prüfungsstress, Probleme mit Mitmenschen usw nicht auflösen. Davon träumt man dann. Bei mir ist das jedenfalls so. Sobald ich spirituell absinke, träume ich von meinen Problemen. Ganz banal heute Nacht z. B. hat sich das unangenehme Gefühl gespiegelt, was ich beim Telefonat mit Rinpoche hatte, weil ich nach Monaten mal wieder Englisch verstehen musste. Sogar das reparieren- müssen meines Fahrrades, was nicht zu meinen Traum- Beschäftigungen gehört, kam in leicht unangenehmer Weise im Traum vor.
    Grade Leute die sich ein Ei auf die eigene spirituelle Entwicklung pellen, reden von dem, was sie gelesen und in Vorträgen gehört haben. Aber nicht von eigenen Träumen und Erfahrungen.

  • indolariawest
    Gast
    • 15. Juni 2013 um 21:13
    • #14
    VOOM108:
    Zitat

    die darüber keinen Zweifel hegen und niemanden fragen

    Ansonsten ist das Mantra des Buddha Shakyamuni auch noch ein guter Ratgeber: "noch weiter darüber hinaus" usw. "über ALLES hinaus gegangen" (sehr trekchö'isch finde ich...)

    Natürlich kommt man irgendwann von selber drauf, daß man es nur mit einer vergänglichen Konstruktion basierend auf Ergreifen zu tun hatte. Selbst im Gebiet von Weder-Wahrnehmung noch Nicht-Wahrnehmung bleibt ein fader Nachgeschmack. Warum? Weil das nicht alles sein kann. Woher kommt dieses "das kann nicht alles sein"? Aus dem Glauben an ein Selbst gegenüber zu Erscheinungen. Also aus ma rigpa. Klarerweise ist durch rigpa kein "darüber hinaus" mehr von Belang und so zeigt es sich dann auch.

    VOOM108:

    Also, was mich eigentlich interessiert, ist: wie kann ich blos durch das, was mir auf natürliche Weise zur Verfügung steht, zum Eigentlichen durchdringen. Oder ist letztlich das, was dafür zwangsläufig nötig ist, etwas für sich selbst Wahres, das man blos im Dzogchen "Trekchö" nennt?

    Wird nicht in irgendeine der zahlreichen Fallen getappt, zeigt sich das Eigentliche auf Basis vorherigen Nachsehens, wodurch eine Entscheidung zur Nichtmeditation getroffen wird. Das ist Trekchö und nicht spezifisch nur für Dzogchenpas. Nun ist Trekchö wie bereits erwähnt nicht das Ende der Fahnenstange, aber aus anderen Gründen als noch zu ma rigpa Zeiten. Die Sinne tragen immer noch Fehlinformationen basierend auf ma rigpa. Eine Metapher: In Trekchö weiß man daß der Strohhalm gerade ist, obwohl er in einem Glas Wasser steht. Aber noch erscheint er gebrochen, obwohl da selbst-klares Wissen ist, er sei gerade. Insofern ist Trekchö nur eine Trockenübung. Wissen ist nur temporär da und noch nicht "direkt gesehen". Das ist keine Buddhaschaft. Nun ist es ja so, daß Trekchö und Thögal nicht getrennt voneinander praktiziert werden können, denn ist rigpa länger offenbar, werden sich völlig von selbst reinere Visionen einstellen. Vor allem wenn Trekchö in Dunkelheit oder mit Blick gen Himmel "praktiziert" wird, ergo Nichtmeditation auf Basis einer konkreten Erkenntnis. Viele kennen z.b. kurz aufblitzende Lichtpunkte in verschiedenen Farben aus ma rigpa. Ist jedoch Wissen offenbar, hat das Erscheinen diverser reinerer Visionen eine etwas andere Qualität. Von sich aus ist mit Erscheinen solcher reineren Visionen "die Natur" klar, untrennbar von der erscheinenden Vision selbst. Und genau das "wird hier auch gesehen" bzw. die reinen Visionen sind selbst-klar weder "vor mir" noch "in mir" noch "irgendwo dazwischen" sondern kommen und gehen aus "der Natur". Es ist schier unmöglich dies über alaya zu verstehen und nicht umsonst hält man mit Thögal hinter dem Berg. Zusammenfassend kann man sagen, es dauert seine Zeit bis sich das Erlöschen diverser Konzepte auf Basis von rigpa auch tatsächlich auf die karmisch bedingte Wahrnehmung "auswirkt".

