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  1. Buddhaland Forum
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  3. Allgemeines zum Buddhismus

Karma als Belohnungs- und Bestrafungssystem

  • Onda
  • 1. August 2012 um 20:13
  • Zum letzten Beitrag
  • ChangPuerk
    Gast
    • 3. August 2012 um 08:00
    • #101

    Wenn man eine Schuld eines Wesens an seinem Leid sehen will ist die Bereitschaft zu helfen weniger groß

  • Onda
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    • 3. August 2012 um 08:01
    • #102
    Mascha:
    Onda:

    Zudem eignet es sich als Argument für die Notwendigkeit sittlichen Verhaltens.


    Und ebenso gut als Argument für Selbstverantwortung - you got the choice.

    Ja, das auch, wobei es auch hier auf die Qualität des Argumentes ankommt. Strafandrohung ist im Arsenal der sittlichen Erziehungsmittel ein sehr schlichtes und nicht unbedingt effizientes Instrument. Im (buddhistischen) Idealfall ist sittliches Verhalten spontaner Ausfluss von Mitgefühl und beruht nicht auf Angst vor Bestrafung (oder auf Hoffnung auf Belohnung).

    LG
    Onda

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

  • Mascha
    Gast
    • 3. August 2012 um 08:06
    • #103

    Oda, so empfinde ich im buddhistischen Kontext nicht. So empfand ich nur im christlichen Kontext, der für mich damit 'verbrannt' ist für lange Zeit.

    Ehrlich gesagt kann ich es auch nicht richtig nachfühlen, wie man die Folge auf eine Handlung als Bestrafung empfinden kann, wenn es keinen Bestrafer gibt? Nur sozusagen logische Konsequenz auf dein Verhalten.

    Hier mit Schuld, Strafe, Belohnung zu argumentieren, kommt mir sehr identifiziert vor... wie wenn meine Kids z.B. sauer sind, weil es grad regnet, obwohl sie doch grad raus gehen wollten ;)

  • mukti
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    • 3. August 2012 um 08:07
    • #104
    Mabuttar:

    Sollten die Ursachen situationsgerecht erforscht werden oder mit religiösem Aberglauben verallgemeinert werden ?

    Nehmen wir eine behinderte Geburt, z. B. den Contergan Skandal. Er konnte aufgeklärt werden weil nach den Ursachen geforscht werden durfte und diese ausgeschaltet wurden. Ein Karma- Aberglauben hätte eher an die Bevölkerung appelliert die religiöse Ethik weiter zu verfolgen und hätte den Skandal als "halt Schicksal" abtun können ohne dass es eine Abschaffung gebe.

    Soll nun wirklich die Ursache eines früher gelebten Wesens eine Contergan Behinderung verursacht haben, dass jetzt wiedergeboren wurde ? Absurd
    Diese menschliche Gerechtigkeitsfantasie bringt viel Leid.

    Natürlich solte die unmittelbare Ursache erforscht werden. Das Karmagesetz muss nicht notwendig zu Fatalismus führen, im Gegenteil, wer hilft, macht gutes Karma.
    Wenn jemand nach eingehender Untersuchung aller Aspekte dem Karmagedanken nichts abgewinnen kann, sei ihm das gegönnt. Wer zum gegenteiligen Ergebnis kommt, der muss sich nicht religiösen Aberglauben vorwerfen lassen.
    Befasst man sich nicht gründlich damit, kann es zu Vor-Urteilen oder zu Fatalismus kommen. Letztlich sind doch beide Annahmen (Karma oder Zufall) nicht endgültig beweisbar, so wie geltende wissenschaftliche Theorien nur auf Wahrscheinlichkeit beruhen.

    Mit Metta, mukti.


