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  1. Buddhaland Forum
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Karma - gibt es keinen 'Trostgedanken'?

  • weltenbummler
  • 22. Dezember 2012 um 17:51
  • Zum letzten Beitrag
  • Onyx9
    Gast
    • 23. Januar 2013 um 02:04
    • #26

    Hola. War das das Schönheitsideal des männlichen Models anno dazumal ?
    Gibtsdochgarnich. :D

  • Geronimo
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    • 23. Januar 2013 um 09:58
    • #27

    Das sind doch einfach nur Beobachtungen. So wie ein starker Mann eher einen Baumstamm hochheben kann als ein schwacher Mann.

    In dem obigen Text geht es darum, das jemand der diese 32 Merkmale besitzt, "nur" noch zwei Wege beschreiten. Für ihn gibt es den Weg nach unten nicht mehr. Allen anderen dagegen steht noch jeder Weg offen, auch der unheilsame.

    Hübsch sein ist ja auch keine Voraussetzung für ein gutes Leben, aber es kann ungemein helfen. Und sei es das man sich die innere Schönheit mühsam erarbeitet <3

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • accinca
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    • 23. Januar 2013 um 12:42
    • #28
    Geronimo:

    Allen anderen dagegen steht noch jeder Weg offen, auch der unheilsame.


    Das ist bei dem anderen der mit diesen Merkmalen König wird auch nicht anders.
    Aber davon abgesehen hat das schließlich nichts mit Heiligen bzw. Arahats zu tun.
    Da gab es im Orden des Buddha damals ganz verschiedene Gestalten die Arahat wurden.

  • Geronimo
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    • 23. Januar 2013 um 13:24
    • #29
    accinca:
    Geronimo:

    Allen anderen dagegen steht noch jeder Weg offen, auch der unheilsame.


    Das ist bei dem anderen der mit diesen Merkmalen König wird auch nicht anders.
    Aber davon abgesehen hat das schließlich nichts mit Heiligen bzw. Arahats zu tun.
    Da gab es im Orden des Buddha damals ganz verschiedene Gestalten die Arahat wurden.

    Sicherlich.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • malsehen
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    • 23. Januar 2013 um 20:03
    • #30
    Zitat

    «Was sind das aber, ihr Mönche, für zweiunddreißig Merkmale eines großen Mannes, mit denen begabt ein solcher nur zwei Bahnen betreten kann, keine dritte?
    Da hat, ihr Mönche, der große Mann wohlgefestete Füße: daß aber, ihr Mönche, der große Mann wohlgefestete Füße hat, das ist eben an ihm eines der Merkmale eines großen Mannes.

    etc. p.p. …

    (DN 30)


    Also ich find’s toll. Anscheinend hat Herr B. vor 2500 Jahren schon Men’s Health gelesen. Oder steht so was auch in der Cosmopolitan?
    Hat das mal jemand unter Mannsbild-historischen Gesichtspunkten an die einschlägigen Lifestyle-Redaktionen weitergleitet?
    Dass es dieser ungeheuer menschelnde Schönheitsideal-Kappes in den PK geschafft hat, relativiert aufs Prachtvollste.
    Ich sag’s ja immer wieder – wer stark ist, kann sich auch Schwächen leisten.
    Schöne werden König oder Heiliger. Chapeau – damals waren sie in der Hinsicht offensichtlich keinen Jota besser als wir heute.
    Wir könnten allerdings herzlich drüber lachen.


    Hochachtungsvoll
    Mal Sehen

  • Elliot
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    • 23. Januar 2013 um 20:09
    • #31

    Das scheinen Kriterien aus der vedischen Zeit zu sein:

    Zitat

    ... Da fiel dem Brahmanen Sela ein: "Es ist schwer, selbst diesem Wort 'Buddha' in der Welt zu begegnen. Nun sind die zweiunddreißig Merkmale eines Großen Mannes in unseren Hymnen überliefert worden, und der Große Mann, der mit ihnen ausgestattet ist, hat nur zwei mögliche Bestimmungen, keine anderen. Wenn er das Leben zu Hause führt, wird er ein Universalherrscher, ein rechtschaffener König, der dem Dhamma gemäß regiert, ein Herrscher über die vier Himmelsrichtungen, überall siegreich, der seinem Land Stabilität verliehen hat und die sieben Kostbarkeiten besitzt: das kostbare Rad, den kostbaren Elefanten, das kostbare Pferd, das kostbare Juwel, die kostbare Frau, den kostbaren Verwalter, und den kostbaren Berater als siebte. Seine Kinder, deren Zahl eintausend überschreitet, sind tapfer und heldenhaft und zermalmen die Heere der anderen; über diese von Meeren begrenzte Erde herrscht er ohne Rute, ohne Waffe, mit den Mitteln des Dhamma. Aber wenn er vom Leben zu Hause fort in die Hauslosigkeit zieht, wird er ein Verwirklichter, ein vollständig Erleuchteter, der den Schleier in der Welt beiseitezieht. Mein guter Keniya, wo hält sich Meister Gotama, der Verwirklichte, der vollständig Erleuchtete jetzt auf?"

