Die einzige Gefahr liegt darin, seine Zeit zu verschwenden. Die meisten Leute meditieren ohne den geringsten Plan, warum eigentlich. Bevor Du Dich überhaupt hinsetzt, solltest Du das erstmal abchecken: Was ist das Ziel der Meditation, was hat der Buddha dazu gesagt, welche Mittel habe ich dazu usw.
Die Dinge die wirklich gefährlich werden können, kennst Du sowieso nicht und es ist äusserst unwahrscheinlich, dass Du da durch Zufall drüber stolperst, da kannste ganz sorglos sein.
Beiträge von Akuma
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anita.m4:
Mit Geist meinte ich den feinstofflichen Körper.
Wie dieser wahrgenommen wird mit dem Bewusstsein.
LG Anita
Garnicht, weil er erst erschaffen werden muss.
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Moin,
hat jmd. den Film gesehen und kann mir sagen, wie genau der Film an den geschichtlichen / biographischen Daten ist?
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Zitat
Man sollte es genauer darstellen: Die Lehre von anatta schließt den Persönlichkeitsglauben und dadurch auch eine "existierende" Individualität aus. Der extrapersonale Aspekt ist dabei irrelevant.Leere und Individualität basieren auf zwei verschiedenen Ansätzen.
Ein Lebewesen ist leer von Selbst, weil es eine Zusammensetzung aus 5 Skandhas ist, welche die drei Charakteristika aufweisen, oder einfacher weil die 5 Skhandas leer von Selbst sind.
Ein Lebewesen ist individuell, weil seine Skandhazusammensetzung individuell ist.Des weiteren bezieht sich individuell genauso auf Papier oder auf Autos und hat nicht zwangsweise was mit Lebewesen zu tun.
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Zitat
Wo steht bitte, dass "Individualität" existiertWenn Du Hunger hast und ich esse was, wirst Du davon satt?
Zitat
was genau ist eine "Nicht-Selbst Leere"?Typo. Muss natürlich "Lehre" heissen.
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Individualität existiert natürlich, das hat mit der Nicht-Selbst Leere garnix zu tun.
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Anita:
Die lautet: "Erkennt Buddha ein eigenens "Selbst" oder "Geistselbst" an, das natürlich immer im stetigen Wandel ist.????Nein. Die DInge befinden sich in stetiger Veränderung, weil sie zusammengesetzt sind. Zusammengesetzte Dinge sind Nicht-Selbst.
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anita.m4:
Hallo,
bin ja nun schon einige Zeit in diesem Forum, aber fast noch keinen Schritt weiter gekommen.
Eher ist bei mir ein gößerer Wirr-Warr entstanden.Aber eines ist für mich am schlimmsten einzusehen - Ich soll kein Ich haben???????
Ein Ich hast Du, aber nichts was unveränderlich wäre. "Selbst" bezieht sich auf Unveränderlichkeit.
ZitatTiere haben kein eigenes Ich, denn sie gehören doch einer Gruppe an? Maus ist Maus, Elefant ist Elefant, diese Tiere haben eine Erbinformation, nach der sich ihr Leben gestaltet?
Wenn Tiere kein Ich hätten, würden sie nicht funktionieren. Wenn in ihrem Geist kein Selbst-Greifen vorhanden wäre, würden sie garnicht als Tiere erscheinen.
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Zitat
Für den praktischen Weg eines Buddhisten hat es aber sehr viel Relevanz, ob es die Phänomene so gibt wie sie dem unwissenden Geist erscheinen.Yo das is aber auch was andres.
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Für den praktischen Lebensweg hat es keinerlei Relevanz ob es die Welt gibt oder nicht oder wie es sie gibt. Wichtiger ist, was man draus macht, weil es schneller wieder vorbei sein kann, als einem lieb ist.
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Eine gute Erklärung, allerdings in Bezug auf so manches alltägliches Laster etwas zu hoch gegriffen
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anita.m4:Alles anzeigen
Noch kurz,
(Vielleicht bringe ich auch wieder was durcheinander?)
Aber das "Läutern" - seine Charakterzüge bearbeiten, einige ablegen, an seiner Persönlichkeit arbeiten.
Da bin ich auch immer am aufpassen, den da schleicht sich gerne wieder was ein.
Erst wenn diese Arbeit getan ist, kann man weiter gehen, und zwar sehr erleichtet.