  • mukti
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    • 3. August 2012 um 08:12
    • #105
    ChangPuerk:
    mukti:


    Wer das so sieht, mag das nicht unterstützen. Man kann es aber auch ganz anders sehen, und für mich ist es Selbstverantwortung, die Schuld, bzw. Ursache meines Schicksals, alleine bei mir selber zu sehen. Nichts und Niemand anderes ist dafür verantwortlich, damit besteht kein Grund für Hass, Rache, hadern mit einer ungerechten Welt, verzweifeln an einem angeblich guten Gott, usw. "Eigner und Erben der Taten sind die Wesen".
    Übrigens kann niemand einem Kind oder sonst jemand helfen, wenn es das Schicksal nicht zulässt. Das bedeutet nicht dass man es nicht versuchen solte.

    Ja vielleicht ist das ja dein naechstes Leben.Ein verkrüppelltes Kind in einem <>Armutsviertel der Welt.
    Und andere die so denken genauso.
    Ist nur eine Theorie.
    Zu Selbstverantwortlichkeit

    Kann schon sein dass das mein nächstes Leben ist, das hat nichts damit zu tun wie ich darüber denke, allenfalls damit, wie ich in früheren Leben darüber gedacht und dadurch Handlungen gesetzt habe die schlechtes Karma bewirken. Zunehmende Selbstverantwortlichkeit wird jedenfalls schlechtes Karma immer mehr verhindern, das liegt doch auf der Hand.

    Mit Metta, mukti.


    Einmal editiert, zuletzt von mukti (3. August 2012 um 08:18)

  • Geronimo
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    • 3. August 2012 um 08:12
    • #106

    Ich verstehe auch noch nicht so ganz, warum manche von euch sagen das es das nicht geben kann, wo ihr doch noch garnicht wissen könnt ob es das nicht geben kann. Welchen Nutzen hat das, etwas auszuschließen, das sich genauso gut auch einfach nur dem momentanen Horizont entziehen könnte.

    Der Buddha hatte doch mit allem was wir bisher persönlich nachprüfen konnten recht. Warum sollte er hier auf einmal etwas erfinden, nur um für ein bisschen Frieden auf Erden zu sorgen?

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • Onda
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    • 3. August 2012 um 08:13
    • #107
    Mascha:

    Ehrlich gesagt kann ich es auch nicht richtig nachfühlen, wie man die Folge auf eine Handlung als Bestrafung empfinden kann, wenn es keinen Bestrafer gibt? Nur sozusagen logische Konsequenz auf dein Verhalten.

    Hier mit Schuld, Strafe, Belohnung zu argumentieren, kommt mir sehr identifiziert vor... wie wenn meine Kids z.B. sauer sind, weil es grad regnet, obwohl sie doch grad raus gehen wollten ;)

    »Da ist, Mallikā, ein Weib jähzornig und äußerst erregbar. Wenn man ihr auch nur das geringste sagt, wird sie ärgerlich, gerät in Zorn und Wut, ist eigensinnig, legt Verstimmung, Groll und Mißtrauen an den Tag. Weder Asketen noch Priestern spendet sie Speise und Trank, Kleidung, Wagen, Blumen, Wohlgerüche, Balsam und das Nötige an Lagerstatt, Wohnung und Beleuchtung. Sie ist neidisch gesinnt, beneidet die anderen um das, was ihnen an Geschenken, Hochschätzung, Achtung, Ehre, Verehrung und Huldigung zuteil wird, sie ist eifersüchtig (*1) und mißgünstig. Sollte sie nun nach dem Tode zu dieser Welt zurückkehren, so wird sie, wo auch immer sie wiedergeboren wird, häßlich sein, von unschöner Gestalt, gar übel aussehen, und sie wird arm und dürftig sein, ohne Vermögen und Macht.
    (…)

    Ich sehe hier ähnliche Argumentationsmuster wie im Christentum.
    Und: Strafe kann es auch ohne Bestrafer geben.
    Onda

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

  • Geronimo
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    • 3. August 2012 um 08:14
    • #108
    ChangPuerk:

    Wenn man eine Schuld eines Wesens an seinem Leid sehen will ist die Bereitschaft zu helfen weniger groß

    Das sehe ich überhaupt nicht so. Wenn man ein helfendes Herz hat, dann macht das keinen Unterschied wie jemand in eine Notsituation gekommen ist.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • Mascha
    Gast
    • 3. August 2012 um 08:21
    • #109
    Onda:


    Ich sehe hier ähnliche Argumentationsmuster wie im Christentum.
    Und: Strafe kann es auch ohne Bestrafer geben.
    Onda

    Wenn du drauf bestehst ;)

    bitteschön!

  • mukti
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    • 3. August 2012 um 08:22
    • #110
    Geronimo:
    ChangPuerk:

    Wenn man eine Schuld eines Wesens an seinem Leid sehen will ist die Bereitschaft zu helfen weniger groß

    Das sehe ich überhaupt nicht so. Wenn man ein helfendes Herz hat, dann macht das keinen Unterschied wie jemand in eine Notsituation gekommen ist.

    Ausserdem ist man noch mehr motiviert zu helfen, wenn man sich zugleich selber hilft, weil das heilsame Auswirkungen auf das künftige Schicksal hat. Menschen ohne helfendes Herz werden dann also trotzdem helfen.

    Mit Metta, mukti.


  • Sukha
    Gast
    • 3. August 2012 um 08:31
    • #111
    Onda:

    Bedingtes Entstehen ist der Oberbegriff.
    Karma eine Unterform davon.

    Klar Onda. Man pickt sich das raus was genehm ist und lässt einfach in der Entstehungskette was weg :)

    Die Formel der Bedingten Entstehung lautet in Kürze:

    Durch (1.) Unwissenheit (avijjā) bedingt sind (2.) die Karmaformationen (sankhāra), dadurch (3.) das Bewußtsein (viññāna), dadurch (4.) das Körperliche und Geistige (nāma-rūpa), dadurch (5.) die sechs Grundlagen (āyatana) der geistigen Vorgänge, dadurch (6.) der Bewußtseinseindruck (phassa), dadurch (7.) das Gefühl (vedanā), dadurch (8.) das Begehren, dadurch (9.) das Anhaften (upādāna), dadurch (10.) der Werdeprozeß (bhava), durch den (karmischen) Werdeprozeß (11.) die (Wieder-)Geburt (jāti), dadurch (12.) Altern und Sterben usw. (jarā-marana usw.).

    Onda:

    Strafe kann es auch ohne Bestrafer geben.

    Es gibt keine Strafen und Belohnungen. Von wem oder was auch.

    Eines folgt aus dem Anderen. Mehr nicht. Saat und Ernte.

    ()

  • Geronimo
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    • 3. August 2012 um 08:41
    • #112
    Sukha:

    Eines folgt aus dem Anderen. Mehr nicht. Saat und Ernte.

    ()

    :)

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • Onda
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    • 3. August 2012 um 08:47
    • #113
    Sukha:


    Es gibt keine Strafen und Belohnungen. Von wem oder was auch.

    »Da ist, Mallikā, ein Weib jähzornig und äußerst erregbar. Wenn man ihr auch nur das geringste sagt, wird sie ärgerlich, gerät in Zorn und Wut, ist eigensinnig, legt Verstimmung, Groll und Mißtrauen an den Tag. Weder Asketen noch Priestern spendet sie Speise und Trank, Kleidung, Wagen, Blumen, Wohlgerüche, Balsam und das Nötige an Lagerstatt, Wohnung und Beleuchtung. Sie ist neidisch gesinnt, beneidet die anderen um das, was ihnen an Geschenken, Hochschätzung, Achtung, Ehre, Verehrung und Huldigung zuteil wird, sie ist eifersüchtig (*1) und mißgünstig. Sollte sie nun nach dem Tode zu dieser Welt zurückkehren, so wird sie, wo auch immer sie wiedergeboren wird, häßlich sein, von unschöner Gestalt, gar übel aussehen, und sie wird arm und dürftig sein, ohne Vermögen und Macht.

