Dhammika:Ich habe mal von einem gehört, den hat es auf dem Klo "erwischt".
Kein Scherz.
Hehe, kann gut sein, vielleicht stinkte es ihm so sehr, dass er es auf alles übertragen hat.
Dhammika:Ich habe mal von einem gehört, den hat es auf dem Klo "erwischt".
Kein Scherz.
Hehe, kann gut sein, vielleicht stinkte es ihm so sehr, dass er es auf alles übertragen hat.
Ach, lassen wir das, Vajrakaya.
Es ist zwar amüsant mit Dir zu diskutieren, aber wir wiederholen uns ja nur.
Vajrakaya:Apannaka2:Ganz einfach.
Die Schulen aus denen Mahayana/Vajrayana entstanden sind, machen eben diesen Fehler,
und daraus folgen eben Bedeutungs-Verschiebungen der Lehrinhalte...Nein. Du hast "keinen Draht" zu Mahayana. Denn im Gegensatz zu den Shravakas die Samsara fürchten und wegen dieser ihrer Furcht das Erlöschen anstreben, wird genau dieses im Mahayana nicht angestrebt.
Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Für Dich gibt es also kein Unterschied zwischen Theravada und den anderen Hinayana-Schulen (aus denen Mahayana entstanden ist)?
Und das Theravadins Erlöschung anstreben aus Furcht vor Samsara ist wohl Deine ausschliessliche Wahrheit.
Vajrakaya:Ja, das mag sein. Aber was hat dies mit dem was du von mir zitierst zu tun?
Ganz einfach.
Die Schulen aus denen Mahayana/Vajrayana entstanden sind, machen eben diesen Fehler,
und daraus folgen eben Bedeutungs-Verschiebungen der Lehrinhalte...
Vajrakaya:PK ist in Vajrayana perfekt integriert. Da gibt es keine Widerprüche und doch wird darüberhinaus der Nutzen für alle erzielt und das auch noch viel rascher.
Das ist eben das Problem mit dem Palikanon:
Man kann vieles auch miss-interpretieren.
Zum Beispiel:
Durch Samadhi erkennt man auch dass nichts substanziell getrennt besteht,
das alles im Wandel ist, bedingt und leer,
und man unterscheidet dann nicht zwischen den Dingen (nondual).
Ein solcher denkt dann, dass er mit dem Palikanon übereinstimmt.
Das Sich-Identifizieren ist aber nur verdünnt worden: man ist dann Alles.
Dies ist aber noch Verfangensein in der Welt,
und so hat eine solche noch beschränkte Verwirklichung auch noch seine Entsprechung
in höheren (nondualen) Daseinsstätten (Brahmawelten).
Ein Arahat (also auch ein Buddha) haben aber tatsächlich keine Lokalität mehr,
und können gar nicht nicht-verlöschen.
Aber das ist nicht weiter schlimm,
da ja nicht alle die Kapazität haben ein Ariya zu werden,
und die Ariyasangha ja lebt, Lehrer zu Schüler usw.
Bishafu:Ich bin wirklich froh nicht alles zu wissen ... das wäre mir auch viel zu anstrengend. Echte Kapazitäten müssen ein wirklich anstrengendes Leben haben, besonders wenn sie immer recht haben.
Wenn man Verständnis hat, dann ist es ok!
Hm, Mahayana aus dem Palikanon entstanden?
Du meinst eher aus irgendeinem Sanskrit-Kanon von jenen die sich von der Ariyasangha abgespaltet haben?
Aber lassen wir das, sonst drehen wir uns nur im Kreis...
Vajrakaya:Apannaka2:Naja, das stimmt vielleicht für Sarvastivada und wenn man sich Theravada zurechtinterpretiert.
Dass die Theravada sich beim Mahayana bedient haben willst du nicht einsehen, okay. Ist aber trotzdem so und eurer Fahzeug ist vielleicht dadurch etwas bunter geworden, hat aber immer noch den gleichen Trabbi-Motor, der ziemlich mieft
Hm, das Mahayana aus Schulen entstanden ist, die sich von der Ariyasangha abgespaltet haben,
willst Du nicht einsehen, genauso wenig, dass ein Bodhisatta-Weg gar nicht anders vonstatten gehen kann,
wie Buddha es Sariputta erklärt, ausser man hat vorher schon die ganze Lehre zu gehobenem Hinduismus degeneriert...
Lustig ist das nicht.
