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  2. LastTrainHome

Beiträge von LastTrainHome

  • Festgefahren in der Praxis – wie geht es weiter?

    • LastTrainHome
    • 11. August 2025 um 01:01
    Qualia:

    Als Kind bekam ich Spielzeug. Weil ich der Ältere war, hatte ich das Einsehen zu haben, dass ich mit meinem Bruder zu teilen habe. Mein Spielzeug war also nur so lange meins, bis mein Bruder es sich nahm und mir nicht wiedergab. Es war mein Spielzeug, natürlich, und doch habe ich es nicht wieder als meines an mich genommen, auch wenn man es mir wiedergab. Das hat sich nie wieder geändert. Wenn ich etwas als meins ansah, habe ich es so versteckt, dass niemand drankam. Heute ist mein Besitz Wissen.

    Von Jugend an waren Bücher meine Schätze, die wollte keiner teilen.

    Ich verstehe. Besitz sind nur vom Menschen juristisch oder theoretisch festgelegte Regel.

    Aber: Dein Wissen ist doch auch nicht dein, sonder gespeichert in deinem Gehirn. Solltest du an Demenz erkranken oder sterben, ist das auch futsch?

  • Festgefahren in der Praxis – wie geht es weiter?

    • LastTrainHome
    • 10. August 2025 um 23:30
    Qualia:

    Bewusstsein (*keine Artikel, keine Pronomen) weiß vom Finger, sogar wenn er abgeschnitten ist.

    Das Ich sagt: „Das ist mein Finger“ und ist erschrocken, wenn dieser in Guteis Hand ist.

    Darum geht es: Mein Finger ist nicht mehr mein Finger, weil er nicht mehr an mir ist.

    Aber es kann doch trotzdem noch mein Finger sein, auch wenn er nicht mehr an mir ist. Ich hab ihn halt verloren und er wird wieder zu Erde. Wenn ich mein Smartphone verliere ist es ja trotzdem noch meines? Außer ich gebe es freiwillig her.

  • Festgefahren in der Praxis – wie geht es weiter?

    • LastTrainHome
    • 10. August 2025 um 22:38
    Qualia:
    [lz][lz]

    Fundsache. Nur ein falsches Wort.

    [/lz]

    https://de.wikipedia.org/wiki/Hua_Tou

    Ein Hua Tou kann ein kurzer Satz oder ein einzelnes Wort sein, der in der Meditation als Subjekt verwendet wird, um den Geist zu fokussieren.

    [/lz][lz]

    Ein Hua Tou kann ein kurzer Satz oder ein einzelnes Wort sein, der in der Meditation als Objekt verwendet wird, um den Geist zu fokussieren.

    [/lz]

    Ein Hua Tou kann ein kurzer Satz oder ein einzelnes Wort sein, der/das in der Meditation als Geistes-Objekt verwendet wird, um den Geist/ Bewusstsein zu fokussieren, um achtsam zu sein.

    Es gibt nur Bewusstsein und das kann nur auf Objekte fokussieren. Auch wenn ich das Ich nenne, ist es kein Subjekt, sondern immer Bewusstsein.

    MU ist ein Objekt, auch wenn es ein Geistes-Objekt ist, kein Subjekt fokussiert sich.

    Dass sich ein Subjekt fokussiert, ist ein Glaube, der seinen Grund im Sein eines Ichs hat.

    Die Basis/Ursache des Persönlichkeitsglaubens ist, dass ich ein Subjekt bin, das einem Objekt gegenübersteht. Es ist aber immer nur Objekt(e) gegenüber Bewusstsein.

    Alles anzeigen

    „Selbst wenn du „Ich“ denkst, ist dieses „Ich“ nur ein Objekt, das im Bewusstsein auftaucht – es ist nicht der, der schaut.“

    Das wurde mir gerade ausgeworfen als ich deinen Post in ChatGPT geworfen habe (ich sollte das Ding glaube ich weniger nutzen, schlecht für meinen Geist).

    Ich verstehe zwar nicht, wie ICH nicht existieren kann/oder nur als Objekt im Bewusstsein, aber, bei dem Satz kommen mir irgendwie die Tränen…

  • Festgefahren in der Praxis – wie geht es weiter?

