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Wie gehe ich mit negativen Emotionen (wie zB Hass) um?

  • liana90
  • 24. November 2012 um 21:49
  • Zum letzten Beitrag
  • liana90
    Themenautor
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    24. November 2012
    • 24. November 2012 um 21:49
    • #1

    Hallo zusammen!

    Ich bin relativ unerfahren, was den Buddhismus anbelangt - konnte mir meine buddhistische Welt bisher nur im Alleingang mit Lesen zusammenzimmern und habe mich heute entschlossen, mich in diesem Forum anzumelden, weil ich doch sichtlich den ein oder anderen Ratschlag von "erfahrenen" Gleichgesinnten benötige.

    Ich habe auch gleich ein konkretes (persönliches) Problem mitgebracht und ich würde sehr gerne eure Meinungen dazu hören -
    Eine kurze Einführung, damit ihr mich und meine Situation besser verstehen könnt:

    Zum Buddhismus ansich bin ich eigentlich gekommen, als es mir selbst sehr schlecht ging, aufgrund von Depressionen. Zum ersten Mal in meinem Leben bekam ich Antworten auf meine Fragen. Zum ersten Mal konnte ich die Welt um mich und vor allem mein eigenes Leben besser verstehen und dadurch, dass ich den Unterschied von "heilsamen und unheilsamen" Handlungen verstand und die Ratschläge des Buddha befolgte, verbesserte sich mein Leben schlagartig und das ist bis heute so geblieben.

    Nur hadere ich noch ab und zu mit dem unliebsamen Ärger. Dem Hass.
    Dazu muss ich sagen, ich hasse nicht grundlos, sondern weil ich verletzt wurde. Oder weil mir Unrecht geschieht.
    Das konkrete Beispiel, um das es mir jetzt geht, ist eine Frau, die ich notgedrungen seit Jahren um mich habe. Besonders schlimm ist es, weil sie eine gute Freundin meiner besten Freundin ist.
    Diese Frau mag mich nicht, das sagte sie mir ins Gesicht. Sie verbreitet immer wieder schlimme Lügen über mich und schikaniert mich bei jeder Gelegenheit. Wie sie mit mir umgeht ist furchtbar. Was aber für mich zweifelsohne das schlimmste ist, ist der Unfriede, den sie zwischen mich und meine Freundin bringt.
    Wenn wiedermal so etwas passiert, schaffe ich es einfach nicht, gleichgültig zu bleiben. Oder sogar Mitgefühl zu entwickeln.
    Ich werde manchmal so wütend und in mir stauen sich die Aggressionen und ich kann zusehen wie sich mein seelischer und auch körperlicher Zustand verschlechtert, dabei möchte ich das gar nicht. Aber ich habe absolut keine Ahnung wie ich mein Inneres beruhigen kann.
    Ich nehme auch alles viel zu ernst. Das weiß ich selbst. Aber diese Banalität kann mir wirklich den ganzen Tag ruinieren Und selbst wenn ich sie dann lange nicht sehe, denke ich daran, immer wieder aufs neue und werde wieder und völlig sinnlos wütend. Ich hatte auch schon oft im Leben mit solchen Personen "zu kämpfen" und mein Verhalten brachte mir nichts außer noch mehr negative Emotionen.

    Deswegen wären meine Fragen, wie ich "buddhistisch" damit umgehen kann -
    wenn mir Unrecht wiederfährt? wenn ich verletzt werde? wie kann ich Ärger und Wut vermeiden? Und wie verhalte ich mich am besten gegenüber Personen, die mir nicht gut gesinnt sind?

    Für jeden Tipp und Ratschlag wäre ich sehr dankbar :)

    Liana.

  • sonnenschein
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    28. September 2012
    • 24. November 2012 um 23:11
    • #2
    liana90:

    Hallo zusammen!

    Ich bin relativ unerfahren, was den Buddhismus anbelangt - konnte mir meine buddhistische Welt bisher nur im Alleingang mit Lesen zusammenzimmern und habe mich heute entschlossen, mich in diesem Forum anzumelden, weil ich doch sichtlich den ein oder anderen Ratschlag von "erfahrenen" Gleichgesinnten benötige.

