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"Verkopfte" Herangehensweise lockern

  • Matthias65
  • 8. April 2013 um 18:07
  • Zum letzten Beitrag
  • Matthias65
    Gast
    • 8. April 2013 um 18:07
    • #1

    In einem anderen Thread wurde ich als "verkopft" charakterisiert.

    Ergänzung: Ich sollte wohl noch erwähnen, dass diese Charakterisierung durchaus zutreffend ist (Selbsteinschätzung)

    Ist diese "verkopfte" Herangehensweise, ein buddhistisches Thema zu betrachten, ein Hemmnis für die buddhistische Praxis ?

    Wenn ja - gibt es dafür Meditationen, die diese verstandesgemäße (= verkopfte ??) Herangehensweise lockern,
    um das Potential des Bauchgefühls zu stärken ?

    Liebe Grüße
    Matthias

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (8. April 2013 um 18:43)

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 8. April 2013 um 18:35
    • #2

    Regelmäßige Meditation hilft bei all diesem, find ich.
    Verkopfte Herangehensweise muss gar nichts Schlechtes sein. Zum Hemmnis wird das durch die Angst, den Zweifel und die Verkrampfung.
    Mein Mann z.B. ist völlig verkopft, aber das tut ihm nicht weh, weil er sich auf diesen Kopf verlassen kann. Es ist eine Qualität.

    Und Metta-Meditation, wo man mit sich selber anfängt : sich selber Liebe und Mitgefühl geben - das ist dermaßen schwer hier für viele von uns. Da hab ich schon Tränen fließen sehen.

    Insbesondere Leute, die es nötig haben, jemand anderen öffentlich "verkopft" zu nennen, könnten solche Mettameditation gut gebrauchen. :P

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Kirschbluete
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    • 8. April 2013 um 18:41
    • #3

    Hallo Matthias,

    genau das empfinde ich im Internet als fatal: Ferndiagnosen bei einem Dialogpartner, den man nur durch einige Zeilen kennt.
    Der Schreibstil und der Inhalt müssen m.E. noch lange nicht das "Innenleben" des Dialogpartners authentisch widerspiegeln.

    M.E. sagen die Ferndiagnosen mehr über den aus, der sie stellt, als über den, über den sie gestellt werden.

    Als ich noch ein Forum hatte, habe ich mich manchmal gefühlt wie die Freud'sche Leinwand: welche Filme da in das projeziert wurden, das ich so geschrieben hatte, war echt romanreif. :D

    Herzliche Grüße von der

    Kirschblüte


    Der vielleicht größte Vorteil des Ruhms besteht darin, daß man ungestraft die größten Dummheiten sagen darf.

    André Gide

  • Matthias65
    Gast
    • 8. April 2013 um 18:46
    • #4

    Liebe LL, liebe Kirschblüte:

    Bitte beachtet meine Ergänzung im Eingangsthread. Für mich war diese "Ferndiagnose" nicht ganz falsch :)

    Beim Studium der Volkswirtschaftslehre war diese "verkopfte" Herangehensweise absolut nötig, um Theorien zu lernen.

  • Doris
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    • 8. April 2013 um 19:01
    • #5

    Die einen neigen mehr zur Kopfarbeit, die anderen mehr zur Begeisterung, haben einen eher emotionalen Zugang.
    Beide Ansätze sind in Ordnung. Beide werden mehr von der anderen Seite integrieren.
    Mittlerweile tendiere ich mehr zur Kopfarbeit und die emotionale Herangehensweise wird mir immer suspekter. Gegen Bauchgefühl und Glauben ist Argumentieren schwer und die Mauer der Irrationalität erscheint mir heute viel unüberwindbarer.

    Ich hatte in der Schule eine wunderbare Lehrerin. Damals haben wir uns an ihr gerieben, aber heute bin ich dafür dankbar. Sie hat uns die Schwärmerei ausgetrieben und uns dafür fit gemacht, mehr auf die Fakten zu sehen, den Verstand zu benutzen und sich nicht durch schöne Gefühle, here Heiligkeit und erhabene Worte korrumpieren zu lassen.