  • raterZ
    Gast
    • 16. Juni 2013 um 13:20
    • #15

    ok, die frage müßte eigtl. nicht heißen, ob bardo des klaren lichts, sondern ob es laut traum-yoga ein "klarheits-traum" war oder ein "klares-licht-traum". bei letzterem soll man eben undualistisch sein. dennoch wird auch von einem leeren raum (kunzhi) ohne träume oder gedanken geschrieben. ich vermute meine erfahrung irgendwas dazwischen war. ich habe auf westlichen klartraum internetseiten auch den begriff "traumlose klarheit" gelesen. das phänomen scheint bekannter zu sein, und muss auch anscheinend nicht auf rigpa basieren (denn die leute praktizieren gar kein dzogchen, die sowas erfahren - und die erfahrung ist eben dualistisch.)
    vielleicht kann man eben auch selten mal klares-licht träume haben und dort in dualismus fallen, wie es im bardo des lichts ja auch geschehen soll. die frage müßte man aber, denke ich, mal an einen richtigen lehrer weiter reichen.
    das ganze ist trotzdem interessant. und der traum ist bei mir auch unter der fragestellung enstanden, ob ich dzogchen oder mahamudra praktizieren soll. ;)

  • indolariawest
    Gast
    • 16. Juni 2013 um 14:14
    • #16
    raterZ:

    dennoch wird auch von einem leeren raum (kunzhi) ohne träume oder gedanken geschrieben.

    Kunzhi ist kein "leerer Raum".

  • raterZ
    Gast
    • 16. Juni 2013 um 14:36
    • #17
    indolariawest:
    raterZ:

    dennoch wird auch von einem leeren raum (kunzhi) ohne träume oder gedanken geschrieben.

    Kunzhi ist kein "leerer Raum".



    Ok ich zitiere mal TWR: "Die Essenz des Kunzhi ist Leere (shunyata). Es ist grenzenloser absoluter Raum, leer: ohne Wesenheiten, ohne innewohnendes Sein, ohne Begriffe, ohne Grenzen. Es ist der leere Raum, der außerhalb von uns zu sein scheint, der leere Raum, den die Dinge "bewohnen", und der leere Raum des Geistes..."

    Ich weiß auch, dass das Khunzi eigentlich nicht-dualistisch ist. Dennoch ist es ja etwas, was dem Geist zugrunde liegt - ob man das in seiner Verblendung nicht korrekt wahrnimmt, ist doch eine andere Sache.

  • indolariawest
    Gast
    • 16. Juni 2013 um 14:56
    • #18
    raterZ:
    indolariawest:

    Kunzhi ist kein "leerer Raum".



    Ok ich zitiere mal TWR: "Die Essenz des Kunzhi ist Leere (shunyata). Es ist grenzenloser absoluter Raum, leer: ohne Wesenheiten, ohne innewohnendes Sein, ohne Begriffe, ohne Grenzen. Es ist der leere Raum, der außerhalb von uns zu sein scheint, der leere Raum, den die Dinge "bewohnen", und der leere Raum des Geistes..."

    Ich weiß auch, dass das Khunzi eigentlich nicht-dualistisch ist. Dennoch ist es ja etwas, was dem Geist zugrunde liegt - ob man das in seiner Verblendung nicht korrekt wahrnimmt, ist doch eine andere Sache.

    Es ist Unsinn "von Khunzi" zu sprechen als wenn es sowas geben würde und zu sagen "das Khunzi" als wenn es sowas geben würde. Es ist Unsinn von "einer Leerheit" zu sprechen als wenn es sowas geben würde und zu sagen "die Leerheit" als wenn es sowas geben würde. Wenn du fragst welchen Namen ich habe und ich antworte daß ich keinen hätte und du würdest mir daraufhin zurufen:"Hallo Kein-Name", wäre das doch ebenso Unsinn. Auf die konkrete Praxis angewandt ist Khunzi gleich "Nichtauffindbarkeit". Aus Nichtauffindbarkeit "ein verdinglichtes Etwas" zu machen ist nur das Ergreifens eines Konzepts was dem Erscheinen von rigpa im Wege steht und zu gekünstelten Bewusstseinszuständen auf Basis von ma rigpa führt. Ich empfehle dir von diesem Buch erst mal ab zu lassen und dich erst mal in Mahamudra oder Dzogchen grundlegend praxisnah zu vertiefen, ansonsten werden diverse Termini nur mißverstanden. Außerdem "lehrt" dieser Autor hier kein Mengagde, also Dzogchen.

  • raterZ
    Gast
    • 16. Juni 2013 um 15:05
    • #19

    ja ok. ^^
    aber wieso lehrt er nicht dzogchen? er hat doch sogar nen buch darüber geschrieben?

  • indolariawest
    Gast
    • 16. Juni 2013 um 15:19
    • #20
    raterZ:

    ja ok. ^^
    aber wieso lehrt er nicht dzogchen? er hat doch sogar nen buch darüber geschrieben?

    Das was du da mit diesem Buch vor dir hast ist nicht Dzogchen. Yogacara/Cittamatra (deren Kunzhi), Tantra, Semde, Longde oder was auch immer. Es ist immer noch eine tibetische Geheimlehre. Nur wenige rücken mit Mengagde-Texten raus.

  • raterZ
    Gast
    • 16. Juni 2013 um 15:49
    • #21

    den begriff kunzhi gibt es auch im bön. TWR schreibt sogar, dass es nicht das gleiche ist, wie im yogachara.

  • indolariawest
    Gast
    • 16. Juni 2013 um 17:01
    • #22
    raterZ:

    den begriff kunzhi gibt es auch im bön. TWR schreibt sogar, dass es nicht das gleiche ist, wie im yogachara.