    Ich habe auch gleich ein konkretes (persönliches) Problem mitgebracht und ich würde sehr gerne eure Meinungen dazu hören -
    Eine kurze Einführung, damit ihr mich und meine Situation besser verstehen könnt:

    Zum Buddhismus ansich bin ich eigentlich gekommen, als es mir selbst sehr schlecht ging, aufgrund von Depressionen. Zum ersten Mal in meinem Leben bekam ich Antworten auf meine Fragen. Zum ersten Mal konnte ich die Welt um mich und vor allem mein eigenes Leben besser verstehen und dadurch, dass ich den Unterschied von "heilsamen und unheilsamen" Handlungen verstand und die Ratschläge des Buddha befolgte, verbesserte sich mein Leben schlagartig und das ist bis heute so geblieben.

    Nur hadere ich noch ab und zu mit dem unliebsamen Ärger. Dem Hass.
    Dazu muss ich sagen, ich hasse nicht grundlos, sondern weil ich verletzt wurde. Oder weil mir Unrecht geschieht.
    Das konkrete Beispiel, um das es mir jetzt geht, ist eine Frau, die ich notgedrungen seit Jahren um mich habe. Besonders schlimm ist es, weil sie eine gute Freundin meiner besten Freundin ist.
    Diese Frau mag mich nicht, das sagte sie mir ins Gesicht. Sie verbreitet immer wieder schlimme Lügen über mich und schikaniert mich bei jeder Gelegenheit. Wie sie mit mir umgeht ist furchtbar. Was aber für mich zweifelsohne das schlimmste ist, ist der Unfriede, den sie zwischen mich und meine Freundin bringt.
    Wenn wiedermal so etwas passiert, schaffe ich es einfach nicht, gleichgültig zu bleiben. Oder sogar Mitgefühl zu entwickeln.
    Ich werde manchmal so wütend und in mir stauen sich die Aggressionen und ich kann zusehen wie sich mein seelischer und auch körperlicher Zustand verschlechtert, dabei möchte ich das gar nicht. Aber ich habe absolut keine Ahnung wie ich mein Inneres beruhigen kann.
    Ich nehme auch alles viel zu ernst. Das weiß ich selbst. Aber diese Banalität kann mir wirklich den ganzen Tag ruinieren Und selbst wenn ich sie dann lange nicht sehe, denke ich daran, immer wieder aufs neue und werde wieder und völlig sinnlos wütend. Ich hatte auch schon oft im Leben mit solchen Personen "zu kämpfen" und mein Verhalten brachte mir nichts außer noch mehr negative Emotionen.

    Deswegen wären meine Fragen, wie ich "buddhistisch" damit umgehen kann -
    wenn mir Unrecht wiederfährt? wenn ich verletzt werde? wie kann ich Ärger und Wut vermeiden? Und wie verhalte ich mich am besten gegenüber Personen, die mir nicht gut gesinnt sind?

    Für jeden Tipp und Ratschlag wäre ich sehr dankbar :)

    Liana.

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    Nun um es kurz zu machen es gibt nur folgende Wege:
    1. Verlasse die (unheilvolle) Situation, in diesem Fall gehe der Frau aus dem Weg (was ja schwierig zu sein scheint)
    2. Verändere die Situation in dem Du Deine Sichtweise auf die Frau verändern kannst so gut es geht oder
    3. Nehme die Situation so an wie sie ist. Dazu gehört auch Deine Emotionen so anzunehmen wie sie sind. Erst wenn Du Deine Emotionen voll annehmen kannst, dann kösen sie sich auch auf. Verdränge sie nicht, bekämpfe sie nicht, projiziere sie nicht.

    Es gibt übrigens noch eine 4. Möglichkeit. Du wirst unter dem Wahnsinn weiter leiden.

    Welche der drei Möglichkeiten für dich die einfachste ist mußt Du selber entscheiden.
    Ich persönlich versuche da einfach realistisch zu bleiben. Manchen Menschen kann man nicht so einfach ausweichen (Familie, Arbeit) anderen schon eher (Partner,Freunden, bzw Freunden von Freunden) .
    Oft sind es harte Einschnitte im Leben wenn man merkt, dass plötzlich der ganze Freundeskreis nicht mehr passt oder man Abstand braucht von der Familie oder sich von einem Partner trennt. Ich würde da nichts überstürzen aber eins ist dabei wichtig. Wenn Du selbst bewusster bist, als die andere Person wird das die unbewusstere Person nicht lange aushalten. entweder die andere Person wird auch bewusster oder der Kontakt geht auseinander. Bei Familie, Freundeskreis und Arbeit ist das ganze natürlich schwieriger da es mehrere Personen sind und auch tiefere Bindungen oder Abhängigkeiten gibt. Aber auch da gilt. Wenn Du nur unheilsame Beziehungen hast, dann solltest Du schaun wem kannst Du vertrauen und wem nicht. Es erfordert oft Mut seine Lebenssituation zu ändern und sich der ungewissheit hinzugeben. Aber es macht kein Sinn an einer Situation festzuhalten unter der Du leidest. Solange wir nicht voll erwacht sind wird es immer wieder Menschen geben die uns in ihren Film reinziehen wollen. Je bewusster Du wirst, desto öfter hast Du die Freiheit die Filme der anderen einfach nicht mehr anzuschaun und Dein eigener Regiseur zu werden....