    Das "Du-musst-halt-auch-mal-einfach-nur-glauben", das öfters hörbar ist, wirkt auf mich hilflos. Im Dharma habe ich einfach noch nichts gehört, dass nicht erklärbar und logisch nachvollziehbar wäre (hier beinhaltet "logisch" auch das für jedermann Erfahrbare). Es fehlt manchmal an einem guten Erklärer, an jemanden, der einen hinführt, und glauben muss ich gar nichts. Nur verstehen, das braucht eben seine Zeit.

    Liebe Grüße
    Doris

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • SpringMode5708
    Gast
    • 9. April 2013 um 04:12
    • #6
    Matthias65:

    Wenn ja - gibt es dafür Meditationen, die diese verstandesgemäße (= verkopfte ??)
    Herangehensweise lockern, um das Potential des Bauchgefühls zu stärken ?


    Du sprichst es selber an: lockern. Entspannen. Loslassen.
    Aber nicht schwammig und unachtsam werden.
    Gedanken loslassen. Ziehen lassen, nicht so viel Wert beimessen.
    Wozu bräuchte man schon den Verstand im Alltag. Konkret! Der wird doch nur für Grübeleien missbraucht.
    Anderen nicht die Stirn bieten, sondern Herz schenken. Auch hier hilft Dāna.
    Das immer wieder, ganz oft und irgendwann kommt das Gefühl zurück, die Ausgewogenheit.
    Ach ja,: das geht von heute auf morgen. ;) Mettā hilft auch.

    :) Gruß

  • mukti
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    • 9. April 2013 um 10:54
    • #7
    Matthias65:

    Ist diese "verkopfte" Herangehensweise, ein buddhistisches Thema zu betrachten, ein Hemmnis für die buddhistische Praxis ?

    Wenn ja - gibt es dafür Meditationen, die diese verstandesgemäße (= verkopfte ??) Herangehensweise lockern,
    um das Potential des Bauchgefühls zu stärken ?

    Liebe Grüße
    Matthias


    Wenn man bemerkt dass man gerade zu verkopft ist hat man bereits ansatzweise Achtsamkeit. Wenn man dann gleich vom Denken auf Wahrnehmung "umschaltet", sieht man wie es übermäßig denkt und wird sich bewusst dass man auf diese Weise nicht zur Durchdringung des Themas gelangen kann. Dann lässt man das Denken fallen und fängt das Thema von vorne an, indem man die Wahrnehmung darauf richtet ohne sich erneut im Denkprozess zu verlieren.
    So versuche ich das jedenfalls zu üben, nenne es meditative Betrachtung.

    Schöne Grüße

    Mit Metta, mukti.


  • Lux
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    • 9. April 2013 um 16:06
    • #8
    Mirco:
    Matthias65:

    Wenn ja - gibt es dafür Meditationen, die diese verstandesgemäße (= verkopfte ??)
    Herangehensweise lockern, um das Potential des Bauchgefühls zu stärken ?


    Du sprichst es selber an: lockern. Entspannen. Loslassen.
    Aber nicht schwammig und unachtsam werden.
    Gedanken loslassen. Ziehen lassen, nicht so viel Wert beimessen.
    Wozu bräuchte man schon den Verstand im Alltag. Konkret! Der wird doch nur für Grübeleien missbraucht.
    Anderen nicht die Stirn bieten, sondern Herz schenken. Auch hier hilft Dāna.
    Das immer wieder, ganz oft und irgendwann kommt das Gefühl zurück, die Ausgewogenheit.
    Ach ja,: das geht von heute auf morgen. ;) Mettā hilft auch.

    :) Gruß

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    Genau! Und dazu ein bisschen Yoga oder ähnliches und dann wird die Birne frei :)

  • Kirschbluete
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    • 9. April 2013 um 17:29
    • #9

    Was mir noch eingefallen ist, Matthias:

    ich habe schon "Verkopfte" erlebt, die wirklich Angst hatten, ihre Gefühle zuzulassen.
    Da hatte ich den Eindruck, dass sie ihre Gefühle als Schwäche verstehen könnten.

