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  1. Buddhaland Forum
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Definition: Buddhistische Wiedergeburt

  • Onda
  • 5. Dezember 2012 um 10:21
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  • Onda
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    • 5. Dezember 2012 um 10:21
    • #1

    Ein zweiter Versuch:
    Selbstmoderierter Thread:

    Dieser Thread bietet allen Vertretern der buddhistischen Wiedergeburtslehre - und nur ihnen - die Möglichkeit, eine Definition von Wiedergeburt zu erstellen.

    Dieser Thread ist ausschließlich für Definitionen gedacht:
    "Wiedergeburt ist…"
    "Von Wiedergeburt spricht man, wenn…"
    "Eine Wiedergeburt liegt vor, wenn..."

    Alle Beiträge, die nicht diesem Kriterium entsprechen, werden gelöscht. Bitte nehmt Rücksicht auf die Moderatoren und bereitet ihnen keine überflüssige Arbeit. In diesem Thread soll es keine Diskussionen geben, keine Kommentare.

    Hier sollen keine metaphorischen, hinduistischen, christlichen oder sonstigen Wiedergeburtskonzepte, sondern ausschließlich buddhistische definiert werden. Das traditionelle buddhistische Wiedergeburtkonzept geht davon aus, dass Karma über den leiblichen Tod hinaus wirkt und Einfluss auf künftige Geburten und Wesen hat.

    Eine Definition sollte folgende Fragen berücksichtigen:
    - Was wird wiedergeboren?
    - Welches konstante Element im Prozess der Wiedergeburt erlaubt die Aussage: Da erscheint etwas wieder.
    - Was überdauert den leiblichen Tod?
    - Kann eine Person eine Wiedergeburt einer verstorbenen Person sein?
    - Auf welchem Wege gelangt Karma von einer Existenz zu anderen?
    - Was ist der Unterschied zwischen Reinkarnation und Wiedergeburt, falls vorhanden?
    Diese Fragen sollen Anregung für eine Definition geben.

    Zweck dieses Threads: in künftigen Diskussionen kann zur Begriffsklärung bequem hierher verlinkt werden.

    Zum Abschluss nochmal: Bitte respektiert diese Vorgaben und nehmt Rücksicht auf die Moderatoren und bereitet ihnen keine überflüssige Arbeit:
    Daher, so schwer es auch fallen mag: keine Diskussionen - keine Kommentare!

    LG
    Onda

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
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  • Geronimo
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    • 5. Dezember 2012 um 19:22
    • #2
    Zitat

    Eine Tat (kamma), ihr Mönche, die aus Gier getan wurde, aus Gier entsprungen, durch Gier bedingt, durch Gier entstanden ist - solche Tat wird dort zur Reife gelangen, wo immer die betreffende Person [6] wiedergeboren wird; und wo immer jene Tat zur Reife gelangt, dort eben wird einem die Frucht jener Tat zuteil, sei es in diesem, sei es im nächsten oder in einem späteren Leben [7].

    Eine Tat, die aus Haß getan wurde, aus Haß entsprungen, durch Haß bedingt, durch Haß entstanden ist - solche Tat wird dort zur Reife gelangen, wo immer die betreffende Person wiedergeboren wird; und wo immer jene Tat zur Reife gelangt, dort eben wird einem die Frucht jener Tat zuteil, sei es in diesem, sei es im nächsten oder einem späteren Leben.

    Eine Tat, die aus Verblendung getan wurde, aus Verblendung entsprungen, durch Verblendung bedingt, durch Verblendung entstanden ist - solche Tat wird dort zur Reife gelangen, wo immer die betreffende Person wiedergeboren wird; und wo immer jene Tat zur Reife gelangt, dort eben wird einem die Frucht jener Tat zuteil, sei es in diesem, sei es im nächsten oder einem späteren Leben.

    Es ist, ihr Mönche, wie wenn unversehrte, unverdorbene, durch Wind und Sonnenglut unbeschädigte, kerngesunde Samenkörner, gut eingebettet in gutem Feld und auf gut bearbeitetem Boden gesät, bei tüchtigem Regenschauer aufgehen, zum Gedeihen und zur Fülle gelangen. Ebenso auch, ihr Mönche, ist es mit einer Tat, die aus Gier - aus Haß - aus Verblendung getan wurde, die daraus entsprungen, dadurch bedingt und entstanden ist: solche Tat wird dort zur Reife gelangen, wo immer die betreffende Person wiedergeboren wird; und wo immer jene Tat zur Reife gelangt, dort eben wird einem die Frucht jener Tat zuteil, sei es in diesem, sei es im nächsten oder einem späteren Leben.

