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  1. Buddhaland Forum
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Beiträge von Lassi

  • Das Glühen der Chakren

    • Lassi
    • 19. März 2026 um 00:46

    Ich versuche es mal mit meiner Vorstellung von Liebe. Als ich etwa sieben oder acht Jahre alt war, sah ich einen furchtbaren Film über die Kreuzigung. Ich nenne ihn furchtbar, weil ich den Schmerz beim Schauen nicht von mir weghalten konnte. In mir entstand eine tiefe Gewissheit, dass solche Dinge wirklich passiert sind. Natürlich weiß ich heute, dass Kreuzigungen zu der Zeit nicht unüblich waren, aber darum geht es mir jetzt nicht.
    Bei meiner Großtante, bei der ich jeden Tag war, hing ein großes, erschütterndes Bild von dem gequälten Jesus. Einmal, als ich alleine im Zimmer war, betrachtete ich es und mir liefen die Tränen. Es überrollte mich so sehr, dass ich das Bild abnahm und mit ganzer Hingabe umarmte. Ich wollte ihm die Last nehmen und hätte es dabei fast kaputtgemacht.
    Als meine Großtante hereinkam, war sie wütend und schimpfte, warum ich das Bild anfassen würde. Ich erklärte: „Ich will es kaputt machen, das Leid muss aufhören, und mein Jesus darf nicht leiden, das weiß ich genau.“ Sie lachte mich aus und meinte, ich sei nicht ganz dicht, mir so etwas Dummes auszudenken. Sie selbst glaubte nicht an Jesus, fand das Bild aber schön genug, um es aufzuhängen.
    Meine Oma war Mesnerin in einer Kirche. Sie organisierte viel und war ständig dort. Ich selbst interessierte mich nie für das Christentum, sondern nur für Jesus als Freund und Gelehrten. Über die Jahre machte mich das einsam, denn wenn man Anschluss zu Gleichgläubigen sucht, aber nie richtig dazugehört, spürt man das deutlich. Das starre Bild von Jesus konnte ich nie akzeptieren, und in Hauskreisen hielt ich es nicht lange aus.
    Ich suche Orientierung, die bodenständig ist und meine persönliche Beziehung zu Jesus respektiert. Da ich meditiere und, wie schon erwähnt, Wiederholungen liebe, kam ich zu den Mantren im tibetischen Buddhismus. Doch wenn alles – Jesus, Tara und Co. – vielleicht nur Einbildung ist, will ich nicht noch mehr Illusionen. Ich will einfach nur wissen, was Wirklichkeit bedeutet.

    Gute Nacht

  • Das Glühen der Chakren

    • Lassi
    • 18. März 2026 um 23:29

    Wenn die Fantasie dir jetzt einen guten Rat geben würde, dann könnte sie mit „lebendig“ antworten auf die Frage des Fühlens. Wenn sich Unwissenheit wie „das darf und kann nicht sein“ äußert, ist sie tot und kann nur noch blind zur Welt kommen.