Denke ich?????
Anita
Die Dinge, welche seit langer Zeit in einem sind, abzulegen ist auch nicht leicht. Man kann sie vielleicht mit dieser oder jener Methode für eine gewisse Zeit unterdrücken aber sie werden immer wieder aufs neue entstehen, weil sie nicht entwurzelt sind. Daher gehört es in manchen Traditionen auch dazu, diese nicht zu unterdrücken sondern gemäß ihrem Wesen zu transformieren.
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Huhu Jiun Buddhland Moderator (wann gibt Euch Axel eigtl mal das fehlende a? :D),
das is wo ich gestern das Koshabhasya gefunden habe, direkt von Asanga hab ich da nix gefunden, ausser seinem Uttaratantrashastra.
Dennoch danke, scribd is besser als ich bis vor kurzem dachte. -
Ah verstehe.
Wiegesagt ich befasse ich derzeit nur mit VB, was Asanga geschrieben hat kenne ich nur aus Ausschnitten - meine Bitte sofern Du da was als EBook hast mir das zukommen zu lassen besteht übrigens weiterhin. -
Zitat
Du hast nicht im Entferntesten verstanden, worum es ging.Klär mich auf.
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melong:
Aber genau das ist nicht der mittlere Weg (Madhyamaka), sondern eine extreme Sichtweise.
QED.Ich weiss nicht worauf Du hinauswillst, es mir ging darum zu erklären, was Yogacara ist und was nicht, nicht um einen Streit darüber, ob nun Madhyamaka oder Yogacara besser ist.
(sonst lad ich accinca ein und stell mich auf Theravadin um, dann kannste mal sehen, was die wahre Lehre ist)
Zitat
So gesellt sich eine spekulative Sicht zur anderen.So ist das Leben
*tasseteerüberschieb*Zitat
Da sieht man vor allem auch, was passiert, wenn die Leute auf "Nur-Geist" hereinfallenOder auf "alles ist leer"
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melong:Akuma:
Hmmm.... dann verstehe ich Deine Argumentation nicht mehr. Dass es Phänomene gibt die ausserhalb von uns erscheinen hat Vasubandhu nie bestritten.
Na weil - lassen wir mal Vasubandhu beiseite und reden stattdessen von Nur-Geist/ Yogacara/Cittamatra - weil diese Schule eben die Existenz außerhalb bestehender Phänomene verneint.Yogacara verneint die Existenz ausserhalb des Bewusstseins befindlicher Phänomene gerade deswegen weil Phämoneme in Abhängigkeit mit dem Bewusstsein entstehen.
Wir drehen usn etwas im Kreis hier.ZitatAkuma:
alaya-vijnaana / citta-santana
Das steht genau für die Spekulation, die dieser Schule eigen ist.Die Idee des Citta Santana fusst auf dem Abhidhammapitaka bzw dem Abhidharmakosha, Vasubandhu hat die nur erweitert und wenn man ihre Praktikabilität betrachtet imo völlig zurecht.
ZitatZitat
War Nagarjuna zuerst oder Asanga?
{/quote]Nagarjuna.
Na also ... der lehrte nicht "Nur-Geist"Trotzdem hat Asanga, der in Madhyamaka geschult war, Yogacara gelehrt, weil er die Wichtigkeit einer provisionellen Lehre erkannt hat. Was passiert wenn man zuviel Leere und zuviel Absolutes im Kopp hat, sieht man ja vor allen in Foren immer wieder.
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Zitat
"Äussere Wirklichkeit" (ich finde den Begriff "Realität" hier besser) bedeutet die Realität, die uns als "außerhalb von uns selbst" bestehend erscheint. Also Phänomene, die wir hören, tasten, schmecken, sehen, riechen können.Hmmm.... dann verstehe ich Deine Argumentation nicht mehr. Dass es Phänomene gibt die ausserhalb von uns erscheinen hat Vasubandhu nie bestritten.
Zitat
Was soll'n das sein, "Alayas"???alaya-vijnaana / citta-santana
[quote]
War Nagarjuna zuerst oder Asanga?
{/quote]Nagarjuna.