    Zitat

    [6] atta-bhāvo, wtl: Ichheit, Ichform; dies ist natürlich nur im Sinne des konventionellen Sprachgebrauchs (vohāra-vasena) und nicht als eine letztgültige Aussage (paramattha-vasena) zu verstehen.

    [7] Über diese dreifache Einteilung des Karma (kamma) hinsichtlich der Zeit des Wirkungseintritts siehe Wtb: karma, VisM.XIX; und A.III.101.

    http://www.palikanon.com/angutt/a03_031-040.html#a_iii34

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • Onda
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    • 5. Dezember 2012 um 20:02
    • #3
    Zitat

    Eine Tat (kamma), ihr Mönche, die aus Gier getan wurde, aus Gier entsprungen, durch Gier bedingt, durch Gier entstanden ist - solche Tat wird dort zur Reife gelangen, wo immer die betreffende Person wiedergeboren wird; und wo immer jene Tat zur Reife gelangt, dort eben wird einem die Frucht jener Tat zuteil, sei es in diesem, sei es im nächsten oder in einem späteren Leben.
    http://www.palikanon.com/angutt/a03_031-040.html#a_iii34

    = Wiedergeburt ist die Wiedergeburt einer Person.

    Onda

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  • Geronimo
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    • 5. Dezember 2012 um 20:10
    • #4

    Aber wir bestehen doch nun mal nur aus Tat. Jede Definition von Tat ist dann auch eine Definition von dem was geboren wird.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
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  • xxx
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    • 5. Dezember 2012 um 20:28
    • #5

    Also eigentlich ist das ein Thread für dieTibeter:

    Zitat

    Im Buddhismus geht es um die Erkenntnis, dass man nicht der eigene Körper ist, sondern diesen hat und ihn darum möglichst sinnvoll – wie ein Werkzeug – nutzen sollte. Was man als "Selbst" erlebt, ist in Wirk-lichkeit nichts anderes als ein unzerstörbarer und unbegrenzter Strom von Bewusstsein.

    Im Moment des Todes verlässt das Bewusstsein den sterbenden Körper, um sich – gesteuert durch unbe-wusste Eindrücke im Geist, also Karma – nach einer bestimmten Zeit wieder mit einem neuen Körper zu verbinden. Daher ist Sterben für einen Buddhisten in letzter Konsequenz etwas ähnliches wie "Kleider wechseln".

    Erleuchtete sind nicht mehr von diesem Prozess abhängig. Sie können den Sterbevorgang bewusst steuern, um eine Wiedergeburt zu erlangen, in der sie für möglichst viele Menschen nützlich sind. Im Diamantweg lässt sich zusätzlich durch die Meditation des bewussten Sterbens (tib.: Phowa), die während des natürlichen Sterbeprozesses durchgeführt wird, das Bewusstsein in einen befreiten Zustand überführen.

    Die buddhistische Lehre enthält genaue Beschreibungen über den Verlauf des Sterbens, den Tod und den Zustand zwischen Tod und Wiedergeburt.

    Gruss Bakram

  • hedin
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    • 5. Dezember 2012 um 20:40
    • #6

    Definition - Wiedergeburt

    "Ich" bin eine „Wiedergeburt“
    Wer vor mir „Wiedergeburt“ war, ist mir nicht bekannt…
    Ich bin aber in jedem Fall ein „Wiedergeborener“ von einer vorherigen „Wiedergeburt“...
    Wer nach mir „Wiedergeburt“ sein wird, ist mir nicht bekannt…
    Eigentlich weiß ich gar nicht wer "Ich" bin, in jeden Fall aber ein „Wiedergeborener“... 8):oops:

    hedin

  • Onyx9
    Gast
    • 6. Dezember 2012 um 01:47
    • #7

    "Wiedergeburt ist…ein "deutsches" Wort mit den Wurzeln "noch einmal" und "tragen" ("widar"+"bher"/ indogermanisch )
    "Von Wiedergeburt spricht man, wenn… man umgangssprachlich allerdings Reinkarnation zu meinen meint"( sanskr. Karmamarga/"Weg der Tat" )
    "Eine Wiedergeburt liegt vor, wenn...man meint, daß eine gleichbleibende Seele in einen werdenden Körper schlüpft ( Reinkarnation/ Latein: Wiederverkörperung )

