1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhismus
  3. Allgemeines zum Buddhismus

Buddhismus 2.0

  • Merkur-Uranus
  • 31. März 2013 um 07:56
  • Geschlossen
  • Zum letzten Beitrag
  • accinca
    Reaktionen
    706
    Punkte
    57.021
    Beiträge
    11.216
    Mitglied seit
    31. Dezember 2007
    • 2. April 2013 um 09:00
    • #126
    Onda:

    Hallo Doris, aus accinca werden wir in diesem Leben wohl keinen Batchelor-Freund mehr machen! Vielleicht im nächsten? Wir werden unsere Zeit nicht mit solchen Spekulationen verplempern.
    Möge sich jeder seinen Buddhismus gestalten und damit glücklich werden. (Ironiefrei!). Onda


    Ich denk du glaubst nicht an nächste Leben? Wie auch immer M 22 nicht vergessen.

  • Geronimo
    Reaktionen
    2
    Punkte
    16.617
    Beiträge
    3.140
    Mitglied seit
    2. April 2011
    • 2. April 2013 um 09:30
    • #127
    Onda:


    Möge sich jeder seinen Buddhismus gestalten und damit glücklich werden. (Ironiefrei!).

    Onda

    Das ist ja genau die Gefahr. Die Lehre des Buddha hat nur genau ein Ziel: Vollkommene Befreiung.

    Er hat zwar Menschen auch Tips und Ratschläge gegeben, wie sie ein angnehmeres Leben führen, aber das ändert nichts am Kernziel der Lehre. Die anfängliche Herangehensweise mag sich da von Mensch zu Mensch und auch von Zeit zu Zeit ändern, man könnte also hier von zeitgemäß sprechen, aber die weiteren notwendigen Schritte (zur vollkommenen Befreiung) sind für alle gleich und zeitlos.

    Das ist in etwa so als gäbe es irgendwo eine große Wasserstelle und jemand würde die Menschen anleiten wie man am besten dahin kommt. Die Menschen in der Stadt müssten naturgemäß eine andere Strecke zurücklegen als die Menschen auf dem Land. Und die Menschen aus dem einen Dorf einen etwas anderen Weg als jene aus einem anderen Dorf. Wenn jedoch alle richtig (in der Lehre heißt es: ihren Fähigkeiten entsprechend) angeleitet wurden, dann kommen alle am gleichen Ort heraus.

    Den Buddhismus verändern heißt im ungünstigsten Fall das Ziel zu verändern. Und jede andere Wasserstelle, jeder andere "Ort", als der vom Buddha beschriebene, ist nicht der der die Grundlage bietet für vollkommene Befreiung. Sicher, manch andere Wasserstelle mag den Durst auch teilweise stillen und eine gewisse Befreiung mit sich bringen, und viele Menschen würden sich damit auch zufriedengeben, da sie dort ein Glück erfahren das sie so noch nicht kannten. Aber der Buddha hat auch immer wieder darauf hingewiesen das es einige herausragend glückliche Stationen auf dem Weg gibt, und sie alle nicht das Ziel sind.

    Zitat

    Soweit, ihr Mönche, die Faktoren, die Gegebenheiten, die Gebiete reichen, denkt er sie nicht, denkt nicht an sie, denkt nicht über sie, denkt nicht 'Mein sind sie'. Wenn er so nicht denkt, dann ergreift er nichts in der Welt! Nichts ergreifend, wird er nicht erschüttert. Unerschüttert gelangt er eben bei sich selber zur Wahnerlöschung: 'Versiegt ist die Geburt, gewirkt das Werk, nichts Höheres gibt es über dieses hier' versteht er da.

    Zitat

    Geeinigt und auch klarbewußt,
    achtsamer Jünger Buddhas, er
    verstehet wohl, was Wünsche sind
    und auch, wodurch ein Wunsch entsteht,

    sowie wo dieses untergeht,
    den Pfad, der zur Versiegung führt.
    Die Wunschversiegung läßt den Mönch
    ohn' Hunger wahnerloschen sein.

    Der Sinnenwunsch, der Daseinswunsch,
    der Wunsch nach Reinheitswandel auch,
    wer dies für höchste Wahrheit hält,
    er hat nur Ansicht aufgehäuft.

    Wer alle Reize hat entreizt,
    wer durstversieget ist erlöst,
    wer Wünsche losgelassen hat,
    hat Ansicht ausgerissen ganz.
    Der Mönch, der Wünsche hat versiegt,
    ist hoffensledig fraglos dann.