  • Axel Benz
    Gast
    • 24. November 2012 um 23:39
    • #3
    liana90:

    Besonders schlimm ist es, weil sie eine gute Freundin meiner besten Freundin ist.
    Diese Frau mag mich nicht, das sagte sie mir ins Gesicht. Sie verbreitet immer wieder schlimme Lügen über mich und schikaniert mich bei jeder Gelegenheit. Wie sie mit mir umgeht ist furchtbar. Was aber für mich zweifelsohne das schlimmste ist, ist der Unfriede, den sie zwischen mich und meine Freundin bringt.


    Hast du mit deiner Freundin über die Situation geredet und wenn ja, was hat sie gesagt?

  • Onyx9
    Gast
    • 25. November 2012 um 00:20
    • #4

    Buddha lehrte gegen aufkeimenden Hass Mitgefühl zu setzen.
    Er lehrte nicht Mitgefühl "nur" dem Gegenüber zukommen zu lassen. :)
    Zuallererst muß man Mitgefühl für sich selber haben- bzw. "liebevolle Güte"
    ( bevor man Güte für andere entwickeln kann ),
    denn das Geistesgift Hass schadet Dir, auch Selbsthass, der zu Depressionen führt.
    Du denkst, du musst dich gegen sie schützen, aber zuallererst solltest
    du dich gegen deinen eigenen Hass mit Achtsamkeit und Mitgefühl
    wapnen, indem du seine Ursachen erkennst, die in dir liegen und nicht bei anderen.
    Setz dich in einer stillen Zeit hin und "simuliere" die bekannte Situation,
    dann beobachte warum und wie Hass und Selbsthass in dir entsteht.
    Sei gütig oder wenigstens wertungsfrei dabei. :)

    Kann es sein daß die mangelnde Loyalität Deiner Freundin etwas zur Eskalation beiträgt?
    Hast du ihr schon eimal gesagt, wie sehr es dich verletzt oder gestehst du dir nicht zu
    Deine Bedürfnisse auszudrücken ? Hol dir dein Selbstwertgefühl zurück, im Moment verwirfst du es.
    Der buddh. Weg ist ein "Heilsweg"; Heilung für sich selbst, später das große und ganze Heil. ;)

    "Alles fängt mit liebevoller Güte für uns selber an, die zu liebevoller Güte für andere wird" ( Pema Chödrön )

  • SpringMode5708
    Gast
    • 25. November 2012 um 03:23
    • #5

    Herzlich Willkommen :)

    Ich kann natürlich immer nur für mich sprechen:

    liana90:

    Nur hadere ich noch ab und zu mit dem unliebsamen Ärger. Dem Hass.


    Akzeptieren, daß es so ist. Gefühle entstehen, ob ich nun will oder nicht Entscheidend ist, wie ich darauf reagieren, wenn sie da sind. Wenn ich meinen Ärger noch zusätzlich ablehne, wird's nur schlimmer. Was mich nicht davon abhält, es immer wieder zu tun, Macht der gewohnheit, die sich langsam ändert. ;)


    liana90:

    Dazu muss ich sagen, ich hasse nicht grundlos, sondern weil ich verletzt wurde. Oder weil mir Unrecht geschieht.


    Warum ist egal :) Wenn ich mich mit dem Warum beschäftige und anfange über Henne oder Ei nachzusinnen, wird's noch größer. Wie kann ich denn auch andere Menschen für meine Gefühle verantwortlich machen.


    liana90:

    Das konkrete Beispiel, um das es mir jetzt geht, ist eine Frau, die ich notgedrungen seit Jahren um mich habe. Besonders schlimm ist es, weil sie eine gute Freundin meiner besten Freundin ist. Diese Frau mag mich nicht, das sagte sie mir ins Gesicht. Sie verbreitet immer wieder schlimme Lügen über mich und schikaniert mich bei jeder Gelegenheit. Wie sie mit mir umgeht ist furchtbar. Was aber für mich zweifelsohne das schlimmste ist, ist der Unfriede, den sie zwischen mich und meine Freundin bringt.


