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Wie finde ich (m)einen Wurzelguru?

  • Ana
  • 8. Mai 2013 um 18:21
  • Zum letzten Beitrag
  • Ana
    Themenautor
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    15
    Mitglied seit
    7. Mai 2013
    • 8. Mai 2013 um 18:21
    • #1

    Aloha ihr Lieben,

    auf die Gefahr hin, dass ihr dieses Thema vielleicht schon super oft behandelt habt und ich es möglicherweise bei meiner ersten Grobrecherche hier im Forum übersehen habe, möchte ich euch gern nach euren Erlebnissen/Erfahrungen auf dem Weg zu eurem Wurzelguru befragen. Ich höre und lese immer wieder dass es einen enorm weiterbringen kann im Verständnis zum tibetischen Buddhismus, wenn man seinen Wurzelguru erkennt, sich ihm widmet, von ihm für eine Weile lernt. Nun bin ich bzgl. dessen noch sehr ahnungslos - habe schier und ergreifend keine Ahnung, wie man zu seinem Wurzelguru finden kann. Geht das über intuitive Anziehungskraft, in dem man einfach einem Lama begegnet, bei dem man spürt, dass dieser der eigene Wurzelguru sein kann? Oder welche Erfahrungen habt ihr so gesammelt? Habt ihr überhaupt einen Wurzelguru?

    Freue mich, wenn ihr einfach ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern wollt und bedanke mich schon mal für eure Mühe :)
    Herzlichst,
    Ana

    OM MANI PADME HUNG

  • Matthias65
    Gast
    • 8. Mai 2013 um 20:08
    • #2

    Hallo Ana,

    also, ich würde sie oder ihn nicht "Wurzelguru" nennen sondern "spiritueller Lehrer(in)".

    Ich habe mich noch nicht für einen speziellen Spirituellen Lehrer entschieden. Es heißt ja, man soll sie/ihn gründlich prüfen bevor man sich auf sie/ihn einlässt. Ich bin zwar noch in dieser "Prüfphase", habe aber eine starke Tendenz zu dem Lehrer, bei dem ich auch Zuflucht genommen habe (Dagyab Rinpoche, spiritueller Leiter des Frankfurter Tibethauses).
    Bisher habe ich viele von seinen Texten gelesen, besonders gefiel mir dabei, wie er als "Tibeter" immer wieder die "westliche Sichtweise" ins Spiel bringt und dass er seine Unterweisungen in deutscher Sprache hält.

    Beides ist für mich wichtig: Verständnis seiner Unterweisungen und intuitive Anziehungskraft (Charisma).

    LG
    Matthias

  • Angulimala
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    17. April 2013
    • 9. Mai 2013 um 23:57
    • #3

    Hallo Ana,
    der Wurzellama ist der Lehrer, der dir am meisten liegt. Der dich berührt. Oder sie. Hast du jemanden gefunden, der dich einfach begeistert, geht es darum, diesen Lehrer zu prüfen: Will ich so sein, in 20 Jahren? Sagt und tut er das selbe (!!!)? Hat er überzeugende Qualitäten, die dir wichtig sind, wie z.B. Unerschütterlichkeit? Ist er ohne stolz? Arbeitet er hart zum Wohle der Wesen? Ist er liebevoll? All das muss geprüft werden, indem man ihn beobachtet, ihn eine Weile begleitet, etc.

    Nicht gut ist, wenn er nicht von anderen hohen Lehrern anerkannt wird. Er also selbsternannt ist. Wenn er die Leute in Abhängigkeit bringt und nicht von Anfang an selbständig macht. Er muss auch Dinge sagen können, die irgendwie unbequem sind, und nicht nur süßlich alles sagt, was wir gern hören möchten.

    Ich hörte mal die Metapher: Es muss jemand sein, von dem man auch ein gebrauchtes Auto kaufen würde.

  • Bettler
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    31. März 2013
    • 10. Mai 2013 um 00:31
    • #4

    In der Erde. [Diese Nachricht enthält 12 Zeichen. Es müssen jedoch mindestens 30 Zeichen verwendet werden.]

