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  1. Buddhaland Forum
  2. mukti

Beiträge von mukti

  • Bedeutung

    • mukti
    • 29. September 2026 um 11:34
    Qualia:
    mukti:

    Schopenhauer auch, allerdings leben wir de facto noch in einer Atta-Welt, bis auf ganze wenige Ausnahmen.

    Ich lebe in meiner Atta-Welt und Anatta-Welt, darum bleibe ich frei vom Meinen das ich ein atta oder anatta bin.

    Für mich ist eher noch Theorie, was der Buddha sagt: Ich bin, bin nicht, bin und bin nicht, weder bin ich noch bin ich nicht - das trifft alles in Wirklichkeit nicht zu.

  • Bedeutung

    • mukti
    • 29. September 2026 um 10:29
    Werner Stepan:

    mukti Zitat:

    Für uns ist dieser Planet gewöhnlich die einzige Heimat, die wir kennen, trotzdem werden wir zu Wirtskillern.


    Ein Buch dass ich in den 80igern gelesen habe, und es bewahrheitet sich immer mehr...

    ...So laßt uns denn ein Apfelbäumchen pflanzen


    Sachbuch und Bestseller des Jahres 1985 des deutschen Wissenschaftsjournalisten Hoimar von Ditfurth über die globalen Bedrohungen der Menschheit...


    ...Ditfurths Fazit ist:

    „So wenig mich die Gewißheit meines individuellen Todes – aller Angst vor dem Vorgang des Sterbens ungeachtet – in Verzweiflung stürzen läßt, so wenig Grund gibt es, an dem Sinn des Auftretens der Spezies Homo sapiens auf diesem Planeten allein deshalb zu zweifeln, weil auch ihr Auftreten wie das aller anderen lebenden Kreatur naturnotwendig nur vorübergehenden Charakter haben.

    Quelle Wikipedia.

    Alles anzeigen

    Obwohl alles vergänglich ist, will es doch für die Zeit des Bestehens erhalten werden. Da ist es schon besser Apfelbäumchen zu pflanzen als Atombomben zu bauen.

  • Bedeutung

    • mukti
    • 29. September 2026 um 10:19
    Qualia:
    mukti:

    "Die Welt ist eben die Hölle, und die Menschen sind einerseits die gequälten Seelen und andererseits die Teufel darin."

    Buddha sieht alle Erscheinungen, also auch deine Atta-Welt, als anatta an.

    Schopenhauer auch, allerdings leben wir de facto noch in einer Atta-Welt, bis auf ganze wenige Ausnahmen.

  • Bedeutung

    • mukti
    • 29. September 2026 um 08:55
    mukti:

    "Die Welt ist die Hölle und Menschen sind die Teufel darin" (Schopenhauer)

    Korrigiere: "Die Welt ist eben die Hölle, und die Menschen sind einerseits die gequälten Seelen und andererseits die Teufel darin." So ist das Zitat richtig.

  • Bedeutung

    • mukti
    • 28. September 2026 um 20:48
    Igor07:
    mukti:

    Für uns ist dieser Planet gewöhnlich die einzige Heimat, die wir kennen, trotzdem werden wir zu Wirtskillern.

    Nach E. Fromm ist der Mensch das einzige Wesen, das bösartig destruktiv ist. In der reinen Natur gibt es keine Serienkiller, die es genießen, wenn sie morden. Es reicht, nur nach etwa 23.00 Uhr TV zu schauen: Gewalt, Sex und Blut ... Religion, egal welche, ist nur die leere Hülse geworden. Wir haben selbst den Gott ermordet, so wie Nietzsche es ausdrückte.


    Zitat

    Wir haben ihn getötet - ihr und ich!
    Wir sind seine Mörder!

    Friedrich Nietzsche -  Der tolle Mensch

    Da werden wir es jetzt ganz negativ, oder gar realistisch? "Die Welt ist die Hölle und Menschen sind die Teufel darin" (Schopenhauer)

  • Bedeutung

    • mukti
    • 28. September 2026 um 20:45
    void:

    Aber weil man sich im Allgemeinen gegenseitig im Schach hält ergeben sich so Kompromisse - fein austarierte, komplexe Ökosysteme wo alles ineinandergreift. So dass man dann keucht Harmonie und Ordnung zur Norm erklärt und Störung ( Heuschreckenschwärme, Seuchen) als unnatürlich.