    Blöde Situation. Hast Du's ihr jemals persönlich so gesagt, wie es hier aussprichst?


    liana90:

    Wenn wiedermal so etwas passiert, schaffe ich es einfach nicht, gleichgültig zu bleiben. Oder sogar Mitgefühl zu entwickeln. Ich werde manchmal so wütend und in mir stauen sich die Aggressionen und ich kann zusehen wie sich mein seelischer und auch körperlicher Zustand verschlechtert, dabei möchte ich das gar nicht. Aber ich habe absolut keine Ahnung wie ich mein Inneres beruhigen kann.


    Ich kenne das sehr gut. Zum verrücktwerden. Bei mir ist's so, das ich die Wut zurückhalte und durch Gedanken ersetze. Fürchterlich.


    liana90:

    Ich nehme auch alles viel zu ernst. Das weiß ich selbst. Aber diese Banalität kann mir wirklich den ganzen Tag ruinieren Und selbst wenn ich sie dann lange nicht sehe, denke ich daran, immer wieder aufs neue und werde wieder und völlig sinnlos wütend. Ich hatte auch schon oft im Leben mit solchen Personen "zu kämpfen" und mein Verhalten brachte mir nichts außer noch mehr negative Emotionen.


    Ja, zu sowas gehören na klar immer zwei. Die einzige Lösung, die ich für mich gefunden habe steht weiter unten: immer wieder Loslassen und täglich die guten Dinge tun. Manchmal übe ich Liebende-Güte für den Menschen, an dem ich so negativ hänge. Dabei muß ich wieder aufpassen, das ich die tatsächlichen Wut-, Trauer oder Frustrationsgefühle vorher nicht unterdrücke. Raus damit :)


    liana90:

    Deswegen wären meine Fragen, wie ich "buddhistisch" damit umgehen kann -
    wenn mir Unrecht wiederfährt? wenn ich verletzt werde? wie kann ich Ärger und Wut vermeiden? Und wie verhalte ich mich am besten gegenüber Personen, die mir nicht gut gesinnt sind?


    Ich glaube nicht, das es jedesmal eine ideale spirituelle Lösung für bestimmte Alltagsprobleme gibt. Ich glaube, das das Leben leichter und schöner wird, wenn ich die buddhistischen Grundwerte schätze und die (spirituellen) Übungen auf täglicher Basis wiederhole. Dann entwickle ich mich zum Guten und was mich früher genervt, fortgetragen und runtergezogen hat, greift mit der Zeit immer weniger, da ich mehr innere Freiheit und Frieden entstanden ist. Durch Loslassen. Immer wieder, und wieder und wieder. Die meiste Zeit meines Lebens habe ich festgehalten Mitgefühl entsteht mit der Zeit ebenfalls, ohne es zu 'wollen'.

    Liebe Grüße :)

  • Onda
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    • 25. November 2012 um 07:12
    • #6

    Hallo Liana,

    Hass, Zorn und Empörung sind sehr starke Emotionen, die uns völlig aufwühlen können. Allein der Gedanke an bestimmte Personen ist dann wie ein Brandbeschleuniger, der die Flamme der Wut immer wieder von neuem auflodern lässt. Es erfordert viel Übung, mit solchen starken Emotionen heilsam umzugehen.

    Wenn es nicht möglich ist, das Problem ganz pragmatisch zu lösen (indem du der entsprechenden Person einfach aus dem Weg gehst) hilft nur achtsames Betrachten der eigenen Emotionen und Gedanken. Versuche, die Wut, die in dir brennt, mit wohlwollender Distanz zu betrachten. Du kannst letztlich entscheiden, ob die Wut zu "deiner Wut" wird oder zu einer unpersönlichen emotionalen Aufwallung, die einfach kommt und wieder geht. Mediation - das ist auch die Kunst, einen Schritt zurückzutreten und eine beobachtende Haltung einzunehmen. Lass dich nicht in die "Geschichte" mit hineinziehen. Versuche den Posten eines distanzierten Beobachters einzunehmen. Diese Gefühle der Wut sind nicht "deine" Gefühle. Es sind einfach Gefühle. Zu deinen Gefühlen werden sie erst, wenn du dich mit ihnen identifizierst, sie also zu "deinen" Gefühlen "machst". Emotionen können sich durch wohlwollendes und distanziertes Beobachten einfach auflösen. Beobachte auch die Gedanken, die deiner Wut Nahrung geben. Die Wut braucht Futter. Wenn deine Gedanken immer wieder um die problematische Person kreisen, bekommt die Wut stets neue Nahrung. Neben dem Beobachten der Wut ist es daher auch wichtig, die Gedanken zu beobachten. Vielleicht kannst du dich an einem bestimmten Punkt gezielt entscheiden, gewisse Gedanken nicht mehr zu denken. Es geht hier nicht um Verdrängung, es geht einfach um die Entscheidung, welchen Gedanken du in deinem Kopf Raum gibst und welchen nicht. Viel Erfolg!

