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Missgunst vs. Gerechtigkeitssinn

  • Milou
  • 1. Juni 2013 um 23:28
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  • accinca
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    • 4. Juni 2013 um 21:20
    • #51
    gbg:

    Ich bin noch nicht befreit aber ich bemühe mich darum *lach* ;)


    Ich wünsche dir auf alle Fälle viel Erfolg für deine Bemühungen.
    Du weist ja, die Hoffnung stirbt zuletzt. :)

  • gbg
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    • 4. Juni 2013 um 21:23
    • #52
    Markus Bertulat:
    gbg:

    Für mich sind Meister all diejenigen die sich nicht fürchten weil sie lieben.

    Hallo gbg!

    Was Jesus und Sokrates zumindest gemeinsam haben, gegenüber Buddha. Sie sind für ihre Sache gestorben. Ein größeres Opfer kann ein Mensch wohl nicht bringen. Jesus und Sokrates mischten sich unter des Volk - der Buddha zog sich zurück.
    Warum ist der Buddha nicht nach dem Erwachen in seinen Palast zurückgekehrt? Warum hat er sein kleines Reich nicht weise regiert? Weil er gescheitert wäre... Um nicht zu scheitern blieb der Buddha fern... Niemand auf der Welt scheitert, wenn er sich vom weltlichen abwendet. Der Verdienst des Buddha liegt in seinen tiefen Erkenntnissen.

    Liebe Grüße
    Markus

    Auch auf Jesu Scheitern folgte sein größter Triumph. Er hatte alles Menschenmögliche versucht für die es ihm vergolten indem sie zu ihm sagten: "Verflucht ist was am Holze hängt". Dann Schrie er völlig entkräftet am Kreuz hängend laut auf und rief: "Vater in deine Hände lege ich meinen Geist". Das bedeutete für ihn eine Entlastung. Er hatte alles versucht nun legte er seinen eigenen größten Wunsch die Menschen zu Gott zu führen zurück in die Hände Gottes. Und Gott so heist es nahm ihn dafür bei sich auf und ließ ihn Platz nehmen zu seiner Rechten.

  • gbg
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    • 4. Juni 2013 um 21:31
    • #53
    accinca:
    gbg:

    Ich bin noch nicht befreit aber ich bemühe mich darum *lach* ;)


    Ich wünsche dir auf alle Fälle viel Erfolg für deine Bemühungen.
    Du weist ja, die Hoffnung stirbt zuletzt. :)

    Ganz genau :)

    Drei Kerzen: Wenn die Kerze der Liebe erlischt und auch die zweite Kerze die des Glaubens dann bleibt als letztes noch die der Hoffnung und an ihr so lange diese nicht erlischt können die anderen beiden wieder entzündet werden.

  • gbg
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    • 4. Juni 2013 um 21:38
    • #54
    accinca:


    Deine Probleme habe ich nicht. Es sind deine Probleme die du dir hier selber machst
    mit deinem Jesus und deinem "Gott". Da kannst du viel von reden und es bleibt immer
    nur dein Problem das du so denkst. Ich weiß, es ist sicher psychologisch ganz schwer
    das jemals wieder raus zu kommen. Zu erkennen: die Welt ist doch ganz anders.

    Wie gesagt meine Wurzel habe ich im Christentum und diese verleugne ich nicht. Aber ich bin kein Inklusivist schon gar kein Exklusivist sondern Pluralist. D.h. in allen Religionen kann Heil erlangt werden.

    Jesus war ein Meister für mich der größte der je gelebt hat aber auch Buddha war wie gesagt ein Meister.

    Aber es ist doch schön das wir so verschieden sind so verschieden denken das spiegelt unser beider Einmaligkeit wieder.

    Ich toleriere deine Haltung nicht nur sondern ich akzeptiere sie voll und ganz. Die Wege der Menschen sind eben so unterschiedlich wie ihre Personen.

