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Das Leben ist Sukha?

  • Chris27
  • 6. Februar 2013 um 18:42
  • Zum letzten Beitrag
  • Chris27
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    • 6. Februar 2013 um 18:42
    • #1

    Könnte man anstatd den Blickpunkt auf die Unzulänglichkeiten des Lebens zu richten (Dukha) auch auf die positiven Dinge richten (Sukha)?
    Hat nicht alles im Leben zwei Seiten?

    Nehmen wir an jemand erlebt etwas schlechtes ein Unglück.. Jemand geht zb in eine Spielhalle steckt all sein hart verdientes Geld in einen Automaten und verliehrt alles.. Man könnte nun denken was für ein unglück du dummer Mensch..
    Aber andererseits diese Person hat dadurch vielleicht etwas gelernt sie hat eine Erfahrung gemacht. Nur durch Erfahrungen werden wir innerlich wachsen. So ist auch das schlechteste etwas gutes!
    Nehmen wir an du fährst nach tailand und lernst eine Frau kennen und verliebst dich, nach nem Monat stellst du fest das die nur dein Geld wollte für ihre Familie, damit die Mama ne neue Toilette bekommt und die Mönche.. laufen mit Handys rum betteln den ganzen Tag nach Geld und keiner Meditiert.. Du dummer Mensch könntest du denken, warum hast du dir falsche Hoffnungen gemacht..
    Aber.. vergiss nicht du hast wieder etwas gelernt, eine bessere Menschenkenntnis. Das nicht alle Menschen gutherzig sind, das für manche Menschen nur das Geld zählt und du Falang nunmal unter den Hunden geboren bist.. ja und nicht alle Menschen in ner schicken orangenen Tracht sind große Buddhas, die meisten leben bloß so weil sie wissen das sie dadurch nen gutes Leben haben werden.
    Die Erfahrungen bringen einen weiter, so übt er sich! In Zukunft hällt er sich von schlechten Menschen fern :)
    Der Buddha meinte doch man solle sich rechten Umgang suchen
    Das leben ist Sukha selbst wenn es mal zu Dukha kommt.

    Wenn man sitzt und Schmerzen hat und denkst das ist Dukha, irgendwann verschwinden die Schmerzen dann ist es Sukha.
    Und wenn man das Leben gemeistert hat und bekommt was man verdient ist das auch Sukha.
    Ich meine es ist doch sehr einseitig zu sagen alles ist nur Dukha es gibt doch immer beides! Nur mal son Gedanke

  • Noreply
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    • 6. Februar 2013 um 19:00
    • #2

    Es hat einen sehr schwer zu erkennenden Grund warum Buddha genau so vorgeht.
    Das zu durchdringen ist die Übung. Wenn es durchdrungen ist ist weder Dukha noch Sukha.

  • Chris27
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    • 6. Februar 2013 um 19:07
    • #3

    Und was wenn der Buddhs sich geirrt hat?
    Nachdem er seinen Traumpalast verlassen hat in dem alles so Goldener Löffel artig war, hat er einmal die richtige Welt gesehen und fand gleich alles negativ, er war offensichtlich garnicht in der Lage auch aus dem vermeintlich schlechten etwas positives zu gewinnen..
    Wirkt nur ein wenig einseitig zu sagen die Welt ist Schwarz und dabei das weiße zu übersehen oder gar die Farben^^

  • nibbuti
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    • 6. Februar 2013 um 19:11
    • #4
    Chris27:

    Und was wenn der Buddhs sich geirrt hat?


    dann hätte seine Lehre sich über 2600 Jahre bei unzähligen Erleuchteten nicht bewährt & hätte bis heute keinen Bestand

    aber was wenn du einfach noch grün hinter den Ohren bist? ;)

    Grüße

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • Onyx9
    Gast
    • 6. Februar 2013 um 19:13
    • #5
    Ellviral:

    Es hat einen sehr schwer zu erkennenden Grund warum Buddha genau so vorgeht.
    Das zu durchdringen ist die Übung. Wenn es durchdrungen ist ist weder Dukha noch Sukha.

