Dein Artikel ist ja schon vom Januar, aber deine Worte haben mich berührt. Ich kann die von dir beschriebene Situation nur zu gut nachvollziehen.
Wir hatten bis zum 30. Januar drei Hunde. Leider musste unser 15-jähriger Kimba am 30. Januar seine letzte Reise antreten. Es hat uns sehr hart getroffen. Ein paar Tage später musste ein anderer Hund in die Klinik. Er wird jetzt therapiert, wie es weitergeht wissen wir nicht. Wir selbst haben auch die eine oder andere „Baustelle“. Um es kurz zu machen: in den letzten 25 Jahren war eigentlich jedes Jahr doch einiges an Übergangsphasen, die wir erlebt haben.
Diese Übergangsphasen, in denen sich plötzlich alles verändert, machen auch mir immer wieder große Schwierigkeiten. Oft sind es Veränderungen, die nicht geplant waren, die einfach so passieren – oft über Nacht, so scheint es. Vielleicht ist es sogar das, was mich am meisten herausfordert: die Unvorhersehbarkeit.
Ich habe immer wieder versucht, ein Leben zu führen, das planbar und sicher ist. Das Vertraute, das Gewohnte gibt mir eine gewisse Geborgenheit, und die Vorstellung, in diese vertrauten Bahnen zurückkehren zu können, ist wie ein Anker in stürmischen Zeiten.
Das Konzept des „Ichs“ (Anatta) ist für mich von zentraler Bedeutung. Es gibt kein festes, unveränderliches Selbst.
Die buddhistische Praxis zeigt mir, im gegenwärtigen Moment zu leben und Veränderung nicht als etwas zu sehen, dem wir widerstehen müssen, sondern als Teil des natürlichen Flusses des Lebens.
Ich befinde mich noch immer in diesem Lernprozess des Verstehen-wollens, des Akzeptieren-wollens dessen, dass unser Glück nicht durch das Festhalten z.B. an Menschen und Vorstellungen und Wünschen erreichbar ist. Und diesem Loslassen an dem „Ich“, dem „Mein“, dem „Selbst“.
Du bist nicht alleine mit deinen Gedanken!
LG Thomas