    Nach diesen Worten streckte der Filzhaarasket Keniya den rechten Arm aus und sagte: "Dort, wo der Hain jene grüne Linie bildet, Meister Sela."

    Dann ging der Brahmane Sela zusammen mit dreihundert brahmanischen Studenten zum Erhabenen. Dort richtete er sich an die brahmanischen Studenten: "Kommt leise mit, meine Herren, tretet vorsichtig auf; denn es ist schwierig, sich jenen Erhabenen zu nähern, sie ziehen allein umher, wie Löwen. Wenn ich mit dem Mönch Gotama spreche, platzt nicht herein und unterbrecht mich nicht, sondern wartet, bis unser Gespräch beendet ist."

    Dann ging der Brahmane Sela zum Erhabenen und tauschte Grußformeln mit ihm aus, und nach diesen höflichen und freundlichen Worten, setzte er sich seitlich nieder und hielt nach den zweiunddreißig Merkmalen eines Großen Mannes am Körper des Erhabenen Ausschau. Er sah die zweiunddreißig Merkmale eines Großen Mannes am Körper des Erhabenen, mit der Ausnahme von zwei; er war im Zweifel und unsicher in Bezug auf zwei von den Merkmalen, und er konnte sich nicht entscheiden und klar darüber werden: über das von einer Hautfalte umschlossene männliche Geschlechtsorgan, und über die Größe der Zunge. ... (MN 92)

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    Viele Grüße
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  • Syia
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    • 23. Januar 2013 um 20:17
    • #32

    Interessanter Gedanke. Sollte ich also mal auf Maitreya treffen, wäre es da korrekt ihn zu bitten die Hüllen fallen zu lassen, damit ich alle Buddha-Merkmale überprüfen kann ? :shock:

  • dhammacakkhu
    Gast
    • 23. Januar 2013 um 20:33
    • #33

    Mein Trostgedanke: Früher war ich völlig blind und kannte die wahren Gesetzmäßigkeiten der Realität nicht. Dadurch habe ich unwissenderweise viel Leid gewirkt. Wenn man z.B. als Säugling noch nichts von der Schwerkraft weiß und dann kopfüber von der Wickelkommode springt kann es sehr schmerzen.
    Heute kenne ich die Gesetzmäßigkeiten der Existenz und wäre dumm, wenn ich nicht danach handelte.

  • Elliot
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    • 23. Januar 2013 um 21:37
    • #34
    Syia:

    Interessanter Gedanke. Sollte ich also mal auf Maitreya treffen, wäre es da korrekt ihn zu bitten die Hüllen fallen zu lassen, damit ich alle Buddha-Merkmale überprüfen kann ? :shock:


    Das wird wohl nicht nötig sein, Syia:

    Zitat

    ... Da fiel dem Erhabenen auf: "Dieser Brahmane Sela sieht die zweiunddreißig Merkmale eines Großen Mannes an mir, mit der Ausnahme von zwei; er ist im Zweifel und unsicher in Bezug auf zwei von den Merkmalen, und er kann sich nicht entscheiden und klar darüber werden: über das von einer Hautfalte umschlossene männliche Geschlechtsorgan, und über die Größe der Zunge."

    Da bewirkte der Erhabene ein Kunststück übernatürlicher Kräfte von der Art, daß der Brahmane Sela sah, daß das männliche Geschlechtsorgan des Erhabenen von einer Hautfalte umschlossen war. Dann streckte der Erhabene die Zunge heraus und berührte mehrmals beide Ohröffnungen, und er berührte mehrmals beide Nasenlöcher, und er bedeckte seine gesamte Stirn mit seiner Zunge.

