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Gradualismus und Subitismus

  • Grund
  • 16. August 2012 um 06:33
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  • Elliot
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    • 19. August 2012 um 17:29
    • #76
    Grund:

    Woher die Kommentatoren das immer wissen, ne? Na egal, Hauptsache das Lehrdogma ist wieder zurechtgebogen.


    Eben. Von nichts kommt halt nichts, weder graduell noch subito. Das wäre ja Daoismus.

    Viele Grüße
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    • 19. August 2012 um 17:34
    • #77
    Elliot:

    Eben. Von nichts kommt halt nichts, weder graduell noch subito.


    Stimmt, auch wenn nichts als eingebildetes "etwas" fantasiert wird. Es kommt nichts raus (was nicht vorher schon da war, weswegen es ja nicht rauskommen kann, weils schon da ist).

    Elliot:


    Das wäre ja Daoismus.


    Damit kenn ich mich nun nicht aus. Könnte aber sein, dass das eine weitere Heilslehre ist. 8)

  • Elliot
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    • 19. August 2012 um 17:46
    • #78
    Grund:

    Es kommt nichts raus (was nicht vorher schon da war, weswegen es ja nicht rauskommen kann, weils schon da ist).


    Stimmt.

    Zitat

    "Zeigen will ich euch, ihr Mönche:
    ...
    das Unverwelkliche, (ajajjara)
    das Bleibende, (dhuva)
    das Unauflösliche, (apalokita)
    das Unsichtbare, (anidassana)
    ...
    das Eiland (dīpa)
    ...
    das andere Ufer, das Ziel, das Ende (parāyana)

    und den dorthin führenden Pfad."

    (Anāsavādi Sutta, Samyutta Nikaya 43)

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    Viele Grüße
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    • 19. August 2012 um 17:57
    • #79

    Ja, nun wollen wir uns aber erst mal mit dem Pfad befassen ... ihr werdets dann schon selber sehen ... womit wir wieder bei der Heilslehre sind. 8)

  • Elliot
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    • 19. August 2012 um 18:06
    • #80
    Grund:

    ... womit wir wieder bei der Heilslehre sind.


    Genau, das ist der springende Punkt: Die Lehren, um die es zumindest in diesem Forum geht, sind alles Heilslehren oder erheben zumindest den Anspruch, welche zu sein. Egal, ob sie graduell, subitiv oder auch im Gewand "da ist nichts" oder "alle sind schon immer erleuchet" oder wie auch immer daherkommen. Und das war früher ja auch nicht anders:

    Zitat

    ... "Und was, Freund, ist die Herzensbefreiung durch Leerheit? Da erwägt ein Bhikkhu, der in den Wald oder zum Fuße eines Baumes oder in eine leere Hütte gegangen ist: 'Dies ist leer von einem Selbst oder von etwas, das einem Selbst gehört'. Dies wird Herzensbefreiung durch Leerheit genannt." ...(http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m043z.html)


    Viele Grüße
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  • Grund
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    • 19. August 2012 um 18:17
    • #81
    Elliot:
    Grund:

    ... womit wir wieder bei der Heilslehre sind.


    Genau, das ist der springende Punkt: Die Lehren, um die es zumindest in diesem Forum geht, sind alles Heilslehren oder erheben zumindest den Anspruch, welche zu sein. Egal, ob sie graduell, subitiv oder auch im Gewand "da ist nichts" oder "alle sind schon immer erleuchet" oder wie auch immer daherkommen.


    Ja, das wurde im Thread Heilslehren behandelt. Hier ging es ja eigentlich um die Begrifflicheiten Gradualismus und Subitismus. 3 Aspekte wurden von mir bisher angesprochen: 1. Gradualismus und Subitismus als Heilslehren, 2. Gradualismus und Subitismus als "Großreinemache" (Aufräumen mit der Träumerei, weil es nichts zu erreichen gibt) und 3. kann man Traditionen Gradualismus und Subitismus zurordnen? Letzteres habe ich beantwortet mit "Alle Traditionen sind gradualistisch, auch jene denen hin und wieder Subitismus angedichtet wird." Dabei habe ich erwähnt, dass es subitistische Sutten gibt, was dir aber aus dogmatischen Gründen nicht gefallen hat und weswegen wir uns hier seitdem im Kreise drehen.
    8)

  • mukti
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    • 19. August 2012 um 18:53
    • #82
    Elliot:


    Hier steht etwas dazu:

    Zitat

    ... In the time of Kassapa Buddha, when the Buddha's teachings were fading from the minds of men, Bāhiya was one of seven monks who climbed a rock, determined not to leave it until they had attained their goal. Their leader became an arahant and the second an anāgāmī - passing into the Suddhāvāsa world; the rest were reborn in this age as Pukkusāti, Kumāra Kassapa, Dabba-Mallaputta, Sabhiya and Bāhiya. Although Bāhiya had kept the precepts in previous births, he had never given a bowl or a robe to a monk. ...