  • Das Glühen der Chakren

    • Lassi
    • 18. März 2026 um 22:40

    Auch wenn der Thread schon älter ist, möchte ich gerne meine eigenen Erfahrungen und Gedanken dazu teilen.
    Ich bin 44 Jahre alt und meditiere regelmäßig, seit ich 16 bin. Eine Zeit lang habe ich auch unter Anleitung praktiziert, aber das hat mir persönlich nicht viel gebracht. Stattdessen habe ich mich intensiv selbst mit dem Thema beschäftigt.
    Ich habe Erfahrungen gemacht, die ich als Kundalini-Erweckung einordne. Die Energiebahnen im Körper sind für mich real, ebenso wie das Empfinden von aktiven oder glühenden Chakren. Für manche mag das esoterisch klingen, und vielleicht werde ich hier im Forum auch so gesehen. Damit kann ich leben. Jeder Mensch macht seine eigenen Erfahrungen, und ich finde es schwierig, wenn andere diese vorschnell als Humbug abtun.
    Vielleicht fehlen manchmal einfach die passenden Worte, um solche Erlebnisse zu beschreiben. Oder es gibt Erklärungen aus der Psychologie. Auch das schließe ich nicht aus. Ich sehe mich selbst als feinfühlig und sensibel, und es gibt Dinge, die ich nicht vollständig erklären kann.
    Das gilt auch für meinen Glauben. Mein Bezug zu Jesus wird von manchen als naiv betrachtet. Andere wiederum, zum Beispiel aus dem muslimischen Kontext, haben mir gesagt, es sei zwar gut, Christ zu sein, aber letztlich würden viele Christen zur Wahrheit finden und konvertieren. Solche Aussagen empfinde ich als anmaßend.
    Und genau so würde es sich für mich anfühlen, wenn ein Buddhist mir sagen würde, mein Glaube sei nur eine Vorstufe und die eigentliche Realität sähe anders aus.
    Für mich ist Liebe etwas Reales. Sie ist das, was mich antreibt, weiterzugehen und aus meinem Leben das Beste zu machen. Meine Erfahrungen gehören zu mir, und ich finde nicht, dass andere das Recht haben, sie abzuwerten.
    Zweifel sind für mich nichts Negatives. Im Gegenteil, ich halte es für wichtig, alles zu hinterfragen. Aber dieses Hinterfragen sollte zuerst bei einem selbst beginnen, nicht bei den Erfahrungen anderer.

  • Orientierung

    • Lassi
    • 18. März 2026 um 18:28

    Grüß dich,

    was für ein Tag und nun die nächste Überraschung dich hier zu lesen. Damit hätte ich jetzt wirklich nicht gerechnet.


    Vielen lieben Dank für deine Wertschätzung in Bezug auf meine Offenheit. Diese Offenheit hat mich zwar schon oft Probleme gekostet aber in dem Moment wirkt sie einfach reinigend und ausgleichend. Wie das dann auf andere wirkt ist eine andere Sache. Umso schöner wenn sich jemand der kein Blatt vor den Mund nimmt so ehrlich dazu äußert ohne mich mit Schleim zu überdecken.

    Du warst also mal auf dem Zen Weg wenn man das so nennen kann? Es würde mich natürlich interessieren warum sich das bei dir verlaufen hat. Wenn du darauf nicht eingehen willst weil es zu persönlich ist verstehe ich das voll und ganz. Toll wenn du einen anderen und besseren Weg für dich gefunden hast.

    Danke für deine lieben Wünsche.:klee:_()_:rainbow:

  • Brad Warner

    • Lassi
    • 18. März 2026 um 18:03
    Samadhi1876:
    Lassi:

    Ich hänge jetzt bei Seite 60 von Hardcore Zen fest. Eigentlich war der Plan, es am Stück zu lesen, aber dieser furchtbare Slang macht mich fertig, ich will momentan nur noch innerlich schreien. Es gibt zwar zwischendurch wirklich schöne Sätze, aber die Art, wie er schreibt, kratzt extrem an meiner Geduld. Ab Seite 10 hatte ich Kopfschmerzen, und auch wenn es seit Seite 50 minimal besser ist, frage ich mich ernsthaft, wie ich es bis Seite 232 schaffen soll. So viel zum Thema Vorfreude... Normalerweise halte ich viel aus, aber das hier ist eine echte Geduldsprobe

    Deshalb habe ich auch nicht alles gelesen, sondern nur das für mich Interessantere, glaube das kommt in etwa erst zum Schluss wenn ich mich recht erinnere, wo er von ersten neuen Erfahrungen mit ZaZen erzählt und was der Meister zu „Erleuchtung“ meint.


    Bei Muho in seinen Büchern und auf seinen Sendekanal braucht man ähnlich viel Geduld und gute Nerven…

    Das hast du echt gut gelöst. Ich habe zwischendurch schon versucht, den Smalltalk einfach zu überspringen, aber ich neige leider dazu, alles lesen zu müssen. Ich will jedes Wort analysieren und verstehen, daher kommen wohl auch die Kopfschmerzen. Danke für deine Worte, bei mir funktioniert das Ignorieren einfach schlecht, weil ich es jetzt erst recht lesen will, gerade weil es so einen Widerstand in mir auslöst. So gegen den eigenen Körper zu arbeiten, macht keinen Spaß, aber ich denke, das war definitiv das letzte Buch, das ich mir von ihm gekauft habe.