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Jonas88:
Akuma
Achso... verstehe... Der Yogacara sagt garnicht das es keine Materie gibt. Er sagt nur das alles was wir um uns herum wahrnehmen aus unserem Geist kommt. (Was ja mehr oder weniger auch stimmt... die Bilder von der Realität werden stehts in unserem Hirn erschaffen)
Gibt es eigentlich heutzutage noch Yogacara praktizierende. Irgendwie finde ich davon garnicht mehr so viel im Internet. Dabei ist die buddhistische Philosophie in meinen Augen mit die interessanteste überhaupt!Zumindest bei den Shakyas wird Yogacara bis heute für die stufenweise Schulung verwendet, auch weil die Yogacara Literatur oftmals recht praxisnah ist; bei anderen tibetischen Schulen weiss ich nich.
Einfluss hatte Yogacara auch auf Zen/Chan, so sind einige der "typischen" Sutras für diese Schulen Yogacara Sutras. -
Zitat
Die Quellen des Yogacara/Cittamatra sprechen eine andere - nämlich idealistische - Sprache (Asanga und Samdhinirmocana-Sutra).Den Yogacara gab es so ja sowieso nicht, die verschiedene Yogacara Literatur hat sich ja teilweise sogar gegenseitig kritisiert; was Asanga angeht tjo... ich hab letztens von Namdrol noch gelesen, Asanga war sowieso kein Yogacarin sondern hat die Yogacara Lehre nur verbreitet als provisional - ich hab von Asanga bisher noch nix gelesen. Wenn Du da was hast, mach mal Ebook draus und schick plz, hab gestern noch gesucht aber nix gefunden.
(dafür hab ich das Abhidharmakoshabhasya gefunden juchee)Zitat
Das eben ist nicht Vasubandhu, sondern Prasangika Madhyamaka.Lass uns mal definieren, was wir mit äusserer Wirklichkeit meinen.
Äussere Wirklichkeit bedeutet sowieso buddhistisch gesehen nie, dass es eine wirkliche, fixe Realität ausserhalb von "uns" gibt. Ist man sich da einig?
Wenn das so ist, dann ist das bereits die Sichtweise der Agamas, nicht des MP. Da das Yogacara auf das ich mich beziehe letzlich von einem Konvertiten der Vaibhashikas zusammengestellt worden ist, ist dies also zwangsweise auch eine Grundlage seiner Lehre und was er macht ist lediglich, die äussere Welt schlicht beiseite zu lassen, weil sie irrelevant ist.
Wenn Du meinst, Vasubandhu hätte die Möglichkeit eines nicht weiter definierten Äusseren komplett negiert, dann widerspricht das imo seiner Darlegung der gegenseitigen Beeinflussung der Alayas.Zitat
Anfeindungen kamen nur dadurch zustande als manche Yogacara/Cittamatra versuchten zu behaupten, dass sie den eigentliche mittleren Weg lehren würden.Jaja typisch immer die anderen, die anfangen
Ich hab letztens einen eher Yogacara zugewnadten gehört, der die Schuld bei den Madhyamikas gesehen hat, á la "Neeeiiin DIE haben angefangen!"
Aber ehrlich gesagt ist mir dieser Zwist derzeit auch recht gleich - ich verweise auf das siebenjährige Streitgespräch zwischen Chandragomin und Chandrakirti und ess weiter mein Müsli -
Falls es interessiert:
The key to Yogācāra theory lies in the Buddhist notions of karma which they inherited and rigorously reinterpreted. As earlier Buddhist texts already explained, karma is responsible for suffering and ignorance, and karma consists of any intentional activity of body, language, or mind. Since the crucial factor is intent, and intent is a cognitive condition, whatever lacks cognition is both non-karmic and non-intentional. Hence, by definition, whatever is non-cognitive can have no karmic influence or consequences. Since Buddhism aims at overcoming ignorance and suffering through the elimination of karmic conditioning, Buddhism, Yogacarins reasoned, is only concerned with the analysis and correction of whatever falls within the domain of cognitive conditions. Hence questions about the ultimate reality of non-cognitive things are simply irrelevant and useless for solving the problem of karma. Further, Yogācārins emphasize that categories such as materiality (rūpa) are cognitive categories. "Materiality" is a word for the colors, textures, sounds, etc., that we experience in acts of perception, and it is only to the extent that they are experienced, perceived and ideologically grasped, thereby becoming objects of attachment, that they have karmic significance. Intentional acts also have moral motives and consequences. Since effects are shaped by their causes, an act with a wholesome intent would tend to yield wholesome fruits, while unwholesome intentions produce unwholesome effects.
