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Beiträge von melong

  • Individualität?

    • melong
    • 13. Juli 2009 um 19:52
    anita.m4:

    Hallo zusammen,

    wenn im buddhistischen Sinne kein "Ich" und kein "Selbst" anerkannt wird.


    Da es das "ich" und das "Selbst" gibt wird es auch anerkannt. Nur übt man sich darin die wahre Natur dieser Phänomene zu erkennen.

    anita.m4:

    Welche Ansicht hat der Buddhismus dann zur "Individualität"?


    Das Individuum gibt es. Jeder hat anderes Karma und also andere Kapazitäten. Deswegen geht auch jeder einen anderen Weg.

    anita.m4:

    Wenn nirgends ein Unterschied besteht, ...


    ... dann sollte man sich seine Sinne untersuchen lassen.

  • Das verflixte "Ich"

    • melong
    • 12. Juli 2009 um 14:18
    accinca:
    melong:


    Das ist nicht korrekt. Denn wenn es "Leidvolles" und "Vergängliches" gäbe und das Problem darin bestünde, dass dieses "Leidvolle" und "Vergängliches" als "ich" und "mein" betrachtet werden würden, dann hieße das ja, dass es das "Leidvolle" und "Vergängliche" unabängig von "ich" und "mein" gäbe.

    Das wurde auch nicht von mir behauptet!


    Dann lag es wohl an deiner Wortwahl, welche nicht präzise genug ist?


    accinca:
    melong:


    Das ist auch nicht korrekt, denn die Vorstellung ist ja zu finden ebenso wie die Vorstellung von "Apfel" zu finden ist.

    Ich finde du kannst schlecht lesen. Du mußt versuchen langsamer zu lesen
    und mit weniger Emotion, vielleicht gelingt es dir dann das zu lesen was gemeint ist?


    Ich finde du zitierst zu wenig und sehr selektiv, so dass der Zusammenhang verloren geht.

    Auf den Punkt gebracht liegt die Kontroverse hier:

    accinca:

    Darüber hinaus gibt es entgegen dem vermeinen kein Ich, nirgends.

    melong:

    ... gibt es "ich" und "mein" ebenso wie es den "Apfel" gibt, sie erscheinen aber ebenso wie der "Apfel" trügerisch.

  • Das verflixte "Ich"

    • melong
    • 12. Juli 2009 um 14:00
    accinca:

    Also bezieht es sich auch auf alle die Dinge, welche konventionell mit "Ich" bezeichnet werden. Diese sind vergänglich und leidvoll und solange diese als Ich und mein betrachtet und empfunden werden, solange erscheint dieses Leiden als Ich und Mein.


    Das ist nicht korrekt. Denn wenn es "Leidvolles" und "Vergängliches" gäbe und das Problem darin bestünde, dass dieses "Leidvolle" und "Vergängliches" als "ich" und "mein" betrachtet werden würden, dann hieße das ja, dass es das "Leidvolle" und "Vergängliche" unabängig von "ich" und "mein" gäbe. Das ist aber nicht so. Das "Leidvolle" und "Vergängliche" ist nur die Folge der trügerischen Wahrnehmung von "ich" und "mein", die es gibt.

    accinca:


    Man kann dieses Wort "ich" aber auch als sprachlichen Ausdruck für etwas bestimmtes Fremdes benutzen. So machte es der Buddha. Darüber hinaus gibt es entgegen dem vermeinen kein Ich, nirgends. Die Vorstellung eines tatsächlichen Ichs und tatsächlichem Eigen ist nur eine Vorstellung und darüber hinnaus nirgends zu finden.


    Das ist auch nicht korrekt, denn die Vorstellung ist ja zu finden ebenso wie die Vorstellung von "Apfel" zu finden ist. Wenn aber nach den Objekten, welche Inhalte der Vorstellung sind, wenn also nach "ich" und "mein" gesucht wird, dann werden "ich " und "mein" ebenso nicht gefunden wie auch der "Apfel" nicht gefunden wird, wenn nach dem "Apfel" gesucht wird. Deswegen gibt es "ich" und "mein" ebenso wie es den "Apfel" gibt, sie erscheinen aber ebenso wie der "Apfel" trügerisch.