    Alles anzeigen

    http://www.palikanon.com/khuddaka/it/it050t059.html

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • Onda
    Reaktionen
    4
    Punkte
    13.264
    Beiträge
    2.561
    Mitglied seit
    12. Januar 2012
    • 2. April 2013 um 09:37
    • #128
    Geronimo:
    Onda:


    Möge sich jeder seinen Buddhismus gestalten und damit glücklich werden. (Ironiefrei!).

    Onda

    Das ist ja genau die Gefahr. Die Lehre des Buddha hat nur genau ein Ziel: Vollkommene Befreiung.

    Viele Wege führen nach Rom heißt es...
    Solange es Buddhismus gibt, wird es unterschiedliche Lesarten geben.
    Solange es Buddhismus gibt, wird es unterschiedliche Praxisformen geben.
    Solange es Buddhismus gibt, wird es unterschiedliche Lehrdarlegungen geben.
    In diesem Sinne sagte ich:
    "Möge sich jeder seinen Buddhismus gestalten und damit glücklich werden"
    Einen Weg zum Glück finden - für sich und andere.
    Viele Wege führen nach Rom heißt es...
    Es ist vergebens, den einen, einzig wahren, absolut richtigen, authentischen Original-Buddhismus zu suchen & zu verteidigen.

    Onda

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

  • Geronimo
    Reaktionen
    2
    Punkte
    16.617
    Beiträge
    3.140
    Mitglied seit
    2. April 2011
    • 2. April 2013 um 09:38
    • #129

    Und wie verändert sich dabei genau der 8fache Pfad über die Zeit?

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • Onda
    Reaktionen
    4
    Punkte
    13.264
    Beiträge
    2.561
    Mitglied seit
    12. Januar 2012
    • 2. April 2013 um 09:42
    • #130
    Geronimo:

    Und wie verändert sich dabei genau der 8fache Pfad über die Zeit?

    Die Essenz der Lehre mag gleich bleiben - die Form jedoch ändert sich.
    Das beginnt schon mit der Deutung/Definition der einzelnen Pfadglieder.

    Meinst du, um nur ein Bsp. zu nehmen, wir finden hier einen Konsens darüber, was unter Rechter Achtsamkeit zu verstehen ist?
    Und: Was Rechte Rede ist, das haben hier ganz offensichtlich viele überhaupt nicht kapiert.*
    Soviel zum Achtfachen Pfad.
    Wahrheit lässt sich nicht in Zement gießen.

    Onda

    Zum Thema:
    "Ich habe jedoch noch Wünsche. Einer davon ist Respekt vor den anderen." (Doris, s.o.)

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

  • Geronimo
    Reaktionen
    2
    Punkte
    16.617
    Beiträge
    3.140
    Mitglied seit
    2. April 2011
    • 2. April 2013 um 09:54
    • #131
    Onda:
    Geronimo:

    Und wie verändert sich dabei genau der 8fache Pfad über die Zeit?

    Die Essenz der Lehre mag gleich bleiben - die Form jedoch ändert sich.
    Das beginnt schon mit der Deutung/Definition der einzelnen Pfadglieder.

    Meinst du, um nur ein Bsp. zu nehmen, wir finden hier einen Konsens darüber, was unter Rechter Achtsamkeit zu verstehen ist?
    Und: Was Rechte Rede ist, dass haben ganz offensichtlich viele hier überhaupt nicht verstanden.
    Soviel zum Achtfachen Pfad.

    Onda

    Also wenn das nicht eindeutig und zeitlos ist, dann weiß ich auch nicht:

    Zitat

    "Und was, ihr Bhikkhus, ist richtige Rede...? Enthaltung von unwahrer Rede, Enthaltung von böswilliger Rede, Enthaltung vom Gebrauch grober Worte und Enthaltung von Geschwätz..."

    Das sich viele Menschen daran nicht halten können ist ja nicht Schuld des Pfades.

