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Bin ich auch mit Alkohol auf dem "richtigen"Weg?

  • Rufus-Rohfux
  • 26. Februar 2013 um 18:32
  • Zum letzten Beitrag
1. offizieller Beitrag
  • Rufus-Rohfux
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    26. Februar 2013
    • 26. Februar 2013 um 18:32
    • #1

    Hallo erstmal:)
    meine Frage ist recht simpel; ich bin seit Jahren Alki und habe dennoch das Gefühl ein recht guter Kerl zu sein. Ob mit oder ohne ich geb mir Mühe keine negativen Gedanken zu verfolgen. Meine eigentliche Frage ist, ob auch Erkentnisse, die unter Alkoholeinfluss erreicht wurden was wert sind oder ob sie nichtig sind. Denn viele meiner positiven Eigenschaften sind durch den Alk. geprägt. Denn in vielen Vorträgen wird der Alk. als absolutes NoGo :D, gehandhabt. Ich würde mich über kompetente Antworten/Ratschläge sehr freuen. Liebe Grüsse Rufus-Rohfux

  • Syia
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    • 26. Februar 2013 um 19:39
    • #2

    Die Antwort ist ein klares nein.

    Deine hochprozentigen Erkenntnisse mit vernebeltem Geist sind keine meditativen Erfahrungen.

    Respekt für deine Ehrlichkeit. Nicht jeder Alki kann sich eingestehen einer zu sein.

  • Sigitta
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    • 26. Februar 2013 um 19:51
    • #3

    Wie Syia schon meinte: Es geht nicht darum ob deine Erkenntnisse gewertet werden wenn du unter Alkoholeinfluss stehst. Das ist ja kein Test bei dem Alkohol als abschreiben gilt. Es gibt kein Punktesystem.
    Es geht eher darum, dass es keine Erkenntnis in dem Sinne ist, weil Alkohol eine Trance verursacht und Meditation eher das Gegenteil. Es gibt auch Trancemeditation, aber die machen wir nicht um zu Erkenntnissen zu gelangen. hmm wie Vergleich ich das am besten. Bei trance bist du so unkonzentriert, dass du Objekt und Ablenkung nichtmehr unterscheiden kannst und bei Meditation siehst du nur das Objekt und kein Ablenkung. Kann sich beides sehr angenehm anfühlen.
    Weinlaunen sind keine Vertiefungen ^^

    Wenn sich die ganze Welt ändert müssen wir auch die Veränderung der Menschen anerkennen. Behandle einen Menschen seinem Wesen und nicht deiner Erinnerung entsprechend. Jetzt

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 26. Februar 2013 um 21:28
    • #4

    Alkohol ist einer der miesesten Freunde, die man sich vorstellen kann. Ein Betrüger, letztendlich sogar ein Monster.
    Die Erkenntnisse hattest Du nicht wegen sondern trotz des Alkohols. (Einer seiner üblichen Taschenspielertricks). Wahrscheinlich hast du das "guter Kerl sein" noch aus dem letzten Leben herübergerettet.
    Kümmere Dich lieber besser um Dich und mach den guten Kerl nicht kaputt.

    Tut mir leid, so sehe ich es. :|

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Onyx9
    Gast
    • 26. Februar 2013 um 21:52
    • #5

    Ich nehme an, mit positiven Eigenschaften meinst Du vielleicht Kreativität, Offenheit und Mut.
    Alk wirkt auf das Belohnungszentrum, ist aber ein Gift. Ersteres führt zur Sucht, das zweite zu einer schleichenden Persönlichkeitsveränderung
    hin zum Unguten. Auf Dauer wirst du körperlich und geistig abbauen, und auch krank werden. Wenn du erstmal süchtig bist, wird dein einziger Gedanke
    der nach Alkohol sein und du wirst immer mehr brauchen um das selbe stimulierende, bewusstseinserweiternde Empfinden zu bekommen, und du
    wirst dich vergiften. Im Zen heißt es, daß Sex, Geld und Alkohol wie eine giftige Schlange sind. Sie zerstören langsam den Charakter und ziehen
    den Geist ins Animalische hinab; die scheinbar postive Wirkung verkehrt sich also ins Gegenteil. "Ein wenig Leidenschaft beflügelt den Geist, zuviel löscht
    ihn aus ( Stendhal )". Der Buddhismus will den Geist befreien, Lust und Begehren und Befriedigung fesseln ihn. Alkohol betäubt und hält von wirklichen Einsichten fern, denn
    wir müssen uns dem Leben, dem Frust, der Langweile, unserem Ungenügendsein und unseren Schwächen stellen, um anzufangen zu verstehen und nach einer
    anderen Lösung zu suchen. Tatsächlich ist Alkohol ein Betrüger, wie Losang sagt. Er schmeichelt, verführt und lässt dich mit lehren Händen zurück.