  • Brad Warner

    • Lassi
    • 18. März 2026 um 17:33

    Ich hänge jetzt bei Seite 60 von Hardcore Zen fest. Eigentlich war der Plan, es am Stück zu lesen, aber dieser furchtbare Slang macht mich fertig, ich will momentan nur noch innerlich schreien. Es gibt zwar zwischendurch wirklich schöne Sätze, aber die Art, wie er schreibt, kratzt extrem an meiner Geduld. Ab Seite 10 hatte ich Kopfschmerzen, und auch wenn es seit Seite 50 minimal besser ist, frage ich mich ernsthaft, wie ich es bis Seite 232 schaffen soll. So viel zum Thema Vorfreude... Normalerweise halte ich viel aus, aber das hier ist eine echte Geduldsprobe

  • Orientierung

    • Lassi
    • 18. März 2026 um 10:39

    Moin in die Runde,
    ich bin jetzt seit einem Monat hier im Forum und habe in der Zeit schon jede Menge Threads durchstöbert. Ehrlich gesagt, ich habe schon einiges dazugelernt. Überall finde ich spannende Inhalte und interessante Blickwinkel.


    Eine Frage beschäftigt mich gerade. Da das Forum für jede buddhistische Richtung einen eigenen Bereich hat und dadurch viele unterschiedliche Herangehensweisen vertreten sind, frage ich mich, fühlt man sich eher in den eigenen Reihen wohl, oder spielt das gar keine so große Rolle? Klar, Sympathie ist sicher wichtig, aber wie sind eure Erfahrungen?


    Wann habt ihr eigentlich gemerkt, dass eine bestimmte Richtung für euch passt?


    Und praktiziert hier vielleicht jemand mehrere Traditionen gleichzeitig, oder ist das eher ungewöhnlich?
    Ich will gar nicht zu viel schreiben, mich interessiert vor allem, was ihr dazu sagt.
    Ach, und falls ich ein Thema erwischt habe, das es schon unter einem anderen Namen gibt, dann bitte einfach löschen.

  • Wo fängt das Aussen an?

    • Lassi
    • 17. März 2026 um 20:38

    In Momenten, in denen ich nicht mehr weiter wusste und keine Tür wirklich einen Weg zeigte, habe ich mich immer an Jesus gewendet. Ich erinnere mich an eine besonders gefährliche Situation: Ich hatte mich mit jemandem getroffen, um gemeinsam zu beten. Der Mann war groß und stämmig und wollte mich plötzlich nicht mehr aus seiner Wohnung gehen lassen. Anfangs war es nur unangenehm, ich merkte schnell, dass er aggressiv wurde. Plötzlich schlug er mir ins Gesicht. Ich war geschockt, Angst stieg in mir hoch, und alles in mir wollte einfach nur fliehen.
    Ich bin auf den Boden gefallen und habe angefangen zu beten. Ich schloss die Augen und flehte Jesus an, mir die Kraft zu geben, die Schläge auszuhalten. Ich dachte an die Idee, die andere Wange hinzuhalten, um nicht zurückzuschlagen, aber gleichzeitig war da diese wachsende Panik, dass ich ernsthaft verletzt werden könnte. In diesem Moment spürte ich plötzlich eine unglaubliche Kraft in mir. Es war ein Impuls, der mich durchflutete – mutig, klar und scharf wie ein Lichtstrahl.
    Ich rappelte mich auf. Als der Mann erneut zuschlagen wollte, handelte ich instinktiv. Ich sprang ihn an, warf ihn zu Boden, hielt seine Hände fest und sagte deutlich, dass niemand das Recht habe, mich zu schlagen,niemand, unter keinen Umständen. Plötzlich sah ich seine Angst, das Entsetzen über sein eigenes Verhalten, und er begann zu weinen. Er entschuldigte sich und sagte sogar, dass es ohne meine Reaktion nie dazu gekommen wäre. Ich nutzte den Moment, forderte den Schlüssel der verschlossenen Tür ein und verließ die Wohnung so schnell ich konnte. Wäre ich nicht geflüchtet, hätte er mich sonst vergewaltigt.
    Solche Momente haben mir gezeigt, dass es etwas gibt, das über uns hinausgeht. Etwas, das in den dunkelsten Situationen Kraft schenkt, wenn man selbst nicht mehr weiter weiß. Diese Erfahrung ist zwar schon viele Jahre her, aber sie gibt mir bis heute Sicherheit und Mut, besonders in Momenten, in denen ich mich mutlos oder unsicher fühle. Zum Glück kommen solche Situationen heute nur noch sehr selten vor.
    In den letzten Tagen habe ich außerdem gemerkt, wie sehr mir das Singen von Mantras hilft egal, ob mitten am Tag oder vor dem Schlafengehen. Es gibt mir Ruhe, Klarheit und eine Verbindung zu dieser inneren Stärke, die ich damals gespürt habe. Es ist ein kleiner, aber sehr wertvoller Anker in meinem Alltag geworden, der mich immer wieder daran erinnert, dass ich nicht allein bin und dass ich auch in schwierigen Momenten auf meine eigene Kraft vertrauen kann.