    ... Im Zeitalter von Buddha Kassapa, als die Lehren langsam aus dem Bewusstsein der Menschen schwanden, war Bāhiya einer von sieben Mönchen, die auf einen Felsen geklettert waren, entschlossen, ihn nicht wieder zu verlassen, bevor sie ihr Ziel erreicht hatten. Ihr Anführer wurde ein Arahant, der zweite ein Anāgāmī, der in der Suddhāvāsa-Welt wiedererschien. Die anderen wurden in diesem Zeitalter wiedergeboren als Pukkusāti, Kumāra Kassapa, Dabba-Mallaputta, Sabhiya und Bāhiya. Obwohl Bāhiya die Übungsregeln in vorhergehenden Leben eingehalten hatte, hatte er doch niemals selbst einem Mönch eine Schale oder eine Robe gespendet ...

    (http://www.palikanon.com/namen/b/baahiya.htm)


    Viele Grüße
    Elliot

    Danke :)

    Mit Metta, mukti.


  • Elliot
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    • 19. August 2012 um 19:28
    • #83
    Grund:

    Ja, das wurde im Thread Heilslehren behandelt. Hier ging es ja eigentlich um die Begrifflicheiten Gradualismus und Subitismus. 3 Aspekte wurden von mir bisher angesprochen: 1. Gradualismus und Subitismus als Heilslehren,...


    Hier in diesem Forum geht es ja ohnehin nur um Heilslehren.

    Grund:

    ... 2. Gradualismus und Subitismus als "Großreinemache" (Aufräumen mit der Träumerei, weil es nichts zu erreichen gibt) ...


    Das habe ich immer nocht nicht verstanden. Soll Gradualismus im Gegensatz zu Subitismus stets als "Großreinemache" verstanden werden? Oder umgekehrt? Oder meintest Du, es gibt Heilslehren, die grundsätzlich als "Großreinemache" erscheinen, wobei manche eher subituistisch, andere eher gradualistisch daherkommen?

    Grund:

    ... und 3. kann man Traditionen Gradualismus und Subitismus zurordnen? Letzteres habe ich beantwortet mit "Alle Traditionen sind gradualistisch, auch jene denen hin und wieder Subitismus angedichtet wird."


    Da kann ich nur zu sagen, dass die Lehre im Palikanon explizit gradualistisch erscheint.

    Grund:

    Dabei habe ich erwähnt, dass es subitistische Sutten gibt, was dir aber aus dogmatischen Gründen nicht gefallen hat und weswegen wir uns hier seitdem im Kreise drehen.


    Naja, ich habe Kommentare und andere Texte aufgetan, die die subitistischen Verheissungen dieser Sutten zumindest relativieren. Wie schon gesagt gehe ich davon aus, dass sich durchaus verschiedene Vertreter von Heilslehren um Anhänger bemüht haben und alle ihre Texte in irgendeiner Weise auf die Bedürfnisse und Wunschvorstellungen ihrer Zuhörer abgestellt haben und dabei dem Subitismus gegenüber dem Gradualismus - mal mehr, mal weniger - den Vorrang gegeben haben. Aber der Tenor im Palikanon geht ganz klar in Richtung Gradualismus:

    Zitat

    "In gleicher Weise, Prinz, gibt es diese fünf Kampfesglieder. Welche fünf? Da hat ein Bhikkhu Vertrauen, er setzt sein Vertrauen folgendermaßen in die Erleuchtung des Tathāgata: 'Jener Erhabene ist ein Verwirklichter, ein vollständig Erleuchteter, vollkommen im wahren Wissen und erhaben im Verhalten, vollendet, Kenner der Welten, unvergleichlicher Meister bezähmbarer Menschen, Lehrer himmlischer und menschlicher Wesen, ein Erwachter, ein Erhabener.'" "Darüber hinaus ist er frei von Krankheit und Gebrechen und besitzt eine gute Verdauung, die weder zu kühl, noch zu warm ist, sondern mittel, und die ihn in die Lage versetzt, die Anspannung des Bemühens zu ertragen." "Darüber hinaus ist er ehrlich und aufrichtig, und er präsentiert sich dem Lehrer und seinen Gefährten im heiligen Leben so, wie er tatsächlich ist." "Darüber hinaus ist er energetisch beim Überwinden unheilsamer Geisteszustände und beim Übernehmen heilsamer Geisteszustände, er ist gefestigt, er entfaltet sein Bemühen mit Festigkeit und Beharrlichkeit im Entwickeln heilsamer Geisteszustände." "Darüber hinaus ist er weise, er besitzt Weisheit in Bezug auf Entstehen und Vergehen, die edel und durchdringend ist und zur völligen Vernichtung von Dukkha führt. Dies sind die fünf Kampfesglieder." "Prinz, wenn ein Bhikkhu, der diese fünf Kampfesglieder besitzt, auf einen Tathāgata trifft, um von ihm geschult zu werden, dann könnte er sieben Jahre verweilen, bis er hier und jetzt durch eigene Verwirklichung mit höherer Geisteskraft in das höchste Ziel des heiligen Lebens eintritt, für das Männer aus guter Familie zu Recht von zu Hause fort in die Hauslosigkeit ziehen. Aber von sieben Jahren ganz zu schweigen, Prinz. ...