  • Kalden Yungdrung
    Gast
    • 10. Mai 2013 um 07:30
    • #5
    Ana:

    Aloha ihr Lieben,

    auf die Gefahr hin, dass ihr dieses Thema vielleicht schon super oft behandelt habt und ich es möglicherweise bei meiner ersten Grobrecherche hier im Forum übersehen habe, möchte ich euch gern nach euren Erlebnissen/Erfahrungen auf dem Weg zu eurem Wurzelguru befragen.

    Tashi delek Ana,

    Hatte mal einen Tantrischen Wurzelguru (Tib,) Tsawe Lama, und jetzt habe ich keinen mehr nach 28 Jahre. Wieso nicht mehr? Na weil ich ihm nicht mehr brauche, weil ich auch keinen Tantra mehr praktiziere. Ich habe jetzt verschiedenen Lehrer die mir Dzogchen unterrichten und da gibt es halb diese Tantrische Gelübten nicht mehr die man hat zu seinem Tsawe Lama. Die Gelübten eines Dzogchenpas sind fundiert auf das verbleiben in der Natural State und keinen Fehler machen in die richtige Visions. Wenn ein Dzochenpas dies macht muss er den Fehler selber beheben durch wieder die richtige Visions zu haben. Heute fühle ich mich besser bei meinen Dzogchen Gelübten die ich eingfacher korrigieren kann wie das es in meinem Tantrischen Erfahrungen war.
    Also mein Guru nennt mann im Dzogchen dann auch the inner Guru und mann sollte dies hier realisieren dann braucht mann den ausseren Guru nicht mehr (so wie im Tantra dies wird verstehen). Sicher habe ich Lehrer und zwar sehr wichtige aber es sind mehr meine Freunde wo ich etwas von lerne.


    Ich höre und lese immer wieder dass es einen enorm weiterbringen kann im Verständnis zum tibetischen Buddhismus, wenn man seinen Wurzelguru erkennt, sich ihm widmet, von ihm für eine Weile lernt. Nun bin ich bzgl. dessen noch sehr ahnungslos - habe schier und ergreifend keine Ahnung, wie man zu seinem Wurzelguru finden kann. Geht das über intuitive Anziehungskraft, in dem man einfach einem Lama begegnet, bei dem man spürt, dass dieser der eigene Wurzelguru sein kann? Oder welche Erfahrungen habt ihr so gesammelt? Habt ihr überhaupt einen Wurzelguru?


    Meinen Rat sei sehr vorsichtig mit der Wahl deines Tsawe Lama. Denn wenn du nicht den richtigen Tsawe Lama im Tantra hast dann musst du trotzdem das tun was er sagt und wenn du hiermit Fehler begehst dann gibt es Tantrische Strafpunkte und die sind sehr heavy. Also mann geht Samayas / (Tib.) Dam chig an mit seinem Tsawe Lama. Und diese Tantrische Gelübten sind sehr viele und sehr schierig zu halten. Dies sagten schon die Mahasiddhas. Also ich wurde mal zuerst nachschauen was diese Tantrische Gelübten sind und dann dich mal aabfragen würde ich denn überhaupt im Tantra herein gehen. Wenn du sicher weisst ich möchte Tantra praktizieren dann kommt die Frage welchen Tsawe Lama ist dafür mich da oder geeignet.

    Dann kennen wir in die 5 Tibetische Traditionen zu wissen Bön / Nyingma / Shakya / Kagyu und Gelug auch noch mal verschiedene Unterrichtungen.

    Bön und Nyingma haben Dzogchen als ihr Ziel
    Shakya Kagyu und Gelug sind mehr auf Tantra bezogen wo Kagyu sich deutlich unterscheidet hier wegen ihren Mahamudra

    Also ein objektieves Studium der Tibetische Traditionen ist also auch notwendig um sicher zu sein das du darin deinen Tsawe Lama oder Dzogchen Lehrer finden kannst.

    Dann solltest du wissen das alle 5 Tibetische Traditionen den Ngöndro praktizieren und das sind die famous 4 mal 100,000 Sachen wie
    100,000 Verbeugungen , 100,000 Mandala Opferungen , 100,000 Dorje Sempa mantras , 100,000 Guru Yoga oder Lama Näldjor.