    • LastTrainHome
    • 10. August 2025 um 22:22
    Tai:
    LastTrainHome:

    1. Wie genau wird das Koan im Geist geführt? Wabbelt es einfach so nebenher oder setze ich da wirklich einen Laserfokus drauf? Auf das gesamte Koan, oder nur die Frage? Ununterbrochen?

    2. Ein Koan während dem Sesshin ist klar, wird das dann mit nach Hause genommen? Was wenn das nächste Sesshin erst 1 Jahr später ist? Beschäftige ich mich dann immer nur mit dem Koan?


    Sehr gute und wichtige Fragen. So pauschal lassen sie sich hier allerdings nicht beantworten. Es hängt stark vom jeweiligen Koan ab und davon, ob du mit einem Haupt-Koan arbeitest oder nicht. Natürlich spielt auch der Rahmen eine Rolle; die Praxis im Sesshin ist eine andere als z.B. die Alltagspraxis im täglichen Leben. Viel hängt auch von der Herangehensweise des/der Praktizierenden ab. Für Menschen, die sich in die Praxis verkrampfen, mag eine gelöstere Herangehensweise hilfreich sein und für fahrige Geister eine fokussiertere.

    Genau hier kommt der/die persönliche LehrerIn ins Spiel. Ein kompetenter Zen-Meister kann (hoffentlich) erkennen, wo es bei dir im Koanverständnis "harkt" und welche Art der Herangehensweise hilfreich für dich ist.

    Pauschal lässt sich allerdings festhalten, dass es Formen der Koanpraxis gibt, die ein ununterbrochens Halten der Koan-Frage anstreben (siehe z.B. hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Hua_Tou).

    Wo wie wieder beim Punkt wären.

    Das was du schreibst war mir alles nicht bewusst und hat mir so noch niemand erklärt. Mein letztes (und erstes „richtiges“) Koan war/ist Mumonkan Fall 3, dass mir seit dem letzten Sesshin im Kopf rum schwirrt.

    Aber ich sehe schon. Ich brauche jemanden der sich Zeit für mich nimmt und mir mal eine ordentliche „Einweisung“ gibt.

    Mir wird auch immer mehr bewusst warum ich nach 6 Jahren noch nicht „weiter“ bin liebe Leonie und das macht mich ziemlich stinkig.

    Als Anfänger ist es ziemlich übel an einen Ort zu kommen, wo einem Honig ums Maul geschmiert wird, Anreiz zum Aufsteigen in einer Hierarchie geschürt wird und die vergangen Traumata wunderschön bedient werden.

    Bin froh das ich aufgewacht bin…

    Danke Tai 🙏

  • Festgefahren in der Praxis – wie geht es weiter?

    • LastTrainHome
    • 10. August 2025 um 12:56
    Leonie:

    https://terebess.hu/zen/mesterek/Sitting-Hori.pdf

    https://terebess.hu/zen/mesterek/Koan-Hori.pdf

    DANKE liebe Leonie 🙏💛

  • Festgefahren in der Praxis – wie geht es weiter?

    • LastTrainHome
    • 10. August 2025 um 12:48
    Leonie:
    LastTrainHome:

    Lustigerweise ( Qualia) habe/hatte ich momentan Mumonkan Fall 3

    Das ist jetzt garnicht lustig.

    Wieso stellst du dann noch derart merkwürdige Fragen?

    Die gehören doch in das Koanstudium an die Adresse des Lehrers, der dir das Koan gibt. Und der muss auch wissen, wie das bei dir passt. Es gibt nämlich viele, die nicht damit klar kommen und dann wird das beendet.

    Zerpflücke doch nicht immer meine Worte. Das lustig war auf einen Thread von Qualia bezogen, der davon handelt und war überleitend gemeint.

    Wieso bist du so ernst? Es hatte auch einen Grund warum ich hier Frage.

    Keiner wird gezwungen mir hier auf irgendetwas zu antworten.

    Trotzdem, nochmal Danke, ich verstehe deine Aussagen an sich. 💛

  • Festgefahren in der Praxis – wie geht es weiter?