    Vielleicht wollten sie auch einfach nicht jeden dabei haben?

    Viele Grüße
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  • Grund
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    • 19. August 2012 um 19:33
    • #84
    Elliot:

    Da kann ich nur zu sagen, dass die Lehre im Palikanon explizit gradualistisch erscheint. ... Aber der Tenor im Palikanon geht ganz klar in Richtung Gradualismus:


    So wie sie von der Theravada-Tradition interpretiert wird sicher. Die hat ja auch ein Eigeninteresse dran, dass es so gesehen wird - alle Traditionen haben ein Eigeninteresse dran, dass ihre Lehre gradualistisch verstanden wird.

    Elliot:


    Vielleicht wollten sie auch einfach nicht jeden dabei haben?


    Das ist sozusagen die Natur von Traditionen, dass sie sich abgrenzen von anderen und es ist auch ihr gutes Recht. 8)

  • Elliot
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    • 19. August 2012 um 20:58
    • #85

    Vielleicht ist es auch einfach ein pragmatischer Grund. Solche Geschichten wie die von Bahiya sind halt auch sehr zweischneidig. Zum einen werden Zuhörer motiviert, die sonst vielleicht denken würden: "Diese ganze Mühe, diese Disziplin, diese unermüdliche Anstrengung, der Verzicht auf Annehmlichkeiten und das womöglich jahrelang ... das wäre nichts für mich". Die sehen dann: "Sieh an, unter bestimmten Voraussetzungen kann alles also auch sehr schnell und einfach gehen".

    Mindestens ebenso groß ist aber die Gruppe derjenigen, die dann auf die Idee kommen: "Sieh an, unter bestimmten Voraussetzungen kann alles also auch sehr schnell und einfach gehen. Sicher ist das bei mir der Fall, denn mit diesen einfältigen Gemütern die sich da unverständigweise abmühen kann ich schlichtweg nicht verglichen werden." Und die wandern dann 'hauslos' umher und wundern sich, warum sie von anderen, die diese ihre Fehleinschätzung nicht teilen, nicht so recht ernst- und angenommen werden.

    Zitat

    "Also, ihr Bhikkhus, liegt der Nutzen dieses heiligen Lebens nicht in Zugewinn, Ehre und Ruhm, oder im Erlangen von Sittlichkeit, oder im Erlangen von Konzentration, oder in Wissen und Schauung. Sondern es ist diese unerschütterliche Herzensbefreiung [4], die das Ziel dieses heiligen Lebens ist, sein Kernholz und sein Ende."(http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m029z.html)


    Viele Grüße
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    Elliot

  • BangoSkank
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    • 20. August 2012 um 00:20
    • #86

    Dass es einen reinen Subitismus gäben könnte, kann ich mir schwer Vorstellen.
    Vielleicht gibt es Individuen die tatsächlich im Vergleich zu anderen eine ungewöhnlich Auffassungsgabe besitzen,
    reif genug sind um nur durch einen kleinen Schubser brauchen, in Form eines Hinweises, damit die Glühbirne anspringt.
    Falls sowas möglich sein sollte, ist es vermutlich eher selten der Fall. Denke auch,
    dass so eine Sichtweise von sich selbst eher zu ‘‘Selbsttäuschung“ und damit im ungünstigsten Fall zu einem toten Ende führt.

    Wenn es z.B. darum geht zu erkennen, dass es kein Ich gibt, könnte man annehmen es würde in einem einzigen Hauruck geschehen.
    Aber ist das wirklich so einfach? Kann es sein, dass man z.B. gewisse Aspekte unseres Daseins Durchleuchtet
    und damit der Ich-Illusion ihre Festigkeit genommen hat,
    es jedoch auf einer subtileren Ebene doch noch ein Festhalten irgendeiner Form von Inhärenz vorhanden ist?

