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  1. Buddhaland Forum
  2. NamoAdidaphat88

Beiträge von NamoAdidaphat88

  • Kontrollverlust

    • NamoAdidaphat88
    • 25. November 2025 um 21:34
    Monikamarie:

    Ja, zu recht wirst Du missverstanden. Zumal Du Dich "als weit darin siehst".


    Nicht weinen bedeutet noch lange nicht Befreiung.

    Wenn ein geliebter Mensch stirbt, sind Schmerz und Tränen natürliche Reaktion.


    Alles andere sind Programme und Vorstellungen.


    Befreiung bedeutet wirklich zu SEIN.

    Alles anzeigen

    Du wirfst mit letztlich deine eigene Vorstellung von authentischem Fühlen vor — und macht diese zur allgemein gültigen Wahrheit.Ich halte weder Weinen noch Nicht-Weinen für ein Zeichen von Befreiung. Beides sind nur Ausdrucksweisen, nichts weiter. Sie entstehen abhängig von vielen Bedingungen und sagen deshalb wenig über die Tiefe eines Menschen aus.

    Wenn du sagst, Tränen seien „natürlich“ und alles andere seien „Programme“, dann ist das deine eigene Sichtweise, geprägt von deinem eigenen Hintergrund. Für mich ist das genauso eine Konditionierung wie jede andere Vorstellung darüber, wie Trauer angeblich auszusehen hat.

    Ich unterdrücke nichts und spiele nichts. Wenn bei mir in schwierigen Momenten keine Tränen kommen, dann liegt das nicht daran, dass ich mich abschotte. Es liegt daran, dass die Emotionen sich bei mir anders bewegen – ruhiger, klarer, weniger stürmisch. Das ist keine Entscheidung, kein Ideal und keine Maske. Es ist einfach, wie es ist.

    Im Chan sagt man:

    „Wenn du siehst, dass die Wellen nur Wasser sind, verlieren sie ihre Macht.“

    Das heißt nicht, dass man nichts mehr fühlt, sondern dass man nicht mehr von jedem inneren Auf und Ab umgerissen wird.

    Ich behaupte ja nicht, „befreit“ zu sein, und ich habe auch kein Bedürfnis, mich so darzustellen. Aber ich beschäftige mich seit Jahren sehr direkt mit Vergänglichkeit, mit Verlust, mit dem eigenen Tod und dem Tod derer, die ich liebe. Meine Frau ist gestorben 1 1/2 Jahre nach Geburt unserer Tochter , elendig an einer aggressiven Krebsart. Das alles hat Spuren hinterlassen und Erkenntniss gebracht nicht als Härte, sondern als Klarheit.

    Für manche wirkt das ungewohnt. Manche verwechseln Stille mit Kälte, Ruhe mit Distanz. Das ist in Ordnung. Jeder sieht aus seinem eigenen Fenster.

    Aber ich lasse mir von niemandem sagen, wie Trauer „richtig“ auszusehen hat.

    Wer meint, echte Trauer müsse laut und sichtbar sein, hängt ebenso an einem Bild wie jemand, der meint, ein spiritueller Mensch müsse immer ungerührt wirken.

    Chan bedeutet für mich:

    Nichts festhalten.

    Nichts erzwingen.

    Nicht anders sein wollen als man ist.

    Klar sehen – egal, welche Form das Gefühl im Moment annimmt.

  • Kontrollverlust

    • NamoAdidaphat88
    • 24. November 2025 um 21:21
    Thorsten Hallscheidt:

    In der Praxis wird aber irgendwann deutlich, dass der buddhistische Weg Anicca und Dukkha nicht beseitigen kann, im Gegenteil. Denn sie sind neben Anatta die zentralen Charakteristika der Grundfesten der Wirklichkeit, denen man nicht entkommen kann.

    Zuflucht suchen, um Sicherheit zu finden, erzeugt das paradoxe Leiden, denn echte Sicherheit gibt es im Bedingten nicht. Völlig richtig.Dazu gehört auch die anfangs schwere Praxis mit dem jederzeit möglichen Todes seiner Partner , Kinder , liebsten Angehörigen und Freunde und dem eigenen Tod gelassen und erwartend dessen ins Auge zu blicken. Im Chan gibt es dazu den Spruch „stirb bevor du stirbst“Viele haben Angst vor dieser Praxis, weil sie denken:

    „Wenn ich mich dem Tod stelle, werde ich hart oder kalt.“


    Aber in Wirklichkeit geschieht das Gegenteil: Die Angst wird weniger, die Wertschätzung wird größer, die Liebe wird klarer, die Abhängigkeit wird geringer und das Mitgefühl wird natürlicher. Es ist eine emotionale Reifung, nicht ein Abstumpfen.


    Ich denke , dass ich schon recht weit darin bin und dies leider von Außenstehenden als Gleichgültigkeit oder Kälte missverstanden wird. ( z.B. dass nicht weinen und wehklagen auf Beerdigungen naher Familienmitglieder).


    Sowas kann einem schnell Wut und Abneigung anderer bringen. Man wird als gefühlskalt und desinteressiert gesehen ….

  • Karma Tengyal Ling /Jogi Horst Brumm

    • NamoAdidaphat88
    • 3. November 2025 um 20:45

    Liebe Freunde ,


    was haltet ihr von Jogi Horst Brumm und dem Karma Tengyal Ling ?


    Hat jemand Erfahrungen dort ? Ich höre öfter seinen Podcast auf spotify „feuerregen der Weisheit“


    Buddhistisches Institut Karma Tengyal Ling – Die Geschichte

  • Tibetisches Totenbuch

    • NamoAdidaphat88
    • 13. April 2025 um 22:02
    Helmut:

    Gyurme Dorje Übersetzung ins Englische ist seit längerem ins Deutsche übersetzt. Ins Deutsche übersetzt wurde es von Stepfan Schuhmacher und ist als deutsche Erstausgabe 2008 im Arkana Verlag erschienen

    Nur weil es anspruchsvoll zu lesen ist, wäre dies für mich kein Kontra.

    Darüber hinaus gibt es auf Deutsch auch noch:

    Das Tibetische Totenbuch

    Neu übersetzt und kommentiert

    von R. F. Thurman

    Wolfgang Krüger Verlag 1996

    Alles anzeigen

    Vielen Dank !

    Meine Mutter zeigt seit einiger Zeit immer mehr Interesse am Buddhismus , besonders seit in kurzer Zeit sehr viele Verwandte und enge Freunde bei uns gestorben sind. Sie fragt mich aber oft wenn es um solche Bücher / Texte geht woher die es wissen wollen. Woher weis man ob es Wiedergeburt und mehrere Leben gibt . Woher weis man ob es stimmt was im Totenbuch steht usw.

    Buddha sagte ja immer man solle hinterfragen und selbst überprüfen. Wie soll man das überprüfen fragt sie mich dann…

    Ich sage ihr dann immer dass ich kein dharma Lehrer oder Mönch bin und ich sehr zurückhaltend bin mit Antworten auf solche Fragen . Ich Verweise sie dann eher an den Tempel und die Mönche .