    • LastTrainHome
    • 10. August 2025 um 11:48
    Qualia:
    Qualia:

    Unbegreiflich ist dann, dass man nichts mehr sagen kann. Auch das hier ist für mich Selbst, einfach nur sinnloser Unsinn.

    Wenn ich nur betrachte, kann ich nicht sprechen oder jemandem zuhören. Das was ich in der Betrachtung erfahre, kann ich nicht wirklich in Worte fassen. Das Nicht-in-Worte-fassen-können nennt man auch Qualia.

    Danke. 💛

    Heute Nacht um 2 Uhr habe ich es dann doch noch „verstanden“.

  • Festgefahren in der Praxis – wie geht es weiter?

    • LastTrainHome
    • 10. August 2025 um 11:38
    Tai:
    LastTrainHome:

    Ich würde mich freuen wenn du noch genauer darauf eingehen würdest!

    Der Zen-Weg geht ja davon aus, dass wir in dem Augenblick zu unserer wahren Natur erwachen (Erleuchtung verwirklichen) in dem wir unsere permenente Anhaftung an unser begriffliches Denken mit den dazugehörigen Vorlieben und Abneigungen (Gier, Wut, Verblendung etc.) aufgeben bzw. loslassen.

    Im Shikantaza wird dieser Weg durch Nur-Sitzen bzw. unmittelbares Loslassen gegangen; im Koan-Zen über das sich Einlassen auf die Koan-Frage. Selbstverständlich ist auch die Koan-Frage eine Form/Methode des Loslassens.

    Von Augenblick zu Augenblick alles einfach loszulassen, ist für uns sehr schwer bis fast unmöglich. Reflexhaft greifen wir (gedanklich) doch immer wieder zu; auch wenn wir es nicht wollen. Und selbst die Absicht, alles loszulassen, ist in sich selbst erst mal auch wieder nur eine gedankliche Vorstellung. Hier setzt die Methode der Koan-Praxis an:

    Bei der Arbeit mit der Koan-Frage geht es nicht darum, eine gedankliche oder assoziativ gefühlte Antwort zu finden. Es geht darum, die Frage im Geist als Frage bestehen zu lassen - von Augenblick zu Augenblick. An einer im Geist als Frage wachgehaltenen Frage, die nicht auf den Zug irgendeiner Antwort aufspringt, beißt sich der denkende Geist die Zähne aus. Eine angemessene "Antwort" auf die Koan-Frage kann immer nur die lebendige Soheit genau jetzt sein. An unseren Antworten im Dokuzan erkennt ein/e fähige MeisterIn, wie weit wir hierin gekommen sind und gibt uns gegebenenfalls Anstöße zur weiteren Praxis.

    Für diese Art der Praxis muss allerdings zuerst vor allem eine geeignete Frage gefunden werden. Nicht irgendeine beliebige Frage, sondern eine Frage, die sich auf dasjenige richtet, das fragt. Das gilt für das Koan "Was ist dies?" und auch für das Koan "Mu". Und ehrlich gesagt gilt es auch für die vielen anderen Koans, die unsere Lehrer uns im Dokuzan geben mögen - auch wenn das auf den ersten Blick vielleicht nicht immer für jede/n so leicht erkennbar ist.

    Alles anzeigen

    Vielen Dank dafür lieber Tai

    Im groben war mir das so bewusst.

    Sehr theoretisch allerdings:

    1. Wie genau wird das Koan im Geist geführt? Wabbelt es einfach so nebenher oder setze ich da wirklich einen Laserfokus drauf? Auf das gesamte Koan, oder nur die Frage? Ununterbrochen?

    2. Ein Koan während dem Sesshin ist klar, wird das dann mit nach Hause genommen? Was wenn das nächste Sesshin erst 1 Jahr später ist? Beschäftige ich mich dann immer nur mit dem Koan?

    Danke 🙏

    Lustigerweise ( Qualia) habe/hatte ich momentan Mumonkan Fall 3. 😂

  • Festgefahren in der Praxis – wie geht es weiter?

    • LastTrainHome
    • 10. August 2025 um 11:12
    mukti:

    Es schien mir notwendig, die spezielle Situation in der ich mich befand, persönlich einer vertrauenswürdigen Person zu erklären, die weiter fortgeschritten ist als ich. Das erfordert regelmäßige Begegnungen über einen längeren Zeitraum.