  • Lehren/Philosophien = Narrative

    • Lassi
    • 17. März 2026 um 19:09

    JoJu91


    Ich war in der Gruppe „die Mama“. Wenn jemand Neues dazu kam, sagte der Chef oft: „Kümmere dich bitte um die Person.“ Er wusste, dass man sich auf mich verlassen konnte. Genau hier lagen meine Qualitäten: Ich arbeitete die Neulinge ein und hatte immer ein offenes Ohr. Rein jobtechnisch war ich also zu etwas zu gebrauchen. 🙂
    Darüber hinaus habe ich in der Pflege gearbeitet und eine Weiterbildung in Trauer- und Sterbebegleitung gemacht. Die Zeit im Hospiz war besonders lehrreich. Zu sehen, wie Menschen mit ihrer letzten Zeit umgehen und wo sie Halt finden, hat mir sehr viel gegeben. Oft waren es sehr Gläubige, die am besten damit zurechtkamen. Diese Erfahrung hat meine Fähigkeit zur Seelsorge und mein Einfühlungsvermögen stark geprägt.
    Durch solche Rollen entsteht aber auch Frust. Wenn Menschen wissen, dass ich Autistin bin, was ich eigentlich gehofft hatte, um Verständnis für mein Verhalten zu bekommen und Dinge nicht mehr so persönlich nehmen zu müssen, passiert oft das Gegenteil. Sie stecken mich dann in eine Schublade: „Ah, das ist also ein Defizit“ oder „Na, dann bist du ja sowieso normal, wenn du dich anpasst.“
    Was dahinter an Kraftaufwand steckt, das ständige Maskieren und Kompensieren, sieht kaum jemand. Es ist schwierig genau zu wissen, wem man was mitteilen soll. Mir ging es nur darum, mit Menschen auf Augenhöhe zu reden und gegenseitiges Verständnis zu schaffen.
    Am Ende ist es für mich wichtig, mir bewusst zu machen, dass all diese Rollen nur Rollen sind und mich nicht ausmachen. Wenn man das im Hinterkopf behält, kann man solche Kommentare mit Abstand betrachten und manchmal sogar darüber lächeln.

  • Lehren/Philosophien = Narrative

    • Lassi
    • 16. März 2026 um 17:01

    Ich sehe mich so rollenlos. Mein ganzes Leben lang hatte ich versucht, mich durch eine Rolle zu definieren, um auch für andere greifbarer zu werden. Zum Schluss dachte ich, durch meine späte Diagnose (frühkindlicher Autismus, hochfunktional) hätte ich nun meine ideale Rolle gefunden – aber das ging nach hinten los. Das macht mich einfach nicht aus und es verwirrte mich nur noch mehr.

    Bei anderen beobachtete ich oft eine Art Selbsttäuschung, wenn sie einfach so in verschiedene Rollen schlüpfen konnten. Bis ich verstand, dass das wohl so üblich und manchmal auch einfach notwendig ist. Als ich ein paar Jahre für eine Umweltschutzorganisation auf der Straße Spenden gesammelt habe, lernte ich viele unterschiedliche Menschen kennen. Pro Tag sprach ich etwa 100 Leute an; natürlich blieben nur wenige stehen und hörten mir zu.