    Dann führen so Dinge wie Erderwärmung, Viren und Weltkriege vielleicht zu einer Reduktion der Menschheit als Kompromiss, falls der Rest dann zur Vernunft kommt.

  • Bedeutung

    • mukti
    • 28. September 2026 um 20:26
    Igor07:
    mukti:

    Ja, aber der Mensch kann mittlerweile den ganzen Planeten vernichten (z.B. atomarer Overkill). Die Natur gefährdet sich also selbst. Oder, wenn es noch viele andere Welten gibt, dann zerplatzt nur ein unbedeutendes Pünktchen im All.

    Das stimmt, aber seine Natur bleibt dieselbe, nur die Technologie hat sich verändert.

    Früher waren es nur Messer und Schwerter, heute kann KI die ganze Welt praktisch paralysieren, aber das bedeutet nicht, dass der Mensch, wie er zur Zeit des Buddha war, anders geworden ist.

    Es gibt ja auch das Phänomen von Schmarotzerpflanzen, vielleicht auch in der Tierwelt, die den Wirt umbringen und damit auch sich selbst. Das stört aber nicht die unzähligen anderen Pflanzen und Tiere. Für uns ist dieser Planet gewöhnlich die einzige Heimat, die wir kennen, trotzdem werden wir zu Wirtskillern.

  • Bedeutung

    • mukti
    • 28. September 2026 um 20:00
    Igor07:
    mukti:

    Aber warum hat die Natur diese Möglichkeit im Menschen geschaffen, die sich doch zerstörerisch auf sie selber auswirkt? Rätsel über Rätsel.

    Siehe hieie Natur ist nicht nur gleichgültig gegenüber Grausamkeit und Schmerz, sondern zwingt sie tatsächlich allen Lebewesen auf als Bedingung und Preis ihrer Existenz. Leid zufügen o-der zu leiden; oder beides, Leid zufügen und leiden – das ist das Gesetz des Lebens.

    Ja, aber der Mensch kann mittlerweile den ganzen Planeten vernichten (z.B. atomarer Overkill). Die Natur gefährdet sich also selbst. Oder, wenn es noch viele andere Welten gibt, dann zerplatzt nur ein unbedeutendes Pünktchen im All.

  • Bedeutung

    • mukti
    • 28. September 2026 um 17:05
    Samadhi1876:

    Auch der Mensch selbst wurde von der Natur erschaffen


    Aber das hat er längst vergessen


    Und meint deshalb


    Über der Natur stehen zu können

    Oder davon getrennt zu sein

    Alles anzeigen

    Ja das ist ein großes Übel. Aber warum hat die Natur diese Möglichkeit im Menschen geschaffen, die sich doch zerstörerisch auf sie selber auswirkt? Rätsel über Rätsel.

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • mukti
    • 28. September 2026 um 16:08

    Avira ist ja noch harmlos gegen Avast, den ich auf meinem zweiten Laptop installiert habe. Der poppt ständig mit allerhand Horrorszenarien auf, wenn man ihn wegklickt, poppt was anderes auf das man nicht wegklicken kann, aber auf die Taskleiste verbannen wo man es eventuell mit Rechtsklick loswird.

    Ich kümmere mich mittlerweile überhaupt nicht mehr um die beiden Programme, alles was da kommt wird ungelesen so lange weggeklickt, bis wieder Ruhe einkehrt. Sie sollen nur im Hintergrund Viren abfangen, sonst will ich gar nichts. Wenn's noch ärger wird, deinstalliere ich das und hole mir einen anderen Virenscanner.

  • Bedeutung

    • mukti
    • 26. September 2026 um 11:49
    Igor07:
    mukti:

    Sehe ich auch so und es ist dann wohl immer noch ein Ich, das Frieden erfährt.

    Man sollte sich dann fragen, wer oder was erfährt Frieden, und was ist mit Anatta? Am Ende spielen diese ganzen Konzepte keine Rolle mehr, bleibt nur Los-lassen. Oder weiter Leiden, das wir selbst gestalten._()_

    Ja es sind Konzepte und durch Nachdenken wird sich die Wahrheit wohl nicht wirklich offenbaren, eher verwickelt man sich in Widersprüche. Loslassen ist angesagt, dann wird man ja sehen.

  • Bedeutung

    • mukti
    • 26. September 2026 um 10:18
    Igor07:
    mukti:

    Das Ich eines Erwachten ist immer noch vorhanden, aber er hängt nicht mehr daran. E

    Ich denke, es gibt, wie das" Netz" der bedingten Entstehung, kein „Ich“.