    Auch Sokrates war ein großer Meister mein Irdischer der mich "erdet".

  • Markus Bertulat
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    • 4. Juni 2013 um 22:09
    • #55
    gbg:

    Wie gesagt meine Wurzel habe ich im Christentum und diese verleugne ich nicht. Aber ich bin kein Inklusivist schon gar kein Exklusivist sondern Pluralist. D.h. in allen Religionen kann Heil erlangt werden.

    Hallo gbg!

    Ich komme aus dem Katholizismus. Mit dem Monotheismus, weil ich diesen philosophisch interpretiere: Gott macht die Naturgesetze, der Mensch macht die sittlichen Gesetze, habe ich keine Widersprüche. Allerdings fehlt mir das Verständnis für das Christentum oder den Islam. Ich kann weder Jesus, noch könnte ich Mohammed folgen.
    Der Buddha sieht sich nicht als Messias oder Prophet und das macht mir den Buddhismus sympathisch. Aber das muss jeder für sich entscheiden.
    Allerdings glaube auch ich, dass man in jeder Religion sein Heil erfahren kann.

    Liebe Grüße
    Markus

  • Toddler
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    • 4. Juni 2013 um 22:45
    • #56
    gbg:

    Aber wie wird wenn allem Eigennutz zugrunde liegt dieser eingesehene Nutzen dem anderen sonst noch klar gemacht? Gibt es keine andere Weg als diesen dem Gegenüber mit seiner Angst zu konfrontieren bei Bruch dieses unausgesprochenen Gesetzes mit eigenen Einbußen rechnen zu müssen oder steckt in diesem unausgesprochenen Gesetz nicht auch der Aspekt der Liebe zumindest der Toleranz in der ebenfalls unausgesprochenen Klausel dass alle! von diesem profitieren?

    Ist dies nur eine negativ aufgefasste Klausel im Gesetz oder nicht der eigentliche Paragraph dem sich die Gesetzestreuen mit Freude beugen?

    Hallo gbg

    Ich verstehe nicht alle Deine Gedanken bis ins Detail. Offenbar bist Du christlich konditioniert. Im Christentum ist Liebe tatsächlich ein oder gar der zentrale Punkt der Lehre. Hier tut sich aber das grosse christliche Paradoxon auf. Jesus predigt zwar Liebe, Vergebung und Demut, Gottvater (der irgedwie auch gleichzeitig Jesus selber sein soll zusammen mit einer Art feinstofflichem Geist) ist jedoch ein brutaler, rachsüchtiger Vulkangott, der ein jüngstes Gericht abhält um zu bestrafen und zu belohnen, von Väter verlangt ihre Söhne zu töten (Abraham, Isaak) und Städte und ganze Länder in Schutt und Asche legt (Sodom und Gomorrha, Sintflut). Wenn ich an den glauben würde, müsste ich auch dauernd in Angst und Schrecken leben. Von den Höllenqualen und dem jüngsten Gericht noch ganz zu schweigen.

    Ich will nicht das Christentum schlecht machen. Nur was aufzeigen: Jesus war Reformer, er wollte den Menschen von diesem brutalen Gott befreien und damit von der Angst befreien. Mitgfühl, Liebende Güte, Mifreude, sollen ganz aus sich selbst heraus entstehen, nicht weil man es tun muss, nicht aus Angst vor Strafe
    Seine Priester haben ihn aber verraten, das Christentum heruntergewirtschaftet und an die Wand gefahren.(Ablasshandel, Beichte, Drohen)

    Einmal editiert, zuletzt von Toddler (4. Juni 2013 um 22:54)

  • Milou
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    • 4. Juni 2013 um 22:52
    • #57

    Irgendwie ist der Thread inhaltlich völlig aus der Bahn geraten. Schade, aber auf Seite 1 stehen ja einige interessante Beiträge.

