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Gewissensunruhe

  • Onyx9
  • 15. Oktober 2012 um 09:03
  • Zum letzten Beitrag
  • Maybe Buddha
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    • 20. Oktober 2012 um 20:18
    • #76
    Bakram:

    Was ist der Unterschied von piti und sukkha ?

    Piti wird den Geistesformationen (samkara) zugeteilt, Sukkha den Gefühlsgruppen (vedana). Trozdem scheint es oft synonym gebraucht zu werden.

    :?:

    Das hat mich auch nicht schlauer gemacht.

    :?::?:

    Bakram

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    Buddhadasa hatte das mal sehr schön erklärt in "Sunnata - Die sanfte Heilung der spirituellen Krankheit"

    Piti ist demnach ein freudiges Erregtsein, wo noch keine wirkliche Ruhe eingekehrt ist, vergleichbar wie kurz vor einer achterbahnfahrt (auf die man sich freut ;) ). Vielleicht stelln sich die Nackenhaare auf. Und es soll sehr labil und zerbrechlich sein.

    Und Sukha ist nach Buddhadasa eher Glücklichsein ohne aufgeregtheit mit innerer Friedlichkeit und stabiler als Piti.

    Piti entsteht wohl vor Sukha. Wenn sich die aufgeregte Freude langsam legt und nur noch glückliche, friedliche Ruhe zurückbleibt, ist es zu Sukha geworden.

    Spreche leider nicht aus eigener Erfahrung (vermute ich, aber kann ich auch nicht zu 100% sagen)...

    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

  • Onyx9
    Gast
    • 20. Oktober 2012 um 20:41
    • #77

    Is auch egal.
    Aber da ist keine Gewissensunruhe. :|

    Mit der Unruhe des Geistes ist auch immer Gewissensunruhe,
    "man" unterscheidet gut und schlecht.
    Damit geht der Keks einher.

  • Sukha
    Gast
    • 20. Oktober 2012 um 21:05
    • #78

    Aus dem Wörterbuch:

    pīti f <skr prīti> Freude, Entzücken
    pīti-bhakkha Adj Freude genießend
    pīti-gamaniya Adj angenehm zu durchwandern
    pīti-mana Adj frohen Sinnes
    pīti-pamojja n Freude und Vergnügen
    pīti-pharaṇātā f Durchdrungensein von Freude
    pīti-sambojjhaṅga m Freude als Teil des Erwachens *
    pītiyā sarīraṃ den Körper mit Wonne erfüllen
    pīti-somanassa n Freude und Wohlgefühl
    pīti-sukha n Glück und Freude


    sukha <ved sukhá> I. Adj angenehm, behaglich, bequem; II. n Behagen, Wohlbefinden, Glück
    sukha-bhāgiya Adj am Glück teilhabend
    sukha-bhūmi f Grundlage des Wohlergehens
    sukha-dhamma m gute Verfassung, guter Zustand
    sukha-kāma Adj nach Glück verlangend
    sukhaṃ Adv Akk
    sukhaṃ seti bequem liegen
    sukha-nisinna Adj PP bequem sitzend
    sukha-paṭisaṃvedin Adj Glück empfindend
    sukha-ppatta Adj PP Glück erfahren habend, glücklich geworden
    sukha-sammata Adj PP als Glück angesehen od betrachtet
    sukha-samphassa Adj angenehm zu berühren
    sukha-samudaya m Ursprung des Glücks
    sukha-saññin Adj Glück erfahrend
    sukha-sayita Adj PP gut eingebettet
    sukhatthin Adj nach Glück strebend
    sukha-viharaṇa n, sukha-vihāra m angenehmes Leben
    sukha-vipāka Adj Glück zum Ergebnis habend, zum Glück führend
    sukha-yānaka n gut fahrender Wagen
    sukhāvaha Adj <skr ~> glückbringend
    sukhena Instr von sukha


    *

    Zitat

    Freude (pīti-sambojjhaṅga)

    Wie schon erwähnt, geht es nicht ohne ein Mindestmaß an Freude. Die Freude über das schon Erfahrene, die hoffnungsvolle Freude auf das Kommende sind immer wieder die Triebfeder, diesen Weg weiter zu gehen. Vor allem die Freude, die man in der Meditation erfahren kann, ist eine Triebfeder. Wer die vier Vertiefungen (jhāna) praktiziert, kennt den Zustand der allumfassenden Freude aus der 2. Vertiefung.

    Jhāna bedeutet: "Meditation, Versenkung, Vertiefung" in vier Stufen, wobei die vierte noch weitere Stufen enthält. Im weitesten Sinne gesprochen, ist jhāna ein durch intensive Konzentration auf ein einziges (geistiges oder körperliches) Objekt hervor gerufener Versenkungszustand des Geistes. Es handelt sich hierbei um vier Vertiefungen der feinkörperlichen Sphäre (rūpa-jhāna oder rūpavacāra-jhāna) und zusätzlich um vier unkörperliche Vertiefungen (arūpayatana / aruppa), die der vierten Vertiefung der feinkörperlichen Sphäre angehängt oder als fünfte Stufe bezeichnet werden.