    Nur ein paar unbedeutende Gedanken von mir, dem Nicht-Erwachten:


    Ist nicht das Ich auch bedingt entstanden? Die Bedingungen sind körperliche und geistige Phänomene, Unwissenheit und Daseinsdurst.

    Igor07:

    Auch die Neurowissenschaft bestätigt, dass es keinen Herrscher oder Lenker gibt, deswegen sagt man so: „Kein Ich, kein Problem.“

    Naja, ohne Herrschen und Lenken würde diese Zusammensetzung zu einem Lebewesen bald auseinanderfallen.

    Igor07:

    Wenn der Buddha im Pali-Kanon das Wort „Ich“ oder „Mich“ benutzt, dann bedeutet das reine Konvention, oder wie das soziale oder gesellschaftliche Übereinkommen. Mehr nicht.

    Das Ich gibt es nur, weil die Menschen darin übereingekommen sind? das kommt mir etwas merkwürdig vor. Auch das Ich des Buddha scheint mir durch die genannten Ursachen und Bedingungen entstanden zu sein.

    Igor07:

    Deswegen leiden wir alle, denn wir klammern uns an meinen Körper, mein Handy oder meine Frau, aber das alles ist vergänglich, bedingt entstanden und ohne inneren Kern, wie eine Fata Morgana …

    Das unterscheidet wohl einen Erwachten von einem Nicht-Erwachten, dass er sich nicht an den Körper oder sonst irgendetwas in der Welt klammert. Er ist vollkommen bewusst über die Vergänglichkeit und die bedingte Entstehung, so wie eine Fata Morgana zwar existiert, aber ohne Substanz ist.

    Igor07:

    Sterben, wie auch der Tod des Erwachten, ist real. Auch der Schmerz ist real, aber nicht das Leiden, das ist echt optional.

    Bedingt durch Unwissenheit ist auch Siddharta Gautama entstanden:

    Zitat

    Durch das Nichtverstehen, Nichtdurchdringen von vier Wahrheiten, ihr Jünger, haben sowohl ich als auch ihr diese lange Zeit das Dasein durcheilt, das Dasein durchwandert. (D.16)

    Weil er vollkommenes Wissen erlangt hat, ist der Durst nach Dasein in ihm erloschen und damit erneutes Werden, wenn die Daseinsbedingungen mit dem Tod wegfallen. Schmerzgefühl ergreift er nicht mit Abneigung, identifiziert sich nicht damit: 'Ein Gefühl ist entstanden, das bin ich nicht, das gehört mir nicht' - deshalb leidet er nicht darunter.

    Igor07:

    Die einzige Bedeutung besteht eigentlich in der tiefsten Erkenntnis, dass es absolut nicht mir gehört. Wir alle sind wie auf der Reise, der Tod ist immer da. Klingt ein wenig deprimierend, deswegen meine ich immer, der Buddhismus ist nicht für jedermann- Sache. Aber das ist die einzige harte Tatsache, wie Ajahn Chah es ausdrückte: Wenn wir Vergänglichkeit zutiefst verstehen, erfahren wir Frieden.

    Sehe ich auch so und es ist dann wohl immer noch ein Ich, das Frieden erfährt.

  • Bedeutung

    • mukti
    • 25. September 2026 um 22:21

    Das Ich eines Erwachten ist immer noch vorhanden, aber er hängt nicht mehr daran. Es ist nur eine bedingt entstandene Erscheinung, die mit dem Tod vergeht und ob es da ist oder nicht, spielt keine Rolle mehr. So erfährt man es ja auch - wenn die Anhaftungen weniger werden, schwindet auch die Bedeutung des Ich, man nimmt sich selber nicht mehr so wichtig und allmählich wird alles leichter.

  • Anhaftung an den Dharma?

    • mukti
    • 23. September 2026 um 12:47
    Qualia:
    mukti:

    Nur das richtige Ergreifen des Dharma führt zur Befreiung von allen Anhaftungen.

    Was ist, wenn jemand das richtige Ergreifen des Dharma nicht als sein Anhaften am Dharma erkennt?


    Das geschieht, wenn jemand sein Ergreifen selbst nicht beobachtet. Er glaubt, den Dharma korrekt zu erfassen, doch benutzt er ihn als Ich‑bin‑Identitätsverstärker. Dadurch entsteht eine doppelte Verwechslung:
    Der Dharma wird missverstanden.
    Die eigene Einsicht darüber, wie man ihn ergreift, wird ebenfalls missverstanden.