    Da dachte der Brahmane Sela: "Der Mönch Gotama ist mit den zweiunddreißig Merkmalen eines Großen Mannes ausgestattet; sie sind vollständig, nicht unvollständig. Aber ich weiß nicht, ob er ein Buddha ist, oder nicht. Jedoch habe ich von älteren, gealterten Brahmanen, die gemäß der Überlieferungslinie der Lehrer sprechen, gehört, daß jene, die Verwirklichte, vollständig Erleuchtete sind, sich als solche zu erkennen geben, wenn ihre Lobpreisung gesprochen wird. Angenommen, ich rühme den Mönch Gotama von Angesicht zu Angesicht mit passenden Versen?"

    Dann rühmte er den Erhabenen von Angesicht zu Angesicht mit passenden Versen: ... (MN 92)

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  • Syia
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    • 23. Januar 2013 um 23:08
    • #35

    Vielen Dank, Elliot !

    Zitat

    Da bewirkte der Erhabene ein Kunststück übernatürlicher Kräfte von der Art, daß der Brahmane Sela sah, daß das männliche Geschlechtsorgan des Erhabenen von einer Hautfalte umschlossen war.

    Dann freu ich mich mal auf das Kunststück übernatürlicher Krafte ! 8)

  • Elliot
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    • 24. Januar 2013 um 06:43
    • #36
    Syia:

    Dann freu ich mich mal auf das Kunststück übernatürlicher Krafte ! 8)


    Hat Maitreya eigentlich auch eine Vajrayogini?

    Viele Grüße
    Elliot

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  • Syia
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    • 24. Januar 2013 um 10:29
    • #37
    Elliot:


    Hat Maitreya eigentlich auch eine Vajrayogini?

    Mir ist keine geläufig. Es würde für mich auch keinen Sinn ergeben, denn es gibt doch auch keine yabyum Darstellung von Shakyamuni.

  • Elliot
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    • 24. Januar 2013 um 10:39
    • #38
    Syia:

    Mir ist keine geläufig.


    Wenn er eine hätte, dann würde er vielleicht nicht unbedingt anderen Frauen solche Kunststücke vorführen.

    Syia:

    Es würde für mich auch keinen Sinn ergeben, denn es gibt doch auch keine yabyum Darstellung von Shakyamuni.


    Naja, Maitreya ist ja nicht Shakyamuni.

    Also ich habe es so verstanden. In den vedischen Hymnen werden 32 Zeichen oder körperliche Eigenschaften beschrieben, die "ein großer Mann" aufweisen sollte. Zumindest für das Verständnis des Sela scheint das auch eine notwendige Voraussetzung dafür zu sein, dass jemand ein Buddha sein könnte. Aber ich denke nicht, dass das so ist. Weder diese 32 Zeichen, noch eine Vajrayogini sind notwendige Voraussetzungen dafür, dass jemand ein Buddha sein oder werden könnte.

    Viele Grüße
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  • Erdmaus
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    • 26. Januar 2013 um 21:31
    • #39
    Zitat

    ... Da fiel dem Erhabenen auf: "Dieser Brahmane Sela sieht die zweiunddreißig Merkmale eines Großen Mannes an mir, mit der Ausnahme von zwei; er ist im Zweifel und unsicher in Bezug auf zwei von den Merkmalen, und er kann sich nicht entscheiden und klar darüber werden: über das von einer Hautfalte umschlossene männliche Geschlechtsorgan, und über die Größe der Zunge."

    Da bewirkte der Erhabene ein Kunststück übernatürlicher Kräfte von der Art, daß der Brahmane Sela sah, daß das männliche Geschlechtsorgan des Erhabenen von einer Hautfalte umschlossen war. Dann streckte der Erhabene die Zunge heraus und berührte mehrmals beide Ohröffnungen, und er berührte mehrmals beide Nasenlöcher, und er bedeckte seine gesamte Stirn mit seiner Zunge.

    Da dachte der Brahmane Sela: "Der Mönch Gotama ist mit den zweiunddreißig Merkmalen eines Großen Mannes ausgestattet; sie sind vollständig, nicht unvollständig. Aber ich weiß nicht, ob er ein Buddha ist, oder nicht. Jedoch habe ich von älteren, gealterten Brahmanen, die gemäß der Überlieferungslinie der Lehrer sprechen, gehört, daß jene, die Verwirklichte, vollständig Erleuchtete sind, sich als solche zu erkennen geben, wenn ihre Lobpreisung gesprochen wird. Angenommen, ich rühme den Mönch Gotama von Angesicht zu Angesicht mit passenden Versen?"