    Rechte Achtsamkeit dagegen ist ein sehr weites Feld, da gebe ich dir Recht. Der Buddha selbst hat dazu viele verschiedene Betrachtungsobjekte vorgeschlagen, und das ist wohl auch die Quintessenz: Alles was den Blick auf die Vergänglichkeit und die Selbstlosigkeit aller Dinge lenkt ist ganz grundsätzlich rechte Achtsamkeit im Sinne des 8fachen Pfades.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

    2 Mal editiert, zuletzt von Geronimo (2. April 2013 um 09:58)

  • xxx
    Reaktionen
    164
    Punkte
    10.244
    Beiträge
    1.956
    Mitglied seit
    11. Mai 2011
    • 2. April 2013 um 09:56
    • #132
    Onda:

    Wieviel hast du vom Buddhismus verstanden, wenn du hier so herumtobst & ausflippst?
    Der Gleichmut scheint dir abhanden gekommen sein, und das Augenmaß.

    Onda

    Lass uns sachlich bleiben.
    Bachelor verbreitet Adharma in einer buddhistischen Zeitschrift, da darf man auch mal Klartext reden.

    Bakram

  • Doris
    Reaktionen
    431
    Punkte
    27.521
    Beiträge
    5.357
    Mitglied seit
    25. März 2012
    • 2. April 2013 um 10:02
    • #133

    Bakram verbreitet Adharma in einem buddhistischen Forum, da darf man auch mal Klartext reden. :grinsen:

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Onda
    Reaktionen
    4
    Punkte
    13.264
    Beiträge
    2.561
    Mitglied seit
    12. Januar 2012
    • 2. April 2013 um 10:05
    • #134
    Bakram:
    Onda:

    Wieviel hast du vom Buddhismus verstanden, wenn du hier so herumtobst & ausflippst?
    Der Gleichmut scheint dir abhanden gekommen sein, und das Augenmaß.

    Onda

    Lass uns sachlich bleiben.

    Sachlich bleiben heißt auch die Dinge nicht aus dem Zusammenhang zu reißen und selektiv zu zitieren.
    Der Zusammenhang besteht hier darin, dass du Doris zunächst vorgeworfen hast, sie würde nichts von Buddhismus verstehen.
    Das meine ich mit dem Mangel an Gelassenheit (und Fairness!!). Darauf kam erst mein Posting.


    Onda

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

  • accinca
    Reaktionen
    706
    Punkte
    57.021
    Beiträge
    11.216
    Mitglied seit
    31. Dezember 2007
    • 2. April 2013 um 10:25
    • #135
    Onda:

    Es ist vergebens, den einen, einzig wahren, absolut richtigen, authentischen Original-Buddhismus zu suchen & zu verteidigen. Onda


    Ja, das hättest du gerne. Ist mir schon lange klar.
    Tatsache bleibt allerdings, das der Buddha nur eine Lehre
    gelehrt hat. Weist du, solche Sachen wie Kamma und
    Wiedergeburt für die welche kein Arahat geworden waren usw. du weißt schon...
    Will man also nicht nur "irgendeiner" Lehre folgen, sondern möglichst
    vollständig die, welche der Buddha auch gelehrt hat, dann stellt sich
    ganz natürlich die Frage nach der richtigen Lehre des Buddha. Schließlich
    können ja nicht alle richtig sein, wenn und wo sie sich denn Widersprechen.

  • Merkur-Uranus
    Themenautor
    Punkte
    1.170
    Beiträge
    219
    Mitglied seit
    27. April 2010
    • 2. April 2013 um 10:48
    • #136

    Es ist wirklich interessant zu sehen, dass diejenigen, die sich als die "wahren Buddhisten" bezeichnen, es nicht hinbekommen, eine vernünftige und logische Debatte zu führen. Stattdessen hagelt es Pauschalurteile und knappe und ablehnende Sprüche ohne Substanz.

    Meiner Ansicht liegt das daran, dass die "wahren Buddhisten" entweder es nicht schaffen, oder sich nicht trauen, eine eigene Meinung zu formulieren, beziehungsweise Dinge selbstständig durchdenken und eigene logische Schlüsse zu ziehen. Stattdessen wird sich auf den Pali-Kanon berufen und Zitate in den Raum geschmissen, die mehrdeutig zu interpretieren sind.

    Es ist nunmal so: Dieser mythische Buddhismus wird in der westlichen Gesellschaft immer ein Randphänomen bleiben. Für die wenigen, die zu diesem Randphänomen gehören, ist das auch vollkommen in Ordnung. Es ist auch okay, dass sie sich in dem Bewusstsein sonnen, den einzig wahren Buddhismus zu praktizieren.