    Der Mensch hält die Schlange scheinbar am Nacken, tatsächlich aber am Schwanz, und bemerkt es nicht, weil die „Ich bin dies und das“-Egostruktur sich selbst schützt. Dharma wird dann nicht als Werkzeug gesehen, sondern als Besitz: „Ich habe verstanden, ich mache es richtig.“ Diese Haltung verhindert das Erkennen des eigenen Anhaftens.

    Die Lösung liegt allein darin, das Ergreifen selbst zu beobachten:
    Wie entsteht Identität, „Ich bin“?
    Wo wird Dharma zum Selbstbild „Ich bin dies und das“?
    Wo wird Einsicht in den Dharma zu Besitz?


    Richtiges Ergreifen lässt Identität erkennen. „Ich bin“ ist das Ergreifende.
    Falsches Ergreifen erzeugt Identität als Persönlichkeit. „Ich bin das Ergriffene“ ist Persönlichkeit.
    Nicht erkanntes falsches Ergreifen stabilisiert die Identität und macht sie unbemerkt zu einer Persönlichkeit.

    Alles anzeigen

    Also ich verstehe das als einen allmählichen Prozess. Zunächst fasst man den Dharma an, indem man ihn begreift: "Ich habe verstanden, dass ich in Wirklichkeit nichts Körperliches oder Geistiges bin (die khandha)". Dann handelt man nach dem achtfachen Pfad, wobei sich die Identifikation mit den khandha langsam auflöst. Im Idealfall weiß man dann: "Ich mache alles richtig", weil man erfährt wie Verblendung und Begehren abnehmen und die Bürde des Ich-Dünkels immer leichter wird. Schließlich erreicht man den Stromeintritt und "eilt zielbewusst der vollen Erwachung entgegen".

    Das Beobachten ist eine Übung der Achtsamkeit in Verbindung mit Weisheit (sati-sampajanna), die meines Erachtens mit dem gesamten achtfachen Pfad verbunden ist.


    Wenn man aber auf der Ebene des Begreifens bleibt, nicht richtig beobachtet und nicht richtig praktiziert, sammelt man Wissen an wie einen Besitz, an dem man anhaftet und auf den man Stolz ist. Dann hat man "die Bedeutung des Dhamma nicht mit Weisheit ergründet, sondern um zu kritisieren und in Debatten zu gewinnen" (M.22.). Man weiß es nicht wirklich, macht es nicht wirklich richtig und hat den Dhamma falsch angefasst.

  • Anhaftung an den Dharma?

    • mukti
    • 22. September 2026 um 10:36

    Nur das richtige Ergreifen des Dharma führt zur Befreiung von allen Anhaftungen.


    In M.22. wird das Ergreifen des Dharma mit dem Ergreifen einer Schlange verglichen. Wenn man sie am Schwanz und nicht am Nacken packt, dreht sie sich um und beißt zu. Ebenso erfährt man Schaden und Leid, wenn man den Dharma lernt, um zu kritisieren oder in Debatten zu gewinnen. Wenn man den Dharma lernt, um ihn mit Weisheit zu ergründen und anzunehmen, ergreift man ihn auf richtige Weise.

  • Anhaftung an den Dharma?

    • mukti
    • 20. September 2026 um 11:45
    Igor07:
    mukti:

    Man hängt sich so lange an das Floß der Lehre,

    Anhaftung an Dhamma gibt es nicht, es heißt:


    Chanda, heilendes Begehren oder der Wunsch.

    Genügt es denn, nur zu begehren oder zu wünschen mit dem Floß ans andere Ufer zu kommen? Ich dachte man muss sich auch da auch hinauf begeben, Ruder und Steuer festhalten, bis man drüben ist.

  • Anhaftung an den Dharma?

    • mukti
    • 20. September 2026 um 10:59

    Man hängt sich so lange an das Floß der Lehre, bis Nibbana erreicht ist. Wenn man das nicht tut, hängt man sich an etwas anderes, man kann ja nicht alles auf einmal plötzlich aufgeben.

  • Sutta-Nipāta 1.9, Hemavata Sutta

    • mukti
    • 18. September 2026 um 13:29

    :)

    Zum Glück ist Buddhaland nicht die ganze Welt.