    Wie würdet ihr reagieren ? Ich habe ihr als „ Anfänger Lektüre“ die Bücher „Buddha der Lotos im Fluss“ von Meister Hsing Yun ( Fo Guang Shan Tempel Gründer) und „das Herz von Buddhas Lehre“ von Thich Nhat Hanh gegeben .

    Viele Grüße

  • Tibetisches Totenbuch

    • NamoAdidaphat88
    • 13. April 2025 um 21:53
    Amdap:
    NamoAdidaphat88:

    Kontra: Teilweise veraltet und mit theosophischen Ideen vermischt, daher nicht ganz texttreu.

    Bitte um nähere Erläuterung!

    Ich habe über KI recherchiert welche Bücher / Versionen es gibt . Das war das Ergebnis . Ich kann nicht sagen was damit gemeint ist . Darum frage ich nach euren Meinungen / Empfehlungen ! Danke 🙏

  • Tibetisches Totenbuch

    • NamoAdidaphat88
    • 12. April 2025 um 23:50

    Namo Amitabha Buddha !

    Ich würde gerne von euch hören welche Version / Übersetzung des tibetischen Totenbuches ihr geben könnt.

    Es wird folgendes über diese Versionen gesagt , könnt ihr dem zustimmen ?


    1. Evans-Wentz (englisch: “The Tibetan Book of the Dead”)


    • Deutsche Übersetzung: Das tibetische Totenbuch, übersetzt von Lama Anagarika Govinda.
    • Pro: Klassiker, spirituell reich, beeinflusste die westliche Rezeption stark.
    • Kontra: Teilweise veraltet und mit theosophischen Ideen vermischt, daher nicht ganz texttreu.


    2. Francesca Fremantle & Chögyam Trungpa (englisch)


    • Deutsche Ausgabe: Das Tibetische Totenbuch – Die große Befreiung durch Hören in den Zwischenzuständen, teilweise übersetzt.
    • Pro: Poetisch, aber gleichzeitig nah an der buddhistischen Lehre, starke spirituelle Tiefe.
    • Kontra: Nicht die vollständigste Ausgabe auf Deutsch.


    3. Gyurme Dorje (englisch) – The Tibetan Book of the Dead: First Complete Translation


    • Noch nicht vollständig auf Deutsch erschienen, aber teilweise zitiert in deutschen Ausgaben.
    • Pro: Sehr textnah, vollständig, mit fundierten Kommentaren von Padmasambhava-Tradition.
    • Kontra: Anspruchsvoll zu lesen.


    Empfehlung für deutschsprachige Leser

    :


    • Wenn du eine spirituelle, inspirierende Version möchtest: Chögyam Trungpa / Francesca Fremantle.
    • Wenn du eine akademisch fundierte, vollständige Version willst und Englisch kein Problem ist: Gyurme Dorje.
    • Wenn du einen Klassiker mit historischem Wert willst: Evans-Wentz / Govinda (aber mit Vorsicht lesen).
  • Lehrte Thich Nhat Hanh wirklich Chan?

    • NamoAdidaphat88
    • 6. März 2025 um 07:20
    Ole Guacamole:
    NamoAdidaphat88:

    Diese Herangehensweise passt allerdings vielen Leuten nicht. Da bekomme ich Kritik für ( vor allem von Vajrayana oder Zen Seite )

    Das stimmt ja so nicht. Ich persönlich habe noch keinen getroffen, den TNH Lehre so wirklich gejuckt hätte, also im Kontext außerhalb davon, das er meinte er müsse sich das Zen aneignen, denn da hat man seine Grenzen eindeutig zu setzen. Ansonsten sind da ja nur Lobgesänge. TNH lehrte kein Zen, weil er kein Zen lehrte und nicht wegen irgendeiner Asche.

    Nee das meinte ich nicht . Ich meine dass es viele Leuten oder Schulen nicht gefällt wenn man sich hier hier und da beim Theravada und dann mal beim Vajrayana und dann mal beim Chan was „herauspickt“ . Selbst innerhalb des Vajrayana wollen ja die Schulen dass man in ihnen bleibt und nicht zwischen Karma Kagyü und gelug , sakya oder so hin und her springt oder gar Chan oder Theravada auch noch parallel besucht / praktiziert. Genau so passt das z.B. vielen Theravada Mönchen nicht .

  • Lehrte Thich Nhat Hanh wirklich Chan?

    • NamoAdidaphat88
    • 5. März 2025 um 22:55

    Wen es interessiert, hier kann man sehen wie Zeremonien und Meditationen in einem TNH Zentrum stattfinden.

    EIAB-Vesak festival Ceremony- Zeremonie zum Vesak-Fest- Lễ Tắm Bụt-26.5.2024
    youtu.be

    und hier

    EIAB- Vesak 2024- Guided Meditation- Br Pháp Ấn-26.5.2024
    youtu.be

    wie gesagt es ist jedem selbst überlassen ob und wie einem das weiterhilft oder nicht. Sicherlich ist es kein reiner Thien / Chan , auch kein reiner Reines Land , auch kein reiner Theravada. Es ist eine Mischung

    Mir sind die Begrifflichkeiten aber eigentlich völlig egal.

    Denn selbst mache ich nichts anderes , ich gehöre keiner bestimmten Schule an . Ich bin Buddhist und lerne oder nehme das was mir persönlich hilft an. Egal ob es im Theravada, Vajrayana , Chan , reines Land oder was auch immer ist .

    Diese Herangehensweise passt allerdings vielen Leuten nicht. Da bekomme ich Kritik für ( vor allem von Vajrayana oder Zen Seite )

    Den Chinesen , Vietnamesen oder Thais ist es ziemlich egal. Man muss allerdings auch zwischen Laien und Tempeln/ Organisationen unterscheiden in den Reaktionen .

  • Lehrte Thich Nhat Hanh wirklich Chan?

    • NamoAdidaphat88
    • 5. März 2025 um 21:23
    Leonie:
    NamoAdidaphat88:

    Was wem besser weiterhilft muss jeder für sich herausfinden.

    Das ist ja klar - da muss sich schon jeder selbst auf den Weg machen, selbst gehen und selbst erfahren - und auch selbst befreien - denn es kommt dann auch der Augenblick, wo man dieses Ganze bleiben lassen kann, und einfach kraftvoll zur Tür geht und vielleicht noch kurz winkt und gut ist.

    In Japan gibt es keinen reinen Ur-Zen- Buddhismus. Entweder Zen ist lebendig oder er ist tot - und meistens ist es "totes Holz und kalte Asche".