  • Das verflixte "Ich"

    • melong
    • 11. Juli 2009 um 19:39
    anita.m4:

    Die lautet: "Erkennt Buddha ein eigenens "Selbst" oder "Geistselbst" an, das natürlich immer im stetigen Wandel ist.????


    Er erkannte alles an, was es gibt. Deswegen redete er seine Mönche mit "du" an, weil er wußte dass es ihr "ich" gibt. Er sprach doch auch von sich selbst als "ich".
    Also der Buddha tat sich mit dem, was ist, wesentlich leichter als viele Zennies und Harcore-Palibuddhisten heutzutage :lol:

  • Das verflixte "Ich"

    • melong
    • 11. Juli 2009 um 19:16
    Dorje Sema:
    Zitat

    Dorje Sema schreibt: Und wer nicht so tickt wie ich ticke der tickt nicht richtig?
    Ich nenne das ergriffen von dem eigenen Meinen zeigt sich deutlich der Titel dieses threats.

    Sahajaya

    Zitat

    melong schreibt: melong hat geschrieben:Was "Erkenntnis" ist und was nicht, ergibt sich aus der Anschauung derer, die sich mit der vermeintlichen "Erkenntnis" rühmen.
    Und rechte Erkenntnis (samma ditthi) ergibt sich aus dem ersten Schritt des Achtfachen Mittelwegs.

    Zitat

    Dorje Sema hat geschrieben:Und wer nicht so tickt wie ich ticke der tickt nicht richtig?

    Wo wir doch alle Wissen das es einen sogenannten richtigen Weg, wie von Dir Werter melong Euer Durchleucht, dargestellt gar nicht gibt.


    Sagen wir mal so: Die Grundlagen können richtig oder falsch sein. Die auf richtigen Grundlagen aufbauenden Wege unterscheiden sich und sind - bzgl. der Kapazität der Praktizierenden - richtig.
    Die auf falschen Grundlagen aufbauenden Wege unterscheiden sich auch, sind aber ganz unabhängig von der Kapazität der Praktizierenden alle falsch.

  • Das verflixte "Ich"

    • melong
    • 11. Juli 2009 um 19:11
    thecap:
    melong:


    Wer nicht so tickt wie du tickst, der könnte auf dem richtigen Weg sein.

    Welch freundliche und sachbezogene Behauptung, die ganz bestimmt unsren spirituellen Freunden auf ihrem Mittelweg weiterhilft - du strahlst ja wieder einmal geradezu vor Dharma, melong.

    Schau lieber mal
    1. was genau geschrieben wurde und was deine Schlussfolgerung ist und wie sich beides unterscheidet und zusammenhängt
    2. was z.B. der Dorje Sema dazu geschrieben hat.

  • Das verflixte "Ich"

    • melong
    • 11. Juli 2009 um 06:57
    Dorje Sema:

    Und wer nicht so tickt wie ich ticke der tickt nicht richtig?

    [edit-Isis]

  • Das verflixte "Ich"

    • melong
    • 11. Juli 2009 um 03:31
    thecap:

    ...fuer Nichtbuddhisten und Glaubensanhaenger mag das Dickicht der Anschauungen und des Ruhms genuegen. :P


    Sehr richtig. Hierzu sind auch jene zu zählen, die - in Abkehr vom Buddhismus - einem vermeintlich "modernen und aufgeschlossenen Buddhismus" huldigen.

  • Das verflixte "Ich"

    • melong
    • 10. Juli 2009 um 20:28
    thecap:
    melong:

    Na ja, andere Fahrzeuge andere "Einsichten" ;)

    So kann man seine Erkenntnisresistenz auch zum Ausdruck bringen ;).