Vajrakaya:Er folgt einer anderen Überlieferung als ich. Ist das so schwer für dich zu verstehen? Für Menschen seiner Kapazität ist seine Überlieferung valide.
Meine Überlieferung hat die seine perfekt integriert, aber seine nicht die meine.
Seine Üerlieferung beinhaltet Nutzen für ihn selbst alleine, meine Üerlieferung beinhaltet Nutzen für alle.
Du verstehst nicht, nein? Wenn, dann weil du seine Kapazität teilst.
Naja, das stimmt vielleicht für Sarvastivada und wenn man sich Theravada zurechtinterpretiert.
ZitatAlles anzeigenIch lese den ganzen Thread schon mit und wundere mich.
Ich wundere mich, für was alles die Menschen Worte erfunden haben, um das eigentlich unsagbare zu sagen.
Vor allem auch im Theravada, bzw. in dem, was du Apannaka2 schreibst, schwirrt mir vor Begriffen und Konzepten der Kopf.
Ganz besonders interessant wird es dann, wenn Begriffe "überweltlich" werden.
Ich bin kein guter Kenner der Schriften, aber so weit ich mich entsinne, wird Buddha selbst sehr still, wenn ihn Menschen nach Dingen fragen, die überweltlich sind.
Mein Meister sagt immer:
"Verwechsle den Finger nicht mit dem Mond!"
Die Gefahr vieler Finger ist tatsächlich die Verehrung der Finger.
Begriffe und wie sie in Relation gebracht werden sind Beschreibungen für die Realität,
und die Realität ist sehr komplex, und gleichzeitig sehr simpel,
wenn Dir der Kopf schwirrt versucht Du wahrscheinlich mit eben selben das Gesagte zu verstehen.
Das Problem sind dann aber nicht die Begriffe,
sondern der eigene Verstand.
Bei Problemen mit Worten wie "überweltlich" usw.
darfst Du auch keine Zen-Texte mehr lesen,
ich lese gerade das Kegon-Sutra,
und da ist das Wort "überweltlich" noch eines der weltlichsten
Aber solche Dinge alleine sind für mich in keinster weise ein Indiz für die Echtheit einer Lehre.
Für Dich schon?
bel,
habe den Wiki-Artikel gelesen,
aber kann da nichts feststellen,
dass nicht Metta und Karuna entsprechen würde.
Natürlich ist der Achfache-Pfad als Weg und als Verwirklichung (der Achtpfad sein),
ohne bodhicitta unmöglich.
Im Gipfel des Achtfachen Pfades,
in den überweltlichen Pfaden,
ist Metta und Karuna völlig aktiv,
ganz und gar da,
ja sogar der Antrieb,
und nicht nur als Selbstliebe,
sondern zugleich mit der Absicht,
dieses Wissen und diese Befreiung,
die man jetzt gerade erfährt,
für alle zu machen,
und dann auch weiterzugeben.
Auch alle anderen Pfadglieder sind da miteingeschlossen.
Samadhi, da hier die 5 Sinnen zur Ruhe gekommen sind,
und es ein von der Sinnenphäre "entrücktes" Bewusstsein ist.
Achtsamkeit und Anstrengung, weil hier völlig auf die Sache konzentriert ist,
nämlich kein Hangen an Nibbana,
sondern auf das Zerstören der Fesseln.
Rechte/Vollkommene Erkenntnis, was die Fesseln zerstört.
Aber natürlich auch ausserhalb des überweltlichen Pfadbewusstsein ist bodhicitta da,
sofern richtig praktiziert wird.
Dorje Sema,
Das war von mir in dieser Strenge überhaupt nicht ernst gemeint.
Aber man konnte das natürlich auch missverstehen.
Zitat
Ja, ich bin nicht gerade ein Fan des heutigen Sri-Lanka-Theravada, gehöre zu Burma.
ZitatApannaka2:Alter Kaugummi...
Da haben wir gegensetzliche Meinungen, und schon einige male drauf rumgekaut...
Schon, schon, aber daß "Bodhicitta" im Mahayana nicht allein das umschreibst, was Du meinst, kannst Du sogar in der Wiki nachlesen.
Ach, Wiki, da kann doch jeder was hinschreiben, auch bel...
--> so, ich glaube damit hätte wir das.
Ich werde mal dieses 165 starke Buch 22 lesen, zumindest damit beginnen...
Zitat ZitatIm Theravada sind sie im wesentlichen Zuschreibungen für Shakyamuni, "Bodhisattva" aber auch schon genereller für alle die den Buddhaweg des Shakyamuni gehen.