    Vielleicht können Ole / Bebop dass nochmal selber erklären . Sie meinten damit dass in Japan dass keine Unruhen / wechselnden Dynastien und dermaßen viele Invasionen und Kriege wie China oder Vietnam erlebte und daher einige Schulen überlebt haben die in China oder Vietnam nicht mehr existieren oder durchmischt mit anderen Lehren / Richtungen sind . Japan war ja sehr isoliert lange Zeit

  • Lehrte Thich Nhat Hanh wirklich Chan?

    • NamoAdidaphat88
    • 5. März 2025 um 20:34

    Ich kann mittlerweile Ole und Bebop zustimmen dass TNH und seien Zentren keinen klassischen Zen oder Chan lehren. Wir waren uns ja auch relativ einig dass selbst in im chinesischen Chan oder Vietnamesischem Thien auch gar nicht mehr diese „Reinheit“ des Ursprungs erhalten ist wie in einigen japanischen Schulen.

    Es ist eine Mischung und ich habe kein Problem damit das anders zu benennen als Zen.

    Dennoch hier eine interessante Ansicht und Vergleiche den Achtsamkeit ist ja auch Teil des Zen wenn auch anders:

    Achtsamkeitspraxis von Thich Nhat Hanh vs. traditionellen Zen

    1. Alltägliche Achtsamkeit im Mittelpunkt:

    Während der traditionelle Zen oft die formale Sitzmeditation (Zazen) betont, legt Thich Nhat Hanh den Fokus darauf, jede Handlung im Alltag achtsam auszuführen – sei es Gehen, Essen, Abwaschen oder Zuhören.

    Beispiel: Beim Teetrinken geht es nicht nur darum, Tee zu trinken, sondern den Moment bewusst zu erleben – die Wärme der Tasse, den Duft, den Geschmack.

    2. Achtsamkeit als Liebende Güte:

    Thich Nhat Hanh verbindet Achtsamkeit immer mit Mitgefühl (Metta) und liebender Güte – nicht nur für andere, sondern auch für sich selbst. Diese warme, sanfte Haltung unterscheidet ihn von manchen strengeren Zen-Traditionen.

    Zitat: "Achtsamkeit ist eine Energie, die uns heilt."

    3. Achtsames Atmen als Schlüssel:

    Die bewusste Verbindung mit dem Atem steht bei ihm im Zentrum der Praxis. Seine einfache Formel lautet:

    "Ich atme ein, ich weiß, dass ich einatme.

    Ich atme aus, ich weiß, dass ich ausatme."

    4. Sanftheit statt Strenge:

    Thich Nhat Hanh vermittelt Achtsamkeit mit viel Sanftheit, Geduld und Freundlichkeit – auch sich selbst gegenüber.

    5. Gemeinschaft (Sangha):

    Ein wichtiger Bestandteil seiner Praxis ist die Gemeinschaft. In Plum Village entwickelte er eine Lebensweise, in der Menschen in Gemeinschaft achtsam leben.

    Während der reine ( Ur) Zen-Buddhismus wie er in Japan erhalten blieb oft distanzierter / kühler wirkt, bringt Thich Nhat Hanh eine etwas wärmere, herzliche und für einige Menschen eine alltagsnahe Achtsamkeitspraxis in die Welt.

    Was wem besser weiterhilft muss jeder für sich herausfinden.

    Letzen Endes ist das Ziel eines jeden Buddhisten nur eines : Dukkha zu beenden oder zumindest zu lindern .

  • Glaube im Buddhismus

    • NamoAdidaphat88
    • 3. März 2025 um 20:22
    pano:

    Naja, ich bin ja physiker. Die physik ist für einiges gut. Für andere Dinge nichts. Der menschliche Geist ergibt sich sicherlich (meine Sicht) aus den Gesetzen der Physik. Trotzdem ist die Physik kein geeignetes Handbuch was mir erklärt wie ich Dukkha vermeiden kann.

    Ein System aus zwei Körpern kann ich noch durchrechnen. Drei Körper gehen schon nicht mehr.

    Glaube setzt dann ein wenn man mit nicht falsifizierbaren Hypothesen umgeht. Manche solcher glaubensinhalte sind nützlich (und wir wissen nicht ob sie wahr sind), andere sind eher unnütz. Und dann gibt’s noch den Glauben an mehr oder weniger falsifizierte Thesen (die erde ist eine Scheibe).

    Ich vergeude nicht meine Zeit gegen nützlichen Glauben anzureden, aber sehr wohl unnützen oder schädlichen Glauben zu kritisieren. Aus meiner warte darf man sehr gerne an die Wiedergeburt glauben, aber wenn man einer krebskranken Person erzählt dass würde am in vorhergehenden Leben gesammelten Karma liegen, dann tendiere ich schon dazu zu wiedersprechen.

    Auch als Naturwissenschaftler habe ich natürlich Glaubenssätze. Man kann nicht sein komplettes Weltbild empirisch belegen.

    Aber ich versuche an Glaubenssätzen nicht anzuhaften.

    Alles anzeigen

    Interessant das du Physiker bist ! Im Tempel wo ich öfter bin ist der Abt Physiker und die leitende Nonne Chemikerin !

    Beide sehen auch keinen Gegensatz darin .

  • Glaube im Buddhismus

    • NamoAdidaphat88
    • 1. März 2025 um 22:22

    In Thailand und Vietnam werden im Buddhismus ganz konkret die Geister beachtet. Sie gelten als so selbstverständlich wie Menschen oder Tiere . Man stellt diese bekannten Geister Häuschen auf , diese kleinen Tempel / Schreine .

    Und es gibt einen bestimmten Feiertag in China Vietnam und auch in Thailand wo die hungrigen Geister besänftig werden.Das ist eine alte Praxis des Mitgefühls und der kindlichen Pietät.

    In China:

    Der Feiertag heißt Zhongyuan-Fest (中元节) oder auch Geisterfest.

    • Es findet am 15. Tag des siebten Monats im chinesischen Mondkalender statt (oft im August).

    • In dieser Zeit glaubt man, dass die Tore zur Unterwelt offenstehen und die Geister der Verstorbenen die Welt der Lebenden besuchen.

    • Es werden Opfergaben wie Essen, Räucherstäbchen und Papiergeld verbrannt, um die Geister zu besänftigen.

    In Vietnam:

    Der Feiertag heißt Lễ Vu Lan oder Vu Lan-Fest.

    • Es fällt ebenfalls auf den 15. Tag des siebten Monats im Mondkalender.

    • Das Fest ist stark vom Buddhismus geprägt und wird als Tag der Dankbarkeit gegenüber den Eltern und Ahnen gefeiert.

    • Man betet für die Verstorbenen, gibt Almosen an die Armen und verbrennt Papiergeld für die Geister.

    Beide Feste ähneln sich, da sie auf gleichen Traditionen beruhen .

    Auch in Thailand gibt es den Feiertag, der den verstorbenen Ahnen und hungrigen Geistern gewidmet ist. Er heißt:

    Sart Thai (สารทไทย)

    • Der Feiertag findet am 10. Monatstag des thailändischen Mondkalenders statt, meist im September.