    Wenn nun in einem buddhistischen Forum eine Lanze für das Christentum gebrochen werden soll, sollte man den Thread verschieben :(

    Trotzdem Danke für alle konstruktiven Beiträge,

    lg

    Milou

    "... Wer jedoch nur Ochsenscheiße hat im Geist, der sieht nur Ochsenscheiße überall."

  • gbg
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    • 4. Juni 2013 um 23:03
    • #58
    Milou:


    Wenn nun in einem buddhistischen Forum eine Lanze für das Christentum gebrochen werden soll, sollte man den Thread verschieben :(

    Liebe und Gerechtigkeit sind die beiden Hauptstränge die sich durch die gesammte Geschichte der Christenheit ziehen. Und auch hier geht es ja um Gerechtigkeit. Ich denke Gerechtigkeit ist ohne Liebe - Angst nicht in seiner Tiefe zu verstehen. Ich wollte und will aber für niemanden Strudel sein. Deshalb überlasse ich die Threadführung nun wieder der Quelle. ;):)

  • accinca
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    • 4. Juni 2013 um 23:24
    • #59
    Markus Bertulat:

    Allerdings glaube auch ich, dass man in jeder Religion sein Heil erfahren kann.
    Liebe Grüße Markus


    Ich glaub das leider ganz und gar nicht.
    Es gibt meistens nur falsche und halb richtige Dinge.
    Der Buddha macht da so weit das Auge reicht die einzige rühmliche Ausnahme.

  • accinca
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    • 4. Juni 2013 um 23:27
    • #60
    gbg:

    Aber ich bin kein Inklusivist schon gar kein Exklusivist sondern Pluralist. D.h. in allen Religionen kann Heil erlangt werden.


    Ich weiß, die Hoffnungen sind ja groß, da kann ich so einen Gedanken ja verstehen.

  • Markus Bertulat
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    • 4. Juni 2013 um 23:42
    • #61

    Gibt es eigentlich in der buddhistischen Literatur das Wort Gerechtigkeit? Ich kenne das Wort ursprünglich nur aus der griechischen und römischen Philosophie? In meiner Ausgabe des Dhammapada zum Beispiel, kommt das Wort nicht einmal vor. Ist das Wort Gerechtigkeit im Buddhismus überhaupt relevant? Oder ist der Buddhismus, in seiner Gesamtheit, die Definition von Gerechtigkeit?
    Wenn der Buddhismus in seiner Gesamtheit die Definition von Gerechtigkeit wäre, dann hätte nur derjenige einen Gerechtigkeitssinn, der die Lehre in seiner Gesamtheit versteht.
    -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Oder versteht sich Gerechtigkeit doch so?

    Gerechtigkeitssinn liegt in menschlichen Genen

    "Dreijährige wissen bereits, ob sie sich eine Belohnung durch gemeinsame Arbeit verdient haben oder nicht. Anthropologen vom Max-Planck-Institut in Leipzig haben entdeckt, dass Kinder im Alter von drei Jahren ihre Spielzeugbelohnungen bereitwillig mit einem anderen Kind teilen, sobald beide diese zuvor eine gemeinsame Aufgabe geschafft haben. Wenn die Kleinkinder ohne ersichtlichen Grund oder für eine selbständig gelöste Aufgabe belohnt wurden, behielten sie den Großteil der Belohnung für sich." http://www.sein.de/news/2011/juli…hen-genen-.html

  • KlareLinieOhneZiel
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    • 5. Juni 2013 um 00:45
    • #62

    Hallo,

    seinen "Gerechtigkeitssinn" kann man nach meiner Erfahrung am besten an den drei Fragen:

    Ist es gerecht, dass Wasserstoffatome weniger Elektronen haben als die anderen Atome?

    Ist es gerecht, dass Affen schneller auf Bäume klettern können als Menschen?

    Ist es gerecht, dass ich immer den Müll runterbringen muss?

    schulen. Nachdem man diese drei gut durchdacht hat, weiss man schon sehr viel zum Thema "Gerechtigkeit". Das meine ich durchaus ernst.