    Dann rühmte er den Erhabenen von Angesicht zu Angesicht mit passenden Versen: ... (MN 92)

    haha - was für ein Bullshit. Aber immerhin noch lustig, was man nicht von allen religiösen Schriften behaupten kann ^^

    Scherz bei Seite. Ich denke der Glaube an das Karmaprinzip hat schon genug Unheil angerichtet. Ich denke Ondas Sicht von weiter oben trifft es ganz gut. Lebe gut, habe Spaß und Freude, sei lieb zu deinen Mitmenschen und führe ein aufrechtes, selbständiges Leben ohne die Vernunft einem Dogma zu opfern. Alles Dinge für die man keine Esoterik benötigt. Ganz im Gegenteil. :)

    lg
    maus

  • nibbuti
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    • 26. Januar 2013 um 22:41
    • #40
    Erdmaus:

    haha - was für ein Bullshit. Aber immerhin noch lustig, was man nicht von allen religiösen Schriften behaupten kann ^^

    Scherz bei Seite. Ich denke der Glaube an das Karmaprinzip hat schon genug Unheil angerichtet. Ich denke Ondas Sicht von weiter oben trifft es ganz gut. Lebe gut, habe Spaß und Freude, sei lieb zu deinen Mitmenschen und führe ein aufrechtes, selbständiges Leben ohne die Vernunft einem Dogma zu opfern. Alles Dinge für die man keine Esoterik benötigt. Ganz im Gegenteil. :)


    die "32 Merkmale eines großen Mannes" sind in der Tat Kuhdung

    das hat bestenfalls symbolische Bedeutung für uns

    das ist eine vorbuddhistische Lehre, die mit der eigentlichen Buddhalehre (Bedingtes Entstehen usw.) nichts zu tun hat

    ebenso wie der Glaube an ein stets gerechtes Karmaprinzip bei Buddhisten & bei den Christen ihr Schöpfer für alles unergründliche herhalten muss

    dennoch haben auch Wissenschaftler es manchmal nicht leicht, mit einer tiefgreifenden Entdeckung bei jedem Zweifelnden auf Verständnis zu stoßen

    sogar wenn sie das Ursache & Wirkung Prinzip anwenden, oder dem Verständnis des einzelnen mit banalen Mitteln entgegen kommen

    ob dabei der einzelne sich ans Esoterische oder ans Exoterische, an Glauben oder an Vorstellungen klammert

    blinder Glauben & blinde Kritik ist ein Ding; auf Wissen & Sehen basierendes Vertrauen & Kritik ein anderes, das wenigen zugänglich ist

    die bereits klar sehen, wissen das & und halten sich daher weitgehend im Hintergrund

    Grüße

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • Karnataka
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    • 26. Januar 2013 um 23:24
    • #41

    die Hautfalte wird mir unvergesslich bleiben :D

    ein paar Gedanken zu Karma:

    im neuzeitlichen Verständnis hat Ursache – Wirkung einen technischen Beigeschmack; im westlichen Verständnis meint es soviel wie: es gibt nichts Unerklärbares, sondern nur…
    …um als Karma sodann das Unerklärliche anzusprechen. Denn die Frage nach Karma stellt sich wohl nur dort, wo wir mit unserem Verständnis nicht hingelangen. Etwa beim Versuch, ein Unrecht oder ein Unglück, die uns widerfahren ist, zu erklären. Hier stellt sich notwendig und immer die Frage nach dem Warum.

    Der wesentliche Trostgedanke in so einer Situation ist wohl der, dies hätte für uns einen Sinn, auch wenn die Ursache dafür noch nicht geschaut werden kann. Diese innere Überzeugung -oder auch nur List - kann man schwer wegdiskutieren oder einfach löschen, da sie im Fall des Falles wesentlich zu einer Aussöhnung beiträgt: Diese Wirkung ist mir passiert, weil es in mir diese Ursache gab – und mit dieser Sichtweise kann ich besser leben als mit einem blinden Unrecht.

    Der Karma (Trost-) Gedanke weist aber noch tiefer, könnte ich mir vorstellen. Wenn es aus buddhistischer Sicht das Ziel ist, Erleuchtung zu erlangen, dann stellt sich auch die Frage nach den ermöglichenden Bedingungen. So wird ein Buddhist wohl gerne auf die Idee kommen, diese Bedingungen in sein Leben hinein zu interpretieren, indem er den Geist als etwas ansieht, das aktiv seine Befreiung sucht und in eine Richtung zielt. Auch in diesem Sinn könnte von Ursache und Wirkung gesprochen werden, denke ich.

