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  1. Buddhaland Forum
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Reue und Scham

  • vimokkha
  • 14. Mai 2013 um 12:51
  • Zum letzten Beitrag
  • Sukha
    Gast
    • 15. Mai 2013 um 09:20
    • #26
    Losang Lamo:

    Es ist mir wichtig, für ein Verständnis des authentischen Buddhismus, diese Dinge zu beleuchten: Perfektionismus und Dünkel, das Akzeptieren von Fehlerhaftigkeit, Gleichmut, Geduld, Humor...

    Erst einmal kommt es darauf an, was jeder Einzelnen möchte. Wo ist sein Ziel? So ist dann wohl auch der Anspruch an sich selber.
    Dann, wo spielen sich die Beurteilungen denn ab, ob der andere Geduld hat, ein Perfektionist ist, Humor hat usw.?

    Wenn wir in einem Forum nicht selber auf die Bedeutung der Worte achten, unachtsam sind, wie soll man denn erwarten, dass andere einen verstehen. Z.B. zwischen "Freude" und "dürr und ausgetrocknet" liegen ja wohl Welten oder? :lol:

    ()

  • Peeter
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    14. Juni 2010
    • 15. Mai 2013 um 09:25
    • #27
    MonikaMarie1:

    Vielen Dank, liebe Sukha, genau so habe ich es gemeint, denn ich weiß ja, wem ich antworte :D
    _()_ Monika

    Du antwortest auf Antworten .. nicht Irgend Jemandem.
    Und .. es lesen auch welche mit, die du evtl. nicht explizit meinst.
    Also .. dies ist kein geschlossenes Forum, sondern frei einsichtbar für Alle.
    Also sollten Antworten allgemein verständlich und auch gemeint sein. Mal so am Rande des Notizblocks.

  • MonikaMarie1
    Gast
    • 15. Mai 2013 um 09:33
    • #28
    Losang Lamo:


    einfaches Beispiel: ein Fußballspieler, der niemals Fehler machen darf, verkrampft nur. Ihm fehlt die lockere Inspiration, um mit außergewöhnlichen Situationen im Überblick umzugehen.
    Wie soll es da erst einem buddhistischen Aspiranten gehen, der KEINEN Fehler machen darf, nie nicht auch nur einmal Sukha mit Sukkha verwechseln?
    Achtsamkeit ist ein Geländer, kein Käfig.
    ...

    Liebe LL,
    ein Fußballspieler, der von vornherein bei einem großen Spiel (und unser Pfad ist ein sehr großes Spiel) einräumt, dass er Fehler machen wird, wäre wohl eine Lachnummer bei den Fans und nicht duldbar beim Trainer. Es ist einfach ein ungeschriebenes Gesetz, dass wir fehlerhaft sind, solange wir eingeschränkt menschlich denken und handeln. Das müssen wir nicht erst betonen. Deshalb gibt es ja auch Übung und Praxis. Deshalb geht es auch nicht darum, ob ich darf oder nicht.
    Erst die Sicht, die über diese Ebene hinausgeht, macht den Weg frei für noch mehr Klarheit, und dies wird durch bewusstes Anschauen/Hinschauen ermöglicht.

    Wenn ich soviel Achtsamkeit und Konzentration entwickelt habe, dass sie in Fleisch und Blut übergegangen ist, brauche ich mich darum auch nicht weiter zu sorgen.

    So wie Du ja auch schreibst:
    Achtsamkeit ist ein Geländer, kein Käfig.
    Und ich bin Sukha dankbar, dass sie mich auf meine Un-Achtsamkeit aufmerksam gemacht hat, denn so etwas ist u. a. mein Geländer.

    _()_ Monika

  • MonikaMarie1
    Gast
    • 15. Mai 2013 um 09:35
    • #29
    peeter:
    MonikaMarie1:

    Vielen Dank, liebe Sukha, genau so habe ich es gemeint, denn ich weiß ja, wem ich antworte :D
    _()_ Monika

    Du antwortest auf Antworten .. nicht Irgend Jemandem.
    Und .. es lesen auch welche mit, die du evtl. nicht explizit meinst.
    Also .. dies ist kein geschlossenes Forum, sondern frei einsichtbar für Alle.
    Also sollten Antworten allgemein verständlich und auch gemeint sein. Mal so am Rande des Notizblocks.