    Persönlich finde ich hier den täglicher Praxis von Guru Yoga the core von allem. Ohne Guru Yoga keinen Erfolg egal womit welcher Praxis. Im Dzogchen ist nur den Guru Yoga wichtig und wird praktiziert. Nicht obligatorisch 100,000 mal aber jeden Tag vor jeder Dzogchen Praxis.Also Dzogchen ist sehr different im Vergleich zu die andere Sachen so wie Sutra und Tantra.

    War vergessen zu erwähnen das es in die Tibetische Traditionen die Stufenweise Emanzipation gibt und namely man fängt an mit
    Sutra dann kommt Tantra und dann kommt Mahamudra und dann Dzogchen.

    Hier könnte mann sich dann noch mal abfragen ob Mahamudra besser wäre wie Dzogchen und dies könntest du als respektierter Anfänger nie beurteilen, leider es ist so. Sogar fortgeschrittene Schüler können dies nicht so einfach. Es ist eine rein karmische Sache und abhängig von den Nivo von Begreifen können und dieses begreifen können das ist jeweils sehr unterschiedlich..........

    Ich hoffe dir behilflich gewesen zu sein im Bezug deiner Frage was ist einen Tsawe Lama und ich drücke dir noch mal aufs Herz gehe überall gucken und sei sehr vorsichtig mit was naderen dir empfehlen wurden. Denn was gut und schön fur einen ist das ist schrecklich und abstossend für einen anderen. Ich mag Zücker und du Bitter. Also untersuche zuerst alles und dann entscheide dich.

    Z.b. Namkha Norbu scheint ein guter Dzogchen Lehrer zu sein etwas was ich überhaupt nicht so empfinde ich finde z.b. aus gewisse Grunden Yongdzin Tenzin Namdak Rinpoche der meist geigneter Dzogchen master für mich. Wieso? Das ist rein persönlich und könnte das wol erklären aber dann würde dies noch immer nicht für z.b. dich oder einen anderen zählen.

    Best wishes mit deine exploring in der grosse Welt der Tibetische Traditionen und du werdest sehr sicher etwas finden wass bei dir gehöhrt, wenn du die Augen und Ohren weit offen machst und nicht alles glauben tuhst was du höhrst sondern alles erst sehr gut untersuchen tuhst. Und do not forget feelings can be tricky wisdom never. :D


    Kalden Yungdrung :)


    Freue mich, wenn ihr einfach ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern wollt und bedanke mich schon mal für eure Mühe :)
    Herzlichst,
    Ana

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  • Joram
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    • 10. Mai 2013 um 08:22
    • #6
    Ana:

    wenn man seinen Wurzelguru erkennt, sich ihm widmet, von ihm für eine Weile lernt. Nun bin ich bzgl. dessen noch sehr ahnungslos - habe schier und ergreifend keine Ahnung, wie man zu seinem Wurzelguru finden kann. Geht das über intuitive Anziehungskraft, in dem man einfach einem Lama begegnet, bei dem man spürt, dass dieser der eigene Wurzelguru sein kann? Oder welche Erfahrungen habt ihr so gesammelt? Habt ihr überhaupt einen Wurzelguru?


    Hi,

    das Thema „Lehrer“ suchen/finden, ist ein Thema was schon seid Buddhas Zeit die Menschen beschäftigt hat. Buddha hat darüber in der Kalamarsutra gesprochen:
    http://www.buddhistische-sekten.de/Kalama_Sutra.html

    Obwohl ich mehrere Lehrer hatte, viele Jahre mit Buddhismus mich beschäftigt hatte und dachte dass ich erfahren genug bin um den „richtigen Lehrer“ zu finden, habe ich mich am Ende jemand hingegeben, der sich letztendlich für mich als ein rücksichtsloser, hinterlistige, bösartiger Betrüger entpuppt hat. :(

    Die „Frucht“ aus dieser Begegnung die fast fünf Jahre gedauert hat, ist komplex. Von der einen Seite habe ich natürlich viel gelernt, von der anderen Seite gab es leider sehr tiefe Verletzungen, die bis heute, mehr als fünf Jahre später, immer noch vorhanden sind und ich weiß, dass es anderen ehemaligen Schülern und Mönche gibt die von diesem „Lehrer“ betrogen und benutzt worden sind, genau so wie ich, wenn nicht noch schlimmer sogar.