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

  • Ji'un Ken
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    • 3. August 2012 um 08:52
    • #114
    Onda:

    ..... Sollte sie nun nach dem Tode zu dieser Welt zurückkehren, so wird sie, wo auch immer sie wiedergeboren wird, häßlich sein, von unschöner Gestalt, gar übel aussehen, und sie wird arm und dürftig sein, ohne Vermögen und Macht.

    Du siehst das offensichtlich als Strafe. Jemand anderes sieht es als Folge im Sinne von Ursache und Wirkung.
    Ein Pfund Salz in einen Liter Suppe und die Suppe ist versalzen.

  • ChangPuerk
    Gast
    • 3. August 2012 um 09:01
    • #115
    Geronimo:

    Ich verstehe auch noch nicht so ganz, warum manche von euch sagen das es das nicht geben kann, wo ihr doch noch garnicht wissen könnt ob es das nicht geben kann. Welchen Nutzen hat das, etwas auszuschließen, das sich genauso gut auch einfach nur dem momentanen Horizont entziehen könnte.

    Der Buddha hatte doch mit allem was wir bisher persönlich nachprüfen konnten recht. Warum sollte er hier auf einmal etwas erfinden, nur um für ein bisschen Frieden auf Erden zu sorgen?


    Weil alles was du siehst und in deinem Geist hast eine Illusion sein kann.

    Es gibt Hirnforscher die berichteten das in einer Selbstvertiefung alles mögliche gesehen werden kann.Neue Realitäten die aber nur auf Speichertätigkeiten des Gehirns zurückzuführen sind.

    Das tiefe Selbst von John C.Lilly ist das eine interessante Lektüre

  • Onda
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    • 3. August 2012 um 09:03
    • #116
    Ji'un Ken:
    Onda:

    ..... Sollte sie nun nach dem Tode zu dieser Welt zurückkehren, so wird sie, wo auch immer sie wiedergeboren wird, häßlich sein, von unschöner Gestalt, gar übel aussehen, und sie wird arm und dürftig sein, ohne Vermögen und Macht.

    Du siehst das offensichtlich als Strafe. Jemand anderes sieht es als Folge im Sinne von Ursache und Wirkung.
    Ein Pfund Salz in einen Liter Suppe und die Suppe ist versalzen.

    Der Oberbegriff ist Ursache & Wirkung
    Tat und Strafe ist ein Sonderfall von Bedingtem Entstehen.
    Karma im obigen Zitat folgt ganz offensichtlich diesem Muster von Tat & Strafe.

    Onda

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

  • mukti
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    • 3. August 2012 um 09:05
    • #117
    ChangPuerk:


    Es gibt Hirnforscher die berichteten das in einer Selbstvertiefung alles mögliche gesehen werden kann.Neue Realitäten die aber nur auf Speichertätigkeiten des Gehirns zurückzuführen sind.

    Das beweist nicht dass es kein Karmagesetz gibt.

    Mit Metta, mukti.


  • Ji'un Ken
    Gast
    • 3. August 2012 um 09:08
    • #118
    Onda:
    Ji'un Ken:

    ....Tat und Strafe ist ein Sonderfall von Bedingtem Entstehen.
    Karma im obigen Zitat folgt ganz offensichtlich diesem Muster von Tat & Strafe.

    Onda


    Das ist dein Empfinden und hat als solches seine Berechtigung. Ich empfinde es nicht so.

  • Sukha
    Gast
    • 3. August 2012 um 09:09
    • #119
    Onda:


    Karma im obigen Zitat folgt ganz offensichtlich diesem Muster von Tat & Strafe.

    Onda

    Nein.