    Und genau deswegen habe ich ja hier angefragt, auch wenn ich es sehr theoretisch formuliert habe. 🙏

  • Festgefahren in der Praxis – wie geht es weiter?

    • LastTrainHome
    • 10. August 2025 um 10:17
    Monika:

    Guten Morgen MaKaZen, ja, aber nicht hier im Forum. Da springen dann andere drauf und es geht nur noch in diese Richtung.

    Du kannst Dich ja per PN mit LTH in Verbindung setzen, wenn er das auch will.

    Schönen Sonntag ALLEN

    _()_Monika

    Mit dem psychologischen Teil habe ich mich lange beschäftigt MaKaZen. Ich denke das ist mir soweit bewusst.

  • Festgefahren in der Praxis – wie geht es weiter?

    • LastTrainHome
    • 10. August 2025 um 10:15
    Samten:
    LastTrainHome:

    Die Wut hängt damit zusammen so konditioniert zu sein und das nicht so weitergeben zu wollen (habe Kinder).

    Mensch....deine eigenen Kinder sind Dir doch auch gute "Lehrer"...... :rainbow:

    Definitiv 😂

    Die Besten 💛

  • Festgefahren in der Praxis – wie geht es weiter?

    • LastTrainHome
    • 10. August 2025 um 00:22
    Monika:
    MaKaZen:
    LastTrainHome:

    Denen stelle ich mich Tag für Tag. Wut, Traurigkeit, Angst, Liebe, Gleichmut, usw.

    Weisst du auch, was der Hintergrund deiner Emotionen sind?

    Hör auf, psychologisch in diesem Thread in LastTrainHome einzudringen!

    Ich verstehe die Problematik die daraus entsteht. Danke Monika. 💛

  • Festgefahren in der Praxis – wie geht es weiter?

    • LastTrainHome
    • 10. August 2025 um 00:06
    Qualia:
    LastTrainHome:

    Bzgl. deines zweiten Posts – Ich fasse das folgendermaßen auf: Ich soll alle Bedenken (und Koans) über Bord werfen und einfach nur sitzen (Shikantaza, Fokus öffnen). Aber Anapanasati ist doch Atembetrachtung, sprich den Fokus verengen. Widerspricht sich das nicht?

    Finde es heraus. Atembeobachten, wie es meist gelehrt wird, mit Zählen oder sonstigem Flitterkram, ist etwas ganz anderes, wenn man Atembetrachtung erkennt. Körperbetrachtung, Atembetrachtung, Gefühlsbetrachtung usw.

    Den Fokus der Wahrnehmung auf die Betrachtung lenken und die Beobachtung vermindern, das ergreifen.

    Unbegreiflich ist dann, dass man nichts mehr sagen kann. Auch das hier ist für mich Selbst, einfach nur sinnloser Unsinn.

    Ha! Deine Wörter sind sehr fein gewählt und man muss schon ganz genau lesen. Mir war tatsächlich der Unterschied zwischen betrachten und beobachten nicht bewusst. Nur der letzte Absatz kommt nicht bei mir an.

    Danke dir. Ich werde betrachten. 🙏

  • Festgefahren in der Praxis – wie geht es weiter?

    • LastTrainHome
    • 9. August 2025 um 20:40
    MaKaZen:
    LastTrainHome:

    Denen stelle ich mich Tag für Tag. Wut, Traurigkeit, Angst, Liebe, Gleichmut, usw.

    Weisst du auch, was der Hintergrund deiner Emotionen sind?

    Die Angst, kommt oft bei den Sinngedanken, wandelt sich dann in etwas deprimierendes/Traurigkeit und transformieren dann zu Gleichmut.

    Die Wut hängt damit zusammen so konditioniert zu sein und das nicht so weitergeben zu wollen (habe Kinder).

    Liebe hat sich irgendwann bei einem Sesshin vor ein paar Jahren stark geöffnet.

  • Festgefahren in der Praxis – wie geht es weiter?