    Im buddhistischen Zusammenhang wäre es also günstig erstmal die entsprechenden Begriffe aus den Herkunftsländern zu verifizieren. :)

  • hedin
    Gast
    • 6. Dezember 2012 um 06:58
    • #8
    Onyx9:

    "Wiedergeburt ist…ein "deutsches" Wort mit den Wurzeln "noch einmal" und "tragen" ("widar"+"bher"/ indogermanisch )
    "Von Wiedergeburt spricht man, wenn… man umgangssprachlich allerdings Reinkarnation zu meinen meint"( sanskr. Karmamarga/"Weg der Tat" )
    "Eine Wiedergeburt liegt vor, wenn...man meint, daß eine gleichbleibende Seele in einen werdenden Körper schlüpft ( Reinkarnation/ Latein: Wiederverkörperung )

    Meine Rede, ich fasse zusammen.
    „Wiedergeburt“ ist ein Synonym, welches wörtlich den eigentlichen Sinn im buddhistischen Kontext nicht richtig vermittelt...
    Das Synonym „Wiedergeburt“ bedeutet im buddhistischen Kontext nicht, dass eine gleichbleibende Seele in einen werdenden Körper schlüpft...
    Ganz im Gegenteil, das Synonym „Wiedergeburt“ bedeutet im buddhistischen Sinne, es wird nicht „Wiedergeboren“, was vorher schon da war...
    Weder der Selbe Geist/Seele noch der Selbe Körper...

    Was wird also auf der menschlichen Existenzebene „Wiedergeboren“ ?
    Der Buddha sagt: nichts als ein Haufen Elend….. :(:arrow::idea:

    hedin

  • Onda
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    • 6. Dezember 2012 um 09:10
    • #9

    Zwischenstand.
    Was wird wiedergeboren?

    A) Eine Person
    B) Ein Bewusstsein.
    C) EIn Haufen Elend.

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
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  • Onyx9
    Gast
    • 6. Dezember 2012 um 13:53
    • #10
    Onda:

    Zwischenstand.
    Was wird wiedergeboren?

    A) Eine Person
    B) Ein Bewusstsein.
    C) EIn Haufen Elend.

    D )Bedingtes Entstehen

  • Onda
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    • 8. Dezember 2012 um 14:30
    • #11
    hedin:

    Meine Vorstellungen zum Geistkotinuum im Zusammenhang mit der sogenannten "Wiedergeburt" würde ich so definieren: Das Geistkontinuum beinhaltet das Ergebnis des Handelns, Sprechens und Denkens aus unendlichen Zeiten, in Form von daraus entstandenen heilsamen und unheilsamen Geistzuständen, sowie die Lebens erhaltenden Bewusstseinsarten, Atmung, Herz, Hunger und Durst.

    Um meine Sichtweise verständlich zu machen, muss ich etwas ausholen:

    Was geschieht beim Tod auf der menschlichen Existenzebene?
    Körper und Geist bedingen sich gegenseitig. Tritt nun das physische Ende des Körpers ein, dann verlieren auch damit die 6 Sinne ihre Funktion. Mit den 6 Sinnen verlöschen auch und zwar unwiderruflich, deren Grundlagen (Farbe, Aromen, Töne usw.), sowie das gesamte Konzept (Begriffe mit all den Verknüpfungen untereinander). Das ist genauso zu verstehen, wie eine Geigenmelodie unwiderruflich erlischt, wenn eine ihrer Bedingungen wegfällt. Da ist nichts mehr, was „Wieder“ entstehen könnte.
    Das Einzige was beim irdischen Tod erhalten bleibt bzw. entsteht, ist das Geistkontinuum, im Abhidhamma auch patisandhi-citta genannt.