    Heute vermeide ich Sanghas und Lehrer.
    Nach so viele Jahre bin ich mir selber ein Lehrer.

    Es ist schwer ein Lehrer heutzutage zu beurteilen. Wer LEBT schon mit dem Lehrer längere Zeit zusammen? - kaum einer.

    Ich wünsche alle das was ich nicht gefunden hatte – ein wahrhaftiger Lehrer der sie auf dem Weg wirklich unterstützt und nicht ausnutzt. Sich hinzugeben ist immer ein Risiko.


    _()_

    Meinst Du immer noch nicht frei zu sein? – da irrst Du dich :)

  • Turmalin 1
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    • 10. Mai 2013 um 08:40
    • #7

    Bei dem Stichwort " Frucht" fallen mir auch so Stories ein durch die Freundinnen durchgegangen sind. Es gibt Lehrer, die mit Tricks versuchen, Frauen ins Bett zu kriegen und auch absichtlich Kinder zeugen. Also zunächst mal kriegt man ja schnell über das Internet raus, wer ein untadeliger Mönch, oder Ehemann ist. Von allen anderen sollte man sich fernhalten. Rinpoches mit unzweifelhaftem Ruf findet man doch aber viele.
    Das Erlebniss, dass es der Wurzelguru ist, kann man nicht erzwingen. Ich war jahrelang Schülerin eines sehr angesehenen Meisters aber leider trat das Wurzelguru- Erlebniss nicht ein. Dann habe ich ein Foto gesehen von einem anderen Rinpoche und ich wusste: Das ist er. Aber was hätte ich tun sollen, wenn diese Begegnung nicht gekommen wäre. Dann wäre ich bei dem ersten Lehrer geblieben. Ich würde es jetzt nicht so sagen, dass ich mich abgewendet habe von ihm. Man kann ja mehrere Lehrer haben.

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 10. Mai 2013 um 09:09
    • #8

    Puh, da wünsche ich weiterhin gute Genesung von den Verletzungen, Joram.

    Auf meinem Weg ist jemand, dem ich vertraue und den ich als meinen Lehrer ansehe - aber natürlich lebe ich nicht mit ihm zusammen und kann letztendlich nicht wirklich hineingucken. Deshalb ist für mich die Lehre des Buddha und als Gelug auch die Zusammenfassung von Buddhas Lehre durch Tsongkhapa maßgebend. In dem Moment, wo mein Lehrer der Lehre widersprechen würde, wäre er kein Maßstab mehr für mich.

    Aus dem Lamrim "Der Mittlere Stufenweg" von Tsongkhapa, ab S. 48 - ich schreibe die relevanten Stichpunkte ab :


    <<<Kennzeichen desjenigen, auf den man vertraut - des geistigen Lehrers
    Identifizierung: ... hier soll insbesondere ein geistiger Lehrer beschrieben werden, der die Schüler zum Großen Fahrzeug, dem Weg der Buddhaschaft, führt, in dem er sie schrittweise auf dem Weg... anleitet.

    Kennzeichen
    Höchstmaß an Kennzeichen (= 10 Kennzeichen)
    - diszipliniert, ruhig und vollkommen im Frieden, an Qualitäten dir überlegen, tatkräftig und kenntnisreich in Bezug auf die Schriften, der eine gründliche Erkenntnis der Soheit hat, sprachlich geschickt ist, sowie von liebevoller Natur und sich nicht entmutigen lässt.

    (Für mich persönlich ist im Zuge dessen ein Kennzeichen, dass ihn keine unangenehme Frage auch nur irgendwie ankratzen kann.)
    ... Wenn jemand selber nicht diszipliniert ist, ist es unmöglich, anderen Disziplin beizubringen...

    ... Das mittlere Maß an Kennzeichen (5 Kennzeichen):
    - 3 Schulungen
    - Erkenntnis der Soheit
    - ein fürsorgliches Herz

    Dieser Art Lehrer fehlt die Redegewandtheit etc, aber er ist trotzdem noch von Nutzen für andere.