    • LastTrainHome
    • 9. August 2025 um 20:02
    MaKaZen:
    Monika:

    Du tust uns Unrecht. Das tut mir weh.

    Ich sage dir nur, wie es für mich ist. Das hat nichts mit Gefühllosigkeit zu tun, sondern mit meiner Wahrnehmung.

    Du bist nicht Buddhaland, bloss Monika. Tue ich dir weh mit meiner Wahrnehmung?

    Ich glaube ich weiß was du meinst. Ich habe auf einige Posts hier auch mit Wut oder Ärger reagieren wollen. Aber oft durchschaue ich das als mein Ego, dass sich angegangen fühlt, und dann reflektiere ich lieber etwas und bedanken mich (ehrlich) mitfühlend.

  • Festgefahren in der Praxis – wie geht es weiter?

    • LastTrainHome
    • 9. August 2025 um 19:53
    MaKaZen:
    LastTrainHome:

    Mich würden eure Erfahrungen und Tipps sehr interessieren – vielleicht auch, wie ihr selbst mit solchen Phasen umgegangen seid.

    Du solltest dich endlich deinen Gefühlen stellen. Nicht noch ein neuer Fahrplan, keine weiteren Bücher oder ein neuer Meister, sondern einfach hinsehen, was gerade wirklich in dir los ist. Frag dich, ob da Frust ist, Leere, Unsicherheit, Sehnsucht oder vielleicht auch Angst. Hör auf, dich in Struktur und Theorie zu verkriechen, und bleib einen Moment bei dem, was du wirklich fühlst. Erst wenn du dir das eingestehst, kommt wieder Bewegung in die Sache. Ehrlichkeit mit dir selbst ist jetzt wichtiger als jede Anleitung, und darin steckt vielleicht genau das, worum es für dich gerade geht.

    PS Bei Buddhaland fehlt für mich einfach die Gefühlsebene. Alles bleibt Kopf, nichts geht wirklich unter die Haut.

    Denen stelle ich mich Tag für Tag. Wut, Traurigkeit, Angst, Liebe, Gleichmut, usw.

    Aber ja, vielleicht sollte ich mir die ganzen Fragen auch einfach aus dem Kopf schlagen…

  • Festgefahren in der Praxis – wie geht es weiter?

    • LastTrainHome
    • 9. August 2025 um 19:05
    Monika:
    LastTrainHome:
    Tai:

    Klassische Koan-Schulung geht natürlich nur mit einem in der Koan-Schulung ausgebildeten Zen-Meister/Zen-Meisterin. So wie ich es aus meiner eigenen Praxis kenne, arbeitet man dabei neben den Koans, die im Dokusan besprochen werden, auch mit einem sogenannten Hauptkoan oder Lebenskoan. Das ist i.d.R. das Koan „Was ist dies?“ oder „Mu“.

    Wenn du ein solches Lebenskoan hast, kannst du im Grunde Tag und Nacht damit arbeiten; im Zazen, aber auch im Alltag, und auch in Phasen, in denen du vielleicht gerade keinen Lehrer hast oder auf der Suche nach einem bist.

    Ich könnte da noch genauer drauf eingehen, aber da du geschrieben hast, dass du den Thread schließen willst, bin ich unsicher, ob das noch erwünscht ist.

    Ich würde mich freuen wenn du noch genauer darauf eingehen würdest! Du kannst mir auch per PN antworten, wenn das hier den Rahmen sprengt.

    Das sprengt keineswegs den Rahmen, LastTrainHome, ganz im Gegenteil, die Beiträge sind doch sehr lebendig!

    _()_Monika

    Alles anzeigen
    Qualia:

    Deine Praxis ist nicht Festgefahren. Diese Praxis ist an ihr Ende gekommen. Das, so meine ich, bedeutet das du nur noch Zazen machen kannst, also nur Sitzen, Shikantaza, kein Nachdenken mehr, nur Sitzen mit allen Sinnen offen und frei von Bedenken. Jetzt fängt die wahre Praxis des Anapanasati an. https://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m010z.html

    :zen: :zen: :zen:

    Vielen lieben Dank die für deine Erläuterung. Ich kann es noch nicht immer nicht zu 100% greifen (ab MU) Aber das kommt sicher irgendwann.