    Was geschieht bei der Geburt auf der menschlichen Existenzebene?
    Dieses Geistkontinuum/patisandhi-citta ist seinerseits Bedingung für eine neue „Geburt.
    Bei der Geburt entsteht abhängig vom Geistkontinuum/patisandhi-citta erneut ein Körper mit den 6 Sinnen/Bewusstsein, worin das Geistkontinuum/patisandhi-citta die Grundausstattung für ein neues Dasein darstellt.
    Die Grundlagen für die 5 Sinne (Farbe, Töne usw.) und das Konzept (Begriffe und Verknüpfungen), werden dann im samsarischen Sinne Zug um Zug immer weiter ausgebaut.

    PS: Beim Arahat ist das Geistkontinuum/patisandhi-citta nicht existent, daher fehlen auch die Bedingungen für die Entstehung eines neuen irdischen Daseins.

    hedin

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    http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?…tart=60#p198068

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  • thigle
    Gast
    • 22. Dezember 2012 um 14:15
    • #12

    Unwissenheit setzt sich fort. Ein autopoietischer Prozess.

  • Lux
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    • 27. Dezember 2012 um 12:19
    • #13

    In dem Essay zeigt Bhikkhu Sujato, dass der Zwischenzustand zwischen 
Tod und Wiedergeburt keineswegs eine Erfindung des Mahayana ist. Auch im
Palikanon gibt es schon Hinweise darauf

    http://www.buddhistischer-studienverlag.de/shop/download.htm

    Einleitung von Bhikkhu Sujato
    Ich wurde gebeten, über die Vorstellung von der Wiedergeburt aus der Perspektive des frühen Buddhismus zu sprechen und insbesondere darüber, wie man sie zu der bereits thematisierten empirischen Forschung in Bezug setzen kann bzw. nicht kann. Um auf dieses Thema einzugehen, ist es zunächst notwendig, den Umfang dessen zu betrachten, was wir früher Buddhismus nennen. Dann müssen wir einen Blick auf einige der allgemeinüblichen Arten werfen, wie die Wiedergeburt im frühen Buddhismus behandelt wird. Danach wird es uns möglich sein, die Texte heranzuziehen, die die Realität des Zwischenzustandes untermauern können. In der Schlussbemerkung werde ich das zusammenfassen, was meiner Ansicht nach einige der wichtigeren Charakteristika zu sein scheinen, die diesen Artikel mit einer wissenschaftlichen Orientierung in Einklang bringen können.

    Wiedergeburt und die Vier Edlen Wahrheiten
    In seiner ersten Lehrrede, die mindestens in 17 Versionen in allen buddhistischen Sprachen schriftlich fixiert worden ist, präsentiert der Buddha die Vier Edlen Wahrheiten: Leiden, dessen Ursache, dessen Beendigung und den Pfad zu dessen Beendigung. Der erste in der Definition vorkommende Begriff lautet jati, was wir mit „Geburt“ übersetzen, obwohl „Konzeption/Empfängnis“ präziser sein mag. Man beachte, dass die Geburt ein existenzielles Problem ist, das überwunden werden muss, und sich daher nicht ausschlich auf die eigene Geburt in diesem Leben beziehen kann. Es muss sich - wie die allgemeinen Aussagen der buddhistischen Traditionen bestätigen - auf die Wiedergeburt im samara beziehen, als Teil eines endlosen Stromes von Leben. Daher heißt es in der zweiten Edlen Wahrheit yayam tanha ponobbhavika, „das die künftige Existenz betreffende Verlangen“, und in der dritten Wahrheit ist es „das vollständige Schwinden und Beendigen eben dieses Verlangens“ (yo tassayeva tanhaya asesaviraganirodho ...). Diese kurzen Sätze begründen die Wiedergeburt als zentralen Aspekt der fundamentalen Lehren des Buddha.

    Daraus können wir einige wichtige Schlussfolgerungen ziehen:
    (1) Die Wiedergeburt wird als ein andauernder Prozess betrachtet, dem man bei der Suche nach der Befreiung entkommen kann.
    (2) Die Wiedergeburt wird durch den eigenen Geist bestimmt, insbesondere durch die eigenen getroffenen ethischen Entscheidungen.
    (3) Die buddhistische Praxis hat das Ende der Wiedergeburt zum Ziel.