    Was "Erkenntnis" ist und was nicht, ergibt sich aus der Anschauung derer, die sich mit der vermeintlichen "Erkenntnis" rühmen.

  • Das verflixte "Ich"

    • melong
    • 10. Juli 2009 um 06:57
    accinca:


    Na klar. Man rede ja auch von "Meiner Wohnung" obwohl sie mir in Wirklichkeit gar nicht
    gehört und nur gemietet ist. Aber auch sonst gibt es in Wahrheit nichts was einem gehören
    könnte. Jede Behauptung von Eigentum ist reine Konvention und Behauptung. Über diese
    hinaus gibt es kein Eigentum auch wenn man behauptet: Mein Bein, mein Arm, mein Kopf.
    Ebenso gibt es über Behauptung und Konvention hinaus kein Ich das jemand gehören würde.
    Wo es kein Eigen gibt, kann es kein Ich geben und genau das ist der Punkt warum der Buddha sagt:

    "Darum also, ihr Mönche: was euch nicht angehört, das gebet auf.
    Das Aufgeben wird euch lange zum Wohle, zum Heile gereichen.

    "Was aber, ihr Mönche, gehört euch nicht an?

    "Der Körper, ihr Mönche, gehört euch nicht an: ihn gebet auf.
    Das Aufgeben wird euch lange zum Wohle, zum Heile gereichen.

    "Das Gefühl, ihr Mönche, gehört euch nicht an: das gebet auf.
    Das Aufgeben wird euch lange zum Wohle, zum Heile gereichen. usw." M 22

    Alles anzeigen

    Na ja, andere Fahrzeuge andere "Einsichten" ;)

  • Das verflixte "Ich"

    • melong
    • 9. Juli 2009 um 20:28
    anita.m4:

    Hallo Melong,

    bin am arbeiten, und wenn ich mich mal in was vertiefe, dann kann ich noch keine entgüldigen Antworten geben.
    Nur Deine Ansichten sind für mich ganz und gar unverständlich.

    Nicht böse sein.


    Warum sollte ich böse sein? Du verstehst meist nicht, was ich sage ;)

    Ich zitiere mal den 5. Dalai Lama:

    Zitat

    Manchmal scheint das "ich" im Kontext des Körpers zu existieren. Manchmal scheint es im Kontext des Geistes zu existieren. Wiederum manchmal scheint es im Kontext der anderen einzelnen Aggregate zu existieren. Nach all diesen Erscheinungen in solch vielfältiger Art und Weise wirst du schließlich erkennen, dass das erscheinende "ich" unabhängig zu existieren scheint, als ob es von Beginn an aus sich selbst heraus etabliert wäre, und als könne es nicht von Geist und Körper unterschieden werden, die wie Milch und Wasser vermischt erscheinen.
    Dies ist er erste wesentliche Schritt bei der Meditation über die trügerische Erscheinung des "ich": die Identifikation des [trügerischen] Objektes, dem die Verneinung gilt. Du solltest analysieren bis eine tiefe [klare, eindeutige] Erfahrung dieser Art und Weise der Erscheinung des "ich" resultiert. Wenn du eine solche Erfahrung in deinem mentalen Kontinuum erzeugt hast, dann hast du das "ich" wie es dem gewöhnlichen Bewußtsein erscheint identifiziert. Dem gewöhnlichen Bewußtsein erscheint das "ich" selbst-etablierend innerhalb des Kontextes, dass das "ich" selbst und die Aggregate ähnlich erscheinen wie Wasser das in Wasser gegossen wurde.

  • Das verflixte "Ich"

    • melong
    • 9. Juli 2009 um 19:54
    anita.m4:

    Aber eines ist für mich am schlimmsten einzusehen - Ich soll kein Ich haben???????


    Natürlich hast du eines. Es ist nur nicht so wie du das wahrnimmst.

