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Beiträge von Wasserziegel

  • Das richtige Verständnis der Wiedergeburt im frühen Buddhismus.

    • Wasserziegel
    • 27. Januar 2026 um 21:19
    Igor07:

    Wenn man so verbissen an das moderne Paradigma glaubt, grenzt das für mich an Fanatismus, aber rein "wissenschaftlich". Entschuldigung... Nicht "persönlich" gemeint.

    Ich habe den Wissenschaftlichen Standpunkt vertreten, den hier gilt es wirklich klar zu stellen, dass die empirische Wissenschaft hier eine sehr klare Position bezieht! Alles andere sind Gedankenmodelle welche Wissenschaftliche Grundlagen haben aber wenn es an die Fakten geht, bleibt die Wissenschaft hart. Sehr Hart!


    Natürlich bleibt immer irgendwo ein Spalt wo man Hoffen könnte oder Hoffnung sucht.

    Letztlich sollte man aber nicht versuchen in diesen Spalten die Wahrheit erkennen zu wollen, denn dazu sind die Wissenschaftlichen Daten zu relevant um sie zu ignorieren oder umdeuten zu wollen. Dessen gilt es sich zu stellen und wer dies nicht getan hat, kann nicht wirklich Tief gehen bei diesem Thema. Zu viele Menschen blenden das Thema komplett aus und ersetzen es durch ein Unsterbliches "Ich" welches nicht in Frage gestellt werden darf.

  • Das richtige Verständnis der Wiedergeburt im frühen Buddhismus.

    • Wasserziegel
    • 27. Januar 2026 um 20:13
    Igor07:


    Darum geht es hier. Es geht nach dem Tod immer weiter, das weiß auch die Wissenschaft, kein Widerspruch.
    Aber nicht im Sinne einer festen Identität, denn dann wäre es Atman oder die Seele, da ist etwas anderes.

    Alles was du schreibst ist eine Sichtweise wie es so viele gibt. Doch bei der Wissenschaft enden all diese Sichtweisen. In der Wissenschaft, vor allem in der Neurowissenschaft gibt es keine Ausflüchte und Auswege mehr.


    Hier gelten ganz klare und eindeutige Grundannahmen welche das exakte Gegenteil von "kein Widerspruch in der Wissenschaft" darstellen.


    Es ist der Mensch der immer damit beschäftigt ist Auswege und Fluchtmöglichkeiten nach Außen zu suchen für sich oder sein Bewusstsein mit oder ohne "Ich". Die Wissenschaft jedoch steht klar dagegen! Es gibt Modelle und auch Philosophische Konzepte aus Theoretischen Gedankenmodellen aber sobald es Empirisch wird, sobald es Faktenbasiert wird, endet die Träumerei. Wissenschaftlich gilt: kein danach, kein weiter!


    Dies ist ein Axiom und es gilt als das Fundament der Neurowissenschaft.

    "All known conscious states depend on specific neural substrates and their dynamics."


    Man kann träumen, hoffen, suchen und sich vergraben in Ausflüchten oder, wenn auch nur 1 mal, versuchen das offensichtliche und Faktenorientierte Wissenschaftliche Modell anzunehmen, es wirklich greifen, es wirklich verstehen.

    Alternativ bleibt man in seiner Illusion bis zum letzten Moment und sucht nach Ausflüchten bis die Realität, einen in den letzten Stunden oder Minuten nach Innen zwingen wird ohne, dass man wirklich loslassen konnte.


    Nur wenn man bereit ist, diese Ebene zu betreten, ohne von der Natur am ende dorthin gezwungen zu werden, kann man Tiefer in die wirklich interessanten Fragen des Lebens eintreten, die erst dort real gestellt werden können. Einen Punkt der erst erreicht werden kann, wenn man seine eigene Sterblichkeit wirklich erkannt hat.