  • Sutta-Nipāta 1.9, Hemavata Sutta

    • mukti
    • 18. September 2026 um 12:06

    Wo man das Schwinden von Unzufriedenheit und Leid erfährt, daran orientiert man sich. In Indien habe ich erlebt, dass man anders denken kann als in unserer modernen Kultur und dabei auch noch glücklicher sein kann. Also habe ich einfach meine Weltanschauung ausgetauscht und es nie bereut.


    Für mich gibt es andere Welten und Wesen, Ergebnis der Taten, Fortsetzung des Daseins nach dem Tod, der Buddha ist höchster Lehrer der Götter und Menschen und ich fühle mich richtig wohl dabei.

    Bei den Ansichten scheiden sich die Geister, aber Metta soll stets das Verbindende sein.

  • Bedeutung

    • mukti
    • 17. September 2026 um 11:53
    Qualia:

    Der gewollte Denkfehler ist das Nachdenken über Nicht-Selbst. Sagt das Wort eigentlich, wie sollte ein Nicht-Selbst wahrgenommen werden, womit?

    Es gibt keinen Nicht-Baum. Die Wüste Sahara ist voll von Nicht-Bäumen. Sag nicht, das ist idiotisch. Wenn du glaubst das es Nicht-Selbst gibt. Komm mir auch nicht damit, was mit Nicht-Selbst gemeint sein könnte, denn der Begriff sagt klar, was es ist, das es nicht ist.

    Wenn bei einer Fata Morgana Bäume wahrgenommen werden, dann entweder mit oder ohne Erkenntnis, dass sie nur ein Bild ohne Substanz sind.

  • Sutta-Nipāta 1.9, Hemavata Sutta

    • mukti
    • 17. September 2026 um 11:38

    Hemavata und Satagira sind Yakkhas, das ist eine Klasse der Devas. Sie beschreiben die Eigenschaften des Buddha, suchen ihn auf, befragen ihn und beschließen dann, umherwandernd ihm und seiner Lehre Verehrung zu bringen.

    Da sind rechte Betrachtungen für Hausleute enthalten, wie sie in den Lehrreden häufig aufgezählt werden: Betrachtung über den Buddha, die Lehre, seine Schüler, die eigenen Sitten, die Freigebigkeit und die Devas.

    Die Entwicklung dieser Betrachtungen mündet in den Stromeintritt, indem sie ohne Gier, Hass und Verblendung sind. Wenn der Geist darauf ausgerichtet ist, entsteht Begeisterung für das Ziel, Freude an der Lehre, eine Verzückung die das Innere beruhigt und ein Glücksempfinden, durch das sich der Geist sammelt. (A.XI.12-13)

  • Sutta-Nipāta 1.9, Hemavata Sutta

    • mukti
    • 15. September 2026 um 12:18

    Auf die Frage wie man von Leiden befreit wird antwortet der Buddha:


    "Fünf Sinnendinge in der Welt,

    der Geist als sechstes sind verkündet worden.

    Wenn hiervon man den Willen löst,

    dann wird vom Leiden man befreit"


    Das ist wohl die Essenz der Lehre und der Praxis am achtfachen Pfad.

    Ich kann kein Pali, aber es kommt hier das Wort "upādāya" vor, das bedeutet "anhaftend". Den Willen lösen, also die Anhaftungen an die fünf Sinne und den Geist aufgeben, darum geht es, wie es auch im darauf folgenden Vers deutlich wird:


    "Solch' Ausweg aus der Welt hab', wie er wirklich ist, euch gewiesen.

    Vom Leiden macht man so sich frei,

    und dies ist's was ich euch verkünde."


    Danach erklärt der Buddha, wie man sich von Anhaftungen loslöst:


    "Wer stets in Tugend fest, wer weise und gesammelt ist,

    Verinnerlicht und achtsam lebt, der kreuzt die Flut,

    Die wahrlich schwer ist zu durchkreuzen.


    Wer abgewandt von Sinnlichkeits-Gedanken,

    entgangen allen Fesseln ist,

    Wer abgetan hat weltliches Ergötzen,

    der sinkt nicht unter in der Tiefe."


    Diese Sutta ist wieder wie ein Spiegel, in dem man seinen eigenen Zustand sehen kann. Wie steht es mit meiner Tugend, verinnerlichtem Wissen, Sammlung und Achtsamkeit? Wo hänge ich noch an der Sinnlichkeit? Was habe ich schon hinter mir und woran muss ich noch arbeiten? Wie sehr bemühe ich mich?