    Genau diese drei Prinzipien wurden von McEvilley als die grundlegenden Bestandteile eines „Reinkarnations-Glaubens- komplexes“ eingeführt, der von vielen Philosophen im alten Griechenland und Indien und nirgendwo anders geteilt wurde (außer an Orten, bei denen man sich dieser Quellen bedient hatte). Natürlich haben viele Kulturen irgendeine Art von Glauben an Wiedergeburt oder Reinkarnation, jedoch finden wir diese zentralen Vorstellungen nur an diesen Orten gebündelt. Es ist nun klar, dass die buddhistischen Vorstellungen hinsichtlich der Wiedergeburt in der Kultur der Zeit des Buddha gebräuchlich waren. Tatsächlich haben auch die bekanntesten indischen Religionen unserer Zeit - der Hinduismus und Jainismus - diesen Glaubenskomplex miteinander gemeinsam. Das macht uns auf einen wichtigen Punkt aufmerksam: Die Weise, wie der Buddha über Wiedergeburt gesprochen hat, ist - wie die in Zusammenhang damit verwendeten Konzepte und das Vokabular - Teil des breiteren kulturellen Diskurses seiner Zeit. Dennoch kann der Buddha die Worte in einer ganz eigenen Weise verwendet haben. Dies bedeutet, dass wir uns fragen müssen: „Was haben die von ihm verkündeten Lehren über die Wiedergeburt den damaligen Menschen, die seinen Reden lauschten, bedeutet?

    Es wäre jedoch nicht korrekt zu behaupten, dass der Buddha einfach nur den allgemeinen indischen Glauben an die Wiedergeburt übernommen hat. Tatsächlich wird in den alten Veden nur wenig über die Wiedergeburt gesprochen und sie taucht nur selten in der post-vedischen Literatur auf. Die radikalen sramana-Bewegungen, zu denen sich der Buddha zählte, lehnten die Autorität der brahmanischen Tradition als Ganzes ab, und viele der sramanas lehnten die Wiedergeburt kategorisch ab. Zweifelsohne hätte der Buddha die Wiedergeburt abgelehnt, wenn er nicht daran geglaubt hätte. Außerdem sagen die ågama-Suttas regelmäßig, dass der Buddha die Wahrheit der Wiedergeburt durch seine eigene direkte Einsicht verwirklicht hatte. Er hat ausdrücklich festgestellt, dass er die Wiedergeburt nicht nur deshalb bestätigt, weil er sie durch andere kennen gelernt hatte. Historisch gesehen sind die ågama-Suttas die ältesten Texte, die diesem Wiedergeburtskomplex eine zentrale Position zuweisen, und wir können wohl behaupten, dass der Wiedergeburtsglaube der Hindus eher durch den buddhistischen Glauben an Wiedergeburt bedingt war und nicht andersherum.

    Weiteres siehe download (pdf/28.S)

    no name

  • Sukha
    Gast
    • 27. Dezember 2012 um 12:43
    • #14

    Ergänzung zur Definition von no name:

    Der entscheidende Unterschied zu bestehenden Religionen/Glauben war, dass der Buddha dies alles als unpersönchliche Prozesse (paticcasamuppāda), frei von einem überdauernden, unveränderlichen festen Seelen - Kern (atman/atta) erkannte und dieses dann lehrte. Anicca - dukkha - an-atta.

    ()

  • dhammacakkhu
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    • 6. Januar 2013 um 23:27
    • #15

    Wiedergeburt ist eine Erfahrung, wurzelnd in Gier, Hass und Verblendung (Hin-, Abneigung und Nicht-Wissen). Solange diese Übel vorhanden sind entsteht der Eindruck eines Ich, einer Welt, entstehen die Erfahrung von Zeit, Raum usw.
    Gier, Hass und Verblendung werden (M43) als Etwas-Macher, Zeichenmacher, Etwas (kincanna-karana, nimitta-karana, kincanna)bezeichnet.
    Das Weiterträumen des samsarischen Traums kann durch die Lehre des Buddha und die eigene Arbeit (yoniso mansikara) beendet werden. Schon der Stromeintritt zeigt, dass Wiedergeburt nur erlebt wird, weil der Geist verunreinigt ist. Solange aber noch Karma (Wirken) wirkt, wird weiter geboren und gestorben, allerdings in dem Wissen, das dies alles mehr oder weniger fiktiv ist, aber so lange Sinne/Geist/Bewusstsein noch geladen sind mit Gier, Hass und Verblendung wird der "Film" weiter angeschaut und auch mitgespielt. Es wirkt halt. Im besten Sinne des Wortes: "Wirk-lichkeit". Gravitationsfeld der Unwissenheit.