    Von meinem Chef konnte ich eine Menge lernen. So wurde aus mir eine Rolle – die Rolle, die für andere in diesem Moment funktionierte. Ich blieb meinen Werten dabei zwar treu, aber mein Helfersyndrom kam leider auch nicht zu kurz. Ich hörte mir die Probleme der Menschen an und verlor dadurch das Wesentliche aus den Augen. Oft warteten die Leute sogar, bis ich mit meiner eigentlichen Arbeit fertig war, um dann mit mir über ihre Sorgen zu reden. Ich machte mir innerlich ständig bewusst, dass ich für einen guten Zweck auf der Straße stand und nicht, um Seelsorge zu betreiben, doch ich konnte ihr Leid nicht ignorieren. Ich fühlte mich nach einem erfolgreichen Abschluss zwar nicht schlecht, aber diese Rolle, die ich darstellte, war mir einfach zu gekünstelt.

  • Brad Warner

    • Lassi
    • 16. März 2026 um 07:41

    Guten Morgen,


    also ich bin mega dankbar und sauge seine Worte richtig auf. Da ich keine Buddhistin bin, sondern mich einfach für verschiedene Methoden interessiere, ist das jetzt im Moment genau das Richtige. Mein Obi Wan der Gegenwart.

  • Der Buddha als Mensch?

    • Lassi
    • 15. März 2026 um 21:59
    Igor07:
    Qualia:

    Wo kann der Mensch Buddha sein, wenn er nicht erkennbar ist, der gleichzeitig tot und lebendig sein soll? Man also auch nicht weiß, ob es ein Buddha, ein Elefant oder eine die Erde umkreisende volle Teetasse ist.

    Den Beitrag habe ich gemeldet. Selbstgespräche, Selbstzitieren haben nichts mit dem Thema zu tun und haben auch nichts mit dem Leben des historischen Buddha zu suchen.:shrug:

    Das kann man doch auch per PN regeln, wenn dich Selbstgespräche so stören.

  • Wo fängt das Aussen an?

    • Lassi
    • 15. März 2026 um 15:01

    :rainbow:^^:rainbow:Ja das merkt man den Zeilen an.

  • Brad Warner

    • Lassi
    • 15. März 2026 um 14:53
    Qualia:
    Lassi:
    Qualia:

    Einer meiner „Meister“ der mich zum HerzHaften Lachen gebracht hat und auch zur Selbsterkenntnis, wenn mir das Lachen im Hals stecken geblieben ist und ich gemerkt habe: Ignoranz mir und ihm gegenüber.

    (richtig geil wurde der für mich, weil ich Godzilla-Filme liebe, egal aus welcher Zeit)

    Ich war hin und weg, als ich ihn in der Doku mit dem Hasenkostüm gesehen hab. :lol: Er hat mich mehrfach zum Lächeln gebracht auf eine wirklich angenehme und herzliche Weise. Dadurch berührte er auch eine Stelle tief in mir drin, die mit Freude lernen möchte, ohne Krampf. Sowas zu finden ist selten (zumindest bei mir).

    Er erschien, als ich gerade dabei war, meine Zen-Vorstellungen zu verfestigen, wie eine Abrissbirne. Selbstverständlich nur ein Laberkopp für die, die sicher sind im Zen.

    Da bin ich aber jetzt wirklich froh über meine Unsicherheit.


    Mit Laberkopp meinst du einen Schwätzer. Ich bin gespannt welche Stufen oder Berge ich besteigen muss um das auch so zu erfassen.

  • Brad Warner

    • Lassi
    • 15. März 2026 um 13:41

    Samadhi1876

    Okay, jetzt verstehe ich was du meinst, danke. Mit dem von dir genannten Muho werde ich mich bei Gelegenheit auch auseinandersetzen.