    Bei mir gibt es schon das Problem der Nachlässigkeit und nicht ganz ohne Beschämung denke ich an die Ermahnung des Buddha:


    "Seid nicht nachlässig, seid achtsam, sittenrein. Mit wohlbehüteten Gedanken schützt euer Gemüt, dass ihr in dieser Lehre und Zucht nicht nachlässig verweilt. Verlassend den Kreislauf der Geburten setzt den Leiden ein Ende." (D.16.3.)


    Nun ja, es ist wie es ist und es geht wie es geht. Wenn man am Floß des achtfachen Pfades festhält und seine Übungen macht, egal was auch immer passiert, erfährt man wie sich allmählich die Verblendung lichtet. Wer oder was könnte mich davon abbringen? Nirgends habe ich mehr Wahrheit gefunden als in der Lehre des Buddha.

  • Majjhima Nikāya 55, Jīvaka Sutta

    • mukti
    • 14. September 2026 um 07:27
    Hue32:

    Dass ein solcher Hinweis innerhalb eines Vertrauensverhältnisses zwischen Lehrer und Schüler sinnvoll sein kann, ist etwas völlig anderes. Bei einem Fremden in einem öffentlichen Forum wirkt dieselbe Aussage schnell wie eine psychologische Diagnose.

    Deshalb würde ich die Korrektur von Dhammavicayo einfach ernst nehmen. Er hat selbst erkannt: „Bei mir kann ich sehen, ob Stolz da ist. Bei jemand anderem weiß ich es nicht.“

    Das ist für mich wesentlich näher an Bescheidenheit als die nachträgliche Rechtfertigung der ursprünglichen Unterstellung.

    Das ist es für mich auch und damit eine willkommene indirekte Belehrung bezüglich rechter Gesinnung. Weisheit zeigt sich wohl vor allem durch vorbildliches Verhalten in Werken, Worten und Gedanken und daraus kann man immer was lernen.

  • Majjhima Nikāya 55, Jīvaka Sutta

    • mukti
    • 13. September 2026 um 21:05
    Helmut:

    Unsere Leidenschaften haben viele subtile Ausprägungen, die nicht leicht zu erkennen sind. Solange wir in Samsara sind und deshalb von Leidenschaften geprägt sind, ist die Gefahr gegeben, dass wir einen gewissen Stolz entwickeln, weil wir dieses oder jenes aufgegeben haben, während andere es noch nicht getan haben. Da kann ganz schnell unbemerkt die Haltung entstehen "Ich bin besser".


    Deshalb ist Upasaka Dhammavicayos Hinweis hilfreich, weil er motiviert, denn eigenen Geist diesbezüglich zu untersuchen. Stellen wir dann fest, dass es diese Haltung "Ich bin besser" in unserem Geist nicht gibt, dann ist das sehr gut und wir können uns darüber freuen. Stellen wir fest, wir haben diese Einstellung in unserem Geist, dann verhilft uns Upasaka Dhammavicayo Hinweis dazu, diese Haltung zu erkennen und dann können wir entsprechende Gegenmittel anwenden, um diese Einstellung zu überwinden.

    Es ist ja gut, wohlmeinend an die kritische Selbstbeobachtung erinnert zu werden. Aber aus welchem Anlass? Ich bin nicht frei von Stolz und Überheblichkeit, achte aber darauf, keine herabsetzenden Texte zu verfassen.

    Die geschundenen und ausgebeuteten Tiere tun mir unendlich leid, da steigt mir schon mal ein Kilesa auf, das etwas mit Hass auf die Täter zu tun hat. So mag eine etwas schroffe Formulierung entstehen, die überheblich wirkt. Ich arbeite daran.


    Selber versuche ich solche Hinweise nicht so zu geben, dass ich jemanden persönlich damit anspreche. Nach meinem unmaßgeblichen Empfinden geschieht das eher in einem Vertrauensverhältnis, in dem man sich gegenseitig ermahnt, oder wenn einer der Lehrer des anderen ist.


    Wie auch immer, ich mache dem guten Upasaka Dhammavicayo bestimmt keinen Vorwurf und bedanke mich für die gutgemeinte Erinnerung an die heilsame Achtsamkeit.

  • Majjhima Nikāya 55, Jīvaka Sutta

    • mukti
    • 13. September 2026 um 16:58

    Dhammavicayo, für mich bist du hier ein Vorbild an Einsicht, Ehrlichkeit und Demut. (Vollkommen ernst gemeint)

Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

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