  • Geronimo
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    • 7. Januar 2013 um 11:48
    • #16
    Zitat

    "Die Güte, ihr Mönche, die gemüterlösende, soll man entfalten, ob Mann oder Weib. Nicht vermag, ihr Mönche, ein Mann oder ein Weib beim Abscheiden diesen Körper mit sich zu nehmen; der Sterbliche, ihr Mönche, hat den Geist als Zwischenglied (*2)."

    Zitat

    Anmerkung

    (*2) cittantaro. K gibt zwei Erklärungen: 1. »Geist als das Verursachende« (citta-karano): Mit dem Geist als Ursache wird man ein Götter- oder Höllenwesen; 2. »Lediglich mit dem Geist als Zwischenglied.« (citten'eva antariko): In unmittelbarer Folge auf den einen Sterbebewußtseinsmoment wird man mit dem zweiten Bewußtseinsmoment, dem Wiedergeburtsbewußtsein, Götterwesen, Höllenwesen oder ein Tier.

    http://www.palikanon.com/angutt/a10_178_219.html

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  • accinca
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    • 7. Januar 2013 um 12:27
    • #17
    hedin:

    Ganz im Gegenteil, das Synonym „Wiedergeburt“ bedeutet im buddhistischen Sinne, es wird nicht „Wiedergeboren“, was vorher schon da war...
    Weder der Selbe Geist/Seele noch der Selbe Körper...


    Nach dem Buddha kann man das nicht so sagen.
    Wenn auch in der menschlichen Daseinsform der grobe Körper
    erst neu aus Nahrung aufgebaut wird, so trifft das für citta
    nicht zu. Das ist schon vorhanden und die eigentliche Motorik
    dahinter. Trotzdem gibt es keinen ewig gleichbleibenden Kern
    bzw. Selbst.

  • nibbuti
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    • 7. Januar 2013 um 13:41
    • #18
    accinca:

    Nach dem Buddha kann man das nicht so sagen.
    Wenn auch in der menschlichen Daseinsform der grobe Körper
    erst neu aus Nahrung aufgebaut wird, so trifft das für citta
    nicht zu. Das ist schon vorhanden und die eigentliche Motorik
    dahinter. Trotzdem gibt es keinen ewig gleichbleibenden Kern
    bzw. Selbst.


    Kannst du auch sagen, wo genau der Buddha lehrte, dass das geistige Bewusstsein (citta, citi = erkennen, wissen) 1. schon vorhanden ist, 2. dasselbe ist & 3. nicht neu aufgebaut wird?

    :?:

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • Karnataka
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    • 7. Januar 2013 um 17:15
    • #19

    onda,

    …habe lange nachgedacht, wie du die Frage meinst… wohl sicher nicht, dass wir die tibetische Lehrmeinung hier nachbeten… also, mein Vorschlag wäre, zunächst Behauptungen zu formulieren und diese mit dem Grad der persönlichen Überzeugung zu verknüpfen. Vielleicht kann eine Auswertung dann helfen, unsere gemeinsame Definition zu finden. :)

    Behauptung:

    1. Da ist etwas, das nicht sterblich ist.
    2. Dies ist geistig bzw. ein Bewusstseinskontinuum.
    3. Es trägt die Qualität von Erkenntnis und Ethik (Karma)
    4. Es führt zur Wiedergeburt.
    5. Die Erkenntnis kann so weit gehen, dass Einfluss darauf möglich wird (Reinkarnation)

    Grad der Überzeugung:

    a. Das ist für mich Gewissheit.
    b. Daran glaube ich.
    c. Das ist meine Hoffnung.
    d. Das halte ich für vorstellbar.
    e. Das halte ich prinzipiell für möglich.
    f. Das kann ich mir nicht vorstellen.
    g. Das ist absurd!