    Nur: In einigen Jahren wird sich niemand mehr darum kümmern. Die Säkularisierung des Buddhismus ist nicht aufzuhalten und in einigen Jahren schon, wird er als der "normale Buddhismus" in die Bücher eingehen. Alles ist im Wandel.

  • Onda
    Reaktionen
    4
    Punkte
    13.264
    Beiträge
    2.561
    Mitglied seit
    12. Januar 2012
    • 2. April 2013 um 10:58
    • #137
    Merkur-Uranus:

    Es ist wirklich interessant zu sehen, dass diejenigen, die sich als die "wahren Buddhisten" bezeichnen, es nicht hinbekommen, eine vernünftige und logische Debatte zu führen. Stattdessen hagelt es Pauschalurteile und knappe und ablehnende Sprüche ohne Substanz.

    Sie bekommen es vor allem nicht hin, eine faire und sachliche Debatte zu führen.
    Womit sich mir dann immer die Frage nach der Wirksamkeit der entsprechenden Praxis stellt.
    "An den Früchten sollst du sie erkennen".

    Was mich immer wundert, ist diese grimmige und unduldsame Leidenschaft, mit der sie ihren vermeintlich "historischen" Original-Buddhismus gegen die Zersetzungsbemühungen der "Säkularen" meinen verteidigen zu müssen. Fundamentalismus hat wohl immer nur einen Geschmack: den der Unfreiheit.

    Onda

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

    3 Mal editiert, zuletzt von Onda (2. April 2013 um 11:10)

  • Geronimo
    Reaktionen
    2
    Punkte
    16.617
    Beiträge
    3.140
    Mitglied seit
    2. April 2011
    • 2. April 2013 um 11:00
    • #138
    Merkur-Uranus:

    Es ist wirklich interessant zu sehen, dass diejenigen, die sich als die "wahren Buddhisten" bezeichnen, es nicht hinbekommen, eine vernünftige und logische Debatte zu führen. Stattdessen hagelt es Pauschalurteile und knappe und ablehnende Sprüche ohne Substanz.

    Meiner Ansicht liegt das daran, dass die "wahren Buddhisten" entweder es nicht schaffen, oder sich nicht trauen, eine eigene Meinung zu formulieren, beziehungsweise Dinge selbstständig durchdenken und eigene logische Schlüsse zu ziehen. Stattdessen wird sich auf den Pali-Kanon berufen und Zitate in den Raum geschmissen, die mehrdeutig zu interpretieren sind.

    Es ist nunmal so: Dieser mythische Buddhismus wird in der westlichen Gesellschaft immer ein Randphänomen bleiben. Für die wenigen, die zu diesem Randphänomen gehören, ist das auch vollkommen in Ordnung. Es ist auch okay, dass sie sich in dem Bewusstsein sonnen, den einzig wahren Buddhismus zu praktizieren.

    Nur: In einigen Jahren wird sich niemand mehr darum kümmern. Die Säkularisierung des Buddhismus ist nicht aufzuhalten und in einigen Jahren schon, wird er als der "normale Buddhismus" in die Bücher eingehen. Alles ist im Wandel.

    Und noch einmal: Was ist daran mythisch oder nicht eindeutig oder nicht zeitlos oder nicht universell? Das ist tatsächlich auch schon der gesamte "Buddhismus". Alles andere, jede andere Lehrrede, zielt nur darauf ab diesen hier beschriebenen Weg besser gehen zu können.

    Zitat

    Dem recht Erkennenden, entsteht rechte Gesinnung,
    dem recht Gesinnten rechte Rede,
    dem recht Redenden rechte Handlungsweise,
    dem recht Handelnden rechter Lebensunterhalt,
    dem rechten Lebensunterhalt Erwerbenden rechtes Streben,
    dem recht Strebenden rechte Achtsamkeit,
    dem in rechter Weise Achtsamen rechte Sammlung,
    dem recht Gesammelten rechtes Wissen,
    dem recht Wissenden entsteht rechte Befreiung.

    Alles anzeigen

    Darüber hinaus gibt es keinen "Buddhismus". Alles steht und fällt mit dem 8fachen Pfad.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • accinca
    Reaktionen
    706
    Punkte
    57.021
    Beiträge
    11.216
    Mitglied seit
    31. Dezember 2007
    • 2. April 2013 um 11:02
    • #139
    Merkur-Uranus:

    ...Nur: In einigen Jahren wird sich niemand mehr darum kümmern. Die Säkularisierung des Buddhismus ist nicht aufzuhalten und in einigen Jahren schon, wird er als der "normale Buddhismus" in die Bücher eingehen. Alles ist im Wandel.