    In vielen Lehrreden können wir folgenden Text lesen:

    1. Da, ihr Mönche, gewinnt der Mönch, den sinnlichen Dingen entrückt, frei von unheilsamen Geisteszuständen, die mit Gedankenfassung' (vitakka) und diskursivem Denken (vicāra) verbundene, in der Abgeschiedenheit geborene, von Verzückung und Glücksgefühl erfüllte erste Vertiefung.
    2. Nach Stillung von Gedankenfassung und diskursivem Denken aber gewinnt er den inneren Frieden, die Einheit des Geistes, die von Gedankenfassung und diskursivem Denken freie, in der Vertiefung (samādhi) geborene, von Freude (pīti) und Glücksgefühl (sukha) erfüllte zweite Vertiefung.
    3. Nach Aufhebung der Verzückung aber verweilt er gleichmütig, achtsam, klar bewusst, und er fühlt in seinem Innern jenes Glück, von dem die Edlen sprechen: Glückselig weilt der Gleichmütige, der Achtsame. Und so gewinnt er die dritte Vertiefung.
    4. Nach dem Schwinden von Wohlgefühl und Schmerz und durch Untergang des früheren Frohsinns und Trübsinns gewinnt er einen leidlosen, freudlosen Zustand, die gleichmütig/geistesgeklärte vierte Vertiefung.

    Nachfolgend werden meist noch die vier arūpa-jhānas, die unkörperlichen jhānas, die "überweltlichen" Vertiefungen beschrieben, wobei hier die erste davon als Beispiel angeführt wird:

    5. Durch völlige Überwindung der Körperlichkeitswahrnehmungen aber, das Schwinden der Rückwirkswahrnehmungen, das Nichterwägen der Vielheitswahrnehmungen, gewinnt er in der Vorstellung: 'Unendlich ist der Raum' das Raumunendlichkeitsgebiet.

    Das heißt, es handelt sich hier um einen Geisteszustand, der nur in der "meditativen Vertiefung" erreicht werden kann
    .

    Dies möge folgendes Zitat aus dem Saṃyutta-Nikāya 46.51 verdeutlichen:

    Was aber ist, ihr Mönche, die Nahrung, um das noch nicht erschienene Erwachungsglied Entzücken erscheinen und das erschienene sich weiter entfalten und reif werden zu lassen? Es gibt, ihr Mönche, das Erwachungsglied Entzücken fördernde Gedanken: was dabei an gründlicher Aufmerksamkeit sich ausbreitet, das ist die Nahrung, um das noch nicht erschienene Erwachungsglied Entzücken erscheinen und das erschienene sich weiter entfalten und reif werden zu lassen. Was aber ist, ihr Mönche, der Nahrungsentzug für das Erscheinen des noch nicht erschienenen Erwachungsgliedes Entzückens und für Entfaltung und Reifwerden des erschienen? Es gibt, ihr Mönche, Gedanken, die das Erwachungsglied Entzücken fördern: dazu keine Aufmerksamkeit ausbilden, das ist jener Nahrungsentzug für das Erwachungsglied Entzücken.

    Alles anzeigen
    Maybe Buddha:

    Piti ist demnach ein freudiges Erregtsein, wo noch keine wirkliche Ruhe eingekehrt ist, vergleichbar wie kurz vor einer achterbahnfahrt (auf die man sich freut ;) ). Vielleicht stelln sich die Nackenhaare auf. Und es soll sehr labil und zerbrechlich sein.

    Vorsicht mit der Schreibweise ;)
    piti-ghāta m, piti-vadha m Vatermord

    Pīti stellt sich im 1.-2. Jhana ein. Von Aufgeregtheit kann man da nicht sprechen, denn das erste Jhana ist gleich zu setzen mit der vollen Sammlung und da ist keine Aufgeregtheit mehr. Allerdings ist pīti dann ein wirkliches Verzücktsein, dass die Mundwinkel hoch gehen :) . Dies ist am Anfang überraschend und kann dann den "Übenden" ganz schnell raus aus der Sammlung bringen. Manche bleiben auch dort kleben, weil es so "nett" ist. Der Sprung vom 2. ins 3. Jhana ist für manche dann die Herausforderung schlechthin. Hat man pīti "überwunden", stellt sich eine gleichmütige Freude ein, die sich im 4. Jhana aber auch "verliert".

    Aber ob pīti oder sukha .... alles nur Umschreibungen von Dingen, die letztendlich nur erfahrbar sind. Am Ende sieht dann doch alles ganz anders aus, als man es sich vorgestellt hat :)

    ()

  • Elliot
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    • 20. Oktober 2012 um 22:33
    • #79
    Maybe Buddha:

    Piti entsteht wohl vor Sukha. Wenn sich die aufgeregte Freude langsam legt und nur noch glückliche, friedliche Ruhe zurückbleibt, ist es zu Sukha geworden.