  • Buddhismus und die Einstellung zur "Realität"

    • melong
    • 29. Juni 2009 um 12:24
    Akuma:

    Für den praktischen Lebensweg hat es keinerlei Relevanz ob es die Welt gibt oder nicht oder wie es sie gibt. Wichtiger ist, was man draus macht, weil es schneller wieder vorbei sein kann, als einem lieb ist.


    Für den praktischen Weg eines Buddhisten hat es aber sehr viel Relevanz, ob es die Phänomene so gibt wie sie dem unwissenden Geist erscheinen.

  • Buddhismus und die Einstellung zur "Realität"

    • melong
    • 29. Juni 2009 um 08:14
    melong:
    Jonas88:

    Ja gut, ich bin mir da nicht so sicher. Im Prinzip ginge der Buddhismus womöglich einfach nur einen Schritt weiter als der Solipsismus.


    Das ist wahr und das ist auch grade das Befreiende am Buddhismus :D

    Zitat

    Er [der Buddhismus] lehrt, dass weder das "Ich", noch sein "mein" ("innere" und "äußere" Phänomene), noch die nicht als "mein" beanspruchten Phänomene der "Außenwelt" wahrhaft existent sind. Alle Phänomene - belebte als auch unbelebte - sind bedingt entstanden und bestehen nicht kraft eigener Potenz.

    Aber ich habe einen Fehler gemacht, weil ich mich zu sehr in diese Diskussion mit dir reinziehen habe lassen.
    Deswegen will ich dir abschließend versichern, dass es die Phänomene die du und ich mit unseren gesunden Sinnen beoachten können gibt, sie existieren ... nur eben anders als sie uns erscheinen.

    Und du hast hier im Anfängerforum gepostet und dir gleich das Thema "Realität" herausgesucht. Damit zäumst du das Pferd von hinten auf. Das ist falsch, wenn du dich wirklich für Buddhismus interessiert. Wenn du dich aber für Philosophie interessierst, dann bist du hier irgendwie nicht richtig.

    Wenn du dich für Buddhismus interessierst dann solltest du dich mit den ersten beiden edlen Wahrheit beschäftigen: Was ist eigentlich Leid, warum heißt es, dass das Leben Leid sei? Und was ist die Ursache für dieses Leid?
    Mit der Beschäftigung mit diesen Themen wirst du dann ganz natürlich ein Verständnis von dem erhalten, was du "Realität" nennst.
    Dann würde ich dir auch nahelegen wollen Belehrungen zuhören, in einem Zentrum, von einem Lehrer.
    Pass auf, denn wenn du dich am Anfang zu sehr in das Thema "Realität" verhedderst, ist die Gefahr groß, dass du auf Abwege gelangst.

  • Buddhismus und die Einstellung zur "Realität"

    • melong
    • 28. Juni 2009 um 20:28
    Jonas88:
    melong:

    Das ist deswegen nicht solipsistisch, weil das die wahre Existenz eines "ich" voraussetzen würde, so dass gelten könnte:
    Er bezeichnet den erkenntnistheoretischen Standpunkt, nur das eigene Ich sei wirklich, während die Außenwelt und andere fremde "Ichs" nur Bewusstseinsinhalte ohne eigene Existenz darstellten. Alles Sein ist im eigenen Ich, im eigenen Bewusstsein beschlossen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Solipsismus

    Ja gut, ich bin mir da nicht so sicher. Im Prinzip ginge der Buddhismus womöglich einfach nur einen Schritt weiter als der Solipsismus.


    Das ist wahr und das ist auch grade das Befreiende am Buddhismus :D

    Zitat

    Er [der Buddhismus] lehrt, dass weder das "Ich", noch sein "mein" ("innere" und "äußere" Phänomene), noch die nicht als "mein" beanspruchten Phänomene der "Außenwelt" wahrhaft existent sind. Alle Phänomene - belebte als auch unbelebte - sind bedingt entstanden und bestehen nicht kraft eigener Potenz.