    Irgendwie scheint es schon erkennbar zu sein, ein Ich wäre nicht zu finden. Aber trotzdem ist da vielleicht so eine vage Befürchtung,
    dass es vielleicht da doch noch etwas geben könnte. Da trägt jemand einen Gürtel und hält diesen für eine Schlange,
    was ja nicht stimmt. Trotzdem hat er noch nicht seine gesamte Furcht verloren, er ist sich nicht zu 100 % sicher,
    dass dieser Gürtel doch keine Schlange ist.

    Es könnte sein, dass man z.B. einen Einblick in die Nondualität hatte, die sich auf die Abwesenheit von Gedanken bezieht,
    es jedoch nur temporär war. Also nur eine Erfahrung und währenddessen werden die anderen Sinneswahrnehmungen immer noch dual gesehen.
    Investigation und Kontemplation würden hier auf einer graduellen Weise jeden Aspekt unserer Realität durchleuchten.
    Durch diese Art von Praxis, würde man die Erfahrungen wiederholen und intensivieren bis es schließlich im Subitismus mündet wie ich ihn verstehe,
    als eine Realisation.
    Kein Zugewinn von irgendetwas, sondern eine unerschütterliche Erkenntnis, in etwas was schon immer gültig war.
    Der Unterschied zwischen der vorangegangenen Erfahrung und dieser Realisation ist, dass dieses Wissen nicht mehr verschwinden kann,
    da es einfach zu offensichtlich ist. Der Gürtel war noch nie eine Schlange, es war immer nur ein Gürtel. :idea:

    Ob man es als Heilslehre (im Sinne eines gedanklichen Luftschlosses, das auf Konzepten basiert) verkennt und sich darin verirrt liegt in der eigenen Verantwortung. Da muss man schon ehrlich zu sich ‘‘selbst‘‘ sein.

    "Zufriedenheit bedeutet, aufzuhören nach ihr zu jagen" "Alles was sich Beobachten lässt, bist nicht du"

  • Grund
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    • 20. August 2012 um 07:40
    • #87
    Elliot:

    Vielleicht ist es auch einfach ein pragmatischer Grund. Solche Geschichten wie die von Bahiya sind halt auch sehr zweischneidig. Zum einen werden Zuhörer motiviert, die sonst vielleicht denken würden: "Diese ganze Mühe, diese Disziplin, diese unermüdliche Anstrengung, der Verzicht auf Annehmlichkeiten und das womöglich jahrelang ... das wäre nichts für mich". Die sehen dann: "Sieh an, unter bestimmten Voraussetzungen kann alles also auch sehr schnell und einfach gehen".

    Mindestens ebenso groß ist aber die Gruppe derjenigen, die dann auf die Idee kommen: "Sieh an, unter bestimmten Voraussetzungen kann alles also auch sehr schnell und einfach gehen. Sicher ist das bei mir der Fall, denn mit diesen einfältigen Gemütern die sich da unverständigweise abmühen kann ich schlichtweg nicht verglichen werden." Und die wandern dann 'hauslos' umher und wundern sich, warum sie von anderen, die diese ihre Fehleinschätzung nicht teilen, nicht so recht ernst- und angenommen werden.


    Ach, ich schätze den Pragmatismus und die Abwesenheit von dogmatischer Prinzipienreiterei, welche dem Buddha nachgesagt werden, sehr. Also würde ich dann doch auch empfehlen, so mit den Instruktionen für den Bahiya umzugehen. Wenn jemand nicht mal weiß, wie diese Instruktionen in die Praxis umzusetzen sind, was soll dann die Diskussion darüber?
    Wenn aber jemand weiß, wie diese Instruktionen umzusetzen sind, dann richte man sich einfach danach:

    Zitat

    Geht, Kálámer, nicht nach Hörensagen, nicht nach Überlieferungen, nicht nach Tagesmeinungen, nicht nach der Autorität heiliger Schriften, nicht nach bloßen Vernunftgründen und logischen Schlüssen, nicht nach erdachten Theorien und bevorzugten Meinungen, nicht nach dem Eindruck persönlicher Vorzüge, nicht nach der Autorität eines Meisters! Wenn ihr aber, Kálámer, selber erkennt: 'Diese Dinge sind heilsam, sind untadelig, werden von den Verständigen gepriesen, und, wenn ausgeführt und unternommen, führen sie zu Segen und Wohl', dann, o Kálámer, möget ihr sie euch zu eigen machen.


    Den Absatz mit dem Tadel kann man in diesem Falle weglassen, denn der Buddha hat's ja nicht getadelt, sondern dem Bahiyer empfohlen.