    Karnataka: 1a, 2b, 3c, 4d, 5e

  • accinca
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    • 7. Januar 2013 um 18:21
    • #20
    nibbuti:
    accinca:

    Nach dem Buddha kann man das nicht so sagen.
    Wenn auch in der menschlichen Daseinsform der grobe Körper
    erst neu aus Nahrung aufgebaut wird, so trifft das für citta
    nicht zu. Das ist schon vorhanden und die eigentliche Motorik
    dahinter. Trotzdem gibt es keinen ewig gleichbleibenden Kern
    bzw. Selbst.


    Kannst du auch sagen, wo genau der Buddha lehrte, dass das geistige Bewusstsein (citta, citi = erkennen, wissen) 1. schon vorhanden ist, 2. dasselbe ist & 3. nicht neu aufgebaut wird? :?:

    Alles anzeigen


    Das citta leitet sich vom denken ab und bildet das "Zusammengedachte",
    welches, außer beim Arahat immer mit Begehren usw. besetzt ist. Das was zu
    immer weiteren Leben führt ist ja neben den Nichtwissen, das Begehren
    oder der Durst, die Triebe oder citta. Das sagt der Buddha immer wieder z.B. D 22
    Und das gesamte bewusste und unterschwellige Begehren nun kann nicht
    plötzlich neu entstehen sondern ist durch viele Leben bzw. durch viel viel
    zusammen gedachtem entstanden. Es wird also niemals völlig neu aufgebaut,
    aber es wird immer wieder weiter daran "rumgedacht" und damit verändert,
    hat daher aber keinen ewig beständigen Kern.

  • nibbuti
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    • 7. Januar 2013 um 18:55
    • #21
    accinca:


    Das citta leitet sich vom denken ab und bildet das "Zusammengedachte",
    welches, außer beim Arahat immer mit Begehren usw. besetzt ist.

    Sagst du hier citta ist dasselbe wie die zusammengedachten geistigen Gestaltungen (mano-sankhara)?

    Ist für dich der Gedanke "alle zusammengesetzten Dinge sind vergänglich, unzulänglich & nicht 'Selbst'" auch mit Begehren verbunden?

    accinca:

    Das was zu immer weiteren Leben führt ist ja neben den Nichtwissen, das Begehren
    oder der Durst, die Triebe oder citta. Das sagt der Buddha immer wieder z.B. D 22


    Nun führt Begehren (tanha) zu Anhaften (upadana), Anhaften zu Werden (bhava), Werden zu Geburt (jati), Geburt zu Alter & Tod (jaramarana); wo genau siehst du darin "weitere Leben" enthalten?

    accinca:

    Und das gesamte bewusste und unterschwellige Begehren nun kann nicht
    plötzlich neu entstehen


    Sprichst du hier vom gesamten bewussten und unterschwelligen Begehren auf der Welt, wie im Mahayana?

    accinca:

    sondern ist durch viele Leben bzw. durch viel viel
    zusammen gedachtem entstanden.


    Es ist keine Neuigkeit, dass der Geist den Dingen vorangeht, und dass beides sich verändert; aber an wieviele Leben oder viel viel zusammen gedachtes kannst du dich denn persönlich erinnern?

    accinca:

    Es wird also niemals völlig neu aufgebaut,
    aber es wird immer wieder weiter daran "rumgedacht" und damit verändert,
    hat daher aber keinen ewig beständigen Kern.


    Sagst du hier, dass die Khandas, oder eines der Khandas zwar letzten Endes kernlos & unbeständig ist, aber den körperlichen Tod unbeschadet / unverändert überdauert?

    :?:

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • Karnataka
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    • 7. Januar 2013 um 20:07
    • #22
    Karnataka:

    onda,

    …habe lange nachgedacht, wie du die Frage meinst… wohl sicher nicht, dass wir die tibetische Lehrmeinung hier nachbeten… also, mein Vorschlag wäre, zunächst Behauptungen zu formulieren und diese mit dem Grad der persönlichen Überzeugung zu verknüpfen. Vielleicht kann eine Auswertung dann helfen, unsere gemeinsame Definition zu finden. :)

    Behauptung:

    1. Da ist etwas, das nicht sterblich ist.
    2. Dies ist geistig bzw. ein Bewusstseinskontinuum.
    3. Es trägt die Qualität von Erkenntnis und Ethik (Karma)
    4. Es führt zur Wiedergeburt.
    5. Die Erkenntnis kann so weit gehen, dass Einfluss darauf möglich wird (Reinkarnation)

    Grad der Überzeugung:

    a. Das ist für mich Gewissheit.
    b. Daran glaube ich.
    c. Das ist meine Hoffnung.
    d. Das halte ich für vorstellbar.
    e. Das halte ich prinzipiell für möglich.
    f. Das kann ich mir nicht vorstellen.
    g. Das ist absurd!