    Für mich gehört sich schon viel dazu, wenn man sich wünscht, dass man "weniger verkopft" ist.
    Vielleicht ist es eine Übungssache, immer wieder mal drauf zu achten, wann der Bauch spricht und was er sagt (damit meine ich natürlich nicht die Verdauungsgeräusche - die wären dann mehr Körperbetrachtung :lol: ).

    Soviel Gedanken noch dazu....

    Herzliche Grüße von der

    Kirschblüte


    Der vielleicht größte Vorteil des Ruhms besteht darin, daß man ungestraft die größten Dummheiten sagen darf.

    André Gide

  • Sumedhâ
    Gast
    • 9. April 2013 um 17:43
    • #10
    Matthias65:

    In einem anderen Thread wurde ich als "verkopft" charakterisiert.
    Ergänzung: Ich sollte wohl noch erwähnen, dass diese Charakterisierung durchaus zutreffend ist (Selbsteinschätzung)

    Liebe Grüße
    Matthias

    lieber Matthias,

    ich lasse es Kôdô Sawaki sagen, weil ich es nicht besser formullieren könnte :)

    Zitat

    Es muss so sein, doch es kann so sein wie es will.
    Nichts muss auf irgendeine bestimmte Weise sein, doch es muss in der höchsten und besten Weise so sein, wie es ist.

    liebe grüße
    .

  • Matthias65
    Gast
    • 9. April 2013 um 18:41
    • #11
    Kirschbluete:

    Vielleicht ist es eine Übungssache, immer wieder mal drauf zu achten, wann der Bauch spricht und was er sagt (damit meine ich natürlich nicht die Verdauungsgeräusche - die wären dann mehr Körperbetrachtung

    :D

    Das ist so eine Sache. Wenn ich darüber schon achte ob eine Sache aus dem Bauch heraus kommt oder nicht, dann wird sie schon zwangsläufig zur "verkopften" Angelegenheit, oder ?

    Mirco:

    Anderen nicht die Stirn bieten, sondern Herz schenken. Auch hier hilft Dāna. Das immer wieder, ganz oft und irgendwann kommt das Gefühl zurück, die Ausgewogenheit. Ach ja,: das geht von heute auf morgen. ;) Mettā hilft auch.

    Mirco, danke :) Metta - Meditation finde ich total schön, mit der tibetischen Variante, dem "Tong Len" (Geben und Nehmen) habe ich noch so meine Schwierigkeiten, zumindest dann wenn sie nicht geführt ist.
    Meinst Du Metta mir selbst gegenüber ? Und das in einer Meditationssitzung, also 20-30 Minuten ?

  • SpringMode5708
    Gast
    • 9. April 2013 um 20:04
    • #12
    no name:
    Mirco:

    Du sprichst es selber an: lockern. Entspannen. Loslassen. Aber nicht schwammig und unachtsam werden. Gedanken loslassen. Ziehen lassen, nicht so viel Wert beimessen. Wozu bräuchte man schon den Verstand im Alltag. Konkret! Der wird doch nur für Grübeleien missbraucht. Anderen nicht die Stirn bieten, sondern Herz schenken. Auch hier hilft Dāna. Das immer wieder, ganz oft und irgendwann kommt das Gefühl zurück, die Ausgewogenheit. Ach ja,: das geht von heute auf morgen. ;) Mettā hilft auch. :) Gruß


    Genau! Und dazu ein bisschen Yoga oder ähnliches und dann wird die Birne frei :)


    Gute Idee :)

  • SpringMode5708
    Gast
    • 9. April 2013 um 22:05
    • #13
    Matthias65:

    Mirco, danke :) Metta - Meditation finde ich total schön, mit der tibetischen Variante, dem "Tong Len" (Geben und Nehmen) habe ich noch so meine Schwierigkeiten, zumindest dann wenn sie nicht geführt ist. Meinst Du Metta mir selbst gegenüber ? Und das in einer Meditationssitzung, also 20-30 Minuten ?