    • Der Tag dient dazu, den Geistern verstorbener Verwandter und hungrigen Geistern (Phi Pret) zu gedenken.

    • Familien bereiten spezielle Speisen zu, darunter das traditionelle Gericht Khao Yaku, eine Mischung aus Reis, Bohnen und Kokosnuss.

    • Die Opfergaben werden in Tempeln abgegeben oder an Mönche gespendet, um das Karma der Verstorbenen zu verbessern.

    Es werden Räucherstäbchen und Papiergeld für die hungrigen Geister geopfert.


    Um zurück zu kommen zur Ursprungs Frage ob die Kosmologie im Buddhismus eine Rolle spielen sollte oder in der persönlichen Praxis :

    Das Argument, dass die buddhistische Kosmologie mit Geistern, Höllen oder anderen Daseinsbereichen irrelevant für die Praxis zur Erleuchtung sei, kommt ja oft in modernen oder rationalistischen Auslegungen des Buddhismus vor. Da wird betont, dass der Buddha selbst eine praktische Anleitungen zur Überwindung des Leidens gegeben hat, anstatt metaphysische Spekulationen zu fördern.

    Aber trotzdem gibt es mehrere Gegenargumente, warum die buddhistische Kosmologie dennoch eine Rolle spielen kann – sowohl für die Praxis als auch für das Verständnis des Weges zur Erleuchtung:

    1. Der Buddha selbst hat die Kosmologie häufiger gelehrt

    In sehr vielen Lehrreden des Pali-Kanons (z.B. im Agganna-Sutta oder Peta-Vatthu) beschreibt der Buddha recht ausführlich verschiedene Daseinsbereiche wie:

    • Himmel (Deva-Welten)

    • Höllen (Naraka)

    • Geisterwesen (Pretas)

    • Tiere

    • Menschen

    Wenn der Buddha diese Bereiche für völlig unwichtig gehalten hätte, hätte er sie wohl kaum so oft erwähnt. Der Buddha hat betont, dass diese Daseinsbereiche Teil des Samsara (dem Kreislauf des Leidens) sind und dass Wiedergeburt in ihnen von der eigenen Ethik und den eigenen Taten (Karma) abhängt.

    2. Kosmologie als Ausdruck des Karma-Gesetzes

    Die buddhistische Kosmologie soll auch kein reiner Selbstzweck, sein sondern eine moralischer Wegweiser / Fingerzeig .

    Die verschiedenen Daseinsbereiche symbolisieren die Konsequenzen von heilsamem oder unheilsamem Verhalten:

    • Gier und Geiz → Wiedergeburt als hungriger Geist

    • Hass → Wiedergeburt in der Hölle

    • Unwissenheit → Wiedergeburt als Tier

    • Tugendhaftes Leben → Wiedergeburt als Mensch oder Gott

    Das macht die Kosmologie praktisch relevant, weil sie hilft, die Auswirkungen und Konsequenzen des eigenen Handelns zu verstehen.

    3. Geister und Höllen als psychologische Symbole

    Selbst wenn jemand die Daseinsbereiche nicht wörtlich glauben will, können sie ebenso gut auf geistiger Ebene interpretiert werden:

    • Die Höllen symbolisieren extreme Zustände von Leiden oder Depression.

    • Hungrige Geister stehen für endlose Gier oder emotionale Abhängigkeit.

    • Götterwelten stehen für flüchtiges Glück und spirituelle Ekstase.

    In diesem Sinne bieten die Daseinsbereiche ein tieferes Verständnis der menschlichen Psyche und ihrer Gefahren.

    4. Mitgefühl und Rituale für Verstorbene

    In vielen buddhistischen Traditionen (vor allem im Mahayana- und Theravada-Buddhismus) gibt es Rituale, bei denen für verstorbene Angehörige oder Hungergeister Verdienste übertragen werden. Solche Praktiken fördern Mitgefühl, Großzügigkeit und die Reflexion über Vergänglichkeit – alles zentrale Bestandteile des buddhistischen Weges.

    5. Demut und Verbundenheit

    Die Vorstellung, dass es unzählige Daseinsbereiche gibt, erinnert daran, dass das eigene Leben als Mensch nur ein winziger Teil des Universums ist. Das fördert Demut und die Einsicht, dass die menschliche Existenz kostbar ist – weil sie die beste Chance bietet, den Weg zur Erleuchtung zu verwirklichen.

    Die Kosmologie sollte nicht das Zentrum der buddhistischen Praxis sein , das ist klar , denn der Buddha hat den Schwerpunkt immer auf die Überwindung des Leidens gelegt. Aber sie ist kein unwichtiges oder unsinniges Beiwerk, sondern kann ein wichtiger Rahmen, der die Lehre von Karma, Wiedergeburt und ethischem Verhalten verständlich macht sein.

    Man kann , muss die Daseinsbereiche aber nicht unbedingt wörtlich nehmen , aber es wäre auch nicht gut , sie einfach als irrelevant abzutun – denn sie haben eine ethische und eine psychologische Funktion.

  • Lehrte Thich Nhat Hanh wirklich Chan?

    • NamoAdidaphat88
    • 28. Februar 2025 um 18:27
    Bebop:
    pano:

    Bebop erwähnte mal, dass er das Thema publizistisch aufrollen wollte aber soweit ich mich erinnere war da kein Funding da (Bosch Stiftung?). Wenn die Argumentation mit Belegen einfach wäre, dann wäre ja längst in überschaubarem Aufwand eine entsprechende Publikation da.

    Das ist Irreführung, denn ich hatte ja wiederholt auf all die Recherchen bereits im Asso-Blog mit entsprechenden Belegen verwiesen. Damit ist es publiziert. Die TNH-Clique, die sich um sein Saubermann-Image in den Medien kümmert, hat es z.B. sehr schwer gemacht, auch nur den Hinweis auf die akademische Arbeit von Charles Prebish in die engl. Wiki aufzunehmen, der TNHs Thien-Autorisierung als nicht belegt ansieht.

    Was mit der nicht geförderten Recherche zutage gebracht werden sollte, waren ganz andere Kaliber, nämlich die Verwicklung der Mönche (und vor allem welcher genau?) ins Massaker von Hue (mit deutschen Opfern), die der damalige Polizeichef von Hue in einem seiner Bücher behauptet hat, und u.a. auch die Vaterschaft von TNH. All die anderen Dinge waren so schwer nicht zu belegen oder zu recherchieren, ich wurde dafür auch nicht bezahlt.

    An dem Mann besteht ansonsten medial in Deutschland so gut wie kein Interesse, sondern nur in buddhistischen Kreisen. TNH hatte keinen Einfluss auf die Politik Vietnams, war keine politische Figur wie der Dalai Lama, war als Autor nicht tief genug etc.