  • crazy-dragon
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    • 26. Februar 2013 um 21:56
    • #6
    Rufus-Rohfux:


    meine Frage ist recht simpel; ich bin seit Jahren Alki...
    Ich würde mich über kompetente Antworten/Ratschläge sehr freuen. Liebe Grüsse Rufus-Rohfux

    Das sich einzugestehen, ist der Anfang zur Abstinenz. Aber das möchtest Du sicher nicht- die Leber hört man ja nicht schreien.
    Anonyme Alkis- da solltest Du hingehen, solange Du noch gehen kannst.
    Alles andere ist Verlängerung Deiner Leidenszeit.

    _()_ c.d.

    Tag für Tag ein guter Tag

  • Maybe Buddha
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    • 27. Februar 2013 um 03:03
    • #7

    Das Alkohol nicht gut ist, weiss er sicherlich selber, aber das war nicht die Frage.
    Die Frage war doch ob Erkenntnisse unter Alkohol-einfluss auch hilfreich seien können.
    Und meiner Meinung ist die Antwort: "Natürlich können sie das".

    Aus dem Leiden lernen wir oft am meisten. Wenn man zb unter Alkohol-einfluss merkt und erkennt, das Alkohol einem nicht gut tut, ist das eine Erkenntnis die hilfreich sein kann, selbst wenn sie in diesem Zustand kam. Und es können auch andere Erkenntnisse entstehen, die einem im Endeffekt helfen ein besserer Mensch zu werden. Entwicklung zum guten kann in jeder Lebenslage geschehn. Und vielleicht kommen irgendwann genug Erkenntnisse und Erfahrungen zusammen, das man die unheilsame Dinge, wie zb das trinken, lässt.
    Das Problem mit Erkenntnissen unter einfluss gewisser Mittel wie Alkohol ist, das am nächsten Tag die Welt wieder anders aussieht, dann ist man nicht mehr betrunken und die Erkenntnis gar nicht mehr so wertvoll wie sie erschien.

    Aber im Endeffekt ist Alkohol, sowohl für Geist, als auch für den Körper schlecht und du wirst im klaren Zustand mehr Erkenntnisse bekommen, als betrunken. Vielleicht nicht nach einer Woche, oder 2 Wochen ohne Alkohol, aber nach 1-2 Monaten, wenn der nüchterne Zustand der normale ist, funktionieren Gehirn und Körper wieder besser und die positiven Auswirkungen davon sind tausendmal besser.

    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

  • Wu°
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    • 27. Februar 2013 um 05:08
    • #8
    Zitat

    Ein Zen Meister hatte zwei Schüler. Diese übten jeden Tag im Klostergarten mehrere Stunden eine Geh-Meditation. Da beides starke Raucher waren, überlegten sie sich, ob sie dabei nicht rauchen könnten, sie seien ja draussen im Garten. Sie beschlossen den Meister zu fragen. Am nächsten Tag trafen Sie sich im Garten zur Meditation und der eine war bereits am rauchen. Der andere sieht das und reagiert etwas verärgert: “Der Meister hat es verboten, kümmert dich das nicht ?” ” ja, aber mir hat er es erlaubt !” “Aber das ist ungerecht, mir hat er es verboten und er war sehr verärgert, was hast Du Ihn denn gefragt ?” meinte der eine “ich habe ihn gefragt ob ich beim Meditieren im Garten rauchen darf, da war er wütend und hat mich mit dem Stock geschlagen, was hast du ihn den gefragt?”Oh – ich habe ihn nur gefragt ob ich beim Rauchen meditieren dürfe, da hat er sich gefreut und gesagt; gut, wenigstens meditierst du”

    Es gab in der buddhistischen Tradition einige, die den Alkohol sehr gemocht haben. Man denke an Chögyam Trungpa oder Ikkyu.