Apannaka2:Sofern man damit eben den Verzicht auf die Arahatschaft im Angesichts eines Buddhas usw. meint, ja.
Versteh ich jetzt nicht, hast Du ein "nicht" vergessen?
Im Mahayana geht es ja darum, nicht dem Weg einer falsch verstandenen Hinayana-Arhatschaft zu folgen.
Da geht was durcheinander.
Ich meinte damit,
dass "Bodhisatta" im Theravada ausschliesslich ein Bezeichnung ist,
für einen angehenden Sammasambuddha wie Gotama.
Eben vom Glöbnis an (Sumedha bei Dipankara) bis vor dem Erwachen als Gotama Buddha.
In dieser Zeit bringt ein Bodhisatta die 10 Paramis zur Vollkommenheit.
Ein Arahat (der ja nicht ohne Belehrung bzw. Hinweis, das Erwachen verwirklichen kann),
muss die Paramis nicht in diesem Grade gepflegt haben.
Dafür gibt es zwei Gründe:
1. Ein Bodhisatta (-> Sammasambuddha) kennt durch die unvorstellbare lange Zeit,
in der er die 10 Paramis lebt, auch automatisch jede Daseinsstätte,
jedes "weltliche" Erwachen, zu genüge,
und wo andere denken "das ist es, das ist das Hächste",
denkt er "das ist es noch nicht, da muss es noch mehr geben",
und kommt so ohne Belehrung zur Buddhaschaft.
2. Höhere Geisteskräfte sind nicht bei allen gleich ausgebildet,
da sie bedingt sind durch früheres Wirken.
Ein Buddha ist zwar auch ein Arahat (aber ohne Belehrung zu benötigen),
hat aber mehr solcher Kräfte (die aber weltlich sind),
was auch nötig ist, um das Rad der Lehre wieder in Bewegung zu setzen,
im Gegensatz zu einem Arahat, der es "nur" in Bewegung hält...
Ergänzung: Die 10 Paramis sind ja nicht der Achtfache Pfad,
sie führen nicht direkt zum Erwachen,
aber sind der Boden,
damit man den Achtfachen Pfad auch wirklich sein kann (Erwachen).
Zitat ZitatDas "Dasabhumika" ist aber auch im Srilanka-Theravada anerkannt.
Apannaka2:Noch nie gehört. Verwechselt man hier nicht die 10 Paramis mit den 10 Bhumi?
Ne. Es steht in der Wiki und ich habe letztes Jahr einen Theravada-Mönch aus Srilanka danach befragt, der es gut kannte.
Es gehört natürlich nicht zum Theravada-Kanon, aber das will ja nicht viel besagen.
Kommt drauf an,
wie und in welchem Zusammenhang sie es in Sri Lanka verstehen.
Zitat
Also ist Mahayana eine Art Korrektur?
ZitatApannaka2:Wobei man natürlich Vorsicht sein muss, bei solchen Vergleichen.
Es hat nach meinem Verständis überhaupt keinen Sinn, jetzt die 8 Ariyas auf die 7fache Gruppierung abbilden zu wollen - dazu sind die Aspekte der jeweiligen Sichtweise zu unterschiedlich. Ebenso geht das nicht mit den "10 Stufen" oder "5 Rängen", das wäre nur Buchstabenraffelei. Aber man kann zeigen, daß da nichts anderes/fremdes/unvereibares ist, daß von einer einzigen Sache die Rede ist.
Das ist mir schon klar.
Ich bin ja auch nicht bloss einer der Worte für Realität hält,
und z.B. glaubt, die 4. und 5. Fesseln seien tatsächlich kama-raga und vyapada,
sondern nur verschieden tief verwurzelte "Ich-Standpunkte",
deren Zerstörung sich eben so äussern,
dass kama-raga und vyapada nicht mehr vorhanden sind...
usw.
ZitatApannaka2:Ok, Bodhisattva als Bodhicitta-Aspekt (Metta, Karuna usw) der Buddhaschaft.
Den Bodhicitta-Aspekt auf die 4 Unermeßlichkeiten reduzieren zu wollen - zu glauben, diese würden ohne vollkommene Einsicht vollkommen zu verwirklichen ist eben in unserer (Zen)Sicht unvollkommen. Bodhicitta ist das Bindeglied.
Alter Kaugummi...
Da haben wir gegensetzliche Meinungen, und schon einige male drauf rumgekaut...
bel:zunächst sind wieder "Buddha" und "Bodhisattva" nur Begriffe/Trennungen.