    Nein, ich antworte meistens jemandem speziell, genau so wie LL mir geantwortet hat.
    Aber verständlich sollten die Antworten schon sein, davon bin ich eben bei meiner Antwort ausgegangen. Schon wieder ein Fehler, huch???
    _()_

  • Sukha
    Gast
    • 15. Mai 2013 um 09:39
    • #30
    peeter:


    Du antwortest auf Antworten .. nicht Irgend Jemandem.
    Und .. es lesen auch welche mit, die du evtl. nicht explizit meinst.
    Also .. dies ist kein geschlossenes Forum, sondern frei einsichtbar für Alle.
    Also sollten Antworten allgemein verständlich und auch gemeint sein. Mal so am Rande des Notizblocks.

    Ok.

    Dann nehmen wir die beiden verschiedenen Lesearten, die sich jetzt zum Thema aufgetan haben:

    Einmal MM, die wohlwollend/heilsam darauf geachtet hat was Geschrieben wurde und nicht spekulativ etwas hinein interpretierte was gar nicht da war und beim Thema blieb.

    Dann LL, die direkt ganze unheilsame spekulative Geschichten aus einen kleinen Verweis auf ein falsch geschriebenes Wort machte.

    Was führt nun in einem Forum zu einer angenehmen Gesprächskultur?

    Und dazu gehört Achtsamkeit.
    Zu lesen was der andere schreibt, ohne eigene spekulative (persönliche) Geschichten drumherum zu machen.

    Und nun ist das Thema erleeeeeeedigt :D


    Allen einen sonnigen Tag wünschend
    Sukha

  • vimokkha
    Gast
    • 15. Mai 2013 um 09:55
    • #31

    Mirco:

    ich wär' ja froh, wenn der hier wieder auftauchte.

    Der hat aber sein eigenes Ding hier am laufen:
    http://sangham.net/


    H A N Z Z E :( ♥ ♥

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 15. Mai 2013 um 10:11
    • #32
    MonikaMarie1:

    ...
    ein Fußballspieler, der von vornherein bei einem großen Spiel (und unser Pfad ist ein sehr großes Spiel) einräumt, dass er Fehler machen wird, wäre wohl eine Lachnummer bei den Fans und nicht duldbar beim Trainer.


    Ja, es ist sehr schade, dass Du mich nicht verstehst. Bitteschön, mehr kann ich nicht tun.
    Für Fans, die von Fußball keine Ahnung haben, mag das so sein, wie Du schreibst - aber ein guter Trainer weiß, dass er mit Menschen arbeitet und er weiß, wie die ticken.


    Zitat

    Es ist einfach ein ungeschriebenes Gesetz, dass wir fehlerhaft sind, solange wir eingeschränkt menschlich denken und handeln. Das müssen wir nicht erst betonen. Deshalb gibt es ja auch Übung und Praxis. Deshalb geht es auch nicht darum, ob ich darf oder nicht.
    Erst die Sicht, die über diese Ebene hinausgeht, macht den Weg frei für noch mehr Klarheit, und dies wird durch bewusstes Anschauen/Hinschauen ermöglicht.


    Ja. Das beinhaltet die berühmte Demut, das Wort, das Du lieber magst als "Bescheidenheit". Genau dazu gehört: ich brauche mich nicht zu schämen, nur weil ich ein k zu viel in ein Wort gesetzt habe.

    Zitat

    Wenn ich soviel Achtsamkeit und Konzentration entwickelt habe, dass sie in Fleisch und Blut übergegangen ist, brauche ich mich darum auch nicht weiter zu sorgen.


    Du brauchst Dich überhaupt nicht zu sorgen. Was hat Achtsamkeit mit Sorge und Anspannung zu tun? Das ist die verkehrte Richtung.

    Zitat

    So wie Du ja auch schreibst:
    Achtsamkeit ist ein Geländer, kein Käfig.
    Und ich bin Sukha dankbar, dass sie mich auf meine Un-Achtsamkeit aufmerksam gemacht hat, denn so etwas ist u. a. mein Geländer.