    Den ethischen Zusammenhang von Wiedergeburt und Karma zu erfragen, setzt die Ansicht voraus, da käme noch etwas nach dem Tod. Ich denke, man kann hier von der Hoffnung sprechen, die Verwirklichung des Geistes würde in irgendeiner Weise mitgehen und der Zustand des Geistes nicht verloren gehen, somit eine Ethik von einem Leben ins nächste getragen werden. Doch ist die Ansicht der Wiedergeburt unserer Kultur fremd und diese Ausprägung des Karma Begriffs daher schwer nachvollziehbar.

  • Onyx9
    Gast
    • 26. Januar 2013 um 23:32
    • #42
    Zitat

    das wenigen zugänglich ist die bereits klar sehen

    na hoffentlich werden es mehr, damit es für ne Party reicht. :D

  • Karnataka
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    • 26. Januar 2013 um 23:40
    • #43

    die "Hautfalte" erinnert irgendwie an Platons zweigeschlechtliche Kugelmenschen:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kugelmenschen

  • Elliot
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    • 27. Januar 2013 um 17:15
    • #44
    Erdmaus:

    Scherz bei Seite. Ich denke der Glaube an das Karmaprinzip hat schon genug Unheil angerichtet.


    Tatsächlich? Wie kommst Du darauf?

    Erdmaus:

    Ich denke Ondas Sicht von weiter oben trifft es ganz gut. Lebe gut, habe Spaß und Freude, sei lieb zu deinen Mitmenschen und führe ein aufrechtes, selbständiges Leben ohne die Vernunft einem Dogma zu opfern. Alles Dinge für die man keine Esoterik benötigt. Ganz im Gegenteil. :)


    Da braucht es auch keine Dhamma-Praxis für.

    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • Erdmaus
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    • 27. Januar 2013 um 17:43
    • #45
    Zitat

    Da braucht es auch keine Dhamma-Praxis für.

    Wenn du fähig bist diese einfachen Dinge vollständig umzusetzen, nenne ich dich einen Meister. Und ja - dann braucht man auch keine religiöse Praxis mehr. Wozu auch? Wenn man ein gutes Leben führt, ist doch alles erreicht. Glaubt denn im Ernst noch jemand an die Erlösung von einer imaginären Höllenwelt die nach dem Tod auf uns wartet? Oder gar eine Wiedergeburt?

    Irgendwann ist es Zeit die alten Dinge die uns vergangene Generationen aufgebürdet haben abzulegen. Vielleicht wird die Welt dann auch ein wenig freier :)

    Just my two Cents,
    bleibt locker Leute und genießt das Leben. ^^

    Maus

  • Onda
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    • 27. Januar 2013 um 17:54
    • #46
    Erdmaus:


    bleibt locker Leute und genießt das Leben.

    Damit kannst du einem Buddhisten nicht kommen...
    Was dem Vampir der Knoblauch ist dem Buddhisten der Genuss.
    Onda

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

  • nibbuti
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    • 27. Januar 2013 um 17:57
    • #47
    Erdmaus:

    bleibt locker Leute und genießt das Leben.


    ich selbst habe mich im Alter von 20-25 schon ausgetobt

    aber es sei dir von Herzen gegönnt eigene Erfahrungen zu sammeln

    Grüße

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

    Einmal editiert, zuletzt von nibbuti (27. Januar 2013 um 18:27)

  • nibbuti
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    • 27. Januar 2013 um 18:03
    • #48
    Onda:

    Was dem Vampir der Knoblauch ist dem Buddhisten der Genuss.


    richtig Onda, aber solange der Geist das Glück des Loslassens nicht kennt, wäre alles andere auch trostlos

    Grüße

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
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  • Zorița Câmpeanu
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    • 27. Januar 2013 um 19:25
    • #49
    nibbuti:
    Onda:

    Was dem Vampir der Knoblauch ist dem Buddhisten der Genuss.


    richtig Onda, aber solange der Geist das Glück des Loslassens nicht kennt, wäre alles andere auch trostlos

    Grüße


    ich verstehe: wenn ich das Glück des Loslassens kenne, darf ich auch im Buddhismus Geniessen! :)

    _()_
    .

  • nibbuti
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    • 27. Januar 2013 um 19:42
    • #50
    Zorița Câmpeanu:

    ich verstehe: wenn ich das Glück des Loslassens kenne, darf ich auch im Buddhismus Geniessen! :)


    wenn du das kennst, wird dürfen, genießen & Buddhismus nicht mehr notwendig sein.

    Grüße

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Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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