    ---

    Zum Standpunkt der empirischen Wissenschaft (nur ein ganz kleiner Auszug, hinter diesen Aussagen stehen teilweise Jahrzehnte lange Forschungen an renommierten Universitäten):


    The Neuroscience of Consciousness (Stanford Encyclopedia of Philosophy)


    Neural correlates of consciousness: what we know and what we have to learn!
    Rocco Salvatore Calabrò 1, Alberto Cacciola, Placido Bramanti, Demetrio Milardi


    Physically Sufficient Neural Mechanisms of Consciousness
    Matthew Owen 1,*, Mihretu P Guta 2,3


    “Phantoms in the Brain” – Vilayanur S. Ramachandran & Sandra Blakeslee


    “The Astonishing Hypothesis” – Francis Crick


    Where Does Consciousness Come From?
    Dive into the science and philosophy of consciousness. Learn how neural correlates, cognitive neuroscience, and philosophical debates shape our understanding…
    scienceexchange.caltech.edu


    Studien zum NCC zählen zu den grundlegenden empirischen Arbeiten der Disziplin und werden seit Jahrzehnten fortgeführt (Crick & Koch, Metzinger, u. a.)

  • Das richtige Verständnis der Wiedergeburt im frühen Buddhismus.

    • Wasserziegel
    • 20. Januar 2026 um 18:56

    Oha Igor07, es ist selten jemand zu finden, der bereit ist oder war, sich diesem Thema zu stellen. Dies ist es, was allgemein als der Schmerz der Wahrheit bezeichnet wird. Am Ende eines langes Weges voller Hoffnung, voller Glauben, voller Annahmen voller Erkenntnisse gelangt man irgendwann an den Punkt, wo klar wird, dass es keinen logischen Ausweg mehr gibt. Das auch die letzte Option versiegt.


    Es gilt eines der wohl gehütesten Axiome der Welt:

    "Bewusstsein benötigt ein Substrat um zu existieren aber Bewusstsein ist kein Substrat"


    Dies ist die Grundlage der Neurowissenschaft und nur wer wirklich Tief reflektiert hat, erkennt die wahre schwere dieses Axioms. Dies einfach nur zu lesen oder zu verstehen reicht nicht um es greifen zu können. Es ist ein Moment des Innerlichen Zusammenbruchs wenn man es wirklich realisiert.


    In der Neurowissenschaft gilt eine 99% Annahme dieses Axioms. Der eine Prozent der bleibt ist das Fenster, dass Bewusst nicht geschlossen wird auch wenn die Wahrheit klar auf dem Tisch liegt.

    Aber an dieser Stelle fängt der eigentliche Vernichtungsfeldzug der Wissenschaft ja auch erst an.

  • Das richtige Verständnis der Wiedergeburt im frühen Buddhismus.

    • Wasserziegel
    • 19. Januar 2026 um 20:54

    Sehr Interessant, in meinen Augen sagt der Fall mehr etwas über das menschliche Bewusstsein aus als über ein Leben nach dem Tod.


    Das Gehirn kann Rollen, Perspektiven und Identitäten so tief simulieren, dass sie existenziell real wirken auch ohne äußere Ursache. Daher zeigt James wie leicht ein "Ich Modell" an fremde Narrative andocken kann, wenn das Alter früh genug und das Thema emotional geladen sowie die Umgebung dies alles als real wahrgenommen widerspiegelt. Hier ist genau auch das Problem, die selbsternannten Forscher wirken eher wie Verstärker als wie neutrale Beobachter. Dann die Nachrichtensender und Medien allgemein welche diese Themen zu gerne als Vermarktung nutzen. Alles das wirkt auf die Familie und zuletzt auf das Kind, direkt und indirekt verstärkend ein.


    Im Alter von 15-24 Monaten ist die Kernzeit wo sich das "Ich" als komplexer Prozess im Gehirn maßgeblich entwickelt und genau hier sowie kurz danach findet dieses "Branding" statt.

    Es wird wahrscheinlich ein Leben lang nachwirken.