    Ja, dann kannst Du ja auch mir dankbar für den Hinweis sein, dass ein wenig Entspanntheit zum Mittleren Weg dazu gehört. :P
    Aber nun hör ich auf. Tschuldigung, macht mal schön weiter... Jeder ist ja auf seinem Pfad und Buddhas sind wir alle noch lange nicht.
    Nur: wenn Du Dich das nächste Mal über jemandes Fehler ärgerst, magst Du vielleicht kurz überlegen, ob das mit Deinen eigenen Ansprüchen an Dich selber zu tun haben könnte.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • brigittefoe
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    • 15. Mai 2013 um 10:42
    • #33
    vimokkha:

    Hä ?
    Gott.

    Es liegt mir fern brigittefoe zu verletzen.

    MFG !



    Grüß Dich vmokkha,

    G'tt hat doch damit nichts zu tun.
    Du verletzt mich nicht -
    das schaffe ich selber !

    ;)

    Es ist eine wahre Schmach und Schande, daß wir Christen wie blinde Hühner umhergehen und nicht erkennen, was in uns ist und davon gar nichts wissen.
    Johannes Tauler

  • brigittefoe
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    • 15. Mai 2013 um 10:55
    • #34
    Aiko:
    vimokkha:


    Woher kommt aber vielleicht die eigentliche Abwehrhaltung gegen Reue-Scham ?


    Aus der Verblendung.

    Zitat


    Ich denke aus den Erfahrungen der Erniedrigung, der Beschämung.


    Das ist eine Erfahrung, die den Zweck hat zu verhindern, dass sich Verblendung aufklärt. Hier wird sichtbar, wie sehr Gier, Hass und Verblendung sozial verbunden sind, denn Erniedrigung und Beschämung sind Verhaltensweisen in Hierarchien und Gemeinschaften. Damit werden Menschen ausgeschlossen. Scham ist eng verbunden mit Macht, wobei es vor allem darum geht im einzelnen Menschen Handlungsnormen zu verankern, die dann über die Vermeidung von Scham erst ihre Macht entfalten.
    Daher ist es heilsam Scham bei sich selbst zu zu lassen und darüber diese Normen in ihrer Verblendung zu erkennen.
    Es geht bei der Reue nicht nur um die vergangenen Fehler, sondern darum auch sich von zukünftigen unheilsamen Handlungen enthalten zu wollen. Deshalb sagt Hui-neng über die Reue, dass wir die Natur unserer Fehler erkennen müssen, denn durch diese Erkenntnis ist es möglich zukünftige Fehler zu vermeiden. Wer aber die Natur seiner Fehler, seiner Verblendung erkennt, der schämt sich seiner Verführbarkeit und Verblendung. Deshalb ist Selbsterniedrigung heilsam - man muss sie nicht groß herum posaunen. Man wird ganz automatisch tiefe Verbeugungen vollziehen - eben sich selbst erniedrigen.

    Alles anzeigen

    Aber ich brauche mein Empfinden nicht mehr zu posten,
    hat Aiko schon gemacht und
    so geht es mir !

    LG

    Es ist eine wahre Schmach und Schande, daß wir Christen wie blinde Hühner umhergehen und nicht erkennen, was in uns ist und davon gar nichts wissen.
    Johannes Tauler

  • MonikaMarie1
    Gast
    • 15. Mai 2013 um 11:42
    • #35
    Losang Lamo:


    ...
    Ja, es ist sehr schade, dass Du mich nicht verstehst.

    Ja. Das beinhaltet die berühmte Demut, das Wort, das Du lieber magst als "Bescheidenheit". Genau dazu gehört: ich brauche mich nicht zu schämen, nur weil ich ein k zu viel in ein Wort gesetzt habe.

    Du brauchst Dich überhaupt nicht zu sorgen. Was hat Achtsamkeit mit Sorge und Anspannung zu tun? Das ist die verkehrte Richtung.

    Ja, dann kannst Du ja auch mir dankbar für den Hinweis sein, dass ein wenig Entspanntheit zum Mittleren Weg dazu gehört. :P

    Nur: wenn Du Dich das nächste Mal über jemandes Fehler ärgerst, magst Du vielleicht kurz überlegen, ob das mit Deinen eigenen Ansprüchen an Dich selber zu tun haben könnte.

    Liebe Losang Lamo,
    was bringt Dich auf diese Spur?