    Was träumst du dir da zurecht? Der Zustand ist doch schon lange erreicht.
    Natürlich hängt die große Mehrheit der sich "Buddhisten" vermeinenden
    säkularen Richtungen an. Da erzählst du doch nichts neues. Richtig verstehen
    tun die Lehre immer nur wenige. Das war auch schon zur Zeiten des Buddha
    nicht anders und wird sich auch niemals ändern.

    Einmal editiert, zuletzt von accinca (2. April 2013 um 11:03)

  • Onda
    Reaktionen
    4
    Punkte
    13.264
    Beiträge
    2.561
    Mitglied seit
    12. Januar 2012
    • 2. April 2013 um 11:02
    • #140
    Geronimo:

    Darüber hinaus gibt es keinen "Buddhismus". Alles steht und fällt mit dem 8fachen Pfad.

    Was immer das auch heißen mag...
    Onda

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

  • hedin
    Gast
    • 2. April 2013 um 11:08
    • #141
    Onda:

    Was immer das auch heißen mag...

    Ich frage nur, wie lange einem ein solcher Schwachsinn zugemutet werden kann. 8)

    hedin

  • Onda
    Reaktionen
    4
    Punkte
    13.264
    Beiträge
    2.561
    Mitglied seit
    12. Januar 2012
    • 2. April 2013 um 11:12
    • #142
    hedin:
    Onda:

    Was immer das auch heißen mag...

    Ich frage nur, wie lange einem ein solcher Schwachsinn zugemutet werden kann. 8)

    Ganz ruhig!
    Auch die "Säkularen" berufen sich auf den Achtfachen Pfad. Sie lesen ihn nur ein wenig anders als die Traditionalisten.
    Daher ist mit dem blanken Verweis auf die Gültigkeit des Achtfachen Pfades erstmal garnichts gesagt.
    Eben, weil es da doch erhebliche Auslegungsdifferenzen gibt. Lesarten.

    Onda

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

    Einmal editiert, zuletzt von Onda (2. April 2013 um 11:13)

  • Doris
    Reaktionen
    431
    Punkte
    27.521
    Beiträge
    5.357
    Mitglied seit
    25. März 2012
    • 2. April 2013 um 11:13
    • #143
    Zitat

    Darüber hinaus gibt es keinen "Buddhismus". Alles steht und fällt mit dem 8fachen Pfad.

    Lieber Geronimo,

    da sagst Du.
    Andere fügen dem noch Karma und Wiedergeburt hinzu, andere noch diverse Kleinigkeiten …
    Und jeder behauptet, seiner sei der wahre Buddhismus und darüber hinaus gäbe es nichts.
    Noch einmal: In dem Text von Batchelor wird nicht der 8-fache Pfad infrage gestellt. Keineswegs. Er ist auch für ihn die Grundlage.
    Ihm geht es wohl um die anderen Kleinigkeiten, die er überprüfen will.
    Allein der Wunsch darüber nachzudenken, wird dann von den Liebhabern genau dieser Kleinigkeiten als Adhamma gewertet.
    Dein Satz, den ich oben zitiert habe, ist also in völliger Übereinstimmung mit Herrn Batchelor. Ihr dünkt mir geradezu wie Seelenverwandte :D
    Wahrscheinlich würdet Ihr ein prima Gespräch führen können.

    Mir selbst kommt Herr Batchelor sehr puristisch vor in seinem Verständnis von Buddhismus. Jedenfalls in dem, was ich dem Text entnehmen kann. (Ich habe heute Nacht auch den Vorauszug im Link gelesen.)

    Liebe Grüße
    Doris

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • hedin
    Gast
    • 2. April 2013 um 11:37
    • #144
    Onda:
    Geronimo:

    Ich lese und höre immer Buddhismus anpassen oder weiterentwickeln. Aber ich frage mich doch ernsthaft was man am 8fachen Pfad auch nur ansatzweise aktualisieren könnte?


    Du hast eine der ganz grundlegenden Lektionen des Buddhismus offensichtlich nicht ansatzweise verstanden: die Welt der Phänomene unterliegt dem Gesetz permanenten Wandels! Es gibt keine starre Form. Das wünschst du dir vielleicht. Aber dieses Bedürfnis nach einem seit 2500 Jahren fest zementierten Buddhismus ist zutiefst unbuddhistisch.