    Wenn Du es schön findest, umso besser. Gut für die Motivation :)

    Ich komme in meiner Metta-Meditation auch vor, so ca. 5-10 Minuten am Anfang. Wer es 'abbekommt' ist nicht soo entscheidend. Entscheidend ist, immer wieder zu dem Gefühl zurückzukehren. Metta ist eine Meditation auf ein Gefühl. Auch ist's als Medi-Objekt für jederzeit geeignet. Also nicht nur für's Sitzen lässt sich Metta wunderbar in den Alltag holen.

    Zitat

    Stehend, gehend, sitzend oder liegend:
    Wenn frei von Benommenheit
    Und mit der Achtsamkeit dort (bei Metta) ist:
    Das ist göttliches Verweilen auf Erden.
    Mettasuttaṃ, Khd 1.8

    :) Liebe Grüße

    Ich übe nach dieser Anleitung:

    Dateien

    Kurze Anleitung zur Metta-Meditation.pdf 525,4 kB – 660 Downloads
  • Turmalin 1
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    • 11. April 2013 um 07:46
    • #14
    Matthias65:

    In einem anderen Thread wurde ich als "verkopft" charakterisiert.

    Ergänzung: Ich sollte wohl noch erwähnen, dass diese Charakterisierung durchaus zutreffend ist (Selbsteinschätzung)

    Ist diese "verkopfte" Herangehensweise, ein buddhistisches Thema zu betrachten, ein Hemmnis für die buddhistische Praxis ?

    Wenn ja - gibt es dafür Meditationen, die diese verstandesgemäße (= verkopfte ??) Herangehensweise lockern,
    um das Potential des Bauchgefühls zu stärken ?

    Liebe Grüße
    Matthias



    Du brauchst einen Lehrer, sonst brauchst du echt nicht weitermachen. Es geht nicht darum, Bauchgefühl zu entwickeln, sondern die Lampe des Erleuchtungsgeistes zu entzünden.
    man fragt nicht tausend Fragen- man kriecht zum Lehrer und sagt, dass man keine Ahnung hat, wie man auch nur für eine Sekunde die Lampe des Erleuchtungsgeistes entzünden kann.man bekommt Einweihungen. Belehrungen.Man versucht, sich in der Nähe der Lehrer aufzuhalten, indem man ihnen z. B. ein Essen kocht und dann mitessen darf. Da gerät dann der eigene Energiekörper mit dem Energiekörper des Lehrers in Schwingung. Es bringt gar nichts, alles Mögliche sich theoretisch anzueignen.

  • Matthias65
    Gast
    • 11. April 2013 um 07:56
    • #15
    Turmalin:

    Du brauchst einen Lehrer...

    Zitat

    Das Finden eines Lehrers ist in der Endphase, man soll sich ja auch Zeit lassen bei der Suche.

    Beides ist wichtig, theoretisches Wissen UND Praxis !

  • sarvamitra
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    • 11. April 2013 um 10:34
    • #16
    Zitat

    Turmalin hat geschrieben:
    man fragt nicht tausend Fragen- man kriecht zum Lehrer und sagt, dass man keine Ahnung hat, wie man auch nur für eine Sekunde die Lampe des Erleuchtungsgeistes entzünden kann.man bekommt Einweihungen. Belehrungen.Man versucht, sich in der Nähe der Lehrer aufzuhalten, indem man ihnen z. B. ein Essen kocht und dann mitessen darf.

    Das ist doch das "Problem". Was Du beschreibst ist das klassische, altindische "Guru-Schüler- Verhältnis".
    Ja wer kann das denn? Dieses sich einem anderen völlige Überantworten. Als "Westler" mit allem Skeptizismus den man so mit bringt, geht das überhaupt noch? Wer sagt mir denn, daß der ein "Wahrer Guru" (Guru=Lehrer, Adjektiv guru=gut) ist. Ich kanns nicht!

    Viele Grüße
    Sarvamitra

    "Warum muß eine Sache oder ein Gedanke, um richtig zu sein, unbedingt sein?"
    Mircea Eliade

  • Turmalin 1
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    • 11. April 2013 um 16:12
    • #17
    sarvamitra:
    Zitat

    Turmalin hat geschrieben:
    man fragt nicht tausend Fragen- man kriecht zum Lehrer und sagt, dass man keine Ahnung hat, wie man auch nur für eine Sekunde die Lampe des Erleuchtungsgeistes entzünden kann.man bekommt Einweihungen. Belehrungen.Man versucht, sich in der Nähe der Lehrer aufzuhalten, indem man ihnen z. B. ein Essen kocht und dann mitessen darf.