    Mindestmaß an Kennzeichen
    Wenn es aufgrund zeitbedingter Umstände schwierig ist, jemanden zu finden, bei dem solche Kennzeichen vollständig vorhanden sind, sollte man sich - so wird gelehrt - nicht auf jemanden stützen, bei dem die
    Fehler überwiegen oder Fehler und Vorteile im gleichen Maße vorhanden sind, sondern auf jemanden, bei dem die positiven Qualitäten überwiegen.>>>

    Im Buch steht es ausführlich - ich hab hier keine Möglichkeit für Copy & Paste.
    Aber vielleicht ist die ganze Sache auch noch gut ausführlich im Berzinarchiv behandelt:
    http://www.berzinarchives.com/cms/x/s/search…le=de&query=Schüler+lehrer&submit=Suchen

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • hedin
    Gast
    • 10. Mai 2013 um 09:11
    • #9

    Ich halte nicht viel von einer persönlichen Anleitung zum "Erwachen".

    Wer`s braucht..................ok

    hedin

  • Doris
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    • 10. Mai 2013 um 09:16
    • #10
    hedin:

    Ich halte nicht viel von einer persönlichen Anleitung zum "Erwachen".

    Wer`s braucht..................ok

    hedin

    Das hat der Buddha damals auch ja auch nicht gemacht, den Leuten eine Anleitung gegeben :oops:

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 10. Mai 2013 um 09:22
    • #11
    Matthias65:

    ...
    Beides ist für mich wichtig: Verständnis seiner Unterweisungen und intuitive Anziehungskraft (Charisma).
    ...


    Es tut mir sehr leid, aber ich muss Dir dringend widersprechen:
    Was man selbst als "Charisma" einordnet, mag seine Ursachen SONSTWO haben, aber nicht zwangsläufig in der Lauterkeit und dem ehrlichen Mitgefühl der Person. Das kann man besser an sachlicheren Dingen verifizieren, wie z.B.
    - Wie geht er mit Geld um?
    - Wie geht er mit "Gegnern" um, also mit Leuten, die nicht seiner Meinung sind?
    - Wie allgemeingültig sind seine ethischen Vorstellungen? Leidet er nicht etwa unter Doppelmoral?

    Dererlei Dinge kann man schon herausbekommen, wenn man offen und sensibel beobachtet.

    Weißt Du, "Charisma" kann auch daher kommen, dass jemand einfach nur extrem überzeugt von sich selbst ist - egal was für ein Arschloch er in Wirklichkeit sein mag - SORRY. (Beispiel: charismatische Diktatoren).

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 10. Mai 2013 um 09:27
    • #12
    hedin:

    Ich halte nicht viel von einer persönlichen Anleitung zum "Erwachen".

    Wer`s braucht..................ok

    hedin


    Der Lamrim sagt gerade eben dazu (S.51):

    <<<Die Fähigen waschen das Schädliche nicht mit Wasser hinweg,
    sie beseitigen das Leiden der Wesen nicht mit der Hand,
    sie übertragen nicht ihre eigenen Erkenntnisse auf die anderen,
    sondern befreien, indem sie aufzeigen, wie die Realität in Wahrheit beschaffen ist.>>>

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Joram
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    • 10. Mai 2013 um 09:33
    • #13
    Losang Lamo:

    In dem Moment, wo mein Lehrer der Lehre widersprechen würde, wäre er kein Maßstab mehr für mich.


    Ja, für mich gilt das Selber.

    Eine erstaunliche Erfahrung die ich dabei gemacht hatte war, dass eine ganze Menge Schüler, die vom Geschehen wussten, bei dem Lehrer geblieben sind.
    Die Argumentationen waren: „Er tut mir gut“, „es geht mich nichts an“, „es gibt keine Beweise“ (obwohl es eindeutige Beweise gibt...), oder einfach schweigen und weiter machen, nicht schauen wollen.