    Zu guter Letzt darf nicht vergessen werden, dass diese ähnliche Art von Formaten gerade in den USA ein eigenes Geschäftsmodell sind, mit denen viel Geld verdient werden kann.


    Gerade der Buddhismus sucht hier keinen einfachen Wege und bei solchen Aussagen wie hier in der Doku, muss also besonders Kritisch hinterfragt werden.


    Das "Ich" ist ein Prozess und wäre daher auch nicht Teil einer Wiedergeburt und das reine Bewusstsein könnte sich nicht erinnern. Wo also sollte hier angesetzt werden?

  • Sichtwechsel auf der Autobahn: War das ein Moment des Erwachens?

    • Wasserziegel
    • 17. Januar 2026 um 22:09

    Ich verstehe was du sagen willst und ja es ist nicht nötig das „Ich“ Bewusst zu deaktivieren durch das herunterfahren des visuellen Cortex nur um „Erwachen“ zu können oder um zu erkennen, dass das „Ich“ nur ein Prozess ist. Nach Zen ist dies nicht notwendig, korrekt!


    Dennoch ist es so, dass eine solche Erfahrung ungemein hilfreich sein kann, diesen „Ich“ Prozess zu erkennen und zu verstehen und dadurch die Identifikation mit dem „Ich“ effizient beenden zu können, da es ja bereits als nicht notwendiger Bestandteil des Sein aktiv erfahren wurde. Auch wenn die Erinnerung daran wieder mit einem Ego gefüllt wird, bleibt dennoch vieles zurück von dem, was dort erlebten wurde. Zum Beispiel die Tatsache, dass es keine Flüssigen Bewegungen in der Erinnerung mehr gibt, sondern Bewegungen Punktuell in den Erinnerungen gespeichert werden, da es kein „Predictive Processing“ mehr gibt, was ja ein klarer Indikator für das Erleben eines Prozesses ohne Aktiven „Ich“ Marker ist.


    Das "Ich" als aktiven Prozess im Gehirn bewusst so zu reduzieren, dass es verschwindet, um Bewusstsein frei erleben zu können ist kein Makyo auch nicht nach Zen. Das Bewerten der Erinnerung aber sehr wahrscheinlich schon!


    Zen ist radikal und das musste er auch sein da es keine Wissenschaft gab die Dinge hätte erklären können. Die Gefahr des Abdriftens war und ist auch heute teilweise sehr hoch.

    Würde er heute allein den Buddhismus präsentieren, würde es wohl sehr Problematisch werden. Siddhartha Gautama hätte ihm sicher in einigen Punkten kommentieren wollen.


    Es ist nicht immer alles Schwarz und Weiß auf dem Weg zum Erkennen. Heute können wir vieles Erklären und Zens Radikalität ist dank der Wissenschaft nicht mehr vollumfänglich nötig. (Siehe Metzinger oder Eric Berne)

  • Sichtwechsel auf der Autobahn: War das ein Moment des Erwachens?

    • Wasserziegel
    • 16. Januar 2026 um 17:32

    Was du beschreibst, ist bereits der Zustand, in welchem das „Ich“ vom Bewusstsein getrennt wird und es ohne Ego keine aktives wegschreiben der Erinnerungen selbst mehr gibt. Erst wenn der Okzipitallappen wieder aktiv wird, können die Erinnerungen auch rückwirkend weggeschrieben werden. In diesem Zustand kann man kein Auto fahren da der äußere virtuelle Cortex down ist und der Innere maximal einen visuellen Restmarker zurücklässt.


    Eine Trennung von Bewusstsein und Ego bei vollem Bewusstsein ( also ohne Drogen ) geht immer mit dem Verlust der Visuellen Außenwahrnehmung, Zeitgefühl und der Fähigkeit auf sein Wissen zuzugreifen einher. Ich schreibe nur deshalb bewusst ohne Drogen, da ich nicht für den Zustand mit Drogen sprechen kann, da ich diesen nicht kenne. Nicht um auf irgendwas anderes hinweisen zu wollen!