Das ist klar. Muss auch nicht immer wiederholt werden.
ZitatIm Theravada sind sie im wesentlichen Zuschreibungen für Shakyamuni, "Bodhisattva" aber auch schon genereller für alle die den Buddhaweg des Shakyamuni gehen.
Sofern man damit eben den Verzicht auf die Arahatschaft im Angesichts eines Buddhas usw. meint, ja.
ZitatDie Begriffe "Buddha" und "Bodhisattva" haben aber im Mahayana einen Bedeutungswandel erfahren. Der erste Grund liegt in der Auseinandersetzung mit den sog. Hinayana-Schulen, die sich vom "ursprünglichen Orden" abgespalten hatten - die Theravada gehören nicht dazu, denn die waren vorher nach Srilanka abgewandert (schon deshalb kann man dem entsprechenden Wiki-Artikel nicht trauen!). Von den auf dem Festland verbliebenen Schulen haben wir nur Kanon-Bruchstücke, die dann in die Kanons der unterschiedlichen Mahayana-Schulen (unterschiedlich) eingeflosssen sind - diese Kanonteile werden als Wegbeschreibungen des Sravakabuddha (Hörer) gesehen.
Fälschlicherweise hat sich in der westlichen Rezeption wieder die Gleichsetzung von Sravakabuddha mit den Arhats des Theravada etabliert. Die kannte man aber im Prä-Mahayana überhaupt nicht, sondern nur die sog. Arhats der abgespaltenen Hinayana-Schulen.
So sehe ich das auch.
ZitatAls sehr frühe Beschreibung des Mahayana-Bodhishattvas gilt das sog. "Dasabhumika", die "10 Stufen". Es ist als Kapitel im Avatamsaka-Sutra (Blumengirlanden-Sutra) sowohl im Tibetischen als auch in Fernost erhalten, die bekannteste Form ist das "Kegon-kyo", in meiner Tradition heißt es "Hwäom-jong".
Ja, davon habe ich gehört...
ZitatDas "Dasabhumika" ist aber auch im Srilanka-Theravada anerkannt.
Noch nie gehört. Verwechselt man hier nicht die 10 Paramis mit den 10 Bhumi?
Ich kenne nur die 10 Paramis in Bezug auf den Bodhisatta-Weg des Theravada
(bzw. auch Arahat usw haben diese in geringerer weise "vervollkommned"),
wobei Buddhavamasa, Cariya Pitaka und anderes noch nicht ins Deutsche übersetzt wurden,
und ich kein Pali kann. Von daher kann es schon sein. Woher hast Du diese Info?
ZitatHier wird der Bodhishattva-Weg, das ist der Weg der "Buddhanubuddha", klar vom Weg der Sravakabuddha und Paccekabuddha unterschieden (und diese nicht beschrieben), nicht weil sie minderwertiger wären, sondern weil sie nicht vom Buddha gelehrt wurden.
Damit meinst Du jetzt die Hinayana-Sravakabuddha?
(Edit: und Paccekabuddha)
ZitatWenn man sich die "10 Stufen" anschaut, ist das nur eine andere Beschreibung der Ariya-Gemeinde - so wie sie ja auch unterschiedlich im Theravada existiert ("8 ariya-puggala", "7fache Gruppierung") - wer möchte, dem kann ich das "Dasabhumika" als PDF in Deutsch per PM zukommen lassen.
Sehr gerne.
Wobei man natürlich Vorsicht sein muss, bei solchen Vergleichen.
ZitatIn den mir bekannten Zen-Traditionen sind die Bezeichungen "Buddha" und "Bodhisattva" keine "Stufen" oder "Ränge" sondern Aspekte ein und der selben Sache, die sich gegenseitig bedingen.
Ok, Bodhisattva als Bodhicitta-Aspekt (Metta, Karuna usw) der Buddhaschaft.
Du gefällst mir Ji'un Ken!
Eins nach dem anderen.
Zuerst Wikipedia:
ZitatBodhisattva (Sanskrit, m., बोधिसत्त्व, bodhisattva; von Bodhi [„Erleuchtung“ oder „Erwachen“] und Sattva [„Wesen“] bedeutet „Erleuchtungswesen“).