    ...

    "....Will man das Unermessliche begreifen, das, was nicht zu unserer Welt gehört, und was der Verstand nicht zusammengesetzt hat, – denn was er zusammensetzt, kann er auch wieder auflösen, – will man in eine ganz andere Welt eindringen, dann muss man zuerst die Welt begreifen, in der wir leben, die wir gestaltet haben und deren Teil wir sind, – die Welt voller Ehrgeiz, Gier, Neid, Absonderung, Begierde, Furcht und Hass. Das bedeutet aber, dass man sich selber in seinem Bewusstsein und in seinem Unterbewusstsein voll verstehen muss. Und das ist nicht so sehr schwer, wenn man erst einmal seinen Sinn darauf richtet. Will man wirklich sein Wesen ganz erforschen, so kann man leicht Entdeckungen machen. Es enthüllt sich in jedem Augenblick und in jeder Art von Beziehung, – wenn man den Autobus besteigt oder eine Taxe nimmt oder zu jemandem spricht. Man kann sehr leicht alles über sich selbst herausfinden, wenn man dem nachgeht.

    Das interessiert jedoch die meisten Menschen nicht, weil sie sich ernsthaft darum bemühen und beharrlich untersuchen müssten. Und weil sie so oberflächlich sind, geben sie sich schnell mit Worten wie ›Gott‹, ›Liebe‹ und ›Schönheit‹ zufrieden. Sie nennen sich ›Christen‹, ›Deutsche‹ oder ›Hindus‹ und glauben, damit das ganze Problem gelöst zu haben. All das muss man abwerfen, fallen lassen; und man kann es nur, wenn man anfängt, sich wirklich tief zu erkennen. Nur mit dem Verstehen des eigenen Wesens kann man etwas entdecken, das jenseits aller Grenzen ist.

    Es hat keinen Sinn, meine Worte lediglich zu wiederholen oder auswendig zu lernen. Was man wiederholt, hat keine Bedeutung; nur das, was man selber erlebt und direkt versteht...."

    aus: Jiddu Krishnamurti, "Religiöse Erneuerung", Knaur 1986

    1.Die menschlichen Gene stimmen zu 55 % mit einer Banane überein.
    2.1 Mann in D besitzt im Schnitt 19 Unterhosen.
    3.1/3 der Gummibären in jeder Tüte ist rot,1/6 jeweils grün, gelb, weiß und orange.
    4.1 Kamel kann in 15 min 200 l Wasser trinken.

  • Markus Bertulat
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    • 5. Juni 2013 um 04:01
    • #63
    KlareLinieOhneZiel:

    Das interessiert jedoch die meisten Menschen nicht, weil sie sich ernsthaft darum bemühen und beharrlich untersuchen müssten. Und weil sie so oberflächlich sind, geben sie sich schnell mit Worten wie ›Gott‹, ›Liebe‹ und ›Schönheit‹ zufrieden. Sie nennen sich ›Christen‹, ›Deutsche‹ oder ›Hindus‹ und glauben, damit das ganze Problem gelöst zu haben.

    Hallo!

    Wie glücklich muss ein Tier doch sein, als gottloses Geschöpf. Es folgt nur seiner Natur, ohne die Dinge die es umgibt "zu begreifen". - Mit dem Denken fängt die Problematik an.

    Liebe Grüße
    Markus

    Einmal editiert, zuletzt von Markus Bertulat (5. Juni 2013 um 04:25)

  • SpringMode5708
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    • 5. Juni 2013 um 04:22
    • #64
    brigittefoe:


    Geistig sowie körperlich werde ich
    bei unheilsamen und üblen Gedanken
    sofort
    An-gespannt;
    eng, die Brust schnürt sich zu,
    das Herz ist futsch.