    Zwei Bücher können dir vielleicht weiterhelfen:
    Thich Nhat Hanh: "Arger"
    David Harp: "Meditieren in drei Minuten"

    In TNHs Buch geht es ausschließlich um den Umgang mit Zorn und Wut. In David Harps auch sonst empfehlenswerten Buch gibt es ein Kapitel zum Thema.


    Liebe Grüße
    Onda

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

  • Axel Benz
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    • 25. November 2012 um 09:59
    • #7
    liana90:

    Sie verbreitet immer wieder schlimme Lügen über mich und schikaniert mich bei jeder Gelegenheit. Wie sie mit mir umgeht ist furchtbar.


    Wegen dieser Aussage habe ich meine Frage weiter oben gestellt. Stellt euch vor, sowas passiert z.B. am Arbeitsplatz, wo man so jemandem nicht aus dem Weg gehen kann. Das reine Fokussieren auf die Arbeit mit den eigenen Emotionen, wie er hier größtenteils vorgeschlagen wird, hielte ich in so einem Falle für 'suboptimal' (auch wenn es sicherlich nicht vernachlässigt werden sollte).

  • Onda
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    • 25. November 2012 um 10:09
    • #8
    Axel Benz:

    Das reine Fokussieren auf die Arbeit mit den eigenen Emotionen, wie er hier größtenteils vorgeschlagen wird, hielte ich in so einem Falle für 'suboptimal' (auch wenn es sicherlich nicht vernachlässigt werden sollte).

    In der Regel empfiehlt sich eine Doppelstrategie:
    1) Modifikation der Umwelt ("Arbeit im Außen")
    2) Modifkation des eigenen Geistes ("Arbeit im Inneren")

    Wenn 1 wegfällt, bleibt nur 2.

    Onda

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

  • Axel Benz
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    • 25. November 2012 um 10:19
    • #9
    Onda:

    In der Regel empfiehlt sich eine Doppelstrategie


    Eben.

    Onda:

    Wenn 1 wegfällt, bleibt nur 2.


    Daher meine Frage, um herauszufinden, ob 1 wirklich wegfällt.

  • sonnenschein
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    • 25. November 2012 um 15:40
    • #10
    Axel Benz:
    liana90:

    Sie verbreitet immer wieder schlimme Lügen über mich und schikaniert mich bei jeder Gelegenheit. Wie sie mit mir umgeht ist furchtbar.


    Wegen dieser Aussage habe ich meine Frage weiter oben gestellt. Stellt euch vor, sowas passiert z.B. am Arbeitsplatz, wo man so jemandem nicht aus dem Weg gehen kann. Das reine Fokussieren auf die Arbeit mit den eigenen Emotionen, wie er hier größtenteils vorgeschlagen wird, hielte ich in so einem Falle für 'suboptimal' (auch wenn es sicherlich nicht vernachlässigt werden sollte).

    Jeder kennt solche Situationen.Ob in der Familie, auf der Arbeit, unter "Freunden" oder beim Partner. Solange ich versuche bewusst zu bleiben und nicht auf die unbewusstheit der anderen eingehe, zwinge ich die anderen zur Veränderung. Im Falle der Arbeit kann das auch zur Kündigung führen, aber man hat es dann sicher leichter etwa neues zu finden, als der Chef jemanden findet, der das solange mit ihm aushält. Das nennt man dann auch Fachkräftemangel...
    Solange ich voll um hier und jetzt bin und annehme was ist, habe ich vertrauen in die Buddhanatur und somit in das Leben. Unbewusste Menschen halten es nicht lange aus wenn sie bewussten Menschen begegnen. Wenn der unbewusstere Mensch der Chef, Der Partner, Die Schwiegereltern oder sonst jemand ist und man einfach bewusst bei dem bleibt was ist, kann es schon mal passieren, dass man gekündigt, geschieden oder Hausverbot bekommt. Wenn Du glaubst Du bist erleuchtet, dann verbringe ein Wochendende bei Deinen Eltern....