  • Noreply
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    • 6. Februar 2013 um 19:24
    • #6
    Chris27:

    Und was wenn der Buddhs sich geirrt hat?
    Nachdem er seinen Traumpalast verlassen hat in dem alles so Goldener Löffel artig war, hat er einmal die richtige Welt gesehen und fand gleich alles negativ, er war offensichtlich garnicht in der Lage auch aus dem vermeintlich schlechten etwas positives zu gewinnen..
    Wirkt nur ein wenig einseitig zu sagen die Welt ist Schwarz und dabei das weiße zu übersehen oder gar die Farben^^


    Diese An-sicht kenn ich zur genüge von mir. Buddha ist ein Lügner, bis ich durch seine Worte so gereift bin das ich erkennen kann das ich der Spinner bin.
    Wieviel Tode bin ich schon gestorben, es wird nicht enden.
    Ach so, Buddha hat sich geirrt! Es gibt nichts zu sagen! Doch wenn er nichts gesagt hätte, nachdem er Buddha war ....naja, wer ist denn Buddha?!?!?!?!
    Der ganze Palikanon voll von Reden Buddhas der ganz genau wusste das Reden nichts bringt aber auch garnichts.
    Theoretiker/Redner sterben durch die Praxis die sie ausüben und werden wiedergeboren wenn sie die "Ergebnisse" ihrer Praxis auszusprechen versuchen..

  • Zorița Câmpeanu
    Gast
    • 6. Februar 2013 um 19:29
    • #7
    Chris27:

    Und was wenn der Buddhs sich geirrt hat?


    den kannst du ja nicht mehr fragen :grinsen: aber die antwort kannst du finden, nur du für dich.

    _()_
    .

  • nibbuti
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    • 6. Februar 2013 um 19:41
    • #8
    Chris27:


    Ich meine es ist doch sehr einseitig zu sagen alles ist nur Dukha es gibt doch immer beides! Nur mal son Gedanke


    so ist das, Chris

    es ist einseitig zu sagen dass es "nur Dukkha" gibt, denn nicht alles ist Dukkha, es gibt auch Sukha

    insofern wird die 1. edle Wahrheit (es gibt Dukkha) manchmal überbetont & die 3. edle Wahrheit (Ende des Dukkha) manchmal vernachlässigt

    aber die wenigsten haben echtes 'Sukha' erfahren, das frei von Anhaftung ist

    die es erfahren haben, wissen, dass auch das nicht beständig, sondern vorübergehend ist, nur eine Etappe auf dem Weg zum Ende von Dukkha, & daher auch daran nicht angehaftet werden sollte als 'Ich' oder 'mein'

    das sind alles Dinge die erfahren werden müssen & die nicht durch bloßes Nachgrübeln verstanden werden können

    dein Forschergeist ist lobenswert, aber hast du auch eine regelmäßige meditative Praxis?

    Grüße

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
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  • Elliot
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    • 7. Februar 2013 um 06:03
    • #9
    Chris27:

    Wenn man sitzt und Schmerzen hat und denkst das ist Dukha, irgendwann verschwinden die Schmerzen dann ist es Sukha. Und wenn man das Leben gemeistert hat und bekommt was man verdient ist das auch Sukha. Ich meine es ist doch sehr einseitig zu sagen alles ist nur Dukha es gibt doch immer beides! Nur mal son Gedanke


    Ja, das stimmt.

    Zitat

    "Wiederum, ihr Bhikkhus, erwägt da ein Bhikkhu: 'Während ich nach dem für mich Angenehmen lebe, nehmen unheilsame Geisteszustände in mir zu und heilsame Geisteszustände nehmen ab; aber wenn ich mich in dem bemühe, was schmerzhaft ist, nehmen unheilsame Geisteszustände in mir ab und heilsame Geisteszustände nehmen zu.

    Wie wäre es, wenn ich mich in dem bemühte, was schmerzhaft ist?'

    Er bemüht sich in dem, was schmerzhaft ist. Wenn er dies tut, nehmen unheilsame Geisteszustände in ihm ab und heilsame Geisteszustände nehmen zu. Zu einem späteren Zeitpunkt bemüht er sich nicht in dem, was schmerzhaft ist. Warum ist das so? Der Zweck, für den sich jener Bhikkhu in dem bemühte, was schmerzhaft ist, wurde erfüllt; aus diesem Grund bemüht er sich zu einem späteren Zeitpunkt nicht in dem, was schmerzhaft ist [7]."