    Sobald ich merke, daß meine Gedanken UND Gefühle in negativer
    mißgünstiger Art hervorkommen, versuche ich sofort den
    Schalter im Kopf umzudrehen -
    bei mir zu bleiben, die Dankbarkeitshaltung einzunehmen !

    Alles anzeigen


    Ersteres ist wohl normal, bei keinem Anders.

    Nun bitte ich Dich um ein winzige Kleinigkeit: Beobachte doch mal.
    Was geschieht mit der Anspannung, wenn Du sofort den 'Schalter im Kopf umdrehst'
    und zu Dankbarkeit wechselst/umwandelst.

    Herzlich,
    Mirco

  • void
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    Zen
    • 5. Juni 2013 um 09:22
    • Offizieller Beitrag
    • #65
    KlareLinieOhneZiel:

    Hallo,

    seinen "Gerechtigkeitssinn" kann man nach meiner Erfahrung am besten an den drei Fragen:

    Ist es gerecht, dass Wasserstoffatome weniger Elektronen haben als die anderen Atome?

    Ist es gerecht, dass Affen schneller auf Bäume klettern können als Menschen?

    Ist es gerecht, dass ich immer den Müll runterbringen muss?

    schulen. Nachdem man diese drei gut durchdacht hat, weiss man schon sehr viel zum Thema "Gerechtigkeit". Das meine ich durchaus ernst.

    Alles anzeigen

    Gerechtigkeit ist doch etwas was sich auf Augleichsprozesse in sozialen Gruppen bezieht. Es auf einen anderen Kontext zu beziehen, macht doch einfach keinen Sinn.

    Mir kommt vor selbst die letzte Frage bezieht sich nicht auf ein soziales Problem sondern auf das eigene Hadern mit der Welt. Und das ist es gerecht wird synonym zu "ist es ok wie es ist oder soll es anders sein." Gerechtigkeit ist aber etwas was sich aufe Gruppe bezieht. Die Frage "Wer soll wann den Müll runterbringen" wäre eine solche soziale Frage.

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  • brigittefoe
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    • 5. Juni 2013 um 10:56
    • #66
    Mirco:
    brigittefoe:


    Geistig sowie körperlich werde ich
    bei unheilsamen und üblen Gedanken
    sofort
    An-gespannt;
    eng, die Brust schnürt sich zu,
    das Herz ist futsch.

    Sobald ich merke, daß meine Gedanken UND Gefühle in negativer
    mißgünstiger Art hervorkommen, versuche ich sofort den
    Schalter im Kopf umzudrehen -
    bei mir zu bleiben, die Dankbarkeitshaltung einzunehmen !

    Alles anzeigen


    Ersteres ist wohl normal, bei keinem Anders.

    Nun bitte ich Dich um ein winzige Kleinigkeit: Beobachte doch mal.
    Was geschieht mit der Anspannung, wenn Du sofort den 'Schalter im Kopf umdrehst'
    und zu Dankbarkeit wechselst/umwandelst.

    Herzlich,
    Mirco

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    moin Mirco,
    Du hattest mich ja gefragt, wat passiert -
    nu staune ike, wenn Du es ja eh schon wissen tust . . .

    Natürlich, gerate ich den ent-spannteren Modus,
    beginne ich in die Dankbarkeit zu wechseln -
    ich werde kleiner und kleiner . . . . . .

    Gruß

    Es ist eine wahre Schmach und Schande, daß wir Christen wie blinde Hühner umhergehen und nicht erkennen, was in uns ist und davon gar nichts wissen.
    Johannes Tauler

  • Karnataka
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    • 5. Juni 2013 um 10:59
    • #67

    treffe heute einen ehemaligen Kollegen, der sehr erfolgreich ist und auch eine aus meiner Sicht sehr spannende Lehrtätigkeit in der Erwachsenenbildung nun ausübt – da bin ich ihm ausgesprochen neidig! Die Frage ist, ob ich nun eigentlich in der Lage wäre, zu beurteilen, ob er seine Sache gut oder schlecht macht. Ich bin überzeugt, man kann sagen, dass eine solche Emotion keinen neutralen Blickwinkel zulässt. In diesem Sinn kann Missgunst kein „ausgeprägter Gerechtigkeitssinn“ sein.