    Wer im Zusammenhang mit dem 8fachen Pfad einen solchen Unfug verbreitet, der stellt für mich eine permanente Zumutung dar. :grinsen:

    Was nicht genehm ist, kann vergrößert werden :lol:

    hedin

  • Geronimo
    Reaktionen
    2
    Punkte
    16.617
    Beiträge
    3.140
    Mitglied seit
    2. April 2011
    • 2. April 2013 um 11:38
    • #145
    Onda:
    hedin:

    Ich frage nur, wie lange einem ein solcher Schwachsinn zugemutet werden kann. 8)

    Ganz ruhig!
    Auch die "Säkularen" berufen sich auf den Achtfachen Pfad. Sie lesen ihn nur ein wenig anders als die Traditionalisten.
    Daher ist mit dem blanken Verweis auf die Gültigkeit des Achtfachen Pfades erstmal garnichts gesagt.
    Eben, weil es da doch erhebliche Auslegungsdifferenzen gibt. Lesarten.

    Onda

    Und ich lese schon wieder "lesen". Es geht direkt um Praxis und Nachprüfbarkeit. Entweder man kommt zu der Wasserstelle von der der Buddha gesprochen hat oder nicht. Da gibt es nur diese zwei Möglichkeiten. Alles andere ist irgend etwas anderes.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • Geronimo
    Reaktionen
    2
    Punkte
    16.617
    Beiträge
    3.140
    Mitglied seit
    2. April 2011
    • 2. April 2013 um 11:40
    • #146
    Doris Rasevic-Benz:
    Zitat

    Darüber hinaus gibt es keinen "Buddhismus". Alles steht und fällt mit dem 8fachen Pfad.

    Lieber Geronimo,

    da sagst Du.
    Andere fügen dem noch Karma und Wiedergeburt hinzu, andere noch diverse Kleinigkeiten …
    Und jeder behauptet, seiner sei der wahre Buddhismus und darüber hinaus gäbe es nichts.
    Noch einmal: In dem Text von Batchelor wird nicht der 8-fache Pfad infrage gestellt. Keineswegs. Er ist auch für ihn die Grundlage.
    Ihm geht es wohl um die anderen Kleinigkeiten, die er überprüfen will.
    Allein der Wunsch darüber nachzudenken, wird dann von den Liebhabern genau dieser Kleinigkeiten als Adhamma gewertet.
    Dein Satz, den ich oben zitiert habe, ist also in völliger Übereinstimmung mit Herrn Batchelor. Ihr dünkt mir geradezu wie Seelenverwandte :D
    Wahrscheinlich würdet Ihr ein prima Gespräch führen können.

    Mir selbst kommt Herr Batchelor sehr puristisch vor in seinem Verständnis von Buddhismus. Jedenfalls in dem, was ich dem Text entnehmen kann. (Ich habe heute Nacht auch den Vorauszug im Link gelesen.)

    Liebe Grüße
    Doris

    Alles anzeigen

    Nachdenken führt ja auch im Dharma nirgendwo hin. Es gibt nur erkennen und verstehen, oder eben denken und meinen.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • void
    Globale Moderation
    Reaktionen
    7.658
    Punkte
    61.650
    Beiträge
    10.679
    Mitglied seit
    6. August 2009
    Buddh. Richtung
    Zen
    • 2. April 2013 um 11:45
    • Offizieller Beitrag
    • #147

    Zu versuchen, den Buddhismus von unnötigem Ballast zu befreien, ihn von Aberglauben und kulturellen Beiwerk zu befreien ist eine sehr ehrenvolle Sache. Genauso wichtig ist es an religiöse Strukturen kritisch heranzugehen und unhinterfagte Autoritäts- und Machtstrukturen aufzuzeigen. Von daher ist es prinzipiell gut, wenn es Leute gibt, die sich für Aufklärung und Entmystifzierung einsetzten

    Ich glaube aber, dass es gerade für so eine Aufgabe sehr wichtig ist, dass es von innen geschieht. Wenn jemand sehr tief in seiner Tradition verwurzelt ist, kann er bei jeder einzelnen Sache entscheiden, inweiweit sie da den Pfad lebendigen Dharma verkörpert oder reines Beiwerk ist. Dann kann man z.B statt Roben Jeans tragen, Rezitationen auf Deutsch machen oder bestimmte Ehrfurchtsgesten gegenüber Lehrern einfach abschaffen. Vielleicht hätte Batchelor, wenn sein koreanischer Lehrer nicht gestorben wäre, sogar selber so jemand sein können. So aber befindet er sich in einer freischwebedenden Position zwischen den einzelnen Traditionen und das was er da so bringt erweckt in mir den Eindruck eine kleinsten gemeinsamen Nenners - Eines Minimalbuddhismus, der mehr aus dem Kopf kommt als aus der Erde.