  • Axel Benz
    Gast
    • 25. November 2012 um 15:45
    • #11
    sonnenschein:

    Solange ich versuche bewusst zu bleiben und nicht auf die unbewusstheit der anderen eingehe, zwinge ich die anderen zur Veränderung. Im Falle der Arbeit kann das auch zur Kündigung führen, aber man hat es dann sicher leichter etwa neues zu finden, als der Chef jemanden findet, der das solange mit ihm aushält.


    Bei allem Respekt: Ich halte das für groben, unverantwortlichen Unfug (zumindest in dieser Verallgemeinerung), den ich aber - um es gleich anzukündigen - mit dir hier nicht weiter diskutieren will.

  • sonnenschein
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    • 25. November 2012 um 15:50
    • #12
    Axel Benz:
    sonnenschein:

    Solange ich versuche bewusst zu bleiben und nicht auf die unbewusstheit der anderen eingehe, zwinge ich die anderen zur Veränderung. Im Falle der Arbeit kann das auch zur Kündigung führen, aber man hat es dann sicher leichter etwa neues zu finden, als der Chef jemanden findet, der das solange mit ihm aushält.


    Bei allem Respekt: Ich halte das für groben, unverantwortlichen Unfug (zumindest in dieser Verallgemeinerung), den ich aber - um es gleich anzukündigen - mit dir hier nicht weiter diskutieren will.

    Du musst es ja auch nicht mit mir diskutieren. Wenn Du mir Deine Sichtweise nicht in Worten darlegen kannst dann zeigst Du eben keine Verantwortung für Deine Worte. Das Leben gibt einem immer die Antworten wenn man sie nicht selber in sich findet.

  • crazy-dragon
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    • 25. November 2012 um 19:14
    • #13

    Donnerwetter: Pat und Patachon :oops:
    _()_ c.d.

    Tag für Tag ein guter Tag

  • Dennis
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    • 25. November 2012 um 19:57
    • #14

    Hey du:)
    Es gibt eine sogenannte "Metta"- Methode.
    Setz dich mal hin und denk an einen Menschen, die dir wichtig und sehr lieb ist.
    Wahrscheinlich wird es dir nicht schwer fallen, ihr/ihm von Herzen alles Glück zu wünschen.
    Dann nimmst du eine Person, die du zwar auch magst, dir aber nicht so nahe stehst.
    Wenn es auch bei der Person reibungslos klappt, ihr aus tiefstem Herzen alles Glück zu wünschen,
    nimmst du Personen, die von mal zu mal immer weiter von dir wegstehen, die du vielleicht nichtmal besonders
    magst, bis du bei der "Frau" angelangt bist.
    Sie ist wie du und ich- Sie will Glück haben und Leid vermeiden:)
    Der Hass entsteht, weil du auf die Unterschiede guckst, schau dir die Gemeinsamkeiten an,
    auch wenn es schwer fällt, sie wird auch ihre guten Seiten haben;)
    Alles Liebe=)

  • Dennis
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    • 25. November 2012 um 21:20
    • #15

    Wer Grammatikfehler findet, darf sie behalten;)

  • Noreply
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    • 26. November 2012 um 11:32
    • #16

    Hallo Liana
    Es gibt Menschen die können mich immer in diese "negativen Emotionen" versetzen.
    Diese finden genau den Punkt an dem sie mich verletzen können.
    Mit einer eigenartigen Methode habe ich sehr viel über mich gelernt und viel Angst und Wut auslösende Faktoren frei geben könne.
    Warum reagiere ich überhaupt auf Angriffe?
    Ich reagierte Hauptsächlich auf Die vom Gegenüber mitgelieferten Emotionen.
    In der Sprache sind Emotionen eingelagert die, verschiedene Sätze von Worten, ein ganz bestimmtes Gefühl bei Hörer auslösen.
    Wie ich auf diese Emotionen reagiere ist mein gelerntes, angewöhntes Verhalten. Die meisten Menschen gehen damit ohne bewusstes Nachdenken/Wollen um und mit denen habe ich auch keine Problem.
    Doch dann trifft man auf Menschen die ganz bewusst gelernt haben mit ihren Worten und Gefühlen so umzugehen das sie andere dazu bringen in der von ihnen gewünschten Weise zu reagieren.
    Einer meiner Brüder schaffte es immer wieder mich in ein Verhalten zu bringen das mit "sich verkriechen" gut beschrieben ist. Das er das früher nicht wirklich bewusst machte zeigt das er das heute immer noch mal versucht, mit Willen, und nicht merkt das er damit keinen Erfolg hat. Der fragt sich: Warum schaff ich den nicht mehr in sich ärgern zu bringen.