    Ja, so ist es. Piti ist "kribbeliger", wogt mehr, ist aufregender, Sukha dagegen ist stiller, sanfter, satter, erfüllender, mehr emotionales Glück. Piti ist wie die helle Freude, jemanden vermissten endlich wiedergefunden zu haben, Sukha ist die erfüllende Glückseligkeit, mit demjenigen dann wieder beisammen zu sitzen. So in der Art.

    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • Onyx9
    Gast
    • 20. Oktober 2012 um 23:01
    • #80

    Wie kommst du darauf, Elliot ?

    ( Es stimmt, was du mit eigenen Worten beschreibst )

  • nibbuti
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    • 20. Oktober 2012 um 23:43
    • #81
    Elliot:

    Ja, so ist es. Piti ist "kribbeliger", wogt mehr, ist aufregender, Sukha dagegen ist stiller, sanfter, satter, erfüllender, mehr emotionales Glück. Piti ist wie die helle Freude, jemanden vermissten endlich wiedergefunden zu haben, Sukha ist die erfüllende Glückseligkeit, mit demjenigen dann wieder beisammen zu sitzen. So in der Art.


    Interessanter Vergleich, Elliot.

    Ich kenne Piti als Vorfreude, wie wenn ein Kind am Weihnachtsmorgen aus dem Bett springt um nach den Geschenken zu sehen. Jeder hat das mal erfahren, Jesus sagte: seid wie Kinder usw, aber es ist grob und im Körper verhaftet (auch ohne einen Anlass).

    Für Sukha habe ich noch keine passende Entsprechung in der Welt gefunden. Das geht darüber hinaus, aber es ist auch gestaltet und hat eine feine Unruhe. Wenn Sukha vergeht, bleibt noch Upekkha, und wenn Upekkha vergeht, bleibt eine nachhallende Stille.

    Dann ist der Geist sehr fein und eignet sich gut dazu Ursachen in einem größeren Rahmen analysieren & anzuwenden. Wenn selbst das vergeht, bleibt nur noch weiterüben: sind die übrigen Wegfaktoren vorhanden? Sind die 10 Fesseln noch vorhanden? Sind die 12 Kettenglieder am werkeln? usw.

    :)

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • Elliot
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    • 21. Oktober 2012 um 06:39
    • #82
    Onyx9:

    Wie kommst du darauf, Elliot ?


    Auf den Vergleich? Der ist mir so eingefallen bei dem Versuch, den Unterschied, aber auch den Zusammenhang zwischen pìti und sukha zu beschreiben, insbesondere beim Übergang von der zweiten zur dritten Vertiefung:

    Zitat

    ... Mit der Stillung der anfänglichen und anhaltenden Hinwendung des Geistes (zum Meditationsobjekt) tritt er in die zweite Vertiefung ein, die innere Beruhigung und Einheit des Herzens enthält, ohne anfängliche und anhaltende Hinwendung des Geistes, und verweilt darin, mit Verzückung und Glückseligkeit, die aus der Konzentration entstanden sind.

    Mit dem Verblassen der Verzückung, in Gleichmut verweilend, achtsam und wissensklar, voll körperlich erlebter Glückseligkeit, tritt er in die dritte Vertiefung ein, von der die Edlen sagen: 'Glückselig verweilt derjenige, der voll Gleichmut und Achtsamkeit ist', und verweilt darin. ...

    (Majjhima Nikāya 107: An Ganaka Moggallāna - Ganakamoggallāna Sutta)


    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • Maybe Buddha
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    • 21. Oktober 2012 um 08:52
    • #83

    Kukkucca = Gewissensbisse ...

    zählen zu unheilsamen Geistesfaktoren.

    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

  • SpringMode5708
    Gast
    • 21. Oktober 2012 um 12:05
    • #84

    Hallo,

    hier ein Auschnitt aus einem Dhamma-Vortrag zum Anupada Sutta.
    Es geht um die Freude und um's erste Jhana.
    Viel Vergnügen und einen schönen Sonntag noch :)

    Zitat

    ... Es gibt fünf Arten der Freude. Freude, dieGänsehaut entstehen lässt. Schwindet nach sehr kurzer Zeit. Freude, wie ein Blitz. Dauert etwas länger, ist sehr intensiv, schwindet dann auch. Freude wie, als wenn man im Ozean steht und Wellen der Freude einen überrollen. Das dauert etwas länger. Sehr angenehm.

    Diese drei Arten der Freude können jedem jederzeit widerfahren. Dafür braucht man kein Meditierender zu sein.
    Die nächsten beiden Arten der Freude entstehen nur durch geistige Entwicklung. (siehe auch ->)

    Wenn die Erleichterung kommt, die Erleichterung vom Loslassen des Leidens, vom nicht mehr Identifizieren mit dem Leiden, dann entsteht die Art von Freude, die nur dann entsteht, wenn man ins Jhana kommt. Wird als 'erhebende Freude' (uplifting joy) bezeichnet. Bei dieser Freude fühlt sich der Körper sehr leicht an, der Geist fühlt sich sehr leicht an. Es gibt da ein wenig Aufgeregtheit, ein "Das ist gut. Ich mag das."