    Eine andere Frage ist, ob Konkurrenzdenken an sich schlecht ist, oder ob es auch als Ansporn für positive Leistungen dienen kann. In einem beschränkten Ausmaß scheint auch eine an sich destruktive Emotion wie Neid sinnvoll, sofern sie nicht zum Hass führt. Dazu gibt es einen spannenden Dialog zwischen dem D L und Paul Ekman, einem Forscher zu Emotionen: Gefühl und Mitgefühl.

    Gerechtigkeit oder Mitgefühl: worauf soll Ethik gründen? Überspitzt ausgedrückt: „Auge um Auge…“ oder „Liebe deinen Nächsten“? Aus christlicher und buddhistischer Sicht gründet der Gedanke der Gerechtigkeit selbst auf Mitgefühl (wie alle anderen inneren Werte). So wird Bestrafung nicht als Rache verstanden, Versöhnlichkeit gefördert, die innere Motivation beachtet, zwischen Tat und Täter unterschieden usf. Auch dazu gibt’s ein schönes Buch vom D L : Rückkehr zur Menschlichkeit.

    oh, ich merke, ich bin nur noch am Zitieren... :)

  • gbg
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    • 5. Juni 2013 um 11:14
    • #68
    void:
    KlareLinieOhneZiel:

    Hallo,

    seinen "Gerechtigkeitssinn" kann man nach meiner Erfahrung am besten an den drei Fragen:

    Ist es gerecht, dass Wasserstoffatome weniger Elektronen haben als die anderen Atome?

    Ist es gerecht, dass Affen schneller auf Bäume klettern können als Menschen?

    Ist es gerecht, dass ich immer den Müll runterbringen muss?

    schulen. Nachdem man diese drei gut durchdacht hat, weiss man schon sehr viel zum Thema "Gerechtigkeit". Das meine ich durchaus ernst.

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    Gerechtigkeit ist doch etwas was sich auf Augleichsprozesse in sozialen Gruppen bezieht. Es auf einen anderen Kontext zu beziehen, macht doch einfach keinen Sinn.

    Mir kommt vor selbst die letzte Frage bezieht sich nicht auf ein soziales Problem sondern auf das eigene Hadern mit der Welt. Und das ist es gerecht wird synonym zu "ist es ok wie es ist oder soll es anders sein." Gerechtigkeit ist aber etwas was sich aufe Gruppe bezieht. Die Frage "Wer soll wann den Müll runterbringen" wäre eine solche soziale Frage.

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    Genau so ist es.

    Angst (immer Verlustangst!) erzeugt das Verlangen nach Gerechtigkeit am eigenen Selbst. Teilen zu Gleichen Teilen ist zunächst mal das Verlangen. Weiterer Entzug führt zu Entzugsangst und das führt zu Hass.
    Auf den der Entzieht die Welt oder auf Gott!

    Man muss das Übel an der Wurzel packen und von Angst (immer Verlustangst) Abstand nehmen.

    Liebe ist der Gegenpol zur Angst.

    Sie erzeugt das Verlangen nach Gerechtigkeit unter den Anderen!. Sich zum Diener der Gerechtigkeit zu machen ist das Verlangen des wahrhaft Gerechten das im Gegensatz zum Teilen zu gleichen Teilen keine Stagnation (Deshalb das Wort: Liebt nicht nur die euch lieben. Tun das nicht auch die Heiden?) sondern Fortschritt auf dem Weg zur Buddhaschaft bedeutet. Jesus machte sich zum Diener der Gerechtigkeit indem er seinen Jüngern die Füße Wusch. Dadurch stellte er sich als Verbindende Liebe zwischen die Parteien (Die Jünger fragten Jesus einmal: Wer ist dein Lieblingsjünger dem wollte Jesus damit entgegenwirken).