  • Buddhismus und die Einstellung zur "Realität"

    • melong
    • 28. Juni 2009 um 18:27

    Mir scheint du bist etwas gefangen in deiner Vorstellung von "ich" und "außerhalb"

  • Buddhismus und die Einstellung zur "Realität"

    • melong
    • 28. Juni 2009 um 18:25
    Jonas88:
    melong:

    Weißt du, die irrtümlichen Auslegungen von Buddhismus sind grenzenlos in der Zahl. Alleine der Sachverhalt, dass es dir gelingt das so oder anders auszulegen, was belegt das? Doch nur, dass es ggf. gut ist, einen Lehrer zu haben.

    Und auch dieser Lehrer wird mir wohl nur das beibringen können was er selber aus dem Buddhismus zieht, je nachdem welche Buddhismusschule ich aufsuche werde ich auch wieder verschiedene oder gar wiedersprüchliche Dinge erfahren. Die Frage ist an wen soll ich mich halten?


    Das Thema wurde hier schon öfter durchgekaut.

    Jonas88:
    melong:

    Du hast es erfasst, wenn wir diese "Disharmonie" und das "Chaos" als "Unwissen" bezeichnen. Aber ... was hat das mit Solipsismus zu tun?
    Alles was du tust, denkst, hier schreibst ... alles dies ist eine Reflektion in deinem Geiste. Immer nur kannst du das Bild in deinem Geist wahrnehmen ... alles was du als "außerhalb von dir" wahrnimmst, ist ebenfalls nur ein Bild in deinem Geist. Aber das heißt nicht, dass es nicht auch ein Korrelat dieses Bildes "außerhalb von dir" gibt. Du kannst es halt weder beweisen, noch wiederlegen, obgleich die Konvention es nahelegt, dass es das alles "außerhalb von dir" gibt, was dir als "außerhalb von dir" erscheint.
    Aber ... was hat das mit Solipsismus zu tun?

    Es würde halt bedeuten das ein "Außerhalb" garnicht von Nöten ist, sondern das sich alles genausogut auch nur "innerhalb" abspielen könnte.


    könnte

    Jonas88:


    Soweit ich verstanden habe ist in der Karmalehre das was "innerhalb" ist von entscheidender Bedeutung für das was "außerhalb" ist. Offensichtlich reicht es nicht nur zu "handeln" um Karma zu erzeugen, damit wir uns vom Karma lösen können müssen wir nicht zwangsläufig aufhören zu handeln es reicht vollkommen aus wenn unsere Absicht dahinter sich ändert, wenn wir unser Begehren unser Ego loslassen und wir dann damit kein Karma mehr erzeugen und die "Erscheinungen" in der Illusorischen Welt schwinden. Oder um es noch mal kurz auszudrücken: Meine Geisteshaltung entscheidet was in der Außenwelt geschiecht und wenn das nicht solipsistisch ist, was dann?


    Das ist deswegen nicht solipsistisch, weil das die wahre Existenz eines "ich" voraussetzen würde, so dass gelten könnte:

    Zitat

    Er bezeichnet den erkenntnistheoretischen Standpunkt, nur das eigene Ich sei wirklich, während die Außenwelt und andere fremde "Ichs" nur Bewusstseinsinhalte ohne eigene Existenz darstellten. Alles Sein ist im eigenen Ich, im eigenen Bewusstsein beschlossen.


    http://de.wikipedia.org/wiki/Solipsismus

  • Buddhismus und die Einstellung zur "Realität"

    • melong
    • 28. Juni 2009 um 17:03
    Jonas88:

    Naja die Sache ist halt die: Gehen wir mal von einer solipsistischen Welt aus.


    Warum? Was fesselt dich so an dieser Idee?

    Jonas88:

    Viele Dinge die man im Buddhismus hört kann man durchaus so auslegen als würden sie Antworten auf dieses Problem geben.