    Bzgl. deines zweiten Posts – Ich fasse das folgendermaßen auf: Ich soll alle Bedenken (und Koans) über Bord werfen und einfach nur sitzen (Shikantaza, Fokus öffnen). Aber Anapanasati ist doch Atembetrachtung, sprich den Fokus verengen. Widerspricht sich das nicht?

  • Festgefahren in der Praxis – wie geht es weiter?

    • LastTrainHome
    • 9. August 2025 um 09:45
    Qualia:
    Tai:

    Klassische Koan-Schulung geht natürlich nur mit einem in der Koan-Schulung ausgebildeten Zen-Meister/Zen-Meisterin. So wie ich es aus meiner eigenen Praxis kenne, arbeitet man dabei neben den Koans, die im Dokusan besprochen werden, auch mit einem sogenannten Hauptkoan oder Lebenskoan. Das ist i.d.R. das Koan „Was ist dies?“ oder „Mu“

    Das hat seine Gültigkeit in der Zenschule. Wenn man sich dann auf einen Menschen verlassen will, der von sich behauptet, ein Meister zu sein.

    Mein Meister waren und sind Tausende. Von denen die meisten Wissenschaftler, Satiriker und Comedians sind. Um-die-Ecke-denken erzeugende, sind meine Meister, (der allererste meine Mutter), die meine „Geradlinigkeit“ zerbrechen, weil sie mich dazu bringen, um die Ecke zu denken.

    „MU“ ist so ein Ding. Sobald ich auch nur eine Sekunde über das NEIN hinausdenke, werde ich über die Bedeutung von MU nachdenken, anstatt es als Antwort auf meine Frage zu sehen, ob ein Hund Buddhanatur haben kann.

    Das MU ist so unmöglich brutal von einem so mitfühlenden Menschen, dass ich es nicht einsehen will. Dieser Mensch hat mich ununterbrochen in meinem Sitzen begleitet und angeleitet. Da muss noch mehr sein, denn wenn nicht, habe ich Jahre oder sogar Jahrzehnte über etwas meditiert, das ich nicht als irrational erkannt habe. Buddhanatur muss real sein!!! Nach diesem NEIN suche ich mir einen anderen Meister, dieser ist unzulänglich.

    Erleuchtung nach so vielen Jahren mit nur einer klaren, unverrückbaren Antwort. Jahre der Meditation über Buddhanatur hatten ihren Wert, denn sie haben meinen Geist für diese Antwort geöffnet. Diese Antwort hat mir mein Leben zurückgegeben, mein Leben ohne Festhalten an Irrationalem, glauben wollen. Es ergreifen und wenn es unwichtig geworden ist, loslassen.

    Die Zenschulung ist sehr wertvoll, doch wenn ein Meister nur ein Meister im Mich-an-sich-binden ist, wird sie gefährlich für beide. Beide erkennen die Basis ihrer Verblendung nicht. MU heißt NEIN und nichts anderes. Erleuchtung macht vollkommen allein und, wenn es gut läuft, nie wieder einsam.

    Alles anzeigen

    😵‍💫

    Könntest du mir deine Absätze erörtern. Ich verstehe, fast, nur Bahnhof.

  • Festgefahren in der Praxis – wie geht es weiter?

    • LastTrainHome
    • 9. August 2025 um 08:40
    Tai:
    LastTrainHome:

    Zu den Koans: Wie genau geht man damit um? Hast du eine Anleitung oder ein Beispiel wie man sich und mit welcher Ausrichtung man sich damit hinsetzt? Sind Koans für jeden was, der praktiziert?

    Klassische Koan-Schulung geht natürlich nur mit einem in der Koan-Schulung ausgebildeten Zen-Meister/Zen-Meisterin. So wie ich es aus meiner eigenen Praxis kenne, arbeitet man dabei neben den Koans, die im Dokusan besprochen werden, auch mit einem sogenannten Hauptkoan oder Lebenskoan. Das ist i.d.R. das Koan „Was ist dies?“ oder „Mu“.