...
The case of material elements is important for understanding one reason why Yogācāra is not metaphysical idealism. No Yogācāra text denies materiality (rūpa) as a valid Buddhist category. On the contrary, Yogācārins include materiality in their analysis. Their approach to materiality is well rooted in Buddhist precedents. Frequently Buddhist texts substitute the term "sensory contact" (Pāli: phassa, Sanskrit: sparśa) for the term "materiality." This substitution is a reminder that physical forms are sensory, that they are known to be what they are through sensation. Even the earliest Buddhist texts explain that the four primary material elements (mahābhūta) are the sensory qualities solidity, fluidity, temperature, and mobility; their characterization as earth, water, fire, and air, respectively, is declared an abstraction. Instead of concentrating on the fact of material existence, one observes how a physical thing is sensed, felt, perceived. Yogācāra never denies that there are sense-objects (viṣaya, artha, ālambana, etc.), but it denies that it makes any sense to speak of cognitive objects occurring outside an act of cognition. Imagining such an occurrence is itself a cognitive act. Yogācāra is interested in why we feel compelled to so imagine.(Dan Lusthaus, Buddhist Phenomenology)
oder
http://www.acmuller.net/yogacara/articles/intro-uni.htm -
melong:Akuma:
Die Nur-Geist Schule des Buddhismus heisst so, weil sie sich nur mit dem Geist beschäftigen. Die "äussere" Realität und ihre eventuelle wirkliche Dimension, Interaktion zwischen Objekten usw. ist nicht wirklich von Bedeutung, da diese nicht zur Erleuchtung führen können, sondern nur die Arbeit am eigenen Geist dies bewerkstelligen kann. Ein weiterer Aspekt ist, dass die äussere Realität abseits des Bewusstseins und eines wahrnehmenden garnicht erforscht werden kann, ihre objektive Situation also nicht zu beurteilen ist.
Die "Nur-Geist Schule" vertritt eine idealistisch spekulative Philosophie, die die Existenz äußerer Phänomene (Außenwelt) verneint.
Hab ich bis vor kurzem auch gedacht - mittlerweile verstehe ich allerdings Vasubandhu zumindest so, dass äussere Objekte nur der Konvention nach existieren, nicht nicht existieren. Das wäre auch Quatsch, weil ich nicht vermuten würde, dass ihm die damit verbundenen Probleme nicht aufgefallen wären.
Hab auch vor einiger Zeit noch einen Text gelesen, der ebenfalls angedeutet hat, dass abgesehen davon, CM und MM garnicht so sehr entfernt oder gar verfeindet waren, wie teilweise behauptet wird - natürlich komplett vergessen wo :s. -
Jonas88:
Sind manche buddhistische Strömungen jetzt eine Art "Solipsismus" ?
Die Nur-Geist Schule des Buddhismus heisst so, weil sie sich nur mit dem Geist beschäftigen. Die "äussere" Realität und ihre eventuelle wirkliche Dimension, Interaktion zwischen Objekten usw. ist nicht wirklich von Bedeutung, da diese nicht zur Erleuchtung führen können, sondern nur die Arbeit am eigenen Geist dies bewerkstelligen kann. Ein weiterer Aspekt ist, dass die äussere Realität abseits des Bewusstseins und eines wahrnehmenden garnicht erforscht werden kann, ihre objektive Situation also nicht zu beurteilen ist.
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Wiedergeburt in Himmel oder Hölle gibt es im Buddhismus genauso. Was da wartet ist aber abhngig von den Anlagen in Deinem Bewusstsein nicht davon ob Du Dich irgendwo in die Luft jagst
Des weiteren sind Himmel und Hölle im Buddhismus genauso endlich wie Verkörperungen aller anderen Art.
Der moralische Aspekt ist traditionell vorhanden, wird aber je nach Schule unterschiedlich stark hervorgehoben.Was die Ungereimtheiten angeht, ich denke das hat jeder. Wie man damit umgeht ist allerdings ziemlich unterschiedlich, die einen akzeptieren die Dinge die sie (noch) nicht verstehen, die anderen interpretieren die Lehren entsprechend um damit sie verständlicher werden.
Mit Karma dürfte man allerdings allgemein Verständnisprobleme haben, weil die Verursachung der Dinge für einen begrenzten Geist nicht nachvollziehbar ist.