    Zitat aus Wiki, das hier angeführt wurde:

    Zitat

    On 1 May 1966, at Từ Hiếu Temple, Nhất Hạnh received the "lamp transmission" from Zen Master Chân Thật, making him a dharmacharya (teacher)[17] and the spiritual head of Từ Hiếu and associated monasteries.

    Da haben wir's. Das passiert eben sogar von kommunistischen Kadern geschulten Leuten, kleine, aber entscheidende Fehler in der Hagiograhie, also der Schönfärberei einer Biografie.

    Dort oben steht richtig, dass der "dharmacarya" ein "Lehrer" ist. Ich war 1995 in vietnamesischen Thien-Tempeln. Der "Meister" ist dort nicht dharmacarya, sondern "Thien Su".

    Diese Diskussion hatten wir hier ja schon mit anderen selbst ernannten Meistern, die nur zum Sensei oder Lehrer ernannt wurden und das irgendwie nicht wahr haben wollten, selbst wenn sie einem Tempel vorstehen durften.

    Den dharmacarya-Titel hat TNH selbst, wie in der bereits verlinkten Doku, mehrfach vergeben, und zwar auffällig in Verbindung mit Spenden. So viel ist der also wert. Ich bezweifle sogar, dass es einer dieser dharmacarya wagt, selbst als Zen-Meister durch die Welt zu geistern - oder doch?

    Die Frage von void, die ich zwischendurch las, ist natürlich von Belang: Gibt es da irgendwo in den vietnamesischen Thien-Tempeln etwas, was einem Verständnis des Chan nahekommen könnte? Meines Erachtens sollte da jeder mal für sich nach Alternativen zu TNH und seiner Richtung googeln oder ggf. Tempel bei einem Vietnam-Besuch aufsuchen. Es könnte z.B. interessant sein, einen Abt zu fragen, ob er auch eine so dualistische Ansicht zum Soldatensein wie TNH hatte und wie sie im Chan fehlt.

    Alles anzeigen


    Es gibt einen sehr großen Vietnamesischen Tempel in Hannover , in Hamburg und Berlin auch , einen und recht kleinen in einem privat Haus in Oberhausen .

    Meine Frau ist Vietnamesin und daher bin ich mit bei diesen Tempeln gewesen . Es ist nur leider so dass kaum einer der Nonnen oder Mönche deutsch spricht oder englisch . Mich großartig unterhalten oder nachfragen konnte ich nichts.

    Die Vietnamesen rezitieren dort bei den Zeremonien gemeinschaftlich verschiedenen Sutren . Stundenlang.

    Meist Amitabha Sutra , Herz Sutra , das Sutra des großen Mitgefühls ( Dharani ).

    Was mir auffiel ist dass in Vietnam und China viele Sanskrit Sutren lediglich als Lautumschrift rezitiert werden . Sprich es wird auf Vietnamesisch oder chinesisch der Sanskrit Laut wiedergegeben.

    Ich behaupte mal ,dass ca 80% der Laien überhaupt nicht wissen oder verstehen was sie da rezitieren . Meine Frau weiß es auch nicht und „leiert“ es herunter , weil es verdienst bringt ( deren Meinung nach ) .

    In Unterhaltungen mit Chinesen und Vietnamesen ( Laien) sagen mir die meisten, sie gehen in den Tempel um zu rezitieren um eine Wiedergeburt im Reinen Land zu haben .

    Mich hat das alles natürlich nie zufrieden gestellt .

    In den TNH Zentren hingehen sprechen die Nonnen und Mönche recht gut deutsch und zumindest sehr gut englisch . Das hatte mich dann natürlich mehr abgeholt oder interessiert da überhaupt eine Kommunikation möglich war .

    Insgesamt würde ich sagen dass alle Vietnamesen in meiner Familie kaum Ahnung vom Buddhismus an sich haben und einfach nur Sutren „ runter leiern“ weil es Glück und verdienst gibt und ggf. Wiedergeburt im Reinen Land.

    Das sind so meine persönlichen Erfahrungen . Da fällt mir ein dass meine Thai Freunde sagen dass sie auch nicht verstehen was die Mönche da rezitieren weil es altes Thai bzw Sanskrit wäre . Da wird auch mitgemacht ohne es zu verstehen scheinbar …

  • Gute Lehrer / schlechte Lehrer

    • NamoAdidaphat88
    • 28. Februar 2025 um 16:36
    Amdap:
    Raphy:

    Ich hatte ein PDF aus der Zeitschrift "Tibet und Buddhismus", wo eine Form des Ngöndro vorgestellt wurde.


    Und habe dann mal ein paar Tage, vielleicht auch Wochen, die Niederwerfungen nach der Beschreibung/Anleitung dort geübt.


    Eine Anleitung durch einen Lehrer hatte ich nicht.

    Oh, vielen Dank für die zügige Antwort! :like: :)

    Für mich ist hier besonders interessant:

    Während der Niederwerfungen soll man etwas visualisieren. Nämlich den komplexen Guru-Baum, dessen Linie man sich zugehörig fühlt, mit allem Drum und Dran und Drumherum,

    Das ist eine sehr aufwändige Visualisation und schon mal sehr anspruchsvoll.

    Du aber fühlst Dich anscheinend keiner Linie zugehörig. Wie bist Du dann trotzdem mit der Visualisation des Guru-Baums zurechtgekommen, und was hast Du Dir dabei vorgestellt? Falls Du nicht klarkommen konntest mit dem komplexen Guru-Baum, welche Ersatz-Visualisation hast Du gewählt oder Dir ausgedacht?

    Alles anzeigen

    Man kann ja Buddha selbst und seine Schüler visualisieren

    • Mahakashyapa (Mahakassapa): Einer der ältesten Schüler, der nach Buddhas Tod die erste buddhistische Konzilsversammlung leitete und als Hüter der Lehre galt.

    • Ananda: Buddhas Cousin und enger Vertrauter, bekannt für sein außergewöhnliches Gedächtnis – er rezitierte viele der Lehrreden Buddhas auswendig.

    • Sariputta (Shariputra): Der Weiseste unter Buddhas Schülern, besonders bekannt für die Lehre der Weisheit (Prajnaparamita).

    • Moggallana (Maha-Moggallana): Meister der Meditation und übernatürlichen Fähigkeiten.

    • Upali: Wurde zum Experten für die Vinaya (Mönchsregeln).

    wäre das eine Möglichkeit?

  • Gute Lehrer / schlechte Lehrer

    • NamoAdidaphat88
    • 28. Februar 2025 um 16:10

    „Ich kann es nachvollziehen, sehe es genauso, ich stelle es nicht in Frage. Allerdings darf das Verhalten auch nicht zu sehr von dem Einhalten der Sila abweichen.„

    Ich kann es auch nachvollziehen. Mich hat es auch nur soweit überzeugt dass die Verfehlungen nicht zu groß sein dürfen .

    Wenn da ein Missbrauchstäter sitzt und Junkie ist das disqualifizierend.