    "Nach meinem Tod werden unter meinen Schülern solche sein, die in die Wälder oder die Berge gehen, andere mögen Sake trinken und sich mit Frauen vergnügen, aber jene, die vor einem Auditorium Vorlesungen halten und von Zen als dem 'Weg der Moral' reden, die vergewaltigen den Buddhismus und sind in Wirklichkeit Ikkyus Feinde."

    Ikkyu

    Also geh von da los, wo du jetzt bist. Sicher ist Entzug eine gute Möglichkeit. Aber du bist auch als Alkoholiker genauso Mensch. Und vielleicht sogar ein besserer mensch als mancher nüchterner Buddhist, wer weiß. Jedenfalls halte ich es für sehr seltsam, jemand auszuschliessen. Aber Fundamentalismus ist nunmal so, egal wo.

    Beschäftige dich mal ein wenig mit dem Lebensweg von Wayne Liqourman. Einer aus der Advaita-Ecke, der Alkoholiker gewesen ist, und sein Lehrer sagte mal zu ihm: Dein Alkoholismus war deine Sadhana. Man kann nie wissen, wie das Leben so spielt.

    "Von der Waschschüssel der Geburt

    bis zur Waschschüssel des Bestatters -

    nur Geschwafel"

    Ikkyû Sôjun

  • Tashili
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    • 27. Februar 2013 um 08:10
    • #9

    Wenn du Gründe fürs Trinken suchst - vergiss es!

    Buddhismus ist ein Weg, der zu mehr Klarheit und zum Loslassen von Süchten und Neurosen führen wird.

    Wenn du nicht Mal die Möglichkeit in Betracht ziehen kannst, bist du auf dem falschen Dampfer!

  • void
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 27. Februar 2013 um 09:39
    • Offizieller Beitrag
    • #10

    Meditation und Alkohol führen beiden zur Entspannung. Aber auf einer ganz anderen Basis.

    Viele Leute brauchen ja Alohol ganz dringend als einen Ausgleich zum grauen Alltag, und um sich lebendig zu fühlen. Weil man ja sich ja sonst immer zusammenreissen, verspannen und kontrollieren muss um vernünftig zu funktioniert. Alkohol ist dann ein Mittel um von diesen Robotermodus runterzukommen und mal offen und unbeschwert zu sein. Den inneren Zensor mal auszunocken und zu sedieren um als Mensch frei zu haben. Alkohol bewirkt,dass man sich gelöst und entpannt fühlt.

    Der Verzicht auf Alkohol klingt dann wie die Androhung auf alle Reservate der Lebendigkeit zu verzichten und immer als freudloser Roboter rumzulaufen. Auf all die Gelöstheit und Unbeschwertheit verzichtet, die ja auch viel an Kreativität und Spontanität enthalten kann. Dein Beitrag klingt so, als sorgst du dich um diesen liebgewordenen Teil von dir.

    Meditation ist auch etwas was zu innerer Freheit und Wohlbefinden führen kann. Die Basis ist aber nicht den Zensor auszuknocken sondern die inneren Widersprüche, die Kräfte die innen an einem zerrern, erst einmal bewußt wahrzunhemen. Um sie dann langsam zu zähmen und Freiden und Ausgeglichenheit zu schaffen. In der Meditation sind viele friedliche und ausgegelichene Zustände enthalten und auch reichlich bizarre und abenteurliche.

    Alkohol ist in dem Zusammenhang nicht hilfreich, weil es die inneren Zerissenheiten ja übertüncht statt sie anzugehen.