    8)

  • Elliot
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    • 20. August 2012 um 09:21
    • #88
    Grund:

    Ach, ich schätze den Pragmatismus und die Abwesenheit von dogmatischer Prinzipienreiterei, welche dem Buddha nachgesagt werden, sehr.


    Immerhin sagst Du 'nachgesagt' und doch nicht: Von wem.

    Grund:

    Also würde ich dann doch auch empfehlen, so mit den Instruktionen für den Bahiya umzugehen.


    Das sind die Instruktionen:

    Zitat

    "Was das betrifft, Bāhiya, so hast du dich also in dieser Weise zu üben, daß alles das, was du siehst, hörst, denkst und dessen du dir bewußt wirst, ausschließlich nur als Gesehenes, Gehörtes, Gedachtes und Bewußtgewordenes zu gelten hat. In dieser Weise also, Bāhiya, hast du dich zu üben. Insofern nun, Bāhiya, alles das, was du siehst, hörst, denkst, oder dessen du dir bewußt wirst, für dich ausschließlich nur als Gesehenes, Gehörtes, Gedachtes oder Bewußtgewordenes gilt, gehörst du weder dem Hienieden, noch dem Jenseits an, noch auch dem, was innerhalb beider liegt; eben dies ist das Ende des Leidens. (http://palikanon.com/khuddaka/ud_seidenst/ud_01.htm)

    Grund:

    Wenn jemand nicht mal weiß, wie diese Instruktionen in die Praxis umzusetzen sind, was soll dann die Diskussion darüber?


    Jedenfalls halte ich es für eine eher unvernünftige Idee, a) Instruktionen, die offenbar für eine ganz bestimmte Person in einer ganz bestimmten Situation gedacht sind, b) nur sehr knapp formuliert sind und daher c) jede Menge Interpretationsspielraum lassen, d) auf die eigene Person und Situation zu beziehen und e) dann nach Gutdünken zu interpretieren.

    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

    Einmal editiert, zuletzt von Elliot (20. August 2012 um 09:24)

  • Grund
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    • 20. August 2012 um 09:24
    • #89
    Elliot:

    ...e) dann nach Gutdünken zu interpretieren.


    Gutdünken wird hier zum Ausdruck gebracht:

    Zitat

    Geht, Kálámer, nicht nach Hörensagen, nicht nach Überlieferungen, nicht nach Tagesmeinungen, nicht nach der Autorität heiliger Schriften, nicht nach bloßen Vernunftgründen und logischen Schlüssen, nicht nach erdachten Theorien und bevorzugten Meinungen, nicht nach dem Eindruck persönlicher Vorzüge, nicht nach der Autorität eines Meisters! Wenn ihr aber, Kálámer, selber erkennt: 'Diese Dinge sind heilsam, sind untadelig, werden von den Verständigen gepriesen, und, wenn ausgeführt und unternommen, führen sie zu Segen und Wohl', dann, o Kálámer, möget ihr sie euch zu eigen machen.

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    • 20. August 2012 um 09:26
    • #90
    Zitat

    So sprach der Erhabene. Zufrieden freuten sich jene Mönche über das Wort des Erhabenen. Während aber diese Lehrdarlegung stattgefunden hatte, wurden die Herzen der 1.000 Mönche ohne Hangen von den Trieben erlöst.

    http://palikanon.com/samyutta/sam35_030.html#s35_28

    8)

  • Elliot
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    • 20. August 2012 um 09:28
    • #91

    Gut, dann bleibt für Dich aufzuzeigen, dass wenn "alles das, was du siehst, hörst, denkst, oder dessen du dir bewußt wirst, für dich ausschließlich nur als Gesehenes, Gehörtes, Gedachtes oder Bewußtgewordenes gilt" in "Dinge" mündet, von denen gilt: 'Diese Dinge sind heilsam, sind untadelig, werden von den Verständigen gepriesen, und, wenn ausgeführt und unternommen, führen sie zu Segen und Wohl'.

    Viele Grüße
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    • 20. August 2012 um 09:29
    • #92
    Elliot:

    Gut, dann bleibt für Dich aufzuzeigen, dass wenn "alles das, was du siehst, hörst, denkst, oder dessen du dir bewußt wirst, für dich ausschließlich nur als Gesehenes, Gehörtes, Gedachtes oder Bewußtgewordenes gilt" in "Dinge" mündet, von denen gilt: 'Diese Dinge sind heilsam, sind untadelig, werden von den Verständigen gepriesen, und, wenn ausgeführt und unternommen, führen sie zu Segen und Wohl'.


