Eine idealistische Deutung von Karma:
Exakt habe ich den Kant nicht mehr auf Lager, aber sein Grundgedanke zur Freiheit war in etwa: Freiheit meint Freiheit vom Zwang der Natur, anders ist sie nicht zu denken. In letzter Konsequenz meint Freiheit daher die Unterwerfung unter die Vernunft, die das moralische Gesetz formuliert.
Okay, Kant hat das sicher klüger und schlüssiger argumentiert als ich das jetzt kann und für denjenigen, der Kant nicht kennen, mag der Schluss etwas seltsam klingen. Ein schwieriger Freiheitsbegriff jedenfalls, doch wenn man Kants Sprachspiel folgt, ist nicht daran zu rütteln.
Wenn Buddhismus die Lehre von Befreiung und Glück ist, so meint diese Freiheit ebenso die Unterwerfung unter das moralische Gesetz, d.h. Karma, könnte man nun folgern. Vielleicht entspricht ein so verstandenes Leben aufgrund seiner Vernunft der Wirklichkeit besser als ein solches, das nur auf seinen vermeintlichen Vorteil aus ist. Und schafft von daher bessere Ursachen für heilvolle Wirkungen.
Der Mensch wird dabei würdig für sein Glück und aus diesem Wissen heraus auch bereit, es anzunehmen.