    Ich vermute dass sie Angst hatten, so wie auch ich, alleine da zu stehen, ohne Freunde, ohne Lehrer. Ja, auch für mich war damals die Sangha meine „Familie“, meine Freunde. Auch ich stand da am Ende sehr alleine. Ich wusste aber, das die Einsamkeit, trotz all dem Schmerz, der geringerer Preis ist. Die Selbstlüge kam für mich nicht in Frage.

    Damit ist mir klar geworden, dass die Vorstellungen die ich von der Sangha hatte, mit der Realität nicht zusammen passen.

    _()_

    Meinst Du immer noch nicht frei zu sein? – da irrst Du dich :)

  • hedin
    Gast
    • 10. Mai 2013 um 09:56
    • #14
    Doris Rasevic-Benz:

    Das hat der Buddha damals auch ja auch nicht gemacht, den Leuten eine Anleitung gegeben :oops:


    Anleitung....
    ...ich denke schon, aber damals gab es nur eine, nämlich die authentische Anleitung.
    ...und heute?

    hedin

  • Doris
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    • 10. Mai 2013 um 10:00
    • #15
    hedin:
    Doris Rasevic-Benz:

    Das hat der Buddha damals auch ja auch nicht gemacht, den Leuten eine Anleitung gegeben :oops:


    Anleitung....
    ...ich denke schon, aber damals gab es nur eine, nämlich die authentische Anleitung.
    ...und heute?

    hedin

    Dann gibt es heute also keine authentische Anleitung mehr?

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Matthias65
    Gast
    • 10. Mai 2013 um 10:16
    • #16
    Losang Lamo:

    Weißt Du, "Charisma" kann auch daher kommen, dass jemand einfach nur extrem überzeugt von sich selbst ist - egal was für ein Arschloch er in Wirklichkeit sein mag - SORRY. (Beispiel: charismatische Diktatoren).

    Liebe LL, Du hast vollkommen recht ! Weiss ich auch nicht welches Karma mich dazu gebracht hat, das Wort "Charisma" in diesem Zusammenhang zu schreiben.

    Doris Rasevic-Benz:

    Dann gibt es heute also keine authentische Anleitung mehr?

    Liebe Doris, das hängt evtl. davon ab wie man "authentisch" definiert. Da dürfte es mehrere Möglichkeiten geben und schwups sind wir wieder bei der Diskussion um sogenannte Primär- und Sekundärquellen u.s.w. :)

  • hedin
    Gast
    • 10. Mai 2013 um 10:57
    • #17
    Doris Rasevic-Benz:


    Dann gibt es heute also keine authentische Anleitung mehr?


    Selbstverständlich gibt es auch heute noch die authentische „Anleitung“, sie ist ja Basis aller buddhistischen Gruppierungen.
    Was aber heute besonders ins Auge fällt ist der erbitterte Wettlauf darüber, wer denn über die beste Methode in Praxis und Spiritualität verfügt.
    Dabei spielt der „Lehrer‘“ unter anderen eine tragende Rolle.

    hedin

  • Doris
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    • 10. Mai 2013 um 11:02
    • #18
    Zitat

    Selbstverständlich gibt es auch heute noch die authentische „Anleitung“, sie ist ja Basis aller buddhistischen Gruppierungen.
    Was aber heute besonders ins Auge fällt ist der erbitterte Wettlauf darüber, wer denn über die beste Methode in Praxis und Spiritualität verfügt.
    Dabei spielt der „Lehrer‘“ unter anderen eine tragende Rolle.

    Ich verstehe nicht, was Du meinst.

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • hedin
    Gast
    • 10. Mai 2013 um 14:16
    • #19
    Doris Rasevic-Benz:
    hedin:

    Selbstverständlich gibt es auch heute noch die authentische „Anleitung“, sie ist ja Basis aller buddhistischen Gruppierungen.
    Was aber heute besonders ins Auge fällt ist der erbitterte Wettlauf darüber, wer denn über die beste Methode in Praxis und Spiritualität verfügt.
    Dabei spielt der „Lehrer‘“ unter anderen eine tragende Rolle.


    Ich verstehe nicht, was Du meinst.