    Es immer so, dass es immer ein Gefühl der Behaglichkeit und der Stille entsteht, nachdem eine der fünf Arten der Freude entstanden ist. Ein Gefühl der Behaglichkeit, wo die Freude wie kleine Wellen auf dem Wasser ist, wobei das Wasser aber still ist. Danach wird der Geist sehr friedvoll und sehr ruhig uns bleibt mit Leichtigkeit beim Meditationsobjekt. Da braucht's keine Anstrengung. Da können hier und da einzelne ablenkenden Gedanken kommen, aber die Achtsamkeit ist so scharf, das man sie erkennen kann. Manchmal hat's da auch einen vollständigen Gedanken, manchmal nur den Anfang davon. Man sieht es, lässt los, entspannt und kehrt zum Meditationsobjekt zurück und bleibt dort.

    Die nun letzte Art der Freude ist der Erwachungfaktor Freude. Wird "die alles durchdringende Freude" genannt (all pervading joy). Das ist ein wirklich angenehmes Gefühl, wie wenn es in jede Zelle des Körpers ausgegossen wird. Wie, wenn man eine Tasse mit Wasser füllt und es fließt und fließt und schließlich läuft es an allen Seiten über. So fühlt sich diese Freude an.

    Der Erwachungsfaktor Freude birgt keine große Aufregung in sich. 'Erhebende Freude' hat noch etwas Aufregung in sich. Fühlt sich gut an, aber man fühlt sich irgendwie zitternd, irgendwie bewegt. Hier aber, wenn man ins erste Jhana kommt, wird der Geist sehr ruhig und gesammelt. Das Denken, das Untersuchen, die Freude, das Angenehme, die Sammlung des Geistes - all die Zustände des ersten Jhana, geschehen nacheinander. Manchmal dauern sie nicht sehr lange, oftmals tun sie es aber doch.

    Diese Freude kann schon eine Weile dauern und kann sehr intensiv sein. In Burma unterrichtete ich mal einem Mönch Metta-Meditation und ihm entstand diese Freude. Tränen liefen ihm übers Gesicht. Er kam zu mir und meinte: "Ich habe viele Tränen". Ich sagte: "Gut. Halte sie nicht an, lass sie da sein". Er sagte: "Aber mein Gesicht fängt davon an, ein wenig unangenehm zu brennen und die Robe wird ganz nass. Was soll ich tun?" Ich sagte: "Besorg' Dir ein Handtuch und lass die Tränen fließen." Nach einem Tag hatte rote Streifen von den Tränen. Doch er war so glücklich, das es ihn nicht mehr kümmerte. "Wann hört das auf?" Fragte er. "Wann immer es aufhört."

    Wenn Freude entsteht, was ist dann mit dem Meditationsobjekt?
    Beginnt man, die Freude zu fokussieren, weil sie sich so gut anfühlt? Nein. Man lässt die Freude einfach da sein, denn sie ist nur eine Empfindung. Ist eine angenehme Empfindung, trotzdem nur eine Empfindung. Entspanne. Wenn der Geist zu Freude wandert kannst Du erkenne, was da ist, es da lassen, entspannen und zurück zu Meditationsobjekt kommen. Vergiss das nicht. Immer entspannen und zurück zu Meditationsobjekt! Versuche nicht zu kontrollieren oder die Dinge zu verändern. Erlaube ihnen zu sein. Es ist nur ein unangenehmes Gefühl. Man erlaubt dem unangenehmen Gefühl da zu sein. Genauso erlaubt man dem angenehmen Gefühl, da zu sein.

    Wenn also Freude entsteht, wird sie so lange da sein, wie sie da sein wird. Man bleibt beim Meditationsobjekt und die Freude verschwindet möglicherweise wieder. Wenn sie vergeht, entsteht im Körper ein sehr sehr starkes Empfinden von Behaglichkeit(comfort). Dies nannte der Buddha "Glück"(happiness), was der Buddha. Manchmal wird es mit Glückseligkeit(bliss) übersetzt. Da gibt es kaum Spannung im Körper, man fühlt sich behaglich. Der Geist einigt sich, kommt zusammen, bleibt sehr leicht und gut beim Meditationsobjekt.

    Während man im ersten Jhana ist, gibt es da noch andere Zustände. Kontakt, Körper, Empfindung, Wahrnehmung, Gedanken, Willen und Geist (und mehr). Die fünf Formationen sind da. Werden die Formationen zu dem Zeitpunkt vom Anhaften beeinflusst? Wenn ja, ist man nicht mehr im Jhana. Aber man sieht Zustände, sieht sie entstehen, dann sind sie da,dann vergehen sie. Nicht notwendigerweise und der Reihenfolge der Aufzählung, aber einer nach dem anderen. Manchmal bewegen sie sich. Das ist o.k. ...

    Quelle: Ehrw. Vimalaramsi Mahathera - MN#111 JUL 03 - ONE BY ONE AS THEY OCCURRED- ANUPADA SUTTAhttp://www.dhammasukha.org/Study/Talks/Tr…11-JUL03-TS.htm

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  • Maybe Buddha
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    • 21. Oktober 2012 um 13:24
    • #85
    Maybe Buddha:

    Kukkucca = Gewissensbisse ...

    zählen zu unheilsamen Geistesfaktoren.