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    • 3. August 2012 um 09:10
    • #120
    Ji'un Ken:
    Onda:


    Das ist dein Empfinden und hat als solches seine Berechtigung. Ich empfinde es nicht so.


    Dieses Empfinden ist doch ein gutes Beispiel dafür ... für Gewohnheit 8)

  • ChangPuerk
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    • 3. August 2012 um 09:11
    • #121
    mukti:
    ChangPuerk:


    Es gibt Hirnforscher die berichteten das in einer Selbstvertiefung alles mögliche gesehen werden kann.Neue Realitäten die aber nur auf Speichertätigkeiten des Gehirns zurückzuführen sind.

    Das beweist nicht dass es kein Karmagesetz gibt.


    Genau.Nichts kann sowieso bewiesen werden.
    Lilly hat das auch nicht als Thema.

    Er beschreibt nur das er neue Realitäten erschaffen konnte.

    Vielleicht waren sie ja auch wirklich real.

  • Grund
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    • 3. August 2012 um 09:12
    • #122
    mukti:

    Das beweist nicht dass es kein Karmagesetz gibt.


    Das beweist dass es keinen Beweis gibt. 8)

  • Ji'un Ken
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    • 3. August 2012 um 09:19
    • #123
    Grund:

    ...Dieses Empfinden ist doch ein gutes Beispiel dafür ... für Gewohnheit 8)

    Meinst du mit Gewohnheit, dass wir etwas empfinden oder wie wir etwas empfinden?

  • Grund
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    • 3. August 2012 um 09:20
    • #124
    Ji'un Ken:
    Grund:

    ...Dieses Empfinden ist doch ein gutes Beispiel dafür ... für Gewohnheit 8)

    Meinst du mit Gewohnheit, dass wir etwas empfinden oder wie wir etwas empfinden?

    Sowohl als auch 8)

  • malsehen
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    • 3. August 2012 um 09:45
    • #125

    Ich würde gerne die »Strafe und Belohnung« erst ein mal einen Moment zurückstellen wollen.

    Ursache und Wirkung, Handeln und Ergebnis, Actio und Reactio sind ja Metaphern, die da etwas neutraler daherkommen.

    Verantwortung
    Bewusstheit über Ursache und Wirkung erzeugt Verantwortungsgefühl für das eigene Handeln. Dafür muss die Wirkung in einem Wertekanon mit einem spezifischen Wert belegt werden. Je nachdem wie die Wirkung in einem Wertekanon bewertet ist, ensteht prinzipiell auch eine andere »Richtung« dieser Verantwortung. Ein Kanon, der als Beispiel Klauen als heilsam kodiert, wird eine andere Richtung der Verantwortung in sich entwickeln, als bei der »klassischen« Kodierung der Handlung »Klauen«.

    Wertekanon
    Es mag sein, dass es eine Art archetypischen »guten« Wertekanon im Menschen gibt. Dieser ist ggf. unvollständig. Er ist verdeckt von widersprüchlichen Erfahrungen, Ängsten und Unsicherheiten. Es gibt da ja immer wieder schöne Bilder zu dem, was da als Samen im Menschen angelegt ist, und was man tun kann, um diesen Samen zu einer blühenden Pflanze zu kultivieren.
    Als Stütze, Richtlinie, Hilfe bei der persönlichen Ausrichtung definieren die Heilslehren, die ich kenne, einen sehr vergleichbaren Kanon von anzustrebenden Wirkungen und von zu vermeidenden Wirkungen. Ich spreche bewusst von Wirkungen und nicht Handlungen, weil sich die Handlungsanweisungen durchaus schon unterscheiden.