    Wie meint du das "dann bleibt für Dich aufzuzeigen"? 8)

  • Elliot
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    • #93
    Grund:
    Zitat

    So sprach der Erhabene. Zufrieden freuten sich jene Mönche über das Wort des Erhabenen. Während aber diese Lehrdarlegung stattgefunden hatte, wurden die Herzen der 1.000 Mönche ohne Hangen von den Trieben erlöst.

    http://palikanon.com/samyutta/sam35_030.html#s35_28


    Ja, das ist auch so eine subitistisch anmutende "Abkürzung":

    Zitat

    So sehend, ihr Mönche, findet der erfahrene edle Jünger nichts daran. Nichts daran findend, wird er entreizt. Durch die Entreizung wird er erlöst: 'Im Erlösten ist die Erlösung' erkennt er: 'Versiegt ist die Geburt, vollendet der Brahma-wandel, gewirkt das Werk, nichts Höheres gibt es über dieses hier' versteht er da".(http://palikanon.com/samyutta/sam35_030.html#s35_28)


    Das wäre aber ohne Probleme auch erst einmal vereinbar mit der Gleichgültigkeit des Haushälters:

    Zitat

    "Was sind darin die sechs Arten des Gleichmuts, die auf dem Haushälterleben beruhen? Wenn man mit dem Auge eine Form sieht, steigt Gleichmut in einem törichten, verwirrten Weltling auf, in einem nicht unterrichteten Weltling, der seine Grenzen nicht überwunden hat, oder der die Folgen (der Handlung) nicht überwunden hat, und der der Gefahr gegenüber blind ist. Solcher Gleichmut transzendiert die Form nicht; deshalb wird er als Gleichmut, der auf dem Haushälterleben beruht, bezeichnet [3]."

    "Wenn man mit dem Ohr einen Klang hört, steigt Gleichmut in einem törichten, verwirrten Weltling auf, in einem nicht unterrichteten Weltling, der seine Grenzen nicht überwunden hat, oder der die Folgen (der Handlung) nicht überwunden hat, und der der Gefahr gegenüber blind ist. Solcher Gleichmut transzendiert den Klang nicht; deshalb wird er als Gleichmut, der auf dem Haushälterleben beruht, bezeichnet."

    "Wenn man mit der Nase einen Geruch riecht, steigt Gleichmut in einem törichten, verwirrten Weltling auf, in einem nicht unterrichteten Weltling, der seine Grenzen nicht überwunden hat, oder der die Folgen (der Handlung) nicht überwunden hat, und der der Gefahr gegenüber blind ist. Solcher Gleichmut transzendiert den Geruch nicht; deshalb wird er als Gleichmut, der auf dem Haushälterleben beruht, bezeichnet."

    "Wenn man mit der Zunge einen Geschmack schmeckt, steigt Gleichmut in einem törichten, verwirrten Weltling auf, in einem nicht unterrichteten Weltling, der seine Grenzen nicht überwunden hat, oder der die Folgen (der Handlung) nicht überwunden hat, und der der Gefahr gegenüber blind ist. Solcher Gleichmut transzendiert den Geschmack nicht; deshalb wird er als Gleichmut, der auf dem Haushälterleben beruht, bezeichnet."

    "Wenn man mit dem Körper ein Berührungsobjekt fühlt, steigt Gleichmut in einem törichten, verwirrten Weltling auf, in einem nicht unterrichteten Weltling, der seine Grenzen nicht überwunden hat, oder der die Folgen (der Handlung) nicht überwunden hat, und der der Gefahr gegenüber blind ist. Solcher Gleichmut transzendiert das Berührungsobjekt nicht; deshalb wird er als Gleichmut, der auf dem Haushälterleben beruht, bezeichnet."

    "Wenn man mit dem Geist ein Geistesobjekt erfährt, steigt Gleichmut in einem törichten, verwirrten Weltling auf, in einem nicht unterrichteten Weltling, der seine Grenzen nicht überwunden hat, oder der die Folgen (der Handlung) nicht überwunden hat, und der der Gefahr gegenüber blind ist. Solcher Gleichmut transzendiert das Geistesobjekt nicht; deshalb wird er als Gleichmut, der auf dem Haushälterleben beruht, bezeichnet. Dies sind die sechs Arten des Gleichmuts, die auf dem Haushälterleben beruhen." (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m137z.html)

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    Es gibt aber mehr zu tun:

    Zitat

    Wenn man von einem angenehmen Gefühl berührt wird, falls man sich dann daran ergötzt, es willkommen heißt und daran hängenbleibt, dann liegt die Neigung zur Begierde zugrunde. Wenn man von einem schmerzhaften Gefühl berührt wird, falls man dann bekümmert ist, trauert und klagt, weint, sich die Brust schlägt und zerrüttet wird, dann liegt die Neigung zur Abneigung zugrunde. Wenn man von einem weder-schmerzhaften-noch-angenehmen Gefühl berührt wird, falls man dann den Ursprung, das Verschwinden, die Befriedigung, die Gefahr und das Entkommen in Bezug auf jenes Gefühl nicht der Wirklichkeit entsprechend versteht, dann liegt die Neigung zur Unwissenheit zugrunde.