  • Glaube im Buddhismus

    • NamoAdidaphat88
    • 28. Februar 2025 um 14:19

    Wie betrachtet ihr in der Hinsicht dann die ganze Kosmologie des Buddhismus ?

    Im buddhistischen Weltbild gibt es eine Vielzahl von Existenzebenen, die sich in ihrer Schwingung, Energie und Bewusstseinsqualität unterscheiden. Diese Ebenen existieren gleichzeitig und sind Ausdruck des karmischen Bewusstseins.

    Die buddhistische Kosmologie beschreibt 31 Daseinsbereiche (Loka) in drei Hauptdimensionen:

    a) Kāmaloka (Welt der Begierde)

    Das ist unsere bekannte Welt, in der Sinneslust, Begierde und Emotionen dominieren.

    • Menschen

    • Tiere

    • Höllenwesen (Narakas)

    • Hungrige Geister (Pretas)

    • Götter mit groben Sinnesverlangen (Devas)

    b) Rūpaloka (Welt der Formen)

    Eine höhere Dimension, in der Wesen weniger an groben Sinnesvergnügen gebunden sind, aber noch eine feinstoffliche Form haben.

    • Himmlische Bereiche (Devas, Brahmas)

    • Meditationswesen, die in tiefen Samadhi-Zuständen verweilen

    c) Arūpaloka (Welt der Formlosigkeit)

    Die höchsten Dimensionen, in denen es keine materielle Form mehr gibt, sondern nur reines Bewusstsein.

    • Unendlicher Raum

    • Unendliches Bewusstsein

    • Nichtsheit

    • Weder-Wahrnehmung-noch-Nichtwahrnehmung

    2. Himmel und Höllen

    Der Buddhismus beschreibt Himmel und Höllen nicht als ewige Orte, sondern als temporäre Bewusstseinszustände, die durch Karma geschaffen werden.

    • Höllenbereiche (Naraka): Extreme Leidenszustände, die durch Hass, Gier oder Unwissenheit entstehen.

    • Himmlische Bereiche: Glückszustände, die durch Mitgefühl, Großzügigkeit und Meditation erreicht werden.

    Diese Bereiche sind aber nicht dauerhaft – selbst Götter müssen irgendwann wiedergeboren werden.

    3. Geisterwelten

    Die Geisterwelt (Bardo) spielt besonders im tibetischen Buddhismus eine zentrale Rolle. Es gibt verschiedene Arten von Geistwesen:

    • Hungrige Geister (Pretas): Wesen, die von Gier oder Anhaftung gefangen sind.

    • Naturgeister (Lokapala): Schutzgeister von Orten, Bergen oder Gewässern.

    • Bewusste Geisterwesen: Yogis oder Meister, die den Tod überwunden haben und zwischen den Welten reisen können.

    4. Multiversen und Paralleldimensionen

    Im Mahayana-Buddhismus (wie auch in der Karma Kagyü-Tradition) gibt es die Vorstellung von unendlichen Universen. Jedes Universum hat seinen eigenen Buddha oder Bodhisattva, der dort lehrt.

    Der Buddha sprach oft von:

    • Unzähligen Weltsystemen (Trichiliocosm)

    • Reinen Landen (Sukhavati), in denen Wesen leichter zur Erleuchtung gelangen

    • Parallelen Buddhas in anderen Universen (z.B. Amitabha oder Vairocana)

    5. Bardo – Zwischenzustände

    Nach dem Tod durchläuft das Bewusstsein verschiedene Zwischenzustände (Bardos):

    • Bardo des Sterbens

    • Bardo der klaren Lichterfahrung

    • Bardo der Wiedergeburt

    Hier können Wesen in andere Dimensionen oder Geisterwelten eintreten, abhängig vom eigenen Karma.

    Der Buddhismus beschreibt das Universum als ein unendlich verzweigtes Netz von Dimensionen, in denen Bewusstseinszustände und Schwingungen die Realität formen. Himmel, Höllen und Geisterwelten sind nicht absolute Orte, sondern Ausdruck des Bewusstseins.

    Obwohl diese Dimensionen laut Buddha ja real sind, betonte er immer auch dass letztlich alles gleichzeitig eine Projektion des Geistes ist sogar die höchsten Himmel oder Geisterwelten.

  • Gute Lehrer / schlechte Lehrer

    • NamoAdidaphat88
    • 28. Februar 2025 um 14:07

    Helau und Alaaf 🤣 !

    Alles Rheinländer hier ? 😃

    Um nochmal zum Ursprung der Diskussion zurück zu kommen, es sagte mal ein Lehrer der dem Vajrayana ( Karma Kagyü ) .

    Man solle den Lehrer sobald er auf dem Thron sitzt, ( die Tibeter / Lamas sitzen ja auf so einer Art Thron / Erhöhung ) nicht mehr als Individuum das sicherlich voller Verfehlung ist sehen sondern als die Lehre Buddhas. Sobald der da runter kommt wieder ist er wieder anders zu betrachten .

    Ich gebe es nur sinngemäß wieder aus der Erinnerung . Es wird also die Person und die Lehre getrennt . Demnach könne auch eine Person die Fehlverhalten zeigt ein guter dharma Lehrer sein .

    So überzeugend finde ich das nicht .

  • Glaube im Buddhismus

    • NamoAdidaphat88
    • 27. Februar 2025 um 18:55
    JoJu91:

    Glauben im Sinne von für wahr halten (z.B. "ich glaube nicht an Hexen") oder im Sinne von spekulieren (z.B. "wenn ich richtig praktiziere, werde ich im nächsten Leben als Engel auf dem Astralplaneten Myriel wiedergeboren") ist für mich zunächst einmal harmlos.

    Im negativen Fall fällt es für mich nicht unter anhaften, sondern unter Dummheit, z.B. "ich glaube dass Julia die Richtige für mich ist", aber Julia entpuppt sie sich als Alp-Traumfrau.

    Im positiven Fall kann Glaube eine starke Motivation sein, die mit Ausdauer und Hingabe tatsächlich zum erwünschten Ergebnis führen kann, das habe ich persönlich schon oft erlebt, wobei die Warnung gilt "hüte Dich für Deinen Wünschen, denn sie könnten in Erfüllung gehen".

    Karma und Wiedergeburt stehen für mich ausser Zweifel, aber nicht unbedingt im wörtlichen oder herkömmlichen Sinne.

    Bei allen erwachsenen Menschen, die ich mir sehr nahe standen und stehen, konnte ich feststellen, dass ihr äusseres (*) Leben ein Spiegel ihrer Lebenseinstellung, ihrer inneren Haltung, ihrer Überzeugungen, Gewohnheiten, Glaubenssätze ist, im positiven wie im negativen Sinne.

    Für mich selbst gilt das genauso, es ist nur schwerer festzustellen und meist erst mit einigem zeitlichen Abstand. Von den drei "Übeln" Hass, Gier und Verblendung war bei mir mit weitem Abstand die Verblendung ("Dummheit") verantwortlich für alle "Misserfolge".