    Das bedeutet jetzt aber nicht, etwas zu überstürzen und zu denken, man könne nicht meditieren, wenn man Alkoholiker ist. Man sollte nur den festen Vorsatz fassen, die Krücke Alkohol mittelfristig ablegen zu können und jederzeit so unbeschwert und offen sein zu können, wie sonst nach ein paar Gläsern.

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  • mukti
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    • 27. Februar 2013 um 09:47
    • #11
    Rufus-Rohfux:


    Meine eigentliche Frage ist, ob auch Erkentnisse, die unter Alkoholeinfluss erreicht wurden was wert sind oder ob sie nichtig sind. Denn viele meiner positiven Eigenschaften sind durch den Alk. geprägt.

    Du meinst wohl etwa das:

    Zitat

    In vino veritas ist ein lateinischer Satz, der auf deutsch heißt: „Im Wein liegt die Wahrheit“. Der Verfasser des Satzes ist Alkaios von Lesbos. Der römische Historiker Tacitus beschrieb, wie Germanen bei Ratssitzungen immer Wein tranken, weil sie glaubten, niemand könnte effektiv lügen, wenn er betrunken ist.

    Ähnliche Sprichwörter gibt es auch in anderen Sprachen und Kulturen. Übersetzt werden diese Sätze folgendermaßen:

    Chinesisch: "Nach dem Wein folgt die wahre Rede."
    Babylonisch Talmud: "Rein kommt der Wein, raus kommt ein Geheimnis."
    Persisch: "Bist du betrunken, sagst du die Wahrheit.

    Wikipedia"

    Eine alte Sache, Alkohol oder Drogen als Mittel zur Wahrheitsfindung. Das ist eine Bequemlichkeit und Trägheit, man will sich die Arbeit an sich selbst ersparen indem man einfach sowas konsumiert. Das hat viele Nachteile: Die Nebenwirkungen, ein beschummerter Geist und ein zerstörter Körper. Die Abhängigkeit, für das bisschen innere Freiheit nimmt man eine Sucht in Kauf. Wenn die Wirkung aufhört, will man sie wiederhaben, man glaubt das unbedingt dazu zu brauchen. Kontrollverlust, man verliert den Überblick und lässt sich gehen, Agressionen und andere unheilsame Neigungen werden unreflektiert freigesetzt. Dann zerstört man die feinen Empfindungen des Geistes, stumpft ab. Man gerät in schlechte Gesellschaft von Leuten deren negative Eigenschaften zum Vorschein kommen wenn die Hemmungen abgebaut sind.
    Bei dem Ganzen spielt der Genußfaktor eine wesentliche Rolle, es ist keine ernsthafte Wahrheitssuche.

    Sieht man das ein, versucht man mit allen Mitteln davon loszukommen bevor es zu spät ist, es wird mit der Zeit immer schwieriger. Diese Einsichten hat man in den nüchternen Phasen, der Rausch verhindert sie, da ist alles egal. Betrüge dich nicht selbst indem du da hängenbleibst, gehe weiter.

    Mit Metta, mukti.


  • accinca
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    • 27. Februar 2013 um 10:21
    • #12

    Bin ich auch mit Alkohol auf dem "richtigen"Weg?
    Mit Alkohol ist man auf dem falschen Weg.
    Und mit viel Alkohol geht es steil nach unten.
    Davon ist Alkohol aber nur einer der Möglichkeiten.
    Sollte sich eigentlich schon herumgesprochen haben.

  • brigittefoe
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    • 27. Februar 2013 um 11:26
    • #13
    Rufus-Rohfux:

    Hallo erstmal:)
    meine Frage ist recht simpel; ich bin seit Jahren Alki und habe dennoch das Gefühl ein recht guter Kerl zu sein. Ob mit oder ohne ich geb mir Mühe keine negativen Gedanken zu verfolgen. Meine eigentliche Frage ist, ob auch Erkentnisse, die unter Alkoholeinfluss erreicht wurden was wert sind oder ob sie nichtig sind. Denn viele meiner positiven Eigenschaften sind durch den Alk. geprägt. Denn in vielen Vorträgen wird der Alk. als absolutes NoGo :D, gehandhabt. Ich würde mich über kompetente Antworten/Ratschläge sehr freuen. Liebe Grüsse Rufus-Rohfux



    Mit Alk bin ich hochprozentig auf dem falschen Weg.