  • MonikaMarie1
    Gast
    • 5. Juni 2013 um 11:31
    • #69
    Karnataka:

    oh, ich merke, ich bin nur noch am Zitieren... :)

    Hast aber wohltuend zitiert :D

  • void
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 5. Juni 2013 um 12:00
    • Offizieller Beitrag
    • #70
    gbg:


    Angst (immer Verlustangst!) erzeugt das Verlangen nach Gerechtigkeit am eigenen Selbst. Teilen zu Gleichen Teilen ist zunächst mal das Verlangen. Weiterer Entzug führt zu Entzugsangst und das führt zu Hass.
    Auf den der Entzieht die Welt oder auf Gott!

    Man muss das Übel an der Wurzel packen und von Angst (immer Verlustangst) Abstand nehmen.

    Liebe ist der Gegenpol zur Angst.

    Sie erzeugt das Verlangen nach Gerechtigkeit unter den Anderen!. Sich zum Diener der Gerechtigkeit zu machen ist das Verlangen des wahrhaft Gerechten das im Gegensatz zum Teilen zu gleichen Teilen keine Stagnation (Deshalb das Wort: Liebt nicht nur die euch lieben. Tun das nicht auch die Heiden?) sondern Fortschritt auf dem Weg zur Buddhaschaft bedeutet. Jesus machte sich zum Diener der Gerechtigkeit indem er seinen Jüngern die Füße Wusch. Dadurch stellte er sich als Verbindende Liebe zwischen die Parteien (Die Jünger fragten Jesus einmal: Wer ist dein Lieblingsjünger dem wollte Jesus damit entgegenwirken).

    Liebe für sich selbst einzufordern ist ja etwas ganz anderes als Liebe zu geben. Ersteres ist Ausdruck von anhaftenden Begehren und wohl letzendlich von Verlustangst während letzteres die Haltung ist die nicht an Verlust denkt und deswegen geben kann.

    Wahrscheinlich ist es beim Thema Gerechtigkeit ähnlich:

    Also dass es ein grosser Unterscheid ist, ob man davon redet, anderen Gerechtigkeit zu gewähren oder für sich persönlich Gerechtigkeit zu fordern. Ersteres ist Ausdruck einer Grossherzigkeit, die über die eigenn Bedürfnisse hinausgeht, während letzeres oftmals nur Ausrücke dieser Bedürfnisse ist. In anderen Situationen kann das einfordern von Rechten für sich selbst aber auch aus einer edlen Motivation heruas kommen, anderen in der gleichen Situation zu helfen.

    Aber letzendlich betrifftGgerechtigkeit genau wie Liebe etwas was zwischen den Menschen ist und ist deswegen in der buddhitischen Sichtweise die auf die verblendete Wahrnmung zielt ( in der es ich und welt gibt) viel schwerer zu fassen als in Religionen die vom Sozialen und Gemeinsamen ausgehen, wie das Christentum. Das eben dadurch natürlich wieder andere Probleme hat.

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  • brigittefoe
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    • 5. Juni 2013 um 12:12
    • #71

    Das Erste, was wir tun, ist Atem holen
    Doch was wir nehmen, müssen wir letztlich wieder geben.
    Das ist der Rhythmus des Lebens.
    Das ist das natürliche Gesetz der Wechselwirkung,
    das sich auf alles und jeden auswirkt.
    Am Anfang nimmst du das, was du am Ende gibst.
    Das ist das Gesetz von Ursache und Wirkung.
    Dieses ungeschriebene Gesetz umfasst jede unserer Handlungen
    Es ist das Gesetz vollkommener Gerechtigkeit.
    Wir erhalten stets den Erlös all dessen, was wir geben.