    Ihr Bhikkhus, daß man hier und jetzt Dukkha ein Ende bereiten wird, ohne die Neigung zur Begierde nach angenehmem Gefühl zu überwinden, ohne die Neigung zur Abneigung gegenüber schmerzhaftem Gefühl zu vernichten, ohne die Neigung zur Unwissenheit in Bezug auf weder-schmerzhaftes-noch-angenehmes Gefühl auszurotten, ohne Unwissenheit zu überwinden und wahres Wissen zu erwecken - dies ist unmöglich." (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m148z.html)


    Und weil das so unmöglich ist, wird auch gesagt wie es stattdessen geht:

    Zitat

    "Freund Visākha, völlig abgeschieden von Sinnesvergnügen, abgeschieden von unheilsamen Geisteszuständen, tritt da ein Bhikkhu in die erste Vertiefung ein, die von anfänglicher und anhaltender Ausrichtung des Geistes begleitet ist, und verweilt darin, mit Verzückung und Glückseligkeit, die aus der Abgeschiedenheit entstanden sind. Damit verläßt er die Begierde, und dem liegt keine Neigung zur Begierde zugrunde."

    "Da erwägt ein Bhikkhu folgendermaßen: 'Wann werde ich jenes Gebiet betreten und darin verweilen, das die Edlen jetzt betreten, in dem sie jetzt verweilen?' In jemandem, der auf diese Weise Sehnsucht nach der höchsten Erlösung entwickelt, steigt Trauer bedingt durch jene Sehnsucht auf. Damit verläßt er die Abneigung, und dem liegt keine Neigung zur Abneigung zugrunde."

    "Mit dem Überwinden von Glück und Schmerz und dem schon früheren Verschwinden von Freude und Trauer, tritt ein Bhikkhu in die vierte Vertiefung ein, die aufgrund von Gleichmut Weder-schmerzhaftes-noch-Angenehmes und Reinheit der Achtsamkeit in sich hat, und verweilt darin. Damit verläßt er die Unwissenheit, und dem liegt keine Neigung zur Unwissenheit zugrunde."(http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m044z.html)


    Dann erst kann es wirklich dazu kommen:

    Zitat

    So sehend, ihr Mönche, findet der erfahrene edle Jünger nichts daran. Nichts daran findend, wird er entreizt. Durch die Entreizung wird er erlöst:...


    Und so wird aus dem Subitismus ein Gradualismus, um nicht zu sagen: Eine Aufgabe, die nicht allein durch das kultivieren von Gleichgültigkeit bewältigt wird.

    Viele Grüße
    Elliot

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    Elliot

    2 Mal editiert, zuletzt von Elliot (20. August 2012 um 09:48)

  • Elliot
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    • 20. August 2012 um 09:47
    • #94
    Grund:

    Wie meint du das "dann bleibt für Dich aufzuzeigen"? 8)


    Im Kalamer Sutta wird doch von "Dingen" gesprochen, für die gilt: 'Diese Dinge sind heilsam, sind untadelig, werden von den Verständigen gepriesen, und, wenn ausgeführt und unternommen, führen sie zu Segen und Wohl'. Was sind diese Dinge dort?

    Viele Grüße
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    • 20. August 2012 um 09:49
    • #95
    Elliot:
    Grund:


    Ja, das ist auch so eine subitistisch anmutende "Abkürzung":

    Zitat

    So sehend, ihr Mönche, findet der erfahrene edle Jünger nichts daran. Nichts daran findend, wird er entreizt. Durch die Entreizung wird er erlöst: 'Im Erlösten ist die Erlösung' erkennt er: 'Versiegt ist die Geburt, vollendet der Brahma-wandel, gewirkt das Werk, nichts Höheres gibt es über dieses hier' versteht er da".(http://palikanon.com/samyutta/sam35_030.html#s35_28)


    Das wäre aber ohne Probleme auch erst einmal problemlos vereinbar mit der Gleichgültigkeit des Haushälters:


    Man kann da rauslesen was man will, das ist schon richtig. Der Punkt ist jedoch, entweder ich lasse die Sutte so wie sie da steht oder ich konstruiere Zusammenhänge 8)

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    • 20. August 2012 um 09:50
    • #96
    Elliot:
    Grund:

    Wie meint du das "dann bleibt für Dich aufzuzeigen"? 8)


    Im Kalamer Sutta wird doch von "Dingen" gesprochen, für die gilt: 'Diese Dinge sind heilsam, sind untadelig, werden von den Verständigen gepriesen, und, wenn ausgeführt und unternommen, führen sie zu Segen und Wohl'. Was sind diese Dinge dort?