    Zitat

    Reue über vergangene schlechte Taten vertreibt die Sorgen eines
    Menschen nicht. Bedauern und Gewissensbisse befreien nicht von
    schmerzhaften Konsequenzen. Solches Bedauern führt nur dazu, dass man
    kukkucca, eine andere Form eines unheilsamen Geisteszustandes entwickelt. Der
    richtige Weg, Gewissenbisse zu überwinden, ist zu vermeiden wieder schlechte
    Taten zu begehen, den festen Entschluss zu fassen, von akusala, schlechten
    Handlungen, Abstand zu nehmen.

    http://www.abhidhamma.de/Abhidhamma_Janaka_gesamt.pdf

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    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

  • SpringMode5708
    Gast
    • 21. Oktober 2012 um 23:21
    • #86
    Maybe Buddha:
    Maybe Buddha:

    Kukkucca = Gewissensbisse ... zählen zu unheilsamen Geistesfaktoren.

    Zitat

    Reue über vergangene schlechte Taten vertreibt die Sorgen eines Menschen nicht. Bedauern und Gewissensbisse befreien nicht von schmerzhaften Konsequenzen. Solches Bedauern führt nur dazu, dass man kukkucca, eine andere Form eines unheilsamen Geisteszustandes entwickelt.

    Der richtige Weg, Gewissenbisse zu überwinden, ist zu vermeiden wieder schlechte Taten zu begehen, den festen Entschluss zu fassen, von akusala, schlechten Handlungen, Abstand zu nehmen.http://www.abhidhamma.de/Abhidhamma_Janaka_gesamt.pdf


    Jo! Und was dabei hilft, finden wir hier:

    Zitat

    "Ebenso, Rāhula, nachdem du eine Handlung mit Körper, Sprache oder Geist ausgeführt hast, sollte eben diese von dir im Rückblick so reflektiert werden: 'Führt diese Handlung, zu meinem eigenen Leid, oder zum Leid anderer, oder zum Leid beider?

    War es eine unheilsame Handlung mit schmerzhaften Folgen, mit schmerzhaften Ergebnissen?' Falls du erkennst, während du sie im Rückblick reflektierst: 'Diese Handlung, führt zu meinem eigenen Leid, oder zum Leid anderer, oder zum Leid beider; es war eine unheilsame Handlung mit schmerzhaften Folgen, mit schmerzhaften Ergebnissen',

    dann solltest du eine solche Handlung bekennen, sie enthüllen und aufdecken, gegenüber dem Lehrer oder gegenüber deinen weisen Gefährten im heiligen Leben.

    Und nachdem du sie bekannt, enthüllt und aufgedeckt hast, solltest du dich in Zurückhaltung für die Zukunft üben. Aber falls du erkennst, während du sie im Rückblick reflektierst: 'Diese Handlung führt nicht zu meinem eigenen Leid, oder zum Leid anderer, oder zum Leid beider; es war eine heilsame Handlung mit angenehmen Folgen, mit angenehmen Ergebnissen', dann kannst du verzückt und froh verweilen, während du dich Tag und Nacht in heilsamen Zuständen übst."
    Rat an Rāhula bei Ambalaṭṭhikā

    Einmal editiert, zuletzt von SpringMode5708 (22. Oktober 2012 um 00:06)

  • Onyx9
    Gast
    • 21. Oktober 2012 um 23:53
    • #87

    Intesressant finde ich in diesem Zusammenhang das:

    Vorsicht christl. Mystik/ Eckhart :grinsen:

    Reue gibt es von doppelter Art.
    Die eine ist zeitlich und sinnlich,
    die andere göttlich und übernatürlich.
    Die zeitliche zerrt sich nur immer tiefer hinab ( auf Kukucca )
    in immer ärgere Pein und setzt einen Menschen
    in einen Jammer, als ob er stracks verzweifeln müsse.
    Da bleibt er stecken im Elend und kommt nicht vom FlecK:
    es wird nichts daraus ( akusala )

    Anders die göttliche Reue ( auf Gewissensunruhe ).
    Sobald nur im Menschen eine innere Missbiligung auftaucht,
    gleich erhebt er sich zu Gott und setzt sich,
    gegen jede Sünde ( unheilsames ) sorglich gewappnet
    in einen unerschütterlichen Willen.
    Von da erhebt er sich zu grenzenlosem Gottvertrauen
    und gewinnt eine grenzenlose Sicherheit.
    und hieraus entsteht eine geistige Freude,
    die die Seele heraushebt aus allem Jammer und Elend...