  • Brad Warner

    • Lassi
    • 15. März 2026 um 13:26
    Qualia:

    Einer meiner „Meister“ der mich zum HerzHaften Lachen gebracht hat und auch zur Selbsterkenntnis, wenn mir das Lachen im Hals stecken geblieben ist und ich gemerkt habe: Ignoranz mir und ihm gegenüber.

    (richtig geil wurde der für mich, weil ich Godzilla-Filme liebe, egal aus welcher Zeit)

    Ich war hin und weg, als ich ihn in der Doku mit dem Hasenkostüm gesehen hab. :lol: Er hat mich mehrfach zum Lächeln gebracht auf eine wirklich angenehme und herzliche Weise. Dadurch berührte er auch eine Stelle tief in mir drin, die mit Freude lernen möchte, ohne Krampf. Sowas zu finden ist selten (zumindest bei mir).

  • Brad Warner

    • Lassi
    • 15. März 2026 um 13:20
    pano:
    Lassi:

    Heute Abend bin ich per Zufall auf eine wirklich tolle Doku gestossen über Brad Warner, einen Zen Buddhist und Lehrer der etwas anderen Art. Hatte vorher nie von ihm was gehört oder gelesen. Im Forum konnte ich jetzt zu seiner Person nur einen älteren Beitrag finden, sonst hätte ich da angeknüpft.

    Der ist enorm abgedriftet, seit (ich glaube) seiner Scheidung (oder war’s der Tod des Lehrers). Würde abraten, oder zumindest als unvollkommene Quelle ansehen.

    Hallo Pano,


    danke für deine Ehrlichkeit.

    Er ist für mich eine echte Inspirationsquelle und ich werde das Buch Hardcore Zen lesen und seine Empfehlung Moon in a Dewdrop: Writings of Zen Master Dōgen. Bin sehr, sehr gespannt.

    Seine aktuellen Videos auf Youtube sprechen mich auch sehr an.

  • Brad Warner

    • Lassi
    • 15. März 2026 um 13:08
    Samadhi1876:

    Er labert ähnlich viel wie Muho in seinen Videos

    Meinst du mit labern dummes Zeug reden oder zu ausschweifend ?

  • Wo fängt das Aussen an?

    • Lassi
    • 15. März 2026 um 13:01

    Huhu Qualia,


    ich freue mich von dir zu lesen.


    Im Moment rätsele ich über deinen anderen Thread. Mit der Identifikation beim Schreiben und wie Künstler ihre Werke betrachten. Ich traue mich da im Moment nicht eure Beiträge zu unterbrechen. Es zeigt sich wirklich schön und stimmig. Es regt etwas in mir an, was ich nicht so richtig benennen kann. Ich werde weiter darüber nachdenken.

  • Brad Warner

    • Lassi
    • 14. März 2026 um 23:32

    Heute Abend bin ich per Zufall auf eine wirklich tolle Doku gestossen über Brad Warner, einen Zen Buddhist und Lehrer der etwas anderen Art. Hatte vorher nie von ihm was gehört oder gelesen. Im Forum konnte ich jetzt zu seiner Person nur einen älteren Beitrag finden, sonst hätte ich da angeknüpft.

  • Wo fängt das Aussen an?

    • Lassi
    • 14. März 2026 um 20:03

    Qualia


    Danke für deine Worte.


    Mir wird immer mehr klar, wie kreativ mein eigener Verstand im Verarbeiten ist. In der kurzen Zeit hab ich wieder sehr viel gelernt. Diese Kreativität darf da sein und sich ausdrücken, ohne Bewertung von Aussen. (Was immer auch das Aussen bedeutet) *gg*


    Jemand der weniger eingefahren ist in ein bestimmtes "SO ist das System" wie etwas zu sein hat, kann in manchen Sachen wohl auch offener mit anderen Meinungen umgehen.


    Ich lasse es kommen und gehen...ja und wenn es keinen Sinn macht, dann hat der Unsinn auch seine Berechtigung. So entsteht Weiterentwicklung.

  • Wo fängt das Aussen an?

    • Lassi
    • 14. März 2026 um 17:22

    Nun, das ist fast witzig. Vorhin habe ich wirklich sehr viel an Zen gedacht und mich etwas reingelesen. Bei der Meditation vorhin, da hab ich dann alles wie Wolken an mir vorbei ziehen lassen. Ohne Wertung, ohne Druck.