    Im übrigen, das Prinzip der Achtsamkeitsmeditation besteht für mich hauptsächlich darin, mich nicht über Fehler anderer zu ärgern, sondern, falls Ärger aufkommt, diesen zu beachten und entsprechend loszulassen.
    _()_ Monika

  • vimokkha
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    • 15. Mai 2013 um 15:33
    • #36

    ich ärger mich drüber, wenn andere mich darauf hinweisen dass ich nicht achtsam bin,
    weil ich umgekehrt eigentlich null intention habe selbiges zutun, es sei denn es ist ne gipfelspitze an unachtsamkeit. :D

  • void
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    • 15. Mai 2013 um 15:44
    • Offizieller Beitrag
    • #37
    vimokkha:

    ich ärger mich drüber, wenn andere mich darauf hinweisen dass ich nicht achtsam bin,
    weil ich umgekehrt eigentlich null intention habe selbiges zutun, es sei denn es ist ne gipfelspitze an unachtsamkeit. :D

    Oh, wenn du immer noch so Verblendungen wie Ärger hast, solltest du mehr meditieren. Ich empfinde soetwas nur alle paar Jahre. ich selber habe hauptsächlich mit dem Problem zu kämpfen, dass ich so unglaublich toll und bewusst bin, dass mir die normalen Leute in ihrer groben und bemitleidenswerten Art zunehmend fremd werden. Besonders seit ich Spülmittel gurgle um die innere Reinheit zu maximieren. Und wenn ich mich mit genügen ultravioletten Licht bestahle bin schon fast ein wenig erleuchtet.

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  • vimokkha
    Gast
    • 15. Mai 2013 um 15:54
    • #38

    :D ich ärger mich besonders darüber, daß ich meinen ärger sofort fallen lassen muss, um nicht weiter der unachtsamkeit bezichtigt zu werden,
    was mich so verkrampft, daß ich so stocksteif werde wie früher vor der fdj-sekretärin, die sagte, wenn ich nicht meine schuhe putze ectpp. bin ich kein guter pionier,
    was bedeutete, daß man kein guter sozialist wird, was bedeutete, daß man kein guter mensch wär . :D

    genug geschwätzt. geschwätz ist unheilsam. :)

  • void
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    Zen
    • 15. Mai 2013 um 16:14
    • Offizieller Beitrag
    • #39
    vimokkha:

    :D ich ärger mich besonders darüber, daß ich meinen ärger sofort fallen lassen muss, um nicht weiter der unachtsamkeit bezichtigt zu werden,
    was mich so verkrampft, daß ich so stocksteif werde wie früher vor der fdj-sekretärin, die sagte, wenn ich nicht meine schuhe putze ectpp. bin ich kein guter pionier,
    was bedeutete, daß man kein guter sozialist wird, was bedeutete, daß man kein guter mensch wär . :D

    Klingt ja schrecklich! So sauber und adrett mit geputzten Schuhen und reinem Geist. Mir ist aufegfallen, dass sich all die Propgandaplakate in ihren idyllischen Reionheit ähndeln. Egal ob man jetzt in die Hefte der Zeugen Jehovas sieht, sich das Zeugs der Nazis oder aus Nordkorea ansieht. Überall Leute, die sich ihre Schuhe und ihre Zähne so gut putzen, dass man sich drin spiegeln kann.

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  • Sukha
    Gast
    • 15. Mai 2013 um 16:36
    • #40

    SUTTA-NIPĀTA II:10. Rafft euch auf!

    331
    Rafft auf euch! Setzet nieder euch zum Werk!
    Welch Heil kann euch durch Träumen kommen?
    Wie kann für Sieche Schlaf es geben,
    Die pfeilgetroffen Qual erdulden?

    332
    Rafft auf euch! Setzet nieder euch zum Werk
    Und strebet kraftvoll nach dem inneren Frieden!
    Laßt nicht, wenn er als Lässige euch weiß,
    Den Todesfürsten euch betören und bemeistern!

    333
    Wonach verlangend Gott und Mensch gefangen bleiben,
    Begehren hiernach überwindet! Versäumet nicht den rechten Augenblick!
    Die diesen Augenblick versäumt, sie klagen, wenn der Hölle sie verfallen!

    334

    Lässigkeit ist Schmutz und Schmutz auch, was aus Lässigkeit erwächst!
    Durch wache Achtsamkeit und Wissen
    entferne man den Pfeil im eigenen Herzen!