  • SpringMode5708
    Gast
    • 22. Oktober 2012 um 13:34
    • #88
    Onyx9:

    Intesressant finde ich in diesem Zusammenhang das: (Vorsicht christl. Mystik/ Eckhart :grinsen: )

    Reue gibt es von doppelter Art. Die eine ist zeitlich und sinnlich, die andere göttlich und übernatürlich. Die zeitliche zerrt sich nur immer tiefer hinab (auf Kukucca) in immer ärgere Pein und setzt einen Menschen in einen Jammer, als ob er stracks verzweifeln müsse. Da bleibt er stecken im Elend und kommt nicht vom FlecK: es wird nichts daraus (akusala)

    Anders die göttliche Reue (auf Gewissensunruhe). Sobald nur im Menschen eine innere Missbiligung auftaucht, gleich erhebt er sich zu Gott und setzt sich, gegen jede Sünde (unheilsames) sorglich gewappnet in einen unerschütterlichen Willen. Von da erhebt er sich zu grenzenlosem Gottvertrauen und gewinnt eine grenzenlose Sicherheit. und hieraus entsteht eine geistige Freude, die die Seele heraushebt aus allem Jammer und Elend...

    Und genau dazwischen fehlt noch die Verbindung zu den anderen Menschen.
    Gleich zu Gott abhauen reicht nicht aus, meine ich. Es kann ein Teil davon sein.
    Wer bei Gott auftauchen will, muß zuerst bei den Menschen eintauchen,
    der darf sich seinen Mit-Menschen offenbaren. Ehrlich, bereit und voller Vertrauen.

    Liebe Grüße :)

  • xxx
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    • 22. Oktober 2012 um 23:37
    • #89

    Hallo Onyx

    Onyx:

    Reue gibt es von doppelter Art.

    Wieso Reue ? Vergangenes ist vergangen:

    Maybe Buddha:

    Reue über vergangene schlechte Taten vertreibt die Sorgen eines
    Menschen nicht. Bedauern und Gewissensbisse befreien nicht von
    schmerzhaften Konsequenzen. Solches Bedauern führt nur dazu, dass man
    kukkucca, eine andere Form eines unheilsamen Geisteszustandes entwickelt. Der
    richtige Weg, Gewissenbisse zu überwinden, ist zu vermeiden wieder schlechte
    Taten zu begehen, den festen Entschluss zu fassen, von akusala, schlechten
    Handlungen, Abstand zu nehmen.

    Alles anzeigen


    Gruss Bakram

  • Onyx9
    Gast
    • 23. Oktober 2012 um 00:13
    • #90
    Mirco:


    Und genau dazwischen fehlt noch die Verbindung zu den anderen Menschen.
    Gleich zu Gott abhauen reicht nicht aus, meine ich. Es kann ein Teil davon sein.
    Wer bei Gott auftauchen will, muß zuerst bei den Menschen eintauchen,
    der darf sich seinen Mit-Menschen offenbaren. Ehrlich, bereit und voller Vertrauen.

    Liebe Grüße :)

    "Gott" ! -da schreibst du ja sehr idealistisch.
    Wem zum Teufel willst du von deinen Verfehlungen und deiner ( ernstgemeinten ? ) Reue erzählen
    und was erhoffst du dir davon ?
    Solche Sachen muß man schon mit sich selbst ausmachen; das nimmt einem niemand und das darf man
    auch niemandem aufhalsen.

  • Onyx9
    Gast
    • 23. Oktober 2012 um 00:19
    • #91

    @ bakram: vergangenes ist nicht vergangen, was es ist im hier und jetzt.
    ich versteh zwar deinen ansatz, aber er kann auch dazu führen, daß das was nicht ins licht des bewusstseins gehoben ist,
    im unterbewusstsein gärt. und dieser ansatz führt eigentlich immer dazu. :)

  • brigittefoe
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    • 23. Oktober 2012 um 10:11
    • #92
    Onyx9:

    @ bakram: vergangenes ist nicht vergangen, was es ist im hier und jetzt.
    ich versteh zwar deinen ansatz, aber er kann auch dazu führen, daß das was nicht ins licht des bewusstseins gehoben ist,
    im unterbewusstsein gärt. und dieser ansatz führt eigentlich immer dazu. :)

    Wenn ich einem Menschen Unrecht oder gar
    Gewalt angetan habe; so quält mich eine Gewissensunruhe.
    Jahrelang !
    Erst wenn ich REUE über meine getane, vergangene Tat empfinde
    (... und auch dementsprechend gelitten habe),
    versuche ich, das Opfer um Vergebung zu bitten.
    Erst dann, vergibt mir das Opfer, ist das üble Karma abgelöst
    und evtl. vergangen.

    LG

    Es ist eine wahre Schmach und Schande, daß wir Christen wie blinde Hühner umhergehen und nicht erkennen, was in uns ist und davon gar nichts wissen.
    Johannes Tauler

  • Elliot
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    • 23. Oktober 2012 um 10:13
    • #93
    Onyx9:

    Solche Sachen muß man schon mit sich selbst ausmachen; das nimmt einem niemand und das darf man auch niemandem aufhalsen.