    Danach hab ich aber wieder eine Geschichte innerlich vor mir ablaufen sehen, wie einen Film, nur ohne Musik und es war alles sehr fokussiert. Ein Zen Meister hatte mitgespielt und zwei seiner Schüler. Es ging darum ein kleines Ferkel viele Treppenstufen hochzubringen und danach auf einen hohen Schrank zu setzen. Der eine Schüler zögerte und wollte nichts falsch machen, der andere Schüler nahm sich das Ferkel unter den Arm und trug es die Treppe sehr schnell hoch um es anschliessend auf den Schrank zu setzen. Das Ferkel hatte Angst und der Schüler versuchte es auf dem Schrank ruhig zu stellen. Nebenher rief er dem Meister zu "Was soll ich jetzt tun, es wieder runternehmen?" Der Meister antwortete ihm nicht und das Ferkel wurde immer unruhiger. Da nahm der Schüler das Ferkel in seine Arme zurück und versuchte es zu beruhigen. Es schlief dann in seinen Armen ein und er trug es langsam wieder runter zu seinem Meister. Der Meister sagte dann zu ihm was er denn jetzt mit dem Ferkel macht. Der Schüler meinte er würde sich gerne weiter um das Ferkel kümmern, da es sonst hilflos ist und wahrscheinlich geschlachtet wird. Da lachte der Meister und das Ganze war vorbei.

  • Wo fängt das Aussen an?

    • Lassi
    • 14. März 2026 um 11:57
    Qualia:
    Lassi:

    Erklärt mir auch, warum das mit allem Möglichen so gut funktioniert. Deshalb mein Beispiel mit Harry Potter. Grins.

    Qualia:

    Die unendlichen Erscheinungen, in denen unsere feinstofflichen Wesen sich uns zeigen, haben im Buddhismus den Namen Devas. Auch die grüne Tara gehört dazu.

    Warum sollten dir deine feinstofflichen Wesen nicht als Harry Potter, Jesus, deine Oma, Spaghettimonster, die Erde umkreisende Teetasse, erscheinen?


    Nimm einen Gegenstand in die Hand, öffne deine Augen und sehe: Deine Hand (Tastsinn) und dein Sehen machen Realität. Mach die Augen wieder zu und stelle dir alles vor, was du in der Hand haben willst. Das kann sogar der ganze Himalaya sein. Öffne wieder die Augen und sehe und fühle. :D:grinsen:

    Ja das ist wirklich krass. Gedanklich kann ich mich auch überall bewegen und falle nirgends auf. :lol:

  • Wo fängt das Aussen an?

    • Lassi
    • 14. März 2026 um 11:49

    Ich möchte noch dazu sagen, das ich eine sehr lebhafte Fantasie habe. Für mich war es als Kind oft ein Mittel, um mich aus der Gewalt im Umfeld zu lösen und eine Sicherheit aufzubauen. Das Vertrauen was mir in Andere fehlte, habe ich so gut es geht in ein positives Weltbild gelegt. Vielleicht ist das meine Mara gewesen. Ich kann jetzt in einem Raum sitzen der voll mit Gewalt und Zerstörung ist und ich bleibe ruhig, wo Andere weglaufen. Wenn aber zum Beispiel eine Kleinigkeit sich in einem Ablauf ändert, ohne mir nachvollziehbare Gründe, ja dann kann die ganze Welt kurz zerbrechen.


    Ich nehme auch keine Drogen (trinke keinen Alkohol) und nehme keine Tabletten. Mir reicht meine Fantasie vollkommen aus! :badgrin:

  • Wo fängt das Aussen an?

    • Lassi
    • 14. März 2026 um 11:28
    Thorsten Hallscheidt:

    Wozu Götter, Geister, Zauber oder ätherische Buddhas? Es ist doch im Grunde ganz einfach:

    Zitat

    So wie ich denke und denkend rede und handle, so werde ich. In der Art, wie ich etwas mache, mache ich mich. Mein Charakter ist durch meine Werturteile bedingt. Durch meine denkerische Aktivität wird meine Gewöhnung geschaffen, mein Geneigtsein, mein verändertes Verhältnis zu etwas und dadurch meine Empfindlichkeit.