    Weißt du, die irrtümlichen Auslegungen von Buddhismus sind grenzenlos in der Zahl. Alleine der Sachverhalt, dass es dir gelingt das so oder anders auszulegen, was belegt das? Doch nur, dass es ggf. gut ist, einen Lehrer zu haben.

    Jonas88:


    Die Lehre des Karmas beispielsweise ergäbe sich logisch aus der Konsequenz das man jegliches Chaos das man stiftet als Chaos im eigenen Geist unmittelbar oder in Zukunft zu spüren bekommt.


    So ist es.

    Jonas88:


    das Nirvana wäre ein Zustand ab dem das "Ich" verschwindet und somit auch die Illusion der Welt, da diese mit dem verschwinden des Ichs die Grundlage verliert.


    Auch so ist es. Wobei ich lieber sagen würde, dass das illusionsartige Erscheinen der Welt verschwindet.

    Jonas88:


    Das bedingte Entstehen könnte sich genauso gut auch im eigenen Geist abspielen


    So ist es auch. Ohne diesen Geist gäbe es kein bedingtes Entstehen.

    Jonas88:


    Somit wäre die gesamte Existenz womöglich nicht viel mehr als ein Kampf mit einem total disharmonischen, chaotischen Geist. Es ist garnicht mal so abwegig finde ich... zumindest sollte man es in Betracht ziehen.


    Du hast es erfasst, wenn wir diese "Disharmonie" und das "Chaos" als "Unwissen" bezeichnen. Aber ... was hat das mit Solipsismus zu tun?
    Alles was du tust, denkst, hier schreibst ... alles dies ist eine Reflektion in deinem Geiste. Immer nur kannst du das Bild in deinem Geist wahrnehmen ... alles was du als "außerhalb von dir" wahrnimmst, ist ebenfalls nur ein Bild in deinem Geist. Aber das heißt nicht, dass es nicht auch ein Korrelat dieses Bildes "außerhalb von dir" gibt. Du kannst es halt weder beweisen, noch wiederlegen, obgleich die Konvention es nahelegt, dass es das alles "außerhalb von dir" gibt, was dir als "außerhalb von dir" erscheint.
    Aber ... was hat das mit Solipsismus zu tun?

  • Buddhismus und die Einstellung zur "Realität"

    • melong
    • 25. Juni 2009 um 19:25
    Jonas88:
    melong:

    Das Entscheidende ist aber doch, dass richtig angegangen der Ausgangspunkt der Erforschung von "Realität" immer das "ich" und das "mein" ist. Immer! Das schließt eine unheilvolle solipsistische Entwicklung des Individuums per se aus. Alles ist abhängig entstanden, nichts besteht unabhängig kraft eigener Potenz egal ob Subjekt oder Objekt.

    Aber genau hier haben wir das Problem, das "bedinte" entstehen, hat dort den Schwachpunkt das es irgendwo wahrscheinlich einen Punkt geben muss wo es kein bedingtes entstehen gibt.


    Diese Schlussfolgerung beruht auf Unwissenheit, auf Ergreifen-Wollen.

    Jonas88:


    Buddha hat zwar absolut Recht das eine Tat oder Absicht immer irgendetwas auslöst


    Falsch. Denn er hat nur relativ recht. Sein Rechthaben ist ebenso bedingt entstanden.

    Jonas88:


    (Die Erkenntniss war damals gigantisch Buddha muss wirklich intelligent gewesen sein) materialistsich gesehen gab es wohl irgendwo mal vor der Entstehung des Universums eine Asymetrie die den ganzen "Ärger" ausgelöst hat. Nun könnte eine solche Asymetrie auch im Geist alleine gewesen sein. Ich bin mir jetzt nicht sicher ob ich jetzt Sinn ergebe oder nur unsinn daherrede.


    Sagen wir mal so: Du verlierst dich in deinen Gedanken.