    Die Methode: Ich achte bei Menschen die mich bewusst manipulieren WOLLEN nur auf die Information der Worte! Ich habe geübt nicht auf die mitgelieferten Emotionen zu reagieren.
    Was sagt der Mensch zu mir und was WILL er erreichen, habe ich gelernt zu trennen. Wenn Dich dieses Frau auf die Palme bringen will frage dich WAS sagt sie eigentlich wirklich und ist das was sie sagt richtig, verhalte ich mich wirklich so wie sie das sagt?

    Ein dummer Spruch: Der Horcher an der Wand hört seine eigene Schand.
    Der Horcher/Zuhörer hört aber auch wie er gesehen wird. Ich kann also sagen:
    Ja das stimmt und das werde ich ändern.
    Nein das stimmt nicht und ich werde so bleiben.
    Ja das Schlechte was da jemand erzählt werde ich genau so beibehalten.

    Bei Hetzkampanien die gegen dich gehen ist darauf zu achten das die Emotion-auslösenden Tonschwingungen nur beobachtet werden und nicht ihr Ziel, deine Gefühl, erreichen.
    Der Ton macht die Musik. Wir singen jetzt nicht wir sprechen!!
    Wenn Du durch nicht-körperliche Handlungen verletzt werden kannst hast DU ein Verhalten gelernt das erfolgreich ist doch nun oder in bestimmten Situationen schädlich für dich ist. Wütend macht dich nämlich das da jemand ist der dein sonst richtiges Verhalten in eine schädliche Richtung wandelt. Diesen Ansatzpunkt hat diese Frau gefunden.
    Mit welchen Mitteln/Emotionen bringt sie dich in eine Gefühlslage die Du ganz genau kennst doch zu der Zeit als Du das das erste Mal erfahren hast konntest Du nichts weiter tun als innerlich wütend werden doch handlungsunfähig.
    Wende das Emotion beobachten, nur auf Worte hören, auch mal auf deiner besten Freundin, Eltern,Menschen denen Du in Liebe verbunden bist, an. Ich bin mir sehr sicher das Du da so einiges HÖREN wirst was Du mit dem Gefühl das das deine beste Freundin ist nicht hören wolltest. Man sagt: Wir können das Hören nicht ausschalten. Das ist wahr doch WAS wir hören und verarbeiten wird von Emotionen, die auch Verhalten sind, bestimmt.
    liebe Grüsse
    Helmut
    Ps: Bitte, bitte lasse die eventuell/fast sicher auftretenden/erscheinenden Gefühle nicht auf die Menschen los, weiss das sie in Dir sind und lass sie in Dir frei. Die Wort-Gefühl-Emotion-Verbindungen sind meist sehr alt und gut eingespielt. Dein sofortiges heraus posaunen deines Erkennens kann sehr viel mehr Schaden anrichten als Nutzen. Es ist wie das Erleben wenn Du ein Tagebuch liest und den Schreiber zur Rede stellst, lese das Tagebuch und weiss was darin steht und verhalte dich entsprechend. Sei Liebevoll und verstehe DICH.

  • crazy-dragon
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    • 26. November 2012 um 14:49
    • #17

    Hi, liana90,

    Na bisher hast Du supertolle ausführliche Ratschläge bekommen, die aber fast alle einen Schwachpunkt haben. Der Ratgeber bist nicht Du, also ist es fraglich, 1. ob Du so reagieren kannst und 2. davon eine Verbesserung Deiner Situation erreichst.

    Ich sage Dir, wie ich es mache: Jahrelange Praxis und dann reagiert man spontan und so, wie es die Situation erfordert. Egal was andere denken und egal, ob das gerade " richtig, buddhistisch oder grottenfalsch "war.

    _()_ Lieber Gruß, c.d.