Im Mahayana-Buddhismus werden Bodhisattvas als nach höchster Erkenntnis strebende Wesen angesehen, die auf dem Wege der „Tugendvollkommenheit“ (sanskrit: paramita) die „Buddhaschaft“ anstreben bzw. in sich selbst realisieren, um sie zum Heil aller lebenden Wesen einzusetzen. Diese Ausgangsmotivation wird „Erleuchtungsgeist“ (bodhicitta) genannt. Praktizierende verschiedener Traditionen des Mahayana rezitieren Bodhisattva-Gelübde und bekunden damit ihren Willen auch selbst diesen Weg zu gehen.
Kern der Bodhisattva-Philosophie ist der Gedanke, nicht selbst und allein für sich Erleuchtung zu erlangen und damit in das Nirwana einzugehen, sondern statt dessen zuvor allen anderen Wesenheiten zu helfen, sich ebenfalls aus dem endlosen Kreislauf der Reinkarnationen (Samsara) zu befreien.
Bodhisattvas sind in ihrer klassischen Darstellung typische Sambhogakaya („Freudenkörper“)-Formen.
Zitatals nach höchster Erkenntnis strebende Wesen angesehen
Also doch noch nicht Erleuchtet?!
--> Oder wie bei den 5 Ständen des Tozan,
zwar das wahre Kensho erreicht (2. Rang),
aber noch nicht bei Einhei (5. Rang = Buddha?)
Zitatnicht selbst und allein für sich Erleuchtung zu erlangen und damit in das Nirwana einzugehen, sondern statt dessen zuvor allen anderen Wesenheiten zu helfen, sich ebenfalls aus dem endlosen Kreislauf der Reinkarnationen (Samsara) zu befreien
hm, die Erleuchtung und das "Befreien" der Wesen kommen ja zusammen (Aufgeben der Vorstellung der Wesen).
Der Schreiber dieses Wikpedia-Artikel verwirrt mich ein wenig.
Es geht zwar ein wenig am Thema vorbei,
aber bei den 5 Rängen des Tozan,
hiess es irgendwo,
dass jemand im ersten Rang/Stand (aus der Sicht des Absoluten) ein Paccekabuddha sei,
da er noch Eitelkeiten hätte.
Werden im Zen allgemein die Bezeichnungen Paccekabuddha und Sammasambuddha" als verschiedene Stufen auf dem gleichen Weg gesehen?
Also von Paccekabuddha zu einem Buddha, vom 1. Rang zum 5. Rang?
Und ist dann der Bodhisatta derjenige dazwischen?
Kann man das alles in einem Leben erreichen?
Und wohin interpretiert ihr den (Theravada)-Arahat?
Danke, Ji'un Ken,
Wie gesagt, mit dieser Interpretation bin ich völlig einverstanden!
Was mir dabei aber aufgefallen ist,
dass hier von einem Bodhisattva gesagt wird,
dass er die Vorstellung von Wesen aufgegeben hat.
Im Theravada ist ein Bodhisatta unerleuchtet...
bel:Alles anzeigenApannaka2:Also so wie ich es bei 2b) interpretiert habe:
bzw. als Weg formuliert: Das Aufgeben der Vorstelung von Wesen.Ja, es gibt schon Wesen, nämlich als Vorstellung davon. Diese sind aufzugeben, dann gibt es auch nichts, was sich von "mir" unterscheidet, dann ist auch selbst die konnventionelle Bezeichnung als "Trennung" obsolet. Das ist was ganz natürliches.
Apannaka2:Wird das nur im Zen so interpretiert oder auch in anderen Mahayana-Schulen? Unterscheiden sich die verschiedenen Zen-Schulen in ihrer Interpretation?
Über andere Mahayanas kann ich nichts sagen, aber da ich es so aus zwei sehr unterschiedlichen Zen-Schulen kenne, bin ich mir ziemlich sicher, daß es auch sonst so gemeint ist.
Ok, das hört sich in meinen empfindlichen Ohren schon besser an!
Also so wie ich es bei 2b) interpretiert habe:
Zitatwenn man Erleuchtet ist, dann sieht man, dass es gar keine Wesen gibt
bzw. als Weg formuliert: Das Aufgeben der Vorstelung von Wesen.
Wird das nur im Zen so interpretiert oder auch in anderen Mahayana-Schulen?
Unterscheiden sich die verschiedenen Zen-Schulen in ihrer Interpretation?
ZitatSo zahlreich die Lebewesen auch sind, ich gelobe sie alle zu retten.
Diesen Satz habe ich Angesichts der Tatsache,
dass es nicht möglich ist,
dass jemand alle Lebewesen rettet,
nie wirklich verstanden.