    Quelle: Brahma Kumaris

    Es ist eine wahre Schmach und Schande, daß wir Christen wie blinde Hühner umhergehen und nicht erkennen, was in uns ist und davon gar nichts wissen.
    Johannes Tauler

  • SpringMode5708
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    • 5. Juni 2013 um 13:02
    • #72

    Moin,

    brigittefoe:

    moin Mirco,
    Du hattest mich ja gefragt, wat passiert -
    nu staune ike, wenn Du es ja eh schon wissen tust . . .


    ich wollte bloß wissen, was Du wahrnimmst, damit wir nicht aneinander vorbeireden.

    Zitat

    Natürlich, gerate ich den ent-spannteren Modus,
    beginne ich in die Dankbarkeit zu wechseln -
    ich werde kleiner und kleiner . . . . . .
    Gruß

    Zitat


    Da ist jetzt nämlich wieder etwas leicht anderes, nämlich die Reihenfolge.
    Genau darauf wollte ich hinaus.

    Hey, das ist klasse. In die Dankbarkeit kann die Spannung nicht mitgenommen werden.
    Ebensowenig in's Verzeihen.

    Danke :)

  • gbg
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    • 5. Juni 2013 um 13:19
    • #73
    Mirco:


    Hey, das ist klasse. In die Dankbarkeit kann die Spannung nicht mitgenommen werden.
    ...
    Danke :)

    Dem Dank schließe ich mich gerne an.

    Danke brigittefoe! :)

    Dadurch verstehe ich nun auch das Mantra Dankbarkeit von David Steindl-Rast besser.

    Aus Wikipedia:
    "das Rezitieren von Mantren [Ergänzung: ist] während der Meditation sowie im Gebet üblich."

    Auch aus Wikipedia:
    "1965 wurde er, als einer der ersten Mönche nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil,[1] von seinem Abt beauftragt, sich mit dem interreligiösen Dialog zwischen Christentum und Buddhismus zu befassen. Er praktizierte daraufhin Zen bei den Meistern Haku'un Yasutani, Soen Nakagawa, Shunryū Suzuki und Eido Tai Shimano."

  • Karnataka
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    • 5. Juni 2013 um 14:24
    • #74

    Hier die gültige Antwort auf die Frage nach dem Zusammenhang von Missgunst und Gerechtigkeitssinn!

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/m…n-a-265985.html

    :?

  • Markus Bertulat
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    • 5. Juni 2013 um 14:28
    • #75
    void:
    KlareLinieOhneZiel:

    Seinen "Gerechtigkeitssinn" kann man nach meiner Erfahrung am besten an den drei Fragen: Ist es gerecht, dass Wasserstoffatome weniger Elektronen haben als die anderen Atome? Ist es gerecht, dass Affen schneller auf Bäume klettern können als Menschen? Ist es gerecht, dass ich immer den Müll runterbringen muss? schulen. Nachdem man diese drei gut durchdacht hat, weiss man schon sehr viel zum Thema "Gerechtigkeit". Das meine ich durchaus ernst.


    Gerechtigkeit ist doch etwas was sich auf Augleichsprozesse in sozialen Gruppen bezieht. Es auf einen anderen Kontext zu beziehen, macht doch einfach keinen Sinn.

    Hallo Void!

    Vielleicht meinte KLOZ auch: Wasserstoff ist Bestandteil beinahe aller organischen Verbindungen und kommt in sämtlichen lebenden Organismen vor. Der Mensch besteht aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff. Eine Evolutionstheorie besagt: der Mensch war mal Affe. Als der Menschenaffe die Bäume verließ und aufrecht durch die Steppe ging, verlehrte er die Fähigkeit zum Schutz auf Bäume zu flüchten. Jetzt muss der Mensch den Müll herunterbringen und fragt sich: "Warum?" - Ist das alles Gerecht? :D

    Liebe Grüße
    Markus

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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