    Tag für Tag ein guter Tag

  • SpringMode5708
    Gast
    • 28. November 2012 um 16:47
    • #18

    Fände es gut, wenn beim Thema geblieben werden könnte:

    liana90:

    ... weil ich doch sichtlich den ein oder anderen Ratschlag von "erfahrenen" Gleichgesinnten benötige ...
    Deswegen wären meine Fragen, wie ich "buddhistisch" damit umgehen kann

  • SpringMode5708
    Gast
    • 3. Dezember 2012 um 06:55
    • #19

    :OFF TOPIC:

    Frank1:

    meine Vorstellung vom Buddhismus ist die einer offenen Religion, die sich nicht an irgendwelchen Vorstellungen, Meinungen oder Dogmen festhält. Also auch nicht was und wie der Buddhismus ist.

    Da haben natürlich einige Leute hier in dem Forum wie Du eine andere Meinung und eine genaue Vorstellung was der Buddhismus ist und was nicht.


    Laut den von allen Schulen und Traditionen anerkannten Überlieferungen hatte der Buddha eine sehr genau Vostellung von seiner Methode und hat sich sehr klar gegen alles, was nicht seiner Methode entsprach, abgegrenzt.

    Zitat

    Aber ich lass mir hier von Dir nicht vorschreiben, was ich hier zu schreiben habe. :!: Das kann ein Moderator tun.


    Ich habe bloß an den Eingangsthread erinnert.

    Liebe Grüße :)

  • brigittefoe
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    • 3. Dezember 2012 um 12:16
    • #20
    crazy-dragon:

    Hi, liana90,

    Na bisher hast Du supertolle ausführliche Ratschläge bekommen, die aber fast alle einen Schwachpunkt haben. Der Ratgeber bist nicht Du, also ist es fraglich, 1. ob Du so reagieren kannst und 2. davon eine Verbesserung Deiner Situation erreichst.

    Ich sage Dir, wie ich es mache: Jahrelange Praxis und dann reagiert man spontan und so, wie es die Situation erfordert. Egal was andere denken und egal, ob das gerade " richtig, buddhistisch oder grottenfalsch "war.

    _()_ Lieber Gruß, c.d.

    Mache ich genau SO

    LG

    PS:
    ... und der Ratgeber bin tatsächlich nicht ich,
    sondern die Situation, die mich gerade fordert !

    Es ist eine wahre Schmach und Schande, daß wir Christen wie blinde Hühner umhergehen und nicht erkennen, was in uns ist und davon gar nichts wissen.
    Johannes Tauler

  • Maybe Buddha
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    • 4. Dezember 2012 um 06:10
    • #21

    Einfach mal beobachten wie der Hass entsteht und wieder vergeht. Und dann mal beobachten welche Ursachen dieses entstehen hat. Und wenn du die Ursachen des entstehens beim beobachten entdeckt hast, versuch die Ursachen dafür zu beenden.

    Mit Ursachen meine ich nicht die äusseren Ursachen, also die Handlungen anderer, sondern die Ursachen in dir, die zum "Hass" führen.

    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

  • Kaffee48
    Gast
    • 7. Dezember 2012 um 09:12
    • #22
    liana90:

    Hallo zusammen!

    Diese Frau mag mich nicht, das sagte sie mir ins Gesicht. Sie verbreitet immer wieder schlimme Lügen über mich und schikaniert mich bei jeder Gelegenheit. Wie sie mit mir umgeht ist furchtbar. Was aber für mich zweifelsohne das schlimmste ist, ist der Unfriede, den sie zwischen mich und meine Freundin bringt.
    Wenn wiedermal so etwas passiert, schaffe ich es einfach nicht, gleichgültig zu bleiben. Oder sogar Mitgefühl zu entwickeln.
    Ich werde manchmal so wütend und in mir stauen sich die Aggressionen und ich kann zusehen wie sich mein seelischer und auch körperlicher Zustand verschlechtert, dabei möchte ich das gar nicht. Aber ich habe absolut keine Ahnung wie ich mein Inneres beruhigen kann.

    Deswegen wären meine Fragen, wie ich "buddhistisch" damit umgehen kann -
    wenn mir Unrecht wiederfährt? wenn ich verletzt werde? wie kann ich Ärger und Wut vermeiden? Und wie verhalte ich mich am besten gegenüber Personen, die mir nicht gut gesinnt sind?

    Für jeden Tipp und Ratschlag wäre ich sehr dankbar :)

    Liana.

    Hallo liana
    Ich würde deine Freundin dazu anhalten mit der unliebsamen Person zu reden .Trägt das keine Früchte würde ich deine Freundin vor die Wahl stellen,entweder ist sie mit dir befreundet oder mit der anderen.Beides geht nicht.
    Klare Verhältnisse schaffen ist immer gut.Damit das Leid ein Ende hat . :)
    Grüße Kaffee48

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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