    Diesen Begriff gibt es in Dzogchen wie Cittamatra. Der Unterschied: Kunzhi und rang-rig - nicht voneinander aufzudröseln - kommen in Gegensatz zur Cittamatra-Sicht nicht aus dem Bewusstsein hervor, sind also wie erwähnt auch nicht das Ergebnis einer Konstruktion. Diverse "leere Räume des Geistes" haben damit nichts zu tun. Da ist der Bildschirm. Was ist dem gegenüber? Ein "leerer Raum des Geistes" "in dem der Bildschirm erscheint"? So mag es sicher für manche scheinen. Wie steht es aus Dzogchen-Sicht? Da ist der Bildschirm. Du siehst ihn. Was ist dem gegenüber? Da ist einfach immer wieder nur die Situation so wie sie sich präsentiert und immer schon präsentiert hat. Da vorne ist der Bildschirm. Hast du dich in Folge dieser "Entdeckung" für Nichtmeditation entschieden und belässt es bei genau diesem Fakt wird rigpa offenbar. Dieses selbst-klare Wissen lässt sich von der Situation so wie sie erscheint nicht aufdröseln. "Und da vorne ist Kunzhi". Verstehst du den Unterschied zwischen Nichtauffindbarkeit und "eine Nichtauffindbarkeit", den Unterschied zwischen "im leerem Raum des Geistes verweilen" und "eine Entscheidung für Nichtmeditation treffen", zwischen "Kunzhi in dem der Bildschirm erscheint" und "Kunzhi da vorne"? Wovon ist Kunzhi nun leer? Vom Bildschirm oder nur von Konzepten wie Subjekt und Objekt?

  • Simo
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    • 16. Juni 2013 um 19:22
    • #23

    Hallo raterZ,

    Erfahrungen solcher Arts sollten immer mit einem authentischen Lehrer abgeglichen und besprochen werden. Meine persönliche Meinung war bis jetzt immer, bei solchen Erfahrungen keine voreiligen Schlüsse zu ziehen.

    LG Simo

    Kein "Ich" - keine Probleme.

  • raterZ
    Gast
    • 16. Juni 2013 um 20:05
    • #24
    indolariawest:
    raterZ:

    den begriff kunzhi gibt es auch im bön. TWR schreibt sogar, dass es nicht das gleiche ist, wie im yogachara.

    Diesen Begriff gibt es in Dzogchen wie Cittamatra. Der Unterschied: Kunzhi und rang-rig - nicht voneinander aufzudröseln - kommen in Gegensatz zur Cittamatra-Sicht nicht aus dem Bewusstsein hervor, sind also wie erwähnt auch nicht das Ergebnis einer Konstruktion. Diverse "leere Räume des Geistes" haben damit nichts zu tun. Da ist der Bildschirm. Was ist dem gegenüber? Ein "leerer Raum des Geistes" "in dem der Bildschirm erscheint"? So mag es sicher für manche scheinen. Wie steht es aus Dzogchen-Sicht? Da ist der Bildschirm. Du siehst ihn. Was ist dem gegenüber? Da ist einfach immer wieder nur die Situation so wie sie sich präsentiert und immer schon präsentiert hat. Da vorne ist der Bildschirm. Hast du dich in Folge dieser "Entdeckung" für Nichtmeditation entschieden und belässt es bei genau diesem Fakt wird rigpa offenbar. Dieses selbst-klare Wissen lässt sich von der Situation so wie sie erscheint nicht aufdröseln. "Und da vorne ist Kunzhi". Verstehst du den Unterschied zwischen Nichtauffindbarkeit und "eine Nichtauffindbarkeit", den Unterschied zwischen "im leerem Raum des Geistes verweilen" und "eine Entscheidung für Nichtmeditation treffen", zwischen "Kunzhi in dem der Bildschirm erscheint" und "Kunzhi da vorne"? Wovon ist Kunzhi nun leer? Vom Bildschirm oder nur von Konzepten wie Subjekt und Objekt?

    ne das ist mir zu hoch ^^
    ich praktiziere non-duale praktiken bisher nicht :roll:
    vielleicht ist das ja ein hinweis, dass ich mich mit dzogchen beschäftigen sollte? wer weiß :grinsen:

    Simo: erstmal so jmd. finden. ;) aber du hast natürlich recht. ich habe ja deshalb das ganze auch hier zur diskussion gestellt ^^

  • Simo
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    • 16. Juni 2013 um 20:32
    • #25
    raterZ:

    Simo: erstmal so jmd. finden.

    stimmt, aber der Aufwand lohnt sich! Da sollte man sich nicht von seiner Faulheit leiten lassen :lol::D

    raterZ:

    ich habe ja deshalb das ganze auch hier zur diskussion gestellt ^^

    ich kann natürlich nicht beurteilen, wer hier schon Erfahrungen mit dem Klaren Licht gemacht hat. Persönlich denke ich allerdings, dass nur ein Lehrer, der einen kennt und weiß, wie man selbst praktiziert und wie solche Erfahrungen überprüft werden können das beurteilen kann. :)

    Kein "Ich" - keine Probleme.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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