    ...

    "So spricht der Tathāgata, ihr Bhikkhus. Und weil der Tathāgata so spricht, gibt es zehn berechtigte Grundlagen, ihn zu preisen:

    (1)"Wenn das Angenehme und der Schmerz, die die Wesen fühlen, von Taten in der Vergangenheit verursacht werden, dann muß der Tathāgata sicherlich gute Taten in der Vergangenheit vollbracht haben, da er jetzt solch triebfreie angenehme Gefühle fühlt."

    (2)"Wenn das Angenehme und der Schmerz, die die Wesen fühlen, durch die Schöpfungsakte eines Höchsten Gottes verursacht werden, dann muß der Tathāgata sicherlich von einem guten Höchsten Gott erschaffen worden sein, da er jetzt solch triebfreie angenehme Gefühle fühlt."

    (3)"Wenn das Angenehme und der Schmerz, die die Wesen fühlen, durch Zufall und die Natur verursacht werden, dann muß der Tathāgata sicherlich ausgesprochenes Glück haben, da er jetzt solch triebfreie angenehme Gefühle fühlt."

    (4)"Wenn das Angenehme und der Schmerz, die die Wesen fühlen, durch die Klassenzugehörigkeit verursacht werden, dann muß der Tathāgata sicherlich einer guten Klasse angehören, da er jetzt solch triebfreie angenehme Gefühle fühlt."

    (5)"Wenn das Angenehme und der Schmerz, die die Wesen fühlen, durch das Streben hier und jetzt verursacht werden, dann muß der Tathāgata hier und jetzt sicherlich gut streben, da er jetzt solch triebfreie angenehme Gefühle fühlt."

    (MN 101)

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    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • Onyx9
    Gast
    • 7. Februar 2013 um 13:31
    • #10

    Interessant. Wie immer.

  • Tsultrim Dorje
    Gast
    • 7. Februar 2013 um 20:53
    • #11

    Letztendlich ist Leben mit der Illusion eines Ich Leid. Man sollte das aus der Sicht eines Erleuchteten sehen. Wenn ich zu nahe an ein Feuer gehe erfahre ich Leid, geht aber ein Leprakranker sehr nahe an ein Feuer und das Jucken lässt nach. Was für mich Leid ist ist für den Leprakranken Freude. Nun legt man das auf einen Erleuchteten und einen Unerleuchteten um. Der Unerleuchtete ist der Leprakranke der andere ist der ohne Krankheit.
    Nicht das Leben ist Leid sondern die Ich Illusion verursacht Leid. Wenn da kein ich mehr ist kann da auch niemand Leiden.

  • Wu°
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    • 8. Februar 2013 um 12:16
    • #12

    Das Leben ist doch meist abseits von Glück und Leid. Glück und Leid sind nur Ungleichgewichtszustände..Wenn man beides vergisst, dann kann das Leben seinen ungestörten Lauf nehmen.

    "Von der Waschschüssel der Geburt

    bis zur Waschschüssel des Bestatters -

    nur Geschwafel"

    Ikkyû Sôjun

  • accinca
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    • 8. Februar 2013 um 15:22
    • #13
    Wu°:

    Das Leben ist doch meist abseits von Glück und Leid. Glück und Leid sind nur Ungleichgewichtszustände..Wenn man beides vergisst, dann kann das Leben seinen ungestörten Lauf nehmen.


    Was ist denn hier der Unterschied zwischen:
    "ungestörten Lauf" und "ungestörte Leben"
    außer die Begriffe?

  • raterZ
    Gast
    • 8. Februar 2013 um 18:07
    • #14

    leiden entsteht ja nur auf der grundlage der gewohnheit "ich will" und "ich will nicht" zu erleben/denken. das bezieht sich prozentual gesehen z.B. viel häufiger auf körperbedürfnisse & emotionen, als auf irgendwelche abstrakten probleme, die natürlich durchaus meist zwei seiten haben.
    sukkha ist dann das gegenteil davon: etwas zu erleben und nicht darauf zu reagieren. das hat wiederum weniger mit irgendwelchen erfolgen oder angenehmen gestillten bedürfnissen zu tun.
    dukkha oder sukkha entsteht in jedem augenblick. jetzt. jetzt. jetzt.. ;)

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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