    Eines Buddhismus also, der so vernünftig und aufgeräumt erscheint, dass er einem überhaupt keine Angst mehr macht. Aber genau das was am Buddhismus Angst macht, also dass er der normalen Wahrnehmung den Boden unter Füssen wegreisst und Abgründe auftut ist ja das was die über das indivduum hinausgehende Freiheitsräume auftut. Aber alles wo ein unverstehbarer und unhinterfrabarer Abgrund gähnt, gerät bei Batchelor gleich in den Verdacht Transzendenz zu stiften und deswegen kommt da ein Brett drauf, damit da keiner reinfällt.

    Kann man entmystifizieren und gleichzeitig diese Offenheit erhalten? In seinem frühen Werk "Mit anderen allein." versuchte Batchelor eine existentialistische Annäherung an den Buddhismus. Das hat mir deswegen gefallen, weil der Existentialismus ja Fragen aufreisst und unsere Fragilität aufzeigt. Also dass wir ziemliche Trottel im Chaos sind, die nicht wissen woher sie kommen, wohin sie gehen und wer sie überhaupt sind.

    Der jetzige Batchelor scheint mir von diesem Suchenden weit entfernt zu sein. Anstatt das alles offen ist, ist jetzt scheinbar alles ganz klar. Anstatt Alternativen auzutun und Bestehendes in Frage zu stellen, soll sich der Buddhismus anscheinend einfach in die moderne Gesellschaft und ihre Werte einfügen.

    Einmal editiert, zuletzt von void (2. April 2013 um 11:50)

    • Nächster offizieller Beitrag
  • Onda
    Reaktionen
    4
    Punkte
    13.264
    Beiträge
    2.561
    Mitglied seit
    12. Januar 2012
    • 2. April 2013 um 11:47
    • #148
    Geronimo:


    Und ich lese schon wieder "lesen". Es geht direkt um Praxis und Nachprüfbarkeit.

    Dharma in Wortform muss gelesen (und damit interpretiert werden). Natürlich ist Lektüre nicht alles, da muss Praxis hinzukommen. Verständnis ergibt sich dann aus einer Kombination von Lesen + Hören + eigener Praxis. Auch bei Menschen mit viel Praxiserfahrung wird es immer auch unterschiedliche Lesarten geben. Wer Lesarten leugnet, hat nicht verstanden, wie Rezeptionsprozesse und Interpretationsprozesse funktionieren.

    Onda

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

  • accinca
    Reaktionen
    706
    Punkte
    57.021
    Beiträge
    11.216
    Mitglied seit
    31. Dezember 2007
    • 2. April 2013 um 11:49
    • #149
    hedin:
    Onda:


    Du hast eine der ganz grundlegenden Lektionen des Buddhismus offensichtlich nicht ansatzweise verstanden: die Welt der Phänomene unterliegt dem Gesetz permanenten Wandels! Es gibt keine starre Form. Das wünschst du dir vielleicht. Aber dieses Bedürfnis nach einem seit 2500 Jahren fest zementierten Buddhismus ist zutiefst unbuddhistisch.

    Wer im Zusammenhang mit dem 8fachen Pfad einen solchen Unfug verbreitet, der stellt für mich eine permanente Zumutung dar. :grinsen:
    Was nicht genehm ist, kann vergrößert werden :lol: hedin


    Nichtwissen und Verblendung waren schon immer ein Problem.

  • Onda
    Reaktionen
    4
    Punkte
    13.264
    Beiträge
    2.561
    Mitglied seit
    12. Januar 2012
    • 2. April 2013 um 11:50
    • #150
    Geronimo:


    Nachdenken führt ja auch im Dharma nirgendwo hin.

    no comment.
    Onda

    An anderer Stelle ("Stolperfallen") erwähnte ich bereits die Ratiofeindlichkeit, die man hin & wieder unter Dharmafreunden beobachten kann.

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.1.18
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download