    Das ist doch das "Problem". Was Du beschreibst ist das klassische, altindische "Guru-Schüler- Verhältnis".
    Ja wer kann das denn? Dieses sich einem anderen völlige Überantworten. Als "Westler" mit allem Skeptizismus den man so mit bringt, geht das überhaupt noch? Wer sagt mir denn, daß der ein "Wahrer Guru" (Guru=Lehrer, Adjektiv guru=gut) ist. Ich kanns nicht!

    Viele Grüße
    Sarvamitra


    naja, in gewisser Weise kann man sagen, dass man auch dem Skeptiker in sich selbst hinterherkriecht, als sei es ein Guru.
    Einen Lehrer muss man prüfen, dann findet man raus, ob das ein wahrer Guru ist.

  • Matthias65
    Gast
    • 11. April 2013 um 17:40
    • #18

    Hallo Sarvamitra

    zum Lehrer Schüler Verhältnis im tibetischen Buddhismu stelle ich mal einen sehr informativen Beitrag von Dagyab Rinpoche ein:

    http://www.buddhistische-sekten.de/lehrer-schueler.html

    LG
    Matthias

  • Sumedhâ
    Gast
    • 11. April 2013 um 17:56
    • #19
    Turmalin:


    Einen Lehrer muss man prüfen, dann findet man raus, ob das ein wahrer Guru ist.


    prüfen ist ok, aber wie herausfinden ob er ein "wahrer guru" ist...?
    nach meinem verständniss geht es nur wenn ich auch einer währe....wozu brauche ich dann noch einen guru? :)
    .

  • Matthias65
    Gast
    • 11. April 2013 um 17:57
    • #20
    Sumedhâ:
    Turmalin:


    Einen Lehrer muss man prüfen, dann findet man raus, ob das ein wahrer Guru ist.


    prüfen ist ok, aber wie herausfinden ob er ein "wahrer guru" ist...?
    nach meinem verständniss geht es nur wenn ich auch einer währe....wozu brauche ich dann noch einen guru? :)
    .


    Zorita, hast Du den von mir eingestellten Link gelesen - ich schätze nein :grinsen:

  • Sumedhâ
    Gast
    • 11. April 2013 um 18:00
    • #21
    Matthias65:
    Sumedhâ:


    prüfen ist ok, aber wie herausfinden ob er ein "wahrer guru" ist...?
    nach meinem verständniss geht es nur wenn ich auch einer währe....wozu brauche ich dann noch einen guru? :)
    .


    Zorita, hast Du den von mir eingestellten Link gelesen - ich schätze nein :grinsen:


    du schätzt richtig :grinsen: ich guck mal das ich es nachhole ....
    .

  • Sumedhâ
    Gast
    • 11. April 2013 um 18:08
    • #22

    ich hab da auch was zum Guru, von Chögyam Trungpa

    Zitat

    Tilopa war ein Guru, der zwölf Jahre mit seinem Schüler Naropa verbrachte und praktisch das gleiche tat, wovon wir eben gesprochen haben. "Wenn du mir Suppe aus jener Küche dort holst, dann will ich dir die Lehren geben - dann könnte ich sie dir vielleicht geben", mochte Tilopa wohl zu ihm sagen. Dann brachte Naropa ihm die Suppe, wofür er von den Leuten in der Küche und den Haushältern eine ordentliche Tracht Prügel bezogen hatte. Er kehrte blutüberströmt. aber glücklich zurück, und wenn er Tilopa die Suppe vorgesetzt hatte, sagte dieser zu ihm: "Ich möchte noch einen Napf Suppe, geh und hol ihn mir." So ging Naropa wieder los und brachte ihm die Suppe, mehr tot als lebendig, zurück. Er ließ sich darauf ein, weil er ein so großes Verlangen nach den Lehren hatte. Tilopa aber sagte nur zu ihm: "Danke, nun lass uns irgendwo anders hingehen." Das wiederholte sich immer wieder, bis Naropas Erwartungshaltung auf dem Höhepunkt angekommen war. Genau zu diesem Zeitpunkt zog Tilopa seine Sandale aus und schlug Naropa damit ins Gesicht. Das war seine Abhisheka, die höchste oder allertiefste Einweihung man könnte hier noch viele andere Worte zur Umschreibung verwenden - die wichtigste Abhisheka. Nach dem Schlag mit der Sandale hörte für Naropa ganz plötzlich jedes Streben auf.