    ()

  • void
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 15. Mai 2013 um 16:47
    • Offizieller Beitrag
    • #41
    Sukha:


    Lässigkeit ist Schmutz und Schmutz auch, was aus Lässigkeit erwächst!
    Durch wache Achtsamkeit und Wissen
    entferne man den Pfeil im eigenen Herzen!
    [/b]()

    Ich finde das Bild von Schwimmer sehr passend. Schmimmt er zu langsam, fällt er zurück. Schwimmt er schneller, als seine Kräfte es erlauben, ermüdet er und fällt genauso zurück.

    Genauso kann man sich selber nicht freundlich bewegen, sondern mittels Selbstvorwürfen und Selbsthass antreiben. Wenn der innere Shweinehund so untätig ist und nicht funktioniertt, muss man ihn eben treten und peitschen. Letzendelich erwächst aber gerade dieses Antreiben auch einer Lässigkeit - nämlich der Ungeduld mit sich selbst.

    • Vorheriger offizieller Beitrag
  • Sukha
    Gast
    • 15. Mai 2013 um 16:51
    • #42

    Wie war das noch mal?
    Hieß das nicht Mittlerer Weg? :)

    ()

  • Geronimo
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    • 16. Mai 2013 um 09:24
    • #43

    Mir ist vieles was ich früher getan habe heute peinlich, und das empfinde ich als überaus heilsam :)

    Aber ich bin noch weit entfernt davon alle meine "Fehler", oder sagen wir besser unvorteilhaften Tendenzen, überwunden zu haben. Es sind eben Tendenzen und Neigungen, und die überwindet man nur Schritt für Schritt.

    Immer wieder stoße ich in mir auf Feststellungen die ich schon vor Jahren gemacht habe, und doch habe ich mich seitdem nur so und so viel weiterentwickelt. Es ist nicht möglich sein Leben von heute auf morgen ganz zu ändern, aber man kann ihm durchaus jederzeit eine gänzlich neue Richtung geben. Alles andere ist dann eine Frage der Zeit und der Arbeit die man investiert.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • vimokkha
    Gast
    • 16. Mai 2013 um 12:16
    • #44

    Ich bin ganz gern mal unbotmäßig, das geht mit Belustigung einher.
    Besonders lustig ist, wenn sich jemand in der Szenerie der Heiligenscheine
    an meiner Unbotmäßigkeit ärgert und diesem Ärger Aufmerksamkeit verschaffen muss.
    Es ist schon seltsam welche Wege die persönliche Auffassung von Moral,
    Anstand und Sitte in einem Umfeld nehmen kann, das sich dem Buddha-Dharma
    verschrieben hat - oder dem was es darunter so versteht. :)

  • MonikaMarie1
    Gast
    • 16. Mai 2013 um 16:19
    • #45

    Es hat mir früher viel Spaß gemacht, andere zu schockieren und über die Stränge zu schlagen.
    Dieser Spaß ist mir allerdings zu meinem eigenen Glück vergangen. Und wenn ich heute daran zurückdenke, wie viel Menschen ich durch mein Kokettieren mit meiner Schattenseite vor den Kopf gestoßen habe, dann erfüllt es mich nicht einmal mehr mit Reue und Scham, sondern mit Trauer.

    Ich sehe auch, womit diese Tendenz Chance hatte, sich zu entwickeln.

    Es ist ziemlich schwer, eine lange Weile auszuhalten, ohne dass etwas Besonderes geschieht. Es ist ziemlich schwer, sich nicht irgendwelchen Ablenkungsmanövern unseres Geistes hinzugeben, wenn es nichts Besonderes zu tun gibt. Es ist ziemlich schwer, möglicherweise als unsichtbares mittelmäßiges Wesen in einer lauten Gesellschaft in Stille verharren zu müssen, wenn sich kein sinnvolles Gespräch anbietet. Es ist ziemlich schwer, voll und ganz zu akzeptieren: NICHTS zu SEIN.

    Und deshalb bauen wir von klein auf an diesem Gerüst, das uns die Illusion beschert, wer wir wohl sein wollen-sollen. Desto größer dieser Aufbau ist, desto größer auch die Verteidigungsmechanismen. Mir fällt dazu ein Satz des Buddha ein: "Architekt, bau Dein Haus nicht wieder auf!"