    ... aber wann bezeichne ich mich als Alki ?

    Ich trinke ab und an ein Gläschen,
    bekommt mir gut - in Maßen natürlich.

    LG

    Es ist eine wahre Schmach und Schande, daß wir Christen wie blinde Hühner umhergehen und nicht erkennen, was in uns ist und davon gar nichts wissen.
    Johannes Tauler

  • Sukha
    Gast
    • 27. Februar 2013 um 11:26
    • #14

    Buddha-Dhamma und Alkohol:

    Die Basis!!

    Übungsregeln für Laien/Hausleute (Sila)

    Kein Lebewesen töten oder verletzen.
    Nichts nehmen was nicht (freiwillig) gegeben wird.
    Keine unheilsamen sexuellen Beziehungen pflegen.
    Nicht lügen oder unheilsam reden und kein unnutzes Geschwätz führen.
    Sich nicht durch berauschende Mittel, die Unachtsamkeit verursachen das Bewusstsein trüben

    Zitat

    Dhammapada

    247
    Und auch wer sich berauscht, dem Trunke sich ergab,
    Der gräbt in dieser Welt sich selbst die Wurzel ab.

    Zitat

    Digha Nikāya 31

    «Sechserlei Elend, Bürgersohn, bringt der Gebrauch von berauschenden und berückenden Getränken, betäubenden und betörenden Mitteln mit sich:

    merkliche Geldeinbuße,
    zunehmende Zänkerei,
    kränkliches Befinden,
    in üblen Ruf kommen,
    Scham und Heimlichkeit preisgeben, und
    an Weisheit lahm werden endlich zum sechsten noch.

    Das ist, Bürgersohn, sechserlei Elend, das der Gebrauch von berauschenden und berückenden Getränken, betäubenden und betörenden Mitteln mit sich bringt.

    Die Erzählung vom Branntwein Trinken

    Zitat

    A.V.174 Fünf schreckliche Übel

    ...
    Wer Lebewesen wehe tut,
    verlogen ist in seinem Wort,
    an fremdem Gute sich vergreift
    und seines Nachbarn Weib verführt,
    dem Branntwein- und dem Weingenuß
    voll Eifer hingegeben ist:

    Wer diese Übel nicht verwirft,
    der gilt fürwahr als sittenlos;
    und wenn dereinst sein Leib zerbricht,
    eilt solch ein Tor zur Hölle hin.

    Wer keinem Wesen wehe tut,
    kein falsches Wort entschlüpfen läßt,
    sich nie an fremdem Gut vergreift,
    nicht seines nächsten Weib verführt,
    zu Branntwein- und zu Weingenuß
    sich niemals hingezogen fühlt:

    Wer dieser Übel sich enthält,
    der gilt fürwahr als sittenrein;
    und wenn dereinst sein Leib zerbricht,
    eilt himmelwärts der weise Mann.

    Alles anzeigen

    usw., usf.

    Wu°:


    Beschäftige dich mal ein wenig mit dem Lebensweg von Wayne Liqourman. Einer aus der Advaita-Ecke, der Alkoholiker gewesen ist, und sein Lehrer sagte mal zu ihm: Dein Alkoholismus war deine Sadhana.

    Das andere "saufen" ist doch keine Rechtfertigung/Widerlegung was berauschende Mittel anrichten.
    Sie führen zu Unachtsamkeit, Verlangsamung, Fehleinschätzung und Hemmungslosigkeit usw.. Mit klarem Geist und Achtsamkeit (Sati**) wird einem dieses bewusst.
    Ein Süchtiger sucht immer nach Ausreden/Rechtfertigungen für sich um zu legitimieren warum er weiter macht.
    Da hilft nur "das Kind beim Namen zu nennen". Gerade wenn Karunā, Metta keine Fremdwörter bleiben sollen.