    Die hohe Kunst der Selbstsabotage durch verrückte hartnäckige Überzeugungen.

    Karma heisst für mich somit "It is my mind that creates my world".

    Wiedergeburt ist in der Meditation ab einer gewissen "Stufe" ganz konkret erlebbar.

    Das "Sterben" des Ich in der wachen klaren Stille von Samadhi und seine Wiedergeburt mit der ersten winzigen geistigen Bewegung ...

    Wiedergeburt ist für mich damit primär ein "geistiges" Phänomen.

    :medim: :mediw:

    (*) Die sog. "Schicksals-Schläge" sind natürlich ein ganz eigenes Feld, das wäre ein Thema für einen eigenen Thread.

    Alles anzeigen

    Danke 🙏 !

    Aber nur geistig ist Wiedergeburt nun auch nicht . Als der Buddha Erleuchtung erlangte konnte er sich an alle vorherigen Existenzen erinnern

    Und es gibt viele Ereignisse bei denen sich nicht buddhistische Kinder die keinerlei Kontakt oder Glaube an Wiedergeburt an ihr vorheriges Leben erinnern konnten , sogar wie sie starben und wo ihre vorherige Familie lebt usw.

    Im Vajrayana werden ja sogar die Rinpoches usw. gesucht bzw. nach ihrem Tod deren Reinkarnation.

  • Glaube im Buddhismus

    • NamoAdidaphat88
    • 27. Februar 2025 um 16:15
    Igor07:
    NamoAdidaphat88:

    Wie seht ihr das ?

    Hi, NamoAdidaphat88 .

    Es gibt ein sehr gutes Buch mit dem Titel 'Weshalb Sie (k)ein Buddhist sind'. Wenn man nur drei Daseinsmerkmale akzeptiert, sollte das ausreichen. Ha, ich würde noch ein viertes hinzufügen. Das steht nicht überall. Den Buddhismus kann man nur im eigenen Inneren er-spüren. Man kann ihn niemals durch irgendwelche Lehren oder durch Studium verstehen; das ist nicht mehr als Kopf-Wissen. So kann man auch Philosophie studieren. Deswegen wird man kein Buddhist. Wenn du dir nur die Frage stellst: Was ist absolut wichtig in deinem Leben? Und wenn die Antwort Dhamma lautet, dann bist du ein Buddhist. Die innere Quelle, die niemals versiegen wird. Alles Gute!

    Danke 🙏 ! Das bedeutet ja an sich die Zufluchtnahme , insbesondere zum Dharma.

  • Glaube im Buddhismus

    • NamoAdidaphat88
    • 27. Februar 2025 um 12:15

    Was ist euere Ansicht zum Thema Glauben im Buddhismus.

    Kann/soll/darf oder muss man etwas im Buddhismus Glauben oder ist das schon wieder direkt Anhaftung.

    Manche sagen mir im Buddhismus glaubt man nicht an Wiedergeburt und Karma sondern man wisse es .

    Es wird über Götterwelten der Devas und Höllen Daseinsbereiche geredet die alle Teil des Kreislaufs sind . Außerhalb dieses Kreislaufs lägen nur Nirwana und die Buddhaländer.

    Andererseits sagte Buddha selbst man solle nicht blind vertrauen auf jegliche Lehre sondern selbst überprüfen. Aber viele dieser Dinge lassen sich nicht überprüfen da wir entweder nie in diesen Bereichen gelebt haben oder keine Erinnerung haben.

    Das einzige was ich persönlich wirklich als „Wissen“ und nicht als Glaube habe sind die 4 edlen Wahrheiten und der 8 fache Pfad .

    Wie seht ihr das ?

  • Lehrte Thich Nhat Hanh wirklich Chan?

    • NamoAdidaphat88
    • 27. Februar 2025 um 11:48

    bedeutet dies deiner Ansicht nach das ales was kein reiner Zen ist „Unfug“ ist bzw. kein „richtiger Buddhismus“ ?

    Wer sich über das reine Land informieren möchte und wie das Amitabha Sutra ausgelegt wird in China / Vietnam / Taiwan der sollte sich diese Vortrag Reihe ansehen

    :

    Amitabha Sutra des reinen Landes Vortrag

    Das reine Land ist schon beschrieben und sehr detailliert. Die Mönche in den Chan/reines Land Mischform Tempeln sagten mir meist

    das die reine Land Praxis vor allem für Laien eine Art Versicherung ist im nächsten leben dort geboren zu werden , dort den dharma tatsächlich zu verstehen und dort Erleuchtung zu erlangen weil des für die meisten Laien und sogar viele Mönche in diesem Leben nicht klappen wird.

    Es ist nicht gleichzusetzen mit dem christlichen Himmel . Im Buddhismus gibt es verschiedene Daseinsbereiche , viele Abstufungen von Himmeln und Höllen. Die verschiedenen Buddhaländer sind aber außerhalb der Götterhimmel Welten der Devas zu sehen .

  • Lehrte Thich Nhat Hanh wirklich Chan?

    • NamoAdidaphat88
    • 27. Februar 2025 um 09:52

    Das ganze beginnt ja mit Bodhidharma der nach China gekommen war und in Shaolin lehrte und in einer Höhle meditierte. Er hat auch öfter mal zugelangt oder geschrien. Das ist sozusagen ein Charakter des Chan.

    Schaut mal bei Minute 50:40 in diesem sehr guten Film über Bodhidharma . Da redet ein chinesischer Mönch über die Leerheit der Dinge . Und Bodhidharma haut ihm darauf hin eins auf die Rübe :erleichtert: .

    Bodhidharma Film

    Ich bin Ole mittlerweile dankbar 🙏

    Ich habe etwas gelernt …

  • Lehrte Thich Nhat Hanh wirklich Chan?

    • NamoAdidaphat88
    • 27. Februar 2025 um 08:42

    Ich lese zur Zeit das Buch von Meister Hsing Yun dem Gründer von Fo Guang Shan „Buddha der Lotus im Fluss“ .

    In Fo Guang Shan wird auch eine Mischung aus Chan und reines Land Lehren praktiziert.

    Er bringt öfter Zitate von Lin Chi / Linji die mich an Ole erinnern :erleichtert: . Sie erscheinen extrem und beleidigend und verfolgen doch einen Zweck .

    Was ist eure Meinung dazu ?

    Zitat:

    „Der Ch'an-Meister Lin Chi (gestorben 867) schrie einmal laut aus: »Wenn Buddha Shakyamuni heute vorbeikäme und anfinge, den Dharma zu predigen, würde ich ihn mit einem Stecken zu Tode prügeln und seine Leiche den Hunden zum Fraß vorwerfen!« Die Respektlosigkeit des Ch'an-Bud-dhismus ist - besonders weil dieser seit so langer Zeit praktiziert wird - ein äußerst wertvoller Teil der buddhistischen Tradition. Die wilden Worte seiner Meister werden uns immer daran erinnern, kein Luftschloß oder Mausoleum aus dem Buddhismus zu machen. Wenn wir ihn nicht leben und erfahren können, kann er keine wahre Lehre sein. Wenn wir nicht dort anfangen können zu lernen, wo wir uns jetzt befinden, hat der Buddhismus keinen Wert für uns. Wir können ihn

    genausogut mit einem Stecken zu Tode prügeln und den Hunden zum Fraß vorwerfen.