    Jonas88:


    Aber seine Worte lassen reichlich Platz für Interpretation übrig.


    Das ist das Wesen der Worte: Nicht jeder versteht sie genau gleich und manche verstehen ihre Bedeutung nicht mal näherungsweise.

  • Buddhismus und die Einstellung zur "Realität"

    • melong
    • 25. Juni 2009 um 06:21
    Jonas88:

    Auch unser eigener Traum ist oft alles andere als vorhersehbar. (Melong hat soweit ich mich entsinne auch was von Geisteskrankheiten erzählt) das Unbewusste ist oftmals stärker als wir ahnen.

    Geisteskrankheiten wurden in diesem Kontext beispielhaft genannt:

    melong:
    Montag:

    Wäre alles im Bewusstsein, dann gäbe es kein Unwissen. Und wäre "ich" der Schöpfer von allem, könnte nichts ohne meine Zustimmung geschehen.


    Das ist sehr unüberlegt. Denke mal an Geisteskrankheiten.

    Das Beispiel zeigt wie ohne das willentliche Zutun des "ich" Wahrnehmungen resultieren und das "ich" also zum Opfer der vermeintlich "eigenen" Wahrnehmungen wird. Genau so verhält es sich ja auch mit der Unwissenheit (bzgl. der wahren Bestehensweise der Phänomene wie "ich" und andere) und dem Leid.

  • Buddhismus und die Einstellung zur "Realität"

    • melong
    • 25. Juni 2009 um 06:06
    Jonas88:

    Ich stelle mir allmälich eine interessante Frage.... könnte es sein das Buddha womöglich selber Solipsist gewesen ist?

    "Aus dem Nichtwissen entstehen die Geistesregungen, aus den Geistesregungen das Bewusstsein, aus dem Bewusstsein Name und Form, aus Name und Form der sechsfache Sinnenbereich, aus dem sechsfachen Sinnenbereich die Berührung (Bewusstseinseindruck/Impression), aus der Berührung die Empfindung, aus der Empfindung der Durst, aus dem Durst das Anhaften (Ergreifen), aus dem Anhaften das Werden (Entstehen), aus dem Werden die Geburt, aus der Geburt Alter, Tod, Kummer, Trauer, Unheil, Missstimmung und Verzweiflung. So verhält es sich mit dem Ursprung dieser ganzen Masse von Leid.
    Durch das gänzliche Aufhören und Verschwinden des Nichtwissens nun hören die Geistesregungen auf, durch das Aufhören der Geistesregungen das Bewusstsein, durch das Aufhören des Bewusstseins Name und Form, durch das Aufhören von Name und Form der sechsfache Sinnenbereich, durch das Aufhören des sechsfachen Sinnenbereichs die Berührung, durch das Aufhören der Berührung die Empfindung, durch das Aufhören der Empfindung der Durst, durch das Aufhören des Durstes das Anhaften, durch das Aufhören des Anhaftens der Werdeprozess, durch das Aufhören des Werdeprozesses die Geburt, durch das Aufhören der Geburt Alter, Tod, Kummer, Trauer, Unheil, Missstimmung und Verzweiflung. So verhält es sich mit dem Aufhören dieser ganzen Masse von Leiden."

    Das Zitat selbst hebt doch deinen Einwand des Solipsismus wieder auf.

    Falsch angegangen kann aus den diversen buddhistischen Sichtweisen bzgl. "Realität" tatsächlich "Solipsismus" resultieren. Manche Sichtweisen sind da mehr anfällig dafür, manche weniger. Z.B. würde ich sagen, dass die Tendenz zum Solipsismus in dem sprachlichen Ausdruck "alles ist Geist" stärker ausgeprägt ist als in anderen Konzepten. Dies umso mehr als etwas bestehen bleibt, das wahrhaft existiert wie es bei der Cittamatra-Lehre der Fall ist oder auch in diversen Lehren bei denen im Kontext einer "Natur des Geistes" unentwegt auf einer Buddhanatur "herumgeritten" wird grade so als ob diese wahrhaft existieren würde.