    Überhöhung
    Aus welchem Grund auch immer findet typischerweise eine Überhöhung des Imperativs zur Übernahme der Verantwortung statt. Eine tendentiell eher christliche wäre das Prinzip der Androhung einer Konsequenz. In einer Form, die dem so Bedrohten nachvollziehbar unangenehm ist. Das nennt man auch Strafe. Diese Überhöhung ist eine Form der Strafandrohung. Die Frage, ob Strafe ohne Bestrafer existent ist, halte ich dabei für müßig. Allein die Tatsache, dass es in bestimmten Systemen keine dem Menschen überlegene Instanz (Gott) gibt, mindert nicht die Wahrnehmung des von der Strafe Bedrohten »Oh, wenn ich mich nicht richtig verhalte, werde ich leiden«. Eine Karma-Formulierung kann diese Instanz für den Bedrohten ebenso darstellen. Beispiele sind in Zitaten in diesem Thread bereits angefügt.
    Eine weitere Überhöhung des Prnzips ist das Postulat der karmischen Wirkung über das eigene Leben hinaus. Im Grunde ein alter Hut. Es gibt Wirkungen, die wir übernehmen und es gibt Handlungen, die nach unserem Tod Wirkungen zeigen werden. Rein aus der Tatsache, dass ich Sohn und Vater bin, ist mir das z.B. schmerzlich bewusst.

    Warum die Überhöhungen?
    Es ist nun in meiner Wahrnehmung so, dass es Menschen gibt, die sich vor ihrer Verantwortung »drücken«. Selbst, wenn ihnen der Appell von anderen oder rein im Erleben begegnet. Das ist zum Teil verständlich (Überforderung), zum Teil egoistisch, zum Teil Ignoranz, u.a.m. Die Hoffnung ist die, dass eine entsprechende Überhöhung des Appells hier die Wirkung erzielen kann, die in einem »offeneren« Menschen ggf. früher, direkter, konsequenter einsetzt. Überhöhungen einer Forderung steigern schlicht den Druck, sich dem Postulat zu stellen. Sei es durch Konsequenzandrohung, sei es durch Formulierung einer im Wirken des Karma im Reinkarantionsprinzip größeren Unausweichlichkeit (»…versuch ruhig, dich zu drücken, dann ereilt es dich eben später …«)

    Sind die Überhöhungen notwendig?
    Ich möchte für meinen Teil sagen: Nein. Ich möchte meine Verantwortung für mein Sein – auch in einem meine Lebensspanne übergreifenden Zeitraum – gerne annehmen und entdecken, ohne eine weitere Überhöhung. Ich erkenne jedoch durchaus an, dass es Menschen gibt, die diese Überhöhung brauchen. Und ich denke das wertfrei. Meine Annahme des Prinzips ist nicht freier, schöner, besser als die von denen, die über die Überhöhung dazu kommen.

    Können die Überhöhungen negativ wirken?
    Definitv ja. Konsequenzandrohung und das agieren aus Frucht davor kann verhindern, dass ich mich in der Auseinandersetung mit dem Kerngedanken befreie. Es ist nicht unmöglich, aber der Impuls steht dem entgegen. Die lebensspannen-übergreifende Überhöhung kann in der Annahme eines übermächtigen Schicksals zu schrägen Ansichten führen, wie z.B. zu einem eigenartigen Fatalismus.

    Was tun?
    Es vielschichtiger betrachten, als es scheint. Das Prinzip Karma führt zur Übernahme von Verantwortung. Es ist also ein Bild, eine Geschichte, aus der wir eine Positionierung von uns selbst ableiten können. Die Frage ist also nicht, wie sehr wir das Bild in den Räumen unserer Herzen aufhängen, sondern wie sehr wir uns von dem, was das Bild uns sagen will, in eben diesem Herz bewegen lassen. Die Vielfalt der Impulse und Deutungen zu einem Bild sind wunderbar, wenn sie diese Beweglichkeit auch nur in einem Leser anstoßen und/oder befördern oder ein Mensch sich über eine negative Konnotation seiner bisherigen Annahme klarer werden kann.


    Hochachtungsvoll
    Mal Sehen

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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