    _()_ Monika

  • Mirco
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    • 16. Mai 2013 um 16:27
    • #46

    Hallo Geronimo,

    Geronimo:

    Mir ist vieles was ich früher getan habe heute peinlich, und das empfinde ich als überaus heilsam :)


    Was ist heilsam?
    Dass es Dir heute peinlich ist oder dass Du Dir etwas verzeihen kannst?

    Geronimo:

    Aber ich bin noch weit entfernt davon alle meine "Fehler", oder sagen wir besser unvorteilhaften Tendenzen, überwunden zu haben. Es sind eben Tendenzen und Neigungen, und die überwindet man nur Schritt für Schritt.


    Ich mag das Wort Fehler inzwischen, denn es kommt von fehlen. Etwas fehlt, um ganz heilsam zu sein.


    Geronimo:

    Immer wieder stoße ich in mir auf Feststellungen die ich schon vor Jahren gemacht habe, und doch habe ich mich seitdem nur so und so viel weiterentwickelt. Es ist nicht möglich sein Leben von heute auf morgen ganz zu ändern, aber man kann ihm durchaus jederzeit eine gänzlich neue Richtung geben. Alles andere ist dann eine Frage der Zeit und der Arbeit die man investiert.


    Das stimmt. Jederzeit ist ein Richtungswechsel möglich. Von 8h-9:30 kann es so sein und um 12h kann ich meinen Tag schon wieder gerettet haben.

    Allerdings ist nicht alles nur eine Frage der Zeit und Arbeit. Auch, welches 'Kamma' man 'mitbringt'.

    Gruß

  • Geronimo
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    • 16. Mai 2013 um 17:00
    • #47
    Mirco:

    Hallo Geronimo,
    Was ist heilsam?
    Dass es Dir heute peinlich ist oder dass Du Dir etwas verzeihen kannst?

    Das ich es überhaupt als ungeeignet enpfinde etwas glückbringendes daraus entstehen zu lassen. Und dann das ich nun einigermaßen geschickt darauf reagieren kann.

    Zitat

    Ich mag das Wort Fehler inzwischen, denn es kommt von fehlen. Etwas fehlt, um ganz heilsam zu sein.

    Damit kann man arbeiten :)

    Zitat


    Allerdings ist nicht alles nur eine Frage der Zeit und Arbeit. Auch, welches 'Kamma' man 'mitbringt'.

    Und somit wird es doch wieder zu einer Frage der Zeit. Alles vergeht :D

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • Mirco
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    • 16. Mai 2013 um 17:07
    • #48

    :D

    Zitat

    Das ich es überhaupt als ungeeignet enpfinde etwas glückbringendes daraus entstehen zu lassen. Und dann das ich nun einigermaßen geschickt darauf reagieren kann.


    Ich steh auf'm Schlauch und verstehe es immer noch nicht. Hmmm...

  • Geronimo
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    • 16. Mai 2013 um 17:14
    • #49
    Mirco:

    :D

    Zitat

    Das ich es überhaupt als ungeeignet enpfinde etwas glückbringendes daraus entstehen zu lassen. Und dann das ich nun einigermaßen geschickt darauf reagieren kann.


    Ich steh auf'm Schlauch und verstehe es immer noch nicht. Hmmm...

    Ist doch heilsam wenn du erkennst das eine Handlung nicht unbedingt heilsam ist. Und noch heilsamer wenn du auf heilsame Art und Weise darauf reagieren kannst? Vielleicht ist der Geisteszustand Peinlichkeit per se sogar ein gewisses Hindernis, aber was daraus für mich resultiert empfinde ich als sehr heilsam.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • Buddhaghosa
    Gast
    • 16. Mai 2013 um 17:57
    • #50
    MonikaMarie1:


    Es ist ziemlich schwer, eine lange Weile auszuhalten, ohne dass etwas Besonderes geschieht. Es ist ziemlich schwer, sich nicht irgendwelchen Ablenkungsmanövern unseres Geistes hinzugeben, wenn es nichts Besonderes zu tun gibt.


    Klingt wie die Standardbeschreibung eines Anfänger-Yogis auf seinem ersten Schweigeretreat. Auch wenn dies hier nicht gemeint war. Hat es mich doch ungemein an meine eigene Erfahrung erinnert.

    Gruß
    Florian

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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