    Wenn du ein solches Lebenskoan hast, kannst du im Grunde Tag und Nacht damit arbeiten; im Zazen, aber auch im Alltag, und auch in Phasen, in denen du vielleicht gerade keinen Lehrer hast oder auf der Suche nach einem bist.

    Ich könnte da noch genauer drauf eingehen, aber da du geschrieben hast, dass du den Thread schließen willst, bin ich unsicher, ob das noch erwünscht ist.

    Ich würde mich freuen wenn du noch genauer darauf eingehen würdest! Du kannst mir auch per PN antworten, wenn das hier den Rahmen sprengt.

  • Festgefahren in der Praxis – wie geht es weiter?

    • LastTrainHome
    • 8. August 2025 um 22:39

    Der Thread kann geschlossen werden.

    Danke euch allen. 🙏

  • Festgefahren in der Praxis – wie geht es weiter?

    • LastTrainHome
    • 7. August 2025 um 15:33
    Leonie:
    Bosluk:

    Ich bezweifel, dass seine privaten/persönlichen Sinnfragen und Co an diese Lehrer richtig adressiert sind.

    Ich bezweifle das auch.

    Aber ich bezweifle noch einiges mehr.

    Leider weiß ich nicht welche Lehrer hier durch mich zerpflückt wurden, aber ich denke mal, es sind die Kandidaten, die auch bei Christopher oder Bebop genannt sind.

    Da schreibt also LastTrainHome erst es seien Lehrer, dann sind es doch wohl wieder nur Bekannte.

    Was sechs Jahre Zen bedeutet wird auch nicht konkret. Rechne ich das mal zurück, so fing das während der Pandemie an, da konnte man leider nicht viel Nähe aufbauen.

    Die Fragen von LastTrainHome zu Koans, sollten an den Lehrer/Bekannten gestellt werden - aber sie zeigen auch, dass da eigentlich Null Ahnung ist. Nach sechs Jahren ist das äußerst dürftig. Ich denke, da ist eben auch wenig Praxis und Erfahrung.

    Vertrauen bezieht sich nicht auf einen Lehrer, sondern auf einen selbst und auf die Erfahrung, die aus der Praxis kommt. Es geht nicht um eine gute Beziehung zu einem Menschen, dem man vertraut oder mit dem man befreundet ist, sondern es geht um einen selbst und um Zazen.

    Und es geht vor allem um die Ernsthaftigkeit, mit der man sich dieser Praxis widmet.

    Alles anzeigen

    Lehrer, Bekannte, Menschen die ich mehrmals getroffen habe – nenn es wie du magst.

    Rechnerisch war es vor der Pandemie.

    Mit Koans habe ich erst vor ca. 1-2 Jahren angefangen.

    Und das ich diese Frage stelle, zeigt vielleicht auch gut wie gut mir das Ganze näher gebracht worden ist.

    Und ja, vielleicht ist meine Praxis Mist, deswegen habe ich hier ja auch mal geschrieben.

    Trotzdem Danke für deinen Input liebe Leonie 🙏

  • Festgefahren in der Praxis – wie geht es weiter?

    • LastTrainHome
    • 7. August 2025 um 10:27
    Bosluk:
    Leonie:

    Solche Themen solltest du - gerade im Rinzai - mit deinem Lehrer besprechen.

    Aber auch im Soto ist das angebracht.

    LastTrainHome hat im Forum Beiträge von eurer Kritik über seine Lehrer gefunden. Seiner Anonymität willen hat er zwar keine Namen genannt, aber ich gehe davon aus, dass eure Kritik nicht unberechtigt war. Besonders, wenn soviele Beiträge von void, kilaya, sudhana, du, Christopher und Bebop solch geballte und einigende Kritik gibt es nicht oft und mir fallen da auch nur wenige Lehrer ein, auf die das zutreffen kann ) sich kritisch dazu Äußerten.

    Ich bezweifel, dass seine privaten/persönlichen Sinnfragen und Co an diese Lehrer richtig adressiert sind.

    Danke Bosluk. Du sprichst mir aus dem Herzen.

    An sich hat Leonie ja vollkommen recht. Aber nach dem von mir gelesenen hier (und das war extrem extrem viel), sollte ich vorsichtiger sein.

    Ich suche nur Hilfe, jemanden der mir ein paar Schritte auf dem Weg voraus ist.