    So absolut würde ich das nicht sagen. Je nach Art der Gewissensunruhe kann es manchmal durchaus hilfreich sein, sich des Wohlwollens, des Beistands, des Verständnisses und der Nachsicht beispielsweise eines "höheren Wesens" sicher sein zu können:

    Zitat

    "Wiederum, ihr Bhikkhus, besitzt da ein Bhikkhu Vertrauen, Sittlichkeit, Gelehrsamkeit, Großzügigkeit und Weisheit. Er hört, daß der Brahmā der Hunderttausend langlebig und schön ist und große Freuden genießt. Der Brahmā der Hunderttausend hat ein Weltensystem von hunderttausend Welten zugeneigt durchdrungen und er hat die Wesen, die dort wiedererschienen sind, zugeneigt durchdrungen. So wie ein Ornament aus feinstem Gold, von einem klugen Goldschmied besonders geschickt im Brennofen gewirkt, auf rotem Brokat liegend, glüht, leuchtet und funkelt, so ist der Brahmā der Hunderttausend darauf aus, ein Weltsystem von hunderttausend Welten zugeneigt durchdrungen und er hat die Wesen, die dort wiedererschienen sind, zugeneigt durchdrungen. Der Bhikkhu denkt: 'Ach, möge ich doch bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode im Gefolge des Brahmā der hunderttausend wiedererscheinen!' Er richtet seinen Geist darauf aus, lenkt ihn dort hin, entfaltet ihn. Diese Gestaltungen und dieses sein Verweilen, die so entfaltet und geübt wurden, führen dazu, daß er dort wiedererscheint. Dies, ihr Bhikkhus, ist der Pfad, der Weg, der dazu führt, daß er dort wiedererscheint." (Majjhima Nikāya 120: Wiedererscheinen durch Gestaltungen - Saṅkhārupapatti Sutta)


    Insofern rückt das eher christliche Konzept der Beichte oder einfach des "Herz Ausschüttens" von der Möglichkeit her sogar in den Bereich der Dhamma-Praxis:

    Zitat

    "... Mit dem Überwinden von Glück und Schmerz und dem schon früheren Verschwinden von Freude und Trauer, tritt da ein Bhikkhu in die vierte Vertiefung ein, die aufgrund von Gleichmut Weder-Schmerzhaftes-noch-Angenehmes und Reinheit der Achtsamkeit in sich hat, und verweilt darin. Er verweilt mit jenen Göttern, die in einer vollständig angenehmen Welt erschienen sind, und er spricht mit ihnen und tritt mit ihnen ins Gespräch. An jener Stelle ist eine vollständig angenehme Welt verwirklicht worden." (Majjhima Nikāya 79: Die kürzere Lehrrede an Sakuludāyin - Cūḷasakuludāyi Sutta)


    Sicher sind im buddhistischen Umfeld dann eher die verschiedenen transzendenten Bodhisattva-Wesen die üblicheren "Ansprechpartner", wenn es um Beistand geht, aber der Buddha selbst hatte beispielsweise im Brahmā Sahampati ja auch einen Vertrauten aus der Götterwelt, der ihm bei wichtigen Entscheidungen zu Seite gestanden hat.

    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • xxx
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    • 23. Oktober 2012 um 12:31
    • #94
    Onyx9:

    vergangenes ist nicht vergangen, was es ist im hier und jetzt.ich versteh zwar deinen ansatz, aber er kann auch dazu führen, daß das was nicht ins licht des bewusstseins gehoben ist,im unterbewusstsein gärt. und dieser ansatz führt eigentlich immer dazu.

    Das sind ja alles nur Gestaltungen, Konditionierungen, Phantasien des Egos.
    Deshalb ist ja Kensho (oder Vipassana-Meditation) wichtig. Das Erkennen der eigenen Natur, dazu gehört auch das Aufdecken unbewusster Inhalte (die sind ja schliesslich auch bedingt Entstanden) was zu deren verlöschen führt.

    Das gilt auch dafür:

    brigittefoe:

    Wenn ich einem Menschen Unrecht oder gar
    Gewalt angetan habe; so quält mich eine Gewissensunruhe.
    Jahrelang !
    Erst wenn ich REUE über meine getane, vergangene Tat empfinde
    (... und auch dementsprechend gelitten habe),
    versuche ich, das Opfer um Vergebung zu bitten.
    Erst dann, vergibt mir das Opfer, ist das üble Karma abgelöst
    und evtl. vergangen.

    Alles anzeigen

    In erster Linie muss man sich selbst verzeihen können, erst dann verschwindet Gewissensunruhe.

    Bakram

  • accinca
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    • 23. Oktober 2012 um 15:33
    • #95
    Zitat

    Anders die göttliche Reue ( auf Gewissensunruhe ).
    Sobald nur im Menschen eine innere Missbiligung auftaucht,
    gleich erhebt er sich zu Gott und setzt sich,
    gegen jede Sünde ( unheilsames ) sorglich gewappnet
    in einen unerschütterlichen Willen.
    Von da erhebt er sich zu grenzenlosem Gottvertrauen..

    Ja der Eckhart hat's mit "Gott" gehabt.
    Aber ich sage, wer reinen bzw. klaren Geistes ist der braucht
    keinen "Gott" um gegen "Sünden" gewappnet zu sein.