    Das Entscheidende ist aber doch, dass richtig angegangen der Ausgangspunkt der Erforschung von "Realität" immer das "ich" und das "mein" ist. Immer! Das schließt eine unheilvolle solipsistische Entwicklung des Individuums per se aus. Alles ist abhängig entstanden, nichts besteht unabhängig kraft eigener Potenz egal ob Subjekt oder Objekt.

  • Die Konditionierung

    • melong
    • 23. Juni 2009 um 19:07
    Alwin:

    Schafft man sich seine eigene Realität?
    Oder bin ich meine Realität?


    Fühlende Wesen, die wollen, dass ein Zeitalter des Niederganges sich in ein Zeitalter der Evolution wandelt, können tatsächlich ein Zeitalter des Niederganges in ein Zeitalter der Evolution verwandeln; und sie werden ein Zeitalter der Evolution erleben.

    Fühlende Wesen, die wollen, dass ein Zeitalter der Evolution sich in ein Zeitalter des Niederganges wandelt, können tatsächlich ein Zeitalter der Evolution in ein Zeitalter des Niederganges verwandeln; und sie werden ein Zeitalter des Niederganges erleben.

    Aber in Wahrheit wandeln sich Evolution und Niedergang nicht ineinander; denn es ist der Wille, der sich entsprechend ändert.

    Aryadharmasamgiti Sutra

  • Die Konditionierung

    • melong
    • 23. Juni 2009 um 17:57
    thecap:
    melong:

    Für mich bedeutet Achsamkeit im Kontext der Sichtweise wie ich sie hier vertrete: Wissen, dass die Phänomene nicht auf die Art und Weise bestehen, wie sie erscheinen. :)

    Wie erscheinen und wie bestehen die Erscheinungen deiner Meinung nach?


    Stöber einfach etwas im Forum. Mach dir die Mühe, wenn es dich interessiert.

  • Die Konditionierung

    • melong
    • 23. Juni 2009 um 08:21
    crazy-dragon:
    melong:


    Ja. Es ist schon gut so wie es ist

    Jetzt hab ich angefangen, Dich zu lieben- und jetzt zertrampelst Du dieses zarte Pflänzchen wieder... :oops:


    Einfach achtsam bleiben. Ich weiß jetzt nicht, was Achsamkeit für dich bedeutet. Für mich bedeutet Achsamkeit im Kontext der Sichtweise wie ich sie hier vertrete: Wissen, dass die Phänomene nicht auf die Art und Weise bestehen wie sie erscheinen. :)

  • Die Konditionierung

    • melong
    • 22. Juni 2009 um 11:22
    Ji'un Ken:
    melong:


    Eine Zielvorstellung ist nicht inhärent problembehaftet, aber wie ich hier im Forum wiederholt erkennen kann, gibt es doch einige Leute, die sich "Ziel-Dämonen" erschaffen. Solche scheinen dann oft bei dem zu landen, das sie "Zen" nennen :grinsen:


    Moin Melong,
    sollte es daran liegen, das Zen der schnellste Weg ist, solches zu erkennen und sich solche Dämonen vom Hals zu schaffen?? :grinsen:


    Hier verwechselst du etwas. Denn die seit Anbeginn bestehende Unwissenheit wird ja noch verstärkt durch das Erzeugen dieser zusätzlichen "Dämonen".

    Ji'un Ken:


    Du wirst doch nicht mit dem Gedanken spielen, nach dieser grundlegenden Erkenntnis die Schulrichtung zu wechseln? :grinsen:


    Eben grade nicht. Wobei ich auch nicht wüßte, welche "Schulrichtung" sich hinter "Zen" verbergen sollte

    Ji'un Ken:


    Mach blos kein Sch.... Es macht gerade so viel Spass.


    Ja. Es ist schon gut so wie es ist

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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