    In diesem Zustand ist das Fahren eines Auto unmöglich und daher sollte man auch nicht im Auto versuchen, solche Zustände erreichen zu wollen. Mit oder ohne Drogen.


    Es gilt also zu klären an welchen Punkt Dirk gewesen ist, denn letztlich stellte er diese Frage. Eine Trennung vom Ego war es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht, da er ja eine Außenwahrnehmung hatte und diese immer ein Ego erfordert. Was er beschreibt, war eher der Zustand, in welchem man erkennt, wie die Gedanken im Kopf die Bilder erzeugen und er sich selbst beginnt als Bezugsebene dazu zu erkennen => Das heißt sein Ego beginnt sich selbst zu erkennen.

    Da es hier aber auch nochmal 2 verschiedene Zustände gibt, bleiben meine Rückfragen im Raum.

  • Sichtwechsel auf der Autobahn: War das ein Moment des Erwachens?

    • Wasserziegel
    • 16. Januar 2026 um 00:06
    Dirk_:

    Hi zusammen, da bin ich wieder.


    Doch plötzlich drehte sich das um: Ich bewegte mich nicht mehr, sondern ich war das feste Zentrum, an dem die Welt vorbeiflog. Es fühlte sich an wie in einem alten Arcade-Rennspiel: Die Windschutzscheibe war wie ein fester Bildschirm, auf dem sich die Straße nur nach links und rechts schlängelte.

    Alles wirkte irgendwie entkoppelt. Das Sehen, das Hören und die Kopfbewegungen gehörten zwar zusammen, standen aber doch separat für sich. Im Zentrum war absolute Stille, während die Welt außen wild drumherum wirbelte.

    Um diesen Moment besser einordnen zu können, wären diese Antworten hilfreich:


    Konntest du diesen Zustand selbstständig beenden oder lies er sich nicht mehr gezielt auflösen? Also hast du den Zustand selbst beendet oder musstest du warten bis sich der Zustand von selbst auflöste?

    Wie lange hielt dieser Moment an?

    Was hast du in den Minuten davor getan? Oder anders gefragt: Worauf hattest du dich mit deinen Inneren Gedanken konzentriert?

    Wenn du daran zurück denkst, wie nimmst du dich selbst darin wahr: Hattest du das Gefühl, dass dein Gleichgewichtssinn ebenfalls entkoppelt oder etwas überlastet war? Schwindelgefühle?


    Parallel, wenn so etwas geschieht: Bitte immer an den Rand fahren und das Fahrzeug anhalten bis der Moment vorüber geht! Falls du eine echte, aus deiner Sicht "Entkopplung" hattest, ist in diesem Moment dein Gleichgewichtsorgan und deine orientierte Objektbezogene Visuelle Wahrnehmung überlastet. Du hältst in solch einem Moment aktiv 2 Räume parallel, den Außenraum und den Innenraum zusammen in deinem visuellen Cortex im Okzipitallappen. Wie intensiv und wie stark dieser Moment war und welche Areale darin bereits involviert waren, dafür wären deine Antworten wichtig.

    Dirk_:

    Nun meine Frage dazu: War das ein Vorgeschmack auf das „Erwachen“? Geht es darum, diesen Kern der Ruhe wahrzunehmen, während das Leben passiert?

    Falls es eine "Entkopplung" so wie du es Bezeichnest war, dann war es ein Schritt in die Richtung welche du vermutest. Es war aber nach meinen Wissen, nicht der Moment des "Erwachens" oder des "reinen Seins" oder "des Erleuchten". Es wäre der Moment wo du kurz davor warst "dir selbst zu Begegnen" - Achtung Metapher. Diese finale Begegnung hätte aber in einer Stress Situation wie dem Autofahren, zumindest aus meiner Sicht, nicht realisiert werden können. Falls doch, hätte das auf der Straße gefährlich werden können. Im Auto sollte man nicht versuchen, gezielt tiefe Zustände zu erreichen.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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