    Hellmuth Hecker, der Heilsweg des Erwachten, S. 75


    Die Analyse des Leidens beginnt im Alltag. Der achtgliedrige Pfad, der Weg zur Befreiung vom Leiden, beschäftigt sich mit dem Alltag. Die Befreiung findet konkret mit und im Alltag statt.


    Der Weg besteht aus folgenden praktischen Übungsfeldern, in denen alltägliche unheilsame Gewohnheiten langsam und stetig in heilsame Gewohnheiten verwandelt werden.


    Entwöhnung von berauschenden und benebelnden Gewohnheiten (Alkohol, soziale Medien, Zigaretten, Haschisch, Lachgas, etc.)
    Entwöhnung vom Töten (z.B. gedankenloses Töten von Insekten, Unterstützung von Massentierhaltung, etc. )
    Entwöhnung vom Stehlen (auch Ausbeutung nicht unterstützen)
    Entwöhnung von sexuellem Fehlverhalten
    Entwöhnung vom Lügen
    Entwöhnung von übler Nachrede oder Verbreitung von Vorurteilen
    Entwöhnung von grob verletzender Rede (auch Hassrede im Netz)
    Entwöhnung von gedankenlosem Geschwätz
    Entwöhnung von Habsucht (sich über Statussymbole oder Konsum definieren)
    Entwöhnung von Übelwollen, Ärger
    Entwöhnung von falscher Sicht (z.B. Leugnung von Ursache und Wirkung)
    Entwöhnung von Neid, Missgunst
    Entwöhnung von Geiz
    Entwöhnung von Stolz, Arroganz und Überheblichkeit
    Entwöhnung von Trägheit
    Entwöhnung von Rücksichtslosigkeit, Vergesslichkeit, Unachtsamkeit
    Entwöhnung von Unruhe, Rastlosigkeit, ständiger Ablenkung (Prokrastination)


    Sich gewöhnen an Gewaltlosigkeit (psychisch und physisch)

    Sich gewöhnen an Großzügigkeit und Freigebigkeit
    Sich gewöhnen an Geduld
    Sich gewöhnen an Tatkraft / freudige Anstrengung
    Sich gewöhnen an Sammlung / Meditation

    Sich gewöhnen an liebende Güte

    Sich gewöhnen an Mitfreude

    Sich gewöhnen an Mitgefühl
    Sich gewöhnen an Gleichmut


    Das allmähliche Entwickeln von Weisheit


    Diese Veränderung der Gewohnheiten und der Konditionierung im konkreten Leben mindert das Leiden und führt zu wachsender Unabhängigkeit und Freiheit.

    Alles anzeigen

    Wenn ich jemanden in mein Leben lasse, erwarte ich vielleicht auch zuviel von meinem Gegenüber. Bei Reibungen, da möchte ich wissen was los ist. Bei Worten die sich unstimmig zeigen, da möchte ich gerne wissen wie ein Austausch im Guten enden kann. Ich achte sehr auf die Stimme, da ich Mimik und Gestik nicht so gut drauf hab. Fast wie eine Blinde die sich an die Menschen tasten möchte, um zu verstehen. Ich erkenne oft Muster, Einfärbungen der Worte und Worte die keinen Sinn ergeben. Sprache kann so schwierig sein und beim Anpassen unterlaufen mir ständig sehr dumme Fehler. Diese Fehler möchte ich gerne sofort beseitigen. Am Liebsten noch direkt in einer Unterhaltung. Das wirkt manchmal echt komisch auf Menschen. Überforderung und Ablehnung finden dann auch ihren Halt. Wenn ich dann noch hergehe und das hinterfrage gelingt oft nichts mehr, ausser Abstand. Unterhaltungen führt man gemeinsam, doch wenn ich nur bei mir oder beim Gegenüber sein kann, in dem Moment der Aufnahme, kann ich die Puzzlestücke nur nach und nach zu einem Bild bringen.

    Danke für deinen Beitrag.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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