    Ich hatte damit deine Frage im erweiterten Sinne beantortet, die da lautete:

    Doris Rasevic-Benz:

    Dann gibt es heute keine authentische Anleitung mehr?

    Die Anspielung auf den Lehrer/Guru ist dem eigentlichen Thema zuzurechnen.

    hedin

  • Doris
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    • 10. Mai 2013 um 14:34
    • #20

    Du schreibst:

    Zitat

    Anleitung....
    ...ich denke schon, aber damals gab es nur eine, nämlich die authentische Anleitung.
    ...und heute?

    dann

    Zitat

    Selbstverständlich gibt es auch heute noch die authentische „Anleitung“, sie ist ja Basis aller buddhistischen Gruppierungen.
    Was aber heute besonders ins Auge fällt ist der erbitterte Wettlauf darüber, wer denn über die beste Methode in Praxis und Spiritualität verfügt.
    Dabei spielt der „Lehrer‘“ unter anderen eine tragende Rolle.

    Das krieg ich nicht zusammen ohne mich in Vermutungen zu versteigen.

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • hedin
    Gast
    • 10. Mai 2013 um 14:40
    • #21
    Doris Rasevic-Benz:


    Das krieg ich nicht zusammen ohne mich in Vermutungen zu versteigen.

    Vielleicht kann ich dann für mehr Klarheit sorgen:
    Was wären denn deine Vermutungen bezüglich meiner beiden Beiträge?

    hedin

  • Doris
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    • 10. Mai 2013 um 14:47
    • #22
    Zitat

    Vielleicht kann ich dann für mehr Klarheit sorgen:

    Indem Du genau schreibst was Du darüber denkst.
    Was ist für Dich "authenische Anleitung"?
    Worin besteht für Dich die "tragende Rolle" des Lehrers im "erbitterten Wettlauf"?

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • hedin
    Gast
    • 10. Mai 2013 um 15:23
    • #23
    Doris Rasevic-Benz:

    Indem Du genau schreibst was Du darüber denkst.
    Was ist für Dich "authenische Anleitung"?


    Mit Verlaub, das ist im Zusammenhang mit meinen diesbezüglichen Beiträgen ausreichend erklärt. Alles weitere führt lediglich zur Wortklauberei.

    Doris Rasevic-Benz:


    Worin besteht für Dich die "tragende Rolle" des Lehrers im "erbitterten Wettlauf"?


    Vielleicht sollte ich noch darauf verweisen, dass der Wettstreit, in dem die Lehrer zwangsläufig mit eingebunden sind, von Tradition zu Tradition statfindet.

    Kontroverse Diskussionen in dieser Richtung, nicht nur hier in diesem Forum, sind Zeuge meiner diesbezüglichen Ansicht.

    hedin

  • Doris
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    • 10. Mai 2013 um 15:29
    • #24
    Zitat

    Vielleicht sollte ich noch darauf verweisen, dass der Wettstreit, in dem die Lehrer zwangsläufig mit eingebunden sind, von Tradition zu Tradition statfindet.

    Das erlebe ich auch so. Häufig denken manche Schüler ihr Weg sei der einzig richtige, zumindest der bessere.
    Aber ich würde das nicht als stellvertretend für alle sehen, nicht einmal für die Mehrheit. Du darfst nicht vergessen, dass die User im Forum womöglich nicht typisch sind.

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Turmalin 1
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    • 10. Mai 2013 um 15:56
    • #25

    ich kenne das auch. An dieser Stelle wird es sinnlos, einen Lehrer zu haben, wenn es der Selbsterhöhung dient, sich als Schüler des bedeutenden Meisters XY zu fühlen. Beliebt in diesem Zusammenhang ist auch, den Lehrer z. B. als " Mahasiddha" zu bezeichnen- und eigentlich damit sagen zu wollen: " Ich bin Schüler eines Mahasiddha." oder andere Worte zu benutzen, die auf sehr hohen Verwirklichungsgrad des Lehrers deuten. Auch, wenn dieser Meister einer Linie angehört und man, wenn man Google bedienen kann, feststellt, dass es da noch Lehrer dieses Lehrers gibt.
    Wirklich entwickelte Menschen haben dann Mitgefühl mit solcherart Reden.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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