    Wir dürfen uns jedoch nicht von dieser mystischen Szenerie verführen lassen. Es geht um nichts anderes als um den offenen Weg. Wir haben die Selbsttäuschung erlebt und genau erforscht. Wir haben eine so schwere Last mit uns herumgeschleppt - wie eine Schildkröte mit ihrem Rückenpanzer. Wir haben unaufhörlich versucht, uns hermetisch in diese Schale einzuschließen und mit großer Aggression und Geschwindigkeit tatsächlich "irgendwohin" zu gelangen. Diese Hektik und Aggression, unser forderndes und anspruchsvolles Verhalten, müssen wir jedoch aufgeben. Wir müssen ein gewisses Mitgefühl für uns selbst entwickeln, dann erst kann der offene Weg beginnen.
    Wir sollten hier nun über die Bedeutung von Mitgefühl sprechen, denn es bestimmt die grundlegende Atmosphäre des offenen Weges und ist der Schlüssel zu ihm. Am besten und
    richtigsten lässt sich der Gedanke des Mitgefühls wohl durch den Begriff von Klarheit beschreiben: Klarheit, die eine Grundhaltung von Wärme einschließt. In diesem Stadium ist unsere Meditationspraxis ein Akt des Selbstvertrauens. Wenn unsere Übung inmitten der alltäglichen Aktivitäten eine größere Bedeutung bekommt, beginnen wir, uns selbst zu vertrauen und eine mitfühlende Haltung zu entwickeln. Mitgefühl bedeutet hier nicht, dass wir jemand bedauern; es ist eher ein Gefühl von grundlegender Wärme. Soviel wie an offenem Raum oder Klarheit vorhanden ist, soviel Wärme ist auch da: ein herrliches Gefühl, dass wir ständig positive Erfahrungen mit uns machen. Alles, was wir tun, wird nicht automatisch als ein Hindernis für eine in sich selbst befangene Meditation betrachtet,


    .

  • SpringMode5708
    Gast
    • 12. April 2013 um 11:58
    • #23
    Sumedhâ:

    prüfen ist ok, aber wie herausfinden ob er ein "wahrer guru" ist...?
    nach meinem verständnis geht es nur wenn ich auch einer wäre....
    wozu brauche ich dann noch einen guru? :)


    Die Denke kenne ich. Damit kann ich mir auch gut was vormachen.

    :) Gruß

  • Sumedhâ
    Gast
    • 12. April 2013 um 12:07
    • #24
    Mirco:
    Sumedhâ:

    prüfen ist ok, aber wie herausfinden ob er ein "wahrer guru" ist...?
    nach meinem verständnis geht es nur wenn ich auch einer wäre....
    wozu brauche ich dann noch einen guru? :)


    Die Denke kenne ich. Damit kann ich mir auch gut was vormachen.

    :) Gruß


    Welche Denke, Mirco?
    Das ich nichts prüfen kann was ich selbst nicht weiss? oder, wenn ich es weiss, wofür dann noch einen Guru?
    .

  • SpringMode5708
    Gast
    • 12. April 2013 um 12:17
    • #25
    Sumedhâ:

    Welche Denke, Mirco?
    Das ich nichts prüfen kann was ich selbst nicht weiss? oder,
    wenn ich es weiss, wofür dann noch einen Guru?


    Vertrauen üben. Ich gebe Vertrauen.
    Oder eben nicht, dann denke ich mir wieder alles kurz und klein
    und steh am Ende wieder allein im von mir entvölkerten Universum.

    :) Gruß

    P.S.: So, jetzt muß ich aber los. Gib't viel zu tun heute.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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