    Ja, was sind diese Dinge wohl? 8)

  • Elliot
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    • 20. August 2012 um 09:51
    • #97
    Grund:

    Ja, was sind diese Dinge wohl? 8)


    Ja, das steht doch sicherlich im Kalamer-Sutta drin, oder nicht?

    Viele Grüße
    Elliot

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    • 20. August 2012 um 09:51
    • #98
    Elliot:
    Grund:

    Ja, was sind diese Dinge wohl? 8)


    Ja, das steht doch sicherlich im Kalamer-Sutta drin, oder nicht?

    Viele Grüße
    Elliot

    Zitat

    "Was das betrifft, Bāhiya, so hast du dich also in dieser Weise zu üben, daß alles das, was du siehst, hörst, denkst und dessen du dir bewußt wirst, ausschließlich nur als Gesehenes, Gehörtes, Gedachtes und Bewußtgewordenes zu gelten hat. In dieser Weise also, Bāhiya, hast du dich zu üben. Insofern nun, Bāhiya, alles das, was du siehst, hörst, denkst, oder dessen du dir bewußt wirst, für dich ausschließlich nur als Gesehenes, Gehörtes, Gedachtes oder Bewußtgewordenes gilt, gehörst du weder dem Hienieden, noch dem Jenseits an, noch auch dem, was innerhalb beider liegt; eben dies ist das Ende des Leidens. (http://palikanon.com/khuddaka/ud_seidenst/ud_01.htm)

  • Elliot
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    • 20. August 2012 um 09:58
    • #99
    Grund:

    Man kann da rauslesen was man will, das ist schon richtig. Der Punkt ist jedoch, entweder ich lasse die Sutte so wie sie da steht oder ich konstruiere Zusammenhänge 8)


    Gut, dann bleibt es Dir überlassen, für Dich selbst zu entscheiden, ob Deine "Entreizung" wirklich über die in Saḷāyatanavibhaṅga Sutta (MN 137) beschriebene Haushälter-Gleichgültigkeit hinausgeht, oder nicht. Und ob Du bei Deiner Selbstdiagnose dann auch diesen Umstand berücksichtigst, oder ignorierst:

    Zitat

    "Es gibt einen Pfad, Ānanda, einen Weg zum Überwinden der fünf niedrigeren Fesseln; daß irgendjemand, ohne zu jenem Pfad, zu jenem Weg zu gelangen, die fünf niedrigeren Fesseln kennen oder sehen oder überwinden wird - dies ist nicht möglich. Wenn da ein großer Baum voller Kernholz steht, so ist es nicht möglich, daß irgendjemand sein Kernholz schneiden wird, ohne durch seine Rinde und sein Weichholz zu schneiden, ebenso gibt es einen Pfad, einen Weg zum Überwinden der fünf niedrigeren Fesseln; daß irgendjemand, ohne zu jenem Pfad, zu jenem Weg zu gelangen, die fünf niedrigeren Fesseln kennen oder sehen oder überwinden wird - dies ist nicht möglich." ...

    "Und was, Ānanda, ist der Pfad, der Weg zur Überwindung der fünf niedrigeren Fesseln? In Abgeschiedenheit von jeglicher Vereinnahmung [4], mit der Überwindung unheilsamer Geisteszustände, mit der völligen Stillung körperlicher Trägheit tritt da ein Bhikkhu ganz abgeschieden von Sinnesvergnügen, abgeschieden von unheilsamen Geisteszuständen, in die erste Vertiefung ein, die von anfänglicher und anhaltender Hinwendung des Geistes begleitet ist, und verweilt darin, mit Verzückung und Glückseligkeit, die aus der Abgeschiedenheit entstanden sind." ... (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m064z.html)


    Viele Grüße
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    Einmal editiert, zuletzt von Elliot (20. August 2012 um 10:02)

  • Elliot
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    • 20. August 2012 um 10:01
    • #100
    Grund:
    Elliot:


    Ja, das steht doch sicherlich im Kalamer-Sutta drin, oder nicht?

    "Was das betrifft, Bāhiya, so hast du dich also in dieser Weise zu üben,...


    Nein, nicht Bāhiya. Was steht im Kalamer-Sutta über die Dinge: 'Diese Dinge sind heilsam, sind untadelig, werden von den Verständigen gepriesen, und, wenn ausgeführt und unternommen, führen sie zu Segen und Wohl'. Was sind diese Dinge dort? Im Kalamer-Sutta, nicht bei Bāhiya.

    Viele Grüße
    Elliot

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    Elliot

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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