  • Onyx9
    Gast
    • 23. Oktober 2012 um 16:48
    • #96

    Sünde ist nichts anderes als Nivarana oder Klesha. Die Sünde ist bei Eckhart auch nichts böses.
    Und "Gott" ist bei Eckhart nicht der oder das, was in deiner Vorstellung bei diesem Wort auftaucht.
    Frei von allem Kreatürlichem, Nichts, Stille, Reinheit - so schrieb er über Gott.

    Natürlich muß man sich damit nicht beschäftigen,
    aber man kann wissen, daß eine unsinnige Trennung nur die Dualität verschärft
    und Stolz.

    Das kann man natürlich auch von den Hemmnissen sagen oder vom Gewissen oder von Reue,
    tatsächlich ist das alles Egokram. Es ist eben der samsarische, befleckte, unerlöste Geist.
    Trotzdem ist das ein "fettes Ding" ( Verblendung ). Wenn das nicht so wäre,
    könnte jeder "den Vorhang" einfach beiseite schieben, einfach selbstlos sein oder "einen Ziegel polieren".

    Wenn da ein fettes Hemmniss ist oder eine unheilsame Tat, findet man nicht in die Meditation.
    man muß das dann erst einmal klären. Wenn "sich selbst vergeben" genügt- gut,
    wenn nicht, braucht es andere Dinge.

    Dazu gehört aber nicht das sich selbst verletzen, Brigitte. Denn auch das ist eine unheilsame Tat. :)

  • Onyx9
    Gast
    • 23. Oktober 2012 um 16:58
    • #97

    bakram: "Das sind ja alles nur Gestaltungen, Konditionierungen, Phantasien des Egos.
    Deshalb ist ja Kensho (oder Vipassana-Meditation) wichtig. Das Erkennen der eigenen Natur, dazu gehört auch das Aufdecken unbewusster Inhalte (die sind ja schliesslich auch bedingt Entstanden) was zu deren verlöschen führt."


    "Nur" ist gut; der Körper ist schließlich auch eine Gestaltung aus Begehren heraus.
    Willst du sagen, du könntest ihn einfach ablegen, so wie man eine Fanatsie ablegt ?

    Kensho ist ein Durchbruch der Erkenntnis; Vipassana ist ein "längerer Vorgang".
    Im Kensho oder Satorie kommt nichts Unbewusstes mehr zum Vorschein; es ist schon geklärt.
    Im Vipassana- ja, ebenso im Zazen; auch Fehlhaltungen kommen da zum Vorschein -
    oder : Verfehlungen :|

  • Sukha
    Gast
    • 23. Oktober 2012 um 17:01
    • #98
    brigittefoe:

    so quält mich eine Gewissensunruhe.
    Jahrelang !

    Und wem bringt das was außer für Dich nicht heilsame Gedanken und Geistesunruhe?
    Wozu führt Geistesunruhe?

    brigittefoe:

    Erst dann, vergibt mir das Opfer, ist das üble Karma abgelöst

    Karmisch gesehen, hast Du sogar noch eines drauf gesetzt, anstatt es "abgelöst".

    Vergangenes kann man nicht ändern, man kann nur versuchen es in Zukunft besser zu machen.
    Geisetsunruhe ist aber für das "besser machen" in der Zukunft kontraproduktiv, da dadurch die Achtsamkeit flöten geht, um es eben beim nächsten Mal besser machen zu können.
    Achtsamkeit die es braucht um früh genug eingreifen zu können, wenn mal wieder unheilsame Gedanken aufsteigen (der Gedanke ist die Tat).

    ()

  • Dorje Sema
    Gast
    • 23. Oktober 2012 um 17:40
    • #99

    der gegenwärtige Gedanke ist die Tat.
    Geboren aus vergangenem zum zukünftigem werdend, um dann Gegenwart werdend zu sein !

    Ich hätte theoretisch auch folgendes schreiben können:
    Der Gedanke welcher in der Vergangenheit geboren wurde, wird zu gefühlter erlebter nachfühlbarer gegenwärtiger Wirklichkeit, um dann in Zukunft tatsächlich so Wirklich/ Tatsächlich, gedacht wie gefühlt Gegenwärtig erlebt so zu erscheinen. _ Wie wirklich ist die Wirklichkeit_ ?

    añjalī अञ्जलि
    Dorje Sema

  • xxx
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    • 23. Oktober 2012 um 18:37
    • #100
    Onyx9:

    der Körper ist schließlich auch eine Gestaltung aus Begehren heraus.

    Eine bestimmte Gestaltung ja, aber nicht aus Begehren heraus. (ich weiss, gewisse "Buddhisten" hegen diese Fantasie um sich Wiedergeburt vorzustellen).

    Onyx:

    Willst du sagen, du könntest ihn [den Körper] einfach ablegen, so wie man eine Fanatsie ablegt ?

    Warum wohl kommt der Wasserbüffel mit dem Schwanz nicht durchs Fenster ? (Mummokan 38)

    Gruss Bakram

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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