  • Festgefahren in der Praxis – wie geht es weiter?

    • LastTrainHome
    • 7. August 2025 um 10:18
    Tai:

    Koan-Praxis, wenn sie halbwegs authentisch ist, sollte dein Gewahrsein genau in diese unmittelbar gegebene Soheit führen. Die ist sich selbst Sinn genug in einer absoluten Weise, die unsere Sinn-Konstruktionen niemals erreichen können. Es geht aber darum, sich dem von Augenblick zu Augenblick immer wieder neu zu stellen.

    Huang Po sagt (im Sinne deiner Fragestellung etwas frei übersetzt):

    Zitat
    Den Geist für gedankliche Konstruktionen zu benutzen, bedeutet, sich von der Substanz abzuwenden, um sich an Formen zu binden. Der ewig seiende Buddha (der du selber bist) ist aber kein Gegenstand der Bindung. Wenn du zum Einen Geist erwachst, gibt es nichts, das noch zu verwirklichen wäre.

    Danke dir Tai 🙏

    Ich bin mir nicht sicher was ich dazu sagen soll. Aber es hat gut getan, dass zu lesen.

    Zu den Koans: Wie genau geht man damit um? Hast du eine Anleitung oder ein Beispiel wie man sich und mit welcher Ausrichtung man sich damit hinsetzt? Sind Koans für jeden was, der praktiziert?

    Zu dem Zitat: Wenn der Buddha kein Gegenstand der Bindung ist, so bindet sich nur der Geist?

    Frage: Hast du Vorschläge, für Dinge, die ich lesen/studieren kann? Das Shobogenzo?

    Danke 🙏

  • Festgefahren in der Praxis – wie geht es weiter?

    • LastTrainHome
    • 7. August 2025 um 09:02
    JoJu91:
    LastTrainHome:

    Habe ein paar Koans gemacht

    Wenn die Frage "Was ist der Sinn des Lebens" nicht nur eine intellektuelle oder sadomasochistische Spielerei ist, sondern wenn sie existenziell ist, wenn von der Antwort Dein Leben abhängt, dann hast Du Dein wahres Koan gefunden.

    Die Antwort erhältst Du dann zur rechten Zeit in der wachen Lücke zwischen zwei Gedanken.

    Ausreichend psychische Gesundheit vorausgesetzt.

    Körperliche Bewegung in freier Natur erdet.

    Gespräche mit ganz normalen Menschen, auch über den Sinn des Lebens, norden ein.

    Ich war immer wieder erstaunt, wie tiefgründig ich mit vielen Kollegen aus ganz materialistischen Berufen über den Sinn des Lebens sprechen konnte ...

    :mediw: :medim:

    Alles anzeigen

    Danke dir ☺️ 🙏

    Ich denke die Frage ist über die letzten 2 Jahre sehr existenziell geworden. Mein Leben hängt tatsächlich davon ab.

    Und körperlich aktiv bin ich auch jeden Tag – drinnen wie draußen.

    Psychisch krank denke ich nicht das ich bin.

    Nochmal, Danke 🙏

  • Festgefahren in der Praxis – wie geht es weiter?

    • LastTrainHome
    • 7. August 2025 um 08:28
    Qualia:

    Was ist, wenn man dem Lehrer nicht mehr vertraut? Wem kann ich vertrauen, wenn so viel Zweifel an erreichbaren Lehrern verbreitet wurde?

    Da gebe ich dir vollkommen recht, wobei ich auch dazu sagen muss, dass es eher ein gewisses Maß an Zweifel und Vorsicht ist. Und dass das wohl gerade als Anfänger wichtig ist, was ich definitiv bin, weil man hier noch nicht die Unterscheidung machen kann.

    Tatsächlich kann ich aber zum Beispiel von einem Lehrer sagen, dass hier definitiv was faul ist/war. Und das lässt mich einfach zukünftig noch ein bisschen vorsichtiger sein.

    Ich denke, die ganze Sache ist ein relativ intimes Thema. Und hier möchte man sich gut aufgehoben wissen.

    Ich möchte die Zeit nicht in diesem blinden Zustand verbringen.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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