    Liebe Grüße
    Sukha


    ** Sati bedeutet auch "sich rückerinnern". ;) Man muss also keine neuen Fallstudien machen. :)

  • Matthias65
    Gast
    • 27. Februar 2013 um 13:56
    • #15
    Sukha:

    Gerade wenn Karunā, Metta keine Fremdwörter bleiben sollen.

    Hallo Sukha,

    mal ein wenig OT: Ich habe mal überlegt ob es nicht Sinn machen würde, im BL eine Art "Wörterbuch" anzulegen, mit Ausdrücken aus dem Theravada, evtl. aus dem Zen und aus dem Tibetischen. Metta = liebende Güte, oder ? Und Karuna war noch mal was ? Was genau "Sila" bedeutet ist mir auch nicht klar oder ist das einfach die Pali Übersetzung für "Übungsregeln für Laien/Hausleute" ? Dukha = Leiden und Nibbana = Nirvana. Die Liste könnte man noch weiter fortführen......

    LG
    Matthias

  • Sukha
    Gast
    • 27. Februar 2013 um 14:07
    • #16

    Buddhistisches Wörterbuch
    Kurzgefasstes Handbuch der buddhistischen Lehren und Begriffe von NYANATILOKA

    Hier erhältlich

    ()

  • Maybe Buddha
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    • 27. Februar 2013 um 14:51
    • #17

    Es gibt eine Geschichte, ich hab sie nicht mehr komplett in erinnerung und weiss auch nicht mehr woher, aber sie ging ungefähr so:

    Ein Mönch sitzt in einer Höhle und meditiert.
    Eine Frau kommt mit einer Ziege und einem Krug Alkohol an der Höhle vorbei und sagt zu ihm:
    Mönch, lass uns trinken, Sex haben und die Ziege töten und essen.
    Der Mönch aber hatte die Sila's auf sich genommen, also abzustehen vom töten, vom Sex und vom nehmen berauschender Mittel. Daher lehnte er ab.
    Daraufhin sagte die Frau, wenn er nicht eines der 3 Dinge mit ihr tut, dann wird sie sich und die Ziege töten.
    Der Mönch überlegte welche der 3 "Regeln" er am ehesten brechen könnte, damit die Frau sich und die Ziege nicht tötet.
    Das töten der Ziege lehnte er ab, da das komplett seiner Überzeugung wiedersprach.
    Auch den Sex lehnte er ab, da er wusste zu welchen negativen Auswirkungen das führt.
    Dann dachte er bei sich, das ein wenig Alkohol warscheinlich das geringste Übel ist.
    Also trank er mit der Frau ein Becher nach dem anderen.
    Irgendwann waren beide sehr betrunken, schlachteten die Ziegeund verspeistgen sie und anschliessend hatten sie Sex...

    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

  • Matthias65
    Gast
    • 27. Februar 2013 um 15:20
    • #18
    Sukha:

    Buddhistisches Wörterbuch
    Kurzgefasstes Handbuch der buddhistischen Lehren und Begriffe von NYANATILOKA

    Hier erhältlich

    ()

    Danke Sukha, hier wird karunā mit 'Mitleid' übersetzt,
    der tibetische B. meidet tendentiell diesen Begriff und spricht eher von Mitgefühl.
    Ist damit wirklich Mitleid gemeint ?

  • Rufus-Rohfux
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    26. Februar 2013
    • 27. Februar 2013 um 15:40
    • #19

    Hi, vielen Dank für alle Antworten.VOID,WU° Danke.

  • Sukha
    Gast
    • 27. Februar 2013 um 15:47
    • #20
    Matthias65:

    Ist damit wirklich Mitleid gemeint ?

    Mitgefühl ist richtig.
    Mit - LEIDEN wollen wir ja nicht mehr, gelle :D
    Ist auch ne unheilsame Geisteshaltung, dieses mit-leiden.