    »Was für einen Nutzen hat die Tripitaka (die offiziell anerkannte Sammlung buddhistischer Sutras und Kommentare)?

    Bringt sie hierher, und ich benutze sie als Lumpen!« Dies ist eine weitere von Meister Lin Chis bekannten Äußerungen.

    Meister Lin Chi war ein Mönch, der sein Leben dem Dharma weihte. Er handelte nicht so, weil er seine Entscheidung be-reute, sondern weil er uns beibringen wollte, nicht den Worten anzuhaften. Er könnte auch gesagt haben, daß Sprache nicht mehr ist, als eine Aneinanderreihung von Lauten, die aus dem Mund von irgend jemandem kommen. Die Wahrheit ist um einiges großartiger als das. Worte sind wie ein Finger, der auf den Mond zeigt - sie sind nicht selbst der Mond“.

    Einige Kapitel später heißt es zum Thema rechte Rede dann :

    „

    Rechte Sprache

    Rechte Sprache bewahrt uns davor, durch das, was wir sa-gen, schlechtes Karma zu erzeugen. Die meisten Menschen erschaffen einen Großteil ihres schlechten Karmas durch unbeherrschte Rede. Niemand sollte sich davor fürchten, die Wahrheit zu sagen, aber die Art, wie wir Dinge aussprechen, und der Zeitpunkt, den wir aussuchen, um sie zu sagen, sind sehr wichtig. Eine Wahrheit, die zum falschen Zeitpunkt ausgesprochen wird - zum Beispiel das Korrigieren eines Mitmenschen vor anderen -, kann enormes Leiden erzeugen. Wenn sogar eine Wahrheit Schaden anrichten kann, wieviel schlimmer können direktes Lügen, Schroffheit oder das Erzählen von unwahren Geschichten sein. Definiert werden kann rechte Sprache in ihrer elementaren Form als nicht lügen, nicht falsch oder doppelzüngig sein, nicht schroff sein und im Gespräch mit anderen nicht sarkastisch oder spöttisch sein. Uber diese grundlegenden Bedeutungen hinaus beschreibt rechte Sprache außerdem eine Form zu sprechen, die nicht provozierend, nicht verleumderisch, nicht stolz oder hochmütig, nicht beleidigend oder kritisch, nicht verbittert oder bissig, nicht, ohne auf den Punkt zu kommen, ausgeschmückt oder geschwollen ist.

    Allen Buddhisten sei geraten, der folgenden Liste große Achtsamkeit zukommen zu lassen. Es ist wichtig zu wieder-holen, daß die meisten Menschen einen Großteil ihres schlechten Karmas durch Sprache erzeugen. Überprüfe dein eigenes Leben, und erkenne, daß dies wahr ist.

    Es gib vier grundlegende Richtlinien, die Sprache betref-fend, denen wir alle folgen können und sollten:

    - Erstens: Sage die Wahrheit.

    - Zweitens: Zeige in deiner Sprache Mitgefühl. Wenn

    Du denkst, daß deine Worte die Gefühle anderer verletzen könnten, sprich sie nicht aus. Nutze deine Stimme, um Sanftheit und Freundlichkeit in diese Welt zu bringen.

    • Drittens: Sei ermutigend. Manchmal können schon ein oder zwei Worte einem Menschen ungeheuren Frieden und große Freude bringen. Wenn du die Möglichkeit siehst, jemanden zu ermutigen, halte dich nicht zurück. Deine Worte können vielleicht genau das sein, was er braucht.
    • Viertens: Sei hilfreich. Nutze Worte, um Menschen zu helfen. Das ist auf viele Arten möglich. Wir können mit unseren Worten lehren und erklären, und wir können Worte auch auf eine Art benutzen, die andere ermutigt, Dinge mit uns zu besprechen. Dieser Punkt ist durchaus wichtig, weil der Dharma am besten durch die Diskussion über ihn erlernt wird

    Wie überall sonst ist der Buddha selber bei der Sprache unser bestes Beispiel. Erinnere dich daran, daß der Buddha als

    »derjenige der wahren Worte, der, der seine Worte nicht ver-ändert, und der, der nicht lügt« bekannt war. Der vom Buddha gelehrte Dharma ist das beste Beispiel für rechte Sprache in der Welt.

    Menschen, die weise sind, drücken sich alle in korrekten, wei-chen, harmonischen und ehrlichen Worten aus. Dies ist so, weil der Gebrauch von korrekten Worten uns von Frivolität befreit, der Gebrauch von weichen Worten uns von Schroffheit befreit, der Gebrauch von harmonischen Worten uns von Doppelzüngigkeit befreit und der Gebrauch von ehrlichen Worten uns vom Lügen befreit.

    -Meister Yung Chia Hsuan Chueh„

    Wie seht ihr das Ganze ? Widerspricht sich das nicht völlig oder ergänzt sich hier Chan und reines Land oder Vinaya ?

  • Lehrte Thich Nhat Hanh wirklich Chan?

    • NamoAdidaphat88
    • 25. Februar 2025 um 22:51

    Hier allerdings wird das genaue Gegenteil gezeigt und der Abt und der heutige Tempel scharf für abzocke und „Fake Buddhismus“ kritisiert:

    Macht euch selbst ein Bild

    Abbot of Shaolin Temple passes on the mantle to his son: Fake Monk Earns $21,000 in 10 Days
    #ChinadeepdiveHello, this is China Deep Dive. We have all the information you need to know about China at present. Today's topic is:Explore the shocking tran...
    youtu.be
  • Lehrte Thich Nhat Hanh wirklich Chan?

    • NamoAdidaphat88
    • 25. Februar 2025 um 22:31

    Hier ist ein Interview mit dem Abt des Shaolin Tempels der ja als Ursprung des Zen gilt und in dem Bodhidharma lehrte . Scheinbar habe ich dem Tempel und dem Abt etwas unrecht getan . Er redet im Interview über Shaolin als Zen Ursprung und dass sie es praktizieren.Es wird offenbar doch mehr als Kung-Fu geübt und sehr wohl Buddhismus gelehrt . In Shaolin gibt es die sogenannten Krieger oder Kampf Mönche die mehr auf Kungfu konzentriert sind aber auch Mönche die sich nur auf Sutra Studium und Mediation konzentrieren .

    Interview mit Shaolin Abt

    hier eine weitere kurze Doku über ihn und den Tempel :https://youtu.be/NcDGwIKoHb0

Ausgabe №. 134: „Keine Angst vor der Angst"

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