    Karnataka: 1a, 2b, 3c, 4d, 5e

    Alles anzeigen

    tja, die Wertungen trudeln nur spärlich ein… das mit dem Median unseres buddhistischen Glaubens wird schwierig…

    kommen Sie, kommen Sie! machen Sie Gebrauch von Ihrem Stimmrecht! :)

    (nur malsehen hat mir eine mail geschickt: viele g Wertungen...)

  • malsehen
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    • 7. Januar 2013 um 20:28
    • #23
    Karnataka:

    (nur malsehen hat mir eine mail geschickt: viele g Wertungen...)

    :D Ich kann mich gar nicht erinnern, muss was mit dem Alter zu tun haben!

    Ich kann aber leider an der Umfrage nicht teilnehmen. Ich könnte – je nachdem, was mit "etwas" gemeint ist, und wenn man das "nicht sterblich" als ein schlichtes, aber nicht nötigenfalls überzubewertendes Weiterwirken meiner Handlungen nach meinem Ableben bedeutet – zu Satz 1 Deiner Behauptung einfach "Ja klar" antworten. Die Sätze 2 bis 5 betreffen mich nicht, ich könnte dazu also nicht "g" antworten.


    Hochachtungsvoll
    Mal Sehen

  • Maybe Buddha
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    • 7. Januar 2013 um 20:38
    • #24

    G......................................................

    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

  • accinca
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    • 8. Januar 2013 um 08:24
    • #25
    nibbuti:
    accinca:


    Das citta leitet sich vom denken ab und bildet das "Zusammengedachte",
    welches, außer eim Arahat immer mit Begehren usw. besetzt ist.


    Sagst du hier citta ist dasselbe wie die zusammengedachten geistigen Gestaltungen (mano-sankhara)?
    Ist für dich der Gedanke "alle zusammengesetzten Dinge sind vergänglich, unzulänglich & nicht 'Selbst'" auch mit Begehren verbunden?


    Das sind alles so Begriffe die natürlich je nach Zusammenhang zu verstehen sind.
    Natürlich ist citta auch sankhāra: alle Dinge sind sankhāra. Ohne sankhāra läuft garnichts.

    nibbuti:
    accinca:

    Das was zu immer weiteren Leben führt ist ja neben den Nichtwissen, das Begehren oder der Durst, die Triebe oder citta. Das sagt der Buddha immer wieder z.B. D 22


    Nun führt Begehren (tanha) zu Anhaften (upadana), Anhaften zu Werden (bhava), Werden zu Geburt (jati), Geburt zu Alter & Tod (jaramarana); wo genau siehst du darin "weitere Leben" enthalten?


    Wie schon gesagt, hat der Buddha die Lehre je nach dem Zusammenhang dargelegt oder
    wie es in den Übersetzungen oft heißt "je nach den Standpunkt".

    nibbuti:
    accinca:

    Und das gesamte bewusste und unterschwellige Begehren nun kann nicht
    plötzlich neu entstehen


    Sprichst du hier vom gesamten bewussten und unterschwelligen Begehren auf der Welt, wie im Mahayana?


    Bestimmt nicht. Aber auch das kommt auf den Standpunkt, bzw. Zusammenhang an.

    nibbuti:
    accinca:

    Es wird also niemals völlig neu aufgebaut,
    aber es wird immer wieder weiter daran "rumgedacht" und damit verändert,
    hat daher aber keinen ewig beständigen Kern.


    Sagst du hier, dass die Khandas, oder eines der Khandas zwar letzten Endes kernlos & unbeständig ist, aber den körperlichen Tod unbeschadet / unverändert überdauert? :?:


    Insoweit sie auch während des Leben überdauern obwohl sie in keinem Moment völlig gleich sind. Die Veränderungen sind aber nicht unbedingt immer gleichmäßig.[/quote]

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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