    ()

  • Ji'un Ken
    Gast
    • 27. Februar 2013 um 15:59
    • #21
    Zitat

    Buddhistisch; Zen:
    Die hervorragende Eigenschaft aller Bodhisattvas und Buddhas; einer der vier Brahma-Viharas. Das Erbarmen erstreckt sich unterschiedslos auf alle Lebewesen und gründet auf der Erfahrung der Einheit alles Seienden in der Erleuchtung ((Bodhi). Karuna muss von Weisheit (Prajna) begleitet sein, um in der rechten Weise wirksam werden zu können. Die Tugend des Erbarmens ist im Bodhisattva Avalokiteshvara verkörpert.
    Karuna wird oft auch mit »Mitleid« oder »Mitgefühl« übersetzt; da diese Begriffe aber eher passive Einstellungen bezeichnen, die den für Karuna wesentlichen Aspekt der tätigen Hilfe nicht beinhalten, ist der Begriff »Erbarmen« besser geeignet.
    Karuna und Prajna stellen die Haupttugenden der Anhänger des Mahayana dar, während im Hinayana die Weisheit als wichtigster Faktor auf dem Weg zur Erleuchtung angesehen wurde. — In den Schulen des Amidismus in China und Japan findet die erbarmende Haltung in der »rettenden Gnade« des Buddha Amitabha ihren höchsten Ausdruck.
    Quelle: http://www.sphinx-suche.de/weisheitslehren2/karuna.htm

  • Sukha
    Gast
    • 27. Februar 2013 um 17:22
    • #22
    Ji'un Ken:

    http://www.sphinx-suche.de/weisheitslehren2/karuna.htm

    Karuna und Prajna stellen die Haupttugenden der Anhänger des Mahayana dar, während im Hinayana die Weisheit als wichtigster Faktor auf dem Weg zur Erleuchtung angesehen wurde. — In den Schulen des Amidismus in China und Japan findet die erbarmende Haltung in der »rettenden Gnade« des Buddha Amitabha ihren höchsten Ausdruck.

    Leider steht da nicht, wie es im Theravada gesehen wird.

    ()

  • Onyx9
    Gast
    • 27. Februar 2013 um 17:34
    • #23

    "Da strahlt ihr Bhikkhus, ein Mönch in liebevollem Geiste verweilend nach einer Richtung, dann nach einer zweiten, dann nach der dritten, dann nach der vierten, ebenso nach oben und nach unten: überall in allem sich wieder erkennend durchstrahlt er die ganze Welt mit liebevollem Gemüte, mit weitem, tiefem, unbeschränkten, von Ärger und Abneigung geklärten Geist."
    (Dīgha-Nikāya, Saṅgīti-Sutta)

    So ? :)

  • Onyx9
    Gast
    • 27. Februar 2013 um 17:37
    • #24

    Das einfühlsame auf uns selbst und den Anderen Achten (sati) lässt unmittelbar nichtbegrenzende Liebe (mettā) und umfassendes Mitgefühl (karuṇā) erwachen. Das Denken, Fühlen und Handeln eines aus dieser Einsichtstiefe heraus Wirkenden - eines Buddha, eines Erwachten - ist in jeder Situation ganz natürlich und spontan nicht-verletzend, friedvoll, heilend und heilsam. In uns selbst verwirklichter Frieden - Nirvāna (Nibbāna)- wird so zum Frieden in der Welt. ( Franz-Johannes Litsch )

    Und so? :)

    ;)

  • Matthias65
    Gast
    • 27. Februar 2013 um 17:38
    • #25
    Onyx9:

    "Da strahlt ihr Bhikkhus, ein Mönch in liebevollem Geiste verweilend nach einer Richtung, dann nach einer zweiten, dann nach der dritten, dann nach der vierten, ebenso nach oben und nach unten: überall in allem sich wieder erkennend durchstrahlt er die ganze Welt mit liebevollem Gemüte, mit weitem, tiefem, unbeschränkten, von Ärger und Abneigung geklärten Geist."(Dīgha-Nikāya, Saṅgīti-Sutta)

    Hm- ist das nicht eher "liebende Güte" (also Metta) ?

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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