Ist das im übertragenen Sinn gemeint:
Zum Beispiel:
1. die innere Vielschichtigkeit (Identitäten zu erlösen)
2. wenn man Erleuchtet ist, dann sieht man, dass alle Wesen a) schon immer erleuchtet waren, b) es gar keine Wesen gibt
3. ist es einfach ein Ausdruck von Mitgefühl, der besagen will, dass kein Wesen ausgeschlossen ist,
und man nicht wählerisch ist beim Helfen, aber mit dem Wissen, dass es nicht möglich ist alle zu retten.
Im Theravada ist es ja so:
Ein Bodhisatta ist jemand,
der ohne Probleme hätte ein Arahat werden können,
aber darauf verzichtet,
um sich über unvorstellbar lange Zeiten,
in den zehn Vollkommenheiten zu üben,
um dann in einer Zeit wo es keine Lehre mehr gibt,
das Erwachen aus sich selbst heraus verwirklichen zu können,
und das Rad der Lehre wieder in Bewegung zu setzen.
Gemäss Theravada wird dieses Bodhisatta-Gelöbde
Erst wirklich wirksam wenn man es vor einem lebenden Buddha hält,
und dieser es bestätigt.
Fortan wird man seine Reise als Bodhisatta gehen,
aber ist dabei noch Unerleuchtet.
Bis man dann, wie Siddhattha Gotama zu einem
Samma-Sambuddha erwacht,
und das Rad der Lehre wieder in Bewegung setzt.
Aber wie ich gerade kürzlich in einem anderen Thread,
wo es auch um Rettung ging, geschrieben habe,
kann ein Buddha nur als Mensch lehren.
Ein Buddha/Arahat kann weder als himmlischen/geistiges Wesen lehren
(er kann schon in Himmeln erscheinen usw, aber kein solches Wesen sein),
noch kann er als Mensch wiedergeboren werden.
Selbst dann wenn es er wollte.
Ein solcher hat alles durchschaut und gelassen,
und hat so keine Stellung zu den Dingen,
so auch keine „Lokalität“,
und wenn der menschliche grobe Körper nicht wäre,
auch nichts mehr was das sofortige Verlöschen der 5 Skandhas bremst/hinauszögert (Parinibbana).
Er kann daher nur seine Lebenszeit als Mensch verlängern,
und das auch nur wenn er die magische Kraft dazu hat,
und wenn dann auch nicht für immer,
sondern eben nur solange bis diese (untere) Welt nicht wieder untergegangen ist.
da ja dann die grobstoffliche Menschebene (und Körper) fehlt;
aber er wird selbst das nicht tun (zumindest nicht ungefragt).
Sicher nicht aus Egoismus, sondern weil er weiss,
dass nicht alle die Fähigkeit haben ein Ariya zu werden,
und dass die Ariyasangha lebt,
und sich gemeinsam hilft (und nicht im Alleingang),
eben die echte "Überlieferungs"-Linie.
Diesen Satz...
ZitatSo zahlreich die Lebewesen auch sind, ich gelobe sie alle zu retten.
... kann man daher im Theravada maximal nur so verstehen:
Durch den Weg des Bodhisatta,
wird man nicht nur in künftiger Zeit ein Buddha,
und bringt das Rad der „Zuhörer“ wird ins Drehen,
sondern gibt dann auch anderen mit der eigenen Präsenz als Buddha,
die Möglichkeit das Bodhisatta-Gelöbnis wirksam zu halten
(vorausgesetzt sie erfüllen die Bedingungen),
und nimmt daher aktiv ‚teil’ an der „Buddha-zu-Buddha-Linie“,
die ja wohl solange existiert bis alle Wesen erlöst sind.
bel:Mit Zen-Form hat es nix zu tun, sondern mit diesem Thema. Wenn Du meinst daß Dein Thema jemanden interessiert, mach doch einfach eins auf, sogar unter "Zen" wäre das möglich, wenn Du damit Buddha-WEG meinst.
Ach bitte, jetzt übertreibst Du.
Wenn es nicht am Zen-Forum liegt, dann ist ja alles ok.
Oder habe ich nicht auf diese zwei Aussagen geantwortet?
Ja auch bezüglich Theravada, also Buddha-Dhamma.
Hat Dich das Erwähnen der westlichen Systeme so gestört?
Den Grund dafür habe ich angegeben.
Ich glaube fast Du unterstellst mir wieder mal was...
Sei wie es sei, ich bin raus...